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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Rollobaugruppe zur Anordnung
vor einem Heckfenster eines Kraftfahrzeuges. Die Rollobaugruppe
umfasst eine Rollobahn, die mit ihrem ersten Ende mit einer Wickelwelle
und mit ihrem zweiten Ende mit einem Auszugsprofil verbunden ist
sowie Lagermittel, in welchen die Wickelwelle drehbar gelagert ist.
Weiterhin umfasst die Rollobaugruppe seitlich an dem Heckfenster
anordenbare Führungsschienen,
in welchen die Enden des Auszugsprofils verschiebbar geführt sind,
eine elektrische Antriebseinrichtung zum Abwickeln und/oder Aufwickeln
der Rollobahn, welche über
Antriebsglieder mit dem Auszugsprofil verbunden ist und Führungsmittel,
in welchen die Antriebsglieder verschieblich geführt sind. Weiterhin umfasst
die Rollobaugruppe ein Verbindungsmittel, welches die Lagermittel
miteinander verbindet.
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Es
sind im Stand der Technik Heckscheibenrollos für Kraftfahrzeuge bekannt, bei
welchen eine Rollobahn aus einem Auszugsschlitz der Hutablage des
Kraftfahrzeuges ausziehbar ist. Die Rollobahn wird von einer unterhalb
der Hutablage angeordneten Wickelwelle, die drehbar gelagert ist,
abgewickelt. Derartige Rollos sind als elektrische oder auch als
manuell betätigbare
Heckscheibenrollos bekannt. Um die Rollobahn vor dem Heckfenster
aufzuspannen, ist an der von der Wickelwelle abliegenden Kante der
Rollobahn ein Auszugsprofil befestigt, über welches die Rollobahn von
der Wickelwelle abgewickelt werden kann. Das Auszugsprofil wird
an seinen beiden seitlichen Enden in Führungsschienen geführt, welche
seitlich an der Heckscheibe angeordnet sind.
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Die
Montage der Führungsschienen
in dem Kraftfahrzeug ist im praktischen Betrieb schwierig, da diese
einerseits sehr empfindlich sind und andererseits lagerichtig in
Bezug auf die Wickelwelle montiert werden müssen. Im Stand der Technik
sind hierzu verschiedene Vorschläge
gemacht worden, um eine diesbezügliche
Montagevereinfachung zu erreichen und eine vormontierte Rollobaugruppe
zur Verfügung zu
stellen. So ist es beispielsweise bekannt, eine Rollokassette, beispielsweise
aus Kunststoff, vorzusehen, in welcher die Wickelwelle aufgenommen
ist. An den Enden der Rollokassette sind Endkappen als Lagermittel
für die
Wickelwelle anordenbar. Auf der Rollokassette werden Halterungen, üblicherweise
aus Kunststoffteilen, angeordnet, welche die elektrische Antriebseinrichtung
sowie Führungsmittel
für flexible Antriebsglieder
aufnehmen. Weiterhin sind Halterungen für die Anbringung der Rollokassette
am Rohbau an der Rollokassette anzuordnen sowie eine weitere Halterung,
welche sich quer durch das Fahrzeug erstreckt und eine Konturabstützung für die Hutablage bildet.
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Um
die Breitentoleranzen des Fahrzeuges ausgleichen zu können, ist
in einem der Führungsrohre
für die
flexiblen Schubglieder eine Rändelschraube
angebracht, welche eine Verschiebung des Antriebsgliedes gegenüber dem
elektrischen Antrieb ermöglicht,
so dass dieser im Bezug auf die beiden Antriebsglieder stets zentriert
ist. Nachdem die derart vormontierte Baugruppe in dem Kraftfahrzeug
montiert ist, kann eine Seitenverkleidung für die C-Säule des
Kraftfahrzeuges eingebracht werden, welche die Führungsschienen für das Heckscheibenrollo
trägt. Die
Anordnung der Führungsschienen
in dem Fahrzeug ist durch die Baueinheit mit der Seitenverkleidung
zwar vereinfacht, jedoch ist die Vormontage der Rollokassette mit
einer Vielzahl von Halterungen und weiterer Bauteile vergleichsweise
aufwendig und somit kostspielig
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Aus
der
DE 100 62 690
A1 wird darüber
hinaus vorgeschlagen, die Lagermittel für die Wickelwelle über ein
Verbindungsmittel aneinander zu befestigen, so dass diesbezüglich eine
Vormontage möglich ist.
