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Die
Erfindung betrifft ein Blasgerät
mit den Merkmalen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Bei
handgeführten
Blasgeräten
wird mittels eines motorbetriebenen Gebläses ein Luftstrom erzeugt,
der mittels eines vom Gebläse
fortführenden Blasrohres
zur gewünschten
Anwendung gelenkt wird. Derartige Blasgeräte werden beispielsweise auf dem
Rücken
getragen und von Hand geführt
und dabei zum Zusammenblasen von herabgefallenem Laub eingesetzt.
Das Blasgerät
kann auch als Sprühgerät eingesetzt
sein, wobei ein Spritzmittel wie ein Pflanzenschutzmittel oder Granulat
in das Blasrohr eingeführt
wird. Mit einer Venturieinrichtung und einem Fangsack kann ein derartiges
Blasgerät
auch als Nußsammler
oder dgl. eingesetzt werden. Das Gehäuse des Gebläses, das
Gebläserad
und insbesondere das Blasrohr sind aus Kunststoff gefertigt, wobei
der Kunststoff als elektrischer Isolator gegen den eine elektrische
Masse bildenden Antriebsmotor wirkt.
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Im
Blasrohr bildet sich bei entsprechender Gebläseleistung eine relativ hohe
Strömungsgeschwindigkeit.
Diese kann bei entsprechenden atmosphärischen Bedingungen und beim
Ansaugen von schmutz- oder staubpartikelbeladener Umgebungsluft
insbe sondere durch Reibung zwischen den Partikeln untereinander
sowie mit dem Gebläserad, dem
Gebläsegehäuse und
mit der Blasrohrwand zu elektrostatischen Aufladungen führen. Beim
Berühren
von Teilen des Blasgerätes
kann es zu unerwünschten
elektrostatischen Entladungen kommen.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Blasgerät der eingangs
genannten Gattung derart weiterzubilden, daß die Bildung einer elektrostatischen
Aufladung vermieden ist.
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Dazu
wird ein Blasgerät
vorgeschlagen, bei dem innenseitig des Blasrohres ein mit dem Motor elektrisch
leitend verbundener Potentialausgleichsleiter verläuft. Der
Potentialausgleichsleiter nimmt dabei innenseitig des Blasrohres
die insbesondere an den im Luftstrom mitgeführten Staub- und Schmutzpartikeln
entstehenden Ladungen auf und gleicht elektrisch leitend die Potentialdifferenz
zwischen dem Bereich des Blasrohres und dem Motor aus. Zur Leitungsführung sind
keine Durchbrüche durch
die Wandung des Blasrohres erforderlich. Aerodynamische Undichtigkeiten
sind vermieden.
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In
vorteilhafter Weiterbildung verläuft
der Potentialausgleichsleiter vom Motor zumindest näherungsweise
bis zu einem freien Ende des Blasrohres. Diese Ausführung basiert
auf der Erkenntnis, daß eine
elektrostatische Ladung reibungsbedingt über der gesamten Rohrlänge entsteht.
Bei einer entsprechend gewählten
Länge des
Potentialausgleichsleiters kann die sich insgesamt entwickelnde
elektrostatische Aufladung zumindest näherungsweise vollständig zur
elektrischen Masse bzw. zum Motor abgeleitet werden.
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In
zweckmäßiger Weiterbildung
ist der Potentialausgleichsleiter zwischen seinen beiden Enden ungestützt verlegt.
Es hat sich gezeigt, daß insbesondere
bei einer flexiblen Ausbildung des Leiters dieser sich in seinem
Verlauf der Gasströmung
anpaßt.
Bei geringer aerodynamischer Beeinträchtigung der Luftströmung und
geringer mechanischer Belastung des Leiters wird zuverlässig ein
Ladungsausgleich herbeiführt.
Der Fertigungs- und
Montageaufwand ist gering.
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Zur
Vermeidung eines unkontrollierten Flatterns des vom Motor entfernt
liegenden Endes ist der Potentialausgleichsleiter zweckmäßig im Blasrohr und
dort insbesondere radial mittig positioniert. Dazu hat sich eine
Ausbildung des entsprechenden Endes mit einer elektrisch leitenden
Spinne als zweckmäßig herausgestellt.
