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Die
Erfindung betrifft eine Salbenzubereitung umfassend eine Salbengrundlage
und Wirkstoffkomponenten. Die Salbenzubereitung kann bei Hauterkrankungen
wie neurodermitischen Hauterkrankungen verwendet werden.
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Die
Behandlung neurodermitischer Hauterkrankungen gewinnen zunehmend
an Bedeutung. Neurodermitis stellt für die Betroffenen eine sehr
unangenehme Erkrankung der Haut dar, die oftmals mit Rötungen,
quälendem
Juckreiz, einer trockenen und/oder wunden Haut oder Schuppenbildung
verbunden ist. Betroffen sind vor allem zunehmend Kinder, wobei
die Ursachen neurodermitischer Erkrankungen noch nicht abschließend geklärt sind.
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Zur
Behandlung neurodermitischer Erkrankungen werden üblicherweise
Zubereitungen zum Auftragen auf die Haut verwendet. Salbenzubereitungen
zur Verwendung bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis sind im Stand
der Technik bekannt. Diese Salbenzubereitungen umfassen typischerweise
eine Grundlage, in welche Wirkstoffe eingebracht werden.
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Ein
derartiges Präparat
ist beispielsweise aus der
DE
44 32 633 C2 bekannt. Dieses Präparat enthält 30 bis 70 Gew.-% Omega-3-Fettsäuren in Form
von Fischöl
bzw. einem daraus hergestellten Konzentrat. Als Salbengrundlage
wird gelbes Wachs, Paraffin, Wollwachs oder Hartfett verwendet.
Nachteilig bei derartigen Präparaten
ist, dass rein fettende, nicht wasserhaltige Grundlagen der Haut
keine Feuchtigkeit zur Verfügung
stellen. Derartige Präparate
sollen beispielsweise durch die Bildung eines schützenden
Fettfilms das Austrocknen der Haut verhindern, berücksichtigen
jedoch nicht den Feuchtigkeitsbedarf der Haut.
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Produkte
mit einem hohen Wasseranteil weisen demgegenüber den Nachteil auf, dass
diesen Produkten üblicherweise
zusätzlich
Konservierungsstoffe und antimikrobielle Substanzen zugesetzt werden
müssen,
welche Allergien auslösen
oder zu Hautirritationen führen
können.
Darüber
hinaus ist nachteilig, dass diese Produkte zumeist nur eine unzureichende
Rückfettung
der Haut bewirken.
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Aus
der
DE 198 00 982
A1 ist eine weitere medizinische Salbenzubereitung bekannt,
deren Salbengrundlage von wenigstens einem Stoff der Gruppe Wollwachs,
Vaselin, Bienenwachs, Paraffin und/oder einer Emulsion aus Öl und Wasser
gebildet ist, und wobei die Wirkstoffkomponente aus einer Mischung
aus einem Liposomenanteil, einem Anteil an ätherischen Ölen und einem Vitaminanteil
besteht. Vorzugsweise wird Wollwachs/Lanolin verwendet. Nachteilig
ist bei dieser Zubereitung, dass insbesondere Wollwachs nach DAB
1996 reines Fett, insbesondere Wollfett vom Schaf, ist, welches
aufgrund der tierischen Bestandteile und/oder Unreinheiten seinerseits
Allergien auslösen
kann. Ebenso ist Lanolin eine fetthaltige Schutzsalbe, die lediglich
einen geringen Wasseranteil aufweist.
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Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Salbenzubereitung
zur Verfügung
zu stellen, die wenigstens einen der vorgenannten Nachteile des
Standes der Technik überwindet.
Insbesondere ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Salbenzubereitung
zur Verfügung
zu stellen, die zur Anwendung bei neurodermitischen Hauterkrankungen
geeignet ist.
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Die
DE 102 31 073 A1 offenbart
die Verwendung von Salbeiblätterextrakt
als Wirkstoff, der in Form einer Salbe gegen Ekzeme der Haut, insbesondere
der Neurodermitis, eingesetzt wird. In einer bevorzugten Ausführungsform
enthält
das Einreibemittel zusätzlich
Wasser, das auch in der Salbengrundlage enthalten sein kann. Als
Salbengrundlage kann die unter dem Markenamen Eucerin bekannte,
wasserfreie Wollwachs-Alkohol-Salbe verwendet werden.
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Aus
der
DE 43 18 280 A1 ist
eine Salbe zur Behandlung von Neurodermitis bekannt, die als Wirkstoff
einen oder mehrere Pflanzenextrakte und als Salbengrundlage Lanolin
verwendet.
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In
der
GB 2 330 773 A ist
eine Formulierung beschrieben, die Weißparafin, Weichparafin, Emulgiersalbe,
Lanolin und ein antibakterielles Mittel enthält und zur Behandlung von trockener
Haut und dem damit verbundenen Juckreiz geeignet ist.
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In
der
DE 40 22 815 A1 sind
Omega-3-Fettsäuren
als Bestandteil von Fischöl
zur Behandlung von Neurodermitis erwähnt, wobei die Salbengrundlage
in dieser Druckschrift nicht näher
definiert wird.
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Die
vorstehende Aufgabe wird gelöst
durch eine Salbenzubereitung umfassend eine Salbengrundlage und
Wirkstoffkomponenten, wobei die Salbengrundlage wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe und
Vaselin aufweist, und die Salbenzubereitung als Wirkstoffkomponenten
Nachtkerzenöl,
Lebertran und Dexpanthenol aufweist.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Salbenzubereitung sind
in den Unteransprüchen
angegeben.
