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Die
Erfindung betrifft eine Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
zum Aufnehmen und Entleeren eines Flüssigkeitsbehälters, um
eine sich im Flüssigkeitsbehälter befindende
Flüssigkeit
einer Kabine zuzuführen.
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Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtungen können beispielsweise
bei Kabinen eingesetzt werden, bei denen es sich um Wellnesskabinen
oder ärztliche
Behandlungskabinen handelt. Derartige Kabinen verfügen über eine
Zerstäubereinrichtung,
mit der zugeführte
Flüssigkeit
in feinste Nebeltröpfchen zerstäubt wird,
die von der sich im Kabinengehäuse befindenden
Person besonders gut über
die Atemwege, Bronchien und Lunge aufgenommen werden können. Bei
besonders feiner Zerstäubung
ist es sogar möglich,
dass die zerstäubten
Substanzen auf sehr wirkungsvolle Weise über die Haut vom Körper aufgenommen
werden. Dies ist auch ein besonderer Vorteil von Kabinen gegenüber Atemmasken,
da in Kabinen der gesamte Körper
einer Person der mit dem Flüssigkeitsnebel
angereicherten Atmosphäre ausgesetzt
werden kann, wodurch eine besonders intensive Aufnahme der zerstäubten Substanzen durch
die Haut möglich
ist, während
bei Atemmasken die Aufnahme der zerstäubten Substanzen lediglich über die
Atemluft erfolgt.
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Es
ist bekannt, die zu zerstäubende
Flüssigkeit
in Flüssigkeitsbehältern aufzubewahren,
die einen gummiartigen Verschluss haben. In den gummiartigen Verschluss
wird üblicherweise
eine Entnahmekanüle
in Form einer Hohlnadel eingestochen, um die Flüssigkeit aus dem Behälter zu
entnehmen. Das Einstechen der Einstechkanüle erfolgt dabei üblicherweise
von Hand, ohne irgendwelche Hilfsmittel. Hierbei kann es vorkommen,
dass die Einstechkanüle
zu weit oder zu wenig weit in den Flüssigkeitsbehälter eingestochen
wird, was, wenn der Flüssigkeitsbehälter in
der üblichen
Weise kopfüber
aufgehängt
oder aufgestellt wird, dazu führt,
dass der Flüssigkeitsbehälter entweder
nicht vollständig
geleert werden kann bzw. die Einstechkanüle wieder aus dem Flüssigkeitsbehälter herausgleiten
kann. Weiterhin werden die bekannten Flüssigkeitsbehälter üblicherweise
außerhalb
der Kabine aufgehängt
oder aufgestellt, so dass die Flüssigkeitsbehälter ungeschützt sind,
unerwünschte
vorstehende Teile darstellen und darüber hinaus optisch keinen optimalen Eindruck
vermitteln.
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Aus
der
DE 203 03 683
U1 ist eine Luftbefeuchtungsvorrichtung, insbesondere für Wellnessräume, mit
einem innerhalb eines Gehäuses
angeordneten Flüssigkeitsbehälter bekannt,
wobei die sich im Flüssigkeitsbehälter befindende
Flüssigkeit zu
einem Zerstäuber
geleitet und von diesem in das Innere einer Kabine eingeleitet wird.
Weiterhin ist aus der
DE
102 28 462 A1 eine Vorrichtung zum Aufbringen von flüssigen Hautpflegemitteln
bekannt, wobei an zumindest einer Kabinenwand Verteilervorrichtungen
für das
Hautpflegemittel vorgesehen sind. Die Verteilervorrichtungen sind
an zumindest einem Aufnahmebehälter
für das
Hautpflegemittel angeschlossen, so dass das Hautpflegemittel aus
dem Aufnahmebehälter
zu den Verteilervorrichtungen geleitet und aus diesen in die Kabine
ausgestoßen
werden kann. Die Flüssigkeitsverteilervorrichtungen
sind dabei zumindest überwiegend
zwischen der Innenwand und Außenwand
der Kabine angeordnet.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der die Handhabung der
Flüssigkeitsbehälter, welche
die in die Kabine einzuleitenden Flüssigkeiten enthalten, auf besonders
schnelle, sichere und einfache Weise ermöglicht wird.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine
Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
mit der Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.