Zu der vormontierten Einheit gehört
neben der Wickelwelle und den Lagermitteln der elektrische Antriebsmotor
und die Führungsrohre
zum Führen
von Schubgliedern zur Betätigung
der Rollobahn. Die Rollobahn ist mit einem Zugstab verbunden, der
endseitig in Führungsschienenstücken geführt ist,
die ebenfalls Bestandteil der Baueinheit sind. Die vormontierte
Einheit wird über
Flansche an den Führungsschienen
an der Fahrzeugkarosserie angeschraubt oder angeklebt. Zum Ausgleich
der Breitentoleranzen des Fahrzeuges sowie zur Befestigung der Antriebseinrichtung
mit den Führungsmitteln
und weiterer Bauteile des Vormontageumfangs ist in dieser Schrift
nichts gesagt.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine Rollobaugruppe für ein elektrisches
Heckscheibenrollo vorzuschlagen, welche neben einer einfachen Montage
in das Fahrzeug auch eine vereinfachte Vormontage ermöglicht und
kostengünstig
herstellbar ist.
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Die
Aufgabe wird gelöst
mit den Merkmalen des Anspruches 1. Eine Rollobaugruppe zur Anordnung
vor einem Heckfenster eines Kraftfahrzeuges weist eine Rollobahn
auf, die mit ihrem ersten Ende mit einer Wickelwelle und mit ihrem
zweiten Ende mit einem Auszugsprofil verbunden ist. Weiterhin weist die
Rollobaugruppe Lagermittel auf, in welchen die Wickelwelle drehbar
gelagert ist, seitlich an dem Heckfenster anordenbare Führungsschienen,
in welchem die Enden des Auszugsprofils verschiebbar geführt sind,
eine elektrische Antriebseinrichtung zum Abwickeln und/oder Aufwickeln
der Rollobahn, welche über
Antriebsglieder mit dem Auszugsprofil verbunden ist, und Führungsmittel,
in welchen die Antriebsglieder verschieblich geführt sind. Die Rollobaugruppe
umfasst weiterhin ein Verbindungsmittel, welches die Lagermittel
miteinander verbindet.
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Erfindungsgemäß ist das
Verbindungsmittel als Modulträger
ausgebildet, welcher sich im wesentlichen über die gesamte Fahrzeugbreite
erstreckt und Befestigungspunkte zur Aufnahme der wesentlichen Bauteile
der Rollobaugruppe sowie Befestigungspunkte zur Befestigung des
Modulträgers
in dem Kraftfahrzeug aufweist. Im Gegensatz zu bekannten Rolloanordnungen
des Standes der Technik, bei welchen eine Vielzahl von Bauteilen
und Halteeinrichtungen an einer Rollokassette oder einem Trägerrohr
angeordnet werden muss, um diese zur einer Vormontagegruppe zu verbinden,
ist es mittels des erfindungsgemäßen Modulträgers möglich, die
einzelnen Bauteile in lagerichtiger Anordnung zu einander weitgehend
direkt mit dem Modulträger
zu verbinden. Das Zusammensetzen der Rollobaugruppe in der Vormontage
ist hierdurch wesentlich vereinfacht. Halterungen für die einzelnen
Bauteile können
beispielsweise aus Kunststoffteilen sein oder aber auch als Klipse
direkt aus dem Modulträger
geformt sein. Die Bauteile werden bei der Vormontage in die Kunststoffteile
oder die Klipse des Modulträgers
eingeführt. Anschließend kann
der Modulträger über wenige
Befestigungspunkte in einfacher Weise im Fahrzeug befestigt werden.
