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Die
Erfindung betrifft ein wasserführendes Haushaltgerät mit einer
Vorrichtung zur Erfassung eines Härtegrades in einer Flüssigkeit
und einer von einer Steuer- und/oder Regelungselektronik angesteuerte
Signalvorrichtung zur Ausgabe von Informationen über den Härtegrad.
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Aus
der Offenlegungsschrift
DE
19721976 A1 ist ein Verfahren zum Feststellen eines unzulässig hohen
Verkalkungsgrades einer optischen Messstrecke zur Messung der Trübung einer
Lauge in einem mit kalkhaltigem Wasser betriebenen Haushaltgerät bekannt.
Das Haushaltgerät
weist eine Steuer- und Regelungselektronik auf, die die Messsignale
der Messstrecke auswertet und ein Steuersignal abgibt, welches ein
am Haushaltgerät
angeordnetes Anzeigeelement ansteuert. Durch die in Abhängigkeit
des Verkalkungsgrads angesteuerte Anzeigevorrichtung wird dem Benutzer
des Gerätes
somit signalisiert, dass der Verkalkungsgrad des Gerätes einen
die Arbeitsergebnisse des Gerätes
oder seiner Bestandteile und/oder dessen Lebensdauer ungünstig beeinflussenden
Wert erreicht hat. Somit wird der Benutzer einerseits auf die durch
eine Verkalkung drohende Schädigung
des Gerätes
hingewiesen. Andererseits kann eine solche Anzeige auf einen gezielten
Einsatz von Entkalkungsmitteln genutzt und dadurch deren überflüssiger Einsatz
vermieden werden.
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Nachteilig
bei dieser Lösung
ist jedoch, dass der vom Trübungssensor
erfasste Messwert einen unzulässig
hohen Härtegrad
misst, bei dem bereits eine Verkalkung im Haushaltgerät stattgefunden
hat. Der Benutzer wird jedoch nicht vor dem Einsetzen der Verkalkung
im Haushaltgerät
informiert, um frühzeitig
Gegenmaßnahmen
einzuleiten, die nicht zu Beschädigung
im Haushaltgerät
führen.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei wasserführenden
Haushaltgeräten
der eingangs genannten Art den Benutzer bereits über den Härtegrad zu informieren, bei
dem Beschädigungen
durch Verkalkung im wasserführenden
Haushaltgerät
drohen, jedoch noch keine Beschädigungen
im wasserführenden
Haushaltgerät
aufgetreten sind.
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Diese
Aufgabe wird dadurch gelöst,
dass die Signaleinrichtung zur Ausgabe von Informationen eines unzulässigen oberhalb
oder unterhalb eines Grenzwertes liegenden Härtegrads dient.
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Durch
diese vorteilhafte Anordnung ist sichergestellt, dass der Benutzer
durch die Signaleinrichtung informiert wird, dass der Härtegrad
der Reinigungsflüssigkeit
den Messwert erreicht hat, der zur Verkalkung des wasserführenden
Haushaltgerätes führen könnte. Somit
ist der Benutzer in der Lage, Gegenmaßnahme einzuleiten, um eine
drohende Schädigung
des wasserführenden
Haushaltgeräts
zu verhindern. Der Benutzer kann zum Einen dem wasserführenden
Haushaltgerät
Entkalkungsmittel zudosieren oder zum Anderen eine externe, dem
wasserführenden
Haushaltgerät
zugeordnete Enthärtungsanlage
einstellen. Durch diese Maßnahme
ist sichergestellt, dass die Lebensdauer des wasserführenden Haushaltgerätes verlängert wird.
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Nach
einer bevorzugten Ausführungsform des
Gegenstandes der Erfindung ist vorgesehen, dass die Signaleinrichtung
als Anzeigeeinrichtung ausgebildet ist.
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Diese
Lösung
bietet den Vorteil, das die Information des unzulässigen oberhalb
oder unterhalb des Grenzwertes liegenden Härtegrads mittels der Anzeigeeinrichtung
visualisiert wird. Durch die Visualisierung erkennt der Benutzer,
dass er Gegenmaßnahmen
zur Reduzierung des Härtegrades
einleiten muss, um die Lebensdauer des wasserführenden Haushaltgerätes zu verlängern.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Gegenstandes der
Erfindung ist vorgesehen, dass die Anzeigeeinrichtung ein Display und/oder
eine LED umfasst.
