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DE1005961B - Verfahren zur Herstellung von Polyoxysteroiden der Pregnanreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyoxysteroiden der Pregnanreihe

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Publication number
DE1005961B
DE1005961B DEM25196A DEM0025196A DE1005961B DE 1005961 B DE1005961 B DE 1005961B DE M25196 A DEM25196 A DE M25196A DE M0025196 A DEM0025196 A DE M0025196A DE 1005961 B DE1005961 B DE 1005961B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
trichoderma
wojnowicia
oxygen
medium
penicillium
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM25196A
Other languages
English (en)
Inventor
Eugene Lambert Dulaney
William Mcaleer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Merck and Co Inc
Original Assignee
Merck and Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Merck and Co Inc filed Critical Merck and Co Inc
Publication of DE1005961B publication Critical patent/DE1005961B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P33/00Preparation of steroids

Landscapes

  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Polyoxysteroiden der Pregnanreihe Die Entdeckung der bemerkenswerten therapeutischen Eigenschaften von Cortison, Hydrocortison und ähnlichen verwandten Verbindungen hat ein starkes Bedürfnis zur Auffindung solcher Verbindungen hervorgerufen. Bisher wurden diese Verbindungen in erster Linie durch äußerst verwickelte Synthesen hergestellt, die eine erhebliche Anzahl von Trennungsstufen erforderten, wobei die Anzahl der Stufen naturgemäß von dem Ausgangsstoff abhing. So erfordert z. B. eine Synthese von Hydrocortison aus der verhältnismäßig billigen Desoxycholsäure etwa vierzig verschiedene Reaktionen. Die schwierigsten Verfahrensstufen bei der Synthese dieser Verbindungen liegen in der Einführung von Sauerstoffsubstituenten in verschiedene Stellungen des Steroidmoleküls, besonders in die 11-, 17-und 21-Stellung. Wegen der Schwierigkeit der Einführung dieser Sauerstoffsubstituenten ist die richtige Auswahl des Ausgangsstoffes und die Reihenfolge und Anzahl der Verfahrensstufen von besonderer Wichtigkeit. Die Auswahl des Ausgangsstoffs erfordert eine richtige Abwägung der Kosten gegen die Leichtigkeit der Sauerstoffeinführung, und es ist daher erhebliche Forschungsarbeit nötig, um zu bestimmen, welches die am meisten Erfolg versprechenden Ausgangsstoffe sind.
  • In der letzten Zeit wurde die Substitution von Steroiden mit Sauerstoff mit Hilfe von Fermentationsverfahren durch die Wirkung besonderer, Sauerstoff einführender Stämme von Mikroorganismen oder ihrer Sauerstoff einführenden Enzyme vorgeschlagen. Die im Schrifttum veröffentlichten Verfahren zur Herstellung mehrfach sauerstoffsubstituierter Produkte (d. h. Produkte, die an zwei oder mehreren Stellen des Steroidmoleküls durch Sauerstoff substituiert sind) führen jedoch zur Bildung vieler anderer unerwünschter Sauerstoffsubstitutionsprodukte, wie Steroisomere und Stellungsisomere, statt zur Bildung nennenswerter Mengen eines einzigen Produkts. Die Ausbeuten an den einzelnen jeweils gewünschten Erzeugnissen sind sehr gering, und infolge der verschiedenen Arten von Gemischen, die man dabei erhält, sind äußerst umständliche Extraktionsverfahren erforderlich, um die Bestandteile voneinander zu trennen. Es ist daher nicht lohnend, mehrfach durch Sauerstoff substituierte Steroide in technischem Maßstab nach diesen bekannten Verfahren herzustellen.
  • Das Bedürfnis nach der Möglichkeit der Herstellung mehrfach durch Sauerstoff substituierter Steroide in guter Ausbeute und besonders zur Herstellung solcher Verbindungen, bei denen bestimmte Stellungen durch Sauerstoff substituiert sind und die zur Weiterverarbeitung auf wertvolle Hormone erforderlich sind, liegt auf der Hand. Ein solches Verfahren würde die Ausschaltung vieler verwickelter Verfahrensstufen gestatten, die bisher zur Herstellung von als Hormone wirksamen Steroiden unerläßlich waren, und würde, was vielleicht noch wichtiger ist, die sorgsame Auswahl des Ausgangsstoffes überflüssig machen und damit die Verwendung billiger Ausgangsstoffe zu diesem Zweck ermöglichen, die bisher für die Herstellung von Hormonen als unverwendbar galten.
  • Ein Hauptzweck der Erfindung ist die Herstellung von Oxysteroiden nach einem Verfahren, bei dem sich nicht die Schwierigkeiten ergeben, die die bisher bekannten Verfahren mit sich bringen. Ein weiterer Zweck ist die Herstellung mehrfach durch Sauerstoff substituierter Steroide nach einem Fermentationsverfahren in wirtschaftlich tragbaren Ausbeuten ohne Bildung unerwünschter Nebenprodukte. Ein weiterer Zweck ist die direkte Bindung von Sauerstoff an die 11-, 17- und 21ständigen Kohlenstoffatome des Steroidmoleküls durch ein einfaches und wirksames Fermentationsverfahren. Weitere Zwecke und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.
  • Erfindungsgemäß wird die Einführung mehrerer Sauerstoffsubstituenten in das Steroidmolekül in einfacher Weise in einem einzigen Fermentationsverfahren erreicht, indem man Steroide nacheinander der Wirkung von zwei oder mehreren Sauerstoff einführenden Kulturen von Mikroorganismen oder der von diesen Mikroorganismen hervorgebrachten, Sauerstoff einführenden Enzyme aussetzt, wobei jeder Mikroorganismus bzw. jedes Enzym selektiv in erster Linie in eine bestimmte Stellung des Steroidmoleküls Sauerstoff einführt. Ein Kennzeichen dieses Verfahrens besteht darin, daß es eine Möglichkeit schafft, Sauerstoff in zwei oder mehrere Stellungen eines Steroidmoleküls einzuführen, ohne daß dabei eine große Anzahl unerwünschter Sauerstoffsubstitionsprodukte, wie Stereoisomere und Stellungsisomere, entstehen, die zu geringen Ausbeuten an dem gewünschten Produkt führen und umständliche Extraktionsverfahren zur Abscheidung des gewünschten Produkts von den unerwünschten Produkten erforderlich machen. Die Fähigkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens, mehrfach durch Sauerstoff substituierte Steroide in guter Ausbeute hervorzubringen, ist ein neues und überraschendes Ergebnis, da zu erwarten war, daß die verschiedenen in dem gleichen Verfahren angewandten Mikroorganismen sich gegenseitig stören und dadurch zu geringen Ausbeuten an den gewünschten Produkten führen würden, indem entweder einer oder mehrere der Organismen den oder die anderen vergiftet oder infolge einer sonstigen gegenseitigen Beeinflussung, die zur Zersetzung der Organismen führen könnte. Im Gegensatz dazu wurde gefunden, daß es bei Verwendung bestimmter Mikroorganismen zur Bindung von Sauerstoff an verschiedene Kohlenstoffatome möglich ist, die Sauerstoffsubstitution des Steroids unter strenger Kontrolle zu halten und hohe Ausbeuten an dem gewünschten, mehrfach durch Sauerstoff substituierten Produkt zu erzielen. Die Möglichkeit der Regelung der Einführung von Sauerstoff in mehrere Stellungen ist von großer Bedeutung, da eine solche Regelung nach den bisher bekannten Verfahren zur mehrfachen Sauerstoffsubstitution unmöglich war.
