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DE2944758A1 - Koeder zur regulation der bestaende an exoanthropen und synanthropen nagetieren - Google Patents

Koeder zur regulation der bestaende an exoanthropen und synanthropen nagetieren

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DE2944758A1
DE2944758A1 DE19792944758 DE2944758A DE2944758A1 DE 2944758 A1 DE2944758 A1 DE 2944758A1 DE 19792944758 DE19792944758 DE 19792944758 DE 2944758 A DE2944758 A DE 2944758A DE 2944758 A1 DE2944758 A1 DE 2944758A1
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DE
Germany
Prior art keywords
bait
weight
attractive
grains
stocks
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19792944758
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English (en)
Inventor
Miroslav Dr Dub
Ivo Dipl Ing Novotny
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Czech Academy of Sciences CAS
Original Assignee
Czech Academy of Sciences CAS
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Filing date
Publication date
Application filed by Czech Academy of Sciences CAS filed Critical Czech Academy of Sciences CAS
Publication of DE2944758A1 publication Critical patent/DE2944758A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N25/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
    • A01N25/002Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests containing a foodstuff as carrier or diluent, i.e. baits
    • A01N25/004Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests containing a foodstuff as carrier or diluent, i.e. baits rodenticidal

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
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  • Dentistry (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

Die Produktion der Nahrungsmittel für den Menschen wird weltweit von durch einige Schädlingsarten verursachte Verluste beeinträchtigt, unter denen die Nagetiere eine bedeutende Rolle spielen. In Mitteleuropa gehören Microtus arvalis, Arvicola terrestris, Clethrionomys glareolus, Citellus citellus und Cricetus cricetus zu den wichtigsten Arten derartiger Schädlinge. Außer direkten Schäden, die von diesen Nagetieren verursacht sind, beruht ihre weitere Bedeutung in der potentiellen Gefahr einer Bedrohung der
233-(S9628)-SF-Bk
030020/0851
menschlichen Gesundheit und des Gesundheitszustands von Nutz- und Wirtschaftstierarten durch Übertragung einiger Reservoirerkrankungen.
Die meisten bisherigen Methoden zur Beeinflussung des Populationsniveaus dieser Schädlinge sind in verschiedenen Umweltmilieus relativ wenig wirksam, abgesehen vom erheblichen manuellen Aufwand bei der Applikation der bisherigen Mittel. Eine Ausnahme stellen die Spritzmittel dar, deren Anwendung auf bestimmten Flächen mechanisiert werden kann. Trotz ihrer bekannten hohen Wirksamkeit und weiteren Anwendung sind vor allem die Nebenwirkungen auf Nichtzieltiere wie zB auf Wasserwirbellose und Frösche nachteilig, für die eine größenordnungsmäßig etwa 1000-fach höhere Toxizität angegeben wird. Ferner wurde ein Residualeinfluß durch Rückstände im Boden und an Pflanzen nachgewiesen. Deshalb bestehen für die Anwendung einiger cyclischer chlorierter Kohlenhydrate wie Endrin ua durch Spritzen strenge Vorschriften, nach denen diese Mittel nur zeitlich begrenzt angewandt werden dürfen. Derartige Mittel können auch gewöhnlich nicht wiederholt auf derselben Fläche angewandt werden.
Die Köder werden ferner aus Getreidekörnern erzeugt, auf denen der toxische Stoff mit verschiedenen Bindemitteln fixiert wird. Diese Köder weisen viele Nachteile auf, die zu einer Bedrohung der Bestände an freilebenden Tierarten und Wild führen. Die wichtigsten Nachteile sind: Sie entsprechen in Form und Größe der Nahrung, von der sich die Mehrzahl der kornfressenden Vögel ernährt. Die Ablage der Köder in die unter-
