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DE60313950T2 - Verfahren zur herstellung eines alkylarylhydroperoxid haltigen produkts - Google Patents

Verfahren zur herstellung eines alkylarylhydroperoxid haltigen produkts Download PDF

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DE60313950T2
DE60313950T2 DE60313950T DE60313950T DE60313950T2 DE 60313950 T2 DE60313950 T2 DE 60313950T2 DE 60313950 T DE60313950 T DE 60313950T DE 60313950 T DE60313950 T DE 60313950T DE 60313950 T2 DE60313950 T2 DE 60313950T2
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Germany
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alkylaryl
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hydroperoxide
phase
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Antoon Paul Kremers
Eduardus Petrus Schouten
Cornelis Willem Schram
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Shell Internationale Research Maatschappij BV
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SHELL INT RESEARCH
Shell Internationale Research Maatschappij BV
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    • C07D301/00Preparation of oxiranes
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    • C07D301/03Synthesis of the oxirane ring by oxidation of unsaturated compounds, or of mixtures of unsaturated and saturated compounds
    • C07D301/19Synthesis of the oxirane ring by oxidation of unsaturated compounds, or of mixtures of unsaturated and saturated compounds with organic hydroperoxides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Alkylarylhydroperoxid enthaltenden Produktes. Solch ein Produkt ist für die Verwendung in zahlreichen Verfahren geeignet, wie bei der Herstellung von Oxiranverbindungen und bei der Herstellung von Alkenylaryl.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Verfahren zum Herstellen von Propylenoxid, die Alkylarylhydroperoxidverbindungen verwenden, sind im Stand der Technik gut bekannt. Wie in US-A-5,883,268 beschrieben, umfassen solche Verfahren üblicherweise die Peroxidation von Ethylbenzol, gefolgt vom Inkontaktbringen des Peroxidations-Reaktionsprodukts mit wäßriger Base in einer ausreichenden Menge, um die sauren Bestandteile davon zu neutralisieren, und das Auftrennen der sich ergebenden Mischung in einen wäßrigen Strom und einen von Säuren befreiten organischen Strom. Der mit Base verunreinigte, von Säuren befreite Hydroperoxidstrom wird mit Wasser gewaschen und die sich ergebende Mischung in eine mit organischen Stoffen verunreinigte Wasserphase und eine organische Phase, die einen verringerten Alkalimetallgehalt besitzt, getrennt.
  • Es wurde nun gefunden, daß es nicht nötig ist, das Peroxidations-Reaktionsprodukt mit wäßriger Base zu waschen. Überraschenderweise kann das Peroxidations-Reaktionsprodukt nur mit Wasser gewaschen werden. Ein bedeutender Vorteil der Abwesenheit einer Wäsche mit wäßriger Base ist, daß eine größere Menge an wäßriger Phase in der organischen Phase zulässig ist. Die größere Menge an wäßriger Phase in dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung ist akzeptabel, da solch eine wäßrige Phase keinen wäßrigen basischen Rückstand, wie Natriumsalze enthalten wird. Die Anwesenheit von solchen Verbindungen ver ursacht im allgemeinen Probleme in den nachfolgenden Verfahrensschritten. Wasser muß in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung nicht gründlich entfernt werden und das bewirkt, daß die Trennung von Wasser und organischer Phase in einer einfacheren Weise ausgeführt werden kann. Ferner sind Störungen in der Fabrikanlage, die zu einer weniger effizienten Wasserentfernung führen, in der vorliegenden Erfindung in größerem Maße annehmbar als das in einem herkömmlichen Verfahren der Fall ist.
  • Es wurde gefunden, daß Alkylarylhydroperoxid enthaltendes Reaktionsprodukt, welches nur mit Wasser gewaschen wurde, eine ähnliche Katalysatordeaktivierung in einer nachfolgenden Reaktion ergab, wie ein Produkt, welches sowohl mit wäßriger Base als auch mit Wasser gewaschen wurde, während eine höhere Ausbeute an Alkylarylhydroperoxid beobachtet wurde, wenn das Reaktionsprodukt allein mit Wasser gewaschen wurde. Letzteres ist der verringerten Zersetzung von Alkylarylhydroperoxid zuzuschreiben. Es wird angenommen, daß solch eine Zersetzung durch die Anwesenheit von wäßriger Base unter basischen Bedingungen katalysiert wird. Die ähnliche Deaktivierung ist sehr überraschend, da die Wäsche mit Wasser nur wenige Verunreinigungen, wie Benzoesäure, von denen bekannt ist, daß sie in dem Reaktionsrohprodukt enthalten sind, entfernt. Ferner wurde beobachtet, daß sich weniger Emulsion bildete, wenn das Alkylarylhydroperoxid enthaltende Produkt nur mit Wasser gewaschen wurde.