  • Nach der Erfindung kann die mehrfache Sauerstoffsubstitution in einem einzigen Fermentationsverfahren durchgeführt werden, wodurch die Notwendigkeit der Abscheidung der Komponenten nach jeder einzelnen Sauerstoffsubstitutionsstufe entfällt, wie sie erforderlich wäre, falls man jede Sauerstoffsubstitutionsstufe einzeln durchführen wollte. Dies ist ein Vorteil, da die Ausbeute hierdurch weit über diejenige hinaus gesteigert wird, die bei Anwendung einzelner aufeinanderfolgender Fermentationsverfahren erzielt wird, weil im letzteren Falle immer eine erhebliche Menge des sauerstoffsubstituierten Steroid, sauf das das Verfahren abzielt, im Laufe der Gewinnung und Abtrennung von der Fermentationsbrühe verlorengeht. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der durch die Gewinnung des Produkts bedingte Verlust erheblich herabgesetzt. Werden z. B. 2 Kohlenstoffatome durch Sauerstoff substituiert, so wird der Verlust um ungefähr 50 °% und bei der Substitution von 3 Kohlenstoffatomen um ungefähr 67 O% herabgesetzt. Jede Herabsetzung des durch die Gewinnung bedingten Verlustes ist wegen der hohen Kosten der erzeugten Verbindungen von erheblichem wirtschaftlichem Wert. Dieses besondere Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens ist auch deswegen von besonderem Vorteil, weil die Herabsetzung des Verlustes bei der Gewinnung auch zu einer Erhöhung der Ausbeute führt und daher die Verwendung von Stämmen von Mikroorganismen gestattet, die zwar vom Gesichtspunkt der Sauerstoffeinführung etwas weniger wirksam, jedoch aus anderen Gründen, wie z. B. wegen ihres Nahrungsbedarfs, ihrer Beständigkeit und. ihrer Verfügbarkeit, größere Vorteile bieten.
  • Die Art, in der das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt wird, ist nicht ausschlaggebend. Die verschiedenen Kulturen der Mikroorganismen werden nacheinander zugesetzt.
  • Eines der ungewöhnlichsten und überraschendsten Kennzeichen der Erfindung besteht darin, daß die Reihenfolge der Einführung der verschiedenen Mikroorganismen zur Einführung von Sauerstoff in die verschiedenen Stellungen des Steroidmoleküls unerheblich ist. Die Substitution durch Sauerstoff in den verschiedenen Stellungen kann in jeder beliebigen Reihenfolge erfolgen, indem man einfach die jeweiligen Mikroorganismen in der gewünschten Reihenfolge zusetzt. Es wäre zu erwarten gewesen, daß die Verwendung gewisser anpassungsfähiger Mikroorganismen infolge unerwünschter Anpassung zur Bildung unerwünschter Sauerstoffsubstitutionsprodukte der Steroide führen würde oder daß die Anwesenheit bestimmter Gruppen die Sauerstoffsubstitution hindern würde.
  • Auch die besondere Art des nach der Erfindung verwendetenMikroorganismus ist nicht wichtig, sofern man nur einen Mikroorganismus verwendet, der bezüglich der Einführung von Sauerstoff in die gewünschte Stellung hoch selektiv ist. Unter einem selektiven Mikroorganismus ist ein solcher zu verstehen, der das gewünschte Oxysteroid in einer Ausbeute von mindestens 30 0/a, vorzugsweise von mindestens 50 0/" hervorbringt. Die Ausbeute an dem gewünschten Produkt ändert sich j edoch mit dem jeweils verwendetenFermentationsmedium, und es kann von Vorteil sein, diese prozentualen Ausbeuten etwas herabzusetzen, um die Verwendung bestimmter Medien zu ermöglichen.
  • Tabelle 1 ist eine Liste von Mikroorganismen, die Sauerstoff in die 11-Stellung einführen, mit Angabe der jeweiligen Konfigurationen, in der die Sauerstoffsubstitution in der 11-Stellung stattfindet.
    Tabelle 1
    Mikroorganismus Stellung
    Spondylocladium ...................... 11
    Acrothicium nigrum ................. Il a
    Acrothicium lunatum ................ Il a
    Acrothicium robustrum ............... Il a
    Acrothicium aerenarium . ............ 11 a
    SI-1711............................. 11a
    SI-547 .............................. Il a
    SI-697.............................. 11a
    SI-549.............................. 11a
    SI-475 .............................. l i a
    SI-1709............................. 11a
    F 20-1179 .......................... Il a
    F 4-1568 ........................... 11ß
    Helminthosporium ..................... 11
    Brachysporium ........................ 11
    Heterosporium......................... 11
    Napicladium .......................... 11
    Diplococium........................... 11
    Alternaria............................. 11
    Stemphylium .......................... 11
    Aspergillus............................ 11
    Aspergillus clavatus ................. 11a
    Aspergillus fischeri................... 11a
    Aspergillus flavus .................... Il a
    Aspergillus itaconicus ................ Il a
    Aspergillus luchuensis ............... 11 a
    Aspergillus nidulans.................. lla
    Aspergillus niger..................... 11a
    Aspergillus ochraceus ................ 11a
    Aspergillus ustus .................... Il a
    Aspergillus wenti.................... 11a
    Streptomyces ......................... 11
    Streptomyces fradiae ................ lla
    Streptomyces endus ................. 11a
    Penicillium ........................... 11
    Penicillium admetzi .................. Il a
    Penicillium raistrickii ................ 11 a
    Penicillium urticae .................. 11 a
    Penicillium luteum................... Il a
    Penicillium expansum ............... Il a
    Penicillium notatum ................. 11 a
    Penicillium lilacinum ................ 11 a
    Penicillium brevi-compactum ......... Il a
    Mikroorganismus Stellung
    Penicillium citrinum ................. 11 a
    Penicillium thomii .................. 11 a
    Penicillium janthinellum.............. lla
    Penicillium nigricans ................ 11 a
    Penicillium oxalicum ................. 1 l a
    Curvularia ............................ 11
    Curvularia falcata ................... 11
    Curvularia brachyspora............... 11
    Curvularia lunata ................... llß
    Curvularia pallescens ................ 11ß
    Rhizopus ............................. 11
    RH 176 ............................ lla
    ATCC 6227b ........................ 1 l a
    Cunninghamella ....................... 11
    blackesleana......................... llß
    Mucor................................ 11
    Omphalia ..............:............. 11
    Omphalia tralucida .................. 11 ß
    Stigmina ............................. 11
    Stigmina platani..................... 11ß
    Zur Einführung von Sauerstoff in die 11-Stellung wird die Verwendung einer Sauerstoff einführenden Pilzkultur der Familie der Dematiaceen oder eines durch diese Mikroorganismen hervorgebrachten, Sauerstoff einführenden Enzyms bevorzugt, da diese Organismen die Sauerstoffsubstitution selektiv bewirken. Eine Gruppe, die sich als besonders wirksam erwiesen hat, ist das Genus Spondylocladium. Zur Einführung der Hydroxylgruppe in die 11-Stellung in ß-Konfiguration, wie sie beim Hydrocortison vorliegt, wird der Stamm F4-1568 bevorzugt. Auch die Verwendung der Sorte Aspergillus ochraceus des Genus Aspergillus ist von großem Vorteil zur Einführung von Sauerstoff, da diese Sorte eine Sauerstoffsubstitution in 11 a-Stellung in sehr hoher Ausbeute bewirkt.