030020/0851
29U758
irdischen Baue der Nagetiere ist andererseits sehr arbeitsaufwendig und kann nicht mechanisiert wenden.
Derzeit werden zur Vertilgung schädlicher Nagetiere erfolgreich Köder eingesetzt, die aus verschiedenen Komponenten pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sowie mit verschiedenen toxischen Stoffen bestehen (vgl. die US-PS 3 865 931 und die DE-Patentanmeldungen 1 642 232 und 2 617 892).
Ein derartiges Mittel ist zB in Form von Körnern von 2 mm Durchmesser und etwa 5 bis 8 mm Länge und mit dunkelroter Farbe konfektioniert. Als Gift dient Chlordimethylamino-methylpyrimidin oder Zinkphosphid. Der Giftträger besteht aus verschiedenen Komponenten, vorwiegend pflanzlichen Ursprungs, die jedoch nur eire relativ geringe Attraktivität für die Feldmaus Microtus arvalis besitzen. Ferner wirkt die ausgeprägte rote Farbe auf Wildvögel wie zB Fasanen oder Rebhühner attraktiv, so daß die Anwendung des Mittels auf dichte und hohe Kulturen beschränkt werden mußte.
Ein anderer bekannter Träger besteht aus einigen Komponenten pflanzlichen oder tierischen Ursprungs und besitzt eine ausgeprägte blaue Färbung. Die pflanzlichen bzw. tierischen Komponenten sind Maisstärke, Kartoffelstärke und Gelatine; als Farbstoff enthält der Köder vorteilhaft Ultramarin oder fein zerkleinertes blaues Kobaltglas (vgl. die CS-PS 163 553). Nachteilige Eigenschaften sind auch hierbei die hohe Attraktivität für Wildvögel sowie die kurze Lagerfähigkeit. Einen weiteren Umweltnachteil stellt die lange Persistenz dar. Die Körner verlieren in den
3 0020/0851
meisten Fällen ihre ausgeprägte Färbung und Form während etwa 30 Tagen nicht; andere bekannte Mittel bleiben in der Natur durch die gesamte Winterperiode erhalten. Diese Eigenschaften der herkömmlichen Mittel sind daher außerordentlich ungünstig, insbesondere bei relativ hohen Beständen an Jagdwild wie zB Fasanen und Hasen. Die Forstpraxis erfordert entsprechend Mittel mit der kürzestmöglichen Persistenz.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Köder für schädliche Nagetiere anzugeben, der die Nachteile herkömmlicher Köder nicht aufweist und hohe Attraktivität, hohe Wirksamkeit und günstige Herstellbarkeit mit einem geringeren Vergiftungsrisiko für nicht in ihrem Bestand zu regulierende Tierarten und geringe Persistenz in sich vereinigt.
Die Aufgabe wird anspruchsgemäß gelöst.
Die oben erläuterten Nachteile der bisherigen Köder zur Vertilgung schädlicher Nagetiere werden durch den erfindungsgemäßen Köder vermieden, der gekennzeichnet ist durch einen attraktiven Träger aus Schrot oder Mehl pflanzlichen oder tierischen Ursprungs aus 20 bis 60 Gew.-% getrockneter Luzerne, Gras oder Kleegras, 10 bis 40 Gew.-% Haferschrot, 5 bis 20 Gew.-% Trockenmilch und 0,001 bis 10 Gew.-% attraktiven Zusätzen synthetischen oder natürlichen Ursprungs wie Stoffen mit Pheromoncharakter oder Extrakte aus pflanzlichen Materialien sowie 0,1 bis 20 Gew.-% akut oder kummulativ toxisch wirkende Stoffe.
030020/0851
Die Gewichtsverhältnisse der einzelnen Komponenten beruhen auf experimentellen Untersuchungen. Die in den Frühlingsmonaten gewachsene Luzerne sowie die weitere . pflanzliche Komponente Haferschrot besitzen für Microtus arvalis eine hohe Attraktivität, so daß sie sich insbesondere für Mittel zur Bekämpfung von Microtus arvalis eignen (vgl. Kuzjakin, A.P., 1955: Primanocnyj metod bor'by s malym suslikom i drugimi gryzunami vrednymi ν sel^,-schom chozjajstve (Ködermethode zur Bekämpfung von Citellus pygmaeus und anderen Nagetieren in der Landwirtschaft), Sb. Gryzuny i bor'ba s nimi. No. 4; sowie Sullins, L.L., Verts, B.J., 1978: Baits and baiting techniques for control of Beiding1s ground squirrels. J. Wildl. Managm., 42 (4): 890 - 896).
