[go: up one dir, main page]

DE1008140B - Verfahren und Vorrichtung fuer die Luftversorgung eines freien Tauchers mittels eines Pressluft-Atemgeraetes - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung fuer die Luftversorgung eines freien Tauchers mittels eines Pressluft-Atemgeraetes

Info

Publication number
DE1008140B
DE1008140B DER16378A DER0016378A DE1008140B DE 1008140 B DE1008140 B DE 1008140B DE R16378 A DER16378 A DE R16378A DE R0016378 A DER0016378 A DE R0016378A DE 1008140 B DE1008140 B DE 1008140B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
air
valve
container
inhalation
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER16378A
Other languages
English (en)
Inventor
Christian Rackerseder
Dipl-Phys Dr Rober Wellenstein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ROBERT WELLENSTEIN DIPL PHYS D
Original Assignee
ROBERT WELLENSTEIN DIPL PHYS D
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ROBERT WELLENSTEIN DIPL PHYS D filed Critical ROBERT WELLENSTEIN DIPL PHYS D
Priority to DER16378A priority Critical patent/DE1008140B/de
Publication of DE1008140B publication Critical patent/DE1008140B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63CLAUNCHING, HAULING-OUT, OR DRY-DOCKING OF VESSELS; LIFE-SAVING IN WATER; EQUIPMENT FOR DWELLING OR WORKING UNDER WATER; MEANS FOR SALVAGING OR SEARCHING FOR UNDERWATER OBJECTS
    • B63C11/00Equipment for dwelling or working underwater; Means for searching for underwater objects
    • B63C11/02Divers' equipment
    • B63C11/18Air supply
    • B63C11/22Air supply carried by diver
    • B63C11/24Air supply carried by diver in closed circulation

