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Druckvorrichtung für das Drucken von Instrumentenskalen, bei denen
einige Meßpunkte durch Eichung festgelegt sind Bei der Anfertigung von. Skalen elektrischer
Meßinstrumente werden zunächst einige elektrischen Eichwerten entsprechende Zeigerstellungen
durch Eichpunkte auf der Skala markiert. Die vollständige Skalenteilung wird sodann
mit Hilfe einer sogenannten Zeichenmaschine durch eine: Ziehfeder mit Tusche aufgezeichnet.
Die Aufnahmevorrichtung für die Skala oder der schwenkbare Arm der Ziehfeder sind
mit einer Teilung versehen, so daß die zwischen zwei Eichpunkten liegenden Teilungspunkte
interpoliert werden können. Nachdem auf diese Weise das Strichbild der Skala hergestellt
ist, werden die dein Skalenstrich zugeordneten Zahlen bzw. Zeichen einzeln durch
Handstempel, durch Schablonen oder nach dem Umdruckverfahren aufgetragen. Diese
Verfahret sind sehr mühsam, zeitraubend und teuer. Maat hat deshalb bereits, wenn
es sich um größere Stückzahlen des gleichen Instrumententyps handelt, die Meßgrößen
und Bezugszeichen in einem Arbeitsgang mit Hilfe einer Offsetmaschine aufgedruckt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Druckmaschine herzustellen.,
mit der nach dem gleichen Arbeitsverfahren sowohl die Skalenstriche als auch sämtliche
Markierungszeichen auf der Skala, angebracht werden können, und zwar sollen sowohl
die Skalenstriche als auch die. Bezugszeichen im Typendruck hergestellt werden.
Die Erfindung ist durch folgende Merkreale gekennzeichnet: Ein gegen die Skalenfläche
eines in einer Aufnahmevorrichtung befestigten Meßinstrumentes andruckbares Typenrad
mit den für die. Skalenbeschriftung erforderlichen Symbolen auf seinem Umfang (Skalenstriche,
Zahlen od. dgl.) ; eine im Arbeitstakt des Druckvorgangs kuppelbaze Einfärbevorrichtung
für die in Arbeitsstellung stehende Drucktype des Typenrades; eine oder mehrere:
Projektionseinrichtungen, welche mittels einer Lichtmarke oder anderen Mitteln,
die Stelle auf der Skala bezeichnen, auf die die eingestellte Drucktype trifft;
eine verschiebbar und drehbar gelagerte Aufnahmevorrichtung für die Skala mit dem
Meßinstrument. DieAufnahmevorrichtung ist zweckmäßig mit Hilfe von zwei in Führungsschienen
in zueinander senkrechten Richtungen gleitenden Schlitten verschiel)ba.r und in
ihrem oberen Teil als Drehtisch ausgebildet. Mit der Aufnahmevorrichtung bzw. dein
Drehtisch ist unmittelbar oder mittels eines zwischengeschalteten Übersetzungsgetriebes
ein Anzeigeglied, z. B. ein Anlegelineal oder eine auf einem Arm verschiebbare Ableselupe,
verbunden. Unterhalb des Anzeigegliedes, das an der Bewegung der Aufnahmevorrichtung
teilnimmt, ist an dem verschiebbaren Teil der Aufnahmevorrichtung ein Teiluugst@isch
befestigt, auf dem auswechselbe@re und/oder verstellbare Schablonen, Vorlagen oder
Kurvenblätter für die Skalenteilung befestigt werden können.
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Das Meßinstrument, auf dessen Skala, einige Meßpunkte durch Eichung
festgelegt und z. B. markiert sind, wird in die Instrumentenaufnahme des Drehtisches
eingesetzt und festgeklemmt. Durch Drehen des Typenrades wird die Drucktype ausgewählt,
die auf der Skalenfläche abgedruckt werden soll (z. B. ein Skale astrich). Die Lichtmarke
der Projektionseinrichtung markiert die Stelle auf der Skalenfläche, auf die die
Type beim Druckvorgang trifft. Durch Verschieben bzw. Drehen der Aufnahmevorrichtung
wird die Lichtmarke mit dem markierten Eichpunkt zur Dekkung gebracht, so daß beim
anschließenden Druckvorgang die erzeugte Strichmarke mit dem Eichpunkt zusammenfällt.
