DE10109697B4 - Ummantelte Köder - Google Patents
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-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01K—ANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
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Abstract
Köder (1) zum Fang von Fischen mit Angelmethoden bei Verwendung üblicher Montagen (5c), dadurch gekennzeichnet, dass eine (1a) oder mehrere (1b) Ummantelung(en) mindestens einen Kern (2) umschließt oder umschließen, dass Kern (2) und Ummantelung(en) (1a und 1b) eine unterschiedliche Wasserlöslichkeit besitzen, wobei der Kern eine langsamere oder keine Wasserlöslichkeit im Gegensatz zur Ummantelung besitzt.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Köder entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Damit Fische gefangen werden, ist es erforderlich fängige Köder zu produzieren und richtig anzubieten. Insbesondere beim Karpfenangeln hat sich in den letzten Jahren das Angeln mit ”Boilies” (gekochte Teigkugeln) sowie das Angeln mit dem Futterkorb als erfolgreich erwiesen.
- Es ist bekannt, dass Boilies, die einen intensiven Geruch verströmen zum einen als Fang, aber auch als Lockköder verwendet werden. Futterkörbe haben die Aufgabe Fische zum Angelplatz zu locken, indem sich ihr Inhalt mehr oder weniger schnell in Partikel auflöst und im Wasser dadurch eine sogenannte Duftwolke ensteht.
- Das Problem liegt darin, dass der Fisch die Duftwolke zwar wahrnimmt, von eigentlichem Hakenköder aber abgelenkt wird bzw. ihn gar nicht findet. Sollte der Angelplatz nicht gleich beim ersten Mal getroffen werden, so entleert sich der Futterkorb während des Einholens und zieht eine falsche Futterspur.
- Bei Boilies, die zwar einen Lockduft aussenden, hat man die Nähe zum Hakenköder (da ein und dasselbe Medium), jedoch keine derartige Lockwirkung wie bei einem Futterkorb.
- Bei der Verwendung von ”weichen” Teigkugeln, die sich im Wasser auflösen und langsam Duftpartikel abgeben, ergeben sich dahin gehend Probleme, daß ein ”Hartkern” fehlt und dadurch verursacht, die Darbietung erschwert wird. Dies äußert sich durch leichtes Verlieren des Köders während des Wurfes und des Einholens mit der Angel.
- Aus der
ist ein Köder nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 bekannt. Er besteht aus einer elliptischen Gelatineschale, die flüssige Lockstoffe einschließt. Wenn die Gelatineschale sich im Wasser allmählich auflöst, werden die Additive oder Öle freigesetzt. Durch das Fehlen eines harten Kerns nach der Auflösung des wasserlöslichen Materials wird die Darbietung erschwert, was sich durch ein leichtes Verlieren des Köders während des Wurfes und des Einholens mit der Angel äußert.GB 2 310 349 A - Aufgabe der Erfindung ist es, eine Art von Köder zu schaffen, der die Eigenschaften der Fängigkeit und der Lockstoffverbreitung direkt am Haken bei niedriger als auch hoher Wurfweite in Kombination mit einer zielgenauen und unter Umständen auch mehrmaligen Köderanbietung erfüllt.
- Diese Aufgabe wird durch einen Köder mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
- Im Gegensatz zum Stand der Technik besteht der erfindungsgemäße Köder aus einem wenig oder nicht wasserlöslichen Kern und einer oder mehreren wasserlöslichen Ummantelungen. Erfindungsgemäß soll der Kern des Köders sich nicht vollständig im Wasser auflösen wie im Stand der Technik. Durch den harten Kern kann der Köder nicht während des Wurfes und beim späteren Einholen der Angel verloren gehen.
- Der Köder besteht aus mindestens zwei Teilen. Einem Kern im Inneren des Köders z. B. in der Beschaffenheit eines Boilies. Um den Kern entsteht mindestens eine weitere Schicht, welche die Eigenschaft hat, je nach Herstellung, sich mehr oder weniger schnell im Wasser zu lösen um Duftpartikel in die nähere Umgebung abzugeben. Dies hat zur Folge, dass direkt vom Hakenköder aus Partikel in das Wasser gelangen und somit der Fisch exakt geführt wird.
- Durch unterschiedliche Herstellungsmöglichkeiten ergeben sich vielfältige Variationen bezüglich Geschmack, Kerngestaltung, Größe/Dicke der Schichten und Geschwindigkeit der Auflösung der Partikelschicht(en). Somit wäre eine neue Köderart für die breite Masse der Angler und auch deren Spezialisten gefunden.
- Vorteile liegen darin, dass
- 1. Lockmittel und Köder eines sind → Lockstoff führt direkt zum Hakenköder
- 2. Genaue und weite Würfe mit dem ummanteltem Köder sind durchführbar
- 3. Je nach gewählter Auflösungsgeschwindigkeit der Ummantelung sind Mehrfachwürfe möglich.
- 4. Duftwolke führt direkt zum Köder → besonders großer Vorteil für trübe Gewässer (Karpfengewässer)
- 5. Unterschiedliche Lockstoffe können in den Schichten verarbeitet werden
- 6. Eine gezielte Anfütterung ist möglich
- 7. Die Größe der Schichten ist variabel
- 8. Die Darbietungsarten d. h. Angelmethoden bleiben gleich dem Stand der Technik (z. B. Haarmontage) → keine neue Entwicklung ist nötig
- 9. Verschiedene geometrische Formen sind möglich zu produzieren (z. B. eckige für Fließgewässer)
- 10. Die Duftwolkenentwicklung kann je nach Herstellungsart verschieden sein (Menge, Dauer, Geschmack etc.).
