DE102005005838A1 - Fahrbahnbegrenzungspfosten - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Fahrbahnbegrenzungspfosten mit DOLLAR A È einer Befestigungsvorrichtung zur Befestigung des Pfostens in einem Randbereich einer Fahrbahn und DOLLAR A È einer an der Befestigungsvorrichtung befestigten Abdeckung aus Kunststoff. DOLLAR A Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, dem Pfosten einer zusätzlichen Funktion zu verleihen. DOLLAR A Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Fahrbahnbegrenzungspfosten folgende Merkmale aufweist: DOLLAR A È eine von der Abdeckung abgedeckte Tragvorrichtung, DOLLAR A È eine dem Fahrbahnbegrenzungspfosten zugeordnete Energiequelle, DOLLAR A È eine an der Tragvorrichtung und von der Abdeckung abgedeckt angeordnete Fahrzeugerfassungsvorrichtung, die mit der Energiequelle verbunden ist, und DOLLAR A È eine Schnittstelle für die Ausgabe von durch die Fahrzeugerfassungsvorrichtung erfaßte Daten.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Fahrbahnbegrenzungspfosten mit
- • einer Befestigungsvorrichtung zur Befestigung des Pfostens in einem Randbereich einer Fahrbahn und
- • einer an der Befestigungsvorrichtung befestigten Abdeckung aus Kunststoff.
- Die Erfindung betrifft ferner ein Verkehrserfassungssystem sowie ein Verfahren zur Verkehrserfassung.
- Fahrbahnbegrenzungspfosten begrenzen die Fahrbahnen von Straßen in Deutschland und vielen anderen Ländern. Die Befestigungsvorrichtung dient der Befestigung des Sockels im Randbereich einer Fahrbahn. Dabei ist der Begriff "Fahrbahn" weit auszulegen. Er umfaßt asphaltierte Straßen sowie andere asphaltierte Oberflächen, die zum Befahren vorgesehen sind, z. B. Parkplätze, Rollfelder und Start- und Landebahnen von Flughäfen etc. Ferner umfaßt dieser Begriff nicht asphaltierte, befestigte Oberflächen, die zum Befahren vorgesehen sind. Der Begriff "Randbereich" ist ebenfalls weit auszulegen und umfaßt jeden Bereich, der eine zum Befahren vorgesehene Oberfläche begrenzt. Er umfaßt auch Grenzbereiche zwischen zwei nebeneinander befindlichen Fahrspuren.
- Die Befestigungsvorrichtung kann dazu vorgesehen sein, den Pfosten an einem Sockel zu befestigen, der im Boden verankert ist. Sie kann aber auch den Pfosten an anderen Tragstrukturen befestigen, z. B. an Leitplanken oder ähnlichem. Zur Befestigung eines Pfostens an einer Leitplanke ist die Befe stigungsvorrichtung beispielsweise eine Schraubvorrichtung oder eine Steck- oder Klemmvorrichtung.
- Die Fahrbahnbegrenzungspfosten sind meist als hohle, nachgiebige Kunststoffelemente ausgebildet, damit im Falle des Aufpralls eines Fahrzeugs oder einer Person (Fahrradfahrer oder Motorradfahrer) auf den Pfosten die Schäden und Verletzungen möglichst gering gehalten werden. Aus dem gleichen Grund weist die Befestigungsvorrichtung häufig einen Mechanismus auf, der bei Überschreiten einer bestimmten Kraft die Befestigung des Fahrbahnbegrenzungspfostens löst. Beispielsweise kann die Befestigungsvorrichtung eine Klemmvorrichtung sein, mit der der Fahrbahnbegrenzungspfosten an einem im Boden verankerten Ankerelement festgeklemmt wird. Bei Überschreiten einer bestimmten Kraft aufgrund der Kollision eines Fahrzeuges oder einer Person mit dem Pfosten öffnet die Klemmvorrichtung. Alternativ kann die Befestigungsvorrichtung eine Sollbruchstelle aufweisen, die sicherstellt, daß bei einem Kollisionsfall keine großen Kräfte von dem Pfosten auf den kollidierenden Gegenstand oder die kollidierende Person übertragen werden.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, dem Pfosten einer zusätzlichen Funktion zu verleihen.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Fahrbahnbegrenzungspfosten folgende Merkmale aufweist:
- • eine von der Abdeckung abgedeckte Tragvorrichtung,
- • eine dem Fahrbahnbegrenzungspfosten zugeordnete Energiequelle,
- • eine an der Tragvorrichtung und von der Abdeckung abgedeckt angeordnete Fahrzeugserfassungsvorrichtung, die mit der Energiequelle verbunden ist, und
- • eine Schnittstelle für die Ausgabe von durch die Fahrzeugserfassungsvorrichtung erfaßte Daten.
