DE1574943C - Druckschlitten fur Fahrkartendrucker - Google Patents
Druckschlitten fur FahrkartendruckerInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft einen Druckschlitten für , Leerpappe, aufnehmenden und während des Druck-Fahrkartendrucker mit eingebautem, als Schau- Vorganges zwangläufig zur Drückplatte hin und
und/oder Abdruckwerk ausgebildetem Preisauf- wieder zurück bewegten Schlitten gelagert sind,
rechner, dessen z.B. als Zahnstangen ausgebildete Diese erfindungsgemäße Anordnung ermöglicht
Antriebsglieder das aus abgestuften Anschlägen 5 eine beliebig weite Relativbewegung zwischen Aufbestehende Preisstück der Druckplatte in der Druck- rechner und Druckplatte und gestattet infolgedessen
plattenebene abtasten. eine in bezug auf die bekannte Abtastung in der Be-
Es sind solche Druckschlitten für Fahrkarten- wegungsrichtung der Druckplatte bzw. senkrecht zur
drucker bekannt, bei denen der Preisaufrechner orts- Druckplattenebene bedeutend größere und stärker
fest angeordnet ist oder bei einem als Rotations- ίο differenzierte Einsetzverstellung der einzelnen Andruckmaschine ausgebildetem Fahrkartendrucker zu- . triebsglieder des Aufrechners. Dadurch werden
sammen mit der Druckplatte umläuft. Die Abtastung fehlerhafte bzw. unvollständige Zifferneinsetzungen
des Preistückes erfolgt dabei zwar parallel zu der mit größerer Sicherheit als bisher vermieden, d. h.,
Druckplatteneberie, jedoch in der gleichen Bewe- der Aufrechner wird stets genau dem Preisstück der
gungsrichtung der Druckplatte. Es sind auch Druck- 15 Druckplatte entsprechend betätigt, auch wenn die
schütten für Fahrkartendrucker bekannt, bei denen Druckplatte eine von ihrer richtigen Druckstellung
der Preisaufrechner auf dem Druckpresser, der die etwas abweichende Lage einnehmen sollte. Ferner
Leerpappe gegen die Druckplatte anpreßt, angeordnet wird der Antriebsmechanismus des Aufrechners
ist. Das Abtasten des Preisstückes erfolgt dabei senk- wesentlich vereinfacht und braucht nicht mehr mit
recht zur Druckplattenebene. ao sehr großer Genauigkeit ausgeführt zu werden. Es
tivbewegung zwischen Aufrechner und Druckplatte, Antriebsgliedern und Aufrechnerrädern weg, und
während der die Antriebsglieder des Aufrechners mit diese letzteren können direkt durch die Antriebs-
den Stufen des Preisstückes zusammenwirken, ziem- glieder betätigt werden.
lieh beschränkt. Die Einsetzverstellungen der einzel- 25 Ferner ist es bei der Anordnung nach der Erfin-
nen Antriebsglieder des Aufrechners sind deshalb dung möglich, als Farbwerk eine einzige Farbwalze
ziemlich klein und können nicht genügend stark zu benutzen, die den ganzen, aus der eingeführten
untereinander differenziert werden, um fehlerhafte Druckplatte und aus den anderen ortsfesten Druck-
getriebe zwischen den Aufrechnerrädern und den färbt und welche die Druckfarbe von einem einzigen
entsprechenden Antriebsgliedem bzw. sehr feine und Druckfarbe-Auftragewerk erhält. Abgesehen von der
genaue Konstruktionen des Antriebsmechanismus des dadurch erzielten wesentlichen Vereinfachung und
die Gefahr von Betriebsstörungen. satz gleichmäßig, d. h. mit derselben Druckfarben-
tenden Druckschlitten besteht das Farbwerk aus zwei schiedlich starke Abdrucke auf der Fahrkarte ver-
festen Farbwalze für die Druckplatte und zwei wei- 40 Die Anordnung nach der Erfindung, bei welcher
teren, zusammen mit der Druckplatte bewegten Färb- der von und zu der Druckplatte verschiebbare
walzen für den Datumsdrucker und den Abdruck- Schlitten außer dem Preisaufrechner und dem Farbzähler. Bei dieser Anordnung werden entweder zwei werk auch die zu bedruckende Leerpappe aufnimmt,
verschiedene Farbauftragwerke vorgesehen, was die diese in Druckstellung überführt und dann wieder
Konstruktion kompliziert und verteuert, oder die 45 zurückbefördert, weist auch den Vorteil auf, daß das
Druckfarbe wird auf die verstellbaren Farbwalzen Einführen der Leerpappe in den Druckschlitten in
durch die ortsfeste Farbwalze übertragen, was eine einem beliebigen, von der eigentlichen Druckstelle
unterschiedliche Einfärbung der von der ortsfesten auch ziemlich weit entfernten Punkt erfolgen kann,
Farbwalze einerseits und den verstellbaren Färb- wodurch die Ausbildung der im Bereich der Druck
walzen andererseits bestrichenen Teilen des Druck- 5° stelle angeordneten Vorrichtungen bedeutend vereinsatzes
zur Folge haben kann. facht wird.
