DE19635318C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Dickstoffmessung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur DickstoffmessungInfo
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Description
In vielen industriellen Prozessen, insbesondere in der Papier-
und Kartonherstellung müssen chemische und physikalische Eigen
schaften von Dickstoffen gemessen werden. Unter solchen ver
steht man in erster Linie Suspensionen, in welchen Fasern, z. B. Holzschliff, Zellstoff usw. enthalten sind. Die Konzentra
tionen liegen hierbei so hoch (7-8% Faserstoffanteil), daß die
zu untersuchenden Stoffe schüttfähig sind. Insbesondere dreht
es sich bei den Messungen um eine Messung der Entwässerbarkeit
der Fasersuspension, die (unter anderem) von der durchschnitt
lichen Faserlänge abhängt. Ein weiterer für Prozeßsteuerungen
sinnvollerweise verwendbarer Parameter ist die Polyelektrolyt
konzentration, die beispielsweise durch eine Strömungspoten
tialmessung in einer Vorrichtung nach der DE 42 43 950 C1
durchführbar ist. Für eine derartige Messung muß allerdings ein
Filtrat vorliegen. In beiden Fällen von Messungen an derartigen
Dickstoffen muß also gefiltert werden. Das Filtern ist in die
sem Fall insofern sehr problematisch, als sich die Filter sehr
leicht bzw. schnell und vor allem gründlich zusetzen. Eine
häufige Reinigung des Filters ist darum unumgänglich.
Aus der US 3 186 215 ist eine Vorrichtung zur Dickstoffmessung
bekannt, die zur Messung der Entwässerbarkeit von Fasersuspen
sionen und insbesondere zur Prozeßregelung eingesetzt werden
kann. Bei dieser Vorrichtung wird eine Trennung von festen und
flüssigen Bestandteilen durch Filtern einer aus einem Prozeß
entnommenen Probe durchgeführt. Diese Vorrichtung weist ein
Analysatorgefäß mit einem Probeneinlaß in einem unteren Ab
schnitt, ein Filter und einen über dem Filter liegenden Ab
schnitt sowie eine Einrichtung im Probeneinlaß zur Einstellung
einer Strömungsrate auf, mit welcher die Probenflüssigkeit in
das Analysatorgefäß strömt. Zum Entlüften des oberen Abschnitts
mit einer definierten Strömungsrate sind ein Entlüftungsventil
und Meßeinrichtungen zum Messen der Geschwindigkeit vorgesehen,
mit welcher der obere Abschnitt mit Filtrat gefüllt wird. Die
bekannte Vorrichtung weist die eingangs beschriebene Problema
tik insofern auf, als die Filter häufig gereinigt werden
müssen.
Aus der WO 92/21026 ist eine Vorrichtung bekannt, die ein Ana
lysatorgefäß mit einem Probeneinlaß, ein Filter mit einem da
runterliegenden sowie einem darüberliegenden oberen Abschnitt
mit einer Entlüftungseinrichtung des oberen Abschnitts sowie
eine Potentialmeßeinrichtung aufweist. Die Potentialmeßeinrich
tung dient zur Erfassung elektrischer Eigenschaften einer zu
analysierenden Fasersuspension. Auch bei dieser bekannten Vor
richtung liegt die beschriebene Problematik der Notwendigkeit
einer häufigen Filterreinigung vor.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie
eine Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, mit
deren Hilfe eine unproblematische Messung an Dickstoffen erfol
gen kann.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen
Merkmale verfahrensmäßig und durch die im Patentanspruch 3 an
gegebenen Merkmale vorrichtungsmäßig gelöst.
Die Filtergeschwindigkeit, also die Geschwindigkeit, mit wel
cher die Probe dem Analysatorgefäß zugeleitet und durch das
Filter hindurchgeleitet wird, wird in einer geeigneten Weise
eingestellt. Hierbei wird dadurch, daß der Luftraum über dem
Filter nur sukzessive entlüftet, also bei einem gewissen Druck
gehalten wird, sichergestellt, daß der Differenzdruck über dem
Filter bei definierten, nicht allzu hohen Werten gehalten wird.