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Der Abstand zwischen den Eichpunkten kann nach einer gewünschten Funktion
unterteilt werden.. Bei einer Drehung des Drehtisches mit dem Meßin.struinent führt
das Anzeigeglied, z. B. eine Ableselupe, über dein Teilungstisch eine Schwenkbewegung
aus. Ordnet man auf den Teilungstisch ein diesem Schwenkwinkel angepaßtes Kurvenblatt
mit einer der Teilungsfunktion entsprechenden. Kurvenschar an, so erhält man beim
Anlegen der Ableselupe an die nebeneinanderliegenden Kurven beim Druck der entsprechenden
Skalenstriche eine Unterteilung im gewünschten Sinne.
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Wenn die entsprechenden elektrischen Anschlüsse für das Meßinstrument
an den Teilungstisch angeordnet werden., ist es auch möglich, die. Skalenstriche
unmittelbar nach der Eicheinstellung des Meßinstrumentenzeigcrs ohne vorherige Markierung
der Meßpunkte
zu drucken. Nach Einstellen des elektrischen Eich-wertes
wird die Lichtmarke der Druckvorrichtung mit der Zeigerspitze in Deckung gebracht
und der Zeiger aus dem Druckbereich z. B. in die Null-bzw. Endlage der Skala geführt.
Beim anschließenden Drucken des Skalenstriches stimmt dieser unmittelbar ohne zusätzliche
Zwischenmarkierung mit dem entsprechenden Eichwert der Skala überein.
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Die neue Druckvorrichtung kann von angelernten Kräften bedient werden
und zeichnet sich dadurch aus, da,ß auch kleine Serien der verschiedensten Instrumententypen
nach dem gleichen Arbeitsverfahren mit einer vollständigen Skalenbeschriftung versehen
werden, können. Mit der neuen Druckvorrichtung wird das vollständige Skalenbild
im Vergleich zu den bisher bekannten Methoden in wesentlich kürzerer Zeit in klarerer
und sauberer Form, als es bisher möglich war. erhalten.
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Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen an Ausführungsbeispielen
erläutert.
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Fig. 1, 2 und 3 stellen. eine Ausführungsform der Druckvorrichtung
im Seitenriß, Grundriß und Ansicht von vorn in Richtung auf das Typenrad dar, Fig.
-1 eine Einzelheit der Ein.färbeeinrichtung, Fig. 5 die Projektionseinrichtung und
Fig. 6 und 7 eine abgewandelte Ausführungsform für die Aufhängung des Typenrades;
an Hand von Fig. 8 bis 10 werden Beispiele für auf dem Teilungstisch anzuordnende
Kurvenblätter (Nomogramme) für die Interpolation der Skalenteilung zwischen den
Eichpunkten erläutert.
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Es sei zunächst die Anordnung nach Fig. 1 bis 3 betrachtet. Auf der
Grundplatte l der Druckvorrichtung ist einerseits der Zwischenteil 3 mit denn Druckkopf
4 befestigt, der an seinem einen Ende die Führung für das Typenrad trägt. An der
Grundplatte befindet sich. weiterhin die Schlittenführung 5, in welcher der untere
Schlitten 7 der Aufnahmevorrichtung entweder frei oder mit Hilfe einer in. der Grundplatte
gelagerten Spindel 6 in der Längsrichtung, d. h.. in der Achse der Druckvorrichtung
verschoben werden kann. Am Schlitten 7 ist eine Schloßmutter 8 befestigt, die mit
Hilfe eines Hebels 9 mit der Spindel 6 in Eingriff gebracht wird. Durch Betätigen
der Spindel 6 mit Hilfe der Stellschraube 10 wird nach Anziehen der Schloßmutter
der Schlitten in Längsrichtung verschoben. Schlitten und Schlittenführung sind durch
ein Rollen- oder Kugellager miteinander verbunden (11 in Fig. 3). Der untere Schlitten
für die Längsbewegung trägt wiederum eine Schlittenführung 12, die sich in senkrechter
Richtung zur Führung 5 erstreckt. In dieser Schlittenführung 12 gleitet auf Kugel-
b,zw. Rollenlager ein Schlitten. 13, der einen Lagerzapfen 14 für den Drehtisch
15 der Meßinstrumentenaufnahme trägt. Der Drehtisch 15 ist in dem Zapfen 14 geführt
und im übrigen wieder mittels Kugeln oder Rollen auf dem Schlitten 13 für die Querbewegung
gelagert. Der Drehtisch 15 kann durch Einstecken eines Stiftes 29 mit denn Schlitten
13 starr verbunden werden, so daß die Drehbewegung gesperrt ist. An der Schlittenführung
ist eine Zahnstange 30 befestigt, in die ein im Innern des Schlittens gelagertes
Zahnrad 31 eingreift. Bei der Querbewegung des Schlittens 13 rollt dieses Zahnrad
an der Zahnstange ab. und überträgt seine Bewegung auf das Zahnrad 32 und ferner
über die Buchse 33 auf eine Scheibe 34, die oberhalb des Drehtisches 15 liegt. Um
die Drehachse 14 ist auch das Anlegelineal 16 schwenkbar, welches zwei Klemmschrauben
17 und 18 aufweist. Mit Hilfe der Klemmschraube 18 kann dieses Lineal an der Scheibe
34 festgeklemmt werden, so da,B es bei der Querbewegung des Schlittens 13 verschwenkt
wird. Durch Anziehen der Klemmschraube 17 dagegen wird das Anlegelineal 16 mit dem
Drehtisch 15 fest verbunden. Die Klemmschraube 18 muß hierbei natürlich gelöst sein.
