DEU0003001MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 30. September 1954 Bekanntgemacht am 23. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren zum fermentative« Abbau der 17-Ständigen
Seitenkette von 20-Ketopregnanen und 20-Ketoallopregnanen unter Bildung von 17-Ketotestanen
(normale Form), 17-Ketoandrostanen und 20-Oxypregnanen.
Der Abbau der Seitenkette in 17-Stellung von
Steroidverbindungen mit chemischen Mitteln unter Bildung von 17-Ketosteroiden, insbesondere von
17-KeitoandiOstanen und 17-Ketotestanen, ist wohl
bekannt, doch erfordert diese Arbeitsweise in der Regel eine Anzahl von Maßnahmen, wie die Bildung
einer 17 (2o)-Ständigen Doppelbindung und Oxydation dieser Doppelbindung. Bei einem
solchen oxydativen Abbau wird der Steroidkern oft an anderen Stellungen, insbesondere Doppelbindungen
angegriffen, was zu hohen Verlusten führen kann. Um diese Verluste zu vermeiden, werden
solche Stellungen oder Gruppen in bekannter Weise geschützt, was wiederum mindestens zwei zusatzliehe
Maßnahmen erfordert. So beschreiben z. B. Bergmann und Stevens (Journ. Org. Chem.,
Bd. 13, 1948, S. 10) die Ozonolyse des 22-Enolacetats
des 5, 7-Bisnorchola,dien-3/?-0'l-22-al-3-acetats,
das durch eine 5, 8-Ständige Maleinsäureanhydridaddiuktgruppe geschützt ist, wobei man das
Maileinsäureanhydridadclukt des 5, 7-Androsta.dien-3 /J-ol-^-on-S-acetats erhält.
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Gemäß vorliegender Erfindung wird ein' 20-Ketopregnan
oder 20-Ketoallopregnan durch Einwirkung eines Pilzes der Gattung Penicillium in ein
17-Ketoandrostan oder 17-Ketotestan übergeführt.
Die erhaltenen 17-Ketoandrostane und 17-Ketotestane sind wertvolle Arzneimittel oder wertvolle
Zwischenprodukte zu deren Herstellung.
Das erfindungsgemäße Verfahren liefert eine Anzahl von wertvollen Produkten, so gibt z. B. Progesteron,
wenn man es der Einwirkung von Penicillium lilacinum aussetzt, 4-Androsten-3, 17-dion,
das bekanntermaßen androgene Eigenschaften besitzt. 4-Androsten-3, 17-dion kann in Testosteron
übergeführt werden (Stavely, USA.-Patentschrift
Nr. 2 288 854) und letzteres durch Hydrierung in das therapeutisch wertvolle Dihydrotestosteron
(Symposium on Steroids in Experimental and Clinical Practice, The Blakistan Company,
New York, 1951, S. 375). In analoger Weise ergibt die Fermentation von ii-Ketoprogesteron das
bekannte 4-Androsten-3, 11, 17-tricti (Adrenosteron),
das ein wertvolles Ausgangsmaterial für die Herstellung von 11 /J-Oxytestosteron ist.
Die Ausgangsverbindungen für das vorliegende Verfahren sind 20-Ketopregnane und 20-Ketoallopregnane.
Der Cyclopentaopolyhydrophenanthrenkern mit einer Seitenkette in 17-Stellung kann in
anderen Stellungen auch Keto'- oder Hydroxylgruppen tragen, insbesondere in den Stellungen 3, 6, 7,
8, 11, 12, 14, 17 und 21, und kann in verschiedenen
Stellungen, insbesondere in Stellung 4 und 5, Doppelbindungen enthalten.
Typische Ausgangsmaterialien sind folgende: Pregnan - 3 α (oder ß) - öl - 20 - on, 5 - Pregnen - 3a -
.35 (oder/?)-ol-2O-on, Pregnan-3 α (oder/?)-ol-ii, 20-dion,
Pregnan-3a, 11 α (oder 3/?, 11/? oder 3/?,, iicr
oder 3 a, 11 ß) -diol-20-on, Progesteron, I7a-Oxyprogesteron,
ii-Ketoprogesteron, 11 a-Oxyprogesteron,
11 α, I7a-Dioxyprogesteron, ii-Keto-^a-Oxyprogesteron,
11 a-Acetoxyprogesteron, ii/3-Oxyprogesteron,
^a-Oxyprogesteron, 4-P regnen-14 a, 17 a, 2i-triol-3, 20-dion, i4a-Oxy-ii-desoxycorticosteron;
4-Pregnen-i7 a, 2i-diol-3,20-dion (»Reichsteins
Verbindung S«), Corticosteron, Cortison, Co'rtisonacetat, Hydroeortison (»Kendalls Verbindung
F«) und 4 - Pregnen - 11 α, 17 a, 21 - triol 3,
20-dion (»ii-EpiverbindungF«) Pregnan-3, 11-20-trion,
Pregnan-i7a-ol-3, 11, 20-trion, Pregnan-3,
12, 20-trion, Pregnan-i7a-ol-3, 20-dion, AlIo^
pregnan-3, 11-20-trion, Allopregnan-3, 20-dion, 5"Pregnen-3 a-ol-20-on, Allopregnan-3 α (oder ß)-ol-20-011,
Pregnan-3 α, 12 α, 2i-trioJ-20-on, Pregnan-3
a, 17 a-diol-20-00, 6 a- und. 6^-Oxy-Progesteron,
Pregnan-3, 6) 20-trion.