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Die überraschend
wirksame erfindungsgemäße Salbenzubereitung
zeichnet sich dadurch aus, dass als Salbengrundlage eine hautpflegende
Salbengrundlage verwendet wird, die geeignet ist, der insbesondere
bei neurodermitischen Erkrankungen häufig beobachteten trockenen
und juckenden Haut Fett und Feuchtigkeit zur Verfügung zu
stellen. Die Vorteile der erfindungsgemäßen Salbenzubereitung werden
insbesondere durch die Verwendung der wasserhaltigen Wollwachsalkoholsalbe
in Kombination mit Vaselin verwirklicht. Diese Kombination kann vorteilhafter
Weise eine die Haut rückfettende
Wirkung, welche die natürliche
Feuchtigkeit der Haut erhalten kann, und eine Versorgung der Haut
mit Feuchtigkeit bewirken. Somit kann ein Austrocknen der Haut sowohl
durch Bereitstellen von Feuchtigkeit der wasserhaltigen Wollwachsalkoholsalbe
als auch durch das fettende Vaselin verhindert oder zumindest verbessert
werden.
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Die
Behandlung neurodermitischer Hauterscheinungen mit der erfindungsgemäßen Salbenzubereitung
kann insbesondere bei Kindern Beschwerden wie gerötete oder
trockene oder wunde Haut deutlich vermindern. Eine regelmäßige Anwendung der
erfindungsgemäßen Salbenzubereitung
kann zu einer erheblichen Verbesserung des Hautbildes bis hin zu
einer völligen
Abheilung der betroffenen Hautstellen führen. Ein besonderer Vorteil
der Salbenzubereitung besteht darin, dass auch die Schwere der neurodermitischen
Schübe
vermindert werden kann. Dies kann dazu führen, dass die bei akuten Schüben zur
Behandlung verwendeten entzündungshemmenden Wirkstoffe
wie Kortison in ihrer Dosierung verringert werden können, teilweise
sogar völlig
auf die Verabreichung von Kortison verzichtet werden kann. Somit
kann die Belastung des Organismus durch Kortison vermindert werden,
ein Vorteil, der insbesondere für
den kindlichen Organismus von großem Wert ist.
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Die
Salbengrundlage umfasst wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe und
Vaselin. Wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe weist Wasser, vorzugsweise gereinigtes
Wasser, und Wollwachsalkoholsalbe auf. In bevorzugten Ausführungsformen
der Salbenzubereitung weist die wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe
50 Gew.-% gereinigtes Wasser und 50 Gew.-% Wollwachsalkoholsalbe,
bezogen auf das Gesamtgewicht der wasserhaltigen Wollwachsalkoholsalbe, auf.
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In
bevorzugten Ausführungsformen
der Salbenzubereitung weist die Wollwachsalkoholsalbe Wollwachsalkohole,
Cetylstearylalkohol und weißes Vaselin
auf. Bevorzugt weist die Wollwachsalkoholsalbe 6 Gew.-% Wollwachsalkohole,
0,5 Gew.-% Cetylstearylalkohol und 93,5 Gew.-% weißes Vaselin, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Wollwachsalkoholsalbe, auf.
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In
besonders bevorzugten Ausführungsformen
der Salbenzubereitung weist die wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe
Wollwachsalkoholsalbe nach DAB 10 oder DAB 1999 auf, die 6 Teile
Wollwachsalkohole, 0,5 Teile Cetylstearylalkohol und 93,5 Teile weißes Vaselin
aufweist.
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Die
Salbengrundlage der Salbenzubereitung umfasst vorzugsweise eine
wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe, bevorzugt eine wasserhaltige
Wollwachsalkoholsalbe gemäß dem Deutschen
Arzneibuch (DAB). Vorzugsweise weist die Salbengrundlage wasserhaltige
Wollwachsalkoholsalbe nach DAB 1999 oder DAB 10 auf. Unter dem Begriff „DAB 1999" ist das Deutsche
Arzneibuch (DAB) 1999, und unter dem Begriff „DAB 10" die 10. Ausgabe des Deutschen Arzneibuches,
1991, zu verstehen. Wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe nach DAB
1999 oder DAB 10 weist 50 Teile Wollwachsalkoholsalbe und 50 Teile
gereinigtes Wasser auf. Bevorzugt ist wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe
nach DAB 1999, Unguentum Alcoholum Lanae aquosum. Diese ist wasserhaltig
und weist Wollwachsalkohole, bevorzugt veresterte Wollwachsalkohole,
auf, welche gegenüber der
Verwendung reinen Wollwachses insbesondere durch eine geringere
allergieauslösende
Wirkung deutliche Vorteile zeigen können. Zudem ist wasserhaltige
Wollwachsalkoholsalbe nach DAB 1999 vorzugsweise konserviert, wodurch
auf die Verwendung zusätzlicher
Konservierungsmittel verzichtet werden kann. Weiterhin ist weißes Vaselin,
Vaselinum album, nach DAB 1999, bevorzugt. Dieses ist vorteilhafter
Weise frei oder zumindest beinahe frei von allergieauslösenden Stoffen,
wodurch die Verwendung von weißem
Vaselin nebenwirkungsneutral oder beinahe nebenwirkungsneutral sein
kann.