  • WO 00/12470 beschreibt ein Verfahren zur Reinigung einer Cyclohexylhydroperoxid enthaltenden Reaktionsmischung, um sie für die Zersetzung oder Hydrierung zu Cyclohexanol und Cyclohexanon geeignet zu machen. Dieses Dokument enthält keinerlei Information über die Reinigung einer Alkylarylhydroperoxid enthaltenden Reaktionsmischung, welche mit Olefin in Gegenwart eines Epoxidierungskatalysators umgesetzt werden soll.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Überraschenderweise wurde nun ein Verfahren gefunden, welches ein verbessertes Alkylarylhydroperoxid enthaltendes Produkt liefert.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung zur Herstellung von organischem Hydroperoxid enthaltendem Produkt umfaßt:
    • (a) die Oxidation von einer Alkylarylverbindung, um ein organisches Hydroperoxid enthaltendes Reaktionsprodukt zu erhalten,
    • (b) das Inkontaktbringen von mindestens einem Teil des in Schritt (a) erhaltenen, Alkylarylhydroperoxid enthaltenden Reaktionsproduktes mit Wasser, welches Reaktionsprodukt weniger als 0,05 Gew.-% Natrium enthält,
    • (c) die Trennung des Produktes aus Schritt (b) in eine kohlenwasserstoffhältige Phase, die Alkylarylhydroperoxid enthält, und in eine wäßrige Phase,
    • (d) die ein- oder mehrmalige wahlweise Wiederholung der Verfahrensschritte (b) und (c),
    • (e) das Inkontaktbringen von mindestens einem Teil der in Schritt (c) oder (d) erhaltenen kohlenwasserstoffhältigen Phase, die Alkylarylhydroperoxid enthält, mit einem Olefin und einem Katalysator, um Alkylarylhydroxid und eine Oxiranverbindung zu erhalten, und
    • (f) die Abtrennung von mindestens einem Teil der Oxiranverbindung vom Alkylarylhydroxid.
  • Das Produkt, welches dem Schritt (b) unterzogen wird, wird als das gesamte Produkt betrachtet. Wenn irgendeine wäßrige Phase in dem Reaktionsprodukt, das der Wäsche mit Wasser unterzogen wird, vorhanden ist, so wird der Natriumgehalt dieser wäßrigen Phase ebenfalls berücksichtigt. Ein herkömmliches Alkylarylhydroperoxid enthaltendes Produkt, welches mit wäßriger Base neutralisiert wurde, wird im allgemeinen von 0,10 bis 0,15 Gew.-% an Natrium, bezogen auf die gesamte Menge von sowohl organischer als auch wäßriger Phase enthalten, bevor es einer Wäsche mit Wasser unterzogen wird.
  • Bevorzugt wird das Wasser aus der in Schritt (c) oder (d) erhaltenen, Alkylarylhydroperoxid enthaltenden, kohlenwasserstoffhältigen Phase entfernt, bevor diese kohlenwasserstoffhältige Phase dem Schritt (e) unterzogen wird. Ein zweckdienliches und bevorzugtes Verfahren zur Entfernung von Wasser aus dieser kohlenwasserstoffhältigen Phase ist die Destillation.
  • Das in Schritt (f) erhaltene Alkylarylhydroxid kann in einem weiten Bereich von Verfahren verwendet werden. Solch ein Verfahren ist die Herstellung eines Alkenylaryls durch Dehydratisierung des Alkylarylhydroxids. Ein anderes Verfahren ist die Hydrierung des Alkylarylhydroxids, um ein Alkylaryl zu erhalten. Dazu umfaßt das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung geeigneterweise weiter:
    • (g) das Umwandeln von mindestens einem Teil des im Schritt (f) erhaltenen Alkylarylhydroxids.
  • Im allgemeinen liefert die Umwandlung Reaktionsprodukt und Wasser.