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Respiratory Apparatuses And Protective Means (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung für die Luftversorgung eines freien Tauchers mittels eines Preßluft-Atemgerätes Es ist bekannt, einen freien Taucher mit Nährgas zu versorgen, welches in einem Behälter unter hohem Druck gespeichert ist und über eine Leitung, versehen mit Steuerventilen, dem Taucher zugeführt wird. Man kann Geräte dieser Art in zwei Klassen einteilen. Die eine Geräteklasse benutzt als Nährgas reinem Sauerstoff, die andere Luft oder z. B. ein. Gemisch von Sauerstoff und Helium. Bei den Sauerstoffgeräten ist zwischen Vorratsflasche und Mundstück des Tauchers vorzugsweise ein wasser- und lungendruckgesteuertes Einlaßventil vorgesehen, welches den Sauerstoff über einen Vorratsbehälter dem Mundstück zuführt. Bei Geräten dieser Art wird also reiner Sauerstoff eingeatmet. Da der ausgeatmete Sauerstoff die von der Lunge abgegebene Kohlensäure enthält, muß die ausgeatmete Gasmenge über eine chemische Reinigungskammer zwecks Absorption des Kohlendioxyds geführt werden.
  • Geräte dieser Art haben den Nachteil, daß man sich in Wassertiefen über etwa 20 m nicht aufhalten darf, weil der reine Sauerstoff auf den menschlichen Organismus bei einem Gesamtdruck über 3 ata als Gift wirkt. Ein weiterer Nachteil der Sauerstofftauchgeräte besteht darin, daß bei Verunreinigung der im Kreise zwischen Reinigungskammer und Lunge geführten Gasmenge durch CO.-Gas schwere Vergiftungserscheinungen auftreten können, ohne daß der Benutzer des Gerätes durch verstärkte Atmung den zu hohen Kohlensäurespiegel des Blutes herabdrücken kann.
  • Die mit Preßluft arbeitenden Tauchgeräte vermeiden diese vorbeschriebenen Nachteile, da hier die Lunge immer mit frischer Luft durchspült wird und diese selbst in großen Tiefen nichtgiftig wirkt. Während aber die Sauerstoffgeräte eine relativ kleine Preßgasflasche für sich als Vorteil buchen können, besitzen die mit komprimierter Luft arbeitenden Geräte den Nachteil, daß hier mehrere Preßluftvorratsflaschen angeordnet werden müssen; wenn man in größerer Tiefe tauschen oder lange Zeit unter Wasser bleiben will. Der Grund hierzu Liegt, darin, daß eben die Sauerstoffausnutzung der Luft gering ist. Von den 21% des bei Normaldruck zugeführten Sauerstoffgehaltes der Luft werden bekanntlich bei einem Atemzug nur wenige Prozent verbraucht. In großer Tiefe aber ist die Ausnutzungsquote für den Luft-Sauerstoff je Atemzug praktisch noch viel geringer, denn es wird bei einer bestimmten Anstrengung des menschlichen Körpers je Atemzug eine konstante Sauerstoffmenge benötigt, und der Volumeninhalt eines Atemzuges ist ebenfalls ungefähr konstant. Die Masse an Luft, welche jedoch unter vorgenannten Verhältnissen bei einem Atemzug verbraucht wird, ist proportional dem absoluten Druck, also z. B. in 50 m Wassertiefe 6mal größer als an der Wasseroberfläche.
  • Für den praktischen Gebrauch der Preßluftgeräte besteht, außer der durch die großen Preßluftflaschen verursachten Unhandlichkeit der Geräte (großer Strömungswiderstand), noch die Schwierigkeit, an Ort und Stelle die Flaschen für einen neuen Tauchversuch neu füllen zu müssen.
  • Die Erfindung vermeidet die vorbeschriebenen Nachteile, indem folgendes Verfahren eingeschlagen wird: Bei der Luftversorgung eines freien Tauchers mittels eines Preßluftatemgerätes, mit einer Atemgas-Vorratsflasche und einem Lungen- und wasserdruckgesteuerten Einatemventil wird erfindungsgemäß der bei ein und demselben Anzug zuerst eingeatmete Luftanteil bei der Ausatmung ins Wasser abgegeben, während der zuletzt eingeatmete Luftanteil bei der Ausatmung in einen Sparbehälter ausgeatmet wird und beim nächsten Atemzug als erste Einatmungsluft nochmals Verwendung findet, wobei dem Taucher vorzugsweise zwecks Vermeidung eines zu geringen Sauerstoffgehaltes der gesamten so eingeatmeten Luftmenge ständig und unabhängig von dem lungen-und wasserdruckgesteuerten Einatemventil eine zusätzliche Atemgasmenge zugeführt wird, die höchstens so groß wie die ins Wasser austretende Luftmenge ist. .