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Die
Vorteile der erfindungsgemäßen Salbenzubereitung
werden insbesondere durch die Salbengrundlage bewirkt, welche ein
ausgewogenes und auf die Bedürfnissen
der geschädigten
Haut ausgerichtetes Verhältnis
an wasserhaltiger Wollwachsalkoholsalbe und Vaselin aufweist.
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Als
Untergrenze für
eine gute Wirksamkeit der Salbenzubereitung hat sich ein Mindestanteil
an 10 Gew.-% Vaselin bezogen auf das Gesamtgewicht der Salbengrundlage
als günstig
erwiesen. Weiterhin konnte im Rahmen der Untersuchungen festgestellt werden,
dass ein Vaselinanteil, der oberhalb von 40 Gew.-% liegt, eine ungünstige Veränderung
der Salbengrundlage bewirkt, wobei diese übermäßig fett wird. Als geeigneter
Vaselinanteil hat sich ein Vaselinanteil von 15 Gew.-% bis 35 Gew.-%
des Gesamtgewichts der Salbengrundlage herausgestellt. Bevorzugt
wird dabei ein Vaselinanteil von 20 Gew.-% bis 30 Gew.-%, besonders
bevorzugt von 26,7 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht der Salbengrundlage
verwendet. Die Kohlenwasserstoffe des Vaselinanteils der Salbenzubereitung
sind zudem geeignet, in die Haut einzudringen und den Transport
der Wirkstoffe in die Haut zu unterstützen.
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In
bevorzugten Ausführungsformen
der Salbenzubereitung umfasst diese, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Salbengrundlage:
- – 10 Gew.-% bis 40 Gew.-%,
vorzugsweise 15 Gew.-% bis 35 Gew.-%, bevorzugt 20 Gew.-% bis 30
Gew.-%, besonders bevorzugt 26,7 Gew.-%, Vaselin, vorzugsweise weißes Vaselin,
und/oder
- – 60
Gew.-% bis 90 Gew.-%, vorzugsweise 65 Gew.-% bis 85 Gew.-%, bevorzugt
70 Gew.-% bis 80 Gew.-%, besonders bevorzugt 73,3 Gew.-%, wasserhaltige
Wollwachsalkoholsalbe,
wobei die Gewichtsgehalte der jeweiligen
Stoffe so gewählt
sind, dass das Gesamtgewicht der Salbengrundlage 100 Gew.-% nicht übersteigt.
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Bezogen
auf 100 g der Salbengrundlage umfasst diese in bevorzugten Ausführungsformen
10 g bis 40 g Vaselin, vorzugsweise weißes Vaselin, und 60 g bis 90
g wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe, vorzugsweise 15 g bis 35
g Vaselin und 65 g bis 85 g wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe,
bevorzugt 20 g bis 30 g Vaselin und 70 g bis 80 g wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe,
besonders bevorzugt 26,7 g Vaselin und 73,3 g wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe,
wobei die Gewichtsgehalte der Stoffe jeweils so gewählt sind,
dass das Gesamtgewicht der Salbengrundlage 100 g nicht übersteigt.
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Ein
Vorteil wird insbesondere durch das speziell auf die durch neurodermitische
Erkrankungen geschädigte
Haut ausgerichtete Verhältnis
von Vaselin und wasserhaltiger Wollwachsalkoholsalbe verwirklicht.
Die bevorzugten Ausführungsformen
der Salbengrundlage stellen durch die aufeinander abgestimmten Anteile
an wasserhaltiger Wollwachsalkoholsalbe und Vaselin ein ausgewogenes
Verhältnis von
Fett und Feuchtigkeit zu Verfügung,
welches die Hautfettung unterstützt
und die natürliche
Feuchtigkeit der Haut erhält.
Darüber
hinaus wird durch das abgestimmte Verhältnis von Vaselin und wasserhaltige
Wollwachsalkoholsalbe eine vorteilhafte Applizierbarkeit der Salbenzubereitung
erzielt, so dass diese gut auftragbar und einreibbar ist.
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Ein
weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Salbenzubereitung wird
dadurch verwirklicht, dass der Wassergehalt der Salbenzubereitung,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Salbenzubereitung, ≥ 20 Gew.-%,
vorzugsweise 20 Gew.-% bis 35 Gew.-%, bevorzugt 25 Gew.-% bis 30
Gew.-%, besonders bevorzugt 27,5 Gew.-%, ausmacht.
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In
den bevorzugten Ausführungsformen
der Salbenzubereitung liegt der Wasseranteil höher als bei üblichen
fettenden Zubereitungen, welche teilweise völlig wasserfrei sind. Der verwendbare
Wasseranteil wird vorteilhafter Weise durch den Wasseranteil der
wasserhaltigen Wollwachsalkoholsalbe zur Verfügung gestellt, so dass sich
eine zusätzliche
Einarbeitung von Wasser in die Salbenzubereitung erübrigt. Ohne
auf eine bestimmte Theorie festgelegt zu sein, wird vermutet, dass
die Haut durch die zur Verfügung
gestellte verbesserte Kombination von Fett und Feuchtigkeit der
Salbenzubereitung in ihrer natürlichen
Beschaffenheit unterstützt
wird. Somit kann die erfindungsgemäße Salbenzubereitung vorteilhafter
Weise den Mangelerscheinungen der neurodermitischen Haut entgegenwirken
und das Hautbild insgesamt deutlich verbessern.
