DE10122402A1 - Verfahren zur Sicherung eines Gargeräts und dieses durchführende Gargerät - Google Patents
Verfahren zur Sicherung eines Gargeräts und dieses durchführende GargerätInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Sicherung eines Gargeräts, bei dem von einer Sicherungsvorrichtung ein Annähern eines Objekts, insbesondere einer Person, an das Gargerät erfaßt und bei erfaßtem Unterschreiten eines ersten Mindestabstands des Objekts zum Gargerät zumindest eine erste Funktion des Gargeräts, wie Abschalten einer Reinigungseinrichtung, Abschalten einer Heizeinrichtung, Abschalten eines Lüfterrads, Abschalten des Gargeräts, Einschalten eines Abzugs, Einschalten einer Garraumbeleuchtung und/oder dergleichen, aktiviert wird; sowie ein dieses Verfahren durchführendes Gargerät.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Sicherung eines Gargeräts und ein dieses
durchführendes Gargerät.
Gargeräte sind aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt und umfassen die unter
schiedlichsten Funktionselemente, um einen optimalen Garprozess zu gewährleisten. Durch
Einstellung von bestimmten Garparametern können heutzutage aufwendige Garprozesse au
tomatisch von einem Gargerät überwacht und durchgeführt werden. Die Bedeutung der
Überwachung und Steuerung von Garprozessen, nach anfänglicher Initiierung, durch eine
Bedienperson nimmt daher immer mehr ab. Dies ermöglicht, daß insbesondere in einer Groß
küche Zeit eingespart und an anderer Stelle eingesetzt werden kann.
Die bekannten Gargeräte weisen jedoch den Nachteil auf, daß bei automatisiertem Betrieb,
d. h. ohne ständige Überwachung durch Bedienpersonen, unautorisierte Personen von den
Gargeräten ferngehalten werden müssen. Dies dient nicht nur dem Erhalten erwünschter Gar
ergebnisse, sondern auch der Sicherheit besagter unautorisierten Personen. Beispielsweise
könnte bei unsachgemäßem Umgang mit einem Gargerät, das unter Druck steht, größere
Verletzungsgefahren entstehen. Dieses Gefahrenpotential ist für unautorisierte Personen auch
nicht ohne weiteres erkennbar, aufgrund der großen Komplexität der heutigen Gargeräte, ins
besondere in Bezug auf deren Bedienelemente.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Sicherung eines Gargeräts
bereitzustellen, das die Nachteile des Stands der Technik überwindet, insbesondere die Mög
lichkeit einer Bedienung des Gargeräts durch unautorisierte Personen sowie eine Verlet
zungsgefahr besagter unautorisierten Personen verhindert. Eine weitere Aufgabe der Erfin
dung besteht darin, ein das erfindungsgemäße Verfahren durchführendes Gargerät bereitzu
stellen.
Die das Verfahren zur Sicherung eines Gargeräts betreffende Aufgabe der Erfindung wird
gelöst, indem von einer Sicherungsvorrichtung ein Annähern eines Objekts, insbesondere
einer Person, an das Gargerät erfaßt und bei erfaßtem Unterschreiten eines ersten Mindestab
stands des Objekts zum Gargerät zumindest eine erste Funktion des Gargeräts, wie Abschal
ten einer Reinigungseinrichtung, Abschalten einer Heizeinrichtung, Abschalten eines Lüfter
rads, Abschalten des Gargeräts, Einschalten einer Anzeige, Einschalten eines Abzugs, Ein
schalten einer Garraumbeleuchtung und/oder dergleichen, aktiviert wird.
Dabei wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Sicherungsvorrichtung ein Entfernen des
Objekts von dem Gargerät erfaßt und bei erfaßtem Überschreiten eines zweiten Mindestab
stands, der vorzugsweise dem ersten Mindestabstand entspricht, die erste Funktion deaktiviert
und/oder eine zweite Funktion, wie Einschalten einer Reinigungseinrichtung, Einschalten
einer Heizeinrichtung, Einschalten eines Lüfterrades, Einschalten des Gargeräts, Abschalten
einer Anzeige, Abschalten eines Abzugs, Abschalten einer Garraumbeleuchtung und/oder
dergleichen, aktiviert wird.
Ferner kann vorgesehen sein, daß die Sicherungsvorrichtung ein, vorzugsweise optisches
und/oder akustisches, Signal bei Unterschreiten des ersten Mindestabstandes und/oder Über
schreiten des zweiten Mindestabstands aussendet.
Bevorzugt ist vorgesehen, daß die Sicherungsvorrichtung, vorzugsweise unter Eingabe eines
Codes, ferngesteuert und/oder manuell, bedient werden kann, insbesondere zur Aktivierung
oder Deaktivierung der ersten Funktion und/oder der zweiten Funktion.
