DE10105880A1 - Kolbenhalterung - Google Patents
KolbenhalterungInfo
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- B25C1/08—Hand-held nailing tools; Nail feeding devices operated by combustion pressure
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Abstract
Kolbenhalterung, insbesondere für einen Treibkolben (8) eines Setzgeräts, mit wenigstens einem Klemmkörper (18), der ständig nachgiebig gegen eine Umfangsoberfläche des Treibkolbens (8) drückt und in einer eine Zentralachse (10a) des Treibkolbens (8) aufnehmenden Ebene exzentrisch bewegbar gehalten ist. Die Kolbenhalterung gewährleistet eine sichere Positionierung des Treibkolbens (8) in Zündbereitschaftsstellung und ein reibungsarmes Zurückführen in diese Stellung.
Description
Die Erfindung betrifft eine Kolbenhalterung gemäß der im Anspruch 1 genann
ten Art.
Aus der EP 0 346 275 B1 ist bereits ein pulverkraftbetriebenes Setzgerät mit
einer Kolbenführung und einem darin verschiebbaren Treibkolben bekannt,
wobei in der Kolbenführung eine zum Treibkolben hin radial offene Ausneh
mung mit am Treibkolben anliegenden Bremskugeln und einer Feder für die
Bremskugeln vorgesehen ist. Die Feder ist als ein eine radial zum Treibkolben
hin wirkende Federkraft ausübender Federring ausgebildet, wobei an dessen
Innenkontur eine auf die Bremskugeln einwirkende Abstützfläche angeordnet
ist, die zur Kolbenachse unter Bildung eines spitzen, sich entgegen der Ein
treibrichtung öffnenden Winkels geneigt ist.
In Zündbereitschaftsstellung liegen die Bremskugeln unter Abstützung am Federring
an der Mantelfläche des Schafts des Treibkolbens an. Verschiebt sich
der Treibkolben in Eintreibrichtung, so nimmt dieser mit Beginn des Verschie
bens die Bremskugeln unter Abrollen in Eintreibrichtung mit. Die Bremskugeln
spannen dabei den Federring, wobei die Abstützfläche die radiale Federkraft
des Federrings über die Bremskugeln in den Treibkolben einleitet. Die vom Fe
derring radial gegen den Schaft des Treibkolbens gedrückten Bremskugeln
üben somit eine Bremswirkung auf den Treibkolben aus. Bereits durch gering
fügiges Verschieben des Treibkolbens nach hinten kann die Bremswirkung auf
gehoben werden, indem die Bremskugeln entgegen der Eintreibrichtung wan
dern und der Federring sich entspannt. Nach dem Entspannen des Federrings
drückt dieser die Bremskugeln nicht mehr gegen den Schaft des Treibkolbens.
Verschiebt sich der Treibkolben vor Betätigen des Setzgeräts geringfügig in
Eintreibrichtung, also ohne Zündung, so wird diese Verschiebung durch den
Federring und die Bremskugeln rückgängig gemacht, wodurch der Treibkolben
in seiner Zündbereitschaftsstellung gehalten wird.
Aus der US 4,162,033 ist bereits eine Bremseinrichtung für den Treibkolben ei
nes Setzgeräts bekannt, die ständig mit konstanter Kraft den Treibkolben
bremst.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Kolbenhalterung der eingangs
genannten Art so weiterzubilden, daß sie den Treibkolben sicherer in Zündbe
reitschaftsstellung hält und darüber hinaus einen vereinfachten Aufbau auf
weist.
Die Lösung der gestellten Aufgabe ist im Anspruch 1 angegeben. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Eine Kolbenhalterung nach der Erfindung eignet sich z. B. zum Abbremsen
bzw. Halten eines Treibkolbens eines Setzgeräts, das beispielsweise ein pulver
kraftbetriebenes Setzgerät oder ein solches sein kann, das durch Zünden eines
Luft/Brenngasgemisches antreibbar ist. Die Kolbenhalterung weist wenigstens
einen Klemmkörper auf, der ständig nachgiebig gegen eine Umfangsoberfläche
des Treibkolbens drückt und in einer eine Zentralachse des Treibkolbens auf
nehmenden Ebene exzentrisch bewegbar gehalten ist.
Die der Erfindung zugrunde liegende Idee besteht darin, mindestens einen seit
lich am Treibkolben gehaltenen Klemmkörper bei Bewegung des Treibkolbens
in Austreib- bzw. Setzrichtung über entsprechenden Reibkontakt mit dem
Treibkolben mitzunehmen, wobei der wenigstens eine Klemmkörper sich dabei
um einen exzentrisch zu ihm liegenden Drehpunkt verkippt bzw. dreht und so
mit versucht, in die Bewegungsbahn des Treibkolbens einzulaufen. Da der
Klemmkörper gleichzeitig gegen die Umfangsoberfläche des Treibkolbens ge
drückt wird, erhöht sich somit die Reibkraft zwischen ihm und dem Treibkol
ben, so daß letzterer abgebremst wird. Übersteigt im Falle einer Zündung die
Kolbenverschiebekraft eine bestimmte Höhe, so gibt der Klemmkörper den
Treibkolben frei, so daß dieser durchrutschen kann. Es liegt somit ein ge
schwindigkeitsabhängiger Reibkoeffizient vor, der eine Reduzierung der Rei
bung bei großer Relativgeschwindigkeit im Kontaktbereich zwischen Klemmkör
per und Treibkolben bewirkt. Die nachgiebige Lagerung des Klemmkörpers
dient dabei praktisch als Überlastsicherung gegen eine Totalhemmung des
Treibkolbens aufgrund des selbstverstärkenden Wirkprinzips der Klemmung.