- Mit anderen Worten ist der Fahrbahnbegrenzungspfosten mit einer autark funktionsfähigen Fahrzeugerfassungsvorrichtung ausgerüstet.
- Fahrzeugerfassungsvorrichtungen wie Fahrzeugzählvorrichtungen oder Geschwindigkeitsmeßvorrichtungen werden sehr häufig zur Erfassung des Verkehrsaufkommens auf bestimmten Verkehrswegen, aber auch zur Erfassung der Fahrzeuggeschwindigkeiten, ggf. mit dem Ziel der Identifizierung zu schnell fahrender Fahrzeuge, eingesetzt. Die Fahrzeugerfassungsvorrichtungen sind in der Regel Entfernungsmeßvorrichtungen oder Geschwindigkeitsmeßvorrichtungen. Sie richten eine Meßkeule eines Funksignals (Radarstrahlen) oder einen Meßstrahl aus Infrarotlicht auf einen Bereich oberhalb einer Fahrbahn. Im Falle der Verkehrserfassung werden in der Regel die Anzahl der Fahrzeuge und ggf. weitere Daten wie Uhrzeit der Erfassung einzelner Fahrzeuge sowie Art des Fahrzeuges (PKW, LKW, Bus etc.), die sich aus der Form des erfaßten Signals ablesen läßt, erfaßt. Im Falle der Geschwindigkeitsmessung werden die exakten Geschwindigkeitsdaten in aller Regel in Verbindung mit einer fotografischen Aufnahme des Fahrzeuges erfaßt. Auf der Aufnahme sollte insbesondere das Nummernschild, aber auch der Fahrer des Fahrzeuges gut erkennbar und identifizierbar sein. Zu diesem Zweck ist die Fahrzeugerfassungsvorrichtung mit einer Kamera, insbesondere einer CCD-Kamera zur Aufnahme digitaler Bilder, gekoppelt.
- Derartige Fahrzeugerfassungsvorrichtungen sind dem Fachmann sehr gut bekannt und brauchen an dieser Stelle nicht weiter beschrieben zu werden.
- Gemäß der vorliegenden Erfindung werden die Fahrzeugerfassungsvorrichtungen an der Tragvorrichtung innerhalb der Abdeckung eines Fahrbahnbegrenzungspfostens angeordnet. Von außen ist der Fahrbahnbegrenzungspfosten mit Verkehrserfassungsvorrichtung optisch nicht von anderen Fahrbahnbegrenzungspfosten zu unterscheiden. Eine mutwillige Zerstörung der Fahrzeugerfassungsvorrichtung, die bei optisch erkennbaren Vorrichtungen häufig zu beobachten ist, insbesondere wenn diese der Geschwindigkeitsmessung dienen, ist daher nicht zu befürchten. Eine Verkehrserfassungsvorrichtung, die von den Verkehrsteilnehmern nicht erkannt wird, wird auch nicht beschädigt oder entwendet.
- Die dem Fahrbahnbegrenzungspfosten zugeordnete Energiequelle kann ein Anschluß an ein Stromversorgungsnetz sein, wenn nahe dem Fahrbahnbegrenzungspfosten eine Stromversorgungsleitung verläuft. Um den Pfosten autark einsetzbar zu machen, kann die Energiequelle alternativ von einer Batterie oder einer aufladbaren Batterie (Akkumulator) gebildet werden. Ebenfalls kann als Energiequelle eine Solarzelle oder eine Anordnung von mehreren Solarzellen verwendet werden, die außerhalb der Abdeckung in der Nähe des Pfostens angeordnet ist. Dabei kann zwischen der Solarzelle und dem Pfosten eine gewisse Entfernung (z.B. 4–8 m) vorgesehen sein, um zu vermeiden, daß der Pfosten mit der Verkehrserfassungsvorrichtung anhand der Solarzelle identifiziert wird.