Bei den bekannten Druckschlitten für Fahrkarten- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
drucker wird schließlich die zu bedruckende Leer- Zeichnung dargestellt. Es zeigt
pappe von Hand in Druckstellung eingeführt, wobei Fig. 1 einen Fahrkartendrucker mit ebenem,
man mit mindestens einem Finger verhältnismäßig 55 vertikalem Druckplattenkasten, im Aufriß. Die
tief in den Druckschlitten hinein bis nahe an die rechte Hälfte der Maschine ist in Betriebsstellung
Druckstelle der Fahrkarte greifen muß. Diese For- dargestellt, während in der linken Hälfte der Druck-
derung muß bei der Ausbildung und Anordnung der plattenkasten durch Herunterziehen der Ablesetafel
verschiedenen, um die Druckstelle herum konzen- und des auf dieser verschiebbar gelagerten Druck-
trierten Vorrichtungen berücksichtigt werden, was 6o Schlittens bloßgelegt ist,
unter Umständen zu komplizierten und kostspieligen F i g. 2 eine Druckplatte in Draufsicht,
Ausgestaltungen und Konstruktionen führen kann. Fig. 3 einige der im Druckschlitten enthaltenen
Nach der Erfindung werden nun die oben darge- Vorrichtungen in schaubildlicher Darstellung,
legten Schwierigkeiten in überraschender Weise ein- F i g. 4 den Druckschlitten im waagerechten
fach dadurch behoben, daß der Preisaufrechner und 65 Schnitt,
ein Farbwerk auf einem parallel zu der Druckplatten- Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der
ebene quer zur Ein- und Ausführungsrichtung der Fig. 4,
Druckplatte verschiebbaren, die zu bedruckende Fig. 6 den Druckschlitten im Vertikalschnitt,
F i g. 7 das Triebwerk des Druckschlittens im Aufriß. :
In der Zeichnung ist 1 das Maschinengestell, das einen feststehenden, eben ausgebildeten und vertikal
angeordneten Druckplattenkasten 2 trägt. Die Druck- ::5
platten 4 sind in waagerechten Abteilen 3 des Druckplattenkastens 2 angeordnet und können durch die
vordere offene Wand des Druckplattenkastens aus diesem herausgezogen werden. Für jedes Reiseziel
ist eine gesonderte Druckplatte 4 vorgesehen. Diese besteht aus einer Unterlagsplatte, die auf ihrer
Unterseite die Druckstöcke 5, 6, 8, 9 trägt. Auf derselben Seite weist die Druckplatte 4 ein schlüsselbartähnlich
abgestuftes Preisstück 10 auf, dessen Form dem Fahrkartenpreis entspricht.
Auf der Vorderseite des Druckplattenkastens 2 ist eine in vertikaler Richtung verschiebbare und durch
Gegengewichte im Gleichgewicht gehaltene senkrechte Ablesetafel 11 angeordnet, die die Namen der
einzelnen Reiseziele in senkrechten Reihen und waagerechten Zeilen trägt. Die Anordnung der einzelnen Ortsnamen auf der Ablesetafel 11 ist in bezug
auf die Anordnung der entsprechenden Druckplatten 4 im Druckplattenkasten 2 in senkrechter Richtung
in umgekehrter Reihenfolge und in waagerechter Richtung in übereinstimmender Reihenfolge vorgenommen
worden. Die Ablesetafel 11 trägt zwei waagerechte parallele Führungsschienen 12 und 13,
zwischen welchen der Druckschlitten 14 in waagerechter Richtung verschiebbar gelagert ist. An dem
Druckschlitten 14 ist ein oberer, vertikaler, zusammen mit dem Schlitten in bezug auf die Ablesetafel
11 in waagerechter Richtung beweglicher Zeiger 15 befestigt, der z. B. aus einem durchsichtigen Lineal
mit zwei parallelen Längslinien besteht. An dem oberen Teil des Maschinengestells 1 ist ein waagerechter
feststehender Zeiger 16 befestigt, der vor der Ablesetafel 11 liegt und z. B. in gleicher Weise wie
der senkrechte Zeiger 15 ausgebildet ist.
Zum Einstellen des Druckschlittens 14 in Überein-Stimmung mit derjenigen Druckplatte 4 im Druckplattenkasten
2, die dem gewünschten Reiseziel entspricht, wird der Druckschlitten in waagerechter
Richtung auf den Führungsschienen 12 und 13 bewegt, während die ganze Ablesetafel 11 zusammen
mit dem Druckschlitten 14 in senkrechter Richtung auf dem Gestell 1 mit Hilfe des vorderen Bedienungsgriffes
17 verschoben wird, bis der Name des gewünschten Reiseziels in den Kreuzungspunkt der
zueinander senkrechten Zeiger 15 und 16 fällt.
Das Triebwerk der im Druckschlitten 14 enthaltenen Vorrichtungen besteht aus einem Elektromotor
und aus einem Untersetzungsgetriebe, die in dem Gehäuseteil 19 des Schlittens untergebracht sind und
durch das Zahnrad 22 die Hauptwelle 21 antreibt. Die Welle 21 führt bei jedem Druckvorgang eine
einzige volle Umdrehung aus (Eintourenwelle) und treibt die Einzelvorrichtungen des Druckschlittens an.
Eine durch Freilaufkupplung mit der Hauptwelle 21 verbundene äußere Handkurbel 20 erlaubt den Handantrieb
des Druckschlittens.
Die Verriegelungsvorrichtung zum Festsetzen des Druckschlittens 14 an dem Druckplattenkasten 2
besteht aus einem Sperrstück 23, das von einer zur Druckplattenkastenebene senkrecht stehenden Stange
24 getragen ist und zusammen mit dieser im Druckschlittengehäuse 27 vom und zum Druckplattenkasten
2 verschiebbar gelagert ist. Das Sperrstück 23 ragt hinten aus dem Druckschlitten 14 heraus und
kann mit den pyramidenstumpf ähnlichen Frontalzähnen 25 des Druckplattenkastens 2 in Eingriff
kommen. Die Stange 24 ist drehbar mit einem äußeren Handgriff 26 verbunden, der verdrehbar und
axial verschiebbar in dem Gehäuse 27 des Druckschlittens 14 gelagert ist. Durch Hineindrücken bzw.
Herausziehen des Handgriffes 26 wird das Sperrstück 23 mit den Frontalzähnen 25 des Druckplattenkastens
2 in Eingriff gebracht bzw. davon zurückgezogen und bewirkt somit das Verriegeln bzw. das
Freistellen des Druckschlittens 14 in bezug auf den Druckplattenkasten 2.