Wird der Treibkolben entgegen der Austreib- bzw. Setzrichtung bewegt, wird
der Klemmkörper in der entgegengesetzten Richtung um den genannten und
exzentrisch zu ihm gelagerten Drehpunkt verkippt bzw. gedreht, so daß er jetzt
den Treibkolben weniger stark beaufschlagt und sich letzterer ohne große Reib
verluste in Richtung Zündbereitschaftsstellung bewegen kann. In dieser Zünd
bereitschaftsstellung wird der Treibkolben durch den Klemmkörper ständig ge
halten, da der Klemmkörper permanent durch Federkraft gegen den Treibkol
ben gedrückt wird, so daß dessen sichere Positionierung in dieser Stellung ge
währleistet ist.
Der Klemmkörper ist im Prinzip eine Art Pendel, das mit einem Ende auf die
Umfangsfläche des Treibkolbens drückt und am anderen Ende einen in Radial
richtung des Treibkolbens druckbeaufschlagten weiteren Drehpunkt aufweist,
der in Austreib- bzw. Setzrichtung des Treibkolbens jedoch vor dem Kontakt
punkt zwischen dem anderen Ende des Pendels und dem Treibkolben liegt,
wenn sich der Treibkolben in seiner Zündbereitschaftsstellung befindet. Der
Aufbau der Reibkraft erfolgt dann durch Mitnahme des Pendels um seinen ex
zentrisch gelagerten Drehpunkt, etwa bis zu einem in Setz- bzw. Austreibrich
tung des Treibkolbens vorn liegenden Anschlag, wobei in dieser Stellung Drehpunkt
und Kontaktpunkt in Radialrichtung des Treibkolbens gesehen hinter
einander liegen. Bei entgegengesetzter Bewegung des Treibkolbens, also zurück
in seine Zündbereitschaftsstellung, wird das Pendel wieder in umgekehrtem
Drehsinn mitgenommen und der Treibkolben weitestgehend entlastet.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Klemmkörper in einem geräte
festen Aufnahmeraum frei kippbar gehalten. Er ist in diesen Aufnahmeraum
praktisch lose hineingelegt und wird in Radialrichtung gesehen gegen den
Treibkolben gedrückt.
Dabei kann der Klemmkörper z. B. starr ausgebildet sein und mittels einer auf
ihn einwirkenden Federeinrichtung gegen den Treibkolben gedrückt werden.
Möglich ist es aber auch, den Klemmkörper selbst elastisch auszubilden, so
daß er sich zwischen Treibkolben und einer vom Treibkolben entfernteren
Wand einer ihn aufnehmenden Ausnehmung abstützen kann.
Mehrere in Umfangsrichtung des Treibkolbens etwa unter gleichen Winkelab
ständen zueinander angeordnete Klemmkörper können auch durch einen Fe
derring, der für alle Klemmkörper gemeinsam ist, in Richtung zum Treibkolben
vorgespannt werden.
Im Prinzip kann der Klemmkörper in der die Axialrichtung des Treibkolbens
aufnehmenden Ebene die unterschiedlichsten Querschnittsformen aufweisen.
Es muß nur sichergestellt sein, daß der mit dem Treibkolben in Berührung ste
hende Kontaktpunkt des Klemmkörpers bei Bewegung des Treibkolbens in
Setz- bzw. Austreibrichtung in die Bahn des Treibkolbens hineinlaufen möchte,
und umgekehrt.
Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist der Klemmkörper um eine
Exzenterachse schwenkbar gehalten. Dabei kann die Exzenterachse gerätefest
und der Klemmkörper elastisch ausgebildet sein. Auch in diesem Fall arbeitet
der Klemmkörper als eine Art Pendel, das bei Bewegung des Treibkolbens in
Setz- bzw. Austreibrichtung in die Bahn des Treibkolbens einzulaufen versucht
und schließlich an einem vorderen Anschlag zu liegen kommt.