- – Der Köder kann verschiedenen Gewässern, Temperaturen und Fischvorlieben je nach Art der Herstellung angepasst werden (z. B. fließende Gewässer langsamere Auflösung des Lockmittels, stehende Gewässer schnellere Auflösung des Lockmittels)
- 11. Duftpartikel sind weitaus intensiver in der Lockwirkung als nur Geruch
- 12. Die Gesamtködergröße, d. h. die Schicht- und Kerngröße ist je nach Zielfisch variierbar.
- – kleine Form für Weißfische geeignet
- – große Form z. B. beim Karpfenfang von Vorteil, da von kleinen Weißfischen nicht gefressen werden kann.
- 13. Mehrmantelige Köder sind anwendbar, wenn es z. B.
- – unter Umständen erwünscht ist, dass zuerst eine schnelle Lockwirkung durch eine Duftwolke entsteht, dann langsames Aussenden von Partikeln als konstante Lockwirkung gegeben ist.
- – erst ein bestimmter Lockstoff ausgesendet werden soll, dann aber ein anderer, der z. B. den Kerngeruch imitiert.
- 14. Je nach Auflösungsgeschwindigkeit kann der Köder mit einer konstanten Lockwirkung am Angelplatz angeboten werden.
- 15. Eine Lockstoffverbreitung im Sinne einer brauseartigen Auflösung der Ummantelung bzw. des Kerns wäre mit genanntem Köder auch realisierbar.
- Ausführungsbeispiele
- Ausführungsbeispiele sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgendem näher beschrieben.
- Es zeigt
1 ein Querschnitt des möglichen Aufbaus des Köders (hier: Kugel) und die2 ,3 und4 weitere Möglichkeiten und Anwendungen. - Zu
1 : Man erkennt einen typischen Aufbau am Beispiel einer Köderkugel. Der Kern (Hauptköder) wird von einer Ummantelung (Lockmittel) umschlossen. - Der Kern sollte eine Größe (Kerngröße x) von x > 0 aufweisen (
1 ) und eine geringere Wasserlöslichkeit als die Ummantelung besitzen. Er soll nach Auflösung der Ummantelung als Fangköder existent bleiben (3 ). - Die Ummantelung (Ummantelungsgröße y) sollte grundsätzlich y > 0 sein und je nach Anwendung die entsprechende Dicke aufweisen (
1 ). Die Wasserlöslichkeit soll schneller als die des Kernes sein und eine im weitesten Sinne als Duftwolke bzw. Lockspur deklarierbare Lockwirkung verursachen (3 ). - Das Material aus dem Kern & Ummantelung sind, besteht in der Regel aus Teilen von Teig, Proteinmischungen, Mengen von tierischen Ködern (Zuckmückenlarven, Würmern, Maden, o. ä.), vegetarischen Ködern (Mais, Hanf, Erbsen etc.) oder anderen verwertbaren Produkten in beliebigen Verhältnissen (
1 und2 ). Durch die Verwendung verschiedener Substanzen/Bestandteile und die jeweilige Herstellungsart sollten sich die benötigten unterschiedlichen Wasserlöslichkeiten ergeben. Die Festigkeit der Materialien sollte nach Fertigstellung des Gesamtköders (Kern & Ummantelung) entsprechend der Verwendung als Köder und Darbietungsform (z. B. als geläufige Haarmontage) anwendbar sein. - Üblicherweise werden Teigkugeln (sogenannte Boilies) gekocht um sie herzustellen. Denkbar ist auch diese Verarbeitungsart bei den Ummantelten Ködern.
- Weiteren Möglichkeiten der Zubereitung sind keine Grenzen gesetzt.
-
4 zeigt weitere Formen. Andere denkbare Möglichkeiten der Formgebung sind natürlich nicht ausgeschlossen. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Köder
- 1a
- eine Ummantelung
- 1b
- mehrere Ummantelungen
- 1c
- Köder, im Verhältnis zu groß gezeichnet
- 2
- Kern
- 2a
- Maiskorn als Kern
- 3
- Duftwolke
- 3a
- Brauseeffekt
- 4
- Direkt zum Haken/Köder geführter Fisch
- 5c
- übliche Montage
- 7
- Stillgewässer
- 8
- Strömungsrichtung
- 9
- Kleine Weißfische
- 10
- Beispiel einer üblichen Montage, hier: Haarmontage
Claims (3)
- Köder (
1 ) zum Fang von Fischen mit Angelmethoden bei Verwendung üblicher Montagen (5c ), dadurch gekennzeichnet, dass eine (1a ) oder mehrere (1b ) Ummantelung(en) mindestens einen Kern (2 ) umschließt oder umschließen, dass Kern (2 ) und Ummantelung(en) (1a und1b ) eine unterschiedliche Wasserlöslichkeit besitzen, wobei der Kern eine langsamere oder keine Wasserlöslichkeit im Gegensatz zur Ummantelung besitzt. - Köder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Ummantelungen) zum Zwecke der Lockwirkung mehr oder weniger schnell in Partikel auflöst oder auflösen und im Wasser eine Duftspur, Wolke (
3 ) oder ein so genannter Brauseeffekt entsteht (3a ). - Köder nach Anspruch 1 oder 2, bei dem nach Auflösung der Ummantelung dennoch ein Kern als eigentlicher Fangköder existent bleibt.
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