DE102005007563A1 - Polyolefinharzzusammensetzung - Google Patents
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Abstract
Beschrieben
wird eine Polyolefinharzzusammensetzung, die
(A) ein Polyolefinharz,
(B) ein Antioxidationsmittel der Formel (B-I), worin R1, R2, R4 und R5 unabhängig voneinander für Wasserstoff, C1-8-Alkyl oder dergleichen stehen,
R3 für Wasserstoff, C1-8-Alkyl oder dergleichen steht,
X für eine Einfachbindung, ein Schwefelatom oder dergleichen steht,
A für C2-8-Alkylen oder dergleichen steht, und
(C) mindestens ein Antioxidationsmittel des Phosphortyps, das aus der Gruppe der Verbindungen der Formel (C-I), Formel (C-II), Formel (C-III) und Formel (C-IV) ausgewählt ist, umfasst,
und wobei das Gewichtsverhältnis von (C) zu (B) 1 : 3 bis 10 : 1 beträgt und die Menge von (B) und (C) jeweils 0,0011 bis 1 Gew.-Teile pro 100 Gew.-Teile des Polyolefins (A) beträgt.
(A) ein Polyolefinharz,
(B) ein Antioxidationsmittel der Formel (B-I), worin R1, R2, R4 und R5 unabhängig voneinander für Wasserstoff, C1-8-Alkyl oder dergleichen stehen,
R3 für Wasserstoff, C1-8-Alkyl oder dergleichen steht,
X für eine Einfachbindung, ein Schwefelatom oder dergleichen steht,
A für C2-8-Alkylen oder dergleichen steht, und
(C) mindestens ein Antioxidationsmittel des Phosphortyps, das aus der Gruppe der Verbindungen der Formel (C-I), Formel (C-II), Formel (C-III) und Formel (C-IV) ausgewählt ist, umfasst,
und wobei das Gewichtsverhältnis von (C) zu (B) 1 : 3 bis 10 : 1 beträgt und die Menge von (B) und (C) jeweils 0,0011 bis 1 Gew.-Teile pro 100 Gew.-Teile des Polyolefins (A) beträgt.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Polyolefinharzzusammensetzung.
- Polyolefinharze besitzen vielseitige Verwendbarkeit als Materialien für Verpackungen, ungewebte Textilstoffe, Behälter, Kraftfahrzeug- oder Hauselektrogeräte wegen deren gutem Aussehen, mechanischer Festigkeit, Chemikalienbeständigkeit oder Eignung zur Verpackung und sie werden typischerweise unter Verwendung eines Extruders bei etwa 150 bis 300 °C schmelzgeknetet, wobei Pellets gebildet werden, und anschließend werden sie zu verschiedenen Gegenständen verarbeitet. Die JP-A-11-222493 offenbart in Beispiel 2, Spalte 37, eine Zusammensetzung, die ein Polypropylen(blockcopolymer), 2,4,8,10-Tetra-tert.-butyl-6-[3-(3-methyl-4-hydroxy-5-tert.-butyphenyl)propoxy]dibenz[d,f](1,3,2]dioxaphosphepin und Tris(2,4-di-tert.-butylphenyl)phosphonit enthält, und dass eine derartige Harzzusammensetzung eine gute Schmelzfließeigenschaft, die als Verarbeitungsstabilität bezeichnet wird, aufweist.
- Polyolefinharzzusammensetzungen oder die aus diesen hergestellten Gegenstände gemäß der vorliegenden Erfindung zeigen nicht nur bessere Verarbeitungsstabilität sondern auch eine bessere Farbstabilität bei der Verarbeitung, was als Bestän digkeit gegenüber thermischer Verfärbung bezeichnet wird, in ausgeglichener Weise.