Alternativ kann die Exzenterachse in Radialrichtung des Treibkolbens auch
nachgiebig gelagert sein, etwa für den Fall, daß der Klemmkörper selbst starr
ausgebildet ist. Auf diese Weise wird eine Selbsthemmung der Kolbenhalterung
vermieden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 ein teilweise im Schnitt dargestelltes Setzgerät, das mit der erfin
dungsgemäßen Kolbenhalterung ausgestattet werden kann;
Fig. 2 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Kolbenhalterung mit starrem
Klemmkörper in schwach klemmender Position;
Fig. 3 das erste Ausführungsbeispiel mit starrem Klemmkörper in stark
klemmender Position;
Fig. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Kolbenhalterung mit elasti
schem Klemmkörper in schwach klemmender Position;
Fig. 5 das zweite Ausführungsbeispiel mit elastischem Klemmkörper in stark
klemmender Position;
Fig. 6 ein drittes Ausführungsbeispiel einer Kolbenhalterung mit starrem
Klemmkörper in schwach klemmender Position;
Fig. 7 das dritte Ausführungsbeispiel mit starrem Klemmkörper in stark
klemmender Position;
Fig. 8 einen Querschnitt entlang der Linie A-A in Fig. 7;
Fig. 9 ein viertes Ausführungsbeispiel einer Kolbenhalterung mit bügelförmi
gem, elastischem Klemmkörper in schwach klemmender Position;
Fig. 10 das vierte Ausführungsbeispiel mit elastischem Klemmkörper in stark
klemmender Position;
Fig. 11 ein fünftes Ausführungsbeispiel einer Kolbenhalterung mit auf nach
giebigen Achsen gelagerten Klemmkörpern;
Fig. 12 eine Ansicht entlang der Linie A-A in Fig. 11;
Fig. 13 ein sechstes Ausführungsbeispiel einer Kolbenhalterung mit auf einer
Exzenterachse gelagertem elastischem Klemmkörper in schwach klem
mender Position;
Fig. 14 das Ausführungsbeispiel nach Fig. 13 mit Klemmkörper in stark klem
mender Position;
Fig. 15 einen Schnitt entlang der Linie A-A in Fig. 14;
Fig. 16 ein siebtes Ausführungsbeispiel einer Kolbenhalterung mit elasti
schem Klemmkörper in schwach klemmender Position; und
Fig. 17 das Ausführungsbeispiel nach Fig. 16 mit elastischem Klemmkörper
in stark klemmender Position.
Die Fig. 1 zeigt ein teilweise mit Schnitt dargestelltes Setzgerät, in welchem die
Kolbenhalterung gemäß der Erfindung zum Einsatz kommen kann. Hier han
delt es sich um ein pulverkraftbetriebenes Setzgerät. Es kann aber auch als ein
solches ausgebildet sein, das durch Zünden eines Luft/Brenngasgemisches be
treibbar ist.
Das Setzgerät nach Fig. 1 verfügt über ein Gehäuse 1 mit Handgriff 2 und Trig
ger 3. Mit dem eintreibrichtungsseitigen Ende des Gehäuses 1 ist eine An
schlagmuffe 4 verschraubt. Im Gehäuse ist eine zweiteilige Kolbenführung 5
verschiebbar gelagert. Die Kolbenführung 5 besteht aus einem hinteren Teil 6
und einem vorderen Teil 7. In der Kolbenführung 5 befindet sich ein Treibkol
ben 8 mit einem im Teil 6 geführten Kopf 9 und einem im Teil 7 geführten
Schaft 10. In eine Führungsbohrung 11 des Teils 6 mündet hinterseitig ein Zu
strömkanal 12 für die Explosionsgase einer Pulvertreibladung. Vorderseitig
weist das Teil 6 Durchbrüche 13 zum Ableiten der vor dem Kopf 9 befindlichen
Luft beim Vorlauten des Treibkolbens 8 auf. Der vordere Endbereich des Teils 6
übergreift konzentrisch den hinteren Bereich des Teils 7. Das Teil 7 überragt
die Anschlagmuffe 4 nach vorn und bildet so ein Mündungsrohr. Das hintere
Ende des Teils 7 kann in Form eines rohrförmigen Ansatzes in die Führungs
bohrung 11 ragen und so einen den Vorlaufweg des Treibkolbens 8 begrenzen
den Anschlag bilden.
In einem vorderseitigen Aufnahmebereich 14 kann sich die erfindungsgemäße
Kolbenhalterung befinden.
Die Fig. 2 und 3 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel einer solchen Kolben
halterung. Der Schaft 10 des Treibkolbens 8 ist in einem Führungskanal 15 ge
führt, in welchen in Radialrichtung des Schafts 10 gesehen ein Aufnahmeraum
16 mündet. An diesen Aufnahmeraum 16 schließt sich in Radialrichtung des
Schafts 10 gesehen ein weiterer Aufnahmeraum 17 an. Dabei ist der Aufnah
meraum 16 in Axialrichtung des Schafts 10 gesehen breiter als der weitere Auf
nahmeraum 17.
Im Aufnahmeraum 17 befindet sich ein starrer Klemmkörper 18. Dieser starre
Klemmkörper kann beispielsweise in Form einer Scheibe, eines Quaders oder
eines Zylinders ausgebildet sein und hat in Umfangsrichtung des Schafts 10
gesehen innerhalb des Aufnahmeraums 16 relativ wenig Spiel. Er kann sich
aber in einer die Zentralachse 10a des Schafts 10 aufnehmenden Ebene kip
pen. Im weiteren Aufnahmeraum 17 befindet sich in Radialrichtung des
Schafts 10 gleitend gelagert ein Ausgleichskolben 19, während sich zwischen
dem Ausgleichskolben 19 und dem Boden des weiteren Aufnahmeraums 17
eine Druckfeder 20 befindet. Diese Druckfeder 20 drückt den Ausgleichskolben
19 gegen die radial obere Stirnfläche des starren Klemmkörpers 18 und diesen
somit gegen die Umfangsoberfläche des Schafts 10.
In der die Zentralachse 10a des Schafts 10 aufnehmenden Ebene ist die Quer
schnittsform des starren Klemmkörpers 18 in etwa rautenförmig, wobei die
kurzen Seiten der Raute in Radialrichtung des Schafts 10 beabstandet vonein
ander und konvex ausgebildet sind.