- Wie eingangs erwähnt, sollte eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung des Fahrbahnbegrenzungspfostens verwendet werden, die lediglich zu einer begrenzten Kraftaufnahme fähig ist. Dadurch wird vermieden, daß bei dem Aufprall eines Gegenstandes oder einer Person auf den Pfosten zu große Kräfte auf den Gegenstand oder die Person übertragen werden. Die Befestigungsvorrichtung kann eine Klemmvorrichtung sein, welche nur eine begrenzte Haltekraft erzeugt. Die Befestigungsvorrichtung kann alternativ oder zusätzlich eine Sollbruchstelle aufweisen, welche bei einer definierten Kraft, die auf den Pfosten wirkt, bricht.
- Die Verkehrserfassungsvorrichtung innerhalb des Fahrbahnbegrenzungspfostens ist vorzugsweise eine Radarmeßvorrichtung. Eine Radarmeßvorrichtung strahlt ein Funkmeßsignal ab. Die elektromagnetischen Wellen dieses Funkmeßsignals durchdringen ohne Probleme die Kunststoffabdeckung des Fahrbahnbegrenzungspfostens. Die Verkehrserfassungsvorrichtung kann somit völlig unsichtbar innerhalb einer opaken Kunststoffabdeckung angeordnet werden.
- Alternativ kann eine Infrarotmeßvorrichtung vorgesehen sein, welche den Abstand und ggf. die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs erfaßt. In diesem Fall muß die Abdeckung vor dieser Meßvorrichtung mindestens einen für Infrarotstrahlen durchlässigen Bereich aufweisen. Dies ist üblicherweise ein dunkelrot gefärbtes Fenster. Von etwas größerer Entfernung ist dieses Fenster mit bloßem Auge nicht zu erkennen, insbesondere wenn es in einem schwarzem Abschnitt der Kunststoffabdeckung angeordnet ist.
- Die Verkehrserfassungsvorrichtung kann in der Praxis mit einer Datenverarbeitungseinheit verbunden sein, welche die von der Verkehrserfassungsvorrichtung erfaßten Signale verarbeitet. Die Datenverarbeitungseinheit kann vorzugsweise an einen Datenspeicher angeschlossen sein, der die erfaßten und ggf. verarbeiteten Signale speichert, bevor sie über die Schnittstelle ausgegeben werden. Des weiteren umfaßt die Datenverarbeitungseinheit einen Prozessor (CPU) zur Datenverarbeitung und ist über einen Datenbus mit der Verkehrserfassungsvorrichtung, dem Datenspeicher und der Schnittstelle verbunden.
- Die Schnittstelle kann aus der Gruppe mit folgenden Elementen ausgewählt sein:
- • Steckverbindung;
- • Funkschnittstelle, insbesondere Blue-Tooth-Modul;
- • Infrarotschnittstelle;
- • Funkmodul zur Kommunikation über ein Mobil-Kommunikationsnetz.
- Im einfachsten Fall ist an beliebiger Stelle an dem Fahrbahnbegrenzungspfosten eine Steckbuchse angebracht, in die ein Stecker eingesteckt werden kann, der über ein Kabel mit einer mobilen Datenspeichervorrichtung verbunden ist. Die Buchse sollte an einer unauffälligen Stelle, beispielsweise an der Rückseite des Pfostens und nahe seinem unteren Ende angeordnet sein, damit sie schwer zu erkennen ist. Die Buchse an dem Pfosten ist über eine Datenleitung mit dem Datenspeicher innerhalb des Pfostens verbunden. Beim Einstecken des Steckers in die Buchse verursacht ein geeignetes Softwareprogramm die Datenübertragung von dem Datenspeicher in dem Pfosten zum mobilen Datenspeicher, der anschließend zu einer Auswertestation getragen wird.