  • Bevorzugt umfaßt der Schritt (g) entweder die Dehydratisierung oder die Hydrogenolyse des Reaktionsproduktes. Die Hydrogenolyse ist die Reaktion des Alkylarylhydroxids mit Wasserstoff, bevorzugt in Gegenwart eines Katalysators. Die Dehydratisierung wird im allgemeinen ein Alkenylaryl und Wasser liefern, während die Hydrogenolyse im allgemeinen ein Alkylaryl liefern wird.
  • Bevorzugt wird die Hydrogenolyse Alkylaryl liefern, das als Ausgangsverbindung verwendet wird.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Alkylarylverbindungen, die am stärksten bevorzugt in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendet werden, sind Benzolverbindungen, die mindestens einen Alkylsubstituenten besitzen, welcher Alkylsubstituent 1 bis 10 Kohlenstoffatome besitzt, bevorzugt 2 bis 8 Kohlenstoffatome. Bevorzugt enthält die Benzolverbindung im Durchschnitt 1 bis 2 Bestandteile. Die am häufigsten angetroffenen Alkylarylverbindungen sind Ethylbenzol, Cumol und Di(isopropyl)benzol.
  • Die Oxidation der Alkylarylverbindung kann mit jedwedem geeigneten, im Stand der Technik bekannten Verfahren ausgeführt werden. Die Oxidation kann in flüssiger Phase in Gegenwart eines Verdünnungsmittels ausgeführt werden. Dieses Verdünnungsmittel ist bevorzugt eine Verbindung, welche unter den Reaktionsbedingungen flüssig ist und nicht mit dem Ausgangsmaterial und dem erhaltenen Produkt reagiert. Allerdings kann das Verdünnungsmittel auch eine während der Reaktion notwendigerweise vorhandene Verbindung sein. Zum Beispiel kann, wenn das Alkylaryl Ethylbenzol ist, das Verdünnungsmittel auch Ethylbenzol sein, und wenn das Alkylaryl Cumol ist, kann das Verdünnungsmittel auch Cumol sein.
  • Neben dem erwünschten Alkylarylhydroperoxid werden eine Reihe von Verunreinigungen während der Oxidation von organischen Verbindungen erzeugt. Obwohl die meisten von diesen Verunreinigungen in geringen Mengen vorhanden sind, wurde gefunden, daß die Anwesenheit von Verbindungen, wie organischen Säuren, Schwierigkeiten bei der weiteren Verwendung der Alkylarylhydroperoxide verursachen kann. Das herkömmliche Verfahren zur Verringerung der Menge an Verunreinigungen ist, wie in US-A-5,883,268 beschrieben, das Inkontaktbringen des Alkylarylhydroperoxid enthaltenden Reaktionsproduktes mit einer wäßri gen Alkalilösung. Allerdings führt der Kontakt mit der wäßrigen Alkalilösung Alkalimetall in das Hydroperoxid enthaltende Reaktionsprodukt ein. Obwohl die Menge an organischen Säuren, die in dem Hydroperoxid enthaltenden Produkt vorhanden sind, durch die Alkaliwäsche verringert werden kann, wird die Menge an Alkalimetallverunreinigungen erhöht.
  • Es wurde nun gefunden, daß eine einfache Wäsche mit Wasser effizienter bei der Reinigung des Hydroperoxide enthaltenden Reaktionsprodukts ist als eine Behandlung mit wäßriger Base, gefolgt von einer Wäsche mit Wasser. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird das Hydroperoxid enthaltende Produkt zwischen dem Zeitpunkt, bei welchem es durch Oxidation von organischer Verbindung erzeugt wird, und dem Zeitpunkt, bei welchem es weiter umgesetzt wird, bevorzugt nicht mit wäßriger Base, spezieller Natriumhydroxid, in Kontakt gebracht.