Befindet sich der Schaft 10 bzw. der Treibkolben 8 in Zündbereitschaftsstel
lung, nimmt der starre Klemmkörper 18 seine in Fig. 2 gezeigte Kippposition
ein. Dieser starre Klemmkörper 18 kann als Pendel angesehen werden, dessen
Dreh- bzw. Kontaktpunkt zum Ausgleichskolben 19 jetzt in Setzrichtung des
Treibkolbens 8 gesehen vor demjenigen Punkt zu liegen kommt, an welchem
der starre Klemmkörper 18 Kontakt mit dem Schaft 10 hat. Infolge der Wirkung
der Druckfeder 20 wird somit der Treibkolben 8 in seiner Zündbereitschaftspo
sition sicher gehalten. Die Kraft der Druckfeder 20 ist dabei so groß, daß er
auch bei stärkerem Aufsetzen des Setzgeräts auf einen Gegenstand diese Zünd
bereitschaftsposition nicht verläßt. Das Pendel bzw. der Klemmkörper 18 ist
jetzt also in Richtung des hinteren Endes des Setzgeräts ausgelenkt.
Wird das Setzgerät gezündet, so wird der Treibkolben 8 und mit ihm der Schaft
10 in Setzrichtung 21 verschoben. Dabei wird aufgrund der Reibung zwischen
dem Klemmkörper 18 und dem Schaft 10 der Klemmkörper 18 im Uhrzeiger
sinn in Fig. 2 verschwenkt. Der Drehpunkt liegt hierbei exzentrisch im Kon
taktbereich zwischen Klemmkörper 18 und Ausgleichskolben 19. Mit zuneh
mender Kolbenverschiebung steigt dabei die Haltekraft am Treibkolben auf
grund der steigenden Verspannung des Klemmkörpers 18 an, und dieser wird
schließlich gegen einen Anschlag 22 gefahren, der hier durch die in Setzrich
tung vorn liegende Wand des Aufnahmeraums 16 gebildet ist. Übersteigt die
Treibkolben-Verschiebekraft eine bestimmte Höhe, so gibt der über den Aus
gleichskolben 19 federnd abgestützte Klemmkörper 18 den Treibkolben 8 frei,
so daß dieser durchrutschen kann.
Bei Bewegung des Treibkolbens 8 bzw. Schafts 10 entgegen der Setzrichtung
21 wird das Pendel bzw. der Klemmkörper 18 wieder zum hinteren Ende des
Setzgeräts mitgenommen bzw. ausgelenkt, wobei der starre Klemmkörper 18
vom Anschlag 22 freikommt und sich ein Stück weit in Axialrichtung des Auf
nahmeraums 16 bewegen kann. Dadurch verringert sich die Reibung zwischen
Klemmkörper 18 und Schaft 10 ganz erheblich, so daß der Rücklauf des Treib
kolbens 8 relativ reibungsarm erfolgt. Er erreicht sicher seine Zündbereit
schaftsstellung und wird dann in dieser, wie bereits erwähnt, durch die Wir
kung der Druckfeder 20 sicher fixiert.
In der Fig. 3 liegen die beiden Kontaktpunkte des Klemmkörpers 18 mit dem
Ausgleichskolben 19 und dem Schaft 10 in Radialrichtung gesehen übereinan
der. Dies ist die durch den Anschlag 22 definierte Endstellung. Über diese Endstellung
darf der untere Kontaktpunkt zwischen Klemmkörper 18 und Schaft
10 nicht in Richtung zum vorderen Ende des Setzgeräts weiterlaufen, da sich
sonst bei der Rückführung des Schafts 10 in die Zündbereitschaftsstellung
wieder ein Klemmeffekt einstellen würde.
Ein zweites Ausführungbeispiel ist in den Fig. 4 und 5 gezeigt. Dieses unter
scheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel nach den Fig. 2 und 3 lediglich
dadurch, daß hier der Klemmkörper 23 als elastischer Klemmkörper ausgebil
det ist. Er befindet sich im Aufnahmeraum 16, der bodenseitig verschlossen
ist. Der Klemmkörper 23 stützt sich also am Boden des Aufnahmeraums 16 ei
nerseits und andererseits an der Umfangsoberfläche des Schafts 10 ab. Die
Elastizität des Klemmkörpers 23 wird im wesentlichen dadurch erreicht, daß
seine etwa in Radialrichtung verlaufenden Längsseiten 24 mehr oder weniger
stark gewellt bzw. gefaltet sind. Ansonsten weist auch dieser Klemmkörper 23
in der die Zentralachse 10a aufnehmenden Ebene des Schafts 10 eine wenig
stens annähernd rautenförmige Querschnittskontur auf und ist so im Aufnah
meraum 16 positioniert, daß die spitzen Winkel der Rauten einerseits in Setz
richtung 21 vorn oben und andererseits entgegen der Setzrichtung hinten un
ten liegen. Dies ist im übrigen auch bei dem Klemmkörper 18 nach den Fig. 2
und 3 der Fall. Die kurzen Stirnseiten des Klemmkörpers 23 sind wiederum
konvex. Der Klemmkörper 23 kann hier z. B. als geschlossenes Rohrprofil aus
gebildet sein. Die Länge dieses Rohrprofils ist relativ gering.
Die Wirkung der Kolbenhalterung nach den Fig. 4 und 5 entspricht derjenigen
nach den Fig. 2 und 3, so daß hier nicht nochmals darauf eingegangen wird.
