DE10109697A1 - Ummantelte Köder - Google Patents
Ummantelte KöderInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
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Landscapes
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Description
Die Erfindung betrifft einen Köder entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs I.
Damit Fische gefangen werden, ist es erforderlich fängige Köder zu produzieren
und richtig anzubieten. Insbesondere beim Karpfenangeln hat sich in den letzten
Jahren das Angeln mit "Boilies" (gekochte Teigkugeln) sowie das Angeln mit
dem Futterkorb als erfolgreich erwiesen.
Es ist bekannt, dass Boilies, die einen intensiven Geruch verströmen zum einen
als Fang, aber auch als Lockköder verwendet werden. Futterkörbe haben die
Aufgabe Fische zum Angelplatz zu locken, indem sich ihr Inhalt mehr oder
weniger schnell in Partikel auflöst und im Wasser dadurch eine sogenannte
Duftwolke ensteht.
Das Problem liegt darin, dass der Fisch die Duftwolke zwar wahrnimmt, von
eigentlichem Hakenköder aber abgelenkt wird bzw. ihn gar nicht findet. Sollte der
Angelplatz nicht gleich beim ersten Mal getroffen werden, so entleert sich der
Futterkorb während des Einholens und zieht eine falsche Futterspur.
Bei Boilies, die zwar einen Lockduft aussenden, hat man die Nähe zum
Hakenköder (da ein und dasselbe Medium), jedoch keine derartige Lockwirkung
wie bei einem Futterkorb.
Bei der Verwendung von "weichen" Teigkugeln, die sich im Wasser auflösen und
langsam Duftpartikel abgeben, ergeben sich dahin gehend Probleme, daß ein
"Hartkern" fehlt und dadurch verursacht, die Darbietung erschwert wird. Dies
äußert sich durch leichtes Verlieren des Köders während des Wurfes und des
Einholens mit der Angel.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Art von Köder zu schaffen, der die
Eigenschaften der Fängigkeit und der Lockstoffverbreitung direkt am Haken bei
niedriger als auch hoher Wurfweite in Kombination mit einer zielgenauen und
unter Umständen auch mehrmaligen Köderanbietung erfüllt.
Diese Aufgabe wird durch einen Köder mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst.
Der Köder besteht aus mindestens zwei Teilen. Einem Kern im Inneren des
Köders z. B. in der Beschaffenheit eines Boilies. Um den Kern entsteht mindestens
eine weitere Schicht, welche die Eigenschaft hat, je nach Herstellung, sich mehr
oder weniger schnell im Wasser zu lösen um Duftpartikel in die nähere
Umgebung abzugeben. Dies hat zur Folge, dass direkt vom Hakenköder aus
Partikel in das Wasser gelangen und somit der Fisch exakt geführt wird.
Durch unterschiedliche Herstellungsmöglichkeiten ergeben sich vielfältige
Variationen bezüglich Geschmack, Kerngestaltung, Größe/Dicke der Schichten
und Geschwindigkeit der Auflösung der Partikelschicht(en). Somit wäre eine neue
Köderart für die breite Masse der Angler und auch deren Spezialisten gefunden.
Vorteile liegen darin, dass
- 1. Lockmittel und Köder eines sind → Lockstoff führt direkt zum Hakenköder
- 2. Genaue und weite Würfe mit dem ummanteltem Köder sind durchführbar
- 3. Je nach gewählter Auflösungsgeschwindigkeit der Ummantelung sind Mehrfachwürfe möglich.
- 4. Duftwolke führt direkt zum Köder → besonders großer Vorteil für trübe Gewässer (Karpfengewässer)
- 5. Unterschiedliche Lockstoffe können in den Schichten verarbeitet werden
- 6. Eine gezielte Anfütterung ist möglich
- 7. Die Größe der Schichten ist variabel
- 8. Die Darbietungsarten d. h. Angelmethoden bleiben gleich dem Stand der Technik (z. B. Haarmontage) → keine neue Entwicklung ist nötig
- 9. Verschiedene geometrische Formen sind möglich zu produzieren (z. B. eckige für Fließgewässer)
- 10. Die Duftwolkenentwicklung kann je nach Herstellungsart verschieden sein
(Menge, Dauer, Geschmack etc.).
- - Der Köder kann verschiedenen Gewässern, Temperaturen und Fischvorlieben je nach Art der Herstellung angepasst werden (z. B. fließende Gewässer langsamere Auflösung des Lockmittels, stehende Gewässer schnellere Auflösung des Lockmittels)
- 11. Duftpartikel sind weitaus intensiver in der Lockwirkung als nur Geruch
- 12. Die Gesamtködergröße, d. h. die Schicht- und Kerngröße ist je nach
Zielfisch variierbar.
- - kleine Form für Weißfische geeignet
- - große Form z. B. beim Karpfenfang von Vorteil, da von kleinen Weißfischen nicht gefressen werden kann.
- 13. Mehrmantelige Köder sind anwendbar, wenn es z. B.