  • Während bei den mit Sauerstoff arbeitenden Gerä-ten das verwandte Sauerstoffgas einen vollkommenem Kreiskauf vollzieht; d. h.; es wird überhaupt lein Sauerstoff ins Wasser ausgeatmet, wird nach dem hier vorgeschlagenen Verfahren während eines Atemzuges ein Kreislauf nur für den zuletzt eingeatmeten Luftanteil bewerkstelligt. Das Verfahren hat nun den Vorzug, daß die zuerst eingeatmete, mit CO.-Gas stark durchsetzte Luft eines Atemzuges, wie bisher bei den Preßluftgeräten üblich, ins Wasser abgegeben wird, während der zuletzt eingeatmete Luftteil in Anbetracht seines nur sehr geringen Anteils an Kohlendioxyd für einen weiteren Atemzug Verwendung finden kann. Die Durchführung dies Verfahrens ist deshalb möglich, weil der Sauerstoffgehalt der zuletzt eingeatmeten bzw. zuerst ausgeatmeten Luft praktisch kaum gegenüber dem ursprünglichen Zustand verringert wurde.
  • Eine weitere Vervollkommnung des Verfahrens besteht darin, daß die in den Sparbehälter ausgeatmete Luft in an sich bekannter Weisse von ihrem an und für sich geringen C 02 Gehalt chemisch gereinigt wird. Die völlige Betriebssicherheit des neuen Verfahrens wird dadurch sichergestellt, daß außer dem lungere und wasserdruckgesteuerten Einatemventil nach eine vorzugsweise verstellbare, ebenfalls durch den Wasserdruck gesteuerte Atemgasdüse der Einatmungsletung einen Teil Atemgas zuführt, der so groß bemessen ist, daß er den Atembedarf des Tauchers bei Bewegungslosigkeit in entsprechender Tauchtiefe deckt.
  • Eine zur Durchführung des vorstehend beschriebenen Verfahrens geeignete Vorrichtung besteht bei einer Atemgas-Vorratsflasche, einem langen- und wasserdruckgesteuerten Einatemventil, das einerseits über eine Niederdruckleitung und ein Reduzierventil mit der Vorratsflasche in Verbindung steht und andererseits mit einem Mundstück zum Einatmen verbunden ist, wobei zwischen dem Einaternventil und dem Mundstück ein durch den Wasserdruck bzw. den Druck der Atemluft verformbarer Behälter angeordnet ist, während die verbrauchte Luft durch ein federbelastetes Ausatemventil in das Wasser ausgestoßen wird, erfindungsgemäß darin, daß der verformbare Behälter in aufgeblasenem Zustand ein geringeres Volumen als das Lungenvolumen hat und daß der aufgeblasene Zustand des Behälters bei einem Druck erreicht wird, der höchstens so groß wie der zum Öffnen des Ausatemventils notwendige Druck ist.
  • Die Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigt Fig. 1 ein Tauchgerät mit Lungen- und wasserdruckgesteuertem Einatemventil und verformbarem Sparbehälter, Fig. 2 ein Tauchgerät, in welchem der verformbare Sparbehälter und das Einatemventil eine Baueinheit bilden, Fig. 3 ein Tauchgerät gemäß Fig. 1, bei welchem jedoch in die Zuführungsleitung zum Sparbehälter eine chemische Reinigungskammer eingeschaltet ist, Fig. 4 ein Tauchgerät mit Ventilen am Mundstück, Sparbehälter und chemischer Reinigungskammer, Fig. 5 ein Tauchgerät wie nach Fig. 4, jedoch bilden Einlaßventil und chemische Reinigungskammer eine Baueinheit.
  • Die Preßluftflasche 1 mit Verschluß 2 und dem Reduzierventil 3 ist durch die Niederdruckleitung 4 mit dem Gehäuse 5 des Lungen- und wasserdruckgesteuerten Einatemventils verbunden, dessen Membran 6 mit dem Einlaßventil 7 und den Öffnungen 8 für Wasserdurchtritt die Zuführungsleitung 9 und das Mundstück 11 mit Atemgas in bekannter Weise versorgen; und 10 und 10a ist ein durch den Wasser- bzw. Lungendruck deformierbarer Sparbehälter in der Zuführungsleitung 9 in aufgeblasenem und nicht aufgeblasenem Zustand. Die Ausatemleitung 12 verbindet das Mundstück 11 mit dem Ausatemventil 13.