Es ist klar, daß mehrere der genannten Klemmkörper 18 bzw. 23 in Umfangs
richtung des Schafts 10 verteilt angeordnet sein können, etwa unter gleichen
Winkelabständen. In diesem Fall könnte beim ersten Ausführungsbeispiel nach
den Fig. 2 und 3 das System 19, 20 auch durch eine Ringfeder ersetzt werden,
die dann sämtliche Klemmkörper 18 radial beaufschlagt.
Ein drittes Ausführungsbeispiel einer Kolbenhalterung nach der Erfindung ist
in den Fig. 6 bis 8 gezeigt. Hier ist vorausgesetzt, daß mehrere der dort gezeig
ten Klemmkörper 25 unter gleichen Winkelabständen in Umfangsrichtung des
Schafts 10 angeordnet sind.
Die Klemmkörper 25 sind starr und scheibenförmig ausgebildet. Sie weisen
eine untere schwächer abgerundete Kante 26 und eine obere stärker abgerun
dete Kante 27 auf. Mit der unteren Kante 26 stehen sie in Reibkontakt mit dem
Schaft 10, während sie mit der oberen Kante 27 in Kontakt mit einem in Axial
richtung geschlitzten Federring 28 stehen, der die Klemmkörper 25 in Radial
richtung des Schafts 10 gegen diesen drückt. Die Klemmkörper 25 sind in Auf
nahmetaschen 29 gelagert, derart, daß sie sich in einer die Zentralachse 10a
des Schafts 10 aufnehmenden Ebene verkippen können und senkrecht dazu
passend geführt sind. Die Aufnahmetaschen 29 befinden sich z. B. im hinteren
Bereich des Teils 7. Die Aufnahmetaschen 29 weisen somit in Umfangsrichtung
des Schafts 10 gesehen nur eine relativ geringe Breite auf, während der ge
schlitzte Federring 28 in einem koaxial zum Schaft 10 liegenden Raum 30 um
läuft. Die Kanten 26 und 27 sind bei in Zündbereitschaftsstellung befindlichem
Treibkolben 8 in Axialrichtung des Schafts 10 so gegeneinander versetzt, daß
die Kante 27 in Setzrichtung 21 gesehen weiter vorn liegt als die Kante 26. Da
bei weist der Klemmkörper 25 eine in Setzrichtung 21 weisende Längskante 31
auf, die mit der Zentralachse 10a einen sich zum vorderen Ende des Setzgeräts
hin öffnenden spitzen Winkel bildet. In geringem Abstand zur Längskante 31
des Klemmkörpers 25 befindet sich ein Anschlag 32 mit einer der Längskante
31 gegenüberliegen Anschlagfläche, die ebenfalls unter spitzem Winkel mit der
Zentralachse 10a steht, wobei dieser spitze Winkel etwas stumpfer ist als der
zuerst genannte. Auch er öffnet sich in Richtung zum vorderseitigen Ende des
Setzgeräts.
An der der Längskante 31 gegenüberliegenden Seite ist der Klemmkörper 25
mit einer Nut 33 versehen, die einen Federring 34 aufnimmt. Der Federring 34
läuft koaxial zum Schaft 10 und beaufschlagt auf diese Weise alle in Umfangs
richtung des Schafts 10 angeordneten Klemmkörper 25. Dabei kommt der Fe
derring 34 in einer umlaufenden Kammer 35 zu liegen. Der Federring 34
drückt somit den Klemmkörper 25 gegen den Schaft 10, und zwar in einem Be
reich, der relativ zur Kante 26 des Klemmkörpers 25 in Richtung zum hinteren
Ende des Setzgeräts versetzt ist.
Nachfolgend soll die Wirkungsweise der Kolbenhalterung nach dem dritten
Ausführungsbeispiel näher beschrieben werden.
Befindet sich der Treibkolben 8 und mit ihm der Schaft 10 in Zündbereit
schaftsstellung, so nimmt der Klemmkörper 25 die in Fig. 6 gezeigte Position
ein. Der Federring 28 beaufschlagt den Klemmkörper 25 über die obere Kante
27 nur schwach und positioniert ihn lediglich. Der Federring 34 drückt dage
gen den Klemmkörper 25 mit seiner unteren Kante gegen den Schaft 10, so daß
dieser sicher in der Zündbereitschaftsstellung gehalten wird. Er kann sich aus
dieser nicht herausbewegen, auch wenn das Setzgerät stärker auf einen Unter
grund aufgesetzt wird. Zwischen der Längskante 31 und dem Anschlag 32 ver
bleibt eine Lücke.
Wird jetzt das Setzgerät gezündet und der Schaft 10 in Setzrichtung 21 bewegt,
so wird infolge der Reibung der Klemmkörper 25 mit seiner unteren Kante 26
in Richtung zum Mündung des Setzgeräts mitgenommen. Dabei erfolgt prak
tisch eine Drehung um die obere Kante 27, die sich gleichzeitig ein wenig nach
hinter verschiebt. Dabei steigt die Reibungskraft zwischen Klemmkörper 25
und Schaft 10 an, und zwar infolge der stärker werdenden Federkraft des Fe
derrings 28, der bei dieser Bewegung gespreizt wird. Schließlich kommt die
Längskante 31 an der Anschlagfläche des Anschlags 32 zu liegen. Jetzt stehen
die Kanten 26 und 27 in Radialrichtung des Schafts 10 gesehen praktisch
übereinander. Überschreitet die Reibkraft zwischen Klemmkörper 25 und
Schaft 10 einen bestimmten Wert, so weitet sich der geschlitzte Federring 28
auf und gibt den Treibkolben frei, so daß dieser durchrutschen kann. Der An
schlag 32 verhindert ein Drehen des Klemmkörpers 25 über die Mittelstellung
hinaus.