Die Spinne positioniert oder stützt
das Ende des Potentialausgleichsleiters mit strahlenförmig verlaufenden
Beinen gegen die Innenwand des Blasrohres. Die dünnen Beine können elektrostatische
Aufladungen der Partikel über
den gesamten Strömungsquerschnitt
aufnehmen, ohne dabei die Aerodynamik des Luftstromes nennenswert
zu beeinträchtigen.
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Für eine einfache
Montage hat sich eine Anordnung der Beine in Kegelform als zweckmäßig herausgestellt.
Die Beine sind dabei insbesondere mit einem halben Kegelöffnungswinkel
von maximal etwa 80° angeordnet.
Die Spinne ist leicht in das Blasrohr einzuführen.
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Die
Spinne kann auch vorteilhaft zumindest teilweise aus dem freien
Ende des Blasrohres herausragen. Es wird ein zusätz licher Effekt einer Spitzenentladung
an den Ableiterspitzen der Spinne erzielt, wodurch die elektrostatische
Ableitungswirkung verbessert wird.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
sind die Beine der Spinne elastisch federnd ausgebildet, wobei ein
Außendurchmesser
der Spinne im entspannten Zustand größer als ein Innendurchmesser des
Blasrohres ist. Bezogen auf die radiale Richtung ergibt sich dabei
eine elastisch federnde formflüssige Festlegung
vom freien Ende des Potentialausgleichsleiters. Die elastische Vorspannung
führt zu einer
zuverlässigen
Halterung auch bei Vibrations- oder Stoßbelastungen. Über den
entsprechenden Anpreßdruck
ist eine zuverlässige
Anlage der Beine an der Innenwand des Blasrohres und damit eine gute
Kontaktierung sichergestellt. Elektrostatische Aufladungen in diesem
Bereich können
zuverlässig über die
Beine und den Potentialausgleichsleiter ausgeglichen werden.
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In
einer zweckmäßigen alternativen
Ausführungsform
ist der Potentialausgleichsleiter im Bereich seines vom Motor entfernt
liegenden Endes mittels eines quer zur Blasrichtung angeordneten
Positionierungsringes positioniert. Der Positionierring kann zweckmäßig die
Spinne im Blasrohr zentrisch positionieren. Bei einem geringfügig kleineren
Durchmesser des Positionierringes gegenüber dem Blasrohrinnendurchmesser
ergibt sich eine leichte Montierbarkeit und eine bezogen auf die
radiale Richtung lose Positionierung des freien Leiterendes. Es
ergibt sich eine gute Ladungsaufnahme bei geringen aerodynamischen
und mechanischen Belastungen.
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Der
Positionierring weist vorteilhaft zumindest einen radial nach innen
ragenden Positionierarm mit einer Schnappklammer für den Potentialausgleichsleiter
auf. Es ist eine vereinfachte Montage mit hoher Haltekraft gegeben,
indem der Potentialausgleichsleiter in die Schnappklammer eingedrückt und dort
formschlüssig
zuverlässig
gehalten wird. Zur Vereinfachung der Montage des Positionierringes weist
dieser bevorzugt beispielsweise als Rastnasen ausgeführte Mittel
zur formschlüssigen
Befestigung im Blasrohr auf. Die Rastnasen bewirken eine leichte werkzeuglose
Montierbarkeit mit einer maßgenauen Axial-
und Umfangspositionierung, wobei zur Unterstützung der Umfangs- bzw. Drehpositionierung
das Blasrohr und der Positionierring eine von der kreisrunden Form
abweichende, beispielsweise ovale Querschnittsform aufweisen können.
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In
vorteilhafter Weiterbildung ist der Potentialausgleichsleiter zumindest
näherungsweise über seiner
Länge frei
von einer elektrischen Isolierung. Der Potentialausgleichsleiter
kann dabei die über
die Lauflänge
des Luftstromes sich bildende elektrostatische Aufladung direkt
am Ort der Entstehung ausgleichen. Die Bildung einzelner Bereiche
ohne Potentialausgleich ist vermieden.
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Es
hat sich eine Ausbildung des Potentialausgleichsleiters als flexibles
Drahtgebilde und insbesondere als Edelstahlseil als zweckmäßig herausgestellt.