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Die
erfindungsgemäße Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
weist eine Schublade mit einem Behälteraufnahmeraum auf, in den
der Flüssigkeitsbehälter einsetzbar
ist, wobei die Schublade von einer das Einsetzen des Flüssigkeitsbehälters ermöglichenden Öffnungsstellung
in eine das Entleeren des Flüssigkeitsbehälters ermöglichenden
Betriebsstellung bringbar ist. Weiterhin ist eine Behälteröffnungseinrichtung
vorgesehen, mit der der Flüssigkeitsbehälter beim Überführen der
Schublade in ihre Betriebsstellung in Eingriff gelangt, so dass
der Flüssigkeitsbehälter geöffnet wird.
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Die
erfindungsgemäße Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
ermöglicht
ein besonders einfaches Handhaben und Öffnen des Flüssigkeitsbehälters, um
die Flüssigkeit
der Kabine zuzuführen.
Hierzu muss lediglich der Flüssigkeitsbehälter in
die Schublade eingelegt und anschließend die Schublade geschlossen
werden, wodurch der Flüssigkeitsbehälter automatisch
geöffnet
wird, so dass die Flüssigkeit
auslaufen oder entnommen werden kann. Die Bewegung der Schublade
ist somit mit dem Öffnungsvorgang
für den
Flüssigkeitsbehälter automatisch
gekoppelt. Ein manuelles Öffnen
oder Anstechen der Flüssigkeitsbehälter ist
somit nicht erforderlich. Weiterhin erfolgt das Öffnen der Flüssigkeitsbehälter auf
sehr genaue und sichere Weise, da die Flüssigkeitsbehälter in
einer genau definierten Position innerhalb der Schublade sitzen
und die Positionierung und Funktion der Behälteröffnungseinrichtung genau auf
die definierte Position des Flüssigkeitsbehälters abgestimmt
sein kann.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform ist
der Behälteraufnahmeraum
zum Aufnehmen eines auf den Kopf gestellten Flüssigkeitsbehälters ausgebildet,
wobei der Behälterkopf
nach unten über die
Schublade vorsteht. Hierdurch ist es auf besonders einfache Weise
möglich,
die Behälteröffnungseinrichtung
mit dem Kopf des Flüssigkeitsbehälters in Eingriff
zu bringen.
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Gemäß einer
weiteren vorteilhaften Ausführungsform
weist der Behälteraufnahmeraum
eine hintere Seite auf, die mittels einer bewegbaren Verschlussplatte
geschlossen und geöffnet
werden kann, wobei sich die Verschlussplatte in der Öffnungsstellung
der Schublade in einer geschlossenen Stellung und in der Betriebsposition
der Schublade in einer geöffneten
Stellung befindet. Hierdurch ist es einerseits möglich, den Flüssigkeitsbehälter bei
geöffneter
Schublade exakt in den geschlossenen Behälteraufnahmeraum einzuführen und
solange nach allen Seiten fest zu fixieren, bis die Behälteröffnungseinrichtung
den Öffnungsvorgang
abgeschlossen hat, wogegen andererseits in der Betriebsstellung der
Behälteraufnahmeraum
nach hinten hin geöffnet ist,
so dass der leere Flüssigkeitsbehälter nach
hinten ausgestoßen
werden kann.
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Die
Bewegung der Verschlussplatte kann auf einfache Weise dadurch erfolgen,
dass die Verschlussplatte einen Betätigungsvorsprung aufweist, der
beim Überführen der
Schublade in ihre Betriebsstellung von einem feststehenden Anschlag
in eine das Öffnen
des Behälteraufnahmeraums
bewirkende Stellung gedrückt
wird.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform besteht
die Behälteröffnungseinrichtung
aus einem Messer, das im Bewegungsbereich des Behälters derart
angeordnet ist, dass beim Überführen der Schublade
in ihre Betriebsstellung der Flüssigkeitsbehälter im
Bereich des Behälterkopfes
geöffnet wird.
Eine derartige Behälteröffnungseinrichtung
ist insbesondere bei Flüssigkeitsbehältern vorteilhaft, die
aus einem relativ leicht durchschneidbaren Kunststoffmaterial bestehen.
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Eine
besonders einfache Anordnung ergibt sich, wenn das Messer stationär im Bewegungsbereich
des Behälterkopfs
angeordnet ist. In diesem Fall wird beim Schließen der Schublade der Flüssigkeitsbehälter am
Messer vorbeigeführt,
wodurch der Behälterkopf
geöffnet
wird.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform ist
im Bewegungsbereich des Flüssigkeitsbehälters eine
feststehende Behälterbelüftungseinrichtung
angeordnet, mit der der Flüssigkeitsbehälter beim Überführen der
Schublade in ihre Betriebsstellung in einer eine Belüftungsöffnung schaffenden
Weise zusammenwirkt. Auch hierbei wird somit die Bewegung der Schublade
ausgenutzt, um in den Flüssigkeitsbehälter eine
Belüftungsöffnung einzubringen,
welche das vollständige
und schnelle Entleeren der Flüssigkeit gewährleistet.