Die Vorrichtung zum Ergreifen einer Druckplatte 4 im Druckplattenkasten 2 wird in an sich bekannter
Weise durch denselben Handgriff 26 betätigt und besteht aus einem Haken 28, der auf einem zwangläufig
bei jedem Kartendruck vom und zum Druckplattenkasten 2 bewegten Ansatz 30 einer Zahnstange
29 verschwenkbar gelagert ist und beim Vorwärtsverschwenken mit einem vorderen Hakenteil 31 der
Druckplatte 4 in Eingriff kommen kann.
( Nach Festsetzen des Drackschlittens 14 am Druckplattenkasten und nach Ergreifen der Druckplatte 4 durch den mittels einer nicht näher dargestellten Vorrichtung in den Hakenteil 31 eingeschwenkten Haken 28 wird eine Leerpappe 32 für den Druck der Fahrkarte in den Druckschlitten 14 eingeführt. Die zu bedruckende Leerpappe wird von einem Schlitten 33 aufgenommen, der im Druckschlitten 14 auf waagerechten Gleitbahnen 34 parallel zu der Druckplattenebene und quer zu der Ein- und Ausführrichtung der Druckplatten 4 hin und her verschiebbar gelagert ist. Dieser Schlitten 33 trägt eine Platte 35 mit Hartgummibelag od. dgl., die auf dem Schlitten 33 in vertikaler, d. h. zur Druckplattenebene senkrechter Richtung beweglich gelagert und geführt ist und zwischen seitlichen Überwurfführungen die Leerpappe 32 aufnimmt. Vor der Platte 35 im Sinne der Vorschubbewegung des Schlittens 33 gegen die an den Druckort im Schlitten 14 gebrachte Druckplatte 4 sind auf dem Schlitten 33 eine oder mehrere Farbwalzen 36 gelagert, die mit den Druckstöcken 5, 6, 8 und 9 der Druckplatte 4 in Berührung kommen können. Die zusammen mit dem Schlitten 33 bewegten Farbwalzen 36 erhalten die Druckerschwärze von einer Farbauftragwalze 37, die ortsfest in dem Gehäuse 27 des Druckschlittens 14 auf einem herausziehbaren Tragkörper 38, 138 gelagert ist. Der Schlitten 33 trägt ferner einen als Schau- und Abdruckwerk ausgebildeten Aufrechner der Preise der ausgegebenen Fahrkarten. Die als Zahnstangen 39 ausgebildeten Antriebsglieder des Preisaufrechners 40 sind zur Bewegungsrichtung des Schlittens 33 parallel gerichtet und können mit dem Preisstück 10 der an den Druckort im Druckschlitten 14 gebrachten Druckplatte 4 zusammenstoßen und sich hierbei auf den Fahrkostenpreis einstellen.
( Nach Festsetzen des Drackschlittens 14 am Druckplattenkasten und nach Ergreifen der Druckplatte 4 durch den mittels einer nicht näher dargestellten Vorrichtung in den Hakenteil 31 eingeschwenkten Haken 28 wird eine Leerpappe 32 für den Druck der Fahrkarte in den Druckschlitten 14 eingeführt. Die zu bedruckende Leerpappe wird von einem Schlitten 33 aufgenommen, der im Druckschlitten 14 auf waagerechten Gleitbahnen 34 parallel zu der Druckplattenebene und quer zu der Ein- und Ausführrichtung der Druckplatten 4 hin und her verschiebbar gelagert ist. Dieser Schlitten 33 trägt eine Platte 35 mit Hartgummibelag od. dgl., die auf dem Schlitten 33 in vertikaler, d. h. zur Druckplattenebene senkrechter Richtung beweglich gelagert und geführt ist und zwischen seitlichen Überwurfführungen die Leerpappe 32 aufnimmt. Vor der Platte 35 im Sinne der Vorschubbewegung des Schlittens 33 gegen die an den Druckort im Schlitten 14 gebrachte Druckplatte 4 sind auf dem Schlitten 33 eine oder mehrere Farbwalzen 36 gelagert, die mit den Druckstöcken 5, 6, 8 und 9 der Druckplatte 4 in Berührung kommen können. Die zusammen mit dem Schlitten 33 bewegten Farbwalzen 36 erhalten die Druckerschwärze von einer Farbauftragwalze 37, die ortsfest in dem Gehäuse 27 des Druckschlittens 14 auf einem herausziehbaren Tragkörper 38, 138 gelagert ist. Der Schlitten 33 trägt ferner einen als Schau- und Abdruckwerk ausgebildeten Aufrechner der Preise der ausgegebenen Fahrkarten. Die als Zahnstangen 39 ausgebildeten Antriebsglieder des Preisaufrechners 40 sind zur Bewegungsrichtung des Schlittens 33 parallel gerichtet und können mit dem Preisstück 10 der an den Druckort im Druckschlitten 14 gebrachten Druckplatte 4 zusammenstoßen und sich hierbei auf den Fahrkostenpreis einstellen.
Der Antrieb des Schlittens 33 erfolgt mit Hilfe einer Schnecke 41, in welche ein mit dem Schlitten
33 fest verbundener Daumen 42 eingreift. Die Bewegung der Schnecke 41 und somit auch die Hin- und
Herverschiebung des Schlittens 33 während eines Druckvorgangs erfolgt gleichzeitig mit der Einführ-
und Ausführbewegung der Druckplatte 4 mit Hilfe eines Plan-Differentialgetriebes. Dieses besteht aus
zwei parallelen, in Richtung der Druckplattenbewegung vom und zum Druckplattenkasten 2 verschieb-
bar gelagerten Zahnstangen 29 und 43, die mit einem dazwischen angeordneten Zahnrad 44 im Eingriff
stehen. Das Zahnrad 44 ist auf einem zu den Zahnstangen 29 und 43 parallel verschiebbaren Schlitten
45 gelagert, der bei jedem Druckvorgang eine Hin- und Herbewegung vom und zum Druckplattenkasten
ausführt und durch einen um den Zapfen 46 schwingenden,
über eine Abtastrolle 47 mit der Kurvenscheibe 48 auf der Hauptwelle 21 (Eintourenwelle)
zusammenwirkenden Hebel 49 angetrieben wird. Die Schnecke 41 wird von der oberen Zahnstange 43 mit
Hilfe einer Zahnradübersetzung 50, 51 und 52 angetrieben, während die untere Zahnstange 29 — wie
bereits erwähnt — zur Vorrichtung zum Herausziehen der Druckplatte 4 aus dem Druckplattenkasten
2 und zum Einführen derselben in den Druckschlitten 14 gehört und den verschwenkbaren Haken
28 trägt.
Die Vorrichtung zum Drucken der Fahrkarte besteht aus einem Preßstempel 53, der in vertikalen
Führungen 54 des Druckschlittengehäuses 27 am Druckort der Fahrkarte verschiebbar gelagert ist und
in einer zur Druckplattenebene senkrechten Richtung zwangläufig bei jedem Druckvorgang gegen die Platte
35 bewegt wird und dabei die Leerpappe 32 gegen die Druckstöcke der ausgewählten Druckplatte 4
preßt. Der Preßstempel 53 wird durch die Kurvenscheibe 48 auf der Hauptwelle 21 (Eintourenwelle)
mit Hilfe eines um einen Zapfen 55 schwingenden Winkelhebels 56 angetrieben. Der Winkelhebel
56 wirkt mittels einer Abtastrolle 57 mit der Kurvenscheibe 48 zusammen, während sein anderer Hebelarm
bei 58 am Preßstempel 53 angelenkt ist. Die Abtastrollen 47 und 57 der beiden Hebel 49 und 56
liegen entgegen der Darstellung in F i g. 3 in zwei um etwa 90° versetzt liegenden Stellen an der Kurvenscheibe
48 an. Im Ruhestand befinden sich alle Vorrichtungen in der dargestellten Ausgangsstellung. Der
Schlitten 33 befindet sich seitlich in bezug auf die aus dem Druckplattenkasten herauszuziehende
Druckplatte hinter einem Einführungsschlitz 59 (F i g. 5) im Druckschlittengehäuse. Der Hebel 49
hält das Zahnrad 44 und mit diesem auch die Zahnstangen 29 und 43 in einer gegen den Druckplattenkasten
2 vorgeschobenen Stellung. Die aus einem äußeren Vorratsbehälter 60 (F i g. 1) am Druckschlitten
14 entnommene Leerpappe 32 wird durch den Einführungsschlitz 59 in das Druckschlittengehäuse
auf die Platte 35 geschoben. Dadurch wird durch eine an sich bekannte Vorrichtung der Antriebsmotor
des Druckschlittens eingeschaltet und infolgedessen der Druckvorgang eingeleitet, der sich
in an sich bekannter Weise in einer einzigen vollen Umdrehung der Welle 21 und der Kurvenscheibe 48
vollzieht. Während der ersten Vierteldrehung der Kurvenscheibe 48 wird lediglich der Hebel 49 verschwenkt,
der den Schlitten 45 und damit das Zahnrad 44 im Sinne des Pfeiles C vom Druckplattenkasten
2 weg verschiebt. Dabei wird zunächst nur die untere Zahnstange 29 im Sinne des Pfeiles C verschoben,
da auf die obere Zahnstange 43 z. B. ein größerer mechanischer Widerstand einwirkt. Das
Zahnrad 44 rollt also auf der Zahnstange 43 ab und treibt die Zahnstange 29 im Sinne des Pfeiles C an.
Die Zahnstange 29 zieht dabei die von dem Haken ergriffene Druckplatte 4 aus dem Druckplattenkasten
2 heraus und führt sie an den Druckort in den Druckschlitten 14 ein. Anschließend trifft die untere
Zahnstange 29 auf einen nicht.dargestellten Anschlag und wird dadurch aufgehalten. Nunmehr rollt das
Zahnrad 44 auf dieser unteren Zahnstange 29 ab und verschiebt die obere Zahnstange 43 in der
Pfeilrichtung C vom Druckplattenkasten 2 weg. Dadurch wird die Schnecke 41 über die Zahnradübersetzung
50, 51, 52 in Umlaufbewegung versetzt. Der Schlitten 33 wird infolgedessen parallel zur Druckplattenebene
vom Einführungsschlitz 59 zu der an den Druckort im Druckschlitten 14 eingeführten
Druckplatte verschoben. Dabei kommen zunächst die Farbwalzen 36 mit den Druckstöcken 5, 6, 8
und 9 der Druckplatte 4 in Berührung und schwärzen diese ein, und anschließend wird die Platte 35 mit
der daraufliegenden Leerpappe unterhalb der zum Kartendruck bestimmten Druckstöcke 5 und 8 sowie
unterhalb eines Datumstempels 61 eingestellt. Der Datumstempel 61 ist herausziehbar und auswechselbar
in dem Gehäuse 27 des Druckschlittens 14 gelagert und wird durch die Farbwalzen 36 des
Schlittens 33 eingefärbt. Mit derselben Vorschubbewegung des Schlittens 33 gegen die Druckplatte 4
treffen die Antriebszahnstangen 39 des Preisaufrechners 40 mit dem abgestuften Preisstück 10 der
Druckplatte 4 zusammen und werden dadurch dem Fahrkartenpreis entsprechend verschoben, wodurch
das Rechenwerk des Preisaufrechners betätigt wird.
Während dieser ersten Teildrehung der Eintouren-Kurvenscheibe 48 um ungefähr 90° wird der Hebel
56 nicht bewegt, da er mit einem konzentrischen Kreisbogenteil der Kurvenscheibe 48 zusammenwirkt.
Während der nächsten Vierteldrehung der Hauptwelle 21 wirkt dagegen der genannte konzentrische
Kreisbogenteil der Kurvenscheibe 48 auf den Hebel 49 ein, der dadurch seine rückverschwenkte Lage
beibehält und den Schlitten 33 sowie die Druckplatte 4 in Druckstellung am Druckort festhält. Es
wird hingegen der Hebel 56 verschwenkt, der den Preßstempel 53 gegen die Druckplatte hebt und dadurch
die Platte 35 mit der daraufgelegten Leerpappe 32 gegen die Druckplatte 4 andrückt.
Die zweite Umdrehungshälfte der Kurvenscheibe 48 bewirkt die oben beschriebenen Bewegungen in
umgekehrter Reihenfolge und im entgegengesetzten Sinn und führt alle bewegten Teile in ihre Ausgangsstellung
zurück.
Claims (6)
1. Druckschlitten für Fahrkartendrucker mit eingebautem, als Schau- und/oder Abdruckwerk
ausgebildetem Preisaufrechner, dessen z. B. als Zahnstangen ausgebildete Antriebsglieder das
aus abgestuften Anschlägen bestehende Preisstück der Druckplatte in der Druckplattenebene
abtasten, dadurch gekennzeichnet, daß der Preisaufrechner (40) und ein Farbwerk (36)
auf einem parallel zur Druckplattenebene quer zur Ein- und Ausführrichtung der Druckplatte (4)
verschiebbaren, die zu bedruckende Leerpappe (32) aufnehmenden und während des Druckvorganges
zwangläufig zu der Druckplatte hin- und wieder zurückbewegten Schlitten (33) gelagert
sind.
2. Druckschlitten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (33) zur Aufnahme
der zu bedruckenden Leerpappe (32) eine zur Druckplattenebene parallele, senkrecht
dazu beweglich gelagerte und durch einen Preßstempel (53) gegen die Druckplatte (4) andrückbare
Platte (35) trägt.
3. Druckschlitten nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Farbwerk (36)
eine vor der Fahrkartenplatte (35) im Sinne der Vorschubbewegung des Schlitten (33) gelagerte
Farbwalze besitzt, die sowohl über die eingeführte Druckplatte (4) als auch über den im
Druckschlitten eingebauten Datumstempel (61) od. dgl. streicht.
4. Druckschlitten nach Anspruch 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß Schlitten (33), Druckplatte (4) und Preßstempel (53) durch eine
während des Druckvorganges eine einzige volle Umdrehung ausführende Kurvenscheibe (48) über
zwei von dieser Kurvenscheibe angetriebene und vorzugsweise mit ihren Abtastrollen (47, 57) an
um etwa 90° an der Kurvenscheibe (48) versetzten Stellen mit dieser zusammenwirkenden
Hebel (49, 56) derart in drei zueinander senkrechten Richtungen hin- und herbewegt werden,
daß zuerst die ausgewählte Druckplatte in den Druckschlitten eingeführt, dann der Schlitten mit
seiner Platte (35) in den Bereich der eingeführten Druckplatte (4) gebracht und dann der
Preßstempel gegen die Platte (35) und gegen die Druckplatte (4) gedrückt werden, während die
Rückbewegungen in umgekehrter Reihenfolge erfolgen.
5. Druckschlitten nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der eine von der Eintouren-Kurvenscheibe
(48) angetriebene Winkelhebel (56) den Preßstempel (53) bewegt, während der andere Hebel (49) über ein Plan-Differentialgetriebe
(29, 43, 44) die Ein- und Ausführbewegung der Druckplatte (4) und die Hin- und Herbewegung
des Schlittens (33) bewirkt.
6. Druckschlitten nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Plan-Differentialgetriebe
aus zwei parallelen vom und zum Druckplattenkasten (2) verschiebbar gelagerten Zahnstangen
(29, 43) besteht, die mit einem dazwischen angeordneten, während eines Druckvorganges
durch den Hebel (49) vom und zum Druckplattenkasten verschiebbaren Zahnrad (44) im Eingriff stehen und mit Hufe von Anschlägen
infolge der verschieden großen mechanischen Widerstände in der Vorschubrichtung des Zahnrades
(44) einzeln und aufeinanderfolgend bewegt werden, wobei die eine Zahnstange (43) den
Schlitten (33) über eine Zahnradübersetzung (50, 51, 52) und mit Hilfe einer Schnecke (41)
antreibt, während die andere Zahnstange (29) mit der Ein- und Ausführvorrichtung der Druckplatte
(4) gekuppelt ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 009 539/32
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