- Ein Aspekt der Erfindung betrifft eine Polyolefinharzzusammensetzung, die umfasst:
- (A) ein Polyolefinharz,
- (B) ein Antioxidationsmittel der Formel (B-I): worin R1, R2, R4 und R5 unabhängig voneinander für Wasserstoff, C1-8-Alkyl, C5-8-Cycloalkyl, C6-12-Alkylcycloalkyl, C7-12-Aralkyl oder Phenyl stehen, R3 für Wasserstoff, C1-8-Alkyl steht, X für eine Einfachbindung, ein Schwefelatom oder -CHR6- steht, wobei R6 Wasserstoff, C1-8-Alkyl oder C5-8-Cycloalkyl bedeutet, A für C2-8-Alkylen oder eine Gruppe der Formel *-COR7-, wobei R7 eine Einfachbindung oder C1-8-Alkylen bedeutet und die durch * bezeichnete Bindung bedeutet, dass die Bindung mit dem Sauerstoffatom des Phosphits in der Formel (B-I) verbunden ist, steht, eine der Gruppen von Y und Z für eine Hydroxylgruppe, C1-8-Alkoxy oder C7-12-Aralkyloxy steht und die andere Gruppe für Wasserstoff oder C1-8-Alkyl steht, und wobei, wenn Y Hydroxyl bedeutet, einer der Reste von R4 und R5 für C3-8-Alkyl, C5-8-Cycloalkyl, C6-12-Alkylcycloalkyl, C7-12-Aralkyl oder Phenyl steht, und zwei R1-Gruppen, zwei R2-Gruppen und zwei R3-Gruppen je weils gleich oder verschieden sein können, und
- (C) mindestens ein Anitoxidationsmittel des Phosphortyps, das ausgewählt ist aus der Gruppe von: einer Verbindung der Formel (C-I): worin R8 für C1-8-Alkyl, C5-8-Cycloalkyl, C6-12-Alkylcycloalkyl, C7-12-Aralkyl oder Phenyl steht, G für C1-8-Alkyl, C7-12-Aralkyl oder Phenyl steht, und n eine ganze Zahl von 1 bis 3 ist, wobei zwei n gleich oder verschieden sein können, einer Verbindung der Formel (C-II): worin q unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 0 oder 1 steht und R10 unabhängig voneinander für Methyl steht, einer Verbindung der Formel (C-III): worin m unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 1 bis 3 steht und R11-Gruppen gleich oder verschieden sind und unabhängig voneinander für C1-8-Alkyl, C5-8-Cycloalkyl, C6-12-Alkylcycloalkyl, C7-12-Aralkyl oder Phenyl stehen, und einer Verbindung der Formel (C-IV): worin R13-Gruppen gleich oder voneinander verschieden sind und jeweils unabhängig voneinander für C1-8-Alkyl, C5-8-Cycloalkyl, C6-12-Alkylcycloalkyl, C7-12-Aralkyl oder Phenyl stehen, T für eine Einfachbindung, Schwefel oder eine zweiwertige Gruppe der Formel -CHR16-, wobei R16 Wasserstoff, C1-8-Alkyl oder C5-8-Cycloalkyl bedeutet, steht, D für C1-8-Alkyl, C7-12-Aralkyl oder Phenyl steht, und r unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 0 bis 3 steht, und wobei das Gewichtsverhältnis von (C) zu (B) 1:3 bis 10:1 beträgt und die Menge von (B) und (C) jeweils 0,001 bis 1 Gew.-Teile pro 100 Gew.-Teile des Polyolefinharzes (A) beträgt.
- Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung der oben definierten Polyolefinharzzusammensetzung, das das Mischen
der Antioxidationsmittelverbindung des Phosphortyps (C),
der Antioxidationsmittelverbindung (B) und
des Polyolefinharzes (A),
wobei das Gewichtsverhältnis von (C) zu (B) 1:3 bis 10:1 beträgt und die Menge von (B) und (C) jeweils 0,001 bis 1 Gew.-Teile pro 100 Gew.-Teile des Polyolefinharzes (A) beträgt, und das Schmelzkneten des gebildeten Gemischs umfasst. - Beispiele für das Polyolefinharz umfassen beispielsweise
- (1) Polyethylen, beispielsweise Polyethylen hoher Dichte (HD-PE), Polyethylen niedriger Dichte (LD-PE) und lineares Polyethylen niedriger Dichte (LLDPE)
- (2) Polypropylen
- (3) Methylpentenpolymer
- (4) EEA (Ethylen/Ethylacrylat-Copolymer)harz
- (5) Ethylen/Vinylacetat-Copolymerharz
- (6) Ethylen/Propylen-Copolymer
- (7) Ethylen/Vinylacetat-Copolymer und
- (8) cyclisches Polyolefin.