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In
Weiterbildung der Erfindung weist der Modulträger zusätzlich Befestigungspunkte für eine ihn bedeckende
Hutablage auf. Die Hutablage kann hierdurch auf einfache Weise in
dem Fahrzeug befestigt werden, indem sie an den Befestigungspunkten
des Modulträgers
angeordnet wird, beispielsweise durch Verschrauben. Bei einer zweiteiligen
Hutablage mit einem Endbord, wie sie bei Heckscheibenrollos üblicherweise
verwendet wird, ist hierdurch die Montage des Endbords der Hutablage
besonders einfach bereits bei der Vormontage möglich. Nach Montage der Rollobaugruppe
in das Fahrzeug kann der zweite Teil der Hutablage montiert werden,
wobei der Modulträger
ebenfalls Befestigungspunkte für
die Hutablage aufweist.
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Besonders
vorteilhaft ist es hierbei, wenn der Modulträger einen in Fahrzeughochachse
gebogenen Abschnitt aufweist, welcher sich über die gesamte Fahrzeugbreite
erstreckt und eine Konturabstützung
für die
Hutablage bildet. Die Konturabstützung für die Hutablage
kann somit in einfacher Weise ebenfalls durch den Modulträger gebildet
werden, so dass kein zusätzliches
Bauteil wie im Stand der Technik hierfür nötig ist. Vorzugsweise ist der
Modulträger so
ausgebildet, dass er jeweils vor und nach dem Austrittsbereich der
Rollobahn eine derartige Konturabstützung bildet. Eine zweiteilige
Hutablage kann hierdurch besonders gut abgestützt werden, ohne dass hierzu
weitere Bauteile nötig
wären.
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Eine
weitere Ausführungsform
der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass zumindest Teile einer
Seitenverkleidung einer C-Säule
des Fahrzeugs an dem Modulträger
angeordnet sind. Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn zumindest
ein Seitenverkleidungsteil in Fahrzeugquerrichtung verschieblich
an den Modulträger
angeordnet ist. Hierdurch kann auf einfache Weise ein Ausgleich
der Fahrzeugtoleranzen in Fahrzeugquerrichtung erreicht werden. Die
Seitenverkleidung kann hierbei direkt an dem Modulträger angeordnet
sein oder an einem weiteren Funktionsteil, welches seinerseits mit
dem Modulträger
verbunden ist.
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Eine
besonders vorteilhafte Ausführungsform
der Erfindung sieht vor, dass der Modulträger als Blechbiegeteil ausgeführt ist.
Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn der Modulträger als
Stanzbiegeteil ausgebildet ist, Befestigungsbohrungen und Ausnehmungen
können
hierdurch bereits vor dem Biegen aus dem Blech ausgestanzt werden,
so dass der Modulträger
einfach und kostengünstig
herstellbar ist. Funktionen wie die Konturabstützung können hierdurch ebenfalls ohne
weitere Bauteile realisiert werden. Ebenso ist es jedoch möglich, dass
der Modulträger
als Hybridteil mit Befestigungspunkten in Kunststoff-Spritzguss
ausgebildet ist. Hierbei ist es beispielsweise auch möglich, die
Lagermittel für
die Wickelwelle in Kunststoff auszuführen und direkt an den Modulträger anzuspritzen.
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Eine
besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass
die elektrische Antirebseinrichtung, vorzugsweise in Fahrzeugquerrichtung, verschieblich
an dem Modulträger
befestigt ist. Die elektrische Antriebseinrichtung kann hierdurch
in besonders einfacher Weise in bezug auf die flexiblen Antriebsglieder
zentriert werden, ohne dass hierzu aufwendige Bauteile nötig sind.
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Vorteilhafterweise
ist die elektrische Antriebseinrichtung zusammen mit den Antriebsgliedern
relativ zu den Führungsschienen
verschiebbar angeordnet ist um eine im wesentlichen horizontale Ausrichtung
des Auszugsprofils zu ermöglichen.