  • Der Arbeitsvorgang ist (vgl. Fig. 1) folgender: Nach Öffnen des Verschlusses 2 dringt über das Reduzierventil 3 bis zum Einlaßventil 7 niedergespannte Preßluft. Durch die Leitung 9 stellt sich oberhalb der Membran 6 der Lungendruck und unterhalb der Membran 6 der Wasserdruck ein. Sind beide Drucke gleich, so ist das Ventil? geschlossen. Beim Einatmen entsteht oberhalb der Membran ein Unterdruck, so daß durch das Wasser über die Membran 6 das Ventil 7 geöffnet wird und Preßluft in die Leitung 9 einströmt. Es sei angenommen, daß in diesem Augenblick der Sparbehälter gemäß der Erfindung sein kleinstes Volumen angenommen hätte, so wie dies durch 10a dargestellt ist. Das Ventil 13 ist durch eine leichte Federkraft gegen die Ausatmungsleitung 12 gedrückt, so daß beim Ausatmen der eingeatmeten Luft durch das Mundstück 11 erst die Federkraft einschließlich Wasserdruck überwunden werden muß, bis sich das Ventil 13 öffnet. Wird nun ausgeatmet, dann füllt sich, bevor sich das Ventil 13 öffnet, erst der deformierbare Behälter 10, der j a nur unter dem Wasserdruck steht, mit der ausgeatmeten Luft. Es ist hierbei erfindungsgemäß vorausgesetzt, daß dieser Behälter in aufgeblasenem Zustand ein geringeres Volumen hat als das Lungenvolumen. Nach Füllung des Sparbehälters 10 steigert sich beim Ausatmen der Druck in der Leitung 9 und 12, so daß nunmehr das Ventil 13 öffnet und die restliche Luft in das Wasser ausgeatmet wird. Die eingezeichneten Pfeile (ausgezogen) zeigen den Weg, den die eingeatmete Luft nimmt, die gestrichelten Pfeile den Weg, den die ausgeatmete Luft nimmt. Bei dem nächstfolgenden Atemzug bleibt zunächst Ventil 7 geschlossen, und es wird über die Leitung 9 und das Mundstück 11 der Sparbehälter in die Lunge entleert. Hiernach entsteht durch weiteres Ansaugen der Luft durch die Lunge ein Unterdruck oberhalb der Membranen 6 und, wie vor beschrieben, öffnet der Wasserdruck das Einlaßventil, so daß Atemgas unmittelbar aus der Vorratsflasehe über Leitung 9 und Mundstück 11 der Lunge zugeführt wird. Fig. 2 zeigt gemäß der Erfindung eine Kombination des Sparbehälters mit dem Jungen- und wasserdruckgesteuerten Einatemventil. 14 ist das Gehäuse für die gemeinsame Anordnung, der Gehäuseteil 15 gestattet dem Wasser den Zutritt zu der sackartig abgebildeten Membran 16. Bei dieser Anordnung wird beim Einatmen der Sparbehälter ebenfalls auf sein kleinstes Volumen durch den Wasserdruck zusammengedrückt und hierbei das Einatemventil 7 geöffnet, das dann das zur Vollendung des Atemzuges n(± notwendige Atemgas in die Einatmungsleitung 9' abgibt.
  • In Fig. 3 ist gemäß der Erfindung in die Leitung 9" zwischen Sparbehälter 10 und Mundstück 11 eine chemische Reinigungskammer 18 eingeschaltet und das Gehäuse des Einatemventils 5 mit dem Mundstück 11 durch eine Zuführungsleitung 17 verbunden. Die in den Sparbehälter ausgeatmete Luft wird bei dieser Ausführung beim Durchgang durch die chemische Reinigungskammer von Kohlendioxydgehalt befreit. Im übrigen vollzieht sich die Arbeitsweise des Gerätes gemäß der Beschreibung für Fig. 1.
  • Fig. 4: In der Einatmungsleitung 9"' und der Ausatmungsleitung 12' sind nächst dem Mundstück 11 die Ventile 19 und 20 angeordnet. Beim Ausatmen öffnet sich das Ventil 20 und bringt gemäß der Erfindung die ausgeatmete Luft über die Zuführungsleitung 23 und die chemische Reinigungskammer18 in den Sparbehälter 10. Beim Einatmen schließt sich das Ventil 20, und über das Ventil 19 sowie die Leitung 9"' wird der Sparbehälter 10 leergeatmet bzw. das vom Einatemventil 7 abgegebene Atemgas dem Mundstück 11 zugeführt.