- Ein bevorzugtes Polyolefin ist Homopolypropylen, das im folgenden als A1 bezeichnet wird, durch Blockcopolymerisation erhaltenes Polypropylen(copolymer) und durch statistische Copolymerisation erhaltenes Polypropylen(copolymer oder terpolymer).
- Die Polyolefine sind nicht speziell beschränkt. Beispielsweise können sie solche sein, die durch Radikalkettenpolymerisation erhalten wurden, oder solche sein, die durch Polymerisation unter Verwendung eines Katalysators, der ein Metall der Gruppe IVb, Vb, VIb oder VIII des Periodensystems enthält, hergestellt wurden.
- Der Katalysator, der ein derartiges Metall enthält, kann ein Metallkomplex sein, der einen oder mehrere koordinierte Liganden, wie Oxide, die durch eine π- oder σ-Bindung koordiniert sind, halogenierte Verbindungen, Alkoholate, Ester, eine Arylgruppe oder dergleichen umfasst, und der Komplex kann so wie er ist, verwendet werden, oder die Komplexe können von einem Basismaterial, wie Magnesiumchlorid, Titanchlorid, Aluminiumoxid, Siliciumoxid und dergleichen geträgert sein.
- Als das Polyolefin werden vorzugsweise diejenigen verwendet, die unter Verwendung eines Ziegler-Natta-Katalysators, Metallocenkatalysators, Phillips-Katalysators und dergleichen hergestellt wurden.
- In der Antioxidationsmittelverbindung der Formel (B-I) bedeuten
R1 und R2 vorzugsweise C1-8-Alkyl, C5-8-Cycloalkyl oder C6-12-Alkylcycloalkyl.
R4 bedeutet vorzugsweise Isopropyl, Isobutyl, sek.-Butyl, tert.-Butyl, tert.-Pentyl, Isooctyl, tert.-Octyl, Cyclohexyl, 1-Methylcyclohexyl oder 2-Ethylhexyl.
R5 bedeutet vorzugsweise Wasserstoff oder C1-5-Alkyl, wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, sek.-Butyl, tert.-Butyl oder tert.-Pentyl.
R3 bedeutet vorzugsweise Wasserstoff oder C1-5-Alkyl, wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, sek.-Butyl, tert.-Butyl oder tert.-Pentyl.
X bedeutet vorzugsweise eine Einfachbindung, Schwefel oder Methylen.
A bedeutet vorzugsweise Propylen, *-CO- oder *-COCH2CH2-, wobei * bedeutet, dass die -CO-Gruppe an das Sauerstoffatom des Phosphitsauerstoffatoms gebunden ist.
Y bedeutet vorzugsweise eine Hydroxylgruppe.
Z bedeutet vorzugsweise Wasserstoff oder C1-8-Alkyl. - Ebenfalls bevorzugt sind optionale Kombinationen der oben angegebenen bevorzugten Merkmale.
- Bevorzugte Beispiele für das Antioxidationsmittel der Formel (B-I) sind
6-[3-(3-tert.-Butyl-4-hydroxy-5-methylphenyl)propoxy]-2,4,8,10-tetra-tert.-butyl-dibenz[d,f][1,3,2)dioxaphosphepin, im folgenden als B1 bezeichnet,
6-[3-(3,5-Di-tert.-butyl-4-hydroxyphenyl)propoxy]-2,4,8,10-tetra-tert.-butyl-dibenz[d,f][1,3,2]dioxaphosphepin,
6-[3-(3,5-Di-tert.-butyl-4-hydroxyphenyl)propoxy]-4,8-di-tert.-butyl-2,10-dimethyl-12H-dibenz[d,g][1,3,2]dioxaphosphocin und
