[go: up one dir, main page]

DE1018043B - Verfahren zur Herstellung von ª‰-Phenyl-aethyl-alkohol - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von ª‰-Phenyl-aethyl-alkohol

Info

Publication number
DE1018043B
DE1018043B DED16573A DED0016573A DE1018043B DE 1018043 B DE1018043 B DE 1018043B DE D16573 A DED16573 A DE D16573A DE D0016573 A DED0016573 A DE D0016573A DE 1018043 B DE1018043 B DE 1018043B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydrogenation
carried out
phenyl
water
styrene oxide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED16573A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ulrich Hoffmann
Dr Hansheinrich Kuhn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa GmbH filed Critical Degussa GmbH
Priority to DED16573A priority Critical patent/DE1018043B/de
Publication of DE1018043B publication Critical patent/DE1018043B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C33/00Unsaturated compounds having hydroxy or O-metal groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C33/18Monohydroxylic alcohols containing only six-membered aromatic rings as cyclic part
    • C07C33/20Monohydroxylic alcohols containing only six-membered aromatic rings as cyclic part monocyclic
    • C07C33/22Benzylalcohol; phenethyl alcohol

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von ß-Phenyl-äthyl-alkohol Es ist bekannt, durch katalytische Hydrierung von Styroloxydß-Phenyl-äthyl-alkohol herzustellen. Hierbei wird das Styro-loxyd in reiner Form mit Wasserstoff in Gegenwart von Katalysatoren hydriert. Es ist ferner bekannt, diese Hydrierung in Gegenwart von Alkohol, z. B. Methanol, als Lösungsmittel vorzunehmen. Beide Verfahren haben keinen Eingang in die Technik gefunden, da Nebenreaktionen auftreten und störende Nebenprodukte gebildet werden.
  • Es ist außerdem bekannt, ß-Phenyl-ä.thyl-alkohol durch katalytische Hydrierung von Styrolhalohydrin, welches auch durch Styroldihalogenid verunreinigt sein kann, in flüssiger Phase herzustellen. Bei diesem Verfahren bildet sich unter der Einwirkung von konzentriertem Alkali aus dem Styrolhalohydrin zunächst Styroloxyd, welches dann sofort zu ß-Phenyläthyl-alkohol reduziert wird.
  • Es wurde nun gefunden, daß die katalytische Hydrierung von Styroloxyd besonders vorteilhaft so durchgeführt werden kann, daß man das Styroloxyd vorher mit Wasser verrührt. Hierbei ist es vorteilhaft, die Behandlung mit Wasserstoff in Gegenwart höherer Drucke, z. B. zwischen 20 und 200 at, durchzuführen.
  • Der Erfolg der Reaktion wird von dem Verteilungsgrad des Styroloxyds in Wasser beeinflußt. Daher empfiehlt es sich, das Gemisch intensiv zu rühren und hierbei gegebenenfalls geringe Mengen emulgierend wirkender Stoffe zuzusetzen.
  • Als geeignete Hydrierungskatalysatoren haben sich unter anderem feinverteiltes Nickel, Kobalt, Platin oder Palladium erwiesen. Auch aktive Kohle ist ein guter Katalysator. Die katalytisch wirkenden Metalle können unter Umständen in an sich bekannter Weise auf inaktiven Trägersubstanzen, wie Siliciumdioxyd, Aluminiumoxyd oder Kieselgur, niedergeschlagen sein.
  • Um die Hydrierung des Styroloxyds mit Wasserstoff zu erleichtern und Nebenreaktionen auszuschließen, hat es sich als zweckmäßig erwiesen, dem Reaktionsgemisch geringe Mengen alkalisch wirkender Stoffe, z. B. Natriumhydroxyd oder Natriu,mcarbonat, zuzusetzen.
  • Unter den angegebenen Bedingungen verläuft die Hydrierung in kurzer Zeit und mit fast quantitativer Ausbeute, ohne Bildung von störenden Nebenprodukten. Der erzielte technische Fortschritt tritt auch gegenüber dem Verfahren, nach welchem ß-Phenyl-äthyl-allcohol aus Styrolhalohydrin, welches auch durch Styroldiha,logenid verunreinigt sein kann, durch katalytische Hydrierung hergestellt wird, deutlich in Erscheinung. So kann beispielsweise die erfindungsgemäßeHydrierung, weil sie in ganz schwach alkalischer Lösung durchgeführt wird, in Druckgefäßen aus jedem beliebigen. Material stattfinden. Die Anwendung von besonders widerstandsfähigen, korrosionsfesten Apparaturen ist nicht erforderlich. Da ferner das erfindungsgemäße Verfahren mit halogenfreien Stoffen, d. h. in Abwesenheit von Styroldihalogeniden, durchgeführt wird, tritt eine Vergiftung des Katalysators nicht ein, was eine erhebliche Einsparung und eine Verkürzung der Hydrierungszeit bedeutet. Außerdem läßt sich hierdurch selbst ohne besondere Reinigung ein viel reineres und besser riechendes Produkt herstellen. Diese Vorteile werden durch die im Beispiel 2 angeführten Vergleichsversuche gezeigt.