- Gleiches läßt sich mit einer Funkschnittstelle erreichen. Insbesondere nach dem Blue-Tooth-Standard arbeitende Funkschnittstellen sind heute in der Technik weit verbreitet. Infrarotschnittstellen sind ebenfalls zum schnellen Austausch großer Datenmengen geeignet. Schließlich kann ein Funkmodul in den Pfosten integriert sein, das zur Kommunikation über ein Mobil-Kommunikationsnetz geeignet ist.
- Ein Funkmodul zur Kommunikation über ein Mobil-Kommunikationsnetz, insbesondere ein Mobiltelefonnetz, sollte auf die vorhanden lokalen Netze abgestimmt sein. Zum Beispiel können Daten über ein GSM-Netz übertragen werden. Falls die erfaßten Daten nur einen geringen Umfang haben und z.B. nur die Anzahl der erfaßten Fahrzeuge und ihre Geschwindigkeit umfassen, können die Daten über ein GSM-Netz als Textnachricht (SMS) übertragen werden. Falls größere Datenmengen übertragen werden, sollten Datenübertragungsstandards mit hoher Datenübertragungsrate gewählt werden. Für GSM-Netze gibt es verschiedene breitbandige Datenübertragungsstandards, z.B. GPRS. Falls vorhanden, können Daten auch über ein UMTS-Netz übertragen werden. Die hier beispielhaft angeführten Standards für mobile Kommunikationsnetze sind die in Europa üblichen Standards. Beim Einsatz der Erfindung in einer Region mit einem anderen Netzstandard müssen die Funkmodule zur Kommunikation gemäß diesem Standard ausgelegt sein.
- Der Verkehrserfassungsvorrichtung kann schließlich eine Kamera zur Aufnahme eines digitalen Bildes des erfaßten Fahrzeugs zugeordnet sein. Die Kamera ist entweder innerhalb des Fahrbahnbegrenzungspfostens oder in dessen Umgebung angeordnet. Die Kamera erfaßt ein Bild in dem Bereich, in dem die Messung durch die Verkehrserfassungsvorrichtung durchgeführt wird. Die Kamera kann auch in einem benachbarten Fahrbahnbegrenzungspfosten angeordnet sein. Sie kann aber auch bei ausreichendem Platz innerhalb der Abdeckung des die Verkehrserfassungsvorrichtung aufweisenden Fahrbahnbegrenzungspfostens eingebaut werden. Vor dem Objektiv der Kamera ist ein transparenter Abschnitt der Abdeckung des Fahrbahnbegrenzungspfostens anzuordnen.
- Mit den erfindungsgemäßen Fahrbahnbegrenzungspfosten kann auch ein vorteilhaftes Verkehrserfassungssystem verwirklicht werden. Es weist einen ersten Fahrbahnbegrenzungspfosten auf, der wie oben beschrieben eine Verkehrserfassungsvorrichtung umfaßt. Es weist ferner einen zweiten Fahrbahnbegrenzungspfosten, in dem eine Kamera angeordnet ist. Die zwei Fahrbahnbegrenzungspfosten können in der Praxis unmittelbar aufeinanderfolgend am gleichen Fahrbahnrand angeordnet sein. Die Kamera kann mit der Verkehrserfassungsvorrichtung gekoppelt sein, um den optimalen Auslösezeitpunkt zu ermitteln. Hierfür kann ein Computer vorgesehen sein, der über eine Datenleitung mit der Verkehrserfassungsvorrichtung und über eine Signalleitung mit der Kamera verbunden ist und der aus den Meßdaten der Verkehrserfassungsvorrichtung den optimalen Zeitpunkt zum Auslösen der Aufnahme durch die Kamera ermittelt und über die Signalleitung ein Auslösesignal an die Kamera leitet.