  • Die Verwendung der anderen Mikroorganismen zur Einführung von Sauerstoff in die 11-Stellung ist bei dem Verfahren nach der Erfindung zwar möglich, jedoch weniger vorteilhaft, da diese nicht die selektiven Eigenschaften der Familie der Dematiaceen und der Sorte A. ochraceus besitzen und ihre Verwendung daher zu einer gewissen Bildung unerwünschter Produkte führt. Eine andere Schwierigkeit liegt darin, daß viele dieser Sauerstoff einführenden Mikroorganismen, wie z. B. verschiedene Sorten der Mucorales, sehr wählerisch hinsichtlich ihres Nahrungsbedarfs sind und daher die zur Züchtung derartiger Mikroorganismen geeigneten Kulturmedien beschränkt sind. Ferner werden die Sporen vieler Phycomyceten, einschließlich der Mucorales, durch das Lyophilisierungsverfahren zerstört. Daraus ergibt sich eine große Schwierigkeit, die gewünschten Eigenschaften dieser Stämme zu erhalten, da die Kulturen der Entartung unterliegen. Außerdem verläuft das Wachstum der Mucorales in Submerskultur sehr schlecht, und wenn man die Ansammlung von Schaum an der Oberfläche der Fermentationsflüssigkeit zuläßt, so sammeln sich die Mucorales in dem Schaum an und bilden eine sich über die Oberfläche des Kulturmediums ausbreitende Haut. Diese Bildung einer Oberflächenhaut ist unerwünscht, weil der Mikroorganismus dadurch daran gehindert wird, mit dem in der Hauptmenge der Fermentationsbrühe enthaltenen Steroid in innige Berührung zu kommen. Unter solchen Bedingungen muß man daher große Mengen von Schaumverhinderungsmitteln zusetzen, wodurch die Isolierung der gewünschten sauerstoffsubstituierten Steroide erschwert wird.
  • In Tabelle 2 ist eine Anzahl von Mikroorganismen aufgeführt, die Sauerstoff in die 17-Stellung einführen. Auch andere Sorten des Genus Trichoderma eignen sich zu Einführung von Sauerstoff in die 17-Stellung.
    Tabelle 2
    Mikroorganismus Stellung
    Gliocladium .......................... 17a
    Trichoderma .......................... 17a
    lignorum ........................... 17a
    F5-1688 ............................ 17a
    album ............................. 17a
    glaucum ............................ 17a
    nigrovirens.......................... 17a
    konigi.............................. 17a
    viride .............................. 17a
    nunbergii ........................... 17a
    narcissi ............................ 17a
    Tabelle 3 gibt eine Zusammenstellung von Mikroorganismen, die Sauerstoff in die 21-Stellung einführen. Zu dem gleichen Zwecke können auch andere Sorten der Familie der Sphaeroidaceen und besonders diejenigen des Genus Wojnowicia Verwendung finden.
    Tabelle 3
    Mikroorganismus Stellung
    Sphaeroidaceae ........................ 21
    Wojnowicia ......................... 21
    graminis (MF-2419) ................ 21
    Hendersonia......................... 21
    acicola............................ 21
    herpotricha ....................... 21
    phragmitis........................ 21
    rubi ............................. 21
    aberrans ......................... 21
    abietus ........................... 21
    Ceratopycnis ........................ 21
    Eriosporina ......................... 21
    Prosthemium ....................... 21
    Cryptostictes ....................... 21
    Dilophospora ....................... 21
    Uroconis ........................... 21
    Phoma ............................. 21
    umicola .......................... 21
    hibernica ......................... 21
    betae ............................ 21
    Pyrenochaeta ....................... 21
    decipiens........ .................. 21
    Coniothyrium fuchelii ................ 21
    Septoria aesculi ..................... 21
    Phopsis citri ......................... 21
    Septoria apii ........................ 21
    Septoria lycopersici .................. 21
    Die Sauerstoffsubstitution in 6-Stellung kann durch gewisse Stämme des Genus Rhizopus, wie z. B. arrhizus und RH 176, erfolgen. Es kann auch Sauerstoff in verschiedene andere Stellungen des Steroids, z. B. in die 7-, 8- und 14-Stellung, mit Hilfe anderer, an sich bekannter Mikroorganismen eingeführt werden.
  • Zur Einführung von Sauerstoff in zwei oder mehrere Stellungen des Steroidmoleküls kann ein einziger Mikroorganismus in einer oder mehreren Verfahrensstufen verwendet werden; im allgemeinen ist ein solcher Mikroorganismus jedoch unvorteilhaft, da Mikroorganismen, die in zwei gewünschten Stellungen mit Sauerstoff substituieren, meist auch eine große Anzahl anderer Produkte mit verschiedenen Graden von Sauerstoffsubstitution bilden. Die Verwendung solcher Mikroorganismen macht es daher schwierig, die Sauerstoffsubstitution unter Kontrolle zu halten. Die oben aufgeführten Mikroorganismen können aus bekannten Quellen, wie z. B. aus den Northern Regional Research Laboratories, Peoria, Illinois, V. St. A., der American Type Culture Collection, Washington, D. C., oder vom Centraalbureau voor Schimmelculture in Baarn, Holland, bezogen werden. Andererseits können sie auch nach bekannten mikrobiologischen Verfahren aus natürlichen Quellen erhalten werden.
  • Bei der Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Steroid, in das Sauerstoff eingeführt werden soll, der Wirkung des Sauerstoff einführenden Enzyms ausgesetzt, welches durch Züchtung einer Sauerstoff einführenden Kultur von Pilzen hervorgebracht wird. Dies geschieht am besten durch Züchtung des Mikroorganismus unter aeroben Bedingungen in einer geeigneten Nährlösung in inniger Berührung mit dem durch Sauerstoff zu substituierenden Steroid, wobei man die Züchtung des Mikroorganismus fortsetzt, bis die gewünschte Substitution durch Sauerstoff stattgefunden hat. Wahlweise kann das Verfahren auch unter Verwendung homogenisierter ruhender Zellen ausgeführt werden, indem man zunächst den Mikroorganismus in einem geeigneten Fermentationsmedium unter aeroben Bedingungen züchtet, sodann die Zellen von dem Fermentationsmedium abtrennt und schließlich das Steroid zu diesen ruhenden Zellen zusetzt und die aeroben Bedingungen lange genug bestehenläßt, um die gewünschte Einführung von Sauerstoff zu erreichen.
  • Das Steroid kann dem Nährmedium als Suspension in einem geeigneten Lösungsmittel, wie Wasser, als Lösung in einem Lösungsmittel, wie Aceton, Propylenglykol, Dimethylformamid oder Dimethylacetamid, oder in feinzerteilter Form, z. B. als staubfeines Pulver, zugesetzt werden. Im allgemeinen soll das Steroid in sehr fein verteilter Form zugegeben sein, damit der größtmögliche Kontakt mit dem Sauerstoff einführenden Kulturmedium ; stattfindet und die Reaktion vollständig verläuft.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann sowohl mit stationären Kulturen als auch mit Submerskulturen von unter aeroben Bedingungen züchtbaren Mikroorganismen ausgeführt werden; für praktische Zwecke wird es jedoch am vorteilhaftesten ausgeführt, indem man die Mikroorganismen unter submersen Bedingungen in einem das Steroid enthaltenden geeigneten wäßrigen Fermentationsmedium züchtet.
