DE1960531A1 - Verfahren zur Herstellung von Verbundkoerpern aus losen Schuettungen von mit Metallen beschichteten Teilchen aus Brenn- und/oder Brutstoffen fuer Kernreaktoren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Verbundkoerpern aus losen Schuettungen von mit Metallen beschichteten Teilchen aus Brenn- und/oder Brutstoffen fuer KernreaktorenInfo
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Description
Kernforschungsanlage Jülich Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Verfahren zur Herstellung von Verbundkörpern aus losen Schüttungen von mit Metallen beschichteten Teilchen aus Brenn- und/oder
Brutstoffen für Kernreaktoren
Die Erfindung bezieht sich"auf ein Verfahren zur Herstellung
von Verbundkörpern aus losen Schüttungen von mit Metallen be- schichteten
Teilchen aus Brenn- und/oder Brutstoffen mit einem Durchmesser von einigen loo ,um für Kernreaktoren. Dabei beträgt
der Durchmesser der Teilchen im allgemeinen 4oo bis looo ,um.
Die aufgebrachten Beschichtungen dienen dabei dazu, auch bei hohen Abbränden den Austritt gasförmiger oder fester Spaltprodukte
zu verhindern. Soweit Metalle zur Beschichtung verwendet werden, haben sich Molybdän, Zirkonium, Vanadin, Niob
oder dergleichen als sehr geeignet erwiesen. Die Dicke der metallischen Überzüge beträgt dabei im allgemeinen 2 bis Io ,um.
Mit bei niedriger TemperatM*5 schmelzenden Metallen beschichtete
Partikel lassen sich bei ausreichend hoher Temperatur und bei entsprechender Zeitdauer ohne weiteres zu porösen Verbundkörpern
zusammenschmelzen. So ist es beispielsweise auf einfache Weise möglich, mit Aluminium.oder mit Zinn beschichtete Br'enn-
und/oder Brutstoffteilchen in einem Widerstands- oder Induktionsofen
zu porösen Verbundkörpern zu verfestigen, da die Schmelzpunkte dieser Metalle hierbei sehr niedrig sind. Die Verwendung
dieser Metalle hat außerdem den weiteren Vorzug, daß die Brennstoff- oder Brutstoffkerne nicht in Mitleidenschaft gezogen
werden. Schwierigkeiten ergeben sich jedoch bei der Verwendung von metallischen Beschichtungen, deren Schmelzpunkte hoch sind,
wie dies z.B. bei Molybdän mit einem Schmelzpunkt-von 262o°C oder Zirkonium mit einem Schmelzpunkt von etwa 3ooo°C der Fall
ist, weil sich beim Sintern unerwünschte Nebenreaktionen mit dem Brennstoff ergeben würden. Hinzu kommt, daß in solchen Fällen,
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Pt 1.158
/Sc hm
/Sc hm
wie bei der Verwendung von Zirkonium, sich Oxidhaut bildet,
so daß die erstrebte Verbundbildung dadurch verhindert wird.
Aufgabe der Erfindung ist daher, ein Verfahren zur Herstellung
solcher Verbundkörper aus Teilchen von Brenn- und/oder Brutstoffen
zu schaffen, die mit Metallen mit hohem Schmelzpunkt beschichtet sind, das einfach und wirtschaftlich durchführbar
ist, wobei die hergestellten Verbundkörper den verschiedenen Reaktorbedingungen genügen sollen.
Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von der Erkenntnis aus, daß verunreinigende Metalloxide von der Oberfläche entfernt
werden, wenn die Schüttungen der Brenn- und/oder Brutstoffteil-
— 3 —5
chen in einem Vakuum zwischen Io bis Io Torr und bei Temperaturen
von 8oo bis 2ooo C erhitzt werden und daß die metallischen Hüllen der Teilchen an den Berührungsstellen ineinander
diffundieren, wenn zugleich ein Preßdruck von einigen loo Pond
je cm aufgewendet wird. Die Erfindung macht sich dabei die bekannte Tatsache zunutze, daß Metalle unter Vakuum bei unterschiedlichen
Drucken und Temperaturen miteinander durch Diffusionsschweißen verbunden werdenCSeith, W.: Diffusion in Metallen,
Berlin, Heidelberg, Göttingen, Springer Verl. 1955).
Von der vorstehenden Erkenntnis ausgehend werden bei einem Verfahren
der oben genannten Art lose Schüttungen von mit Metallen beschichteten Teilchen aus Brenn- und/oder Brutstoffen in einem
— 3 —5
Vakuum mit einem Druck von Io bis Io Torr bei Temperaturen
zwischen 8oo und 2ooo°C unter einem Preßdruck von einigen
loo Pond/cm verpreßt. Dabei hat sich gezeigt, daß die auf diese
Weise hergestellten Verbundkörper durch die zwischen den einzelnen
Partikeln des Verbundkörpers gebildeten Hohlräume den Kühlmitteldurchfluß nicht behindern, so daß eine gute Wärmeabführung
von den einzelnen Teilchen des Verbundkörpers gewährleistet ist. Ein weiterer Vorzug besteht in der guten
Wärmeleitfähigkeit der metallischen Umhüllung der Teilchen, aus denen der Verbundkörper hergestellt ist.