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Der
wesentliche Vorteil liegt darin, dass die Herstellungskosten des
Displays und der LED sehr kostengünstig durchzuführen sind.
Ferner sind schriftliche Mitteilungen auf dem Display sofort erkennbar.
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Nach
einer alternativen Ausführungsform des
Gegenstandes der Erfindung ist vorgesehen, dass die Signaleinrichtung
als akustische Signaleinrichtung ausgebildet ist. Der wesentliche
Vorteil liegt darin, dass der Benutzer Informationen über den
unzulässigen
oberhalb oder unterhalb des Grenzwerts liegenden Härtegrad
erhält,
wenn er sich nicht im Nahbereich des wasserführenden Haushaltgerätes aufhält. Dadurch
ist sichergestellt, dass der Benutzer bei dem Ertönen eines
Signals Gegenmaßnahmen einleiten
kann, um die Lebensdauer des wasserführenden Haushaltgerätes zu verlängern.
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Nach
einer bevorzugten Ausführungsform
ist vorgesehen, dass die akustische Signaleinrichtung als Lautsprecher
ausgebildet ist.
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Diese
Lösung
zeichnet sich besonders dadurch aus, dass Lautsprecher sehr kostengünstig in ihrer
Herstellung sind.
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Entsprechend
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist vorgesehen, dass die Signaleinrichtung an einer Tür des wasserführenden
Haushaltgerätes
angeordnet ist.
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Das
wasserführende
Haushaltgerät
weist somit den Vorteil auf, dass die Signaleinrichtung stets im
Blickfeld des Benutzers angeordnet ist. Im Falle der akustischen
Signaleinrichtung ist sichergestellt, dass die Schallwellen sich
gut im Raum ausbreiten können
und der Benutzer stets Informationen über den unzulässigen oberhalb
oder unterhalb eines Grenzwerts liegenden Härtegrads erhält. Bei
einer Anzeigeeinrichtung ist der Benutzer ebenfalls in der Lage,
Informationen über
den unzulässigen
oberhalb oder unterhalb eines Grenzwertes liegenden Härtegrad
abzulesen, da die Signaleinrichtung an der Tür stets im Blickfeld des Benutzers
liegt.
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Entsprechend
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist vorgesehen, dass die Vorrichtung zur Erfassung des Härtegrads
als optischer Sensor ausgebildet ist.
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Diese
Lösung
zeichnet sich besonders dadurch aus, dass der optische Sensor sehr
kostengünstig
in seiner Herstellung ist und die Messwerte zur Bestimmung genauer
erfasst werden, da der Sender weniger anfällig gegen Störungen hervorgerufen
durch die umströmende
Flüssigkeit
ist.
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Nach
einer alternativen Ausführungsform des
Gegenstandes der Erfindung ist vorgesehen, dass die Vorrichtung
zur Erfassung des Härtegrads als
Leitwertsensor ausgebildet ist.
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Der
Vorteil dieser Lösung
liegt darin, dass der Leitwertsensor kostengünstig in seiner Herstellung
ist.
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Die
Erfindung ist in einer nachfolgenden Beschreibung anhand eines in
der Zeichnung vereinfacht dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. Es
zeigen:
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1 eine
schematisch dargestellte Geschirrspülmaschine gemäß einer
ersten Ausführungsform,
mit einer um eine horizontale Achse schwenkbar gelagerten Tür, auf deren
Außenseite eine
akustische Signaleinrichtung angeordnet ist, und
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2 eine
schematisch dargestellte Geschirrspülmaschine gemäß einer
zweiten Ausführungsform,
mit einer um eine horizontale Achse schwenkbar gelagerten Tür, an deren
Außenseite eine
Anzeigeeinrichtung angeordnet ist.