  • Wäßrige Basen, die meistens in herkömmlichen Verfahren verwendet werden, sind Natrium und/oder Kalium enthaltende Basen, wie Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Natriumcarbonat und Kaliumcarbonat. Es wird angenommen, daß die Zersetzung von Hydroperoxid in Gegenwart dieser Salze unter basischen Bedingungen katalysiert wird. Daher wird bevorzugt, daß das Produkt, das zu dem Schritt (b) unterworfen wird, weniger als 0,010 Gew.-% Natrium, bevorzugt weniger als 0,005 Gew.-% Natrium, stärker bevorzugt weniger als 0,002 Gew.-% Natrium, am stärksten bevorzugt weniger als 0,001 Gew.-% Natrium enthält. Die Menge an Natrium ist die Gewichtsmenge an metallischem oder ionischem Natrium auf die Gesamtmenge an Produkt, einschließlich sowohl der organischen Phase und jedweder wäßrigen Phase, die vorhanden sein kann. Ferner wird bevorzugt, daß das Produkt, das zu Schritt (b) unterworfen wird, weniger als 0,050 Gew.-% Kalium, bevorzugt weniger als 0,010 Gew.-% Kalium, stärker bevorzugt weniger als 0,002 Gew.-% Kalium enthält. Die Menge an Kalium ist die Gewichtsmenge an metallischem oder ionischem Kalium auf die gesamte Produktmenge, einschließlich der organischen Phase und jedweder wäßrigen Phase, die vorhanden sein kann.
  • Das Reaktionsprodukt von Schritt (a) kann als solches dem Schritt (b) unterworfen werden. Dennoch wird bevorzugt, leichte Verbindungen aus dem erhaltenen Reaktionsprodukt zu entfernen. Diese leichten Verbindungen können entfernt werden, indem das Reaktionsprodukt aus Schritt (a) einer Destillation unterzogen wird, bevorzugt einer Destillation unter verringertem Druck. Eine Destillation, welche besonders geeignet ist, ist die sogenannte Flash-Destillation, welche eine Destillation bei sehr geringem Druck umfaßt. Es wurde gefunden, daß eine solche Flash-Destillation zur Entfernung leichter Verbindungen, wie Sauerstoff und leichten Säuren, die während der Oxidation gebildet wurden, effizient ist.
  • In dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung wird das Reaktionsprodukt vom Schritt (a) mit Wasser in Kontakt gebracht. Das Wasser, welches verwendet werden kann, kann Verunreinigungen, wie organische Verbindungen enthalten. Solche Verunreinigungen können durch das Rückführen von mindestens einem Teil des Waschwassers, entweder zu dem selben Waschschritt oder zu einem anderen Waschschritt, eingeführt worden sein. Das Wasser kann ausschließlich Süßwasser sein, es kann eine Kombination aus Süßwasser, welches im wesentlichen keine Verunreinigungen enthält, und einem oder mehreren verschiedenen Abwasserströmen sein, oder es kann ausschließlich aus verschiedenen Arten von Abwasserströmen bestehen oder es kann aus einer einzelnen Art von Abwasser bestehen.
  • Die Geschwindigkeit, mit der das Gleichgewicht erreicht wird, bei welchem die Verunreinigungen soweit als möglich entfernt werden, kann auf den, dem Fachmann bekannten Wegen gesteigert werden. Der Kontakt zwischen dem Alkylarylhydroperoxid enthaltenden Reaktionsprodukt und Wasser kann durch intensiven Kon takt des Hydroperoxid enthaltenden Reaktionsproduktes und Wasser verbessert werden. Solch ein intensiver Kontakt kann auf jedwedem im Stand der Technik bekannten Weg erzielt werden, zum Beispiel durch intensives Mischen. Eine herkömmliche Wäsche mit Wasser wird jedoch für die meisten Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung ausreichen.
  • Die genauen Bedingungen, unter welchen die Wäsche mit Wasser ausgeführt wird, hängen stark von weiteren Umständen ab. Bevorzugt wird die Wäsche mit Wasser bei einer Temperatur von 0°C bis 150°C, stärker bevorzugt von 20°C bis 100°C, ausgeführt.
  • Im Schritt (c) wird das Produkt des Schrittes (b) in eine kohlenwasserstoffhältige Phase und eine wäßrige Phase aufgetrennt. Ein bevorzugtes Verfahren umfaßt das Absetzen-Lassen der kohlenwasserstoffhältigen Phase und der wäßrigen Phase sich in einem Absetzgefäß und nachfolgend das Trennen einer kohlenwasserstoffhältige Phase von einer wäßrigen Phase. Die Alkylarylhydroperoxid enthaltende kohlenwasserstoffhältige Phase kann nachfolgend zu einem Filterwasserabscheider ("coalescer") geleitet werden, wo weitere wäßrige Phase entfernt wird. Bevorzugt wird der Schritt (c) bei einer Temperatur von 0°C bis 150°C, stärker bevorzugt von 20°C bis 100°C, ausgeführt.