Es ist ein zuverlässiger
Potentialausgleich bei geringer mechanischer Empfindlichkeit gegen
abrasive Wirkungen von den im Luftstrom mitgeführten Staubpartikeln oder dgl.
gegeben.
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In
vorteilhafter Weiterbildung sind im Bereich des vom Motor entfernt
liegenden Endes einzelne Litzen des Stahlseiles aufgedreht und zur
Bildung der Spinne radial nach außen gebogen. Das geometrisch komplexe
Gebilde von Potentialausgleichsleiter und Spinne ist in überraschend
einfacher Weise einteilig aus einem gedrehten Stahlseil mit geringem
Fertigungsaufwand herstellbar.
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Das
Stahlseil ist vorteilhaft derart ausgebildet, daß seine Litzen unter Einwirkung
eines Schnittes selbstaufdrehend sind. Ein derartiges Stahlseil wird
auch als nicht schnittfest bezeichnet, wobei sich beim Ablängen des
Potentialausgleichsleiters aus einem endlosen Stahlseilmaterial
die einzelnen Litzen infolge des für die Ablängung auszuführenden Schnittes
selbsttätig
aufdrehen. Die Aufdrehung kann an einem vorgewählten Punkt beispielweise mittels
einer zuvor aufgebrachten Klemmhülse
derart gestoppt werden, daß die
aufgedrehten Litzenenden sich selbsttätig ohne einen zusätzlichen
Arbeitsschritt bis zur Klemmhülse
in der gewünschten
Spinnenform aufdrehen.
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Der
Potentialausgleichsleiter ist vorteilhaft im Bereich seines an die
Spinne angrenzenden freien Endes von einem Kunststoffschlauch, insbesondere von
einem Schrumpfschlauch überzogen,
der zweckmäßig bis über die
Preßhülse im Zentrum
der Spinne reicht. Der Schlauch verringert den Steifigkeitssprung
des eingeklipsten Ableiters und beugt so einem Bruch des Ableiters
am Ende der Einklipsung in den Positionierring vor.
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Der
Potentialausgleichsleiter verläuft
zweckmäßig innenseitig
durch einen Ausblaskrümmer
des Gebläses,
wobei das motornahe Ende des Potentialausgleichsleiters innenseitig
des Gebläses
im Bereich des Ausblaskrümmers
insbesondere mittels einer Motorbefestigungsschraube am Motor festgelegt ist.
Es ist auch in diesem Bereich kein Durchbruch durch das Gebläsegehäuse für den Ausgleichsleiter erforderlich.
Der Ausgleichsleiter kann auch im Bereich des Ausblaskrümmers zum
Potentialausgleich beitragen. Über
die bei bekannten Geräten
vorhandene, in den Ausblaskrümmer
hineinragende Motorbefestigungsschraube ist ohne zusätzlichen
Aufwand ein zuverlässiger
Masseschluß gegeben.
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In
einer vorteilhaften Ausführung
ist der Potentialausgleichsleiter unter Bildung zweier Teilstücke zweigeteilt
aufgebaut, wobei ein insbesondere als Karabinerhaken ausgeführtes Verbindungselement
für die
beiden Teilstücke
vorgesehen ist. Eine Trennstelle zwischen den beiden Teilstücken liegt zweckmäßig zumindest
etwa im Bereich einer Trennstelle zwischen dem Blasrohr und dem
Ausblaskrümmer.
Die beiden Teilstücke
des Potentialausgleichsleiters können
separat jeweils im Blasrohr bzw. im Motorgehäuse montiert und als fertige
Baugruppen separat verpackt werden. Das Motorgehäuse kann ohne ein angeschlossenes
Blasrohr einer Funktionskontrolle unterzogen werden. Seitens des
Benutzers kann das Blasrohr für
den Transport leicht vom Ausblaskrümmer getrennt werden, wobei
auch an gleicher Stelle eine Trennung des Potentialausgleichsleiters
vorgenommen werden kann. In Vorbereitung des Betriebes vom Blasgerät können die
beiden Baugruppen leicht miteinander verbunden werden, in dessen
Folge sich ohne Einschränkung
der Funktion eine leichte Transportierbarkeit bzw. Verstaubarkeit ergibt.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es
zeigen:
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1 in einer schematischen
Blockdarstellung die wesentlichen Komponenten eines Blasgerätes nach
dem Stand der Technik;
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2 die Anordnung nach 1 mit einem durch das Blasrohr
verlaufenden Potentialausgleichsleiter;
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3 eine Variante der Anordnung
nach 2 mit einem aus
dem freien Ende des Blasrohres herausragenden Potentialausgleichsleiter;
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4 eine Ausführungsform
der Anordnung nach 2 in
einer Konfiguration als Nußernter;
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5 Einzelheiten des Gebläsegehäuses der
Anordnung nach den 2 und 4;
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6 eine Querschnittsdarstellung
der Anordnung nach 5;
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7 Einzelheiten des Potentialausgleichsleiters
mit einer Spinne und einem Befestigungsauge;
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8 eine Variante des Potentialausgleichsleiters
nach 7 mit einem Positionierring;
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9 eine weitere Variante
des Potentialausgleichsleiters nach der 7 oder 8 mit
einem die Enden der Spinnenbeine haltenden Positionierring.
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10 eine perspektivische
Darstellung des Positionierringes nach 8;
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11 eine Schnittdarstellung
des Positionierringes nach 10;
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12 die Einzelheit XII aus 11 mit einer vergrößert dargestellten
Schnappklammer für den
Potentialausgleichsleiter;
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13 eine Zusammenstellungszeichnung des
geteilten Potentialausgleichsleiters nach 2 mit dem Positionierring nach den 10 bis 12.
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1 zeigt in einer schematischen
Blockdarstellung die wesentlichen Komponenten eines handgeführten Blasgerätes nach
dem Stand der Technik. Das Blasgerät weist ein Gebläse 1 auf,
welches durch einen Motor 2 angetrieben ist. Der Motor 2 ist
im gezeigten Ausführungsbeispiel
ein Verbrennungsmotor mit einem angedeuteten Vergaser 16. Es
kann auch ein Elektromotor oder dgl. vorgesehen sein. Das Gebläse 2 ist
mit einem Ausblaskrümmer 12 versehen,
an den sich ein vom Gebläse 2 fortführendes
Blasrohr 3 anschließt.
Das Blasrohr 3 weist ein freies Ende 5 auf, an
dem eine Düse 23 angeordnet
ist. Aus dem Gebläse 1 wird
ein Luftstrom durch den Ausblaskrümmer 12 und von dort
durch das Blasrohr 3 und die Düse 23 gefördert.
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Außenseitig
am Blasrohr 3 ist ein Handgriff 15 mit Bedienelementen
für den
Motor 2 angebracht. Von den Bedienelementen am Handgriff 15 führt beispielhaft
ein Gaszug 14 zum Vergaser 16. Der Gaszug 14 ist
elektrisch leitend, wodurch der Handgriff 15 sowie der
Motor 2 mit dem Vergaser 16 das gleiche elektrische
Potential aufweisen. Durch Reibung der im Luftstrom mitgeführten Partikel
untereinander sowie mit den Wänden
des Ausblaskrümmers 12 und des
Blasrohres 3 entsteht in diesem Bereich eine durch Minus-Zeichen
angedeutete negative elektrostatische Ladung. Demgegenüber weist
der Bereich des Motors 2 und des Handgriffes 15 eine
durch Plus-Zeichen angedeutete positive Potentialdifferenz auf.
Die negativ geladenen Partikel verlassen das Blasrohr 3 durch
die Düse 23,
in dessen Folge die positive Ladung des Motors 2 im Laufe
des Betriebes immer mehr anwächst.
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Es
hat sich gezeigt, daß insbesondere
im Handgriff 15 eine so hohe Potentialdifferenz zwischen
dem Gaszug 14 und der Hand des Bedieners entstehen kann,
daß es
zu einer unerwünschten elektrostatischen
Entladung kommt.
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2 zeigt die erfindungsgemäße Weiterbildung
der Anordnung nach 1,
bei der innenseitig des Blasrohres 3 ein mit dem Motor 2 elektrisch
leitend verbundener Potentialausgleichsleiter 4 verläuft. Der
Potentialausgleichsleiter 4 liegt mit einem Ende 6 im
Bereich des freien Endes 5 vom Blasrohr 3 und
ist an seinem gegenüberliegenden
Ende 7 mittels einer Motorbefestigungsschraube 13 am
Motor 2 elektrisch leitend festgelegt. An seinem vom Motor 2 entfernt
liegenden Ende 6 ist der Potentialausgleichsleiter 4 mit
einer elektrisch leitenden Spinne 8 mittig im Blasrohr 3 positioniert.