  • Beispiel 1 100 Teile Styroloxyd werden mit 500 Teilen Wasser, 2 Teilen N atriumcarbonat und 3 Teilen Raney-Nickel in einem druckfesten Gefäß unter Rühren und einem Wasserstoffdruck von 50 at bei 50° bis zur Druckkonstanz gerührt. Nach ungefähr 30 Minuten ist die Wasserstoffaufnahme beendigt. Bei der nachfolgenden Aufarbeitung durch Destillation erhält man ß-Phenyl-äthyl-allcohol in nahezu quantitativer Ausbeute.
  • Beispiel 2 (Vergleichsversuch) Ein Gemisch von 110 g Styroldichlorid und 255 g Styrolchlorhydrin wird mit 328g 33o/oiger Natronlauge und wenig Raney-Nickel im Rühra.utolclav bei Zimmertemperatur und einem maximalen Wasserstoffdruck von 25 at zur Reaktion gebracht, bis kein Wasserstoff mehr aufgenommen wird: Der Ansatz wird im Scheidetrichter mit 41 Äther aufgearbeitet. Es wird viermal mit Wasser gewaschen. Dabei bilden: sich unliebsame Emulsionen, die die Arbeit merklich behindern. Nach dem Trocknen und Abdampfen des Äthers verbleibt eine rötlich gefärbte Flüssigkeit, die zur Abtrennung der farbigen und harzigen Bestandteile im Hickrnannkolben ausdestilliert wird (Ölbad bis 200°), wobei 173,5 g einer farblosen Flüssigkeit zwischen 40 und 90° (die vor 40° anfallenden Anteile an Kohlenwasserstoffen werden verworfen) und 11 mm abdestillieren, während 17,8 g eines harzigen Rückstandes im Kolben verbleiben. Das Destillat wird nun einer sorgfältigen Rektifikation in der Widmerkolonne unterworfen. Dabei gehen bei 11 mm Hg bis 54° noch 11,2 g Kohlenwasserstoffe über, dann steigt die Temperatur rasch auf 96 bis 97°, wobei insgesamt 155 g einer einheitlichen Fraktion übergehen. Die Substanz enthält jedoch noch Chlor (Substanz 1), wogegen das Infrarotspektrum kaum von demjenigen des reinen Phenyläthylalkohols verschieden ist.
  • Die Substanz 1 wird nun zur Entfernung von chlorhaltigen Produkten über die Calciumchloridverbindung gereinigt, wobei 25,3 g nicht addiert werden. Diese Substanz siedet bei 11 mm zwischen 88 und 95° und enthält viel Chlor. Die destillierte Substanz wird nochmals mit CaC12 verrieben, abgenutscht und mit Petroläther gewaschen, wobei nochmals 3 g an das CaC12 addiert werden. Die Additionsverbindung wird mit Eiswasser zersetzt und mit Äther ausgezogen. In der Widmerkolonne geht bei 11 mm Hg die gesamte Substanz bis auf einen geringen Rückstand zwischen 96 und 97° über (Substanz 2). Diese Substanz zeigt keine Reaktion, mehr auf Chlor, ist aber in bezug auf den Geruch dem aus Styroloxyd durch Reduktion mit Raney-Nickel in Wasser erhaltenen Phenyläthylalkohol noch weit unterlegen. Maximalausbeute 6611/o.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von ß-Phenyläthyl-alkohol durch katalytische Hydrierung von Styroloxyd, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydrierung in Gegenwart von Wasser durchgeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB die Hydrierung unter Druck durchgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daB die Hydrierung unter intensivem Rühren des Wasser-Styroloxyd-Gemisches durchgeführt wird.
  4. 4. Verfahren nach. Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydrierung in Gegenwart geringer Mengen alkalisch wirkender Stoffe durchgeführt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daB dem Gemisch von Wasser und Styroloxyd geringe Mengen emulgierend wirkender Stoffe zugesetzt werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 907 169.
DED16573A 1953-12-15 1953-12-15 Verfahren zur Herstellung von ª‰-Phenyl-aethyl-alkohol Pending DE1018043B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED16573A DE1018043B (de) 1953-12-15 1953-12-15 Verfahren zur Herstellung von ª‰-Phenyl-aethyl-alkohol