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Am Schlitten 13 für die Querbewegung ist weiterhin der Teilungstisch
20 befestigt, in dessen Seitenwänden zwei Rollen 21 und 22 gelagert sind. Über diese
Rollen ist das Kurvenband 81 gespannt, das auf seiner Oberfläche die für die Unterteilung
benachbarter Eichpunkte erforderlichen Kurvenscharen trägt. Die Rolle 21 ist mit
einem Zahnrad 75 verbunden, das über ein Zahnrad 23 mit dem Zahnrad 24 des Einstellknopfes
25 im Eingriff steht. Durch Drehen der miteinander verbundenen Einstellknöpfe 25
wird die Rolle 21 um die Achse 76 (Fig. 2) gedreht und das Kurvenband in Längsrichtung
bewegt. Auf dem Drehtisch sind zwei Klemmstücke 26 befestigt, zwischen welche die
eigentliche Instrumentenaufnahme 27 mit Hilfe von Klemmschrauben 28 auswechselbar
e:inführbar ist. In der Aufnahme 27 wird die Skala des Instrumentes zentriert, so
daß bei Kreisskalen der Skalenmittelpunkt mit der Achse des Drehtisches zusammenfällt.
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An einem Ende des Druckkopfes ist eine Schlittenführung 35 angeordnet,
in welcher der Schlitten 36 mit dem Typenrad 37 gleitet. Dieser Schlitten kann mit
Hilfe der Kniehebelanordnung 38, 39 und des Handhebels 40 nach unten bewegt werden.
In seiner Ruhelage wird er durch eine nicht eingezeichnete Schraubenfeder in der
in Fig. 1 dargestellten Lage gehalten. Das Typenrad ist nach Lösen der drei Schrauben
41 auswechselbar. Jeder Type auf dem Umfang des Typenrades ist ein Loch eines Lochkreises
zugeordnet, in welches ein mit Hilfe eines Druckknopfes 42 auslösbarer Raststift
eingreift. Beim Eindrücken des Knopfes 42 wird über eine nicht im einzelnen dargestellte
Hebelübersetzung der Raststift aus dem Loch herausgezogen, und das Typenrad kann,
an der Rändelscheibe 43 verdreht werden, bis die gewünschte Type in Arbeitsstellung
steht. Nach Loslassen des Knopfes 42 wird die Rastung wieder hergestellt.
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Die Stelle des Auftreffens der in Druckstellung, d. h. in der tiefsten
Lage stehenden Type des Typenrades wird durch die Strichmarke einer Projektionseinrichtung
44 angezeigt. Die Projektionseinrichtung kann mit Hilfe der Befestigungsschrauben
45 eingerichtet werden. Um das projizierte Bild der Strichmarke dem Instrumententyp
bzw. der zu druckenden Markierung anzupassen, kann der Lichtmarkenträger auswechselbar
ausgeführt sein. Eine solche Ausführungsform ist in Fig.5 schematisch dargestellt.
Die verschiedenen Lichtmarken sind auf einer um die Achse 46 drehbaren Scheibe 47
angeordnet, die mit entsprechenden Rastungen versehen ist. Durch Drehen dieser Scheibe
kann die gewünschte Lichtmarke ausgewählt werden.