Zwischen seinen beiden Enden 6, 7 ist der Potentialausgleichsleiter 4 ungestützt verlegt.
Der Potentialausgleichsleiter 4 kann auch im Bereich seines
Endes 6 mit der Wand des Blasrohres 3 verschraubt,
vernietet oder in anderer geeigneter Weise festgelegt bzw. abgestützt sein. Der
Potentialausgleichsleiter 4 und die Spinne 8 weisen über ihrer
gesamten Länge
eine blanke, elektrisch leitende Oberfläche auf.
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Bei
einem sich im Blasrohr 3 ausbildenden Luftstrom wird die
entlang des Blasrohres 3 entstehende elektrostatische Ladung über die
gesamte Länge
des Potentialausgleichsleiters 4 aufgenommen und über die
elektrische Kontaktierung mit dem Motor 2 ausgeglichen.
Eine abschließende
Ladungsaufnahme aus dem Luftstrom erfolgt über die elektrisch leitende
Spinne 8. Die Spinne 8 nimmt dabei elektrostatische
Ladungen sowohl aus dem Luftstrom über dessen gesamtem Querschnitt
als auch von den Innenwänden
des Blasrohres 3 auf. Der zwischen seinen beiden Enden 6, 7 ubgestützt verlaufende
Potentialausgleichsleiter kann beliebig geradlinig oder gekrümmt im Blasrohr 3 bzw,
im Ausblaskrümmer 12 liegen,
wobei er elektrostatische Aufladungen sowohl von Partikeln aus dem
Luftstrom als auch bei entsprechender Anlage von den Innenwänden des
Blasrohres 3 aufnimmt.
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Das
Blasrohr 3 ist an einer Trennstelle 32 lösbar in
den Ausblaskrümmer 12 eingesteckt.
Im Bereich der Trennstelle 32 weist auch der Potentialausgleichsleiter 4 eine
lösbare
Trennstelle 31 auf.
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Der
Motor 2 bzw. der Vergaser 16 dienen in der gezeigten
Anordnung als elektrische Masse, wobei mittels des Potentialausgleichsleiters 4 keine oder
allenfalls eine geringe, durch Minus- und Plus-Zeichen angedeutete
Potentialdifferenz entsteht. Anstelle des Motors 2 bzw.
des Vergasers 16 kann auch ein Metallgehäuse oder
eine andere geeignete elektrische Masse vorgesehen sein. Dazu eignet
sich beispielsweise bei netzbetriebenen Blasgeräten die Masseleitung des Netzkabels.
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Das
gezeigte Blasgerät
ist zum Zusammenblasen von Laub oder dgl. vorgesehen und kann auch
als Sauggerät
eingesetzt werden. Als Option kann ein gestrichelt angedeuteter
Injektor 34 am Blasrohr 3 vorgesehen sein. Das
Blasgerät
wird damit zum Sprühgerät für Pflanzenschutzmittel
oder dgl., in dem ein Sprühgut
mittels des Injektors 34 in das Blasrohr 3 eingebracht
und über
das Blasrohr 3 versprüht
wird. Die gezeigte Anordnung kann auch als Nußernter ausgeführt sein,
der im Zusammenhang mit 4 näher beschrieben
ist.
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Nach 3 ist eine Variante der
Anordnung nach 2 vorgesehen,
bei dem der Potentialausgleichsleiter 4 durch das Blasrohr 3 hindurch
bis zu dessen freiem Ende 5 geführt ist. Am befreien Ende 6 des
Potentialausgleichsleiters 4 ist eine Spinne 8 derart
vorgesehen, daß das
freie Ende 6 im Zentrum der Spinne 8 innerhalb
des Blasrohres 3 liegt, während die Ableiterspitzen der
Spinne 8 aus dem freien Ende 5 des Blasrohres 3 herausragen.
In den übrigen Merkmalen
stimmt die gezeigte Anordnung mit der Ausführung nach 2 überein.
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4 zeigt eine Variante der
Anordnung nach 2 in
einer Konfiguration als Nußernter.
Das Blasrohr 3 mündet
dabei mit seinem freien Ende in einen Fangsack 35. Durch
eine mittige Saugöffnung 36 des
Gebläses 1 und
ein daran angeschlossenes, nicht näher gezeigtes Saugrohr kann
ein Luftstrom angesaugt und über
das Blasrohr 3 in den Fangsack 35 geleitet werden.
Mittels einer nicht dargestellten, in das Blasrohr 3 mündenden
Saugeinrichtung beispielsweise in Form einer Venturieinrichtung
können Nüsse, Oliven
oder dgl. saugend vom Boden aufgelesen und in den Fangsack 35 geblasen
werden.
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Innenseitig
des Blasrohres 3 verläuft
der mit dem Motor 2 elektrisch leitend verbundene Potentialausgleichsleiter 4.
Der Potentialausgleichsleiter 4 verbindet elektrisch leitend
eine innenseitige Potentialausgleichseinrichtung 37 des
Fangsackes 35 mit einer elektrischen Masse 39 des
Saug/Blasgerätes. Die
Potentialausgleichseinrichtung 37 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel
durch ein elektrisch leitfähiges
Gewebe des Fangsackes 35 mit eingewebten, metallisch leitfähigen Fäden gebildet.
Es kann auch eine leitfähige
Folienbeschichtung oder dgl. vorgesehen sein.
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Die
elektrische Masse 39 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel
durch den Motor 2 gebildet. Es kann dazu auch beispielsweise
der Erdungsleiter eines elektrischen Antriebsmotors oder dgl. vorgesehen
sein. Innerhalb des Blasrohres 3 ist eine weitere Potentialausgleichseinrichtung 38 vorgesehen,
die über
den Potentialausgleichsleiter 4 mit der Potentialausgleichseinrichtung 37 des
Fangsackes 35 und mit der elektrischen Masse 39 elektrisch
leitend verbunden ist. Der Potentialausgleichs leiter 4 ist
im gezeigten Ausführungsbeispiel
mit radial hervorstehenden Drähten
einer elektrisch leitenden Spinne 8 mittig im Blasrohr 3 positioniert.
Durch die Spinne 8 und den blanken Potentialausgleichsleiter 4 ist
die weitere Potentialausgleichseinrichtung 38 gebildet.
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Bei
einem sich im Blasrohr 3 ausbildenden Luftstrom wird die
entlang des Blasrohres 3 entstehende elektrostatische Ladung über die
gesamte Länge
des Potentialausgleichsleiters 4 aufgenommen und über die
elektrische Kontaktierung mit dem Motor 2 ausgeglichen.
Eine weitere Ladungsaufnahme aus dem Luftstrom erfolgt über die
elektrisch leitende Spinne 8. Die Spinne 8 nimmt
dabei elektrostatische Ladungen sowohl aus dem Luftstrom über dessen
gesamtem Querschnitt als auch von den Innenwänden des Blasrohres 3 auf.
Die verbleibenden elektrischen Ladungen werden gesteuert über den Potentialausgleichsleiter 4 zur
elektrischen Masse 39 abgeleitet. In den übrigen Merkmalen
und Bezugszeichen stimmt das gezeigte Ausführungsbeispiel mit dem nach 2 überein.
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5 zeigt in einer Seitenansicht
Einzelheiten der Anordnung nach den 2 und 4 im Bereich des Gebläses 1.
Das Gebläse 1 ist
im gezeigten Ausführungsbeispiel
als Radialgebläse
mit einem spiralförmigen
Gebläsegehäuse ausgebildet.
von dem Gebläsegehäuse ist
die Innenseite einer Halbschale 17 gezeigt, in der ein
angedeutetes Gebläserad 18 um eine
Drehachse 19 drehend mittels des Motors 2 antreibbar
ist. Das spiralige Gebläsegehäuse geht
mittels eines Ausblaskrümmers 12 in
das angedeutete Blasrohr 3 über.