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Außerdem weist die Umhüllung eine große Flexibilität gegen
thermische und mechanische Spannungen auf. Vorteilhaft ist ferner, daß eine Korrosionsgefahr durch Wasser entfällt. Außerdem
besteht eine gute Verträglichkeit der verwendeten Metalle mit anderen Metallen, die im Reaktor verwendet werden.
1._ Ausführungsbeispiel:
Eine aus 2 Segmenten bestehende Graphithülle von 3o mm Länge und Io mm Innendurchmesser, die von außen durch einen Graphitring
zusammengehalten wurde, wurde bis zu einer Höhe von 2o mm mit (U-, Th-)O2-Partikeln mit einer Molybdänschicht, deren
Dicke Io/um betrug, umhüllt. Auf die Partikelschüttung wurde
ein Graphitstempel aufgesetzt, dessen unterer Zylinderteil eine Länge von 2o mm und einen Durchmesser von Io mm aufwies, wobei
der obere Zylinderteil eine Länge von Io mm und einen Durchmesser
von 2o mn besaß. Auf diesen Stempel wurde ein Molybdänstab mit einem Gewicht von ca. 3oo g aufgesetzt. Diese Anordnung
wurde in einen Induktionsofen gebracht, der im Anschluß daran
— 5
auf Io Torr evakuiert wurde. Sobald dieser Druck erreicht worden war, wurde die Graphithülle auf 15oo°C erhitzt und H Stunden lang auf dieser Temperatur gehalten. Es ergab sich durch dieses Verfahren ein Verbundkörper mit sehr hoher Festigkeit, der die vorstehend aufgeführten Vorzüge aufwies.
auf Io Torr evakuiert wurde. Sobald dieser Druck erreicht worden war, wurde die Graphithülle auf 15oo°C erhitzt und H Stunden lang auf dieser Temperatur gehalten. Es ergab sich durch dieses Verfahren ein Verbundkörper mit sehr hoher Festigkeit, der die vorstehend aufgeführten Vorzüge aufwies.
2. Ausführungsbeispiel:
Wurde die Temperatur unter den im übrigen gleichen Voraussetzungen
wie im Ausführungsbeispiel 1 auf 17oo°C erhitzt, ein Preß-
druck von 3oo Pond/cm aufgebracht und die Behandlung über
2 Stunden erstreckt, so ergab sich, daß die Festigkeit des gebildeten Verbundkörpers der Festigkeit des nach dem Beispiel
1 gebildeten Verbundkörpers praktisch gleich war.
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Claims (1)
- PatentanspruchVerfahren zur Herstellung von Verbundkörpern aus losen Schüttungen von mit Metall beschichteten Teilchen aus Brenn- und /öder Brutstoffen für Kernreaktoren mit einen Durchmesser von einigen /Um, dadurch gekennzeichnet, daß. . —3 —5die Teilchen in einem Vakuum mit einem Druck von Io bis Io Torr bei Temperaturen zwischen 8oo° und 2ooo°C unter einemPreßdruck von mehreren loo Pond/cm verpreßt werden.109825/0832
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1960531A DE1960531B2 (de) | 1969-12-03 | 1969-12-03 | Verfahren zum Herstellen von Verbundkörpern aus losen Schüttungen von mit Metallen beschichteten Teilchen aus Brenn- und/oder Brutstoffen für Kernreaktoren |
| GB55049/70A GB1281977A (en) | 1969-12-03 | 1970-11-19 | Method of producing composite bodies from loose heaps of metal-coated particles of fuel and/or fertile material for nuclear reactors |
| US00094115A US3838184A (en) | 1969-12-03 | 1970-12-01 | Process for producing fuel and breeder bodies for a nuclear reactor |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1960531A DE1960531B2 (de) | 1969-12-03 | 1969-12-03 | Verfahren zum Herstellen von Verbundkörpern aus losen Schüttungen von mit Metallen beschichteten Teilchen aus Brenn- und/oder Brutstoffen für Kernreaktoren |
Publications (3)
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Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (3)
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|---|---|---|---|---|
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| CN103299372B (zh) | 2010-11-15 | 2016-10-12 | 加拿大原子能有限公司 | 含回收铀和贫化铀的核燃料以及包含该核燃料的核燃料棒束和核反应堆 |
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1969
- 1969-12-03 DE DE1960531A patent/DE1960531B2/de active Granted
-
1970
- 1970-11-19 GB GB55049/70A patent/GB1281977A/en not_active Expired
- 1970-12-01 US US00094115A patent/US3838184A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
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|---|---|
| GB1281977A (en) | 1972-07-19 |
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