Die Geschwindigkeit wiederum, mit welcher das Filtrat durch das
Filter bei eben diesem Differenzdruck strömt, kann als Meßpara
meter für die Entwässerbarkeit des Dickstoffs erfaßt werden.
Insbesondere ist hier auch der Verlauf der Kurve in Abhängig
keit vom Differenzdruck interessant.
Nach der Durchführung einer Messung muß das Analysatorgefäß
entleert werden, um für einen neuen Meßvorgang bereitgemacht zu
werden. Gleichzeitig müssen hierbei die Feststoffe entfernt
werden, welche beim Abfiltern im Filter zurückgehalten wurden.
Hierzu wird beim Entleerungsvorgang des Analysatorgefäßes in
dessen unterem Abschnitt mindestens zeitweise ein Unterdruck
erzeugt. Durch diesen Unterdruck wird sichergestellt, daß sich
die oberflächlich am Filter anhaftenden Fasern von diesem lösen
und das im wesentlichen faserfreie Eluat bzw. Filtrat aus dem
oberen Abschnitt des Analysatorgefäßes oder aber (gegebenen
falls zusätzlich) Frischwasser bzw. Luft das Filter vollständig
reinigen können.
Der Unterdruck wird vorzugsweise zu Beginn des Entleerungsvor
gangs Sprung- und impulsartig erzeugt, was zu erheblich besse
ren Ergebnissen geführt hat als eine kontinuierliche Unter
druck-Beaufschlagung.
Die Vorrichtung umfaßt ein Analysatorgefäß mit einem Probenein
laß in einem unteren Abschnitt, einem Filter und einem über dem
Filter liegenden oberen Abschnitt. Es wird also ein bestimmter
Aufbau benutzt, der die Wirkungen der Schwerkraft mitein
schließt. Im unteren Abschnitt des Analysatorgefäßes ist eine
Einrichtung, insbesondere ein Ventil im Probeneinlaß vorgese
hen, über welches eine Einstellung der Strömungsrate geschehen
kann, mit der die Probenflüssigkeit in das Analysatorgefäß
strömt. Im oberen Abschnitt des Analysatorgefäßes, also ober
halb des Filters, ist ein Entlüftungs- oder Drosselventil vor
gesehen, über welches das zu Beginn eines Meßvorgangs im oberen
Abschnitt des Analysatorgefäßes befindliche Gas (Luft) abge
führt werden kann. Dies geschieht hierbei mit einer definierten
Strömungsrate derart, daß der Druck im oberen Abschnitt des
Analysatorgefäßes bei bestimmten Werten derart gehalten wird,
daß ein nicht allzu hoher Differenzdruck über das Filter
herrscht, was ein Zusetzen des Filters verhindert.
Weiterhin sind Meßeinrichtungen zum Messen der Geschwindigkeit
vorgesehen, mit welchen der obere Abschnitt mit Filtrat gefüllt
wird und/oder mit einer Polyelektrolyt-Bestimmungseinrichtung
zum Bestimmen des Polyelektrolytgehalts im Filtrat.
Zum Ablassen der Probe ist ein Ablaßventil im unteren Bereich
des Analysatorgefäßes vorgesehen, über welches der Filterkuchen
abführbar ist. Vorzugsweise ist das Ablaßventil im wesentlichen
senkrecht unter dem Analysatorgefäß in dieses mündend montiert
derart, daß trotz der relativ hohen Festigkeit des Filterku
chens dieser von der Schwerkraft unterstützt abgeführt werden
kann. Der Durchmesser des Ablaßventils ist vorzugsweise im we
sentlichen gleich demjenigen des unteren Abschnitts des Analy
satorgefäßes, so daß keine Verstopfungen auftreten können.
Es ist das Ablaßventil derart ausgebildet, daß es beim (abrup
ten) Öffnen einen Unterdruck im unteren Bereich des Analysator
gefäßes erzeugt. Dadurch wird sichergestellt, daß gleich zu Be
ginn des Ablaßvorgangs das Filter freigemacht wird und von
nachströmender Flüssigkeit gereinigt werden kann.
Das Ablaßventil ist vorzugsweise als Schlauchquetschventil aus
gebildet. Ein solches Schlauchquetschventil erzeugt den ge
wünschten Unterdruck, wenn man es abrupt öffnet, da das
(Innen-) Volumen eines solchen Ventils in geöffnetem Zustand
größer ist als sein Volumen im geschlossenen Zustand.
Vorzugsweise ist im oberen Abschnitt des Analysatorgefäßes ein
Drucklufteinlaß vorgesehen, der dazu dient, das Filtrat mit ei
nem Druck zu beaufschlagen, um das Analysatorgefäß zu entlee
ren. Zusätzlich ist vorzugsweise ein Spülwassereinlaß vorgese
hen, der bei einer bevorzugten Ausführungsform (gegebenenfalls
zusätzlich) eine Spüldüse versorgt, über welche der obere Ab
schnitt des Analysatorgefäßes gereinigt werden kann.
Vorzugsweise sind alle mit der Probenflüssigkeit oder Bestand
teilen hiervon in Berührung kommende Ventile als Schlauch
quetschventile ausgebildet, die gegen Verschmutzung besonders
unanfällig sind.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert, die unter Bezugnahme auf die beiliegenden Ab
bildungen näher beschrieben werden. Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine schematisierte Darstellung der Erfindung und
Fig. 2 eine teilgeschnittene Darstellung einer Ausführungs
form der Erfindung.
Bei der nachfolgenden Beschreibung werden für gleiche und
gleichwirkende Teile dieselben Bezugsziffern verwendet.
In Fig. 1 ist - schematisiert - eine Ausführungsform der Erfin
dung gezeigt, welche ein Analysatorgefäß 10 aufweist, das im
wesentlichen zwei senkrecht übereinander stehende Abschnitte,
einen unteren Abschnitt 11 und einen oberen Abschnitt 13 auf
weist. Der untere Abschnitt 11 ist vom oberen Abschnitt 13
durch ein im wesentlichen horizontales Filter 12 getrennt.
Die Anordnung ist über eine Probenleitung 25 mit einer Prozeß
leitung verbunden, wobei die Probenleitung 25 in einen Proben
einlaß 20 mit einem ersten Ventil 21 mündet. Am Eingang des er
sten Ventils 21 bzw. in der Probenleitung 25 ist ein manuelles
Probenentnahmeventil 24 vorgesehen, über welches eine Probe zu
Überprüfungszwecken der Gesamtanlage entnehmbar ist.
An seinem Ausgang steht das erste Ventil 21 über einen Lei
tungsstutzen 26 mit dem unteren Abschnitt 11 des Analysatorge
fäßes 10 in Verbindung.
In den oberen Bereich des oberen Abschnittes 13 mündend ist ein
Drosselventil 14 vorgesehen, über welches Gas (Luft) dann aus
dem oberen Abschnitt 13 mit einer vorbestimmten Strömungsrate
bzw. mit einem vorbestimmtem Gegendruck strömen kann. Über das
Ventil 14 ist also der im oberen Abschnitt 13 herrschende Maxi
maldruck einstellbar.
Weiterhin mündet in den oberen Abschnitt 13 (allerdings in ei
nem weiter unten liegenden Bereich) ein Probenentnahmeventil
23, über welches Flüssigkeit aus dem oberen Abschnitt 13 einer
Probenanalysevorrichtung z. B. einer Polyelektrolytmeßeinrich
tung 40 zuführbar ist.
In den oberen Abschnitt 13 des Analysatorgefäßes 10 münden wei
terhin eine Druckluftleitung 15, die mit einer einstellbaren
Druckluftquelle in Verbindung steht sowie eine Spülwasserlei
tung 16, die eine Spüldüse 18 speist, welche derart ausgebildet
ist, daß sie den Innenraum des oberen Abschnittes 13 im wesent
lichen vollständig mit Spülwasser beaufschlagen kann. Weiterhin
ist eine Druckmeßeinrichtung 17 vorgesehen, welche den Druck
innerhalb des oberen Abschnittes 13 messen kann.