Die Antriebseinrichtung wird dabei beispielsweise mit ihrem Antriebsmotor
und dessen Zahnrad, das in den Antriebsgliedern eingegriffen bleibt,
relativ zu ihrem fest an dem Modulträger befestigten Getriebegehäuse und
den daran angeordneten Führungsschienen oder
-hülsen
verschoben. Die Antriebsglieder werden dadurch einerseits in ihren
Führungsschienen
weiter eingeschoben und andererseits in ihren Führungsschienen weiter hinausgezogen.
Das an den Antriebsgliedern befestigte Auszugsprofil verändert dadurch
seine horizontale Lage und kann hierdurch justiert werden.
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Ebenfalls
vorteilhaft ist es, wenn die Führungsschienen
schwenkbar an dem Modulträger
befestigt sind. Hierdurch ist insbesondere das Handling der Rollobaugruppe
nach der Vormontage erleichtert und die empfindlichen Führungsschienen
sind vor Beschädigungen
besser geschützt.
Daneben ist auch der Einbau in das Fahrzug erleichtert, da die Führungsschienen
erst bei der Endmontage im Fahrzeug ausgeklappt werden müssen.
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Gemäß einer
vorteilhaften Weiterbildung sind hierzu die Führungsschienen in zwei Abschnitte aufgeteilt,
von denen ein erster mit dem Modulträger verbunden ist und ein zweiter
Abschnitt schwenkbar mit dem ersten Abschnitt verbunden ist. Der
erste Abschnitt der Schienen kann hierdurch bereits bei der Vormontage
lagerichtig in Bezug auf die Wickelwelle und das Auszugsprofil an
dem Modulträger
befestigt werden, wobei die Enden des Auszugsprofils bereits in
den Führungsschienen
geführt
sind. Ein Einschwenken der oberhalb des Auszugsprofils liegenden
Führungsschienenabschnitte
ist dennoch möglich.
Ist der zweite Abschnitt über
ein Scharnier mit dem ersten verbunden, ist das Einschwenken und wieder
Ausklappen bei der Endmontage in besonders einfacher Weise möglich. Zugleich
ist durch das Scharnier sichergestellt, dass die Abschnitte der Führungsschienen
miteinander fluchten.
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Eine
andere Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
der Modulträger
zusätzlich
Befestigungspunkte für
weitere Bauteile, insbesondere Lautsprecher oder ein Lüftungsgitter,
aufweist, so dass deren Montage ebenfalls vereinfacht ist.
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Weiterhin
ist es vorteilhaft, wenn an dem Modulträger im Bereich des Austritts
der Rollobahn aus der Hutablage eine Gleitkante für die Rollobahn
angeordnet ist. Ein Streifen der Rollobahn an den Rändern der
Hutablage, welches zu einer Abnutzung an diesen führt, kann
hierdurch verhindert werden.
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Weitere
Vorteile der Erfindung werden anhand der nachfolgend ausgeführten Ausführungsbeispiele
beschrieben. Es zeigen:
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1 eine
erfindungsgemäße Rollobaugruppe
und ihre Anordnung in einem Kraftfahrzeug in einer Übersicht;
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2 die
erfindungsgemäße Rollobaugruppe,
welche zum Einbau in ein Kraftfahrzeug vormontiert ist;
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3 ein
Scharnier zur schwenkbaren Anordnung eines Abschnittes der Führungsschienen
in einer Detaildarstellung;
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4 eine
Anordnung zur verschieblichen Lagerung eines Seitenverkleidungsteiles
mit daran angeordneten Führungsschienen;
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5 eine
Anordnung zur verschieblichen Lagerung der elektrischen Antriebseinrichtung
an dem Modulträger;
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6 eine
weitere Darstellung zur verschieblichen Lagerung der elektrischen
Antriebseinrichtung an dem Modulträger;
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7 eine
Schnittdarstellung durch den Modulträger mit einer Gleitkante im
Bereich des Austritts der Rollobahn.