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Eine
besonders einfache Ausführungsform ergibt
sich, wenn die Behälterbelüftungseinrichtung aus
einer in den oberen Bereich des Flüssigkeitsbehälters einschneidenden
Klinge besteht.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform ist
die Behälterbelüftungseinrichtung
als Behälterrückhalteeinrichtung
ausgebildet, welche den Flüssigkeitsbehälter stationär arretiert,
wenn die Schublade aus ihrer Betriebsstellung in ihre Öffnungsstellung zurückgeführt wird.
In diesem Fall verbleibt somit der leere Flüssigkeitsbehälter in
seiner Entleerungsposition, wenn die Schublade wieder geöffnet wird,
um einen neuen Flüssigkeitsbehälter einzulegen,
so dass der leere Flüssigkeitsbehälter durch
den neuen Flüssigkeitsbehälter ausgestoßen werden
kann. Hierdurch erübrigt
es sich, den leeren Flüssigkeitsbehälter aus
der Schublade manuell zu entnehmen.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform ist
unterhalb des Behälteraufnahmeraums
der sich in der Betriebsstellung befindenden Schublade ein Auffangbehälter für die aus
dem Flüssigkeitsbehälter austretenden
Flüssigkeit
angeordnet. Ein derartiger Auffangbehälter ermöglicht es auf einfache Weise, die
Flüssigkeit,
insbesondere mittels einer zwischengeschalteten Pumpe, einer Zerstäuberdüse oder
direkt der Kabine zuzuführen.
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Die
erfindungsgemäße Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
kann zwischen einer Innenwand und einer Außenwand einer Kabine angeordnet
sein. Eine derartige Kabine bietet den Vorteil, dass die Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
nicht oder nur wenig über
die Kabinenwand vorsteht, so dass einerseits die Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung und
der eingesetzte Flüssigkeitsbehälter geschützt sind
und andererseits vorstehende Teile vermieden werden, welche eine
Verletzungs- und Beschädigungsgefahr
darstellen könnten.
Weiterhin verbessert eine derartige Ausgestaltung das optische Erscheinungsbild
der Kabine.
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Unterhalb
der Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
kann ein Sammelbehälter
für leere
Flüssigkeitsbehälter angeordnet
sein, der sich in einem Zwischenraum zwischen Innen- und Außenwand
der Kabine befindet. Dies bietet den weiteren Vorteil, dass die
leeren Flüssigkeitsbehälter automatisch
in einem nicht sichtbaren Sammelbehälter gesammelt werden können, so
dass ein manuelles Entnehmen der leeren Flüssigkeitsbehälter aus
der Schublade nicht erforderlich ist und andererseits die leeren
Sammelbehälter
besonders gut aufgeräumt
sind.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beispielhaft näher erläutert. Es
zeigen:
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1:
eine Darstellung einer Kabine mit zwei Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtungen
gemäß der Erfindung;
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2:
eine räumliche
Darstellung einer Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
in ihrer Öffnungsstellung;
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3:
eine seitliche Darstellung der Flüssig keitsbehältereingabevorrichtung
von 2;
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4:
eine räumliche
Darstellung einer Bodenplatte mit Messer in Alleinstellung;
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5:
einen Längsschnitt
der Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
in der Öffnungsstellung der
Schublade längs
der Linie V-V von 6;
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6:
eine Draufsicht der Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
von 5;
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7:
einen Schnitt längs
der Linie VII-VII von 6;
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8:
einen Längsschnitt
der Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
beim Abschneiden des Behälterkopfes
längs der
Linie VIII-VIII von 9;
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9:
eine Draufsicht auf die Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
von 8;
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10:
eine räumliche
Darstellung der Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
von 8 schräg
von oben;
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11:
einen Längsschnitt
der Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
in der eingeschobenen Betriebsstellung der Schublade längs der
Linie XI-XI von 12;
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12:
eine Draufsicht auf die Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
von 11;
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13:
eine räumliche
Darstellung auf die Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
von 11 schräg
von oben;
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14:
eine räumliche
Darstellung auf die Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
von 11 schräg
unten;
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15:
einen Längsschnitt
der Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
in ihrer ausgezogenen Öffnungsstellung,
nachdem ein Flüssigkeitsbehälter entleert
worden ist; und
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16:
einen Längsschnitt
der Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung
nach dem erneuten Einschieben der Schublade in die Betriebsstellung,
wobei der entleerte Flüssigkeitsbehälter ausgestoßen wird.