  • Fig. 5 zeigt ein Tauchgerät, bei welchem ebenfalls in der Nähe des Mundstücks sich in der Einatmungsleitung ein Ventil 19 und in der Ausatmungsleitung ein Ventil 20 befinden. Erfindungsgemäß sind im Gehäuse 21 das wasser- und lungendruckgesteuerte Einlaßventil 7 und die Reinigungskammer 18 untergebracht. Hier ist der Arbeitsgang folgender: Bei der Ausatmung wird über das Ventil 20 der zuerst ausgeatmete Luftanteil in die Reinigungskammer 18 geführt und gelangt von dieser in die Zuführungsleitung 9 und von hier in den Sparbehälter 10. Hat letzterer sich gefüllt, so steigt der Druck in der Ausatmungsleitung 12" an, und es öffnet sich das Ausatemventil13', aus dem dann die zum Schluß ausgeatmete Luft entweicht. Beim Einatmen schließt sich das Ventil 20, und es gelangt zum Mundstück die Luft aus dem Sparbehälter 10 über die Zuführungsleitung 9 und das Ventil 19. Ist der Sparbehälter leergeatmet, so wird das restliche, für den Atemzug benötigte Atemgas nunmehr von dem Einlaßventil 7 geliefert, welches durch den Wasserdruck von der Membran 6 betätigt wird.
  • Eine Düse 22 hat gemäß der Erfindung eine Verstellmöglichkeit 24. Während das Einatemventil 7 nur dann arbeitet, wenn durch das Einatmen ein Unterdruck in dem über der Membran 6 gelegenen Teil des Gehäuses 21 entsteht, erfolgt durch die Düse 22 ständig ein Ausströmen des Atemgases. Die Menge des ausströmenden Atemgases kann geregelt werden durch die Verstellungseinrichtung 24. Es besteht auch die Möglichkeit, das Düsengas in seiner Menge unmittelbar durch den Wasserdruck zu steuern.
  • Die Bedeutung der an sich bekannten Düse 22 gemäß der Erfindung ist folgende: Es wird dem Benutzer des Tauchgerätes bei entsprechender Einstellung der Düse ständig so viel Atemgas aus der Vorratsflasche zugeführt, als er z. B. bei Bewegungslosigkeit in entsprechender Tauchtiefe benötigt, d. h. also eine Minimum-Gasmenge, die gegebenenfalls im Katastrophenfall (Ohnmacht des Tauchers, Versagen des Einatemventils usw.) dem Taucher ausreichend Nährgas zuführt. Dabei ermöglicht bei Nichtverbrauch das durch die Düse austretende Atemgas, auf Grund der aufsteigenden Blasen, die Feststellung des Ortes des Tauchers.
  • Der Schwierigkeit der richtigen Größenbemessung des verformbaren Sparbehälters 10 gegenüber den verschieden tiefen Atemzügen des Tauchers wird dadurch begegnet, daß aus der Düse 22 ständig Atemgas in relativ kleinen Mengen ausströmt. Atmet plötzlich der Taucher sehr flach, so daß beim Einatmen der Sparbehälter nicht mehr entleert wird und das Einatemventil 7 kein Atemgas mehr liefert, so begrenzt das Atemgas aus der Düse 22 den maximalen Sparfaktor - das ist das Verhältnis der eingeatmeten Luftmenge zu der im gleichen Zeitraum aus der Preßluftflasche 1 gelieferten Gasmenge -und den geringstzulässigen Sauerstoffgehalt der eingeatmeten Luft.
  • Eine das Leben des Tauchers gefährdende Unterschreitung des mindestens erforderlichen Sauerstoffgehaltes wird hierdurch vermieden. Eine Möglichkeit der Veränderung der Größe des Sparbehälters kann erfindungsgemäß auf rein mechanischem Wege vorgenommen werden. Ist der Sparbehälter als Gummisack. ausgebildet, so kann beispielsweise durch ein verstellbares Netz die Maximalgröße des Behälters in aufgeblasenem Zustand begrenzt werden.
  • Die Anordnung der Reinigungskammer gemäß Fig. 3, 4 und 5 hat den Vorteil, daß weder die ins Wasser ausgeatmete Luft noch die vom Einlaßventil 7 ausströmende Luft die Reinigungskammer durchfließen. Hierdurch können die Strömungswiderstände gering gehalten werden. Die Anordnung der Reinigungskammer gemäß Fig. 4 und 5 hat ferner den Vorteil, daß die zu reinigende Luft nur bei der Ausatmung die Reinigungskammer durchfließt.
  • Die in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Beispiele stellen keineswegs sämtliche Kombinationsmöglichkeiten dar, welche bei der Anordnung der vorbeschriebenen Geräteteile angewandt werden können und mit denen die Erfindung verwirklicht werden kann. Vielmehr sind noch mannigfache Abänderungen möglich, ohne das Prinzip der Erfindung zu verlassen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren für die Luftversorgung eines freien Tauchers mittels eines Preßluft-Atemgerätes, mit einer Atemgas-Vorratsflasche und einem Lungen- und wasserdruckgesteuerten Einatemventil, dadurch gekennzeichnet, daß der bei ein und demselben Atemzug zuerst eingeatmete Luftanteil bei der Ausatmung ins Wasser abgegeben wird, während