- - unter Umständen erwünscht ist, dass zuerst eine schnelle Lockwirkung durch eine Duftwolke entsteht, dann langsames Aussenden von Partikeln als konstante Lockwirkung gegeben ist.
- - erst ein bestimmter Lockstoff ausgesendet werden soll, dann aber ein anderer, der z. B. den Kerngeruch imitiert.
- 14. Je nach Auflösungsgeschwindigkeit kann der Köder mit einer konstanten Lockwirkung am Angelplatz angeboten werden.
- 15. Eine Lockstoffverbreitung im Sinne einer brauseartigen Auflösung der Ummantelung bzw. des Kerns wäre mit genanntem Köder auch realisierbar.
Ausführungsbeispiele sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im
Folgendem näher beschrieben.
Es zeigt Fig. 1 ein Querschnitt des möglichen Aufbaus des Köders (hier: Kugel)
und die Fig. 2, 3 und 4 weitere Möglichkeiten und Anwendungen.
Zu Fig. 1: Man erkennt einen typischen Aufbau am Beispiel einer Köderkugel.
Der Kern (Hauptköder) wird von einer Ummantelung (Lockmittel) umschlossen.
Der Kern sollte eine Größe (Kerngröße x) von x < 0 aufweisen (Fig. 1) und eine
geringere Wasserlöslichkeit als die Ummantelung besitzen. Er soll nach
Auflösung der Ummantelung als Fangköder existent bleiben (Fig. 3).
Die Ummantelung (Ummantelungsgröße y) sollte grundsätzlich y < 0 sein und je
nach Anwendung die entsprechende Dicke aufweisen (Fig. 1). Die
Wasserlöslichkeit soll schneller als die des Kernes sein und eine im weitesten
Sinne als Duftwolke bzw. Lockspur deklarierbare Lockwirkung verursachen
(Fig. 3).
Das Material aus dem Kern & Ummantelung sind, besteht in der Regel aus Teilen
von Teig, Proteinmischungen, Mengen von tierischen Ködern (Zuckmücken
larven, Würmern, Maden, o. ä.), vegetarischen Ködern (Mais, Hanf, Erbsen etc.)
oder anderen verwertbaren Produkten in beliebigen Verhältnissen (Fig. 1 und
2). Durch die Verwendung verschiedener Substanzen/Bestandteile und die
jeweilige Herstellungsart sollten sich die benötigten unterschiedlichen
Wasserlöslichkeiten ergeben. Die Festigkeit der Materialien sollte nach
Fertigstellung des Gesamtköders (Kern & Ummantelung) entsprechend der
Verwendung als Köder und Darbietungsform (z. B. als geläufige Haarmontage)
anwendbar sein.
Üblicherweise werden Teigkugeln (sogenannte Boilies) gekocht um sie
herzustellen. Denkbar ist auch diese Verarbeitungsart bei den Ummantelten
Ködern. Weiteren Möglichkeiten der Zubereitung sind keine Grenzen gesetzt.
Fig. 4 zeigt weitere Formen. Andere denkbare Möglichkeiten der Formgebung
sind natürlich nicht ausgeschlossen.
Beispielbeschreibung:
Fig.
1,
Fig.
3
Ansprüche: 1 (
Ansprüche: 1 (
1
a,
1
b,
2
);
3
(
3
a,
4
);
6
Claims (7)
1. Köder (1) zum Fang von Fischen mit Angelmethoden bei Verwendung
üblicher Montagen (5c), dadurch gekennzeichnet, dass eine (1a) bzw.
mehrere (1b) Ummantelung(en) mindestens einen Kern (2) umschließt
bzw. umschließen.
2. Köder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Kern (2) und
Ummantelung(en) (1a und 1b) eine unterschiedliche Wasserlöslichkeit (3,
6) besitzen.
3. Köder nach Anspruch 1 und 2, dass sich die Ummantelung(en) zum
Zwecke der Lockwirkung mehr oder weniger schnell in Partikel auflöst
bzw. auflösen (3) und im Wasser eine Duftspur, Wolke oder ein
sogenannter Brauseeffekt entsteht (3a).
4. Köder nach genannten Ansprüchen, bei dem nach Auflösung der
Ummantelung dennoch ein Kern als eigentlicher Fangköder existent bleibt
(6).
5. Köder nach genannten Ansprüchen, bei dem der Kern eine langsamere
bzw. keine Wasserlöslichkeit im Gegensatz zur Ummantelung besitzt (6).
6. Köder nach genannten Ansprüchen, dass dadurch das Tier direkt zum
Haken/Köder geführt wird. (4)
7. Köder nach genannten Ansprüchen bei dem Kerngröße (2) und
Mantelgröße/dicke (1a und 1b), sowie deren Beschaffenheit, Aufbau,
Konsistenz und Materialien je nach Anwendungsart, Gewässer
beschaffenheit und Zielfischart variieren können (5a und 5b).
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|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE2001109697 DE10109697B4 (de) | 2001-02-28 | 2001-02-28 | Ummantelte Köder |
Publications (2)
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- 2001-02-28 DE DE2001109697 patent/DE10109697B4/de not_active Expired - Lifetime
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