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Rückseitig
der Halbschale 17 ist der Motor 2 angeordnet und
mittels die Stirnwand der Halbschale 17 durchgreifender
Motorbefestigungsschrauben 13 festgelegt. Der Potentialausgleichsleiter 4 verläuft innenseitig
durch den Ausblaskrümmer 12 des
Gebläses 1 und
ist innenseitig des Gebläses 1 im
Bereich des Ausblaskrümmers 12 an
der entsprechenden, dort angeordneten Motorbefestigungsschraube 13 mit
dem Motor 2 elektrisch leitend verbunden.
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6 zeigt eine Querschnittsdarstellung
der Anordnung nach 5 mit
einem Schnittverlauf entsprechend der Linie VI-VI. Der Motor 2 ist
außenseitig
der Halbschale 17 mittels der Befestigungsschrauben 13 festgelegt,
wobei die Befestigungsschrauben 13 durch die Seitenwand
der Halbschale 17 hindurchragen.
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Auf
der dem Motor 2 gegenüberliegenden
Innenseite 20 des Gebläsegehäuses bildet
sich im Betrieb ein Luftstrom aus, der durch den Ausblaskrümmer 12 und
von dort durch das Blasrohr 3 (5) verläuft. Der Potentialausgleichsleiter 4 liegt
im Bereich seines Endes 7 auf der Innenseite 20 des
Gebläses 1 und
ist dort im Bereich des Ausblaskrümmers 12 über die
Motorbefestigungsschraube 13 mit dem außenseitig liegenden Motor 2 elektrisch
leitend verschraubt.
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7 zeigt Einzelheiten des
Potentialausgleichsleiters 4 nach den 2 bis 6.
Der Potentialausgleichsleiter 4 kann ein starrer Draht,
ein metallisches Folienband, ein flaches Metallgewebe oder dgl.
sein. Es kommen auch elektrisch leitende, insbesondere karbonhaltige
Kunststoffe in Frage. Im ge zeigten Ausführungsbeispiel ist der Potentialausgleichsleiter
als flexibles Edelstahlseil 10 mit einer Anzahl von gedrehten
Litzen 11 ausgebildet. Im Bereich seines motorseitigen
Endes 7 ist das Stahlseil 10 zu einem Auge 22 gelegt
und mittels einer Preßhülse 21 verpreßt. Das
Auge 22 ist zur Verschraubung mit der Motorbefestigungsschraube 13 (2 bis 4) vorgesehen. Es kann auch ein Kabelschuh oder
dgl. am motorseitigen Ende 7 vorgesehen sein.
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Am
gegenüberliegenden
Ende 6 des Potentialausgleichsleiters 4 ist eine
weitere Preßhülse 21 vorgesehen
außerhalb
derer die Litzen 11 des Stahlseiles 10 aufgedreht
und kegelförmig
radial nach außen
gebogen sind. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
weist die Kegelform der aufgebogenen Litzen 11 einen halben
Kegelöffnungswinkel α von etwa
80° auf.
Es kann auch ein kleinerer halber Kegelöffnungswinkel α zweckmäßig sein.
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Das
Stahlseil 10 weist im gezeigten Ausführungsbeispiel neunzehn einzelne
Litzen 11 auf, die im kegelförmig aufgebogenen Bereich elastisch
federnde Beine 9 einer Spinne 8 bilden. Es können auch
separate oder zusätzliche
Beine 9 vorgesehen sein. Die Spinne 8 weist einen
Außendurchmesser
D1 auf, der im gezeigten unbelasteten Zustand
größer als
ein Innendurchmesser D2 des Blasrohres 3 (2) ist. Es ergibt sich eine
federnd vorgespannte Anlage der Beine 9 an der Innenwand
des Blasrohres 3.
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Bei
der alternativen Ausführungsform
nach 8 ist im Bereich
des freien Endes 6 stromauf der Spinne 8 ein Positionierring 24 am
Potentialausgleichsleiter 4 vorgesehen. Bei der weiteren
Ausführungsform
nach 9 umgreift der
Positionierring 24 die Spinne außenseitig. Die Enden der Beine 9 sind dabei
am Positionierring 24 festgelegt. Spinne 8 und Positionierring 24 weisen
bei den Ausführungsbeispielen
nach den 6 und 7 eine Außendurchmesser D1 auf,
der geringer als der Innendurchmesser D2 des
Blasrohres 3 (2)
ist. Das freie Ende 6 des Potentialausgleichsleiters 4 ist
dabei mit radialem Spiel etwa mittig im Blasrohr 3 positioniert.