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Der Lichtmarkenträger kann auch gegen die optische Achse geneigt sein,
um hierdurch bei der Projektion eine gleichmäßige Strichschärfe auf der Skala des
Meßinstrumentes zu erhalten. Zur Feineinstellung der Strichmarke beim Justiervorgang
kann das Projektionsobjektiv außerdem exzentrisch zur optischen Achse gelagert sein,
so daß eine seitliche Feineinstellung der Lichtmarke durch Drehen des exzentrisch
gelagerten Objektivs möglich ist.
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Der Hebel 39 der Kniehebelanordnung 38, 39 ist über den Drehpunkt
hinaus verlängert, und an der Stelle 48 ist eine Verbindungsstange 49 zur Betätigung
der Einfärbevorrichtung angelenkt, die an. ihrem anderen
Ende an
einen Zwischenhebel 50 angreift. Von der Bewegung des Hebels 50 ist über weitere
Hebel 51, 52 und Verbindungsstangen 53, 54 die Bewegung der Förderrolle für die
Druckfarbe und des Schlittens mit den Einfärberollen abgeleitet. Die Förderrolle
58 für die Druckfarbe ist mit einem Klinkenrad 59 verbunden, in dessen Rasten eine
am Hebel 55 angeordnete Schaltklinke 56 eingreift. Diese Einzelheiten sind in der
schematischen Darstellung der Fig. 4 zu erkennen. Dort ist der Farbbehälter 57 dargestellt,
dessen eine Seitenwand durch die Förderrolle 58 gebildet ist. Mit der Förderrolle
ist das Klinkenrad 59 verbunden, das bei der Schwenkbewegung des Hebels 55 durch
die Schaltklinke 56 weiterbewegt wird. Hierdurch wird die Förderrolle in
Pfeilrichtung gedreht und von der Druckfarbe im Innern des Behälters 57 eingefärbt.
Von der Förderrolle 58 wird die Farbe mit Hilfe der am Rahmen 62 gelagerten Einfärb.erolle
61 abgenominen und auf die Zwischenscheibe 63 übertragen. Der Rahmen 62 gleitet
bei der Bewegung des Handhebels 40 in einer entsprechenden Führung, die nicht dargestellt
ist, nach oben und hinten, und hierdurch wird das Klinkenrad 59 um einen Zahn weitergeschaltet
und der Rahmen 62 mit den Rollen 60 und 61 über die Zwischenscheibe 63 bewegt. Die
Rolle 61 überträgt hierbei die von der Förderrolle 58 abgenommene Farbe auf die
Zwischenscheibe 63, während die Rolle 60 die auf der Scheibe 63 in dünnster Schicht
verteilte Farbe abgreift und auf die in Arbeitsstellung stehende Drucktype 64 überträgt.
Die Scheibe: 63 ist ebenfalls mit einem Klinkenrad verbunden, in welches eine an
einer federnd gelagerten Stange befestigte Schaltklinke eingreift. Im letzten Teil
der Bewegung des Rahmens 62 stößt ein an diesem Rahmen befestigter Stift gegen die
federnde Stange mit der Schaltklinke und dreht die Scheibe 63 um einen Zahn weiter.
Diese Einrichtung ist in Fig. 4 nicht dargestellt..
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Durch die vorstehend erläuterte Einfärbevorrichtung wird erreicht,
daß die einzufärbende Drucktype vor jedem Druckvorgang lediglich mit einem dünnen
Film von Druckfarbe gleichmäßig eingefärbt wird. Infolge der Verteilung der Farbe
auf dem Zwischenrad 63 und durch das jeweilige Abgreifen mit der Rolle 60 ist es
nicht möglich, d@aß zu viel Farbe auf die Type gelangt und hierdurch ein unsauberer
Druck entsteht. Es ist unter Umständen zweckmäßig, die Drehbewegung der Rollen 61
und 60 beispielsweise durch Zahnräder miteinander zu koppeln. Hierdurch wird erreicht,
daß, auch wenn die Rolle 60 die Scheibe 63 verläßt, die Drehbewegung nicht aufhört,
so da.ß kein Gleiten der Rolle 60 an der Type 64 auftreten kann.