Erfindungsgemäß wird auch vorgeschlagen, daß die erste Funktion nach Verstreichen einer
ersten vorherbestimmten Zeitdauer nach dem Erfassen des Unterschreitens des ersten Min
destabstands und/oder die zweite Funktion nach Verstreichen einer zweiten vorherbestimmten
Zeitdauer nach dem Erfassen des Überschreitens des zweiten Mindestabstands aktiviert wird
bzw. werden, wobei die zweite vorherbestimmte Zeitdauer vorzugsweise der ersten vorherbe
stimmten Zeitdauer entspricht.
Ferner wird vorgeschlagen, daß die Sicherungsvorrichtung, insbesondere in der ersten oder
zweiten vorherbestimmten Zeitdauer, vorzugsweise unter Eingabe eines Codes, ferngesteuert
und/oder manuell, eingeschaltet oder ausgeschaltet werden kann.
Die das Gargerät betreffende Aufgabe wird gelöst durch eine Sicherungsvorrichtung, mit ei
nem Erfassungsmittel, insbesondere umfassend eine Lichtschranke, einen Bewegungsmelder,
eine Photozelle, eine Webcam, einen Abstandsmelder, eine Radarquelle und/oder dergleichen,
zur Erfassung des Unterschreitens des ersten Mindestabstands und/oder des Überschreitens
des zweiten Mindestabstands, und mit einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung, über die bei
Unterschreiten des ersten Mindestabstands die erste Funktion aktivierbar und/oder bei Über
schreiten des zweiten Mindestabstands die erste Funktion deaktivierbar und/oder die zweite
Funktion aktivierbar ist.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist dabei dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungs
vorrichtung, vorzugsweise unter Eingabe eines Codes, ferngesteuert und/oder manuell, be
dienbar ist.
Auch ist vorgesehen, daß der erste Mindestabstand und/oder der zweite Mindestabstand ein
stellbar ist bzw. sind.
Der Erfindung liegt somit die überraschende Erkenntnis zugrunde, daß die Bedienung eines
Gargeräts durch unautorisierte Personen und damit deren mögliche Verletzungsgefahr im we
sentlichen verhindert wird, indem eine Sicherungsvorrichtung installiert wird, die, beispiels
weise über einen Sensor, detektieren kann, ob sich eine Person zu nahe an dem Gargerät be
findet, so daß vermutet werden kann, daß sie das Gargerät bedienen kann und somit einem
Gefährdungspotential ausgesetzt ist. In dem erfindungsgemäßen Verfahren sendet die Siche
rungsvorrichtung bei Unterschreiten eines Mindestabstands der Person zum Gargerät ein Si
gnal aus, das bevorzugt über eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung an ein Funktionselement
des Gargeräts weitergeleitet wird. Bei Auslösen des Funktionselements des Gargeräts werden
innerhalb des Gargeräts besondere Maßnahmen ergriffen, die das Gefährdungspotential der
nicht autorisierten Personen herabsetzen, wie beispielsweise das Abschalten der Heizelemen
te, des Lüfterrades oder des gesamten Gargeräts.
Mittel zum Erfassen des Abstandes einer Person zum Gargerät ergeben sich für einen Fach
mann auf einfache Art und Weise aus dem entsprechenden Stand der Technik. Die Annähe
rung einer Person kann dabei das direkte Zugehen auf das Gargerät oder auch das Vorbeige
hen in einem knappen Abstand am Gargerät vorbei umfassen.
Wird durch Annäherung einer Person eine entsprechende Funktion des Gargeräts ausgelöst,
so bedarf es zur Aufhebung der Funktion bevorzugt der Eingabe eines entsprechenden Codes
über ein Bedienelement durch eine autorisierte Person. Oder die Funktion kann über ein Fern
steuerungssignal, das ebenfalls von einer autorisierten Person über eine Fernbedienung abge
geben werden kann, aufgehoben werden.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschrei
bung, in der ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gargeräts anhand einer aus
einer einzigen Figur bestehenden Zeichnung im Einzelnen erläutert ist. Die Figur zeigt dabei
eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Gargeräts in vereinfachter Darstellung.
Die Figur zeigt ein erfindungsgemäßes Gargerät 1, das auf seiner Frontseite eine Gargerätetür
2 sowie eine Bedienleiste 3 aufweist, über die entsprechende Garprogramme eingegeben und
ein Garprozeß gesteuert werden können. Der Innenaufbau des Gargeräts 1 ist aus veranschau
lichungsgründen nicht gezeigt. Es ist jedoch einem Fachmann auf diesem Gebiet offensicht
lich, daß darin gargerättypische Funktionselemente, wie Garraum, Lüfterraum, Lüfterrad,
Heizelemente, Dampferzeuger und dergleichen vorgesehen sein können. An der Frontseite
des erfindungsgemäßen Gargeräts 1, unmittelbar oberhalb der Gargerätetür 2, ist eine Siche
rungsvorrichtung 4 angeordnet, die mit einer nicht gezeigten Steuer- und/oder Regeleinrich
tung in Wirkverbindung steht. Die Sicherungsvorrichtung 4 umfaßt Mittel 5 zum Erfassen, ob
sich eine Person innerhalb eines Mindestabstandes zum Gargerät 1 befindet. Solche Mittel
können beispielsweise eine Lichtschranke oder einen Bewegungsmelder umfassen. Veran
schaulichend ist in der Figur ein von einem Sensors erfassbarer Bereich als gestrichelter
Halbkreis angedeutet. Der Mindestabstand zwischen der Person und dem Gargerät, bei dessen
Unterschreiten die Sicherungsvorrichtung 4 ein Signal abgeben soll, ist in weiten Bereichen
einstellbar.