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Weitere
Vorteile der Salbenzubereitung ergeben sich aus den enthaltenen
Wirkstoffkomponenten. Der Begriff „Wirkstoffkomponente" umfasst im Sinne
dieser Erfindung die Stoffe, die in die Salbengrundlage der Salbenzubereitung
eingebracht sind, insbesondere Nachtkerzenöl, Lebertran und Dexpanthenol.
Die Salbengrundlage kann mehrere Wirkstoffkomponenten aufweisen,
beispielsweise vier oder fünf
Wirkstoffkomponenten, insbesondere verschiedene Öle. In bevorzugten Ausführungsformen
weist die Salbengrundlage als Wirkstoffkomponenten nur Nachtkerzenöl, Lebertran
und Dexpanthenol auf.
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Erfindungsgemäß weist
die Salbenzubereitung Nachtkerzenöl, Lebertran und Dexpanthenol auf.
Vorteilhafte Eigenschaften werden durch die Verwendung von Nachtkerzenöl und Lebertran
verwirklicht. Beide vorgenannten Öle können eine vorteilhafte fettende
Wirkung aufweisen und können
beruhigend auf bei neurodermitischen Hauterscheinungen zu beobachtende
Hautläsionen
wirken. Weitere Vorteile können
zudem auf die enthaltenen ungesättigten
Fettsäuren
zurückgehen.
So weist Nachtkerzenöl Gamma-Linolensäure und
Lebertran Omega-6-Fettsäuren auf.
Ohne auf eine bestimmte Theorie festgelegt zu sein, wird angenommen,
dass diese ungesättigten
Fettsäuren
zur Synthese der Hautvorstufen im menschlichen Körper verwendbar sind und die
bei Neurodermitikern durch einen vermuteten Enzymmangel verminderte
Katalyse der Hautvorstufen positiv beeinflussen können.
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Verwendbares
Nachtkerzenöl
ist vorzugsweise durch Extraktion gewinnbar. Vorzugsweise ist raffiniertes
Nachtkerzenöl,
beispielsweise Oenotherae oleum raffinatum nach DAC 2001, verwendbar. Der
Begriff „DAC" bedeutet Deutscher
Arzneimittelcodex. Ein weiterer Vorteil kann dadurch bewirkt werden,
dass das verwendbare Nachtkerzenöl
vorzugsweise keine Stabilisatoren aufweist, wodurch die Verträglichkeit
der erfindungsgemäßen Salbenzubereitung
erhöht
wird. Verwendbarer Lebertran ist vorzugsweise Medizinal-Dorschlebertran,
Typus A, Jecoris aselli oleum nach Eu AB 2002. Der Begriff „Eu AB" bedeutet hierbei „Europäisches Arzneibuch".
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Weiterhin
wird angenommen, dass der Wirkstoff Dexpanthenol die zelluläre Wundheilung
stimulieren kann. Vorzugsweise ist Alcoholus panthotenylicus verwendbar.
Durch eine Gabe von Dexpanthenol kann vorteilhafter Weise eine schnellere
Heilung aufgekratzter und/oder wunder Hautstellen bewirkt werden.
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Ein
weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Salbenzubereitung liegt
darin, dass diese keine stark wirksamen Wirkstoffe oder Bestandteile
enthält
und gut verträglich
ist. Der Anteil der Wirkstoffkomponenten beträgt vorzugsweise wenigstens
5 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht der Salbenzubereitung. Ein
Anteil der Wirkstoffkomponenten, der oberhalb von 40 Gew.-% liegt,
kann eine ungünstige, übermäßig ölige Veränderung
der Salbenzubereitung bewirken. Im Rahmen der Untersuchung hat sich
als geeigneter Anteil der Wirkstoffkomponenten ein Anteil von 20
Gew.-% bis 30 Gew.-% des Gesamtgewichts der Salbenzubereitung herausgestellt,
besonders bevorzugt beträgt
der Anteil der Wirkstoffkomponenten 25 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht
der Salbenzubereitung.
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Bevorzugt
umfasst die Salbenzubereitung, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Salbenzubereitung 2 Gew.-% bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 5 Gew.-%
bis 15 Gew.-%, bevorzugt
10 Gew.-%, Nachtkerzenöl,
2 Gew.-% bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 5 Gew.-% bis 15 Gew.-%, bevorzugt
10 Gew.-%, Lebertran und/oder 1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, vorzugsweise
2 Gew.-% bis 8 Gew.-%, bevorzugt 5 Gew.-%, Dexpanthenol. Die bevorzugten Anteile
der Wirkstoffkomponenten der Salbenzubereitung ermöglichen
in vorteilhafter Weise eine schnelle Besserung der neurodermitischen
Hautläsionen
sowie der damit verbundenen Symptome wie Juckreiz.
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Ein
besonderer Vorteil der Salbenzubereitung wird dadurch verwirklicht,
dass die Salbenzubereitung umfassend Nachtkerzenöl, Lebertran und Dexpanthenol
vorzugsweise sehr reizarme Eigenschaften aufweist. Die erfindungsgemäße Salbenzubereitung
umfassend als Wirkstoffkomponenten Nachtkerzenöl, Lebertran und Dexpanthenol
und eine fett- und wasserreiche Salbengrundlage umfassend wasserhaltige
Wollwachsalkoholsalbe und Vaselin, ist hervorragend zur Behandlung
extrem empfindlicher, neurodermitischer Haut geeignet. Insbesondere
kann sich die Verwendung der bevorzugt besonders reizarmen Salbenzubereitung
dadurch auszeichnen, dass diese keine Nebenwirkungen wie Reizungen
der Haut zeigt. Der Anteil der Wirkstoffkomponenten Nachtkerzenöl, Lebertran
und Dexpanthenol ist aufgrund ihrer Reizarmut auch in den bevorzugten
Anteilen, welche höher
als üblicher
Weise verwendet liegen, verwendbar.