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In Fig. 6 und 7 ist eine andere Ausführungsform des Trägers für das
Typenrad in Schnitt und Ansicht dargestellt. Das Typenrad 37 ist hierbei um eine
im Druckkopf gelagerte Achse 65 schwenkbar. Beim Druckvorgang wird z. B. mit Hilfe
eines Handhebels das Typenrad geschwenkt b,zw. gekippt, so da.ß die in Arbeitsstellung
stehende Drucktype sich auf der Skalenfläche abwälzt. Damit die Bewegung von Skalenfläche
und Drucktype als reine Wälzbewegung vor sich gehen kann, muß die Aufnahmevorrichtung
für das Meßinstrument eine der Schwenkbewegung des Typenrades entsprechende Bewegung
in Längsrichtung der Druckvorrichtung (vgl. Pfeil in. Fig. 6) ausführen. Dies wird
im Beispiel nach Fig. 6 und 7 durch ein Stahlseil oder Band 66 ermöglicht, das auf
eine Scheibe 67 aufgewickelt und über entsprechende Umlenkrollen mit dem Schlitten
7 für die Längsbewegung der Aufnahmevorrichtung verbunden ist. Die rückläufige Bewegung
des Schlittens 7 wird beispielsweise durch eine Feder bewirkt. In der Grundstellung
befindet sich das Typenrad nach Fig. 6 in der durch die gestrichelte: Linie 68 angedeuteten
Lage. Das Instrument 70 mit seiner Skala 69 kann hierbei ungehindert in die Instrumentenaufnahme
27 eingesetzt und festgeklemmt werden. Die Klemmvorrichtungen sind nicht dargestellt.
Beim Betätigen des Handhebels wird das Typenrad nach vorn geschwenkt, und die Type
legt einen durch, die strichpunktierte Linie 71 angedeuteten Kreisbogen zurück.
Wenn, die Type auf der Skalenfläche abgerollt ist, kann die Bewegung der Aufnahmevorrichtung
durch einen Anschlag aufgehalten werden. Das Band 66 ist in diesem Fall federnd
mit dem Schlitten 7 zu verbinden. Im weiteren Verlauf der Kreisbewegung gelangt
die Type dann in den Bereich der durch die Rollen 72, 73, 74 angedeuteten. Einfärbevorrichtung.
Die Rolle 74 steht beispielsweise als Förderrolle miit dem nicht dargestellten Behälter
für die Druckfarbe in Verbindung. Die Farbe wird über die Zwischenwalze 73 auf die
Einfärberolle 72 übertragen und von hier durch die Drucktype abgenommen. Die zuletzt
beschriebene Ausführungsform des Trägers für das Typenrad gewährleistet infolge
der Wälzbewegung der Type einen besonders glatten Ablauf des Druckvorgangs.
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Der beschriebene Handantrieb für die, Druckbewegung des Typenrades
kann auch durch einen selbsttätigen elektrischen pneumatischen oder hydraulischen
Antrieb ersetzt werden. Jeder Druckvorgang wird dann beispielsweise durch Betätigen
eines Hand- oder Fußschalters ausgelöst.
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An Hand der Fig. 8 bis 10 sollen Beispiele für auf dem Teilungstisch
anzuordnende Kurvenblätter (Nomogramme) für die Interpolation der Skalenteilung
zwischen den Eichpunkten erläutert werden. Die Interpolation zwischen beispielsweise
drei Eichpunkten, d. h. die Unterteilung der Abstände der Eichpunkte in eine vorgebene
Anzahl von Zwischenpunkten, kann grundsätzlich nach einer dem Bedarfsfall entsprechend
vorgegebenen mathematischen oder empirischen. Funktion erfolgen.
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In der Praxis werden als Interpola,tionsfunktionen hauptsächlich logarithmische
und parabolische Funktionen erster Ordnung verwendet. Liegen mehr als drei Eichpunkte
vor, so ist eine Parabel entsprechend höherer Ordnung zu wählen. Auf Grund der vorgegebenen
Interpola,tionsfunktion können Nomogramme für den Teilungstisch der Druckvorrichtung
gezeichnet werden, aus denen sich für ein gegebenes Abstandverhältnis von beispielsweise
drei Eichpunkten die Lage einer vorgegebenen Zahl von Zwischenpunkten, entnehmen
läßt. So stellt Fig. 8 beispielsweise ein Nomogramm für die quadratische Interpolation,
und Fig. 9 ein solches für eine logarithmische Interpolation nach drei Eichpunkten
dar. In beiden Fällen ist angenommen, daß die Strecke zwischen den äußeren. Eichpunkten
durch neun Zwischenpunkte in zehn Teile unterteilt werden, soll. Die Lage der äußeren
Eichpunkte ist durch die äußeren Linien g. und gio angegeben., während die mittlere
Linie bzw. Kurve g5 die Lage des mittleren Eichpunktes zu den äußeren Eichpunkten
angibt. Wie die Beispiele der Zeichnung zeigen, ergeben sich für die quadratische
Interpolation Scharen von geraden Linien, während die logarithmische Interpolation
zu einer Kurvenschar führt.