  • Weiteres Wasser, nicht umgesetzte organische Verbindungen und Verunreinigungen können durch Destillation der aus dem Filterwasserabscheider erhaltenen kohlenwasserstoffhältigen Phase abgetrennt werden. Im allgemeinen enthält das Destillat nicht umgesetzte organische Verbindungen, Wasser und Verunreinigungen. Das erhaltene Destillat kann nachfolgend in einem Gefäß phasengetrennt werden, um eine organische Phase und eine wäßrige Phase zu erhalten. Die auf diesem Weg erhaltene wäßrige Phase wird organische Verunreinigungen enthalten und kann als Wasser zum Waschen des Alkylarylhydroperoxid enthaltenden Reaktionsproduktes verwendet werden.
  • Das Wasser, das in der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann, ist Wasser, das zuvor beim Waschen einer Alkylarylhydroperoxid enthaltenden kohlenwasserstoffhältigen Phase verwendet wurde. Bevorzugt wird solches Wasser durch Inkontaktbringen einer Alkylarylhydroperoxid enthaltenden kohlenwasserstoffhältigen Phase mit einer wäßrigen Phase, bevorzugt reinem Wasser, und nachfolgendes Abtrennen der wäßrigen Phase von der kohlenwasserstoffhältigen Phase erhalten. Die derart erhaltene wäßrige Phase kann ohne weitere Behandlung verwendet werden.
  • Wie vorstehend erwähnt, ist eine gründliche Trennung der wäßrigen Phase und der kohlenwasserstoffhältigen Phasen im Verfahren der vorliegenden Erfindung im allgemeinen nicht notwendig. Daher bestehen die Schritte (b) und (c) bevorzugt aus dem Inkontaktbringen des in Schritt (a) erhaltenen, organische Hydroperoxide enthaltenden Reaktionsprodukts mit Wasser in einer Extraktionskolonne. Stärker bevorzugt wird die Extraktionskolonne in Gegenstromverfahren betrieben.
  • Abwasserströme, die zum Teil oder zur Gänze als Wasser in Schritt (b) des vorliegenden Verfahrens verwendet werden können, werden auf verschiedenen Wegen in dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung erhalten. Bevorzugte Abwasserströme für die Verwendung als Wasser in der vorliegenden Erfindung enthalten mindestens teilweise einen oder mehrere der nachstehenden Abwasserströme: Abwasser, das als Nebenprodukt bei der Oxidation von Alkylarylverbindungen im Schritt (a) erzeugt wurde, Abwasser, das aus dem Reinigen der Abgasfilter erhalten wurde, wäßriges Destillat, das aus der Destillation der im Schritt (c) erhaltenen kohlenwasserstoffhältigen Phase erhalten wurde, und Wasser, das aus der Umwandlung von Alkyl arylhydroxid im Schritt (g) erhalten wurde. Diese Ströme werden hierin nachstehend detaillierter erläutert.
  • Bei der Oxidation der Alkylarylverbindung wurde beobachtet, daß Wasser erzeugt werden kann. Es wird angenommen, daß dieses Wasser aus Nebenreaktionen, wie der Zersetzung von Hydroperoxid entstammt. Ein Abwasserstrom, der im Schritt (b) verwendet werden kann, kann durch Kondensation des Reaktorabgases und Abtrennen der kohlenwasserstoffhältigen Phase gewonnen werden.
  • Bei der Oxidation der organischen Verbindung wird organische Verunreinigungen enthaltendes Abgas erzeugt. Eine der Möglichkeiten, dieses Abgas zu reinigen, ist die mit Hilfe eines Filters, spezieller eines Aktivkohlefilters. Der Filter muß regelmäßig gereinigt werden, um die absorbierten Verunreinigungen zu entfernen. Üblicherweise erfolgt dies mit Hilfe von, wahlweise geringe Mengen von weiteren Verbindungen enthaltendem Wasser. Es wurde gefunden, daß ein solches, aus der Reinigung von Abgasfiltern erhaltenes Abwasser, zur Verwendung als Wasser in Schritt (b) besonders geeignet ist.