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In
den Figuren 1 und 2 sind zwei
im wesentlichen ähnlich
ausgeführte
erfindungsgemäße Geschirrspülmaschinen 1, 1' mit einem Gehäuse 2, 2' gezeigt. Ein
nicht gezeigter Behandlungsraum ist über Tür 3, 3' zugänglich,
die an einer horizontalen Achse schwenkbar gelagert ist. Die Tür 3, 3' weist eine
nicht gezeigte Innentür
und eine Außentür 4, 4' auf, an der
eine Blende 5, 5' angeordnet
ist. Auf der Blende 5, 5' sind Bedienelemente 6, 6' angeordnet, über die
man ein Programm mit den einzelnen Programmschritten Vorspülen, Reinigen,
Zwischenspülen,
Klarspülen,
Trocknen wählen
kann. Die Außentür 4, 4' weist zum Öffnen und
Schließen
eine an der Blende 5, 5' angeordnete Betätigungshandhabe 7, 7' auf. Des Weiteren
ist an der Blende 5, 5' eine Signaleinrichtung 8, 8' zur Ausgabe
von Informationen eines unzulässigen
oberhalb oder unterhalb eines Grenzwerts liegenden Härtegrads
angeordnet.
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In 1 ist
die Signaleinrichtung 8 als akustische Signaleinrichtung
ausgebildet. Die akustische Signaleinrichtung ist in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel
als ein Lautsprecher ausgebildet, der bei dem unzulässigen oberhalb
oder unterhalb des Grenzwertes liegenden Härtegrad ein akustisches Signal
ausgibt.
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Bei
dem unter 2 gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die Signaleinrichtung 8' als
Anzeigeeinrichtung ausgebildet. Auf der Anzeigeeinrichtung 8' wird bei dem
unzulässigen
oberhalb oder unterhalb des Grenzwertes liegenden Härtegrad
ein Schriftzug visualisiert. Alternativ könnte die Signaleinrichtung 8' auch als eine
LED ausgebildet sein, die den unzulässigen oberhalb oder unterhalb
des Grenzwerts liegenden Härtegrad
durch das Anzeigen einer Farbe kenntlich macht.
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Die
Signaleinrichtung 8, 8' ist mit einer nicht gezeigten
Steuer- und Regelungselektronik verbunden, die von einer nicht gezeigten
Vorrichtung zur Erfassung eines Härtegrades einer Flüssigkeit
ein Messsignal erhält.
Die Vorrichtung zur Erfassung eines Härtegrads in einer Flüssigkeit
ist als optischer Sensor ausgebildet. Alternativ kann die Vorrichtung zur
Erfassung eines Härtegrads
als ein Leitwertsensor ausgebildet sein.
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Während des
Betriebes misst der optische Sensor den Härtegrad einer Flüssigkeit,
welche aus Wasser oder aus mit Reinigungsmittel versetztes Wasser
besteht, die der Geschirrspülmaschine 1, 1' zugeführt wird.
Um den Härtegrad
zu erfassen, weist der optische Sensor einen Glaskörper auf,
an dem sich kleine Kalkpartikel, die mindestens im mikroskopischen
Bereich des Härtegrads
liegen, absetzen. Ein Sender des optischen Sensors sendet Lichtwellen
in gleichen Frequenzen durch den Glaskörper zu einem ebenfalls dem
optischen Sensor zugeordneten Empfänger. Der Empfänger misst
die ankommende Lichtintensität
und leitet das Messsignal an die Steuer- und Regelungselektronik
weiter.
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Es
gibt zwei Bereiche, die dem Härtegrad
der Flüssigkeit
zugeordnet sind und zwar den Bereich in dem ein unzulässiger Härtegrad
herrscht und einen Bereich in dem ein zulässiger Härtegrad herrscht. Im zulässigen Bereich
wird die Geschirrspülmaschine nicht
beschädigt
und es liegen im wesentlichen keine Kalkpartikel in der Flüssigkeit
vor, so dass der Empfänger
die vom Sender gesendete maximale Lichtintensität empfängt.
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Im
unzulässigen
Bereich kann die Geschirrspülmaschine
oder das zu waschende Gut beschädigt
werden und es liegen Kalkpartikel in der Flüssigkeit vor. Die Kalkpartikel
setzen sich während
des Betriebes der Geschirrspülmaschine
auf dem Glaskörper
des optischen Sensors ab, so dass der Empfänger nicht die vom Sender gesendete
maximale Lichtintensität,
sondern nur einen verringerten Anteil der vom Sender gesendeten
Lichtintensität
empfängt.
Mikroskopische Kalkpartikel liegen zwar im unzulässigen Bereich des Härtegrads
vor, haben aber keinen Einfluss auf die Lebensdauer der Geschirrspülmaschine.