Tritt eine Person bei Betrieb des erfindungsgemäßen Gargeräts 1 in den Mindestbereich in
nerhalb des in der Figur gestrichelt angedeuteten Halbkreises ein, so wird die Person von dem
Erfassungsmittel 5 erfaßt. Die Sicherungsvorrichtung 4 sendet daraufhin ein Signal aus, wor
auf eine Funktion des erfindungsgemäßen Gargeräts 1 ausgelöst wird, wie das Abschalten des
Gargeräts 1. Das Gargerät 1 kann dann beispielsweise über eine nicht dargestellte Fernsteue
rung der Steuerungsvorrichtung 4 von einer Bedienperson des Gargeräts 1 wieder einge
schaltet werden, wenn die Gefahr durch die unautorisierte Person behoben ist.
Die in der vorstehenden Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbar
ten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in jeder beliebigen Kombination
zur Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich
sein.
1
Gargerät
2
Gargerätetür
3
Bedienleiste
4
Sicherungsvorrichtung
5
Erfassungsmittel
Claims (9)
1. Verfahren zur Sicherung eines Gargeräts, bei dem von einer Sicherungsvorrichtung ein
Annähern eines Objekts, insbesondere einer Person, an das Gargerät erfaßt und bei er
faßtem Unterschreiten eines ersten Mindestabstands des Objekts zum Gargerät zumin
dest eine erste Funktion des Gargeräts, wie Abschalten einer Reinigungseinrichtung,
Abschalten einer Heizeinrichtung, Abschalten eines Lüfterrads, Abschalten des Garge
räts, Einschalten einer Anzeige, Einschalten eines Abzugs, Einschalten einer Gar
raumbeleuchtung und/oder dergleichen, aktiviert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sicherungsvorrichtung ein Entfernen des Objekts von dem Gargerät erfaßt und bei
erfaßtem Überschreiten eines zweiten Mindestabstands, der vorzugsweise dem ersten
Mindestabstand entspricht, die erste Funktion deaktiviert und/oder eine zweite Funt
kion aktiviert, wie Einschalten einer Reinigungseinrichtung, Einschalten einer Hei
zeinrichtung, Einschalten eines Lüfterrades, Einschalten des Gargeräts, Abschalten ei
ner Anzeige, Abschalten eines Abzugs, Abschalten einer Garraumbeleuchtung
und/oder dergleichen, aktiviert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sicherungsvorrichtung ein, vorzugsweise optisches und/oder akustisches, Signal
bei Unterschreiten des ersten Mindestabstandes und/oder Überschreiten des zweiten
Mindestabstands aussendet.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sicherungsvorrichtung, vorzugsweise unter Eingabe eines Codes, ferngesteuert
und/oder manuell, bedient werden kann, insbesondere zur Aktivierung oder Deaktivie
rung der ersten Funktion und/oder der zweiten Funktion.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Funktion nach Verstreichen einer ersten vorherbestimmten Zeitdauer nach
dem Erfassen des Unterschreitens des ersten Mindestabstands und/oder die zweite
Funktion nach Verstreichen einer zweiten vorherbestimmten Zeitdauer nach dem Er
fassen des Überschreitens des zweiten Mindestabstands aktiviert wird bzw. werden,
wobei die zweite vorherbestimmte Zeitdauer vorzugsweise der ersten vorherbestimm
ten Zeitdauer entspricht.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sicherungsvorrichtung, insbesondere während der ersten oder zweiten vorherbe
stimmten Zeitdauer, vorzugsweise unter Eingabe eines Codes, ferngesteuert und/oder
manuell, eingeschaltet oder ausgeschaltet werden kann.
7. Gargerät zum Durchführen eines Verfahrens nach einem der vorangehenden Ansprü
che, gekennzeichnet durch
eine Sicherungsvorrichtung (4), mit einem Erfassungsmittel (5), insbesondere umfas
send eine Lichtschranke, einen Bewegungsmelder, eine Photozelle, eine Webcam, ei
nen Abstandsmelder, eine Radarquelle und/oder dergleichen, zur Erfassung des Unter
schreitens des ersten Mindestabstands und/oder des Überschreitens des zweiten Min
destabstands, und mit einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung, über die bei Unter
schreiten des ersten Mindestabstands die erste Funktion aktivierbar und/oder bei Über
schreiten des zweiten Mindestabstands die erste Funktion deaktivierbar und/oder die
zweite Funktion aktivierbar ist.
8. Gargerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sicherungsvorrichtung (4), vorzugsweise unter Eingabe eines Codes, ferngesteuert
und/oder manuell, bedienbar ist.
9. Gargerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der erste Mindestabstand und/oder der zweite Mindestabstand einstellbar ist bzw. sind.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |