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Die
Erfindung betrifft einen Duplexer, der insbesondere zur Trennung
von Sende- und Empfangssignalen eines Mobilfunkbandes vorgesehen
ist.
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Aus
der Druckschrift US 2001/0013815 A1 ist ein Duplexer bekannt, der
mit akustischen Oberflächenwellen
(SAW = Surface Acoustic Wave) arbeitet. Im Empfangs- und Sendefilter
ist ein Balun durch eine mit Serienresonatoren verschaltete DMS-Spur realisiert.
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Aus
der Druckschrift US 2002/0140520 A1 ist ein weiterer Duplexer bekannt,
bei dem das Empfangsfilter ein Reaktanzfilter in Laddertype-Bauweise ist.
Das Empfangsfilter ist ausgangsseitig mit einem Balun bzw. einem
weiteren Glied zur Symmetrisierung der Laddertype-Anordnung verschaltet.
Der Balun kann auch durch LC-Komponenten oder durch eine Anordnung
von SAW- oder BAW-Resonatoren (BAW = Bulk Acoustic Wave) realisiert
werden. Die Verwendung von in verschiedenen Technologien (SAW, BAW)
ausgeführten
Elementen in einer Filterschaltung z. B. auf einem und demselben
Basissubstrat ist allerdings mit einem hohen Aufwand verbunden.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Duplexer anzugeben,
der sich durch eine hohe Leistungsverträglichkeit auszeichnet.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen
Duplexer mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind aus weiteren Ansprüchen zu entnehmen.
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Die
Erfindung gibt einen Duplexer an, der einen Empfangspfad und einen
Sendepfad ausweist. Diese Pfade sind an eine gemeinsame Sende/Empfangs-Antenne
anschließbar.
Im Empfangspfad ist ein mit akustischen Oberflächenwellen arbeitendes Empfangsfilter
angeordnet. Im Sendepfad ist ein mit akustischen Volumenwellen arbeitendes
Sendefilter angeordnet.
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Die
SAW-Technologie hat gegenüber
der Dünnschichttechnologie – FBAR-Technologie – den Vorteil,
dass sie einfacher bei der Herstellung ist. Die SAW-Technologie
hat allerdings bei Filterstrukturen, die zur Übertragung von HF-Signalen
oberhalb von 1 GHz, insbesondere ab ca. 2 GHz geeignet sind, den Nachteil
einer geringen Leistungsverträglichkeit
aufgrund einer geringen Fingerbreite. Die Ausführung des Sendefilters in einer
Dünnschichttechnologie
ist daher besonders vorteilhaft für Anwendungen bei ca. 2 GHz
und darüber.
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Das
Sendefilter, das mit akustischen Volumenwellen arbeitet, hat den
Vorteil einer geringen Einfügedämpfung im
Durchlassbereich.
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Das
Empfangsfilter ist vorzugsweise ein Bandpassfilter. Das Sendefilter
ist vorzugsweise auch ein Bandpassfilter. Das Sendefilter kann aber auch
ein Tiefpassfilter sein.
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Die
Filter sind vorzugsweise als zwei separate Chips ausgeführt. Der
Chip, in dem das mit akustischen Oberflächenwellen arbeitende Empfangsfilter realisiert
ist, wird als SAW-Chip bezeichnet. Der Chip, in dem das mit akustischen
Volumenwellen arbeitende Sendefilter realisiert ist, wird als BAW-Chip bezeichnet.
Die Chips können
in einer Variante für sich
ungehäust
sein. In einer anderen Variante können die Chips für sich gehäust sein.
Der Sendeempfangspfad ist vorzugsweise in einem Trägersubstrat angeordnet,
auf dem die Chips befestigt und mit dem sie elektrisch verbunden
sind.
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Der
Abstand zwischen dem SAW-Chip und dem BAW-Chip beträgt vorzugsweise
mindestens λ/1000,
wobei λ die
Freiraumwellenlänge
bei einer Mittenfrequenz des Bauelements ist. Die Mittenfrequenz
ist typischerweise eine zwischen dem Sende- und dem Empfangsband
des Duplexers angeordnete Frequenz.
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Die
räumliche
und bauliche Trennung des Sende- und des Empfangspfades voneinander
sorgt für
eine verbesserte Isolation zwischen den Sende- und den Empfangssignalen.
Zwischen dem SAW-Chip und dem BAW-Chip kann zusätzlich eine Schirmung aus Metall
vorgesehen sein, die vorzugsweise auf Masse liegt.
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Die
in der Dünnschichttechnologie
ausgeführten
Bauelementstrukturen zeichnen sich durch eine hohe Güte und eine
hohe Leistungsverträglichkeit
aus.
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Das
Trägersubstrat
kann ein Keramiksubstrat mit verborgenen strukturierten Metalllagen
sein, in denen die Strukturen des Sendeempfangspfades – z. B.
Kapazitäten,
Induktivitäten
und/oder Widerstände – realisiert
sind. Auf oder in dem Trägersubstrat
können
nichtlineare oder aktive Komponenten angeordnet sein: Dioden, Schalter,
u. a. mikromechanische Schalter, Leistungsverstärker und rauscharme Verstärker. Das
Trägersubstrat
dient auch zum Ableiten der insbesondere im Sendefilter entstehenden
Wärme.
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Das
Trägersubstrat
kann auch aus einem anderen Material hergestellt sein, z. B. FR4,
LCP (flüssigkristalline
Polymere) oder Si.
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Die
FBAR-Resonatoren können
membranartige Dünnschichtresonatoren
sein. Die FBAR-Resonatoren können
alternativ auch einen akustischen Spiegel aufweisen.
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Das
Sendefilter kann in einer Variante der Erfindung mehrere BAW-Resonatoren
aufweisen, die miteinander in Laddertype-Bauweise verschaltet sind.
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Das
Sendefilter weist in einer anderen Ausführungsform einen im Sendepfad
angeordneten Resonatorstapel mit zwei übereinander gestapelten Resonatoren
auf. Die Resonatoren können
eine gemeinsame Elektrode haben. In einer bevorzugten Variante ist
zwischen den Resonatoren eine akustisch teilweise durchlässige Koppelschicht
angeordnet, welche die Resonatoren galvanisch voneinander trennt.
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Im
Empfangspfad können
neben dem Empfangsfilter weitere Schaltungen vorgesehen sein, die vorzugsweise
mit dem Empfangsfilter in Serie geschaltet sind. Diese Schaltungen
können
SAW-Bauelementstrukturen oder andere Elemente, u. a. BAW-Bauelementstrukturen
aufweisen. Diese Schaltungen können
z. B. einen Balun oder einen Impedanzwandler realisieren. Die im
Empfangspfad angeordneten weiteren Schaltungen können z. B. aus Leiterbahnen
gebildet sein, die in den Metalllagen des Trägersubstrats angeordnet sind.
Die BAW-Bauelementstrukturen, die im Empfangspfad angeordnet sind,
können
z. B. auf dem BAW-Chip mit dem Sendefilter angeordnet sein.
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Der
Empfangspfad ist vorzugsweise ausgangsseitig symmetrisch bzw. in
zwei Teilpfade aufgeteilt. Der Empfangspfad kann ausgangsseitig
auch unsymmetrisch sein.
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Das
Empfangsfilter ist vorzugsweise unsymmetrisch/symmetrisch beschaltet.
Das Sendefilter ist vorzugsweise mit zwei unsymmetrischen elektrischen
Toren ausgebildet und in einem unsymmetrischen Sendepfad geschaltet.
Der Sendepfad kann auch ausgangsseitig (antennenseitig) unsymmetrisch
und eingangsseitig symmetrisch ausgebildet sein.
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In
einer Variante der Erfindung kann das Empfangsfilter ein- und ausgangsseitig
je ein unsymmetrisches elektrisches Tor aufweisen, wobei ihm vorzugsweise
ein Balun nachgeschaltet ist. In einer weiteren Variante der Erfindung
kann das Empfangsfilter auch zwei symmetrische elektrische Tore
aufwiesen, wobei ihm vorzugsweise ein Balun vorgeschaltet ist.