Diese beiden attraktivsten Komponenten, die mit Trockenmilch ergänzt sind, bilden die Grundlage des erfindungsgeiiiäßen Köders zur Bekämpfung exoanthroper und hemisynanthroper Nagetiere. Diese Kombination gewährleistet zugleich die wichtige Eigenschaft dieses Köders, den Zerfall der Körner durch Feuchtigkeit; der Köder ist dann für Jagdwild nicht mehr gefährlich.
Zur Erhöhung der Attraktivität werden weitere spezifische Attraktionsmittel synthetischen oder natürlichen Ursprungs zugesetzt, zB Stoffe mit Pheromoncharakter (zB Polyacetamid), oder aus Pflanzenextrakten erhaltene Geschmackskomponenten (zB Melasse). Als toxische Stoffe werden Zinkphosphid, Chlordimethylaminopyrimidin oder Tetramethylsulfotetramin verwendet.
Die Ausgangskomponenten werden nach dem Mischen
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zu regelmäßigen zylindrischen Körnern von 2 bis 4 oder 8 bis 10 mm Durchmesser und 4 bis 10 mm Länge, glatter Oberfläche und sichtbarer Struktur geformt. Die Körner entsprechen demgemäß nicht dem granulierten Futter, das für die Zucht wildlebender Vögel verwendet wird. Der Köder muß undeutlich graugrün bis schwarzgrün gefärbt sein und deutlich die Struktur des pflanzlichen Materials des attraktiven Trägers aufweisen, damit das Jagdwild nicht auf den Köder anspricht und der Köder zugleich in der Umgebung, in der er ausgelegt wurde, möglichst nicht auffällt. Regen von über 5 mm oder Tau verändern den erfindungsgemäßen Köder so, daß die Körner zerfallen und das Jagdwild sie nicht mehr annimmt. Das geringe spezifische Gewicht des Köders und dadurch die entsprechende Anzahl der Körner des granulierten Köders sichern eine vollständige Bedeckung der behandelten Fläche, da in 1 kg 13900 Körner vorhanden sind. Bei der Applikation von 10 kg Köder auf 1 ha Fläche entfallen etwa 14 Körner auf einen Quadratmeter.
Weitere wichtige Vorteile des Köders liegen in seiner unauffälligen Farbe sowie seiner geringen Attraktivität für Jagdwild, was die Köderanwendung während der gesamten Vegetationsperiode der Kulturpflanzen ermöglicht, so daß der Köder auch präventiv vor dem Auftreten von Nagetierschäden erfolgreich angewandt werden kann. Dadurch werden hohe wirtschaftliche Einsparungen ermöglicht, da neben dem geringen Köderverbrauch vor allem die von zu stark vermehrten Populationen schädlicher Nagetiere verursachten Schäden verringert werden.
0020/0851
Die hohe Attraktivität des Köders für schädliche Nagetiere führt zu einem raschen Auffinden und-» Verzehr der Körner, so daß innerhalb von maximal 12 Stunden kein Köder mehr auf der Oberfläche eines behandelten Terrains gefunden wird. Dadurch wird eine höhere und zugleich raschere Wirksamkeit als bei bisher verwendeten Ködern erzielt, wobei ferner das Risiko einer Vergiftung anderer Tierarten stark verringert ist.
Die erfindungsgemäß eingesetzten Köderkomponenten sind gegenüber herkömmlichen Produkten billiger. Ein weiterer Vorteil liegt in der Form und Festigkeit des erfindungsgemäßen granulierten Köders, die eine mechanisierte Applikation auf verschiedene Weise ermöglichen. Da Arbeitskräfte in der Land- und Forstwirtschaft teuer sind, ist die Applikation des Köders mit speziellen landwirtschaftlichen Maschinen wie etwa Düngerstreuern verschiedenen Typs, Sämaschinen oder speziellen Geräten zur Anwendung von granulierten Pestiziden, vorteilhaft, wobei die Köder sowohl durch bodengebundene Transportmittel wie landwirtschaftliche Fahrzeuge und Traktoren als auch mit Luftfahrzeugen wie zB Flugzeugen oder Hubschraubern ausgebracht werden können.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Köder geschieht wie folgt: Die trockenen Komponenten werden entsprechend den erforderlichen Gewichtsverhältnissen in einem kontinuierlich arbeitenden Mischer vollkommen homogen gemischt; das homogene Gemisch wird dann nach Zugabe der benötigten Menge des toxischen Wirkstoffs und der attraktiven Zusätze granuliert. Hierzu können übliche Granuliervorrichtungen verwendet werden, wie sie etwa zur Futtererzeugung benutzt werden. Bei der Formge-