Innerhalb des oberen Abschnitts 13 des Analysatorgefäßes 10 ist
weiterhin ein Meßfühler 30 vorgesehen, dessen Ausgangssignale
einer Einrichtung 31 zur Steuerung und Signalauswertung zuge
führt werden, wobei diese Signale dem Füllstand innerhalb des
oberen Abschnitts 13 entsprechen, so daß die Füllgeschwindig
keit mittels der Einrichtung 31 feststellbar ist. Dieser Steue
rung- und Signalauswerteeinheit 31 werden weiterhin Ausgangssi
gnale der Druckmeßeinrichtung 17 zugeführt. Darüber hinaus
steuert die Einrichtung 31 zur Steuerung und Signalauswertung
auch noch das erste Ventil 21, das Drosselventil 14, das Pro
benventil 23 und ein Ablaßventil 22, welches im wesentlichen
senkrecht unter dem unteren Abschnitt 11 des Analysatorgefäßes
10 vorgesehen ist, um eine bearbeitete Probe über eine Ablaß
leitung 27 abzuführen.
Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand von Fig.
1 erläutert.
In einem Anfangsstadium, das nach jeder Probenentnahme und
Überprüfung vorliegt, ist das Analysatorgefäß 10 im wesentli
chen leer bzw. mit Luft gefüllt. Zu diesem Zeitpunkt wird das
erste Ventil 21 um einen bestimmten Betrag geöffnet, so daß
Probenflüssigkeit aus der Probenleitung 25 durch den Leitungs
stutzen 26 in den unteren Abschnitt 11 des Analysatorgefäßes 10
strömt. Zu diesem Zeitpunkt sind weiterhin das Ablaßventil 22
und das Probenentnahmeventil 23 geschlossen, während das
Drosselventil 14 um einen definierten Betrag geöffnet ist, so
daß beim Einströmen der Probe in den unteren Abschnitt 11 der
über die Druckmeßeinrichtung 17 gemessene (Luft-) Druck im Ana
lysatorgefäß 10, insbesondere in dessen oberen Abschnitt 13
einen bestimmten Wert aufweist. Die Einstellung der Ventile 14
und 21 ist hierbei derart, daß der Pegel der Probe im unteren
Abschnitt 11 relativ langsam ansteigt, so daß während dieser
Probeentnahmezeit bereits eine gewisse Sedimentierung eintritt
und die Probe beim Erreichen des Filters 12 bereits einen ge
ringeren Fasergehalt hat als die durch das erste Ventil 21
strömende Probe. Dieser Einströmvorgang wird nun so lange bei
behalten, bis das Filtrat im oberen Abschnitt 13 einen bestimm
ten Maximalpegel erreicht, der mittels der Meßeinrichtung 30
erfaßt und der Einrichtung 31 zur Steuerung und zur Signalaus
wertung übermittelt wird. Diese wertet gleichzeitig auch die
Geschwindigkeit aus, mit welcher der Flüssigkeitsspiegel wäh
rend des soeben beschriebenen Vorgangs im oberen Abschnitt 13
angestiegen ist, so daß bei definierten Druckverhältnissen
(eingestellt durch die Ventile 14 und 21) über dem Filter 12
eine Strömungsgeschwindigkeitskurve aufgezeichnet und ausgewer
tet werden kann, welche der "Entwässerbarkeit" der entnommenen
Probe entspricht. Diese Entwässerbarkeit wiederum ist ein Maß
für die in der Probe enthaltenen Fasern, insbesondere für deren
Länge.
Nachdem der gewünschte Flüssigkeitspegel im oberen Abschnitt 13
erreicht ist, wird das Probenventil 23 geöffnet. Eine gewisse
Teilmenge der Probe kann nun der Polyelektrolytmeßeinrich
tung in Richtung 40 zugeführt werden. Danach kann der Entlee
rungsvorgang beginnen.