  • Es ist jedoch im Rahmen der Erfindung wesentlich, daß man ein Fermentationsmedium wählt, welches für die Züchtung eines jeden der Mikroorganismen geeignet ist, und daß die Bedingungen, unter denen ein jeder der Mikroorganismen die Sauerstoffsubstitution in wirksamer Weise zustande bringt, während der gesamten Dauer des Verfahrens eingehalten werden. Da die Mikroorganismen sowohl nacheinander als auch gleichzeitig zur Einführung von Sauerstoff verwendet werden können, ermöglicht das Verfahren eine sorgsame Regelung der für jeden Sauerstoff einführenden Organismus günstigsten Bedingungen.
  • Die Verwendung einer Kombination von Mikroorganismen im Rahmen der Erfindung ermöglicht eine wirksame und vollständige Ausnutzung des Nährmediums, während bei anderen Fermentationsverfahren das Nährmedium nur unvollständig ausgenutzt wird. Hierdurch werden die i Betriebskosten verringert, was eine weitere Einsparung bedeutet.
  • Wäßrige Nährmedien, die zur Züchtung Sauerstoff einführender Stämme der Mikroorganismen geeignet sein sollen, müssen sowohl assimilierbaren Kohlenstoff und f Stickstoff als auch geringe Mengen anorganischer Salze enthalten. Als Quellen für assimilierbaren Kohlenstoff können alle zu diesem Zwecke üblichen Stoffe verwendet werden, wie Dextrose, Cerelose, Glukose oder invertierte Melasse. Ebenso sind die üblicherweise in Fermentations- 7 verfahren verwendeten komplexen Quellen für Stickstoff, wie angedautes Lactalbumin (»Edamine«) und Maismaischflüssigkeit, oder anorganische Quellen für Stickstoff, wie sek. Ammoniumphosphat, Ammoniumnitrat u. dgl., auch zur Verwendung in den Fermentationsmedien nach der Erfindung geeignet. Geringe Mengen anderer Stoffe, wie Nicotinamid oder anorganische Salze, z. B. geeignete lösliche Salze von Magnesium, Zink, Kalium, Natrium, Phosphor und Eisen, sind gewöhnlich in komplexen Quellen für Kohlenstoff und Stickstoff enthalten oder können in geringen Mengen dem Fermentationsmedium zugesetzt werden, um das schnellste Wachstum des Sauerstoff einführenden Mikroorganismus zu fördern.
  • Im folgenden werden Beispiele für wäßrige Nährmedien angegeben, die in dem vorliegenden Verfahren zur Einführung von Sauerstoff in Steroide Verwendung finden können. Medium Nr. 1 Handelsübliche Dextrose (»Cerelose«) . . 50,0 g Handelsübliches angedautes Lactalbumin (»Edaminea) ................. 20,0 g Maismaischflüssigkeit ................ 5,0 g Destilliertes Wasser wird zur Auffüllung auf ein Gesamtvolumen von 1 1 Nährmedium zugesetzt und das pH mit Natriumhydroxyd auf 6,5 eingestellt. Medium Nr. 2 Invertierte Melasse .................. 100,0 g Handelsübliches angedautes Lactalbumin (»Edaminea) ................. 20,0 g Maismaischflüssigkeit ................ 5,0 g Destilliertes Wasser wird zur Auffüllung auf ein Gesamtvolumen von 1 1 Nährmedium zugesetzt und das pH mit Natriumhydroxyd auf 6,5 eingestellt. Medium Nr. 3 Invertierte Melasse .................. 100,0 g Maismaischflüssigkeit ................ 5,0 g Destilliertes Wasser wird zur Auffüllung auf ein Gesamtvolumen von 1 1 Nährmedium zugesetzt und das pH mit Natriumhydroxyd auf 6,5 eingestellt. Medium Nr. 4 Invertierte Melasse .................. 100,0 g Maismaischflüssigkeit ................ 20,0 g Destilliertes Wasser wird zur Auffüllung auf ein Gesamtvolumen von 1 1 Nährmedium zugesetzt und das pH mit Natriumhydroxyd auf 6,5 eingestellt. Medium Nr. 5 Invertierte Melasse .................. 50,0 g Maismaischflüssigkeit ................ 6,3 g Destilliertes Wasser wird zur Auffüllung auf ein Gesamtvolumen von 1 1 Nährmedium zugesetzt und das pa mit Natriumhydroxyd auf 6,5 eingestellt. Medium Nr. 6 Dextrose .......................... 50,0 g (NH4)2HP0........................ 7,5 g K,HP04 .......................... 1,0 g MgS04 - 7 11,0 .................... 0,5 g KCl............................... 0,5g Fe S 04 - 7 HI O ..................... 0,01 g Zn S 04 . 7 H20 ..................... 0,01 g Destilliertes Wasser wird zur Auffüllung auf ein Gesamtvolumen von 1 1 Nährmedium zugesetzt und das p. mit Natriumhydroxyd auf 6,5 eingestellt. Medium Nr. 7 Invertierte cubanische Melasse ....... 50,0 g Maismaischflüssigkeit ................ 5,0 g Destilliertes Wasser wird zur Auffüllung auf ein Gesamtvolumen von 1 1 Nährmedium zugesetzt und das pH mit Natriumhydroxyd auf 5,9 eingestellt. Medium Nr. 8 Invertierte cubanische Melasse ....... 100,0 g Maismaischflüssigkeit ................ 5,0 g Destilliertes Wasser wird zur Auffüllung auf ein Gesamtvolumen von 1 1 Nährmedium zugesetzt und das pH mit Natriumhydroxyd auf 5,8 eingestellt. Bei manchen Fermentationsmedien ist der Zusatz von Schaumverhinderungsmitteln, wenn auch nicht wesentlich, so doch von Vorteil. Es hat sich herausgestellt, daß im Falle gewisser Fermentationsmedien der Zusatz eines substituierten Oxazalins, eines nicht flüchtigen, kationischen oberflächenaktiven Amins, welches im Handel unter dem Namen »Alkaterge C« erhältlich ist, die Menge des Schaumes besonders stark herabsetzt; man kann jedoch auch andere Schaumverhinderungsmittel verwenden, die sich für diesen Zweck nützlich erwiesen haben.
  • Die Anwendung dieser Verfahren bringt auch viele andere Einsparungen an Betriebskosten mit sich. Eine derartige Ersparnis liegt in der Zeit, woraus sich eine Einsparung in der erforderlichen Anlage und im Kraftbedarf ergibt. Bei der Anwendung dieser Verfahren ist nur ein Fermenter erforderlich, während man bisher zwei oder mehrere Fermenter brauchte. Auch die Sterilisierung des Fermentationsmediums kann in einer einzigen Verfahrensstufe erfolgen, wodurch eine weitere Einsparung erzielt wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich besonders zur Einführung von Sauerstoff in 4-Pregnen-3,20-dion, einen verhältnismäßig billigen Ausgangsstoff, welcher hierbei durch Einführung von Hydroxylgruppen in die 11ß-, 17a- und 21-Stellung in 4-Pregnen-11 ß, 17a, 21-triol-3, 20-dion übergeführt wird. Nach dem Verfahren können auch andere Steroide der Pregnanreihe durch Sauerstoff substituiert werden, wobei man Hormone oder Zwischenprodukte zur Herstellung von Hormonen erhält. So kann man beispielsweise nach dem vorliegenden Verfahren außer 4-Pregnen-3, 20-dion weitere Steroide der Pregnanreihe, wie 4-Pregnen-17 a-ol-3, 20-dion, 4-Pregnen-17a-ol-3, 20-dion-21-acetat, Desoxycorticosteron, 4-Pregnen-17 a, 21-diol-3, 20-dion, 4-Pregnen-3ß-ol-20-on, 5, 6-Dichlorpregnan-3ß-ol-20-on, 5, 6-Dichlorpregnan-21-ol-3, 20-dion oder 4-Pregnen-6-ol-3, 20-dion in der 11-, 17- und 21-Stellung durch Sauerstoff substituieren, wobei man die entsprechenden Polyoxyderivate erhält.