der zuletzt eingeatmete Luftanteil bei der Ausatmung in einen Sparbehälter ausgeatmet wird und beim nächsten Atemzug als erste Einatmungsluft nochmals Verwendung findet, wobei dem Taucher vorzugsweise zwecks Vermeidung eines zu geringen Sauerstoffgehaltes der gesamten so eingeatmeten Luftmenge ständig und unabhängig von dem Lungen- und wasserdruckgesteuerten Einabemventil einer zusätzlichen Atemgasmenge zugeführt wird, die höchstens so groß wie die ins Wasser austretende Luftmenge ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Sparbehälter ausatmete Luft in an sich bekannter Weise chemisch von CO2 gereinigt wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einer Atemgas-Vorratsflasche und einem Lungen- und wasserdruckgesteuerten Einatemventil, das einerseits über eine Niederdruckleitung und ein Reduzierventil mit der Vorratsflasche in Verbindung steht und andererseits mit .einem Mundstück zum Einatmen verbunden ist, wobei zwischen dem Einatemventil und dem Mundstück ein durch den Wasserdruck bzw. den Druck der Atemluft verformbarer Behälter angeordnet ist, während die verbrauchte Luft durch ein federbelastetes Ausatemventil in das Wasser ausgestoßen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der verformbare Behälter (10) in aufgeblasenem Zustand ein geringeres Volumen als das Lungenvolumen hat und daß der aufgeblasene Zustand des Behälters (10) bei einem Druck erreicht wird, der höchstens so graß wie der zum Öffnen des Ausatemventils notwendige Druck ist. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der verformbare Behälter (10) vorzugsweise unmittelbar nächst dem Einatemventil (7) angeordnet ist. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der verformbare Behälter mit dem Einatemventil (7) eine Baueinheit bildet und die Behälterwandung die Funkton der Lungen- und Wasserdrucksteuerung des Einatemventils übernimmt. 6. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die in den verformbaren Behälter (10) ausgeatmete Luft über eine chemische Reinigungskammer (18) geleitet wird, während das vom Einatemventil zum Mundstück geileitete Atemgas und die ins Wasser ausgeatmete, verbrauchte Luft nicht die Reinigungskammer durchfließen. 7. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die ausgeatmete Luft durch den Ausatmungsschlauch (12) am geschlossenen Ausatmungsventil (13) vorbei über eine chemische Reinigungskammer (18) zum verformbaren Sparbehälter (10) geleitet wird, wobei zwei Steuerventile (19, 20) im Mundstück den Einatmungs-bzw. Ausatmungsweg sinngemäß schließen und öffnen. B. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die chemische Reinigungskammer (18) mit dem Einatemventil (7) in ein und demselben Gehäuseungeordnet ist. 9. Vorrichtung nach Anordnung 3, 4 und 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmevolumen des Sparbehälters (10) durch die Gestalt des Behälters beeinfluissende Mittel, z. B. ein umhüllendes Netz veränderlicher Größe, auf verschiedene Werte einstellbar ist. 10. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine an sich bekannte, an die Niederdruckleitung angeschlossene Atemgas.düse (22), unabhängig von dem lungen- und wasserdruckgesteuerten Einatemventil (7), vorgesehen ist. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (22) auf den jeweils spezifischen Bedarf des Gerätebenutzers einstellbar ist, wobei vorzugsweise eine etwa mit dem Wasserdruck erwünschte Änderung der Liefermenge der Düse durch eine automatische Wasserdrucksteuerung erfolgt. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 942 351.
DER16378A 1955-03-31 1955-03-31 Verfahren und Vorrichtung fuer die Luftversorgung eines freien Tauchers mittels eines Pressluft-Atemgeraetes Pending DE1008140B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER16378A DE1008140B (de) 1955-03-31 1955-03-31 Verfahren und Vorrichtung fuer die Luftversorgung eines freien Tauchers mittels eines Pressluft-Atemgeraetes