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1 zeigt
eine erfindungsgemäße Rollobaugruppe 1 in
einer Übersichtdarstellung
in einem in ein Fahrzeug eingebauten Zustand. Die Rollobaugruppe 1 ist
zur Anordnung an einem Heckfenster des Kraftfahrzeuges vorgesehen
und weist eine Rollobahn 2 auf, die mit ihrem ersten Ende
mit einer Wickelwelle 3 und mit ihrem zweiten Ende mit
einem Auszugsprofil 5 verbunden ist. Die Rollobaugruppe 1 umfasst
weiterhin seitlich an dem Heckfenster anordenbare Führungsschienen 6,
welche sich von einer Hutablage 7 des Kraftfahrzeuges bis
zu einer Dachverkleidung 8 erstrecken und in welchen die
Enden des Auszugsprofils 5 verschiebbar geführt sind.
Weiterhin weist die Rollobaugruppe 1 eine elektrische Antriebseinrichtung 9 auf,
welche über
hier nicht sichtbare Antriebsglieder mit den Enden des Auszugsprofils 5 verbunden
ist. Erfindungsgemäß sind die
genannten Bauteile der Rollobaugruppe 1 an einem Modulträger 10 befestigt,
welcher in der vorliegenden Darstellung durch ein Endbord 7a einer
zweiteiligen Hutablage 7 verdeckt ist und in 2 näher beschrieben
wird.
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In
eingebautem Zustand der Rollobaugruppe 1 sind die Führungsschienen 6 durch
Seitenverkleidungsteile 12 der C-Säule weitgehend verdeckt. Der Modulträger 10 weist
erfindungsgemäß Befestigungspunkte 13, 14, 15 zur
Befestigung aller wesentlichen Komponenten der Rollobaugruppe 1 sowie Befestigungspunkte 13, 14, 15 zur
Befestigung des Modulträgers 10 in
dem Fahrzeug auf. Die wesentlichen Teile der Rollobaugruppe 1 können daher
in einem Vormontageschritt nahezu vollständig fest an dem Modulträger 10 montiert
werden und schließlich als
vormontierte Einheit am Band in dem Kraftfahrzeug befestigt werden.
Die Montage der Rollobaugruppe 1 ist hierdurch erheblich
erleichtert, da die lagerichtige Anordnung der Bauteile zueinander
durch den Modulträger 10 sichergestellt
ist. Zugleich ist der Modulträger 10 und
die Rollobaugruppe 1 derart ausgestaltet, dass in eingebautem Zustand
sämtliche Funktionsbauteile
der Rollobaugruppe 1 nahezu vollständig durch die Hutablage 7 verdeckt
sind.
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2 zeigt
eine Detaildarstellung der vollständig vormontierten Rollobaugruppe 1 mit
dem Modulträger 10.
Gemäß der vorliegenden
Darstellung ist der Modulträger 10 als
Stanzbiegeteil aus Blech hergestellt, was eine besonders einfache
und wirtschaftliche Fertigung ermöglicht. Hierbei sind aus dem Rohteil
Befestigungsbohrungen 13 oder Ausnehmungen 14 zur
Befestigung von Bauteilen der Rollobaugruppe 1 ausgestanzt.
Als Befestigungspunkte zur Befestigung des Modulträgers 10 in
dem Fahrzeug sind gemäß der vorliegenden
Darstellung Befestigungslaschen 15 an dem Modulträger 10 direkt angeordnet,
welche am hecksseitigen Ende des Modulträgers 10 als Stecklaschen
ausgebildet sind und am frontseitigen Ende des Modulträgers 10 zur
Verschraubung vorgesehen sind. An dem Modulträger 10 sind Befestigungspunkte 13, 14, 15 zur
Aufnahme der Lagermittel 16 für die Wickelwelle vorgesehen, welche
in der vorliegenden Darstellung jedoch durch Teile 12a der
Seitenverkleidung 12 verdeckt sind. Die Lagermittel 16 mit
den an ihnen angeordneten Teilen der Seitenverkleidung 12a sind
in einer schematisierten Darstellung in 4 ersichtlich.