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1 zeigt
eine Kabine 1 mit einer umlaufenden Außenwand 2, einer Tür 3,
einem Bodenteil 4 und einem Deckenteil 5. Die
Kabine 1 hat eine Größe, dass
eine Person darin auf einem ein- und ausklappbaren Sitzelement 6 Platz
nehmen kann, und ist von ihrer Größe her in etwa mit einer Duschkabine vergleichbar.
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Die
Kabine 1 verfügt über Einrichtungen,
mit denen Flüssigkeiten
wie Kochsalzlösung
oder ätherische Öle vernebelt
oder in kleinste Tröpfchen
zerstäubt
werden können,
so dass die vernebelte bzw. zerstäubte Flüssigkeit auf besonders wirkungsvolle Weise über die
Atemwege und über
die gesamte Haut der Person aufgenommen werden kann. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel
ist die Kabine 1 sowohl zur Vernebelung einer Kochsalzlösung als
auch zur mikrofeinen Zerstäubung ätherischer Öle ausgebildet,
wobei die Kochsalzlösung
mittels eines nicht näher
dargestellten Verneblers vernebelt und über einen in Bodennähe angeordneten
Verneblerauslass 7 in das Innere der Kabine 1 eingeleitet
wird. Öl
kann mittels eines nicht näher
dargestellten Zerstäubers
in mikrofeine Partikel zerstäubt
und über
eine in Deckenähe
angeordnete Zerstäuberdüse 8 in
das Innere der Kabine eingeleitet werden. Vernebler und Zerstäuber befinden
sich in einem Zwischenraum zwischen der Außenwand 2 und einer
ebenen Innenwand 9, welche sich über die gesamte Höhe und quer über einen
hinteren Bereich der Kabine 1 erstrecket. Über eine
Bedientafel 59 können
verschiedene Funktionen angewählt
werden.
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Die
zu vernebelnden bzw. zu zerstäubenden Flüssigkeiten
werden in handelsüblichen
Flüssigkeitsbehältern 10,
auch Phiolen genannt, beliefert und bevorratet, wie sie beispielsweise
aus den 2 und 3 erkennbar
sind. Zum Aufnehmen, Öffnen, Entleeren
und Ausstoßen
dieser Flüssigkeitsbehälter 10 weist
die Kabine 1 zwei Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtungen 11 auf,
wobei in 1 die linke Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung 11 in
der geöffneten
Stellung und die rechte Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung 11 in
der geschlossenen Betriebsstellung dargestellt ist. Die Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtungen 11 sind
in ihrer geschlossenen Betriebsstellung mit Ausnahme einer Frontplatte, an
der sich ein Handgriff 13 befindet, vollständig im Zwischenraum
zwischen der Innenwand 9 und der Außenwand 2 der Kabine 1 angeordnet.
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Aus
dieser Betriebsstellung kann eine Schublade 14 der Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung 11 schubladenartig
in das Innere der Kabine 1 hinein- und damit aus dem Zwischenraum
herausgezogen werden, um einen Flüssigkeitsbehälter 10 einzulegen.
Beim Einschieben der Schublade 14 wird der in einer Kopf-unten-Stellung
eingelegte Flüssigkeitsbehälter 10 automatisch
kopfseitig aufgeschnitten, in seine Entleerungsposition gebracht,
bodenseitig geschlitzt, um eine das Auslaufen der Flüssigkeit ermöglichende
Belüftung
zu schaffen, und in dieser Position festgehalten, bis die Schublade 14 mit
einem neuen Flüssigkeitsbehälter 10 bestückt worden
ist und dieser beim Einschieben der Schublade 14 den leeren
Flüssigkeitsbehälter 10 nach
hinten ausstößt.
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Aufbau
und Funktion der Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung 11 wird
im Folgenden anhand der 2 bis 16 näher beschrieben.
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In
den 2 bis 6 ist die Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung 11 in
ihrer ausgezogenen, geöffneten
Stellung dargestellt, in der ein Flüssigkeitsbehälter 10 eingelegt
werden kann.