Zur Entleerung wird - bei geschlossenem ersten Ventil 21 - das
Ventil 22 geöffnet, das ebenso wie die übrigen, mit Proben
flüssigkeit in Verbindung gelangenen Ventile als Schlauch
quetschventil ausgebildet ist. Durch dieses abrupte Öffnen des
Ventils 22 wird im unteren Abschnitt 11, also direkt unterhalb
des Filters 12 ein Unterdruck derart erzeugt, daß diejenigen
Faseranteile, welche das Filter 12 während des zuvor beschrie
benen Befüllungsvorgangs zugesetzt haben, im wesentlichen voll
ständig vom Filter 12 gelöst werden.
Im weiteren Verlauf dieses Entleerungsvorgangs werden - bei ge
schlossenen Ventilen 14, 21 und 23 - durch die Druckluftleitung
15 Luft und nachdem der obere Abschnitt 13 vollständig von Fil
trat entleert ist, Wasser durch die Spülwasserleitung 16 bzw.
die Spüldüse 18 in den oberen Abschnitt 13 des Analysatorge
fäßes 10 geführt, so daß dieses nicht nur von Filtrat entleert
sondern auch gereinigt wird. Reinigungsflüssigkeit kann man
weiterhin bei geöffnetem Ventil 23 durch dieses abführen, wobei
dann die abgeführte Flüssigkeit natürlich keiner Polyelektro
lytmeßeinrichtung 40 zugeführt wird.
Bei der in Fig. 2 etwas genauer gezeichneten Einrichtung sind
dieselben Teile mit denselben Bezugsziffern wie vorher bezeich
net und werden darum nicht mehr im einzelnen erläutert. Aller
dings geht aus Fig. 2 hervor, wie die hier vorzugsweise verwen
deten Schlauchquetschventile aussehen. Beim Ablaßventil 22 (wie
auch bei den anderen Schlauchquetschventilen) ist eine Steuer
leitung 28 vorgesehen, welche den Raum zwischen dem Gehäuse des
Ventils 22 und einem elastischen Schlauch 29 mit einem Druck
beaufschlagen kann, so daß der Schlauch 29 derart zusammenge
drückt wird, daß das durchströmbare Lumen des Schlauches 29 ge
schlossen wird. Wird der Druck durch die Steuerleitung 28 abge
lassen, so tritt eine Saugwirkung auf, da sich das Lumen des
Schlauches 29 wieder öffnet, das Volumen innerhalb des Ventils
22 also wieder zunimmt. Dadurch wird die eingangs erwähnte
Saugwirkung erzielt, welche das Filter 12 "freisaugt".
10
Analysatorgefäß
11
unterer Abschnitt
12
Filter
13
oberer Abschnitt
14
Drosselventil
15
Druckleitung
16
Spülwasserleitung
17
Druckmeßeinrichtung
18
Spüldüse
20
Probeneinlaß
21
erstes Ventil
22
Ablaßventil
23
Probenventil
24
manuelles Probenentnahmeventil
25
Probenleitung
26
Leitungsstutzen
27
Ablaßleitung
28
Steuerleitung
29
Schlauch
30
Füllstandsmeßeinrichtung
31
Steuerung/Signalauswertung
40
Polyelektrolytmeßeinrichtung
Claims (9)
1. Verfahren zur Dickstoffmessung, nämlich zur Messung von
chemischen und/oder physikalischen Eigenschaften von Dick
stoffen, insbesondere zur Messung der Entwässerbarkeit von
Fasersuspensionen und/oder kolloidal gelösten Substanzen,
insbesondere zur Prozeßregelung wie Refinerregelung oder
dergleichen, wobei eine Trennung von festen und flüssigen
Bestandteilen durch Filtern einer aus einem Prozeß ent
nommenen Probe durchgeführt wird, wobei Teilmengen der
Probe mit einer definierten Strömungsrate in einen unteren
Abschnitt eines luftgefüllten bzw. leeren Analysatorge
fäßes eingeleitet werden, das durch ein Filter in den
unteren Abschnitt und einen über dem Filter liegenden
oberen Abschnitt getrennt ist derart, daß innerhalb des
Zeitraums, währenddessen der untere Abschnitt des Analy
satorgefäßes gefüllt wird, eine Sedimentierung in der
Probenflüssigkeit auftreten kann, wobei der obere Ab
schnitt des Analysatorgefäßes mittels eines Entlüftungs-
oder Drosselventils mit einer definierten Strömungsrate
entlüftet wird, die Geschwindigkeit, mit welcher der obere
Abschnitt mit Filtrat gefüllt wird, als Meßparameter er
faßt wird und/oder das Filtrat einer Meßeinrichtung, ins
besondere einer Polyelektrolyt-Bestimmungseinrichtung zu
geführt wird, bei einem Entleerungsvorgang des Analysator
gefäßes im unteren Abschnitt des Analysatorgefäßes min
destens zeitweise ein Unterdruck erzeugt wird und der
Unterdruck zu Beginn des Entleerungsvorgangs vorzugsweise
sprung- oder impulsartig erzeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
bei einem Entleerungsvorgang der obere Abschnitt des
Analysatorgefäßes mit Druckluft gefüllt wird.