  • Ein anderer Abwasserstrom, welcher zur Verwendung als Wasser in Schritt (b) als geeignet gefunden wurde, ist wäßriges Destillat, das durch Trennen der kohlenwasserstoffhältigen Phase von der wäßrigen Phase, Destillieren der kohlenwasserstoffhältigen Phase und nachfolgendes Trennen des kohlenwasserstoffhältigen Destillats vom wäßrigen Destillat erhalten wird. Bevorzugte Ausführungsformen zur Herstellung solcher wäßrigen Destillate zur Verwendung als Abwasser im Schritt (b) wurden vorstehend in der Erläuterung vom Schritt (b) beschrieben. Solch ein wäßriges Destillat ist besonders geeignet zur Verwendung als Wasser im Schritt (b). Im allgemeinen erzeugt das Umwandlungsverfahren Reaktionsprodukt und Wasser.
  • Ein weiterer Strom, welcher besonders zur Verwendung als Wasser geeignet ist, ist das aus der Umwandlung von Alkylarylhydroxid im Schritt (g) erhaltene Wasser. Wie vorstehend erwähnt, ist die Umsetzung bevorzugt eine Dehydratation oder eine Hydrogenolyse. Wenn der Schritt (g) eine Dehydratation umfaßt, wird das Produkt der Dehydratation bevorzugt destilliert, wobei das erhaltene Destillat Wasser und organische Verbindungen enthält. Dieses Destillat wird durch Abtrennung der kohlenwasserstoffhältigen Phase in einem Absetzer und Weiterleiten der wäßrigen Phase zu einem Filterwasserabscheider phasengetrennt. Die im Filterwasserabscheider erhaltene wäßrige Phase kann sehr geeignet als Abwasser im Schritt (b) verwendet werden. Wenn der Schritt (g) die Hydrogenolyse umfaßt, kann das erhaltene Wasser, bevorzugt nachdem die kohlenwasserstoffhältige Phase durch Phasentrennung abgetrennt wurde, als Wasser im Schritt (b) verwendet werden. Wenn die Hydrogenolyse die als Ausgangsprodukt verwendete Alkylarylverbindung ergibt, wird die im Schritt (g) erhaltene Alkylarylverbindung geeigneterweise zum Schritt (a) zurückgeführt.
  • Im Verfahrensschritt (e) wird mindestens ein Teil der im Schritt (d) erhaltenen, Alkylarylhydroperoxid enthaltenden, kohlenwasserstoffhältigen Phase mit Olefin, bevorzugt Propen, in Gegenwart eines Katalysators in Kontakt gebracht, um Alkylarylhydroxid und Oxiranverbindungen zu erhalten. Ein Katalysator, der in solchen Verfahren geeignet verwendet werden kann, umfaßt Titan auf Siliciumoxid und/oder Silikat. Ein bevorzugter Katalysator wird in EP-A-345 856 beschrieben. Die Reaktion verläuft im allgemeinen bei moderaten Temperaturen und Drücken, insbesondere bei Temperaturen im Bereich von 0 bis 200°C, bevorzugt im Bereich von 25 bis 200°C. Der genaue Druck ist nicht entscheidend, solange er ausreicht, um das Reaktionsgemisch als Flüssigkeit oder als Mischung von Dampf und Flüssigkeit zu halten. Atmosphärischer Druck kann ausreichend sein. Im allgemeinen können die Drücke im Bereich von 1 bis 100 × 105 N/m2 liegen.
  • Das Reaktionsprodukt der Schritte (c) oder (d) wird, bevor es im Schritt (e) verwendet wird, bevorzugt einer Destillation unterzogen. Die Destillation entfernt leichte Produkte, wie Wasser, das für den nachfolgenden Katalysator schädlich sein kann.
  • Die Oxiranverbindungen können von dem Alkylarylhydroxid enthaltenden Reaktionsprodukt auf jedwedem einem Fachmann als geeignet bekannten Weg abgetrennt werden. Das flüssige Reaktionsprodukt kann durch fraktionierte Destillation, selektive Extraktion und/oder Filtration aufgearbeitet werden. Das Lösungsmittel, der Katalysator und jedwedes nicht umgesetzte Olefin oder Alkylarylhydroperoxid können zur weiteren Verwendung wiedergewonnen werden.
  • Das in dem Verfahren erhaltene Alkylarylhydroxid kann in Gegenwart von einem Katalysator dehydriert werden, um Styrol und Wasser zu erhalten. Verfahren, die für diesen Schritt verwendet werden können, wurden in WO 99/42425 und WO 99/42426 beschrieben. Prinzipiell kann jedoch jedes geeignete, dem Fachmann bekannte Verfahren verwendet werden.