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Ein
Balun kann als eine DMS-Spur oder ein entsprechend beschalteter
(siehe 16) Resonatorstapel ausgebildet
sein.
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Im
folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und der dazugehörigen Figuren
näher erläutert. Die
Figuren zeigen anhand schematischer und nicht maßstabsgetreuer Darstellungen verschiedene
Ausführungsbeispiele
der Erfindung. Gleiche oder gleich wirkende Teile sind mit gleichen Bezugszeichen
bezeichnet. Es zeigen schematisch
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1 einen
Duplexer gemäß Erfindung.
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2 das
Empfangsfilter mit einer DMS-Spur.
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3 das
Empfangsfilter mit einer DMS-Spur, die eingangsseitig mit einem
Serienresonator verschaltet ist.
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4 das
Empfangsfilter mit einer DMS-Spur, die ausgangsseitig mit zwei Serienresonatoren
verschaltet ist.
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5 das
Empfangsfilter mit einer DMS-Spur, die ausgangsseitig mit einem
Zweitorresonator verschaltet ist.
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6 das
Empfangsfilter mit einer DMS-Spur, die eingangsseitig mit einem
Serienresonator und ausgangsseitig mit einem Zweitorresonator verschaltet
ist.
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7 das
Empfangsfilter mit einer DMS-Spur, die mit einem Laddertype-Glied
verschaltet ist.
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8 das
Empfangsfilter mit einer DMS-Spur, die mit einem Laddertype-Glied
verschaltet ist.
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9 ein
Sendefilter mit BAW-Resonatoren in Laddertype-Bauweise.
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10A ein Sendefilter mit einem Resonatorstapel,
der BAW-Resonatoren
umfasst.
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10B ein Ersatzschaltbild des Sendefilters mit
dem Resonatorstapel gemäß 10A.
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11, 11A jeweils ein Sendefilter mit zwei hintereinander
geschalteten Resonatorstapeln.
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12, 12A jeweils ein Sendefilter mit einem Resonatorstapel
und zwei Parallelresonatoren.
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13, 13A jeweils ein Sendefilter mit einem Resonatorstapel,
der mit Serienresonatoren sowie Parallelresonatoren verschaltet
ist.
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14, 14A jeweils ein Bauelement mit einem Duplexer
gemäß Erfindung
in einem schematischen Querschnitt.
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15 ein
Empfangsfilter mit einer DMS-Spur, die mit einem als BAW-Resonatorstapel realisierten
Laddertype-Glied verschaltet ist.
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16 ein
Empfangsfilter mit einem Zweitorresonator und einem ihm vorgeschalteten
Balun.
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In 1 ist
ein Duplexer gemäß Erfindung mit
einem Sendepfad TX und einem Empfangspfad RX gezeigt. Der Empfangspfad
RX teilt sich ausgangsseitig in zwei Teilpfade RX1 und RX2 auf und ist
zur Übertragung
eines symmetrischen Signals geeignet. Der Duplexer weist ein im
Empfangspfad angeordnetes Empfangsfilter 1 und ein im Sendepfad angeordnetes
Sendefilter 2 auf. Das Empfangsfilter 1 arbeitet
mit akustischen Oberflächenwellen.
Das Sendefilter 2 arbeitet mit akustischen Volumenwellen.
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Das
Empfangsfilter 1 ist zwischen einem Antennenanschluss ANT
und einem Empfangsausgang RX-OUT angeordnet. Das Empfangsfilter
ist eingangsseitig (d. h. antennenseitig) unsymmetrisch ausgebildet.
Ausgangsseitig ist dieses Filter symmetrisch ausgebildet. Das Empfangsfilter
ist also gleichzeitig ein Balun.