6-[3-(3,5-Di-tert.-butyl-4-hydroxyphenyl)propionyloxy]-4,8-di-tert.-butyl-2,10-dimethyl-12H-dibenz[d,g][1,3,2]dioxaphosphocin. - Bevorzugte Beispiele für das Antioxidationsmittel der Formel (C) sind
Bis(2,4-di-tert.-butylphenyl)pentaerythrityldiphosphit, im folgenden als C1 bezeichnet,
Tetrakis(2,4-di-tert.-butyl-4-methylphenyl)-4,4'-biphenylendiphosphonit, im folgenden als C2 bezeichnet,
Bis(2,4-di-tert.-butyl-4-methylphenyl)pentaerythrityldiphosphit, im folgenden als C3 bezeichnet,
Bis(2,4-di-tert.-butyl-6-methylphenyl)ethylphosphit, im folgenden als C4 bezeichnet,
Tetrakis(2,4-di-tert.-butyl-5-methylphenyl)-4,4'-biphenylendiphosphonit, im folgenden als C5 bezeichnet,
Bis(2,4-di-cumylphenyl)pentaerythrityldiphosphit, im folgenden als C6 bezeichnet, und
2,4,8,10-Tetra-tert.-butyl-6-(2-ethylhexyloxy)-12H-dibenz[d,g][1,3,2]dioxaphosphocin, im folgenden als C7 bezeichnet. - Die Polyolefinharzzusammensetzung der Erfindung wird typischerweise durch die Stufen des Mischens des Polyolefinharzes (A), des Antioxidationsmittels des Phosphortyps der Formel (B-I), eines Antioxidationsmittels, das aus der Gruppe von Antioxidationsmitteln der Formeln (C-I), (C-II), (C-III) und (C-IV) ausgewählt ist, in dem wie oben definierten Gewichtsmengenverhältnis und des Schmelzknetens des gebildeten Gemischs hergestellt.
- Vorzugsweise werden 0,01 bis 0,5 Gew.-Teile der Verbindung der Formel (B-I) pro 100 Gew.-Teile Polyolefin verwendet, und noch günstiger werden 0,05 bis 0,2 Gew.-Teile der Verbindung der Formel (B-I) pro 100 Gew.-Teile Polyolefinharz (A) verwendet. Mehr als 1 Gew.-Teil des Antioxidationsmittels der Formel (B-I) pro 100 Gew.-Teile des Polyolefinharzes (A) sind für die vorliegende Zusammensetzung im Hinblick auf deren Effizienz und Wirtschaftlichkeit nicht so vorteilhaft.
- Vorzugsweise werden 0,01 bis 0,5 Gew.-Teile der Verbindung der Formel (C) pro 100 Gew.-Teile Polyolefin verwendet und noch günstiger werden 0,05 bis 0,2 Gew.-Teile der Verbindung der Formel (B-I) pro 100 Gew.-Teile Polyolefin verwendet.
- Ein gewünschter Ausgleich zwischen Verarbeitungsstabilität und Beständigkeit gegenüber thermischer Verfärbung wird durch Verwendung der vorgeschriebenen Mengen der Komponenten und der Mengenverhältnisse zwischen diesen gemäß der obigen Definition realisiert.
- Die Polyolefinharzzusammensetzung kann ein weiteres Mittel bzw. weitere Mittel, beispielsweise mindestens ein Mittel, das aus der Gruppe von anderen Antioxidationsmitteln als (B) und (C), organischen Peroxiden, Antiblockiermitteln, Lichtstabilisierungsmitteln, Gleitmitteln, antistatischen Mitteln und Pigmenten ausgewählt ist, falls nötig, umfassen.
- Das organische Peroxid kann zugesetzt werden, um die Schmelzfließeigenschaft MI der Harzzusammensetzung in einem stärker bevorzugten Bereich zu verbessern.