  • Die vorliegende Erfindung wird durch die nachstehenden Beispiele weiter erläutert.
  • Beispiel 1
  • In einem Reaktor wurde Luft durch Ethylbenzol geblasen. Das erhaltene Produkt enthielt Ethylbenzolhydroperoxid.
  • Zu 200 g von diesem Produkt wurden bei Raumtemperatur 800 g entmineralisiertes Wasser zugesetzt und die Zusammensetzung wurde für 1 Stunde gemischt. Nachfolgend wurde die Mischung über Nacht absetzen gelassen und sie wurde phasengetrennt. Die erhaltene organische Phase wurde bei 30 mbar und 50–55°C destilliert. Das erhaltene Produkt wird "mit Wasser gewaschenes Einsatzgemisch" genannt.
  • Vergleichsbeispiel 1
  • Ein anderer Teil des im Beispiel 1 hergestellten Ethylbenzolhydroperoxid enthaltenden Produkts wurde mit einer Lösung, die 0,5 Gew.-% NaOH in Wasser enthielt, in Kontakt gebracht und bei einer Temperatur von 60°C gemischt. Das Gewichtsverhältnis von dem Ethylbenzolhydroperoxid enthaltenden Produkt zu der NaOH enthaltenden Lösung betrug 4,5:1 (Gew.:Gew.). Die erhaltene neutralisierte Mischung wurde absetzen gelassen und sie wurde nachfolgend in eine neutralisierte Ethylbenzolhydroperoxid enthaltende kohlenwasserstoffhältige Phase und eine wäßrige Phase phasengetrennt. Die neutralisierte Ethylbenzolhydroperoxid enthaltende kohlenwasserstoffhältige Phase wurde nachfolgend zweimal mit Wasser gewaschen. Das erhaltene Produkt wird "neutralisiertes und gewaschenes Einsatzgemisch" genannt.
  • Vergleichsbeispiel 2
  • Ein weiterer Teil des im Beispiel 1 hergestellten Ethylbenzolhydroperoxid enthaltenden Produktes wurde bei 30 mbar und 50–55°C destilliert. Das erhaltene Produkt wird "nicht gewaschenes Einsatzgemisch" genannt.
  • Beispiel 2
  • Jedes der in Beispiel 1, Vergleichsbeispiel 1 und Vergleichsbeispiel 2 vorstehend hergestellten Einsatzgemische enthielt 35 Gew.-% Ethylbenzolhydroperoxid und wurde in nachstehender Weise getestet. Eine Einsatzgemischlösung wurde durch Mischen von 340 g 1-Octen, 200 g Ethylbenzolhydroperoxidlösung in Ethylbenzol und 400 g Ethylbenzol hergestellt. Die Ethylbenzolhydroperoxidkonzentration wurde durch Titration von einem aliquoten Teil des Einsatzgemisches bestimmt. Ein 100 ml Rundkolben, der mit einem Kühler und einem Rührer ausgerüstet war, wurde mit 50 ml der Einsatzgemischlösung und 1,00 g Katalysator beschickt. Der Katalysator enthält Titan auf Siliciumoxid und wurde wie in dem Beispiel gemäß den Lehren von EP-A-345 856 hergestellt. Der Kolben wurde in ein Ölbad mit 40°C eingetaucht, während der Inhalt gerührt wurde. Nach 1 Stunde wurde die Ethylbenzolhydroperoxidkonzentration durch Titration von einem aliquoten Teil der Reaktionsmischung bestimmt. Die Umwandlung von Ethylbenzolhydroperoxid wurde als die Menge an umgewandeltem Ethylbenzolhydroperoxid, dividiert durch die Menge an umgesetztem Ethylbenzolhydroperoxid bei Verwendung des neutralisierten und gewaschenen Einsatzgemisches berechnet. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt.