  • Man kann z. B. ein 11, 17, 21-Desoxypregnen nach dem folgenden Verfahren mit Sauerstoff substituieren: Drei Proben eines sterilen Kulturmediums, z. B. eines der obigen Medien, werden zunächst jedes mit einem verschiedenen Mikroorganismus beimpft, welcher Sauerstoff selektiv in die 11-, 17- bzw. 21-Stellung einführt, indem man eine geringe Menge einer Sporensuspension oder eines vegetativen Wachstums des Organismus zusetzt. Das mit dem in 21-Stellung substituierenden Mikroorganismus beimpfte Nährmedium wird dann bei einer Temperatur von etwa 20 bis 45° bebrütet, wobei es in Gegenwart von Sauerstoff über einen Zeitraum von einigen Stunden bis zu mehreren Tagen in Bewegung gehalten wird. Dann setzt man eine Lösung des 11, 17, 21-Desoxypregnens in einem Lösungsmittel, wie Propylenglykol, zu dem Fer-3 mentationsmedium zu und fährt mit der Bewegung und Belüftung des Nährmediums noch etwa 5 bis 30 Stunden, oder bis die Sauerstoffsubstitution vollständig ist, fort. Während dieser Fermentationsdauer wird das zweite, mit dem in 17-Stellung substituierenden Mikroorganismus beimpfte Medium bei einer Temperatur von etwa 20 bis 45° bebrütet, wobei es ebenfalls in Gegenwart von Sauerstoff für eine Zeitdauer von einigen Stunden bis zu mehreren Tagen in Bewegung gehalten wird. Sodann wird dieses Medium zu dem mit dem Desoxypregnen versetzten fermentierten Medium zugegeben und die Bewegung und Belüftung weitere 5 bis 30 Stunden fortgesetzt. Sodann gibt man den zuvor in ähnlicher Weise bebrüteten, in 11-Stellung substituierenden Mikroorganismus zu und setzt die Fermentation noch 5 bis 30 Stunden fort. Wenn die Einführung des Sauerstoffes beendet ist, kann das 11, 17, 21-Trioxypregnen aus der Fermentationsbrühe durch Extraktion mit einem geeigneten, mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungmittel gewonnen werden. Zu diesem Zweck geeignete Lösungsmittel sind z. B. Chloroform, Methylenchlorid, 2-Methyl-5-äthylpyridin, Ester organischer Säuren, aromatische Koblenwasserstoffe, Ketone oder Amide. Die Lösung des durch Sauerstoff substituierten Steroids kann dann eingedampft werden, wobei man das gewünschte Produkt erhält, welches durch Umkristallisieren oder andere übliche Verfahren gereinigt werden kann.
  • Wahlweise kann das erfindungsgemäße Verfahren auch so ausgeführt werden, daß man das Sauerstoff einführende Enzym, welches durch Fermentation der Mikroorganismen erzeugt wurde, mit dem durch Sauerstoff zu substituierenden Steroid in Berührung bringt. Dies kann erfolgen, indem man die Sauerstoff einführenden Enzyme aus der Fermentationsbrühe nach an sich bekannten Verfahren gewinnt und sie mit dem Steroid in einem wässerigen Medium in ähnlicher Weise, wie oben beschrieben, in innige Berührung bringt.
  • Ähnlich kann ein 11, 17, 21-Trioxypregnen vor seiner Abtrennung von dem Medium mit anderen Mikroorganismen weiterfermentiert werden, um noch andere Stellungen mit Sauerstoff zu substituieren. Beispielsweise kann das obige Verfahren mit einem Mikroorganismus, wie z. B. Rhizopus arrhizus, fortgesetzt werden, der Sauerstoff in die 6-Stellung einführt, worauf man das so gewonnene 6, 11, 17, 21-Tetraoxypregnen von der Fermentationsbrühe abscheidet.
  • Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung. Beispiel 1 Vier Proben von je etwa 50 ccm des Kulturmediums Nr. 1 wurden 20 Minuten bei 170° in 250-ccm-Kolben sterilisiert. Jedes der Medien wurde dann mit etwa 5 ccm eines vegetativen Wachstums der Kultur Wojnowicia graminis (MF-2419) beimpft. Die beimpften Mischungen wurden auf einer rotierenden Schüttelmaschine bei einer Geschwindigkeit von 220 Umdr./Min. etwa 72 Stunden in Bewegung gehalten, wobei eine Temperatur von 28° eingehalten wurde. Zu jedem der Kolben wurde dann eine sterile Lösung von 20 mg 4-Pregnen-3, 20-dion in 5 ccm Propylenglykol zugesetzt, und die Mischungen wurden mit der gleichen Geschwindigkeit noch etwa 48 Stunden in Bewegung gehalten. Dann wurden zu jedem der Kolben je 50 ccm einer Kultur zugesetzt, die ursprünglich aus dem Medium Nr. 1 und 5 ccm einer vegetativen Zucht von Spondylocladium F 4-1568 bestand. Diese Zucht wurde durch 3tägige Züchtung des Mikroorganismus in dem Medium erhalten. Die etwa 100 ccm enthaltenden Kolben wurden in Bewegung gehalten und nach 12-, 24-, 48- bzw. 72stündiger Bebrütung aus der Vorrichtung herausgenommen und mit Chloroform extrahiert. Die Extrakte wurden auf Papierstreifen chromatographiert und mit dem Lösungsmittelsystem Benzol-Formamid nach dem Verfahren von Zaffaroni (Science 111, 1950, S. 6) entwickelt. Es wurde ein im Ultraviolett absorbierendes, Tetrazolium reduzierendes Produkt erhalten, welches die gleiche chromatographische Beweglichkeitbesaß wie 4-Pregnen-11 ß, 21-diol-3, 20-dion. Ein Streifen des Oxydationsproduktes wurde aus dem Papier eluiert und das UV-Spektrum seines Schwefelsäurechromogens festgestellt. Dieses erwies sich als identisch mit dem Spektrum von 4-Pregnen-11 ß, 21-diol-3, 20-dion. Beispiel 2 Sechs Proben von je etwa 50 ccm des Kulturmediums Nr. 1 wurden 20 Minuten bei 120° in 250-ccm-Kolben sterilisiert. Dann wurde jedes Medium mit etwa 5 ccm eines vegetativen Wachstums der Kultur Wojnowicia graminis (MF-2419), beimpft. Die beimpften Mischungen wurden dann auf einer rotierenden Schüttelmaschine mit einer Geschwindigkeit von 220 Umdr./Min. etwa 48 Stunden in Bewegung gehalten, wobei eine Temperatur von 28° eingehalten wurde. Sodann wurde zu jedem der Kolben eine sterile Lösung von 10 mg 4-Pregnen-3, 20e dion in 2,5 ccm Propylenglykol zugesetzt und die