DE1009315B - Verfahren zum Herstellen indirekt geheizter Kathoden fuer elektrische Entladungsroehren - Google Patents
Verfahren zum Herstellen indirekt geheizter Kathoden fuer elektrische EntladungsroehrenInfo
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- DE1009315B DE1009315B DEN11800A DEN0011800A DE1009315B DE 1009315 B DE1009315 B DE 1009315B DE N11800 A DEN11800 A DE N11800A DE N0011800 A DEN0011800 A DE N0011800A DE 1009315 B DE1009315 B DE 1009315B
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J1/00—Details of electrodes, of magnetic control means, of screens, or of the mounting or spacing thereof, common to two or more basic types of discharge tubes or lamps
- H01J1/02—Main electrodes
- H01J1/13—Solid thermionic cathodes
- H01J1/20—Cathodes heated indirectly by an electric current; Cathodes heated by electron or ion bombardment
- H01J1/24—Insulating layer or body located between heater and emissive material
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- Electrodes For Cathode-Ray Tubes (AREA)
Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen einer indirekt geheizten Kathode für elek
irische Entladungsröhren, bei denen der Raum zwischen dem Heizkörper und der Kathodenhülle mit
gesintertem Isoliermaterial ausgefüllt ist.
Häufig ist es erwünscht, daß der zwischen dem Heizkörper und der Hülle einer indirekt geheizten
Kathode vorhandene Raum völlig mit Isoliermaterial ausgefüllt ist, das gesintert wird. Dies ist beispielsweise
der Fall bei Kathoden, die eine hohe Betriebstemperatur aufweisen oder bei denen eine sehr gute
elektrische Isolierung zwischen dem Glühkörper und der Kathodenhülle erwünscht ist. Außerdem ist es
häufig erwünscht, gegenseitige Bewegungen des Glühkörpers und der Kathodenhülle mit Rücksicht auf
mikrophonische Störungen infolge von Kapazitäts änderungein zwischen diesen Teilen zu vermeiden.
Es hat sich jedoch herausgestellt, daß es sehr schwierig ist, zu verhindern, daß beim Füllen des
Rauines und nach dem Sintern Hohlräume in der Isoliermasse oder zwischen dieser Masse und der
Kathodenhülle entstehen. Das Sintern kann dazu erforderlich sein, um das Isoliermaterial zu entgasen
und um zu verhüten, daß dieses Material aus der Kathodenhülle herausfällt.
Die Entstehung solcher Hohlräume ist unerwünscht, insbesondere mit Rücksicht auf die Wärmeleitung
zwischen dem Heizkörper und der Kathodenhülle Durch solche Hohlräume wird die Wärmeleitung verringert.
Weil sich die Hohlräume bei verschiedenen Kathoden an verschiedenen Stellen ergeben und somit
eine starke Temperaturstreuung auftritt, liegt die Gefahr vor, daß der Glühkörper mancher Kathoden örtlich
zu heiß und der Glühdraht infolgedessen spröde wird.
Die erwähnten Nachteile können l>ei einem Verfahren zum Herstellen einer indirekt geheizten Kathode
für elektrische Entladungsröhren, bei der der Raum zwischen dem Heizelement und der Kathodenhülle
mit gesintertem Isoliermaterial ausgefüllt ist, nach der Erfindung dadurch völlig vermieden werden,
daß das Isoliermaterial durch Sedimentation aus einer Suspension in den erwähnten Raum eingebracht
wird.
Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß die feineren und gröberen Teilchen der Suspension sich teilweise
voneinander trennen, insbesondere wenn die Fallhöhe, d. h. die Strecke, die die Teilchen zurücklegen müssen,
groß genug bemessen wird. Die größeren Teilchen kommen im wesentlichen unten und die feineren im
wesentlichen oben zu liegen.
Wenn die Kathodenhülle auf einer Seite verschlos sen ist, kommen die meisten gröl>eren Teilchen somit
beim geschlossenen Ende zu liegen, die meisten feine-
indirekt geheizter Kathoden
für elektrische Entladungsröhren
Anmelder:
N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken,
Eindhoven (Niederlande)
Eindhoven (Niederlande)
Vertreter: Dr. rer. mat. P. Roßbach, Patentanwalt,
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 9. Februar 1955
Niederlande vom 9. Februar 1955
Johannes Christiaan Duran, Jozephus Franciscus Dams
und Gerard Charles Antoine Maria Moubis,
Eindhoven (Niederlande),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
ren Teilchen beim offenen Ende. Die groben Teilchen sintern wenig und schwinden somit nur wenig, wäh
rend die feinen Teilchen nach dem Sintervorgang eine große mechanische Festigkeit erhalten und eine gute
Abdichtung des offenen Endes bilden. Die großen Teilchen liefern eine poröse Masse, die einige Nachgiebigkeit
aufweist, wodurch das Auftreten von Schwundlücken vermieden wird.
Eine Fallhöhe vom Zwei- bis Dreifachen der Länge des auszufüllenden Raumes hat sich als günstig erwiesen,
insbesondere wenn die Sedimentation durch Zentrifugieren beschleunigt wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand einer Zeichnung näher erläutert, in der
Fig. 1 einen Halter für die Kathodenhülle und die Suspension während der Sedimentation und
Fig. 2 eine Zentrifuge mit solchen Haltern darstellt, während
Fig. 3 einen Schnitt durch eine Kathode nach der Sedimentation und dem Sintervorgang zeigt.