  • TABELLE 1
    Figure 00140001
  • Vergleichsbeispiel 3
  • Dieser Versuch wurde in einem 1 l-Mantelreaktor, ausgerüstet mit einem Turbinenrührer, einer Temperatursteuerungsvorrichtung und einem Ölbadsystem durchgeführt. Der Reaktor wurde mit 561,2 g einer Lösung, die 26,34 Gew.-% Ethylbenzolhydroperoxid in Ethylbenzol enthielt, beschickt. Diese Lösung wurde auf 70°C erwärmt. Nachdem die Extraktionstemperatur erreicht war, wurden etwa 300 ml einer basischen Lösung auf einmal zugefügt. Die basische Lösung bestand aus entmineralisiertem Wasser, das 6,8 Gew.-% Natriumbenzoat und 0,4 Gew.-% Natriumhydroxid enthielt. Die basische Lösung wurde in einem getrennten Kolben auf die selbe Temperatur vorgeheizt, bevor sie der organischen Phase zugesetzt wurde.
  • Nach 15 minütigem Mischen wurde die organische Phase abgetrennt und der Ethylbenzolhydroperoxidgehalt mittels iodometrischer Titration analysiert. Der Ethylbenzolhydroperoxidgehalt betrug 25,72 Gew.-%.
  • Beispiel 3
  • Der Versuch des Vergleichsbeispiels 3 wurde wiederholt, nur wurde abweichend dieses Mal die organische Phase ausschließlich mit entmineralisiertem Wasser gemischt.
  • Nach 15 minütigem Mischen wurde die organische Phase abgetrennt und der Ethylbenzolhydroperoxidgehalt mittels iodometrischer Titration analysiert. Der Ethylbenzolhydroperoxidgehalt betrug 26,07 Gew.-%.

Claims (6)

  1. Verfahren zur Herstellung von Alkylarylhydroperoxid enthaltendem Produkt, welches Verfahren: (a) die Oxidation von einer Alkylarylverbindung, um ein Alkylarylhydroperoxid enthaltendes Reaktionsprodukt zu erhalten, (b) das Inkontaktbringen von mindestens einem Teil des in Schritt (a) erhaltenen, Alkylarylhydroperoxid enthaltenden Reaktionsproduktes mit Wasser, welches Reaktionsprodukt weniger als 0,05 Gew.-% Natrium enthält, (c) die Trennung des Produktes aus Schritt (b) in eine kohlenwasserstoffhältige Phase, die Alkylarylhydroperoxid enthält, und in eine wäßrige Phase, (d) die ein- oder mehrmalige wahlweise Wiederholung der Verfahrensschritte (b) und (c), (e) das Inkontaktbringen von mindestens einem Teil der in Schritt (c) oder (d) erhaltenen kohlenwasserstoffhältigen Phase, die Alkylarylhydroperoxid enthält, mit einem Olefin und einem Katalysator, um Alkylarylhydroxid und eine Oxiranverbindung zu erhalten, und (f) die Abtrennung von mindestens einem Teil der Oxiranverbindung vom Alkylarylhydroxid, umfaßt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, in welchem Verfahren das in Schritt (a) erhaltene, Alkylarylhydroperoxid enthaltende Reaktionsprodukt einer Destillation bei verringertem Druck, um leichte Verbindungen zu entfernen, unterworfen wird, bevor das Alkylarylhydroperoxid enthaltende Reaktionsprodukt zu Schritt (b) weitergeleitet wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, in welchem Verfahren das zu Schritt (b) weitergeleitete Produkt weiter weniger als 0,05 Gew.-% Kalium enthält.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, in welchem Verfahren die Schritte (b) und (c) mit Hilfe einer Extraktionskolonne ausgeführt werden.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, welches Verfahren weiter die Destillation des in Schritt (c) oder (d) erhaltenen Reaktionsproduktes und das Weiterleiten der kohlenwasserstoffhältigen Phase, aus welcher leichte Verbindungen abdestilliert wurden, zu Schritt (e) umfaßt.
  6. Verfahren zur Herstellung einer alkenylaromatischen Verbindung, welches Verfahren die Herstellung eines Alkylarylhydroxids mit Hilfe des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5 umfaßt, welches Verfahren weiter: (g) das Umsetzen von mindestens einem Teil des in Schritt (f) erhaltenen Alkylarylhydroxids umfaßt.
DE60313950T 2002-02-06 2003-02-06 Verfahren zur herstellung eines alkylarylhydroperoxid haltigen produkts Expired - Fee Related DE60313950T2 (de)

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EP02250791 2002-02-06
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DE60313950D1 DE60313950D1 (de) 2007-07-05
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EP (1) EP1472218B1 (de)
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KR (1) KR20040083435A (de)
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