In den übrigen
Merkmalen und Bezugszeichen stimmen die Ausführungsbeispiele nach den 8 und 9 mit dem nach 7 überein.
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10 zeigt in einer perspektivischen
Ansicht den Positionierring 24 nach 8. Der Positionierring 24 weist
einen radial nach innen ragenden Postionierarm 25 zur Halterung
des Potentialausgleichsleiters 4 (8) auf. Radial außenseitig sind zwei diametral
sich gegenüberliegende
Rastnasen 33 vorgesehen, die in entsprechende, nicht dargestellte
Rastöffnungen
des Blasrohres 3 (2)
einrasten und dabei eine formschlüssige Festlegung des Positionierringes 24 im
Blasrohr 3 sowohl in Umfangsrichtung als auch in Achsrichtung
bewirken.
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11 zeigt eine Schnittdarstellung
des Positionierringes 24 nach 10, demnach der Positionierring 24 eine
von der Kreisform abweichende elliptische Querschnittsform aufweist.
Die beiden Rastnasen 33 liegen sich dabei in Richtung der
größeren Achse
der Ellipsenform gegenüber.
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12 zeigt in vergrößerter Darstellung
die Einzelheit XII nach 11,
demnach am freien Ende des Positionierarmes 25 eine Schnappklammer 26 vorgesehen
ist. Die Schnappklammer 26 ist mittig bezogen auf die Querschnittsform
des Positionierringes 24 (11)
angeordnet und zur rastenden, formschlüssigen Befestigung des Potentialausgleichsleiters 4 (8) koaxial zum Blasrohr 3 (2) vorgesehen.
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13 zeigt in einer Zusammenstellungszeichnung
den zweigeteilten Potentialausgleichsleiter 4 nach 2 zusammen mit dem Positionierring 24.
Der Potentialausgleichsleiter 4 ist an der Trennstelle 31 derart
zweigeteilt, daß zwei
Teilstücke 28, 29 gebildet
sind. Die beiden Teilstücke 28, 29 sind
an ihren einander zugewandten Enden mit einer aufgepreßten Ringhülse 40 versehen,
durch die zur lösbaren
Verbindung der beiden Teilstücke 28, 29 ein
Karabinerhaken 30 geführt
ist. Anstelle des Karabinerhakens 30 können auch andere geeignete
Verbindungselemente vorgesehen sein, mittels derer eine elektrisch
leitende und lösbare
Schnellverbindung der beiden Teilstücke 28, 29 ermöglicht ist.
An seinem freien Ende weist das Teilstück 28 eine weitere aufgepreßte Ringhülse 40 auf,
mittels derer es entsprechend 2 an
der Motorbefestigungsschraube 13 befestigt ist.
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Im
Bereich des freien Endes 6 ist mit Abstand zu einer Schnittfläche 41 die
Preßhülse 21 auf das
Teilstück 29 aufgeschoben
und aufgepreßt.
Im Anschluß an
den Preßvorgang
der Preßhülse 21 wurde
das zweite Teilstück 29 aus
einem Endlosmaterial des Stahlseiles 10 an der Schnittfläche 41 geschnitten
und damit abgelängt.
Das Stahlseil 10 ist in seiner Beschaffenheit derart ausgewählt, daß sich seine
Litzen 11 unter Einwirkung dieses Schnittes selbsttätig zu der
Spinne 8 aufdrehen. Die Preßhülse 21 wirkt dabei
als Stoppelement für
den selbsttätigen
Aufdrehvorgang und liegt mittig im Zentrum der Spinne 8.
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Der
Potentialausgleichsleiter 4 ist im Bereich seines an die
Spinne 8 angrenzenden freien Endes 6 von einem
Kunststoffschlauch überzogen,
der im gezeigten Ausführungsbeispiel
als Schrumpfschlauch 27 ausgebildet ist. Der Schrumpfschlauch 27 ist durch
den Positionierring 24 hindurchgeführt und gemeinsam mit dem zweiten
Teilstück 29 in
der Schnappklammer 26 gehalten. In Gegenrichtung ist der
Schrumpfschlauch 27 schützend
bis über
die Preßhülse 21 zu
deren Abdeckung geführt.