An den Lagermitteln 16 ist die Wickelwelle 3 der
Rollobaugruppe 1 drehbar gelagert.
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Eine
Rollobahn 2 ist mit ihrem einen Ende mit der Wickelwelle 3 verbunden
und an ihrem anderen Ende mit dem Auszugsprofil 5, dessen
Enden in seitlich angeordneten Führungsschienen 6 verschiebbar
gelagert sind. Der Modulträger 10 weist weiterhin
Befestigungspunkte 13, 14, 15 zur Befestigung
einer elektrischen Antriebseinrichtung 9 auf, welche sich
aus einem Elektromotor 18 und einem Getriebegehäuse 19 zusammensetzt.
Die Antriebseinrichtung 9 weist ein hier nicht sichtbares
Zahnrad auf, welches in bekannter Weise formschlüssig mit den hier ebenfalls
nicht sichtbaren flexiblen Antriebsgliedern, auch Flexwellen genannt,
verbunden ist, deren andere Enden wiederum mit dem Auszugsprofil 5 verbunden
sind. Die flexiblen Antriebsglieder werden in bekannter Weise in
Führungsmitteln,
welche hier als Füh rungsrohre 20 ausgebildet
sind, geführt.
Die Führungsrohre 20 sind
im gezeigten Beispiel über
Clips direkt in Befestigungsbohrungen 13 des Modulträgers 10 befestigt.
Die Führungsschienen 6 sind
mit den Seitenverkleidungsteilen 12a an dem Modulträger 10 vormontiert,
wobei diese in den Lagermitteln 16 der Wickelwelle verschieblich
gelagert sind (s. 4). Ebenso können jedoch die Seitenverkleidungsteile 12a mit
den an ihnen angeordneten Führungsschienen 6 direkt
in dem Modulträger verschieblich
gelagert sein. Selbstverständlich
ist es auch möglich,
die Führungsschienen 6 und
die Teile der Seitenverkleidung 12a jeweils einzeln an
dem Modulträger 10 zu
befestigen.
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Vorliegend
sind die Führungsschienen 6 in zwei
Abschnitte 6a und 6b unterteilt. Hierdurch ist
es möglich,
die Schienen 6, evtl. zusammen mit den Seitenverkleidungsteilen 12a,
an den Modulträger 10 vorzumontieren.
Durch die einschwenkbaren Abschnitte 6b kann die Rollobaugruppe 1 dennoch
als kompakte Einheit in das Fahrzeug eingebracht werden. Das Handling
der Baugruppe in Bezug auf Lagerung und Transport ist durch die
einklappbaren Abschnitte 6b der Führungsschienen 6 ebenfalls
erleichtert. In der gezeigten Darstellung weisen die Führungsschienen 6 ebenfalls
Befestigungslaschen 21 auf, welche zur Verschraubung der
Führungsschienen 6 an
der Karosserie beziehungsweise der C-Säule vorgesehen sind. Ebenso
kann die Verbindung der Schienen 6 mit der Karosserie jedoch
auch durch Clipsen oder Verkleben erfolgen.
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Weiterhin
sind an dem Modulträger 10 Befestigungsbohrungen 13 vorgesehen,
welche die Befestigung der Hutablage 7 beziehungsweise
eines Endbordes 7a einer zweiteiligen Hutablage 7 ermöglichen.
Vorliegend ist die Befestigung des Endbordes 7a der Hutablage 7 in
dem Modulträger 10 durch
Verschraubungen realisiert. In erfindungsgemäßer Weise weist der Modulträger 10 eine
Bombierung bzw. einen nach oben gebogenen Strakverlauf in Fahrzeugquerrichtung
auf, welcher eine Konturabstützung 23 für die Hutablage 7 bildet.