- Beispiele für das organische Peroxid umfassen beispielsweise
ein Peroxyalkyl, wie Dicumylperoxid, Di-tert.-butylperoxid, Di-tert.-butylcumylperoxid, 2,5-Dimethyl-2,5-di(tert.-butylperoxy)hexan, 2,5-Dimethyl-2,5-di(benzoylperoxy)hexen, 1,3-Bis-(tert.-butylperoxyisopropyl)benzol oder 3,6,9-Triethyl-3,6,9-trimethyl-1,4,7-triperoxynonan;
ein Diacylperoxid, wie Benzoylperoxid, Lauroylperoxid, Decanoylperoxid oder dergleichen;
Peroxyester, wie 1,1,3,3-Tetramethylbutylperoxyneodecanoat, tert.-Butylperoxyneodecanoat, α-Cumylperoxyneodecanoat, tert.-Butylperoxyneoheptanoat, tert.-Butylperoxypivalat, tert.-Hexyl-peroxypivalat, 1,1,3,3-Tetramethylbutylperoxy-2-ethylhexanoat, tert.-Amylperoxy-2-ethylhexanoat, tert.-Butylperoxyisobutyrat, Di-tert.-butylperoxyhexahydroterephthalat, tert.-Amylperoxy-3,5,5-trimethylhexanoat, tert.-Butylperoxyacetat, tert.-Butylperoxybenzoat, Di-tert.-butylperoxytrimethyladipat oder dergleichen;
Peroxycarbonat, wie Di-3-methoxybutylperoxydicarbonat, Di(2-ethylhexyl)peroxydicarbonat, Diisopropylperoxydicarbonat, Diisopropylperoxycarbonat, Di(4-tert.-butylcyclohexyl)peroxydicarbonat, Dicetylperoxydicarbonat, Dimyristylperoxydicarbonat oder dergleichen. - Bevorzugt ist ein Peroxyalkyl. Als Peroxyalkyl sind 2,5-Dimethyl-2,5-di(tert.-butylperoxy)hexan, im folgenden als D1 bezeichnet, 1,3-Bis(tert.-butylperoxyisopropyl)benzol und 3,5,9-Triethyl-3,6,9-trimethyl-1,4,7-triperoxynonan besonders bevorzugt.
- Das organische Peroxid wird vorzugsweise mit 100 Gew.-Teilen des Polyolefinharzes (A) in einer Menge von 0,0001 bis 0,5 Gew.-Teilen, vorzugsweise in der Menge von 0,0005 bis 0,3 Teilen und noch günstiger in der Menge von 0,001 bis 0,1 Gew.-Teilen gemischt.
- Die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung, die des weiteren das organische Peroxid umfasst, zeigt eine verbesserte Verarbeitungsstabilität und Beständigkeit gegenüber thermischer Verfärbung und in einer Weise, bei der beide Eigenschaften ausgeglichen sind, im Gegensatz zur allgemeinen Tendenz zu schlechterer Verarbeitungsstabilität und Beständigkeit gegenüber thermischer Verfärbung, die durch die Zugabe organischer Peroxide bewirkt werden kann.
- Das organische Peroxid kann dem Polyolefinharz (A) in einer geeigneten Menge zugesetzt werden oder eine Vormischung, die aus dem Polyolefinharz-(A)-Pulver und dem organischen Peroxid in einer höheren Menge durch Imprägnieren des ersteren mit letzterem hergestellt wurde, kann mit dem Polyolefin in geeigneter Weise verdünnt werden. Die Menge des organischen Peroxids, mit dem das Polyolefin getränkt wurde, beträgt vorzugsweise 1 bis 20 Gew.-%.
- Dieses zusätzliche Mittel oder diese zusätzlichen Mittel können mit den Komponenten (A) bis (C) durch einen Mischer, wie einen Henschel-Mischer oder einen Super-Mischer, gleichförmig gemischt und dann durch einen monoaxialen oder multiaxialen Extruder schmelzgeknetet oder durch einen Kneter oder einen Banbury-Mischer schmelzgeknetet und dann durch einen Extruder granuliert oder pelletisiert werden. Die granulierten oder pelletisierten Produkte werden durch eine Membranformvorrich tung zu einem Film oder durch eine Formaufwickelvorrichtung zu einer Faser verarbeitet oder durch ein Spritzgusswerk zu Formteilen verarbeitet.
- Die vorliegende Erfindung wird mittels Beispielen weiter erklärt, soll jedoch nicht als darauf beschränkt betrachtet werden.