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bung werden keine Bindemittel eingesetzt, um einen schnellen mechanischen Zerfall der Körner im Freien zu ermöglichen und eine Langzeitpersistenz zu vermeiden .
Im folgenden sind Beispiele für Zusammensetzungen erfindungsgemäßer Köder angegeben.
Köder 1:
Zusammensetzung:
60 Gew.-% Luzernenmehl 30 Gew.-% Haferschrot 5 Gew.-% egalisierte Trockenmilch 5 Gew.-% Zinkphosphid
Form und Aussehen:
Zylindrische Körner (Durchmesser 4 mm, Länge 4 bis 10 mm), nicht ausgeprägte graugrüne Färbung.
Köder 2:
Zusammensetzung:
60 Gew.-% Luzernenmehl 29 Gew.-% Haferschrot 1 Gew.-% synthetisches Erdbeeraroma 5 Gew.-% egalisierte Trockenmilch 5 Gew.-% Zinkphosphid
Form und Aussehen:
Wie bei Köder 1.
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Köder 3; Zusammensetzung:
65 Gew.-% Luzernenmehl 29,5 Gew.-% Haferschrot
5 Gew.-% Chlordimethylamino-6-methylpyrimidin oder
0,5 Gew.-% Tetramethylendisulfotetramin
Form und Aussehen:
Wie bei Köder
Köder 4: Zusammensetzung:
55 Gew.-% trockene Luzerne 30 Gew.-% Haferschrot 5 Gew.-% egalisierte Trockenmilch 3 Gew.-% Zinkphosphid 2 Gew.-% Lohe
Form und Aussehen:
Zylindrische Körner (Durchmesser 8 bis 10 mm, Länge 4 bis 10 mm), nicht ausgeprägte graugrüne Färbung.
Köder 5: Zusammensetzung:
50 Gew.-% getrocknetes Kleegrasmehl
030020/0861
25 Gew.-% Haferschrot 15 Gew.-% egalisierte Trockenmilch 5 Gew.-% Melasse 5 Gew.-% Zinkphosphid
Form und Aussehen:
Zylindrische Körner (Durchmesser 2 mm, Länge 4 bis 8 mm); dunkelgraugrüne Färbung.
Köder 6:
Zusammensetzung:
30 Gew.-% vitaminreiches Grasmehl 30 Gew.-% Luzernenmehl 20 Gew.-% Haferschrot 13,5 Gew.-% Trockenmilch 6 Gew.-% Zinkphosphid 0,5 Gew.-% Polyacetamid
Form und Aussehen:
Zylindrische Körner (Durchmesser 2,5 mm, Länge 4 bis 6 mm); dunkelgraugrüne Färbung.
Die Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Köder sowie ihre Anwendungsvorteile gehen aus den nachstehenden experimentellen Ergebnissen hervor.
1. Wirksamkeit der erfindunqsgemäßen Köder bei der Vertilgung von Feldmäusen
Die Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Köder bei der Ver-
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tilgung von Feldmäusen wurde durch Flächenbestreuung mit einem erfindungsgemäßen Köder sowie Verwendung zweier Vergleichsköder nach dem Klappfallenverfahren ermittelt.
Vor der Aufbringung der Köder auf die Versuchsflächen wurden die Tiere (Microtus arvalis) in Klappfallen gefangen, die in Linien zu je 75 bis 100 Fallen in Abständen von etwa 3 m zwischen jeder Falle angeordnet worden waren. Der erfindungsgemäße Köder (mit dem Symbol S bezeichnet) wurde auf verschiedene Weisen appliziert:
- mit einem Düngerstreuer (RCW-2-PIAST, Köder Sp);
- mit einer Sämaschine (SAXONIA; Köder Ss) sowie
- aus der Luft mit einem landwirtschaftlichen Flugzeug (Z-37-Cmeläk) mit Streueinrichtung (M-64) (Köder Sl1, Sl2).
Nach der Applikation der zu untersuchenden Köder wurden die Feldmäuse wiederum während 5 Tagen in in Linien zu je 75 bis 100 Stück ausgelegten Klappfallen gefangen. <->
Die Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Köder bei den oben genannten verschiedenen Applikationsarten schwankte von 89,3 % (Sp) bis 97,6 % (Sl1). Die Wirksamkeit des bekannten Mittels (Cp) betrug 99,4 %, was durch die relativ hohe Toxizität des darin enthaltenen Wirkstoffs bedingt ist, die etwa 30-fach höher ist als bei dem erfindungsgemäßen Köder, der Zinkphosphid als Wirkstoff enthält.
<Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 1 aufgeführt^
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Tabelle 1
Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Köder bei der Vertilgung von Feldmäusen (Flächenbestreuung mit Ködern der Typen Cp und T im Vergleich mit einem erfindungsgemäßen Köder (Köder S); Klappfallenmethode)
O O ro ο
GO cn
Anzahl der
ausgelegten
Klappfallen
Wirksamkeit der
Vertilgung (%)
nach
nach
nach
1
2
3
Tag
Tagen
Tagen
1 1 2 Fläche
3 4
100 Nr.
5
4 10,2 6 7
Fänge vor
der Behand-
lung
Anzahl der
gefangenen
Tiere
100 00 100 29
42
26
100 81 ,0 75 75
mittlere
Fangdichte
(Anzahl) ic
36
28
26
37
43
16
56
50
36
32 50
53
58
61
63
56
52
59
56
Köderart *
Dosis (kg/ha)
30,0 32,0 47,3 K ,3 53,7 80,0 74,2
Anzahl der
ausgelegten
Klappfallen
nach
nach
nach
nach
nach
1
2
3
4
5
Tag
Tagen
Tagen
Tagen
Tagen
Sp
13,2
1 Cp
11,8
Ss
10,0
100 T
15,0
10,8 Si2
10,8
Fänge nach
der Behand
lung
Anzahl der
gefangenen
Tiere
100 00 100 46
33
18
12
13
100 75 75
mittlere
Fangdichte
(Anzahl) χ
6
4
i
0
0
0
0
0
7
3
1
0
0
24 33
14
1
1
. 2
4
1
1
1
0
2
7
3
2
Ί
3,2 0f2 2,2 1,9 4,0
89,3 99,4 95,3 97f6 94,6
U)
I
* Sp, Ss, Sl.
Cp,
K:
T:
Sl-: erfindungsgemäße Köder (verschiedene Applikationsarten, vgl.den Text) Vergleichsköder
nicht behandelte Kontrollfläche
ro
cn
00
2. Attraktivität der erfindungsgemäßen Köder;
Die Attraktivität eines erfindungsgemäßen Köders wurde mir der von zwei herkömmlichen Ködern verglichen. Als Vergleichsköder wurden Crimidin-Pellets (Hersteller Bayer AG; Cp) und Talon (IC»Protection GB; Köder T) verwendet.
Im Gelände wurden 50 Punkte auf einer Linie bezeichnet; in den in der Tabelle 2 angegebenen Zeitabschnitten wurde die Abnahme der zu untersuchenden Köder an den entsprechenden Punkten ermittelt.
Wie aus Tabelle 2 hervorgeht, wurde der erfindungsgemäße Köder erheblich besser als herkömmliche Köder angenommen.
Die Erfindung betrifft zusammengefaßt Köder zur Regulation der Bestände an exoanthropen und hemisynanthropen Nagetieren, insbesondere der Feldmaus Microtus arvalis, die besonders in der Landwirtschaft große Verluste an Nahrungsmitteln verursacht.
Der erfindungsgemäße Köder enthält neben dem wirksamen Rodentizid, zB Zinkphosphid, einen attraktiven Träger, der aus Schrot oder Mehl pflanzlichen oder tierischen Ursprungs besteht.
Der Träger setzt sich erfindungsgemäß aus 20 bis 60 Gew.-% getrockneter Luzerne, Gras oder Futter, 10 bis 40 Gew.-% Haferschrot, 5 bis 20 Gew.-% Trockenmilch sowie 0,001 bis 10 Gew.-% attraktiven Zusätzen synthetischen oder natürlichen Ursprungs wie Stoffen mit Pheromon-
030020/08S1
Charakter oder Pflanzenextrakte zusammen.
Der Köder besteht aus regelmäßigen zylindrischen Körnern von 2 bis 4 oder 8 bis 10 mm Durchmesser und 4 bis 10 mm Länge und besitzt eine nicht ausgeprägte graugrüne bis schwarzgrüne Färbung, wobei die Struktur des pflanzlichen Materials des attraktiven Trägers deutlich hervortritt.
Der erfindungsgemäße Köder ist nicht zur Vertilgung anderer Nagetiere wie beispielsweise synanthroper Nagetiere (Hausmaus(Mus musculus) und Hausratte (Rattus norvegicus)) bestimmt.
030020/OÖS1
Tabelle 2
Attraktivität der erfindungsgemäßen Köder im .Vergleich zu einem herkömmlichen Köder (Köderabnahme in Linien im Gelände)
ta
ο
ο
Datum/Stunde
Versuch 1 3.10.78 3.10.78 um 14.00 Uhr 3.10.78
j um 12.45
! Uhr
um 17.00 Uhr 4.10.78
um 07.30 Uhr 5.10.78
um 08.40 Uhr
Köderabnahme an 50 bezeichneten Punkten mit ausgelegtem Köder (% Köderabnahme)
Köder S
Köder Cp
Köder T
S = erfindungsgemäßer Köder Cp, T = Vergleichsköder
' Köder S
Köder
Cp
4 2 1 8,0 4,0
15 5 1 30,0 10,0
27 16 12 54,0 32,0
29 21 27 58,0 42,0
Köder T
2,0 2,0
54,0
Versuch 2 7.10.78 15 13 10 30 ,0 26,0 20 ,0 i
7.10.78 um 11.15 Uhr
um C9.3O 7.10.78 17 14 13 34 ,0 28,0 26 ,0
Uhr um 12.30 Uhr
7.10.78 19 14 15 38 ,0 28,0 30 ,0
um 13.30 Uhr
7.10.78 26 17 23 52 /0 34,0 46 ,0
um 15.00 Uhr
7.10.78 23 24 23 ! 56 ,0 48,0 46 ,0
um 17.30 Uhr f
8.10.78 38 27 31 i 76 ,0 54,0 62 ,0
um 08.45 Uhr
CT.