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Die
Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung 11 weist
eine Schublade 14 mit einem im Wesentlichen quaderförmigen Schubladenbasisteil 15 auf,
an dessen Stirnwand die Frontplatte 12 befestigt ist. Am hinteren
Ende weist das Schubladenbasisteil 15 eine vertikal durchgehende
Aussparung auf, die zur hinteren Stirnseite hin offen ist und einen
Behälteraufnahmeraum 16 bildet.
Der Behälteraufnahmeraum 16 dient
zur Aufnahme eines Flüssigkeitsbehälters 10 und
ist so ausgebildet, dass ein Flüssigkeitsbehälter 10 in einer
Kopf-unten-Stellung passgenau und ohne großes seitliches Spiel eingesetzt
werden kann, so das der Flüssigkeitsbehälter 10 nach
oben nicht mehr über
das Schubladenbasisteil 15 vorsteht. 2 zeigt
eine Schublade 14 mit einem eingesetzten Flüssigkeitsbehälter 10.
Der zweite, darüber
dargestellte Flüssigkeitsbehälter 10 dient
lediglich zur Veranschaulichung, wie der Flüssigkeitsbehälter 10 eingesetzt
wird.
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Um
zu verhindern, dass der eingesetzte Flüssigkeitsbehälter 10 nach
unten aus dem Behälteraufnahmeraum 16 herausfällt, ist
an der Unterseite des Schubladenbasisteils 15 eine horizontal
angeordnete Behältertrageplatte 17 befestigt
(7), die seitlich etwas in den Behälteraufnahmeraum 16 hineinragt
und eine nach hinten offene Aussparung aufweist, deren Breite geringer
als diejenige des Behälteraufnahmeraums 16 ist.
Die Breite dieser Aussparung ist so bemessen, dass einerseits ein
Behälterkopf 18 durch
die Aussparung hindurchtreten kann (wie aus 7 ersichtlich)
und dass andererseits jedoch der dickere Hauptabschnitt 19 des
Flüssigkeitsbehälters 10 nicht
durch die Aussparung hindurch passt, so das der Flüssigkeitsbehälter 10 mit
seiner sich zwischen dem Hauptabschnitt 19 und dem Behälterkopf 18 befindenden
Schulter auf der Behältertrageplatte 17 aufliegt.
Der Behälterkopf 18 steht
dagegen – wie
beispielsweise aus den 5 und 7 ersichtlich – nach unten über die
Behältertrageplatte 17 und
damit über
das Schubladenbasisteil vor.
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Um
zu verhindern, dass der Flüssigkeitsbehälter 10 nach
dem Einsetzen nach hinten aus dem Behälteraufnahmeraum 16 hinaus
kippt, wird der Behälteraufnahmeraum 16 in
der in den 2 bis 7 gezeigten Öffnungsstellung
der Schublade 14 nach hinten mittels einer schwenkbaren
Verschlussplatte 20 verschlossen. Die Verschlussplatte 20 ist
mittels einer vertikalen Achse 21 am Schubladenbasisteil 15 gelagert
und zwischen einer in 2 dargestellten Verschlussstellung,
in der sie sich quer über
die hintere Stirnseite des Schubladenbasisteils 15 erstreckt, und
einer Öffnungsstellung
schwenkbar, in der sie sich parallel zur Längsrichtung des Schubladenbasisteils 15 nach
hinten erstreckt und neben dem Behälteraufnahmeraum 16 liegt,
wodurch der Behälteraufnahmeraum 16 nach
hinten geöffnet
wird. Die Verschlussplatte 20 ist mittels einer Torsionsfeder 22 (3),
die mit einem Ende an der Verschlussplatte 20 befestigt
ist und sich mit dem anderen Ende am Schubladenbasisteil 15 abstützt, in
ihre Verschlussstellung vorgespannt.
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Weiterhin
weist die Verschlussplatte 20 einen seitlich nach außen über das
Schubladenbasisteil 15 vorstehenden Betätigungsvorsprung 23 auf, um
die Verschlussplatte 20 beim Einschieben der Schublade 14 in
die Öffnungsstellung
zu schwenken.
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Im
gezeigten Ausführungsbeispiel
ist ferner an der Oberseite des Schubladenbasisteils 15 eine 24 der Außenkontur eines Flüssigkeitsbehälters 10 aufgedruckt,
um dem Benutzer anzuzeigen, in welcher Ausrichtung der Flüssigkeitsbehälter 10 in den
Behälteraufnahmeraum 16 eingesetzt
werden muss. Mittels eines Schriftzuges 25 wird dem Benutzer
angezeigt, ob die Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung 11 zur
Aufnahme von Kochsalz oder für Öle bestimmt
ist Beiderseits des Schubladenbasisteils 15 sind in dessen
vorderem Endbereich kurze Zwischenstücke 26 mittels Schrauben 27 festgeschraubt.