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Das
Sendefilter 2 ist zwischen dem Antennenanschluss ANT und
dem Sendeeingang TX-IN angeordnet. Das Sendefilter ist in diesem
Beispiel eingangsseitig sowie ausgangsseitig unsymmetrisch ausgebildet.
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In 2 ist
ein Empfangsfilter 1 gezeigt, das eine eingangsseitig unsymmetrisch
und ausgangsseitig symmetrisch beschaltete DMS-Spur 5 mit
drei Wandlern 51, 52, 53 aufweist. Die
akustische Spur ist durch zwei akustische Reflektoren begrenzt.
Die Wandler sind in der akustischen Spur nebeneinander angeordnet
und akustisch miteinander gekoppelt. Der Eingangswandler 52 ist
zwischen zwei Ausgangswandlern 51 bzw. 53 angeordnet
und elektrisch nicht mit diesen verbunden.
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Der
Eingangswandler 52 ist im Empfangspfad RX eingangsseitig
angeordnet. Der Ausgangswandler 51 ist in einem Teilpfad
RX1 des symmetrischen Empfangspfades RX angeordnet. Der Ausgangswandler 53 ist
im Teilpfad RX2 des Empfangspfads RX angeordnet.
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Die
DMS-Spur kann auch mehr als nur drei Wandler aufweisen, wobei die
Ein- und Ausgangswandler in der akustischen Spur vorzugsweise abwechselnd
angeordnet sind.
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Das
Empfangsfilter 1 kann, wie in 2 gezeigt,
aus der DMS-Spur bestehen. Möglich
ist aber auch, dass die DMS-Spur nur einen Teil des Empfangsfilters 1 bildet.
In den 3 bis 8 sind weitere Varianten des
Empfangsfilters mit einer DMS-Spur vorgestellt.
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3 zeigt
die DMS-Spur 5, die eingangsseitig mit einem Serienresonator
SR verschaltet ist. Der Serienresonator ist ein mit akustischen
Oberflächen
arbeitender Resonator. Der Serienresonator SR ist mit dem Eingangswandler 52 der
DMS-Spur (vgl. 2)
in Serie geschaltet und im Empfangspfad RX angeordnet.
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In 4 ist
ein weiteres Empfangsfilter 1 vorgestellt, bei dem die
DMS-Spur 5 ausgangsseitig mit zwei mit akustischen Oberflächenwellen
arbeitenden Serienresonatoren SR1 und SR2 verschaltet ist. Der Serienresonator
SR1 ist mit dem Ausgangswandler 51 (vgl. 2)
in Reihe geschaltet und im Teilpfad RX1 des Empfangspfades angeordnet.
Der Serienresonator SR2 ist mit dem Ausgangswandler 52 in
Reihe geschaltet und im Teilpfad RX2 des Empfangspfades angeordnet.
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Es
ist möglich,
in der in 4 vorgestellten Variante im
unsymmetrischen Teil des Empfangspfades RX einen Serienresonator
wie in 3 anzuordnen.
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In 5 ist
ein Empfangsfilter 1 mit der DMS-Spur 5 gezeigt,
die ausgangsseitig mit einem Zweitorresonator in Serie geschaltet
ist. Der Zweitorresonator stellt eine durch akustische Reflektoren
begrenzte akustische Spur 4 mit zwei nebeneinander angeordneten
Wandlern 41 und 42 dar.
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Der
erste Ausgangswandler 51 der DMS-Spur ist mit dem in der
akustischen Spur 4 angeordneten Wandler 41 in
Serie geschaltet. Diese Serienschaltung ist im Teilpfad RX1 angeordnet.
Der zweite Ausgangswandler 52 der DMS-Spur ist mit dem
in der akustischen Spur angeordneten Wandler 42 in Serie
geschaltet. Diese Serienschaltung ist im Teilpfad RX2 angeordnet.
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In 6 ist
ein Empfangsfilter 1 gezeigt, bei dem die DMS-Spur 5 eingangsseitig
wie in 3 mit einem Serienresonator SR und ausgangsseitig
wie in 5 mit einem Zweitorresonator 41, 42 verschaltet ist.