Die Konturabstützung 23 verhindert
ein Durchbiegen der Hutab lage 7 im Bereich des Auszugsschlitzes
für die
Rollobahn 2. Die Konturabstützung 23 ist in erfindungsgemäßer Weise
direkt durch den Modulträger 10 gebildet,
so dass im Vergleich zum Stand der Technik, welcher hierfür ein gesondertes
Bauteil vorsah, eine erhebliche Vereinfachung der Vormontage der
Rollobaugruppe 1 erreicht wird. Die Konturabstützung 23 ist
in der gezeigten Darstellung jeweils vor und nach dem Austrittsbereich
der Rollobahn 2 angeordnet, so dass das Endbord 7a und
der restliche Bestandteil (nicht dargestellt) der Hutablage 7 abgestützt werden.
Zugleich ist der Modulträger 10 im
Austrittsbereich der Rollobahn 2 an einen in Fahrzeugslängsrichtung
gebogenen Verlauf des Auszugsprofils 5 angepasst.
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Neben
den Bauteilen der Rollobaugruppe 1 können an dem Modulträger 10 weitere
Befestigungspunkte 13 für
im Bereich der Hutablage 7 angeordnete Bauteile aufweisen.
Insbesondere sind Befestigungspunkte 13 für Lautsprecher
oder Lüftungsgitter
denkbar.
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3 zeigt
eine Detaildarstellung der Anordnung der Führungsschienen 6 an
dem Modulträger 10.
Im gezeigten Beispiel sind die Führungsschienen 6 aus
zwei Abschnitten 6a und 6b zusammengesetzt, welche über ein
Scharnier 25 miteinander verbunden sind. Die Führungsschiene 6a kann
hierbei bereits in der Vormontage fest und lagerichtig zu den weiteren Bauteilen
der Rollobaugruppe 1 an dem Modulträger 10 angeordnet
werden. Der zweite Abschnitt 6b der Schiene ist über das
Scharnier 25 mit dem ersten Abschnitt 6a verbunden
und ist zum Transport sowie zum Einbau der Rollobaugruppe 1 in
das Fahrzeug um 90° nach
innen an den Modulträger 10 schwenkbar.
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Nachdem
die Rollobaugruppe 1 im Fahrzeug montiert ist, werden die
Abschnitte 6b der Schienen 6 über das Scharnier 25 wieder
ausgeklappt und im Fahrzeug befestigt, wobei durch das Scharnier 25 die lagerichtige
Ausrichtung der beiden Abschnitte 6a und 6b zueinander
sichergestellt ist. Die feste Anordnung des ersten Abschnittes 6a an
dem Modulträger 10 ermöglicht es
darüber
hinaus, die Enden des Auszugsprofils 5 bereits in der Vormontage
in die Schienen 6 einzubringen. Vorliegend ist das Auszugsprofil 5 an
seinen Enden mit Endstücken 4 versehen,
welche teleskopartig in dem Auszugsprofil 5 gelagert sind
und hierdurch eine Breitenanpassung des Rollos an in der Regel trapezförmig geformte
Heckscheiben ermöglichen.
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4 zeigt
eine schematische Darstellung der Anordnung von Teilen der Seitenverkleidung 12a an
dem Modulträger 10.
Die Seitenverkleidung 12a kann durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung ebenfalls
bereits in der Vormontage an dem Modulträger 10 angeordnet
werden. Vorliegend sind Teile der Seitenverkleidung 12a fest
mit den Schienen 6 beziehungsweise dem Führungsrohr 20 verbunden. Um
einen Ausgleich von Breitentoleranzen des Fahrzeuges zu ermöglichen,
muss die Seitenverkleidung 12a mit den an ihr angeordneten
Bauteilen in Fahrzeugquerrichtung verschieblich an dem Modulträger 10 angeordnet
sein. Hierzu weist das Seitenverkleidungsteil 12a zwei
hier verdeckt dargestellte Stifte auf, über welche es in entsprechenden
Bohrungen der Lagermittel 16 verschieblich geführt ist.
Das Seitenverkleidungsteil 12a ist hierbei derart ausgebildet, dass
die Lagermittel 16 für
die Wickelwelle 3 weitgehend verdeckt werden. Dies ermöglicht einen
Breitenausgleich ohne eine optische Beeinträchtigung.
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5 zeigt
beispielhaft eine Anordnung zur verschieblichen Lagerung der elektrischen
Antriebseinrichtung 9 an dem Modulträger 10. Die elektrische Antriebseinrichtung 9 ist
hierzu in Befestigungsbohrungen 13, welche vorliegend als
Langlöcher
ausgebildet sind, in Fahrzeugquerrichtung verschieblich in dem Modulträger 10 gelagert.
Zusätzlich
ist an dem Modulträger 10 eine
Exenterschraube 28 angeordnet, über welche die elektrische
Antriebseinrichtung 9 in Fahrzeugquerrichtung verstellbar
ist. Neben der dargestellten Exentereinrichtung sind selbstverständlich auch
andere Verstelleinrichtungen für
die elektrische Antriebseinrichtung 9 denkbar. Die Antriebseinrichtung 9 kann
in der Vormontage bereits an dem Modulträger 10 montiert werden,
wobei die Befestigungsschrauben an den Langlöchern jedoch nur handfest angezogen
werden. Nach Montage der Rollobaugruppe 1 kann die Antriebsein richtung 9 durch die
Exenterschraube 28 verschoben werden, bis sie in Bezug
auf die seitlichen Führungsschienen
und die Antriebsglieder zentriert ist, so dass ein paralleler Austritt
der Rollobahn 2 aus dem Auszugsschlitz möglich ist.
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Durch
die Verstellung der Antriebseinrichtung 9 in Bezug auf
die Führungsschienen 6 bzw.
auf Führungshülsen, kann,
wenn dabei die Antriebsglieder 35 und 35' dabei in Eingriff
mit der Antriebseinrichtung 9 bleiben, eine Justierung
des Auszugsprofils 5 erfolgen. Die Antriebsglieder 35 und 35' werden dabei
gemäß der Doppelpfeile
mehr oder weniger weit in die Führungsschienen 6 eingeschoben
und bewirken dadurch eine horizontale Lageveränderung der Enden des Auszugsprofils 5,
die an den Antriebsgliedern 35 und 35' direkt oder
indirekt befestigt sind. Die entsprechende Verschiebung ist in 6 schematisch
dargestellt.
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7 zeigt
eine Schnittdarstellung durch den Modulträger 10 mit der Hutablage 7,
dem Auszugsschlitz sowie dem Auszugsprofil 5. Erfindungsgemäß ist an
dem Modulträger 10 eine
Gleitkante 30 für
die Rollobahn 2 ausgebildet oder sie kann auch als separates
Bauteil ausgebildet und an dem Modulträger 10 angebracht
sein. Die Gleitkante 30 ist hierbei derart geformt, dass
die Rollobahn 2 beim Ausziehen aus dem Auszugschlitz nur über die
Gleitkante 30 hinweg gezogen wird und mit der Hutablage 7 nicht
in Berührung
kommt. Abnutzungen an der Hutablage 7 sowie an der Rollobahn 2 können hierdurch wirksam
vermieden werden. Um einen Kontakt zwischen der Hutablage 7 und
der Rollobahn 2 zu vermeiden, ist in der gezeigten Darstellung
der Auszugschlitz für
die Rollobahn 2 vergleichsweise breit gehalten.
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Durch
die erfindungsgemäße Anordnung
aller wesentlichen Bauteile der Rollobaugruppe 1 ist die
Vormontage der Rollobaugruppe 1 erheblich erleichtert.
Die Bauteile werden im Wesentlichen direkt an den Modulträger 10 angeordnet,
so dass die Anzahl der miteinander zu verbindenden Bauteile reduziert ist.
Zugleich ist die vormontierte Einheit in einfacher Art und Weise über nur
wenige Befestigungspunkte in dem Fahrzeug zu befestigen.
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Die
Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Abwandlungen
im Rahmen der Patentansprüche
fallen ebenfalls unter die Erfindung.