- Schließlich betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Verkehrserfassung, bei dem durch eine Verkehrserfassungsvorrichtung die Geschwindigkeit eines Fahrzeuges auf einer Fahrbahn ermittelt wird und durch eine Kamera ein Bild von dem Fahrzeug aufgenommen wird. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß
- • die Kamera entfernt von der Verkehrserfassungsvorrichtung angeordnet ist;
- • die erfaßten Daten von der Verkehrserfassungsvorrichtung an einen Computer übertragen werden;
- • der Computer aus den erfaßten Geschwindigkeitsdaten den optimalen Zeitpunkt zum Auslösen der Aufnahme durch die Kamera ermittelt;
- • der Computer an dem ermittelten Zeitpunkt ein Auslösesignal an die Kamera leitet.
- Durch dieses Verfahren ist es möglich, das aufgenommene Fahrzeug eindeutig den Meßdaten der entfernt von der Kamera angeordneten Verkehrserfassungsvorrichtung zuzuordnen. Ferner gewährleistet das Verfahren eine qualitativ hochwertige Aufnahme des Fahrzeugs in dem optimalen Zeitpunkt der Auslösung der Aufnahme durch die Kamera.
- Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen in:
-
1 eine erste Variante eines herkömmlichen Fahrbahnbegrenzungspfostens, -
2 eine zweite Variante eines herkömmlichen Fahrbahnbegrenzungspfostens, -
3 eine schaubildliche Draufsicht auf eine Befestigungsvorrichtung für den Pfosten aus1 , -
4 eine schaubildliche Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Fahrbahnbegrenzungspfostens ohne Abdeckung, -
5 eine perspektivische Seitenansicht des erfindungsgemäßen Pfostens ohne Abdeckung aus4 , -
6 den Pfosten aus den4 und5 mit Abdeckung -
7 eine schematische Draufsicht auf eine Fahrbahn mit einem erfindungsgemäßen Verkehrserfassungssystem. - Die
1 und2 zeigen grundsätzliche Ausführungsformen von Fahrbahnbegrenzungspfosten. Der Fahrbahnbegrenzungspfosten1 aus1 umfaßt einen Erdanker2 als Befestigungsvorrichtung. Die obere Tragplatte3 des Erdankers2 ist genauer in3 dargestellt. Sie umfaßt einen Kragen4 als Steckvorrichtung zur Aufnahme des als Kunststoffhohlkörper ausgebildeten Fahrbahnbegrenzungspfostens1 . Der Kragen4 weist mehrere Löcher für die Aufnahme von Schrauben auf, mit denen der Fahrbahnbegrenzungspfosten1 an dem Kragen4 verschraubt wird. - Die
2 zeigt eine alternative Form, bei der ein Fahrbahnbegrenzungspfosten1' über eine Verschraubung5 mit einer Leitplanke6 verbunden ist. Auch hier besteht zumindest der obere Teil des Fahrbahnbegrenzungspfostens1' aus einem Kunststoffhohlkörper. - In den
4 bis6 ist ein erfindungsgemäßer Fahrbahnbegrenzungspfosten dargestellt, der ähnlich dem in1 dargestellten Pfosten aufgebaut ist. Die Erfindung läßt sich aber mit beliebigen anderen Ausführungsformen eines Fahrbahnbegrenzungspfostens umsetzen, solange genug Platz für die Elektronik und die Stromversorgung gemäß der Erfindung vorhanden ist. -
4 zeigt eine Tragvorrichtung5 für einen Fahrbahnbegrenzungspfosten gemäß der Erfindung. Sie ist innerhalb des Kragens4 der Tragplatte3 am oberen Ende des Erdankers2 befestigt. Die Tragvorrichtung5 umfaßt eine vertikale Tragschiene6 , an der mehrere horizontale Tragbleche7 ,8 ,9 befestigt sind. Zwischen den horizontalen Tragblechen7 ,8 ,9 sind aufladbare Batterien10 als Energieguelle angeordnet. Die in der4 gezeigte Ausführungsform weist drei wieder aufladbare Batterien10 auf. - Am oberen Ende des Tragprofils
6 ist ein vertikal verlaufendes Winkelblech11 befestigt, welches die Verkehrserfassungsvorrichtung12 trägt. Die Verkehrserfassungsvorrichtung12 umfaßt eine Radarantenne14 zum Aussenden und Empfangen von Radarstrahlen. Sie umfaßt ferner eine Datenverarbeitungseinheit13 welche die Auswerteelektronik enthält, die aus den Radarsignalen Entfernungen oder Geschwindigkeiten von Fahrzeugen auf der Fahrbahn berechnet. Die Datenverarbeitungseinheit13 ist über ein Datenkabel15 mit einer Schnittstelle16 verbunden. Die Schnittstelle16 ist als Buchse einer Steckverbindung ausgelegt. Zum Auslesen der Daten aus der Datenverarbeitungseinheit13 muß ein Stecker in diese als Buchse ausgebildete Schnittstelle16 gesteckt werden. - Wie oben erwähnt, kann die Schnittstelle aber auch durch jede andere zur Übertragung von Daten geeignete Einrichtung gebildet werden.