Bewegung mit der gleichen Geschwindigkeit etwa 48 Stunden fortgesetzt. Hierauf wurden in jeden Kolben 50 ccm, einer Kultur eingegeben, die ursprünglich aus dem Medium Nr. 1 mit 5 ccm eines vegetativen Wachstums von Spondylocladium F 4-1568 bestand. Diese Kultur war durch 3tägige Züchtung des Mikroorganismus in dem Medium erhalten worden. Die etwa 100 ccm enthaltenden Kolben wurden weiter in Bewegung gehalten und nach 6-, 12-, 24-, 48-, 72- bzw. 96stündiger Bebrütung aus der Vorrichtung entfernt und mit Chloroform extrahiert. Die Extrakte wurden auf Papierstreifen chromatographiert und mit dem Lösungsmittelsystem Benzol-Formamid entwickelt. Es wurde ein im Ultraviolett absorbierendes, Tetrazolium reduzierendes Produkt erhalten, das die gleiche chromatographische Beweglichkeit besaß wie 4-Pregnen-11 ß, 21-diol-3, 20-dion. Beispiel 3 Sechs Proben von je etwa 50 ccm des Kulturmediums Nr.1 wurden 20 Minuten bei 120° in 250-ccm-Kolben sterilisiert. Dann wurde jedes der Medien mit etwa 5 ccm eines vegetativen Wachstums der Kultur Spondylocladium F 4-1568 beimpft. Die beimpften Mischungen wurden dann auf einer rotierenden Schüttelmaschine mit einer Geschwindigkeit von 220 Umdr./Min. etwa 48 Stunden in Bewegung gehalten, wobei eine Temperatur von 28° eingehalten wurde. Sodann wurde zu jedem der Kolben eine sterile Lösung von 10 mg 4-Pregnen-17 a-ol-3, 20-dion in 2,5 ccm Propylenglykol zugesetzt, und die Kolben wurden mit der gleichen Geschwindigkeit weitere 24 Stunden in Bewegung gehalten. Hierauf wurden in jeden Kolben 50 ccm einer Kultur eingegeben, die ursprünglich aus dem Medium Nr. 1 mit 5 ccm eines vegetativen Wachstums von Wojnowicia graminis (MF-2419) bestand. Diese Kultur war durch 3tägige Züchtung des Mikroorganismus in dem Medium erhalten worden. Die etwa 100 ccm enthaltenden Kolben wurden weiter in Bewegung gehalten und dann jeweils nach Bebrütungszeiten von 6, 12, 24, 48, 72 bzw. 96 Stunden abgenommen und mit Chloroform extrahiert. Die Extrakte wurden auf Papier chromatographiert und mit dem System Chloroform-Formamid-Methanol entwickelt. Es wurde ein im Ultraviolett absorbierendes und Tetrazolium reduzierendes Umwandlungsprodukt auf dem Papier an einer Stelle gegenüber 4-Pregnen-1lß, 17a-21-triol-3, 20-dion beobachtet. Das UV-Spektrum des Produkts in konzentrierter Schwefelsäure erwies sich beim Vergleich als identisch mit demjenigen von 4-Pregnen-11 ß, 17 a-21-triol-3, 20-dion. Die Ausbeute betrug etwa 45 °/o.
  • Beispiel 4 Fünf Proben von je etwa 50 ccm des Kulturmediums Nr. 1 wurden 20 Minuten bei 120° in 250-ccm-Kolben sterilisiert. Dann wurde jedes Medium mit etwa 5 ccm eines vegetativen Wachstums der Kultur Wojnowicia graminis (MF-2419) beimpft. Die beimpften Mischungen wurden auf einer rotierenden Schüttelmaschine mit einer Geschwindigkeit von 220 Umdr./Min. etwa 48 Stunden in Bewegung gehalten, wobei eine Temperatur von 28° eingehalten wurde. Dann wurde zu jedem der Kolben eine sterile Lösung von 10 mg 4-Pregnen-3, 20-dion in 2,5 ccm Propylenglykol zugesetzt, und die Kolben wurden weitere 48 Stunden mit der gleichen Geschwindigkeit in Bewegung gehalten. Darauf wurden in jeden Kolben 50 ccm einer Kultur eingegeben, die ursprünglich aus dem Medium Nr. 1 und 5 ccm eines vegetativen Wachstums von Trichoderma F 5-1688 bestand. Diese Kultur war durch 3tägige Züchtung des Mikroorganismus in dem Medium erhalten worden. Die etwa 100 ccm enthaltenden Kolben wurden weiter mit der gleichen Geschwindigkeit und bei der gleichen Temperatur noch 72 Stunden in Bewegung gehalten. Am Ende dieser Zeit wurden zu jedem der Kolben 50 ccm einer Kultur zugesetzt, die ursprünglich aus dem Medium Nr. 1 und 5 ccm eines vegetativen Wachstums von Spondylocladium F 4-1568 bestanden hatte. Diese Kultur war in ähnlicher Weise erhalten worden wie die anderen Kulturen. Die nunmehr etwa je 150 ccm enthaltenden Kolben wurden weiter in Bewegung gehalten und jeweils nach Bebrütungszeiten von 6, 12, 24, 48 bzw. 72 Stunden abgenommen und mit Chloroform extrahiert. Die Extrakte wurden auf Papier chromatographiert und mit dem System Chloroform-Formamid-Methanol entwickelt. Es wurde ein im Ultraviolett absorbierendes, Tetrazolium reduzierendes Oxydationsprodukt beobachtet, dessen R f-Wert und Spektrum in Schwefelsäurelösungmit den mit4-Pregnen-11 ß,17 a, 21-triol-3, 20-dion erhaltenen Werten identisch waren. Die Ausbeute betrug etwa 45 %. Beispiel 5 Fünf Proben von j e etwa 50 ccm des Kulturmediums Nr. 1 wurden 20 Minuten bei 120° in 250-ccm-Kolben sterilisiert. Dann wurde jedes Medium mit etwa 5 ccm eines vegetativen Wachstums der Kultur Aspergillus niger beimpft. Die beimpften Mischungen wurden auf einer rotierenden Schüttelmaschine mit einer Geschwindigkeit von 200 Umdr./Min. etwa 48 Stunden in Bewegung gehalten, wobei die Temperatur auf 28° gehalten wurde. Dann wurde zu jedem der Kolben eine sterile Lösung von 20 mg 4-Pregnen-3, 20-dion in '-/2 ccm Dimethylformamid zugesetzt, und die Kolben wurden etwa 48 Stunden weiter in Bewegung gehalten. Hierauf wurden in jeden der Kolben 50 ccm einer Kultur eingegeben, die ursprünglich aus dem Medium Nr. 1 und 5 ccm eines vegetativen Wachstums von Trichoderma album bestanden hatte. Die Kultur war durch 48stündige Entwicklung des Mikroorganismus in dem Medium erhalten worden. Die etwa 100 ccm enthaltenden Kolben wurden weiter in Bewegung gehalten und nach 48 Stunden abgenommen. Einer der Kolbeninhalte wurde mit Chloroform extrahiert und auf einem Papierstreifen chromatographiert. Der chromatographische Fleck lag in der Gegend