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In 7, 8 ist
ein Empfangsfilter mit der DMS-Spur 5 gemäß 2 gezeigt,
die im Empfangspfad RX eingangsseitig mit einem Laddertype-Glied in
Serie geschaltet ist. Das Laddertype-Glied besteht aus einem Serienresonator
SR und einem Parallelresonator PR. Die Resonatoren SR und PR arbeiten vorzugsweise
mit akustischen Oberflächenwellen. Möglich ist
aber auch, dass das Laddertype-Glied aus BAW-Resonatoren besteht.
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In 7 ist
der Parallelresonator PR dem Serienresonator SR nachgeschaltet.
In 8 ist der Parallelresonator PR dem Serienresonator
SR vorgeschaltet. Prinzipiell können
im Empfangspfad beliebig viele Serienresonatoren oder Parallelresonatoren
angeordnet bzw. der DMS-Spur 5 vorgeschaltet sein.
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9 zeigt
ein Sendefilter 2, das in einer Laddertype-Bauweise realisiert
ist und mehrere Resonatoren aufweist. Alle Resonatoren in der hier
dargestellten Anordnung arbeiten mit akustischen Volumenwellen (BAW).
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Im
Sendepfad TX sind mehrere Serienresonatoren angeordnet. An den Sendepfad
TX sind zwei Querzweige angeschlossen, die zur Masse führen und
jeweils einen Parallelresonator umfassen. Im TX-Signalpfad sowie
in den Querzweigen sind darüber
hinaus Impedanzen Z1 bis Z4 vorgesehen, die beispielsweise durch
die Induktivitäten
der elektrischen Anschlüsse
eines Gehäuses
gebildet sein können.
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10A zeigt einen mit akustischen Volumenwellen
arbeitenden Resonatorstapel 6, der gemäß einer weiteren Variante Teil
des Sendefilters 2 ist. Der Resonatorstapel 6 umfasst
einen ersten Resonator R1, einen darunter angeordneten zweiten Resonator
R2 und eine Koppelschicht K1, durch die die beiden Resonatoren R1,
R2 akustisch miteinander gekoppelt sind. Der erste Resonator weist
eine piezoelektrische Schicht PS1, die zwischen Elektroden E1 und
E2 angeordnet ist. Der Resonator R2 weist eine piezoelektrische
Schicht PS2 auf, die zwischen den Elektroden E3 und E4 angeordnet
ist. Zwischen dem Resonatorstapel 6 und einem Basissubstrat
BS ist ein akustischer Spiegel AS angeordnet.
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10B zeigt ein elektrisches Ersatzschaltbild eines
Sendefilters mit dem Resonatorstapel 6 gemäß der 10A.
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Der
Resonatorstapel 6 kann das komplette Sendefilter 2 bilden.
Das Sendefilter kann neben dem Resonatorstapel 6 weitere
Elemente aufweisen, siehe 11 bis 13.
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In 11 ist
ein Sendefilter mit zwei elektrisch miteinander in Reihe verschalteten
Resonatorstapeln gezeigt.
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Im
Sendepfad TX ist neben dem ersten Resonatorstapel 6 ein
weiterer Resonatorstapel 6' angeordnet,
bei dem zwischen den Resonatoren R1' und R2' eine akustisch teilweise durchlässige weitere Koppelschicht
K2 angeordnet ist.
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Die
Resonatoren R1' und
R2' sind durch die Koppelschicht
K2 akustisch miteinander gekoppelt. Eine zur Koppelschicht K1 gewandte
Elektrode E3 des ersten Resonatorstapels 6 ist elektrisch
mit einer zur Koppelschicht K2 gewandten Elektrode E3' des zweiten Resonatorstapels 6' verbunden.
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In 11A, 12A und 13A sind im TX-Signalpfad sowie in den Querzweigen
Impedanzen Z10 bis Z16 vorgesehen, die z. B. durch die Induktivitäten der
elektrischen Anschlüsse
eines Gehäuses
gebildet sein können.