- A1:
- Homopolypropylen
- B1:
- 6-[3-(3-tert.-Butyl-4-hydroxy-5-methylphenyl)propoxy]-2,4,8,10-tetra-tert.-butyl-dibenz[d,f][1,3,2]dioxaphosphepin
- C1:
- Bis(2,4-di-tert.-butylphenyl)pentaerythrityldiphosphit
- C2:
- Tetrakis(2,4-di-tert.-butyl-4-methylphenyl)-4,4'-biphenylen-diphosphonit
- C3:
- Bis(2,4-di-tert.-butyl-4-methylphenyl)pentaerythrityldiphosphit
- C4:
- Bis(2,4-di-tert.-butyl-6-methylphenyl)ethylphosphit
- C5:
- Tetrakis(2,4-di-tert.-butyl-5-methylphenyl)-4,4'-biphenylen-diphosphonit
- C6:
- Bis(2,4-di-cumylphenyl)pentaerythrityldiphosphit
- C7:
- 2,4,8,10-Tetra-tert.-butyl-6-(2-ethylhexyloxy)-12H-dibenz[d,g][1,3,2]dioxaphosphocin
- D1:
- 2,5-Dimethyl-2,5-di(tert.-butylperoxy)hexan
- AO1:
- Pentaeryhtrityltetrakis(3-3(3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxyphenyl)propionat
- AO2:
- Tris(2,4-di-tert.-butylphenyl)phosphit.
- Beispiel 1
- Herstellung von Polypropylenharzzusammensetzung
- 100 Gew.-Teile eines Polypropylenhomopolymers mit MI: 20, 0,05 Gew.-Teile Calciumstearat, 0,1 Gew.-Teile B1 und 0,1 Gew.-Teile C1 wurden trocken gemischt und das gebildete Ge misch wurde mit einem monoaxialen Extruder von 30 mm Durchmesser auf 250 °C erhitzt und schmelzgeknetet, wobei Pellets hergestellt wurden, die als Compoundpellets bezeichnet werden.
- Die Compoundpellets wurden viermal mit dem wie oben verwendeten gleichen Extruder unter der wie oben verwendeten gleichen Bedingung, wobei jedoch die Temperatur auf 270 °C geändert wurde, extrudiert, und dann wurden die erhaltenen Pellets durch ein Spritzgusswerk zu einer Platte von 40 mm × 60 mm × 1 mm verarbeitet.
- Die Verarbeitungsstabilität wurde in Form von ΔMI, das die Differenz zwischen dem Schmelzindexwert MI der Harzzusammensetzung nach viermaligem Extrudieren, der als MI4 bezeichnet wird, und dem der compoundierten Pellets, die nach Extrudieren des trocken gemischten Gemischs, das das Harz und verschiedene Zusatzstoffe enthält, erhalten wurden, der als MIc bezeichnet wird, ist, bewertet.
- Die Beständigkeit gegenüber thermischer Verfärbung wurde in Form von ΔYI, das die Differenz zwischen der Beständigkeit gegenüber thermischer Verfärbung, dargestellt durch YI, der Platte, die nach viermaligem Extrudieren durch ein Spritzgusswerk erhalten wurde, die als YI4 bezeichnet wird, und der einer Platte, die durch ein Spritzgusswerk aus den compoundierten Pellets erhalten wurde, die als YIc bezeichnet wird, ist, bewertet.
- Beispiele 2 bis 9 und Vergleichsbeispiele 1 bis 3
- Compoundpellets und Platten wurden in einer Beispiel 1 ähnlichen Weise unter Verwendung der im folgenden angegebenen jeweiligen Additive AO1 und AO2 hergestellt.
- Beispiele 10 bis 12 und Vergleichsbeispiele 4 bis 6
- In Beispiel 10 wurden Compoundpellets und Platten in einer Beispiel 1 ähnlichen Weise hergestellt, wobei jedoch das Polypropylenhomopolymer durch Zugabe von 0,25 Gew.-Teilen eines 8 Gew.-% D1 enthaltenden Polypropylens hergestellt wurde, wobei dieses Dl in einer Konzentration von 0,02 Gew.-% enthält.
- In den Beispielen 11 und 12 und Vergleichsbeispielen 4 bis 6 wurden Compound und Platte in einer zu Beispiel 10 ähnlichen Weise hergestellt.