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED16573A DE1018043B (de) 1953-12-15 1953-12-15 Verfahren zur Herstellung von ª‰-Phenyl-aethyl-alkohol

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1018043B true DE1018043B (de) 1957-10-24

Family

ID=7035402

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED16573A Pending DE1018043B (de) 1953-12-15 1953-12-15 Verfahren zur Herstellung von ª‰-Phenyl-aethyl-alkohol

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1018043B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE907169C (de) * 1950-12-14 1954-03-22 Polak & Schwarz S Essencefabri Verfahren zur Herstellung von 2-Phenylaethanol-(1)

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE907169C (de) * 1950-12-14 1954-03-22 Polak & Schwarz S Essencefabri Verfahren zur Herstellung von 2-Phenylaethanol-(1)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69301579T2 (de) Verbessertes Verfahren zur Gleichzeitigen Herstellung von Propylenoxid und Styrolmonomer
DE3016668A1 (de) Verfahren zur herstellung von epoxi-verbindungen aus olefin-verbindungen
DE2653096C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 2,2-disubstituierten Propan-1,3-diolen
EP0082401B1 (de) Verfahren zur Herstellung von überwiegend das Z-Isomere enthaltendem Rosenoxid
DE2431242A1 (de) 2,7,10,15,18,23-hexamethyltetracosan und verfahren zu seiner herstellung
DE885703C (de) Verfahren zur katalytischen Reduktion von Alkylenoxyden
DE1018043B (de) Verfahren zur Herstellung von ª‰-Phenyl-aethyl-alkohol
EP0025891A1 (de) Verfahren zur Hydroxylierung von cyclischen Olefinen mit ein oder zwei Doppelbindungen
DE60313950T2 (de) Verfahren zur herstellung eines alkylarylhydroperoxid haltigen produkts
DE60113857T2 (de) Herstellung von 3-alkylcycloalkanolen
DE1543027C3 (de) Verfahren zur Gewinnung des Alkohols aus einer Sumpffraktion, die bei der Epoxydierung einer olefinischen Verbindung mit einem organischen Hydroperoxid nach Abtrennung der Produkte und des Olefins erhalten worden ist
DE2444389A1 (de) Verfahren zur herstellung eines hochaktiven polymerisations-initiators
DE2039818A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Bis(-aminocyclohexyl)-alkanen oder -aethern
DE2542798C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Myrcen
DE857962C (de) Verfahren zur Hydrierung von isocyclischen o-Dioxyverbindungen zu den entsprechendenalicyclischen o-Diolen
DE1149700B (de) Verfahren zur Herstellung von Triolen
CH695294A5 (de) Titanhaltiger fester Katalysator und Verfahren zur Herstellung einer Epoxy-Verbindung unter Verwendung desselben.
DE4021478A1 (de) Ungesaettigte polyalkylenglycolether
DE934589C (de) Verfahren zur Enthalogenierung von halogenalkylierten aromatischen Kohlenwasserstoffen
DE1065401B (de) Verfahren zur Herstellung von Monooxytriäthern
DE1172654B (de) Verfahren zur Herstellung von Chlorhydrinen durch Umsetzen eines Olefins oder Polyolefins mit Chlor in einem waesserigen Medium
DE1270539C2 (de) Verfahren zur Reinigung von durch Hydrolyse von Aluminiumalkoxyden hergestellten primaeren Alkoholen
DE827800C (de) Verfahren zur Herstellung von gesaettigten Terpenaldehyden und Terpenalkoholen
DE2515581C2 (de) Verfahren zum Herstellen von tert.-Butylglycidyläther
DE1932033C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Buten-1,4-dlol aus Dichlorbutenen