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In
besonders vorteilhaften Ausführungsformen
der Salbenzubereitung weist diese keine Stoffe auf, welche eine
Reizwirkung der Haut verursachen können, wie Vitamin A oder ätherische Öle. Die
Verwendung von ätherischen Ölen kann
bei empfindlicher Haut beispielsweise zu Reizungen, insbesondere
Hautrötungen,
Allergien oder Juckreiz führen.
In bevorzugten Ausführungsformen
weist die Salbenzubereitung kein Schwarzkümmelöl auf, welches je nach Ursprungspflanze
fettes und ätherisches Öl oder Damascenin
enthalten kann, das spasmolytisch wirken kann. In weiteren bevorzugten
Ausführungsformen
kann die Salbenzubereitung frei von Lavendelöl sein, das durch enthaltene ätherische Öle, die ihrerseits
Terpene enthalten, zu Reizungen der Haut führen kann. In weiterhin bevorzugten
Ausführungsformen
weist die Salbenzubereitung kein Vitamin A auf, das in topischer
Anwendung zu Abschälung
und Rötung
der Haut, verbunden mit Juckreiz führen kann und insbesondere
bei empfindlicher neurodermitischer Haut zu Problemen führen kann.
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In
vorteilhaften Ausführungsformen
der Salbenzubereitung umfasst die Salbenzubereitung, bezogen auf
das Gesamtgewicht der Salbenzubereitung:
- – 2 Gew.-%
bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 5 Gew.-% bis 15 Gew.-%, Nachtkerzenöl;
- – 2
Gew.-% bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 5 Gew.-% bis 15 Gew.-%, Lebertran;
- – 1
Gew.-% bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 2 Gew.-% bis 8 Gew.-%, Dexpanthenol;
- – 10
Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 15 Gew.-% bis 25 Gew.-%, Vaselin,
vorzugsweise weißes
Vaselin;
- – 30
Gew.-% bis 80 Gew.-%, vorzugsweise 50 Gew.-% bis 60 Gew.-%, wasserhaltige
Wollwachsalkoholsalbe,
wobei die Gewichtsgehalte der jeweiligen
Stoffe so gewählt
sind, dass das Gesamtgewicht der Salbenzubereitung 100 Gew.-% nicht übersteigt.
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Unter
dem Begriff „Stoff" sind im Sinne dieser Erfindung
die Stoffe zu verstehen, die die Salbenzubereitung aufweist, insbesondere
Vaselin, vorzugsweise weißes
Vaselin, wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe, Nachtkerzenöl, Lebertran
und Dexpantenol.
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In
weiterhin vorteilhaften Ausführungsformen der
Salbenzubereitung umfasst die Salbenzubereitung, bezogen auf 100
g der Salbenzubereitung:
- – 2 g bis 20 g, vorzugsweise
5 g bis 15 g, Nachtkerzenöl;
- – 2
g bis 20 g, vorzugsweise 5 g bis 15 g, Lebertran;
- – 1
g bis 10 g, vorzugsweise 2 g bis 8 g, Dexpanthenol;
- – 10
g bis 30 g, vorzugsweise 15 g bis 25 g, Vaselin, vorzugsweise weißes Vaselin;
- – 30
g bis 80 g, vorzugsweise 50 g bis 60 g, wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe,
wobei
die Gewichtsgehalte der jeweiligen Stoffe so gewählt sind, dass das Gesamtgewicht
der Salbenzubereitung 100 g nicht übersteigt.
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In
einer besonders vorteilhaften Ausführungsformen der Salbenzubereitung
umfasst die Salbenzubereitung, bezogen auf 100 Gew.-% der Salbenzubereitung:
- – 10
Gew.-% Nachtkerzenöl,
- – 10
Gew.-% Lebertran;
- – 5
Gew.-% Dexpanthenol;
- – 20
Gew.-% weißes
Vaselin;
- – 55
Gew.-% wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe.
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In
einer weiterhin besonders vorteilhaften Ausführungsformen der Salbenzubereitung
umfasst die Salbenzubereitung, bezogen auf 100 g der Salbenzubereitung:
- – 10
g Nachtkerzenöl;
- – 10
g Lebertran;
- – 5
g Dexpanthenol;
- – 20
g weißes
Vaselin;
- – 55
g wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe.
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Die
erfindungsgemäße Salbenzubereitung weist
neben ihren die Hautstruktur unterstützenden Vorteilen den weiteren
Vorteil einer besonders guten Verträglichkeit auf, so dass sie
insbesondere von der geschädigten
Haut gut vertragen wird und auch von empfindlichen oder allergiegefährdeten
Personen verwendet werden kann. Diese gute Hautverträglichkeit
ist insbesondere bei der Verabreichung an Kinder von großem Vorteil.
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Bevorzugt
weist die Salbenzubereitung einen Zusatz von Rosenöl auf, wobei
100 g Salbenzubereitung vorzugsweise zwei Tropfen bis drei Tropfen Rosenöl aufweisen.
Der Zusatz an Rosenöl
verbessert vorzugsweise den Geruch der Salbenzubereitung, die Salbenzubereitung
kann jedoch in bevorzugten Ausführungsformen
auch frei von Rosenöl sein.