Daher sind Beschädigungen
in der Geschirrspülmaschine
und am zu waschenden Gut ausgeschlossen.
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Der
Grenzwert im unzulässigen
Bereich des Härtegrads
ist dadurch definiert, dass sich erste Ablagerungen von mikroskopisch
kleinen Kalkpartikel am Glaskörper
des optischen Sensors bilden. Der Empfänger des optischen Sensors
empfängt
in diesem Fall nicht die maximale Lichtintensität die vom Sender gesendet wird.
Steigt nun der Härtegrad
der Flüssigkeit,
so erhöht
sich die Anzahl der Kalkpartikel und der Härtegrad ist oberhalb des Grenzwerts.
Dadurch empfängt
der Empfänger
eine geringere Lichtintensität
und die Signaleinrichtung wird über
die Steuer- und Regelungselektronik aktiviert, so dass der Benutzer
Maßnahmen
zur Entkalkung der Flüssigkeit
einleiten kann.
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Eine
alternative Möglichkeit
den Grenzwert zu definieren, besteht darin, den optischen Sensor werkseitig
zu kalibrieren. Der Grenzwert ist dann dadurch definiert, dass die
vom Empfänger
empfangene Lichtintensität
equivalent zu einer werkseitig bestimmten Anzahl von am Glaskörper angeordneten Kalkpartikeln
ist. Ist die Anzahl der Kalkpartikel in der Flüssigkeit geringer, so setzen
sich weniger mikroskopische Kalkpartikel am Glaskörper ab
und der Empfänger
empfängt
nicht die maximale Lichtintensität,
jedoch eine höhere
Lichtintensität
als die bei der werkseitig eingestellten Kalibrierung. In diesem
Fall ist der unzulässige
Härtegrad
unterhalb des Grenzwerts im unzulässigen Bereich angeordnet.
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Es
sei darauf hingewiesen, dass die mikroskopischen Kalkpartikel keinen
Einfluss auf die Lebensdauer der Geschirrspülmaschine haben.
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Im
Falle, dass der optische Sensor den unzulässigen oberhalb oder unterhalb
des Grenzwerts liegenden Härtegrad
misst, gibt der Empfänger
ein Messsignal an die Steuer- und
Regelungselektronik ab.
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Es
ist möglich
zwei optische Sensoren in der Geschirrspülmaschine anzuordnen, wobei
ein optischer Sensor den unzulässigen
Härtgrade über dem Grenzwert
und ein andere Sensor den unzulässigen Härtegrad
unter dem Grenzwert misst. Dadurch ist eine effektivere und noch
sicherer Überwachung
des Kalkgehalts in der Flüssigkeit
gewährleistet.
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Die
Steuer- und Regelungselektronik steuert dann die Signaleinrichtung
an, so dass der Benutzer über
den erhöhten
Härtegrad
informiert wird. Die Information kann über das Display oder alternativ über die
LED abgegeben werden, wie in 1 gezeigt, oder über den
Lautsprecher, wie in 2 gezeigt, der ein akustisches
Signal erzeugt. In beiden Fällen
wird der Benutzer darüber
informiert, dass er Maßnahmen einleiten
muss, um den Härtegrad
der Flüssigkeit
zu senken. Zum Einen kann er eine externe Enthärtungsanlage, die der Geschirrspülmaschine 1, 1' zugeordnet
ist, einstellen. Zum Anderen kann er der Geschirrspülmaschine 1, 1' Entkalkungsmittel
zuführen,
so dass der Härtegrad
gesenkt wird. Bei Anwendung beider Maßnahmen kann auf eine Enthärtungsanlage
in der Geschirrspülmaschine
verzichtet werden. Nach der Durchführung dieser Maßnahmen
wird die Signaleinrichtung 8, 8' von der Steuer- und Regelungselektronik
deaktiviert, da der vom optischen Sensor erfasste Härtegrad
im zulässigen
Bereich liegt und somit keine Beschädigungen durch Kalkablagerungen
entstehen können.
Durch die eingeleiteten Maßnahmen
der Entkalkung umfließt
nun entkalte Flüssigkeit
den Glaskörper
des optischen Sensors, so dass die am Glaskörper angeordneten mikroskopischen
Kalkpartikel fortgeschwemmt werden und der Glaskörper frei von Kalkpartikeln
ist.