Die Impedanzen Z10 bis Z16 können
auch Kapazitäten
sein.
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In 12 ist
ein weiteres Sendefilter mit einem Resonatorstapel gezeigt, der
mit weiteren BAW-Resonatoren verschaltet ist. Zwischen dem Sendepfad
TX und Masse ist ein- und ausgangsseitig jeweils ein Querzweig mit
einem darin angeordneten, mit akustischen Volumenwellen arbeitenden
Parallelresonatoren R3, R4 vorgesehen.
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13 zeigt
ein weiteres Sendefilter mit einem Resonatorstapel, der ein- und
ausgangsseitig mit einem Laddertype-Glied in Serie verschaltet ist.
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Die
Serienresonatoren R5, R6 sind BAW-Resonatoren, die im Sendepfad
TX angeordnet sind. Der Serienresonator R5 und der Parallelresonator
R3 bilden zusammen ein eingangsseitig angeordnetes Laddertype-Glied.
Der Serienresonator R6 und der Parallelresonator R4 bilden zusammen
ein ausgangsseitig angeordnetes Laddertype-Glied. Der Resonatorstapel 6 kann
prinzipiell mit einer beliebigen Anzahl von Laddertype-Gliedern
verschaltet werden.
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In 14 ist
ein Bauelement mit einem Duplexer gemäß Erfindung im schematischen
Querschnitt gezeigt. Auf einem Trägersubstrat 3 ist
ein SAW-Chip CH1 sowie ein BAW-Chip CH2 in Flipchip-Bauweise montiert.
Die Chips CH1, CH2 sind mittels Bumps BU auf dem Trägersubstrat 3 befestigt und
elektrisch mit diesem verbunden. Das Trägersubstrat 3 weist
mehrere dielektrische Lagen auf, zwischen denen Metalllagen 32 mit
strukturierten Leiterbahnen ausgebildet sind. Die Leiterbahnen realisieren
verborgene elektrische Strukturen, die insbesondere einen Teil der
Duplexerschaltung realisieren können.
Die Metalllagen sind elektrisch miteinander sowie mit den Chips
CH1, CH2 und Außenanschlüssen 33 mittels
Durchkontaktierungen 31 verbunden.
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Die
Chips CH1, CH2 sind vorzugsweise die sogenannten nackten Chips.
Möglich
ist aber auch, dass diese Chips als gehäuste Bauelemente zur Verfügung stehen
und mittels der SMD-Technik (Surface Mounted Design) mit dem Trägersubstrat
elektrisch und mechanisch verbunden sind. Das Trägersubstrat 3 bildet
vorzugsweise einen Teil eines Gehäuses, welches in einer Variante
beide Chips CH1 und CH2 in einem gemeinsamen Hohlraum oder in separaten Hohlräumen umschließt.
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Ein
derart (modular mit zwei voneinander unabhängigen Chips) gebildetes Bauelement
bzw. Modul hat den Vorteil, dass aufgrund der räumlichen Trennung zwischen
den Chips CH1, CH2 das Übersprechen
zwischen dem Empfangspfad und dem Sendepfad gering ist. Die Verwendung
eines gemeinsamen Trägersubstrats 3 hat
dabei den Vorteil, dass die Schnittstellen zwischen der Antenne,
dem Empfangsfilter und dem Sendefilter im Modul verborgen und daher
für spätere Anwendungen
bezüglich
der elektrischen Anpassung „gut
definiert" sind.
Eine gute Impedanzanpassung reduziert die Signalverluste.
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In 14A ist ein weiteres Bauelement mit einem Duplexer
gemäß Erfindung
gezeigt. Auf der Oberfläche
des Trägersubstrats 3 ist
der SAW-Chip CH1 sowie der BAW-Chip CH2 montiert und elektrisch
mit diesen mittels Bonddrähte
verbunden.