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Verwendbare
wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe nach DAB 1999 ist vorzugsweise
konserviert, wodurch auf die Verwendung zusätzlicher Konservierungsmittel
verzichtet werden kann. Die Salbenzubereitung weist vorzugsweise
keine zusätzlichen
Konservierungsmittel und/oder Stabilisierungsmittel auf. Hierdurch
wird eine möglichst
nebenwirkungsfreie Anwendbarkeit auch bei empfindlicher Haut beispielsweise
von allergiegefährdeten
Personen ermöglicht.
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Bei
einem Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Salbenzubereitung
werden Vaselin, vorzugsweise weißes Vaselin, und wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe
unter Erwärmen
ineinander emulgiert. Hierbei werden Vaselin und wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe
vorzugsweise durch Verbringen in ein auf 70°C bis 80°C erwärmtes Wasserbad zum Schmelzen
gebracht. Die Stoffe der Salbengrundlage werden unter Rühren ineinander
emulgiert, vorzugsweise emulgiert man die Stoffe vollständig ineinander.
Vorzugsweise erwärmt
man Vaselin, vorzugsweise weißes
Vaselin, und wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe auf Temperaturen
im Bereich von 35°C
bis ≤ 50°C, vorzugsweise
im Bereich von 35°C
bis ≤ 45°C, bevorzugt
im Bereich von 40°C
bis ≤ 45°C. Bevorzugt
erreicht die Emulsion Temperaturen im Bereich von 40°C bis ≤ 45°C. Die verflüssigte Emulsion
wird vom Wasserbad entfernt und ein eventueller Wasserverlust durch
Zugabe von gereinigtem Wasser, Aqua purificata, vorzugsweise durch
Zugabe von auf ca. 70°C
erwärmtem
gereinigtem Wasser, ausgeglichen. Anschließend bringt man Nachtkerzenöl und Lebertran
bei Raumtemperatur sukzessive unter Rühren in die Emulsion ein. Vorzugsweise
wird nach jeder Zugabe bis zur Homogenität gerührt.
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Bevorzugt
weist die erwärmte
Emulsion umfassend Vaselin und wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe
während
der Zugabe von Nachtkerzenöl und
Lebertran Temperaturen im Bereich von 25°C bis ≤ 45°C auf, da bei höheren Temperaturen
die Gefahr einer Oxidation der in den Ölen enthaltenen ungesättigten
Fettsäuren
besteht. Es ist vorgesehen, dass bei der Herstellung der Salbenzubereitung
Nachtkerzenöl
und/oder Lebertran bei einer Temperatur der Emulsion im Bereich
von 25°C
bis ≤ 45°C, vorzugsweise
im Bereich von 35°C
bis ≤ 45°C, bevorzugt
im Bereich von 40°C
bis ≤ 45°C, eingebracht
wird/werden.
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Vorzugsweise
anschließend
bringt man Dexpanthenol ein. Bevorzugt wird Dexpanthenol vor der Zugabe
in einem verschlossenen Gefäß auf einem Wasserbad
bei Temperaturen im Bereich von 70°C bis 80°C erwärmt, um die bei Raumtemperatur
zähe Substanz
in eine viskose Flüssigkeit
zu überführen. Die
verflüssigte
Substanz wird in die Emulsion eingewogen und unter Rühren vorzugsweise
bis zur Homogenität
eingearbeitet.
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In
bevorzugten Verfahren zur Herstellung der Salbenzubereitung bringt
man in die Salbenzubereitung Rosenöl ein, wobei vorzugsweise zwei
Tropfen bis drei Tropfen Rosenöl
eingebracht werden. Im Anschluss wird die Emulsion verrührt, bis
diese eine salbenartige Konsistenz aufweist. Abschließend wird die
Salbenzubereitung auf Raumtemperatur abgekühlt. Vorzugsweise wird die
Salbenzubereitung während
eines Zeitraums von 30 Minuten bis 40 Minuten abkühlen lassen,
bevor die Salbenzubereitung abgefüllt wird.
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Ein
bevorzugtes Verfahren zur Herstellung einer Salbenzubereitung weist
die folgenden Schritte auf:
- a. Emulgieren von
Vaselin, vorzugsweise weißem Vaselin,
bevorzugt 10 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 5 Gew.-% bis 15
Gew.-%, besonders bevorzugt 20 Gew.-%, Vaselin, und wasserhaltiger
Wollwachsalkoholsalbe, bevorzugt 30 Gew.-% bis 80 Gew.-%, vorzugsweise
50 Gew.-% bis 60 Gew.-%, besonders bevorzugt 55 Gew.-%, wasserhaltiger
Wollwachsalkoholsalbe unter Erwärmen;
- b. optional Ausgleichen eines eventuellen Wasserverlustes durch
Zugabe von gereinigtem Wasser, vorzugsweise durch Zugabe von auf
ca. 70°C erwärmtem gereinigtem
Wasser;
- c. Einbringen von Nachtkerzenöl, bevorzugt 2 Gew.-% bis 20
Gew.-%, vorzugsweise 5 Gew.-% bis 15 Gew.-%, besonders bevorzugt
10 Gew.-% Nachtkerzenöl
in die Emulsion;
- d. Einbringen von Lebertran, bevorzugt 2 Gew.-% bis 20 Gew.-%,
vorzugsweise 5 Gew.-% bis 15 Gew.-%, besonders bevorzugt 10 Gew.-%
Lebertran in die Emulsion;
- e. Einbringen von Dexpanthenol, bevorzugt verflüssigtes
Dexpantenol, bevorzugt 1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 2 Gew.-%
bis 8 Gew.-%, besonders bevorzugt 5 Gew.-% Dexpanthenol, in die
Emulsion;
- f. optional Einbringen von zwei Tropfen bis drei Tropfen Rosenöl,
wobei
die Gewichtsgehalte der jeweiligen Stoffe so gewählt sind, dass das Gesamtgewicht
der Salbenzubereitung 100 Gew.-% nicht übersteigt.