In Fig. 1 bezeichnet 1 den Emissionsteil, d. h. die eigentliche Kathode, im vorliegenden Fall eine Vorratskathode,
2 die Kathodenhülle, in der der Emissionsteil 1 befestigt ist, und 3 das Heizelement, das in
der Kathodenhülle 2 angeordnet ist. Die Kathodenhülle 2 weist eine ringsum laufende Rille 4 auf. Das
Gebilde aus der Kathode 1, der Hülle 2 und dem Heiz-
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element 3 wird in einen Metallhalter 5 eingeschoben, bis die Rille 4 am Rand des Halters 5 anliegt. Der
Halter 5 weist einen Hohlraum 9 auf, der einen kegelförmigen Teil besitzt, der an einen zweiten Hohlraum
anschließt, in den die Kathodenhülle 2 einpaßt. Dann wird der Halter 5 zusammen mit dem Kathoden gebilde
in der Öffnung7 eines zweiten Halters 6 angeordnet, der beispielsweise aus Kunststoff bestehen
kann. Der Hohlraum 7 weist im Boden eine Vertiefung 8 auf, in die die Kathode 1 aufgenommen wird.
Der Raum 9 wird jetzt mit der Suspension des in die Kathodenhülle einzubringenden Isoliermaterials gefüllt.
Vorzugsweise findet gemahlenes und gereinigtes Al2 O3 Verwendung, und zwar wird 1 kg gemahlenes
ALO.j in 1 1 Äthylalkohol suspendiert. Die Größe der
Teilchen beträgt vorzugsweise 1 bis 15 Mikron. Die Höhe des Raumes 9 ist wenigstens gleich der Länge
der Kathodenhülle 2. Die groben Teilchen der Suspension sinken zuerst zu Boden und gelangen somit im
wesentlichen in den. unteren Teil beim geschlossenen Ende der Kathodenhülle, während die mittleren Abmessungen
der Teilchen in Richtung von unten nach oben stets geringer werden. Nachdem sich der feste
Stoff abgesetzt hat, wird die Flüssigkeit abgegossen oder verdampft und der Halter 5 aus dem Halter 6
herausgenommen und erhitzt, bis das Isoliermaterial zu sintern anfängt. Bei der fertigen Kathode, die in
Fig. 3 dargestellt ist, besteht die Füllung der Kathodenhülle im wesentlichen aus groben Teilchen 12 (10
bis 15 Mikron), während der Prozentsatz der feineren Teilchen (angenähert 1 Mikron) gegen das offene Ende
hin allmählich zunimmt.
Die Sedimentation kann durch die Verwendung einer Zentrifuge, wie sie in Fig. 2 dargestellt ist, erheblich
beschleunigt werden. Der Halter 6 kann dabei in einen Ring 11 eingehängt werden, der von Armen
10 einer Zentrifuge getragen wird. Bei einer Fallhöhe, die das Zwei- bis Dreifache der Länge der Kathode
beträgt, ergibt sich praktisch vollständige Sedimentation nach angenähert 5 bis 10 Minuten bei 3000 Umdrehungen
je Minute und einem Abstand der Kathoden von der Achse von angenähert 10 bis 15 cm, wobei
der feste Stoff die Kathodenhülle bis zu der Höhe ausfüllt, die in Fig. 1 durch die gestrichelte Linie 14
angegeben ist.
Das Sintern des Al2O3 erfolgt durch Erhitzen, zunächst
2 Stunden auf 1000° C und dann während 15 Minuten auf 1600° C. Es stellt sich heraus, daß weder
beim Füllen noch beim Sintern Hohlräume entstehen. Es ist notwendig, daß die Suspension Teilchen unterschiedlicher
Abmessungen aufweist, so daß man vorzugsweise vom gemahlenem Isoliermaterial ausgehen
muß.
Obgleich eine Kathode einer bestimmten Gestalt beschrieben worden ist, nämlich eine sogenannte Vorratskathode,
kann die Erfindung auch bei rohrförmigen Kathoden Anwendung finden."
Claims (4)
1. Verfahren zum Herstellen einer indirekt geheizten Kathode für elektrische Entladungsröhren,
bei der der Raum zwischen dem Heizelement und der Kathodenhülle mit gesintertem Isoliermaterial
ausgefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Isoliermaterial durch Sedimentation aus einer Suspension
in den erwähnten Raum eingebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Strecke, die die isolierenden Teilchen
in der Suspension zurücklegen müssen, so groß ist, daß während der Sedimentation die groben
und feineren Teilchen sich teilweise voneinander trennen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zurückzulegende Strecke
der Teilchen wenigstens das Zweifache der Länge des auszufüllenden Raumes beträgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sedimentation durch
Zentrifugieren erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709>5«358 5.57
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| NL785177X | 1955-02-09 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1009315B true DE1009315B (de) | 1957-05-29 |
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|---|---|---|---|
| DEN11800A Pending DE1009315B (de) | 1955-02-09 | 1956-02-04 | Verfahren zum Herstellen indirekt geheizter Kathoden fuer elektrische Entladungsroehren |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1090332B (de) | 1958-03-18 | 1960-10-06 | Philips Nv | Verfahren zum Ausfuellen des Raumes zwischen dem Heizelement und der Kathodenhuelle mit Isoliermaterial |
| DE1128051B (de) | 1961-02-24 | 1962-04-19 | Siemens Ag | Verfahren zur Herstellung vakuumdichter Isolier-Sinterkoerper fuer Formteile elektrischer Entladungsgefaesse |
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|---|---|---|---|---|
| CN115527821A (zh) * | 2022-09-22 | 2022-12-27 | 中国星网网络应用有限公司 | 一种发射体、加热体的制备方法及空心阴极 |
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-
1956
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- 1956-02-06 GB GB3627/56A patent/GB785177A/en not_active Expired
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US2860275A (en) | 1958-11-11 |
| BE545031A (de) | |
| FR1140831A (fr) | 1957-08-14 |
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