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Fig.10 zeigt in schematischer Darstellung, wie eines der erläuterten
Nomogramme auf dem Teilungstisch angeordnet werden kann. Der Teilungstisch 20 trägt
auf dem durch Betätigen des Ennstellkn.opfes 25
in Längsrichtung
verschiebbaren Band ein Nomogramm, von dem lediglich die beiden äußeren. Linien
und die innere ausgezeichnete Linie für den mittleren Eichpunkt dargestellt ist.
Das Anlegelineal 16 ist mit einer verschiebbaren Marke 19 oder einer Ableselupe
versehen, wie bereits an Hand der Fig. 1 bis 3 erläutert wurde.
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Der Drehpunkt des Drehtisches mit der Instrumentenaufnahme liegt an
der Stelle 77, und das Nomogramm ist so angeordnet, daß die äußere begrenzende Kurve
g0 durch den Mittelpunkt des Drehtisches geht. Im oberen Teil der Fig. 10- ist die
Skala eines Instrumentes mit der Lage der Lichtmarke der Druckvorrichtung angedeutet.
Auf der Skala, sind drei Eichpunkte markiert.
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Die Unterteilung der Strecke zwischen den Elchpunkten kann nun in
folgender Weise nach dem Nomogramm vorgenommen werden: Die Lichtmarke wird durch
Schwenken des Drehtisches und Verschieben in der Längsrichtung auf den äußeren Eichpunkt
eingestellt und die Marke des Anlegelineals hierbei mit der äußeren begrenzenden
Kurve g0 zur Deckung gebracht. Der Drehtisch wird nun. so. lange geschwenkt, bis
die Lichtmarke auf dem anderen äußeren Eichpunkt der Skala steht. Das Anlegelineal
nimmt hierbei die durch die gestrichelte Linie 78 angedeutete Lage an. Die verschiebbare
Marke, 19 bzw. die Ableselupe wird nun auf dem Anlegelineal verschoben, bis
siie mit der äußeren begrenzenden. Kurve g1, zusammenfällt. Nach dieser Einstellung
wird der Drehtisch mit dem Anlegelineal derart verschwenkt, daß die: Lichtmarke
auf den mittleren Eichpunkt der Skala fällt. Das Anlegelineal steht jetzt in einer
mittleren. Lage, beispielsweise auf der Linie 79. Durch Drehen des Einstellknopfes
25 wird nun das auf dem Band des Teilungstisches befindliche, Nomogramm in Längsrichtung
verschoben, bis die Mittellinieg5 auf die! verschiebbare Marke bzw. den Kreuzungspunkt
der Ableselupe fällt. Nach Anlegen der Marke, an die entsprechenden Zwischenkurven
zwischen g0, 95, 910 wird die. geforderte Zahl von Zwischenpunkten der Skala, gedruckt.
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Die, Kurvenscharen. der Nomogramme; können auch nach einem anderem
Ordnungsprinzip aufgezeichnet werden. Es ist beispielsweise nicht notwendig, den
Abstand zwischen den äußeren begrenzenden Kurven g0 und g10 konstant zu halten.,
statt dessen kann beispielsweise eine der äußeren begrenzenden Kurven parallel zur
mittleren ausgezeichneten Kurve-. verlaufen. Die Kurven zur anderen äußeren Begrenzenden
laufen dann entsprechend der gewählten Intei-pola.tion strahlenförmig auseinander.
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Auf dem Teilungstisch kann gleichzeitig eine Mehrzahl von Nomogrammen
angeordnet werden, die beispielsweise eine Unterteilung nach einer jeweils unterschiedlichen
Anzahl von Zwischenpunkten ermöglichen. Auch die, gleichzeitige Anordnung verschiedener
nach unterschiedlichen Funktionen. unterteilter Nomogramme ist möglich.