- Die soeben beschriebenen Elemente sind ebenfalls in den
5 und6 zu erkennen. In der6 ist zusätzlich die Abdeckung17 zu erkennen, welche aus Kunststoff besteht und die Außenhaut des Fahrbahnbegrenzungspfostens bildet. Die Abdeckung16 wird von oben über die Tragvorrichtung5 geschoben und in den Kragen4 auf der Tragplatte3 gesteckt. Anschließend wird sie mittels Schrauben (nicht dargestellt) an dem Kragen4 befestigt. - So ist die Verkehrserfassungsvorrichtung nicht mehr von einem üblichen Fahrbahnbegrenzungspfosten zu unterscheiden. Die Gefahr einer Beschädigung durch Vandalismus ist beseitigt, da die Verkehrserfassungsvorrichtung nicht erkannt werden kann. Es besteht allenfalls Gefahr bei einer Kollision eines Fahrzeugs mit dem Pfosten, der diese Verkehrserfassungsvorrichtung enthält.
- Die
7 zeigt eine besondere Ausführungsform der Erfindung. - Hier sind zwei aufeinanderfolgende Fahrbahnbegrenzungspfosten
1 und100 dargestellt. In dem ersten Fahrbahnbegrenzungspfosten1 ist die zuvor beschriebene Verkehrserfassungsvorrichtung angeordnet. Mit Radarstrahlen, der das Kunststoffmaterial der Abdeckung16 durchdringen, wird eine Meßkeule18 zumindest über die in7 erkennbare rechte Fahrbahn gestrahlt und erfaßt in bekannter Weise die Geschwindigkeit vorbeifahrender Fahrzeuge. - In dem in Fahrtrichtung darauffolgenden Fahrbahnbegrenzungspfosten
100 ist eine Kamera angeordnet, welche ein Bild des Fahrzeugs aufnimmt. Hierzu muß sich das Fahrzeug an der mit19 bezeichneten Position befinden, welche die optimale Bildaufnahmeposition ist. Der Moment, an dem das Fahrzeug an der Bildaufnahmeposition19 ankommt, läßt sich aus den Signalen errechnen, die von der Verkehrserfassungsvorrichtung in dem Pfosten1 abgegeben werden. Hierzu ist die Verkehrserfassungsvorrichtung des Pfostens1 mit einem Computer20 gekoppelt. Über eine Datenleitung21 werden diesem Computer20 von der Verkehrserfassungsvorrichtung in dem Pfosten1 erfaßte Daten zugeleitet. Der Computer20 berechnet den Zeitpunkt, an dem sich das Fahrzeug an der Bildaufnahmeposition19 befindet und gibt in diesem Zeitpunkt ein Auslösesignal über die Singalleitung22 an die Kamera (nicht dargestellt), welche in dem Pfosten100 angeordnet ist. - Die Berechnung des optimalen Auslösezeitpunkts durch den Computer ist problemlos möglich, da die Verkehrserfassungsvorrichtung die Geschwindigkeit des Fahrzeugs erfaßt und der Meßort der Verkehrserfassungsvorrichtung sowie die Bildaufnahmeposition und die dazwischen liegende Strecke bekannt sind. Der Auslösezeitpunkt wird berechnet, indem man zu dem Meßzeitpunkt die Zeit addiert, die sich durch Teilen der Strecke durch die Geschwindigkeit ergibt. Wenn die Strecke zwischen der Verkehrserfassungsvorrichtung und der Kamera hinreichend kurz ist, hat eine Beschleunigung oder Verzögerung des Fahrzeuges zwischen der Messung und dem Auslösezeitpunkt keinen relevanten Einfluß auf die Qualität der Aufnahme des Fahrzeuges.