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In 15 ist
ein als DMS-Spur 5 ausgeführtes Empfangsfilter 1 gezeigt,
das mit einem mit akustischen Volumenwellen arbeitenden Resonatorstapel 6 verschaltet
ist. Im Resonatorstapel 6 sind die Resonatoren SR und PR übereinander
angeordnet. Der Serienresonator SR ist im Empfangspfad RX ein gangsseitig
angeordnet. Der Parallelresonator PR ist in einem Querzweig angeordnet,
der zwischen dem Empfangspfad RX und Masse verläuft. Die Resonatoren SR, PR
sind akustisch sowie elektrisch miteinander gekoppelt.
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In 16 ist
ein als ein Resonatorfilter bzw. Zweitorresonator ausgebildetes
Empfangsfilter 1 gezeigt, bei dem die in verschiedenen
Teilpfaden RX1, RX2 des Empfangspfades angeordneten Wandler 41, 42 in
einer akustischen Spur angeordnet und akustisch miteinander gekoppelt
sind. Das Empfangsfilter ist hier symmetrisch/symmetrisch beschaltet
und eingangsseitig elektrisch mit dem symmetrischen Tor eines Baluns
verbunden. Der Balun stellt einen Resonatorstapel 6 gemäß 10A dar. Die Resonatoren R1 und R2 sind durch
die Koppelschicht K1 elektrisch voneinander isoliert. Der Resonator
R2 bildet das symmetrische Tor. Der Resonator R1 ist in einem an
den Empfangspfad RX angeschlossenen Querzweig angeordnet.
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Die
Erfindung ist nicht auf die hier gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt. Die
vorgestellten Elemente können
in beliebiger Anzahl und Anordnung miteinander kombiniert werden.
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Auf
dem Trägersubstrat
können
neben dem SAW-Chip und BAW-Chip weitere Komponenten (z. B. Schalter,
Dioden, Spulen, Kondensatoren, Widerstände, weitere Chips) angeordnet
sein. Das Empfangsfilter kann ein- und ausgangsseitig unsymmetrisch
sein. Das Empfangsfilter kann gleichzeitig einen Impedanzwandler
realisieren, wobei seine Ausgangsimpedanz (z. B. 50 bis 200 Ohm)
vorzugsweise höher
als seine Eingangsimpedanz (z. B. 50 Ohm) gewählt wird. Das Sendefilter kann
gleichzeitig einen Impedanzwandler realisieren, wobei seine Ausgangsimpedanz
(z. B. 50 Ohm) vorzugsweise höher
als seine Eingangsimpedanz (z. B. 10 bis 50 Ohm) gewählt wird.
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- ANT
- Antennenanschluss
- TX-IN
- Sendeeingang
- RX-OUT
- Empfangsausgang
- RX
- Empfangspfad
- RX1,
RX2
- Telpfade
des Empfangspfads RX
- TX
- Sendepfad
- TR
- Sendeempfangspfad
- 1
- Empfangsfilter
- 2
- Sendefilter
- 3
- Trägersubstrat
- 31
- Durchkontaktierung
- 32
- Metalllage
- 33
- Anschluss
- 4
- akustische
Spur eines Zweitorresonstors
- 41,
42
- Wandler,
die in der akustischen Spur 4 angeordnet
-
- sind
- CH1
- Chip
mit dem Empfangsfilter 1
- CH2
- Chip
mit dem Sendefilter 2
- BU
- Bumps
- 5
- DMS-Spur
- 51,
53
- Ausgangswandler
der DMS-Spur
- 52
- Einganswandler
der DMS-Spur
- 6
- Resonatorstapel
- BS
- Basissubstrat
- AS
- akustischer
Spiegel
- E1
bis E4
- Elektroden
- PS1,
PS2
- piezoelektrische
Schicht
- K1,
K2
- Koppelschicht
- R1,
R2
- übereinander
angeordnete BAW-Resonatoren
- R1', R2'
- übereinander
angeordnete BAW-Resonatoren
- R3,
R4
- Parallelresonatoren
(BAW)
- SR,
SR1, SR2
- Serienresonatoren
(SAW)
- PR
- Parallelresonator
(SAW)
- Z1
bis Z4
- Impedanz