Claims (4)
- Polyolefinharzzusammensetzung, die umfasst: (A) ein Polyolefinharz, (B) ein Antioxidationsmittel der Formel (B-I): worin R1, R2, R4 und R5 unabhängig voneinander für Wasserstoff, C1-8-Alkyl, C5-8-Cycloalkyl, C6-12-Alkylcycloalkyl, C7-12-Aralkyl oder Phenyl stehen, R3 für Wasserstoff, C1-8-Alkyl steht, X für eine Einfachbindung, ein Schwefelatom oder -CHR6- steht, wobei R6 Wasserstoff, C1-8-Alkyl oder C5-8-Cycloalkyl bedeutet, A für C2-8-Alkylen oder eine Gruppe der Formel *-COR7-, wobei R7 eine Einfachbindung oder C1-8-Alkylen bedeutet und die durch * bezeichnete Bindung bedeutet, dass die Bindung mit dem Sauerstoffatom des Phosphits der Formel (B-I) verbunden ist, steht, eine der Gruppen von Y und Z für eine Hydroxylgruppe, C1-8-Alkoxy oder C7-12-Aralkyloxy steht und die andere Gruppe für Wasserstoff oder C1-8-Alkyl steht, und wobei, wenn Y Hydroxyl bedeutet, einer der Reste von R4 und R5 für C3-8-Alkyl, C5-8-Cycloalkyl, C6-12-Alkylcycloalkyl, C7-12-Aralkyl oder Phenyl steht, und zwei R1-Gruppen, zwei R2-Gruppen und zwei R3-Gruppen jeweils gleich oder verschieden sein können, und (C) mindestens ein Anitoxidationsmittel des Phosphortyps, das ausgewählt ist aus der Gruppe von: einer Verbindung der Formel (C-I): worin R8 für C1-8-Alkyl, C5-8-Cycloalkyl, C6-12-Alkylcycloalkyl, C7-12-Aralkyl oder Phenyl steht, G für C1-8-Alkyl, C7-12-Aralkyl oder Phenyl steht, und n eine ganze Zahl von 1 bis 3 ist, wobei zwei n gleich oder verschieden sein können, einer Verbindung der Formel (C-II): worin q unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 0 oder 1 steht und R10 unabhängig voneinander für Methyl steht, einer Verbindung der Formel (C-III): worin m unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 1 bis 3 steht und R11-Gruppen gleich oder verschieden sind und unabhängig voneinander für C1-8-Alkyl, C5-8-Cycloalkyl, C6-12-Alkylcycloalkyl, C7-12-Aralkyl oder Phenyl stehen, und einer Verbindung der Formel (C-IV): worin R13-Gruppen gleich oder voneinander verschieden sind und jeweils unabhängig voneinander für C1-8-Alkyl, C5-8-Cycloalkyl, C6-12-Alkylcycloalkyl, C7-12-Aralkyl oder Phenyl stehen, T für eine Einfachbindung, Schwefel oder eine zweiwertige Gruppe der Formel -CHR16-, wobei R16 Wasserstoff, C1-8-Alkyl oder C5-8-Cycloalkyl bedeutet, steht, D für C1-8-Alkyl, C7-12-Aralkyl oder Phenyl steht, und r unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 0 bis 3 steht, und wobei das Gewichtsverhältnis von (C) zu (B) 1:3 bis 10:1 beträgt und die Menge von (B) und (C) jeweils 0,001 bis 1 Gew.-Teile pro 100 Gew.-Teile des Polyolefinharzes (A) beträgt.
- Polyolefinharzzusammensetzung nach Anspruch 1, die ferner ein organisches Peroxid in einer Menge von 0,0001 bis 0,5 Gew.-Teilen pro 100 Gew.-Teile des Polyolefinharzes (A) umfasst.
- Verfahren zur Herstellung der Polyolefinharzzusammensetzung nach Anspruch 1, das das Mischen der Antioxidationsmittelverbindung des Phosphortyps (C), der Antioxidationsmittelverbindung (B) und des Polyolefinharzes (A), wobei das Gewichtsverhältnis von (C) zu (B) 1:3 bis 10:1 beträgt und die Menge von (B) und (C) jeweils 0,001 bis 1 Gew.-Teile pro 100 Gew.-Teile des Polyolefinharzes (A) beträgt, und das Schmelzkneten des gebildeten Gemischs umfasst.
- Verfahren nach Anspruch 3, wobei ein organisches Peroxid in einer Menge von 0,0001 bis 0,5 Gew.-Teilen pro 100 Gew.-Teile des Polyolefinharzes (A) der Antioxidationsmittelverbindung des Phosphortyps (C), der Antioxidationsmittelverbindung (B) und dem Polyolefinharz (A) zusätzlich zugesetzt wird.
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