- Das auf dem aufgenommenen Bild erkennbare Fahrzeug läßt sich somit eindeutig den aufgenommenen Geschwindigkeitsdaten zuordnen.
- Die Kamera ist vorzugsweise hinter einem durchsichtigen Fenster in dem schwarzen Abschnitt des Pfostens
100 angeordnet. Sinnvollerweise ist ebenfalls hinter einem durchsichtigen Fenster ein Blitzgerät in dem Pfosten100 angeordnet. Wenn ein Infrarotblitzgerät verwendet wird, ist der Blitz für den vorbeifahrenden Fahrer unsichtbar. -
- 1, 1'
- Fahrbahnbegrenzungspfosten
- 2
- Erdanker
- 3
- Tragplatte
- 4
- Kragen, Steckvorrichtung
- 5
- Tragvorrichtung
- 6
- senkrechtes Tragprofil
- 7
- waagerechtes Tragblech
- 8
- waagerechtes Tragblech
- 9
- waagerechtes Tragblech
- 10
- Batterie, Energiequelle
- 11
- Winkelblech
- 12
- Verkehrserfassungsvorrichtung
- 13
- Datenverarbeitungseinheit
- 14
- Radarantenne
- 15
- Datenkabel
- 16
- Schnittstelle
- 17
- Abdeckung
- 18
- Meßkeule
- 19
- Bildaufnahmeposition
- 20
- Computer
- 21
- Datenleitung
- 22
- Signalleitung
Claims (21)
- Fahrbahnbegrenzungspfosten mit • einer Befestigungsvorrichtung (
2 ) zur Befestigung des Pfostens in einem Randbereich einer Fahrbahn und • einer an der Befestigungsvorrichtung (2 ) befestigten Abdeckung (17 ) aus Kunststoff, gekennzeichnet durch folgende Merkmale: • eine von der Abdeckung (17 ) abgedeckte Tragvorrichtung (5 ), • eine dem Fahrbahnbegrenzungspfosten zugeordnete Energiequelle (10 ), • eine an der Tragvorrichtung (5 ) und von der Abdeckung (17 ) abgedeckt angeordnete Fahrzeugserfassungsvorrichtung (12 ), die mit der Energiequelle (10 ) verbunden ist, und • eine Schnittstelle (16 ) für die Ausgabe von durch die Fahrzeugserfassungsvorrichtung (12 ) erfaßte Daten. - Fahrbahnbegrenzungspfosten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Energiequelle eine innerhalb der Abdeckung angeordnete Batterie (
10 ) ist. - Fahrbahnbegrenzungspfosten nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Batterie (
10 ) wieder aufladbar ist. - Fahrbahnbegrenzungspfosten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Energiequelle mindestens eine Solarzelle aufweist, die außerhalb der Abdeckung angeordnet ist.
- Fahrbahnbegrenzungspfosten nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Solarzelle entfernt von dem Pfosten angeordnet ist.
- Fahrbahnbegrenzungspfosten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtung (
2 ) eine Steckvorrichtung (4 ) oder eine Klemmvorrichtung ist. - Fahrbahnbegrenzungspfosten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtung eine Sollbruchstelle aufweist.
- Fahrbahnbegrenzungspfosten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkehrserfassungsvorrichtung (
12 ) eine Radarmeßvorrichtung ist. - Fahrbahnbegrenzungspfosten nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkehrserfassungsvorrichtung eine Infrarotmeßvorrichtung ist und daß die Abdeckung mindestens einen für Infrarotstrahlen durchlässigen Bereich aufweist.