3. Vorrichtung zur Dickstoffmessung, nämlich zur Messung von
chemischen und/oder physikalischen Eigenschaften von Dick
stoffen, insbesondere zur Messung der Entwässerbarkeit von
Fasersuspensionen und/oder kolloidal gelösten Substanzen,
insbesondere zur Prozeßregelung wie Refinerregelung oder
dergleichen, insbesondere zur Durchführung eines Verfah
rens nach Anspruch 1, umfassend
ein Analysatorgefäß (10) mit einem Probeneinlaß (20) in
einem unteren Abschnitt (11), ein Filter (12), einen über
dem Filter (12) liegenden oberen Abschnitt (13), eine
Einrichtung (Ventil 21) im Probeneinlaß (20) zur Ein
stellung einer Strömungsrate, mit welcher die Proben
flüssigkeit in das Analysatorgefäß (10) strömt, ein Ent
lüftungs- oder Drosselventil (14) zum Entlüften des oberen
Abschnitts (13) mit einer definierten Strömungsrate, und
mit Meßeinrichtungen (30) zum Messen der Geschwindigkeit,
mit welcher der obere Abschnitt (13) mit Filtrat gefüllt
wird und/oder mit einer Polyelektrolyt-Bestimmungseinrich
tung (40) zur Bestimmung des Polyelektrolytgehalts im Fil
trat, mit einem Ablaßventil (22) im unteren Abschnitt (11)
des Analysatorgefäßes (10), über welches Filtrat und Fil
terkuchen abführbar sind, wobei das Ablaßventil (22) der
art ausgebildet ist, daß es beim abrupten Öffnen einen Un
terdruck im unteren Abschnitt (11) des Analysatorgefäßes
(10) erzeugt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Ablaßventil (22) im wesentlichen senkrecht unter dem
Analysatorgefäß (10) in dieses mündend montiert ist, wobei
das Ablaßventil (22) vorzugsweise einen Querschnitt
aufweist, welcher dem Querschnitt des unteren Abschnitts
(11) des Analysatorgefäßes (10) im wesentlichen ent
spricht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Ablaßventil (22) als Schlauchquetschventil aus
gebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
gekennzeichnet durch
einen Drucklufteinlaß (15) im oberen Abschnitt (13) des
Analysatorgefäßes (10).
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
gekennzeichnet durch
einen Spülwassereinlaß (16) im oberen Abschnitt (13) des
Analysatorgefäßes (10).
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß alle mit Probenflüssigkeit oder deren Bestandteilen in
Berührung kommende Ventile (21-23) als Schlauchquetschven
tile ausgebildet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3, 6 bis 8,
gekennzeichnet durch
eine Spüleinrichtung (18) im oberen Abschnitt (13) des
Analysatorgefäßes (10) zum Reinigen des Analysatorgefäßes
vorzugsweise mit Wasser.
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