Claims (2)

Ansprüche
1. Köder zur Regulation der Bestände an exoanthropen und hemisynanthropen Nagetieren,
gekennzeichnet durch
einen attraktiven Träger aus Schrot oder Mehl pflanzlichen oder tierischen Ursprungs aus
20 bis 60 Gew.-% getrockneter Luzerne, Gras oder Kleegras, 10 bis 40 Gew.-% Haferschrot,
5 bis 20 Gew.-% Trockenmilch
und
0,001 bis 10 Gew.-% attraktiven Zusätzen synthetischen oder
natürlichen Ursprungs wie Stoffen mit Pheromoncharakter oder Extrakte aus pflanzlichen Materialien
sowie
0,1 bis 20 Gew.-% akut oder kummulativ toxisch wirkende
Stoffe.
2. Köder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er in Form regelmäßiger zylindrischer Körner von 2 bis 4 oder 8 bis 10 mm Durchmesser und 4 bis 10 ram Länge mit nicht ausgeprägter graugrüner bis schwarzgrüner Färbung sowie mit deutlicher, vom pflanzlichen Material des attraktiven Trägers gebildeter Struktur vorliegt» 233-(S9628)-SF-Bk
030020/0851
DE19792944758 1978-11-06 1979-11-06 Koeder zur regulation der bestaende an exoanthropen und synanthropen nagetieren Withdrawn DE2944758A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CS721178A CS204501B1 (en) 1978-11-06 1978-11-06 Shaped trap for regulation of the numbers of exoantropous and hemisynantropous rodents classes

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2944758A1 true DE2944758A1 (de) 1980-05-14

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ID=5420846

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19792944758 Withdrawn DE2944758A1 (de) 1978-11-06 1979-11-06 Koeder zur regulation der bestaende an exoanthropen und synanthropen nagetieren

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CS (1) CS204501B1 (de)
DE (1) DE2944758A1 (de)
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Also Published As

Publication number Publication date
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FR2440692B1 (de) 1983-01-21
GB2035803A (en) 1980-06-25
FR2440692A1 (fr) 1980-06-06
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