Die Zwischenstücke 26 dienen
als seit liche Abstandshalter für
Führungsschienen 28,
die mittels Schrauben 29 seitlich an den Zwischenstücken 26 festgeschraubt
sind und sich von der Frontplatte 12 in Längsrichtung
des Schubladenbasisteils 15 und nach hinten über dieses
hinaus erstrecken.
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Die
Führungsschienen 28 sind
längsverschiebbar
an einer Konsole 30 geführt,
die feststehend im Zwischenraum zwischen der Innenwand 9 und
der Außenwand 2 der
Kabine 1 angeordnet und in 2 in ihrer
Gesamtheit mit 30 bezeichnet ist. Hierzu weist die Konsole 30 seitliche
Führungsplatten 31 auf,
die seitlich außerhalb
der Führungsschienen 28 angeordnet
sind und von außen
derart in diese eingreifen, dass die Führungsschienen 28 exakt an
den Führungsplatten 31 längsverschiebbar
geführt
sind. Die beiden gegenüberliegenden
Führungsplatten 31 sind
miteinander – wie
aus 14 ersichtlich – mittels einer bodenseitigen
Querplatte 32 verbunden. Diese Querplatte 32 liegt
wesentlich tiefer als das Schubladenbasisteil 15. Der dadurch geschaffene
vertikale Zwischenraum ermöglicht
die Aufnahme einer Bodenplatte 33, die auf der Querplatte 32 aufliegt
und von unten an dieser mittels Schrauben 34 festgeschraubt
ist.
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Die
Bodenplatte 33, die in 4 in Alleinstellung
dargestellt ist, ist länglich
ausgebildet und mittig zwischen den beiden Führungsschienen 28 angeordnet.
Ihre Breite entspricht etwa der Breite des Schubladenbasisteils 15.
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Die
Bodenplatte 33 weist eine Längsaussparung 35 auf,
die sich mittig und in Längsrichtung
der Bodenplatte 33 von deren vorderem Ende fast über deren
halbe Länge
erstreckt. Die Breite der Längsaussparung 35 ist
so bemessen, dass sich der Behälterkopf 18 durch
die Längsaussparung 35 hindurch erstrecken
kann, ohne an den Seitenflächen
der Längsaussparung 35 anzustoßen. Quer über die Längsaussparung 35 erstreckt
sich ein horizontal angeordnetes Messer 36, das an der
oberen Seite der Bodenplatte 33 mittels Klemmleisten 37 festgeklemmt
ist. Die Klemmleisten 37 sind mit Schrauben an der Bodenplatte 33 festgeschraubt
und können auf
diese Weise einfach entfernt werden, wenn ein Austauschen des Messers 36 erforderlich
ist. Die Schneide des Messers 36 ist in 4 mit
dem Bezugszeichen 39 versehen. Das Messer 36 dient
zum Abschneiden des Behälterkopfs 18,
wenn die Schublade 14 eingeschoben und dadurch der Flüssigkeitsbehälter 10 über das
Messer 36 geführt
wird. Das Messer 36 bildet somit eine Behälteröffnungseinrichtung,
welche den Behälter
automatisch aufschneidet, wenn der Behälterkopf 18 über das
Messer 36 geschoben wird.
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An
die Längsaussparung 35 schließt sich
in Längsrichtung
der Bodenplatte 33 eine schräg abfallende Rinne 40 an.
Diese Rinne 40 erreicht in einem hinteren Endbereich der
Bodenplatte 33 eine Tiefe, dass sie die Bodenplatte 33 vollkommen
durchdringt und eine vertikal durchgehende Öffnung 41 bildet.
Ist die Schublade 14 ganz eingeschoben, befindet sich der
zu entleerende Flüssigkeitsbehälter 10 oberhalb der Öffnung 41,
so dass der Inhalt des Flüssigkeitsbehälters 10 durch
die Öffnung 41 nach
unten auslaufen kann. Dies ist jedoch erst dann möglich, wenn der
Flüssigkeitsbehälter 10 belüftet wird.
Hierzu weist die Konsole 30 eine Behälterbelüftungseinrichtung in Form einer
in den oberen Bereich des eingesetzten Flüssigkeitsbehälters 10 einschneidenden
Klinge 42 auf, die beispielsweise in den 5 und 11 dargestellt
ist. Die Klinge 42 ist an einem Portal 43 befestigt,
das aus zwei vertikalen Seitenplatten 44, 45, einer
daran befestigten oberen Querplatte 46 und einem quaderartigen
Klingenhalter 47 besteht (2). Die
Klinge 42 wird zwischen dem Klingenhalter 47 und
einer Klemmplatte 48 eingeklemmt. Die beiden Seitenplatten 44, 45 sind
mittels Schrauben 49 seitlich im vorderen Endbereich der
Bodenplatte 33 festgeschraubt.
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Das
Portal 43 begrenzt zusammen mit der Bodenplatte 33 eine
Durchgangsöffnung,
die groß genug
ist, damit der hintere Endbereich des Schubladenbasisteils 15 durch
diese Durchgangsöffnung
hindurch geschoben werden kann. Hierbei gelangt – wie aus 11 ersichtlich – der obere,
bodenseitige Abschnitt des Flüssigkeitsbehälters 10 in
den Bereich der Klinge 42, welche den Flüssigkeitsbehälter 10 aufschneidet
und damit für
eine Belüftungsöffnung im Flüssigkeitsbehälter 10 sorgt.
Der Inhalt des Flüssigkeitsbehälters 10 kann
damit auslaufen. Sollten beim Einschieben der Schublade 14 unmittelbar
nach dem Aufschneiden des Behälterkopfes 18 bereits
einzelne Flüssigkeitströpfchen austreten,
bevor der Flüssigkeitsbehälter 10 in
seine Endstellung gebracht worden ist, so können diese Flüssigkeitströpfchen über die
schräge
Rinne 40 ablaufen und zur Öffnung 41 gelangen.
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Damit
die Klinge 42 auf den Flüssigkeitsbehälter 10 einwirken
kann und nicht an der den Behälteraufnahmeraum 16 nach
vorne abschließenden Verschlussplatte 20 anstößt, wird
die Verschlussplatte 20 beim Einschieben der Schublade 14 zur
Seite hin weggeschwenkt. Dies erfolgt dadurch, dass die Seitenplatte 44 des
Portals 43 nach vorne verlängert ist und einen Anschlag 50 darstellt,
der eine vertikale Anschlagfläche 51 aufweist.
An der Anschlagfläche 51 stößt der Betätigungsvorsprung 23 der
Verschlussplatte 20 an, wenn die Schublade 14 eingeschoben
wird. Beim weiteren Einschieben der Schublade 14 wird der
Betätigungsvorsprung 23 nach
innen und dadurch die Verschlussplatte 20 nach außen geschwenkt,
bis die Verschlussplatte 20 parallel zur Seitenplatte 44 zu
liegen kommt und an der Innenseite derselben entlang gleitet.
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Im
Folgenden wird die Funktionsweise der Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung 11 näher erläutert.
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Wie
bereits ausgeführt,
zeigen die 2, 3, 5, 6 die
Schublade 14 in ihrer geöffneten Stellung, in welcher
die Schublade 14 so weit in den Innenraum der Kabine 1 vorsteht,
dass ein Flüssigkeitsbehälter 10 mit
dem Kopf nach unten in den Behälteraufnahmeraum 16 eingesteckt
werden kann. Dies ist in 5 mit dem Pfeil 52 symbolisiert. Der
Flüssigkeitsbehälter 10 liegt
mit seiner Schulter auf der Behältertrageplatte 17 auf.
Der Behälterkopf 18 erstreckt
sich über
das Schubladenbasisteil 15 und die Behältertrageplatte 17 hinaus
nach unten. In dieser Position befindet sich der Flüssigkeitsbehälter 10 noch
vor der Bodenplatte 33. Der Behälteraufnahmeraum 16 ist
durch die Verschlussplatte 20 auch nach hinten hin verschlossen.
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Beim
Einschieben der Schublade 14 gemäß Pfeil 53 gelangt
der Behälterkopf 18 als
nächstes
in den Bereich des Messers 36, wie aus den 8 bis 10 ersichtlich
ist. Hierdurch wird ein Teil des Behälterkopfes 18 abgeschnitten,
wodurch der Flüssigkeitsbehälter 10 an
seinem unteren Ende geöffnet wird.
Der abgeschnittene Teil des Behälterkopfes 18 fällt nach
unten durch die Längsaussparung 35 der Bodenplatte 33 hindurch
und kann in einem nicht dargestellten Sammelbehälter gesammelt werden, der sich
unterhalb der Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung 11 im
Zwischenraum zwischen der Innenwand 9 und der Außenwand 2 der
Kabine 1 befindet.
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Wie
aus den 9 und 10 ersichtlich,
ist in diesem Zustand die Schublade 14 schon so weit nach
hinten geschoben, dass der Betätigungsvorsprung 23 der
Verschlussplatte 20 an der Anschlagfläche 51 der Seitenplatte 44 anliegt
und dadurch die Verschlussplatte 20 nach außen schwenkt,
um die Hinterseite des Behälteraufnahmeraums 16 zu öffnen.
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Wird
die Schublade 14 nunmehr weiter in Richtung des Pfeils 53 eingeschoben,
bis sie sich in der aus den 11 bis 14 ersichtlichen
geschlossenen End- oder Betriebsstellung befindet, gelangt der Flüssigkeitsbehälter 10 in
den Bereich der Klinge 42, welche den Flüssigkeitsbehälter 10 im oberen
Endbereich aufschneidet und hierdurch eine Belüftungsöffnung schafft. Der Einschubweg
der Schublade 14 wird durch eines der beiden kurzen Zwischenstücke 26 begrenzt,
das mit seiner hinteren Stirnseite an der Anschlagfläche 51 der
Seitenplatte 44 anschlägt.
Der Flüssigkeitsbehälter 10 befindet sich
oberhalb der Öffnung 41 der
Bodenplatte 33, so dass sich der Inhalt des Flüssigkeitsbehälters 10 nach
unten in einen darunter angeordneten Auffangbehälter 54 entleeren
kann. Besteht die Flüssigkeit aus Öl, wird
nunmehr das sich im Auffangbehälter 54 befindliche Öl mittels
einer Dosierpumpe nach oben gefördert,
was in 11 durch den Pfeil 55 symbolisiert
ist. Besteht die Flüssigkeit
dagegen aus einer Salzlösung,
kann diese vom Auffangbehälter 54 direkt
nach unten in einen nicht dargestellten Salzvernebler fließen, was
durch den Pfeil 56 symbolisiert ist.
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Soll
nunmehr nach dem Entleeren des Flüssigkeitsbehälters 10 ein
neuer Flüssigkeitsbehälter eingesetzt
werden, so wird die Schublade 14 zurückgezogen, was in 15 durch
den Pfeil 57 veranschaulicht ist. Der leere Flüssigkeits behälter 10 bleibt dabei
oberhalb der Öffnung 41 an
der Klinge 42 hängen.
Die Klinge 42 stellt somit eine Behälterrückhalteeinrichtung dar. Die
Schublade 14 kehrt ohne den leeren Flüssigkeitsbehälter 10 in
ihre Ausgangsstellung zurück.
Vor Erreichen der Öffnungsstellung schließt die Verschlussplatte 20 den
Behälteraufnahmeraum 16 wieder
nach hinten ab. Ist die Schublade 14 ganz herausgezogen,
kann ein neuer Flüssigkeitsbehälter 10 in
den Behälteraufnahmeraum 16 eingesetzt
werden, wie in 15 dargestellt. Der Auszugweg
der Schublade 14 wird zweckmäßigerweise durch eine nicht
näher dargestellte
Anschlageinrichtung zwischen den Führungsschienen 28 und den
Führungsplatten 31 begrenzt.
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Wird
nunmehr – wie
aus 16 ersichtlich – die Schublade 14 wieder
in Richtung des Pfeils 53 eingeschoben und in ihre Betriebsstellung
gebracht, drückt
der neu eingesetzte, volle Flüssigkeitsbehälter 10 den
noch an der Klinge 42 hängenden,
leeren Flüssigkeitsbehälter 10 nach
hinten aus der Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung 11 hinaus,
was durch den Pfeil 58 veranschaulicht ist. Der ausgestoßene Flüssigkeitsbehälter 10 kann
nunmehr in einem nicht dargestellten, unterhalb der Flüssigkeitsbehältereingabevorrichtung 11 im
Zwischenraum zwischen der Innenwand 9 und der Außenwand 2 der
Kabine 1 angeordneten Sammelbehälter gesammelt werden. Hierbei
ist es möglich,
dass der leere Flüssigkeitsbehälter 10 entweder
direkt in den Sammelbehälter 11 fällt oder über eine
Rutsche in diesen geleitet wird.