Wird der Treibkolben 8 entgegen der Setzrichtung 21 bewegt, wird der Klemm
körper 25 in Richtung zum hinteren Ende des Setzgeräts mitgenommen und
entfernt sich vom Anschlag 32. Dabei verringert sich die Reibungskraft zwi
schen dem Klemmkörper 25 und dem Schaft 10 drastisch, so daß dieser relativ
reibungsarm in seine Zündbereitschaftsstellung zurückgeführt werden kann.
Der Federring 34, etwa als O-Ring ausgebildet, drückt nach wie vor den
Klemmkörper 25 mit geringerer Kraft gegen den Schaft 10, um ihn nach Errei
chen der Zündbereitschaftsstellung in dieser Position zu sichern.
Die Fig. 9 und 10 zeigen ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemä
ßen Kolbenhalterung. Gleiche Elemente wie in den Fig. 6 bis 8 tragen die gleichen
Bezugszeichen und sollen nicht nochmals erläutert werden.
Bei diesem vierten Ausführungsbeispiel sind die Klemmkörper 25 durch ähn
lich breite Federbügel 36 ersetzt. Diese Federbügel sind wiederum mit den be
reits genannten Kanten 26 und 27 versehen sowie mit der genannten Längs
kante 31. Der Federbügel 36 stützt sich jetzt aber über seine obere Kante 27
an einer Bodenfläche 37 der Aufnahmetasche 29 ab. Das andere Ende des Fe
derbügels 36 ist zur Bildung einer Aufnahmenut 38 zur Aufnahme des Feder
rings 34 bzw. O-Rings gekrümmt.
Die Funktionsweise der Kolbenhalterung nach den Fig. 9 und 10 entspricht
derjenigen nach den Fig. 6 bis 8, so daß hierauf nicht nochmals eingegangen
zu werden braucht.
Ein fünftes Ausführungsbeispiel einer Kolbenhalterung nach der Erfindung
wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 11 und 12 erläutert.
Hier sind an gegenüberliegenden Umfangspositionen des im Kolbenführungska
nal 15 geführten Schafts 10 zwei Exzenterscheiben 39 und 40 angeordnet, die
in einer die Zentralachse 10a des Schafts 10 aufnehmenden Ebene ver
schwenkbar sind. Senkrecht zu dieser Ebene liegen zwei Achsen 41 und 42, die
durch die Enden eines gemeinsamen Bügels 43 gebildet sind. Auf den beiden
Achsen 41 und 42 sind die jeweiligen Exzenterscheiben 39, 40 drehbar gela
gert. Die Achsen 41 und 42 befinden sich in relativ geringem Abstand zum
Schaft 10, und die Exzenterscheiben 39, 40 überragen die Achsen 41 und 42 in
Radialrichtung des Schafts 10 gesehen relativ weit. An ihren dortigen freien
Enden besitzen sie zum vorderen Ende des Setzgeräts weisende Anschlagflä
chen 44 und 45, die gegen Vorspannkolben 46 und 47 drücken, welche in axia
len Führungen 48 und 49 verschiebbar geführt sind. In den Führungen 48 und
49 sitzen Druckfedern 50, 51, die die Vorspannkolben 46, 47 jeweils in Rich
tung zu den Exzenterscheiben 39, 40 drücken.
Es ist für den Fachmann klar, daß in dieser Weise auch mehr als zwei Exzen
terscheiben in Umfangsrichtung beabstandet positioniert sein können, sofern
deren Achsen nach wie vor nachgiebig gelagert sind.
Nachfolgend soll die Wirkungsweise dieses fünften Ausführungsbeispiels näher
erläutert werden.
Befindet sich der Treibkolben 8 und mit ihm der Schaft 10 in Zündbereit
schaftsstellung, so drücken die Druckfedern 50, 51 die Exzenterscheiben 39,
40 derart um die Achsen 41, 42, daß die Exzenterscheiben 39, 40 zunehmend
gegen den Umfang des Schafts 10 pressen. Unter Wirkung der Druckfedern 50,
51 wird somit der Treibkolben 8 in seiner Zündbereitschaftsstellung fixiert und
in dieser sicher gehalten, auch wenn er stärker auf einen Untergrund aufge
setzt werden sollte.
Wird das Setzgerät gezündet, wird der Treibkolben 8 und mit ihm der Schaft 10
in Richtung zur Mündung des Setzgeräts geschossen. Der Schaft 10 bewegt
sich also in Setzrichtung 21 und nimmt dabei die Exzenterscheiben 39, 40 mit.