von 4-Pregnen-lla, 17a-diol-3, 20-dion. Zu den übrigen Kolben wurden je 50 ccm einer Kultur zugesetzt, die aus dem Medium Nr. 1 und 5 ccm eines vegetativen Wachstums von Hendersonia acicola erhalten worden war. Die nunmehr etwa 150 ccm enthaltenden Kolben wurden weiter in Bewegung gehalten und jeweils nach 24-, 48-, 72- bzw. 96stündiger Bebrütung abgenommen und mit Chloroform extrahiert. Die Extrakte wurden auf Papierstreifen chromatographiert und mit dem Lösungsmittelsystem Benzol-Formamid entwickelt. Der hierbei erhaltene chromatographische Fleck lag in der Gegend von 4-Pregnen-11a, 17a, 21-triol-3, 20-dion. Beispiel 6 Fünf Proben von je etwa 50 ccm des Kulturmediums Nr. 1 wurden 20 Minuten bei 120° in 250-ccm-Kolben sterilisiert. Dann wurde jedes Medium mit etwa 5 ccm einer vegetativen Zucht der Kultur Trichoderma glaucum beimpft. Die beimpften Mischungen wurden auf einer rotierenden Schüttelmaschine mit einer Geschwindigkeit von 220 Umdr./Min. etwa 48 Stunden in Bewegung gehalten, wobei eine Temperatur von 28° eingehalten wurde. Dann wurde zu jedem der Kolben eine sterile Lösung von 20 mg 4-Pregnen-3, 20-dion in 1/Z ccm Dimethylformamid zugesetzt, und die Kolben wurden weitere 60 Stunden mit der gleichen Geschwindigkeit in Bewegung gehalten. Hierauf wurden in jeden Kolben je 50 ccm einer Kultur eingegeben, die ursprünglich aus dem Medium Nr. 1 und 5 ccm eines vegetativen Wachstums von Wojnowicia graminis bestand. Diese Kultur war durch 3tägige Züchtung des Mikroorganismus in dem Medium erhalten worden. Die etwa 100 ccm enthaltenden Kolben wurden weitere 48 Stunden mit der gleichen Geschwindigkeit in Bewegung gehalten. Der Inhalt eines der Kolben wurde sodann mit Chloroform extrahiert und auf einem Papierstreifen chromatographiert. Der hierbei erhaltene Fleck lag in der Gegend von 4-Pregnen-17a, 21-diol-3, 20-dion. Darauf wurden zu jedem der übrigen Kolben je 50 ccm einer Kultur zugesetzt, die ursprünglich aus dem Medium Nr. 1 und 5 ccm eines vegetativen Wachstums von Cunninghamella blackesleana bestanden hatte. Diese Kultur war durch 1tägige Entwicklung des Mikroorganismus in dem Medium erhalten worden. Die nunmehr etwa 150 ccm enthaltenden Kolben wurden weiter in Bewegung gehalten und jeweils nach einer Bebrütungsdauer von 12, 24, 48 bzw. 72 Stunden abgenommen und mit Chloroform extrahiert. Die Extrakte wurden auf Papier chromatographiert und mit dem System Chloroform-Formamid-Methanol entwickelt. Die hierbei erhaltenen Flecke lagen in der Gegend von 4-Pregnen-11 ß, 17a, 21-triol-3, 20-dion. Beispiel 7 Es wurde nach Beispie16 mit dem Unterschied gearbeitet, daß zu Anfang die Kultur von Wojnowicia graminis, an zweiter Stelle die Kultur Trichoderma glaucum und zum Schluß diejenige von Cunninghamella blackesleana zugesetzt wurde. Die Ergebnisse waren die gleichen wie im.Beispiel 6.
  • Beispiel 8 Fünf Proben von je etwa 50 ccm des Kulturmediums Nr. 1 wurden 20 Minuten bei 120° in 250-ccm-Kolben sterilisiert. Dann wurde jedes Medium mit etwa 5 ccm eines vegetativen Wachstums der Kultur Penicillium adametzi beimpft. Die beimpften Mischungen wurden auf einer rotierenden Schüttelmaschine mit einer Geschwindigkeit von 220 Umdr./Min. etwa 48 Stunden in Bewegung gehalten, wobei eine Temperatur von 28° eingehalten wurde. Zu jedem der Kolben wurde dann eine sterile Lösung von 20 mg 4-Pregnen-3, 20-dion in 1/, ccm Dimethylformamid zugegeben, und die Kolben wurden weitere 48 Stunden mit der gleichen Geschwindigkeit in Bewegung gehalten. Hierauf wurden in jeden der Kolben 50 ccm einer Kultur eingegeben, die ursprünglich aus dem Medium Nr. 1 und 5 ccm eines vegetativen Wachstums von Trichoderma lignorum bestanden hatte. Diese Kultur war durch 3tägige Züchtung des Mikroorganismus in dem Medium erhalten worden. Die etwa 100 ccm enthaltenden Kolben wurden weitere 60 Stunden mit der gleichen Geschwindigkeit und bei der gleichen Temperatur in Bewegung gehalten. Dann wurde der Inhalt eines der Kolben mit Chloroform extrahiert und auf einem Papierstreifen chromatographiert. Der hierbei erhaltene Fleck lag in der Gegend von 4-Pregnen-11 a, 17a-diol-3, 20-dion. Sodann wurden zu jedem der übrigen Kolben je 50 ccm einer Kultur zugesetzt, die aus dem Medium Nr. 1 und 5 ccm eines vegetativen Wachstums von Wojnowicia graminis entwickelt worden war. Die nunmehr etwa 150 ccm enthaltenden Kolben wurden weiter in Bewegung gehalten und jeweils nach Bebrütungsdauer von 24, 48, 72 bzw. 96 Stunden abgenommen und mit Chloroform extrahiert. Die Extrakte wurden auf Papier chromatographiert und mit dem System Chloroform-Formamid-Methanol entwickelt. Der hierbei erhaltene Fleck lag in der Gegend von 4-Pregnen-11 a-17 a, 21-triol-3, 20-dion. Beispiel 9 Es wurde nach Beispiel ß gearbeitet mit dem Unterschied, daß zuerst die Kultur von Wojnowicia graminis, dann die Kultur von Trichoderma lignorum und zum Schluß die Kultur von Penicillium adametzi zugesetzt wurde. Die Ergebnisse waren die gleichen wie nach Beispiel B. Beispiel 10 Es wurde nach Beispie18 gearbeitet mit dem Unterschied, daß zu Beginn die Kultur von Trichoderma lignorum, sodann diejenige von Wojnowicia graminis und als letzte Kultur die von Penicillium adametzi zugesetzt wurde. Die Ergebnisse waren die gleichen wie nach Beispiel B.
  • Beispiel 11 Es wurde nach Beispie18 gearbeitet mit dem Unterschied, daß zu Anfang die Kultur von Penicillium adametzi, sodann die Kultur von Wojnowicia graminis und als letzte die Kultur von Trichoderma lignorum zugesetzt wurde. Das Ergebnis war das gleiche wie nach Beispiel B.