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Ein
besonders bevorzugtes Verfahren zur Herstellung einer Salbenzubereitung
weist die folgenden Schritte auf:
- a. Emulgieren
von 10 g bis 30 g, vorzugsweise 5 g bis 15 g, bevorzugt 20 g, Vaselin,
vorzugsweise weißes
Vaselin, und 30 g bis 80 g, vorzugsweise 50 g bis 60 g, bevorzugt
55 g, wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe unter Erwärmen;
- b. optional Ausgleichen eines eventuellen Wasserverlustes durch
Zugabe von gereinigtem Wasser, vorzugsweise durch Zugabe von auf
ca. 70°C erwärmtem gereinigtem
Wasser;
- c. Einbringen von 2 g bis 20 g, vorzugsweise 5 g bis 15 g, bevorzugt
10 g Nachtkerzenöl
in die Emulsion;
- d. Einbringen von 2 g bis 20 g, vorzugsweise 5 g bis 15 g, bevorzugt
10 g Lebertran in die Emulsion;
- e. Einbringen von 1 g bis 10 g, vorzugsweise 2 g bis 8 g, bevorzugt
5 g Dexpanthenol, bevorzugt verflüssigtes Dexpantenol, in die
Emulsion;
- f. optional Einbringen von zwei Tropfen bis drei Tropfen Rosenöl.
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Vorzugsweise
führt man
das Verfahren in der Reihenfolge a. bis f. der Schritte aus, es
kann jedoch auch eine andere Reihenfolge der Schritte vorgesehen
sein. In bevorzugten Verfahren zur Herstellung der Salbenzubereitung
wird die Reihenfolge a. bis f. der Schritte eingehalten.
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Bei
dem Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Salbenzubereitung
ist es bevorzugt, dass für
die Salbengrundlage wie auch die Wirkstoffkomponenten Nachtkerzenöl, Lebertran
und Dexpanthenol die vorstehend genannten Gewichtsbereiche beachtet
werden.
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Die
Reihenfolge der Zugabe von Nachtkerzenöl, Lebertran und Dexpanthenol
ist hierbei unkritisch, vorzugsweise wird zunächst Nachtkerzenöl vor Lebertran
eingearbeitet, und anschließend
Dexpanthenol. In bevorzugten Ausführungsformen des Verfahrens
bringt man zunächst
Nachtkerzenöl,
darauf folgend Lebertran und anschließend Dexpanthenol in die Emulsion
ein.
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Bevorzugt
werden bei der Herstellung der Salbenzubereitung keine zusätzlichen
Konservierungsmittel und/oder Stabilisierungsmittel in die Salbenzubereitung
eingebracht, wodurch eine möglichst nebenwirkungsfreie
Anwendbarkeit auch bei empfindlicher Haut beispielsweise von allergiegefährdeten
Personen ermöglicht
wird. Im Rahmen der durchgeführten
Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass die Salbenzubereitung
auch ohne Zusatz zusätzlicher
Konservierungsmittel, insbesondere bei einer Lagerung bei 2°C bis 8°C, über einen
Zeitraum von wenigstens drei Monaten, vorzugsweise wenigstens vier
Monaten verwendbar war.
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Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft die Verwendung
einer wie vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Salbenzubereitung umfassend
Salbengrundlage und Wirkstoffkomponenten zur Herstellung eines kosmetischen und/oder
pharmazeutischen Mittels zur Anwendung bei Hauterkrankungen wie
Neurodermitis. Die Salbenzubereitung ist vorzugsweise hautverträglich und ist
sowohl unbedenklich zur präventiven
Hautpflege verwendbar, als auch bei bestehenden neurodermitischen
Hauterkrankungen. Vorzugsweise wird die Salbenzubereitung nicht
zu dünn
aufgetragen und eingerieben.
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Von
besonderem Vorteil ist, dass die erfindungsgemäße Salbenzubereitung zur Herstellung
eines kosmetischen und/oder pharmazeutischen Mittels als Pflegesalbe
zur Intervallbehandlung der Haut, insbesondere zur Intervallbehandlung
bei Hauterkrankungen wie neurodermitischen Hauterkrankungen verwendbar
ist.
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Unter
einer „Intervallbehandlung" wird im Sinne dieser
Erfindung die topische Anwendung der Salbenzubereitung bei neurodermitischen
Hauterkrankungen vor und/oder nach akuten Schüben der Erkrankung verstanden,
vorzugsweise ohne dass hierbei eine zeitliche Einschränkung der
Anwendung zu verstehen ist.
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Es
wurde überraschend
gefunden, dass schon innerhalb weniger Tage, beispielsweise innerhalb
von 2 bis 4 Tagen, eine deutliche Besserung der Beschwerden wie
Juckreiz bewirkt werden kann. Zudem kann eine regelmäßige Anwendung
der erfindungsgemäßen Salbenzubereitung
zu einer deutlichen Verbesserung des Hautbildes bis hin zu einer völligen Abheilung
der betroffenen Hautstellen führen.