- Fahrbahnbegrenzungspfosten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkehrserfassungsvorrichtung mit einer Datenverarbeitungseinheit (
13 ) verbunden ist, welche die von der Verkehrserfassungsvorrichtung (12 ) erfaßten Signale verarbeitet. - Fahrbahnbegrenzungspfosten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkehrserfassungsvorrichtung (
12 ) mit einem Datenspeicher verbunden ist, der die erfaßten und ggf. verarbeiteten Signale speichert, bevor sie über die Schnittstelle (16 ) ausgegeben werden. - Fahrbahnbegrenzungspfosten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnittstelle (
16 ) aus der Gruppe mit folgenden Elementen ausgewählt ist: • Steckverbindung; • Funkschnittstelle, insbesondere Blue-Tooth-Modul; • Infrarotschnittstelle; • Funkmodul zur Kommunikation über ein Mobil-Kommunikationsnetz. - Fahrbahnbegrenzungspfosten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Verkehrserfassungsvorrichtung eine Kamera zur Aufnahme eines digitalen Bildes des erfaßten Fahrzeugs zugeordnet ist.
- Fahrbahnbegrenzungspfosten nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Kamera hinter einem transparenten Abschnitt der Abdeckung (
17 ) angeordnet ist. - Fahrbahnbegrenzungspfosten nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Kamera ein Blitzgerät zugeordnet ist.
- Fahrbahnbegrenzungspfosten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Blitzgerät ein Infrarotblitz ist.
- Verkehrserfassungssystem gekennzeichnet durch einen ersten Fahrbahnbegrenzungspfosten (
1 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, in dem eine Verkehrserfassungsvorrichtung (12 ) angeordnet ist und durch einen zweiten Fahrbahnbegrenzungspfosten (100 ), in dem eine Kamera angeordnet ist. - Verkehrserfassungssystem nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Fahrbahnbegrenzungspfosten (
1 ,100 ) aufeinanderfolgend am gleichen Fahrbahnrand angeordnet sind. - Verkehrserfassungssystem nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Kamera mit der Verkehrserfassungsvorrichtung (
12 ) gekoppelt ist. - Verkehrserfassungssystem nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Computer (
20 ) umfaßt, der über eine Datenleitung (21 ) mit der Verkehrserfassungsvorrichtung und über eine Signalleitung (22 ) mit der Kamera verbunden ist und der aus den Meßdaten der Verkehrserfassungsvorrichtung (12 ) den optimalen Zeitpunkt zum Auslösen der Aufnahme durch die Kamera ermittelt und über die Signalleitung (22 ) ein Auslösesignal an die Kamera leitet. - Verfahren zur Verkehrserfassung, bei dem durch eine Verkehrserfassungsvorrichtung (
12 ) die Geschwindigkeit eines Fahrzeuges auf einer Fahrbahn ermittelt wird und durch eine Kamera ein Bild von dem Fahrzeug aufgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß • die Kamera entfernt von der Verkehrserfassungsvorrichtung (12 ) angeordnet ist; • die erfaßten Daten von der Verkehrserfassungsvorrichtung (12 ) an einen Computer (20 ) übertragen werden; • der Computer (20 ) aus den erfaßten Geschwindigkeitsdaten den optimalen Zeitpunkt zum Auslösen der Aufnahme durch die Kamera ermittelt; • der Computer (20 ) in dem ermittelten Zeitpunkt ein Auslösesignal an die Kamera leitet.
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Publications (1)
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2178060A3 (de) * | 2008-10-16 | 2012-01-04 | Dieter Cichon | Leitpfosten |
| CN108376475B (zh) * | 2018-04-24 | 2021-09-14 | 蔡璟 | 一种用于道路交通的限速设备及其工作方法 |
| RU233158U1 (ru) * | 2024-12-06 | 2025-04-07 | Михаил Алексеевич Покачалов | Столбик уличный для электроснабжения |
Citations (7)
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| DE1534497C (de) * | Fa Hans Gubela, 5600 Wuppertal Barmen | Halterung fur Straßenleitpfosten od dgl | ||
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2005
- 2005-02-08 DE DE102005005838A patent/DE102005005838A1/de not_active Withdrawn
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