In Fig. 11 dreht sich dabei die Exzenterscheibe 39 entgegen dem Uhrzeigersinn
um die Achse 41, während sich die Exzenterscheibe 40 im Uhrzeigersinn um
die Achse 42 dreht. Dabei vergrößern sich die zwischen den jeweiligen Achsen
und dem Schaft 10 liegenden Exzenterscheibenabschnitte, so daß der Schaft
10 durch die Exzenter 39, 40 gebremst wird. Übersteigt die Kolbenverschiebe
kraft eine bestimmte Höhe, so geben die Achsen 41, 42 aufgrund der Elastizität
des Bügels 43 nach und den Treibkolben 8 frei, so daß dieser durchrutschen
kann. Der Bügel 43 wirkt somit als Überlastsicherung. Er verhindert damit
eine Totalhemmung des Treibkolbens aufgrund des selbstverstärkenden Wir
kungsprinzips.
Wird dagegen der Schaft 10 entgegen der Setzrichtung 21 in seine Ausgangs
stellung zurückbewegt, so kommen wieder dünnere Abschnitte der Exzenter
scheiben 39, 40 zwischen ihm und den jeweiligen Achsen 41 und 42 zu liegen,
so daß er relativ reibungsarm in die Zündbereitschaftsstellung zurückführbar
ist.
Die Fig. 13 bis 15 zeigen ein sechstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsge
mäßen Kolbenhalterung. Hier können wiederum mehrere Klemmkörper unter
gleichen Winkelabständen in Umfangsrichtung um den Schaft 10 herum ange
ordnet sein. Ein jeweiliger der Klemmkörper trägt das Bezugszeichen 52 und ist
als flache Scheibe ausgebildet, die exzentrisch auf einer Lagerachse 53 sitzt.
Die Lagerachse 53 verläuft tangential zur Zentralachse 10a des Schafts 10 und
durchsetzt die Scheibe 52 senkrecht. Letztere kommt also in einer die Zen
tralachse 10a aufnehmenden Ebene zu liegen. Die Scheibe 52 ist kreisförmig
ausgebildet und in ihrer Radialrichtung nachgiebig. Zu diesem Zweck weist sie
eine z. B. kreisförmige Ausnehmung 54 auf. Der Außendurchmesser der Schei
be 52 ist so gewählt, daß sie stets elastisch gegen die Umfangsoberfläche des
Schafts 10 drückt und zwischen zwei in Axialrichtung des Schafts 10 liegenden
Anschlägen 55, 56 bewegbar bzw. verschwenkbar ist. Die Anschläge 55, 56
werden durch schmale Stirnwände einer Tasche 57 gebildet, die die Scheibe 52
aufnimmt. Dabei erstrecken sich die Anschläge bzw. Seitenwände 55, 56 radial
zum Schaft 10.
Nachfolgend soll die Wirkungsweise dieses sechsten Ausführungsbeispiels nä
her beschrieben werden. Befindet sich der Treibkolben 8 und mit ihm der
Schaft 10 in Zündbereitschaftsstellung, also in der in Fig. 13 gezeigten Stel
lung, so schlägt die Scheibe 52 mit ihrem Umfang gegen den Anschlag 56 und
drückt dabei aber noch gegen den Schaft 10, um ihn in der Zündbereitschafts
stellung sicher zu halten.
Wird das Setzgerät gezündet und der Treibkolben 8 und mit ihm der Schaft 10
in Richtung zum vorderen Ende des Setzgeräts geschossen, also in Setzrich
tung 21 bewegt, so wird aufgrund der Reibung zwischen Klemmkörper 52 und
Schaft 10 der Klemmkörper 52 mitgenommen und um die Exzenterachse 53 in
Richtung zur Mündung des Setzgeräts verschwenkt. Im Verlauf dieser Bewe
gung erfolgt eine stärkere Verpressung zwischen den Elementen 52 und 10,
wobei schließlich der Klemmkörper 52 gegen den vorderen Anschlag 55 schlägt
und seine Verschwenkung beendet. Übersteigt die Kolbenverschiebekraft eine
bestimmte Höhe, so geben die elastisch ausgebildeten Klemmkörper 52 auf
grund ihrer Federwirkung den Treibkolben 8 frei, so daß dieser durchrutschen
kann. Die Federeigenschaft der Exzenterscheibe 52 wirkt somit als Überlastsi
cherung gegen eine Totalhemmung des Treibkolbens 8 aufgrund des selbstver
stärkenden Wirkprinzips.
Wird der Treibkolben 8 entgegen der Setzrichtung 21 bewegt, wird die Exzen
terscheibe 52 entsprechend mitgenommen und dabei entlastet, so daß sich die
Reibung zwischen ihr und dem Schaft 10 drastisch verringert. Sie wird aber nie
Null, da zuvor die Exzenterscheibe 52 gegen den hinteren Anschlag 56 schlägt
und nach wie vor den Schaft 10 drückend beaufschlagt.
Die Fig. 16 und 17 zeigen ein siebtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsge
mäßen Kolbenhalterung. Gleiche Elemente wie in den Fig. 13 bis 15 tragen die
gleichen Bezugszeichen und werden nicht nochmals beschrieben.