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Der Teilungstisch kann auch dahingehend abgewandelt werden, daß statt
eines verschiebbaren Bandes eine Projektionsfläche vorgesehen wird, auf die beispiel
:weise von unten mit Hilfe einer Projektionseinrich-=,ing das entsprechende Nomograrnm
projiziert wird. Eine Verschiebung des Nomograinins in Längsrichtung braucht hierbei
nicht vorgesehen zu werden, wenn die- Länge des Nomogra,mms (Abstand der Kurven
g0, g5, g10) durch Verstellen der optischen Vergrößerung der Projektionsein.richtuna
einstellbar gemacht wird. Bei einer solchen Anordnung lassen sich beispielsweise
eine größere Zahl von Nomograinmen auf einem Filmstreifen aufbringen. und mit Hilfe
einer entsprechenden Einrichtung wahlweise in die Projektionsvorrichtung einführen.
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Zur Erläuterung der Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes werden
an Hand der Fig. 1 bis 3 die aufeinanderfolgenden Arbetits- bzw. Einstellvorgänge
für die Anfertigung von Instrumentenskalen nochmals im Zusammenhang dargestellt.
Zunächst werden die Vorgänge bei der Anfertigung einer kreisförmigen Skala und anschließend
bei einer geraden Skala (Profilinstrumente) erläutert. Die Skala69 eines Instruments,
dessen Gehäuse in. Fig. 3 mit dem Bezugszeichen 70 angedeutet ist, wird auf der
Instrumentenaufnahme 27 festgeklemmt. Die Skalenöffnung in der Mitte wird hierbei
mit Hilfe eines Zen.trierkörpers in der Aufnahme 27 zentriert, so daß der
Skalenmittelpunkt mit dem Drehpunkt des Drehtisches 15 (Fig. 1) zusammenfällt. Durch
Verschieben des Schlittens für die Längsbewegung (entweder frei nach Lösen der Schloßmutter
8 oder mit Hilfe der Spindel 6 nach Anlegen der Schloßmutter mit Hilfe des Hebels
9) und durch Verdrehen. des Drehtisches 15 wird die Lichtmarke mit dem entsprechenden
Eichpunkt auf der Skala zur Deckung gebracht. Das Anlegelineal 16 wird hierbei durch
Anziehen des Einstellknopfes 17 mit dem Drehtisch verbunden. Die entsprechenden.
drei Eichpunkte werden, wie: zuvor beschrieben, mit der Lichtmarke in Deckung gebracht
und die Ableselupe bzw. das Kurvenblatt mit dem entsprechenden Nomogramm eingestellt.
Durch Drehen des Typenrades wird die: erforderliche Type (beispielsweise langer
Skalenstrich für die Eichpunkte und entsprechend kurzer Strich für die Zwischenpunkte)
in Arbeitsstellung gebracht und der Druckvorgang ausgelöst. Nach jedem Druck wird
die Ableselupe des Anlegelineals an die nächste Kurve des Nomogramms geführt und
der Druckvorgang wiederholt. Nach Anfertigen der Skalenstriche werden die Bezugszeichen,
(Zahlen" Buchstaben od. dgl.) am Typenrad eingestellt und diese Zeichen neben den
zugehörigen Skalenstrichen aufgedruckt.
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Soll die langgestreckte Skala, eines Profilinstruments bedruckt werden,
so wird eine dem Instrument angepaßte Aufnahme 27 auf den Drehtisch 15 aufgesetzt.
Das Instrument wird mit Hilfe der Aufnahmevorrichtung so ausgerichtet, da.ß die
Skala, in Richtung der Schlittenführung für die Querbewegung zu liegen kommt. Die
Drehbewegung des Tisches 15 wird durch eine entsprechende Arretierung, beispielsweise
Einstecken eines Sperrstiftes in das Loch 29 (Fig. 2), gesperrt und das Anlegelineal
durch Lösen der Stellschraube 17 und Festziehen der Schraube 18 mit der Scheibe
34 gekuppelt. Durch Verschieben des Schlittens für die Querbewegung (Feineinstellung
an der Stellschraube 2 über die Spindel 80) wandert die Lichtmarke über die Eichpunkte
auf der Skala,, und das Anlegelineal führt (infolge: des Abrodlens der Zahnräder
31, 32 in der Zahnstange 30) mit der Scheibe 34 eine Schwenkbewegung über dem Teilungstisch
aus. Auf diese Weise können die gleichen Nomogramme auf dem Teilungtisch, die für
dieInterpola,tic-i bei Kreisskalen benutzt wurden, auch bei der gerad i1 Skala für
das Drucken von Zwischenpunkten in gleicher Weise verwendet werden.