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER16378A DE1008140B (de) 1955-03-31 1955-03-31 Verfahren und Vorrichtung fuer die Luftversorgung eines freien Tauchers mittels eines Pressluft-Atemgeraetes

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1008140B true DE1008140B (de) 1957-05-09

Family

ID=7399727

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DER16378A Pending DE1008140B (de) 1955-03-31 1955-03-31 Verfahren und Vorrichtung fuer die Luftversorgung eines freien Tauchers mittels eines Pressluft-Atemgeraetes

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1008140B (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1108105B (de) * 1956-03-12 1961-05-31 Claes Erik Gunnar Lundgren Luftsparende Einrichtung bei Atmungsgeraeten, insbesondere Unterwasseratmungsgeraeten
DE1174645B (de) * 1958-12-11 1964-07-23 Pietro Buggiani Taucher-Atemgeraet mit teilweiser Wieder-verwendung des Atemgases
DE4341910A1 (de) * 1993-12-06 1994-05-26 Dieter Markfort Leichttauchgerät
WO2006110569A1 (en) 2005-04-07 2006-10-19 Jan-Philip Chenevier Brandt Sub-tidal volume rebreather and second stage regulator

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR942351A (fr) * 1947-02-12 1949-02-07 Appareil respiratoire particulièrement destiné aux plongeurs

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR942351A (fr) * 1947-02-12 1949-02-07 Appareil respiratoire particulièrement destiné aux plongeurs

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1108105B (de) * 1956-03-12 1961-05-31 Claes Erik Gunnar Lundgren Luftsparende Einrichtung bei Atmungsgeraeten, insbesondere Unterwasseratmungsgeraeten
DE1174645B (de) * 1958-12-11 1964-07-23 Pietro Buggiani Taucher-Atemgeraet mit teilweiser Wieder-verwendung des Atemgases
DE4341910A1 (de) * 1993-12-06 1994-05-26 Dieter Markfort Leichttauchgerät
WO2006110569A1 (en) 2005-04-07 2006-10-19 Jan-Philip Chenevier Brandt Sub-tidal volume rebreather and second stage regulator
AU2006235246B2 (en) * 2005-04-07 2012-11-01 Jan-Philip Chenevier Brandt Sub-tidal volume rebreather and second stage regulator

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2907416C2 (de)
DE3531654C2 (de)
DE69211996T2 (de) Autonomes notatemschutzgerät
DE3416350A1 (de) Beatmungsgeraet
DE1091293B (de) Tragbares Atemgeraet
DE3515030A1 (de) Atemschutzgeraet mit kreislauf der atemluft
DE3538960A1 (de) Tauchretter
DE2610509A1 (de) Kreislauf-atemschutzgeraet
DE1008140B (de) Verfahren und Vorrichtung fuer die Luftversorgung eines freien Tauchers mittels eines Pressluft-Atemgeraetes
DE2610492B2 (de) Tauchgeraet
DE834201C (de) Verfahren zum Betrieb von Atemgeraeten, insbesondere von Tauchgeraeten
DE2049747A1 (de) Unterwasser atemgerat
DE418337C (de) Vorrichtung zum gleichzeitigen Einatmen von zwei verschiedenen Gasen
DE598691C (de) Schlauchatmungsgeraet
DE19625272B4 (de) Atemgerät
DE1141186B (de) Atemschutzgeraet mit Kreislauf der Atemluft
DE429040C (de) Entwicklungsapparat fuer Sauerstoff und andere Gase
DE1097848B (de) Tauchgeraet mit geschlossenem Atemkreislauf mit Zufuhr von Sauerstoff und Inertgas in festem Mischungsverhaeltnis
DE1222801B (de) Sauerstoffatemschutzgeraet mit Regeneration der Ausatemluft
DE502538C (de) Vorrichtung zum Einatmen von Sauerstoff oder einem Gemisch von Sauerstoff und anderen Gasen
DE2218173A1 (de) Atmungs-Schutzgerät
DE445406C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Betaeuben durch gleichzeitiges Einatmenlassen von Naehrgas und Betaeubungsgas aus zwei getrennten Gasquellen
DE447162C (de) Vorrichtung zum gleichzeitigen Einatmen von zwei verschiedenen Gasen, Daempfen o. dgl., insbesondere fuer Betaeubungszwecke
DE1120882B (de) Atemschutzgeraet mit Kreislauf der Atemluft
DE1195602C2 (de) Atemschutzgeraet mit pendelatmung