Hier sind wiederum mehrere Klemmkörper 58 unter gleichmäßigen Winkelab
ständen in Umfangsrichtung des Schafts 10 verteilt angeordnet. Jeder Klemm
körper 58 ist in Form einer Exzenterfeder ausgebildet. Eine solche Exzenterfe
der weist an einem Ende eine die Lagerachse 53 aufnehmende Nut 59 auf und
stützt sich mit ihrem anderen konvexen Ende 60 auf der Umfangsoberfläche
des Schafts 10 ab. Dieses konvexe Ende 60 wird mittels einer Ringfeder 61 ge
gen den Schaft 10 gedrückt, wobei die Ringfeder in dieser Weise sämtliche
Klemmkörper entlang des Umfangs des Schafts 10 beaufschlagt. Die Exzenter
feder 58 ist dabei so in der Tasche positioniert, daß der Kontaktpunkt zwi
schen Exzenterfeder 58 und Schaft 10 gegenüber der Lagerachse 53 in Rich
tung zum hinteren Ende des Setzgeräts verschoben ist, wenn sich der Treibkol
ben 8 in der Zündbereitschaftsstellung befindet. Zu diesem hinteren Ende ist
die Exzenterfeder 58 offen.
Befindet sich der Treibkolben 8 und mit ihm der Schaft 10 in der Zündbereit
schaftsstellung, so wird durch die Ringfeder 61 die Exzenterfeder 58 gegen die
Umfangsoberfläche des Schafts 10 gedrückt und hält diesen bzw. den Treibkol
ben 8 sicher in der Zündbereitschaftsstellung, die er nicht verlassen kann,
auch wenn das Setzgerät stärker auf einen Untergrund aufgesetzt werden soll
te.
Wird dagegen das Setzgerät gezündet und bewegt sich der Treibkolben 8 in
Setzrichtung 21, so wird die Exzenterfeder 58 immer stärker gegen die Um
fangsoberfläche des Schafts 10 gedrückt, da sie durch diesen um die Exzenter
achse 53 mitgenommen wird. Die Reibungskraft zwischen der Exzenterfeder 58
und dem Schaft 10 steigt somit an, bis die Exzenterfeder 58 gegen den in Setz
richtung 21 vorn liegenden Anschlag 55 läuft. Übersteigt die Kolbenverschiebe
kraft eine vorbestimmte Höhe, so verformt sich die Exzenterfeder 58 elastisch
und gibt den Treibkolben 8 frei, so daß dieser durchrutschen kann. Die Exzenterfeder
58 wirkt somit als Überlastsicherung gegen eine Totalhemmung des
Treibkolbens 8. Bei Bewegung des Treibkolbens 8 entgegen der Setzrichtung 21
wird die Exzenterfeder 58 wieder entsprechend um die Exzenterachse 53 mitge
nommen und kann sich jetzt entspannen, so daß diese Bewegung des Treibkol
bens 8 relativ reibungsarm verläuft.
Claims (15)
1. Kolbenhalterung, insbesondere für einen Treibkolben (8) eines Setzge
räts, mit wenigstens einem Klemmkörper (18; 24; 25; 36; 39, 40; 52; 58), der
ständig nachgiebig gegen eine Umfangsoberfläche des Treibkolbens (8) drückt
und in einer eine Zentralachse (10a) des Treibkolbens (8) aufnehmenden Ebene
exzentrisch bewegbar gehalten ist.
2. Kolbenhalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Klemmkörper (18, 24, 25, 36) in einem gerätefesten Aufnahmeraum (16, 29)
frei kippbar gehalten ist.
3. Kolbenhalterung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Aufnahmeraum einen in Austreibrichtung (21) des Treibkolbens (8) vorn liegen
den Anschlag (22, 32) für den Klemmkörper aufweist.
4. Kolbenhalterung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Klemmkörper (18, 25) starr ausgebildet ist und mittels einer Druckein
richtung (17, 19; 28) gegen den Treibkolben (8) gedrückt wird.
5. Kolbenhalterung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Klemmkörper (24, 36) elastisch ausgebildet ist und sich zur Druckbe
aufschlagung des Treibkolbens (8) an einer in Radialrichtung des Treibkolbens
(8) liegenden Wand des Aufnahmeraums (16, 29) abstützt.
6. Kolbenhalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Klemmkörper (39, 40; 52; 58) um eine Exzenterachse (41, 42; 53) schwenkbar
gehalten ist.
7. Kolbenhalterung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Exzenterachse (53) gerätefest und der Klemmkörper (52; 58) elastisch ist.
8. Kolbenhalterung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein in
Austreibrichtung (21) des Treibkolbens (8) vorn liegender Anschlag (55) für den
Klemmkörper (52; 58) vorhanden ist.
9. Kolbenhalterung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Exzenterachse (41; 42) in Radialrichtung des Treibkolbens (8) nachgiebig gela
gert ist.
10. Kolbenhalterung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
Klemmkörper (39; 40) starr ausgebildet ist.
11. Kolbenhalterung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Klemmkörper (39; 40) bei Bewegung des Treibkolbens (8) entgegen der Aus
treibrichtung (21) gegen einen elastischen Anschlag (46; 47) geschwenkt wird.
12. Kolbenhalterung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Klemmkörper mit einer in der Ebene konvex verlaufenden
Druckfläche gegen den Treibkolben (8) drückt.
13. Kolbenhalterung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß in Umfangsrichtung des Treibkolbens (8) mehrere Klemmkörper,
vorzugsweise unter gleichen Winkelabständen, angeordnet sind.
14. Kolbenhalterung nach Anspruch 9 und 13, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Exzenterachsen (41; 42) durch Enden eines gemeinsamen Bügels (43)
gebildet sind.
15. Kolbenhalterung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
mehreren Klemmkörper durch wenigstens einen gemeinsamen Federring (28;
34; 61) gegen den Treibkolben (8) gedrückt werden.
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