Die erfindungsgemäße Salbenzubereitung
ist insbesondere in vorteilhafter Weise in der Langzeitanwendung
bei neurodermitischen Hauterkrankungen verwendbar. Ein besonderer
Vorteil bei der Intervallbehandlung mit der Salbenzubereitung besteht darin,
dass auch die Schwere der neurodermitischen Schübe vermindert werden kann.
Beispielsweise kann die Kortisondosis zur Behandlung des akuten Schubes
verringert werden.
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Die
erfindungsgemäße Salbenzubereitung zur
Herstellung eines kosmetischen und/oder pharmazeutischen Mittels
ist vorteilhafter Weise ebenfalls zur Behandlung der Haut, insbesondere
zur Behandlung von Hauterkrankungen wie neurodermitischen Hauterkrankungen
verwendbar. Insbesondere ist die erfindungsgemäße Salbenzubereitung auch in
akuten Schüben
neurodermitischer Erkrankungen verwendbar.
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Beispiele
für Salbenzubereitungen,
die der Veranschaulichung der vorliegenden Erfindung dienen, sind
nachstehend angegeben.
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Beispiel 1
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Rezeptur
für 100
g einer Salbenzubereitung zur äußeren Anwendung
bei neurodermitischen Erkrankungen
- – 10 g Nachtkerzenöl;
- – 10
g Lebertran;
- – 5
g Dexpanthenol;
- – 20
g weißes
Vaselin;
- – ad
100 g wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe.
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Die
Salbenzubereitung umfasst die Wirkstoffkomponenten in einer Salbengrundlage
umfassend wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe und weißes Vaselin.
Die Salbenzubereitung zeigte bei ca. 90 % der behandelten Kinder
eine Besserung der Beschwerden wie Juckreiz, Rötung, trockene und wunde Haut
innerhalb von 2 bis 4 Tagen, auch in schweren Fällen von Neurodermitis. Auch
bei wiederholter Auftragung der Salbenzubereitung waren keine Gegenanzeigen
oder Nebenwirkungen zu beobachten.
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Beispiel 2
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Rezeptur
für 100
g einer Salbenzubereitung zur äußeren Anwendung
bei neurodermitischen Erkrankungen
- – 10 g Oenotherae
oleum raffinatum/DAC 2001;
- – 10
g Jecoris aselli oleum/Eu AB 2002;
- – 5
g Alkoholus panthotenylicus;
- – 20
g Vaselinum album/DAB 1999;
- – ad
100 g Unguentum Alcoholum Lanae aquosum/DAB 1999.
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Oenotherae
oleum raffinatum, Alkoholus panthotenylicus, Vaselinum album und
Unguentum Alcoholum Lanae aquosum wurden bezogen von der Fa. Caesar & Loretz, Hilden,
Jecoris aselli oleum, Art.-Nr. 75860 von Henry Lamotte GmbH, Bremen.
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Beispiel 3
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Herstellungsverfahren
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In
einer zuvor tarierten Reibschale wurden 20,0 g weißes Vaselin
und 55,0 g Unguentum Alcoholum Lanae aquosum eingewogen. Unter Beibehalten
der Tara wurde die Reibschale auf ein auf 70°C bis 80°C erwärmtes Wasserbad verbracht.
Die Salbengrundlagen wurden zum Schmelzen gebracht und unter Rühren mit
einem Pistill vollständig
ineinander emulgiert. Die Emulsion erreichte dabei Temperaturwerte
im Bereich von 40°C
bis 45°C.
Die flüssige
Emulsion wurde sofort vom Wasserbad entfernt, die Reibschale mit
der Emulsion auf der tarierten Rezepturwaage nachgewogen und ein
Wasserverlust durch Zugabe von auf ca. 70°C erwärmtes gereinigtes Wasser, Aqua
purificta, auf 75,0 g ausgeglichen. Nach erneutem Verreiben wurden
sofort 10,0 g Nachtkerzenöl
bei Raumtemperatur in Anteilen von 2 g bis 3 g zugegeben. Nach jeder
Zugabe wurde die Substanz durch Rühren mit dem Pistill bis zum
Erreichen der Homogenität
in die Emulsion eingearbeitet. Analog wurden anschließend 10,0
g Lebertran bei Raumtemperatur in Anteilen von 2 g bis 3 g bis zum Erreichen
der Homogenität
der Emulsion eingearbeitet. Anschließend wurde auf einem Wasserbad
bei Temperaturen im Bereich von 70°C bis 80°C Dexpenthanol in einem geschlossenen
Gefäß erwärmt, bis
dieses in eine viskose Flüssigkeit überführt war. 5,0
g der verflüssigten
Substanz wurden in die Emulsion eingewogen und sofort unter intensivem
Rühren bis
zur Homogenität
eingearbeitet. Anschließend wurden
2 bis 3 Tropfen Rosenöl
zugegeben und nochmals intensiv verrührt bis die Emulsion eine salbenartige
Konsistenz aufwies. Die Salbe wurde abgedeckt 30 bis 40 Minuten
stehen lassen, bis die Zubereitung auf Raumtemperatur abgekühlt war.
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Danach
wurde die Salbe in Metalltuben abgefüllt und fest verschlossen.
Die Tuben wurden bei Temperaturen im Bereich von 2°C bis 8°C gelagert.