  • Beispiel 12 Fünf Proben von je 50 ccm des Kulturmediums Nr. 1 wurden 20 Minuten bei 120° in 250-ccm-Kolben sterilisiert. Dann wurde jedes der Medien mit etwa 5 ccm eines vegetativen Wachstums der Kultur Trichoderma F5-1688 beimpft. Die beimpften Mischungen wurden auf einer rotierenden Schüttelmaschine mit einer Geschwindigkeit von 220 Umdr./Min. etwa 72 Stunden in Bewegung gehalten, wobei die Temperatur auf 28° gehalten wurde. Sodann wurde zu jedem der Kolben je eine sterile Lösung von 20 mg 4-Pregnen-3, 20-dion in 1/2 ccm Dimethylformamid zugesetzt, und die Kolben wurden weitere 48 Stunden in Bewegung gehalten. Hierauf wurden in jeden Kolben je 50 ccm einer Kultur eingegeben, die ursprünglich aus dem Medium Nr. 1 und 5 ccm eines vegetativen Wachstums von Wojnowicia graminis bestanden hatte und durch 3tägige Züchtung des Mikroorganismus in dem Medium erhalten worden war. Die etwa 100 ccm enthaltenden Kolben wurden dann weiter mit der gleichen Geschwindigkeit 48 Stunden in Bewegung gehalten. Sodann wurde einer der Kolbeninhalte mit Chloroform extrahiert und auf einem Papierstreifen chromatographiert. Der hierbei erhaltene Fleck lag in der Gegend von 4-Pregnen-17a, 21-diol-3, 20-dion. Zu den übrigen Kolben wurden je 50 ccm einer Kultur zugesetzt, die aus dem Medium Nr. 1 und 5 ccm eines vegetativen Wachstums von Omphaliatra lucida (MF-22101) durch 7tägige Züchtung des Mikroorganismus in dem Medium erhalten worden war. Die nunmehr je 150 ccm enthaltenden Kolben wurden weiter in Bewegung gehalten und jeweils nach Bebrütungsdauer von 12, 24, 48 bzw. 72 Stunden aus der Vorrichtung entfernt und mit Chloroform extrahiert. Die Extrakte wurden auf Papier chromatographiert und mit dem System Chloroform-Formamid-Methanol entwickelt. Hierbei ergab sich ein Fleck, der Tetrazolium reduzierte und in der Gegend von 4-Pregnen-11 ß, 17a, 21-triol-3, 20-dion lag. Von einem Teil des Rückstandes wurde das UV-Spektrum in konzentrierter Schwefelsäure festgestellt, und dieses erwies sich als ähnlich demjenigen von 4-Pregnen-11 ß, 17a, 21-triol-3, 20-dion. Ein zweiter Teil des Extraktes wurde wieder auf Papier chromatographiert und dann mit Dichromat in Eisessig oxydiert. Nach dem Entwickeln zeigte das Papier einen Fleck von der gleichen Beweglichkeit wie 4-Pregnen-17a, 21-diol-3, 11, 20-trion. Ein weiterer Teil wurde auf Empfindlichkeit gegen Eosin untersucht und als aktiv befunden. Beispiel 13 Fünf Proben von je etwa 50 ccm des Kulturmediums Nr. 1 wurden 20 Minuten bei 120° in 250-ccm-Kolben sterilisiert. Dann wurde jedes der Medien mit etwa 5 ccm eines vegetativen Wachstums der Kultur Hendersonia rubi beimpft. Die beimpften Mischungen wurden auf einer Schüttelmaschine mit einer Geschwindigkeit von 220 Umdr./Min. etwa 72 Stunden in Bewegung gehalten, wobei die Temperatur auf 28° gehalten wurde. Dann wurde zu jedem der Kolben eine sterile Lösung von 20 mg 4-Pregnen-3, 20-dion in 3 ccm Propylenglykol zugesetzt, und die Kolben wurden weitere 48 Stunden in Bewegung gehalten. Hierauf wurden zu jedem der Kolben 50 ccm einer Kultur zugegeben, die aus dem Medium Nr. 1 und 5 ccm eines vegetativen Wachstums von Trichoderma nigrovirens durch 3tägige Züchtung des Mikroorganismus in dem Medium erhalten worden war. Die je etwa 100 ccm enthaltenden Kolben wurden weitere 48 Stunden mit der gleichen Geschwindigkeit in Bewegung gehalten. Dann wurde einer der Kolbeninhalte mit Chloroform extrahiert und auf einem Papierstreifen chromatographiert. Der hierbei erhaltene Fleck lag in der Gegend von 4-Pregnen-17a, 21-diol-3, 20-dion. Zu jedem der übrigen Kolben wurden je 50 ccm einer Kultur zugesetzt, die aus dem Medium Nr. 1 und 5 ccm vegetativen Wachstums von Stigmina platani (MF-2395) durch 3tägige Züchtung des Mikroorganismus in dem Medium erhalten worden war. Die nunmehr je etwa 150 ccm enthaltenden Kolben wurden nochmals 24 Stunden in Bewegung gehalten und dann mit Chloroform extrahiert. Die Lösungen wurden vereinigt, zur Trockne gedampft, auf Papierstreifen chromatographiert und entwickelt. Hierbei ergab sich eine Tetrazolium reduzierende Verbindung an einer Stelle unmittelbar gegenüber 4-Pregnen-11ß, 17a, 21-triol-3, 20-dion.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE2 1. Verfahren zur Herstellung von Polyoxysteroiden der Pregnanreihe durch biologische Oxydation mit selektiv wirkenden Pilzkulturen oder den durch diese erzeugten oxydierend wirkenden Enzymen, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Steroid, das in 11-, 17-und 21-Stellung keine Sauerstoffunktion aufweist, zur Einführung von zwei oder drei OH-Gruppen mit mehreren selektiv wirkenden Pilzkulturen oder durch diese erzeugten oxydierend wirkenden Enzymen nacheinander, aber stets, ohne die im vorangegangenen Oxydationsabschnitt angewandte Pilzkultur oder das durch diese erzeugte oxydierend wirkende Enzym aus dem Reaktionsgemisch zu entfernen, oxydiert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als einen Mikroorganismus einen solchen der Art Wojnowicia und als anderen einen solchen der Art Spondylocladium oder Trichoderma und Wojnowicia oder Aspergillus und Trichoderma oder Penicillium und Trichoderma oder Penicillium und Wojnowicia oder Hendersonia und Trichoderma oder Aspergillus niger und Trichoderma album oder Wojnowicia graminis und Trichoderma glaucum oder Penicillium adametzi und Trichoderma lignorum oder Penicillium adametzi und Wojnowicia graminis oder Hendersonia rubi und Trichoderma nigrovirens oder Wojnowicia, Trichoderma und Spondylocladium oder Aspergillus, Trichoderma und Hendersonia oder Wojnowicia, Trichoderma und Cunninghamella oder Penicillium, Trichoderma und Wojnowicia oder Trichoderma, Wojnowicia und Omphaliatra oder Trichoderma, Wojnowicia und Stigmina oder Aspergillus niger, Trichoderma album und Hendersonia aeicola oder Trichoderma glaucum, Wojnowicia graminis und Cunninghamella blackesleana oder Penicillium adametzi, Trichoderma lignorum und Wojnowicia graminis oder Trichoderma F5-1688, Wojnowicia graminis und Omphaliatra lucida oder Hendersonia rubi, Trichoderma nigrovirens und Stigmina platani verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man 4-Pregnen-3, 20-dion oder 4-Pregnen-17a-ol-3, 20-dion als Ausgangsverbindung verwendet. In Betracht gezogene Druckschriften USA. Patentschrift Nr. 2 602 769.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2602769A (en) * 1952-02-23 1952-07-08 Upjohn Co Oxygenation of steroids by mucorales fungi

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