Zur Durchführung des erfindungsgemaßen Verfahrens wird das gewählte 20-Ketopregnan oder
-Allopregnan zweckmäßigerweise in einem Lösungsmittel,
wie Aceton, der Kultur eines Pilzes der Gattung Peiiicilliunr ausgesetzt. Die Klassifizierung
und Definition von Penicillium, wie sie hier verwendet wird, entspricht derjenigen von K. B.
Raper und C. Thorn »Α Manual of the Penicillia«, Williams and Wilkins Company, Baltimore,
1949. Von den Species der Gattung Penicillium, die sich für die Fermentation von Steroiden eignen,
seien diejenigen der Unterklassen Monoverticillate, Asymmetrica - divaricata, Asymmetrica - velutina,
Asymmetrica - Janata, Asymmetrica - funiculoea, Asymmetrica-fasciculata, Biverticillata-symmetrica
und Polyverticillata, z. B. Penicillium adametzi, brevi-compactum, camemberti, canescens, capsulatum,
charlesii, citrinum, clavi forme, commune, cyclopium, decumbens, digitatum, duclauxi, etxpansum,
frequentans, funiculosum, fascum, gladioli, granulatum, herquei, implicatum janthinellum,
lavendulum, levitum, lilacinum, luteum, nigricans, notatum, novae-zeelandiae, ochraceum oixalicum,
pallidum, purpurogenum, purpurogenum var. rubrisclero'tium,
raistrickii, roqueforti, roseo-, purpureum, rugulosum, terrestre, thomii, urticae und; viridicatum
genannt.
Die Kultur der Pilze für die Zwecke der vorliegenden Erfindung erfolgt in oder1 auf einem
Nährboden, der für deren Entwicklung günstig ist. Man kann feste Nährböden verwenden, doch
bevorzugt man diejenigen, die eine Massenzucht unter aeroben Bedingungen ermöglichen.
Feuchte, feste, kleinteilige Nährböden, wie Kleie, Cerealienkörner, Cerealiengrieß, Holzschnitzel,
Späne, Sägemehl, Maishülsen, Faserstoffe, wie Kopra, Kastanien oder Lupinensamen, können verwendet
werden. Man kann sie mit Alkohol, Äther oder anderen organischen Lösungsmitteln extrahieren,
um vo-r der Fermentation unerwünschte Verunreinigungen und wachstumshemmende Stoffe
zu entfernen. Die Träger können gewünschtenfalls zugesetzte Wachstumsfaktoren und Nährstoffe enthalten
und können in Schichten oder Schalen mit oder ohne Hilfsbelüftung, in Türmen, wie bei der
Essigherstellung, oder unter Bewegung, z. B. in einer rotierenden Trommel, verwendet werden.
Flüssige Nährböden, wie Bierwürze, eignen sich gut für aerobe Schichten und noch besser für
aerobe submerse Fermentationsbedingungen. Zweckmäßigerweise sollten die Nährböden Stoffe enthalten,
die Kohlenstoff, Stickstoff und Mineralien zur Verfügung stellen, obschon natürlich auch unter
weniger als optimalen Bedingungen ein beträchtliches Wachstum auftreten kann.
Verfügbarer Kohlenstoff kann aus Kohlehydraten, Stärken, gelatinisierten Stärken, Dextrin,
Zuckern, Melassen von Rohr-, Rüben- und Sorghumzucker, Glukose, Fructose, Mamoee, Galactose,
Maltose, Suerose, Lactose, Pentosen, Aminosäuren, Peptonen oder Proteinen stammen.
Kohlensäure, Glycerin, Alkohole, Essigsäure, Natriumacetat, Zitronensäure, Natriumeitrat,
niedere Fettsäuren, höhere Fettsäuren oder Fette sind Beispiele für andere Materialien, die assimilierbaren
Kohlenstoff für den Energiebedarf der Pilze liefern können. Manchmal sind Mischungen
von verschiedenen Kohlenstoffquellen von Vorteil. .·.,
Assimilierbarer Stickstoff kann von löslichen
oder unlöslichen pflanzlichen oder . tierischen Proteinen, Sojamehl, Lactalbumin, Casein, Eialbumin,
Peptonen, Polypeptiden oder Aminosäuren,
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Harnstoff, Ammonsalzen, an Basenaustauschharze
oder Zeolite gebundenem Ammoniak, Ammoniumchlorid, Natriumnitrat, Kaliumnitrat oder Morpholin
stammen, Molke, lösliche Rückstände der Brennereien, Maiseinweichwasser oder Hefeextrakt
haben sich auch als sehr geeignet erwiesen.
Als mineralische Bestandteile der Nährböden können von Natur aus vorhandene oder zugesetzte
Substanzen dienen, die Aluminium, Calcium,
ίο Chrom, Kobalt, Kupfer, Gallium, Eisen, Magnesium,
Molybdän, Kalium, Scandium, Uran und Vanadium liefern. Schwefel kann durch Sulfate,
Alkylsulfonate, Suilfocxyate, Sulfamate, Sulfinate,
freien Schwefel, Hyposulfite, Persulfat, Thiosulfat, Methionin, Cystin, Cystein, Thiamin oder Biotin
geliefert werden. Phosphor, vorzugsweise in fünfwertiger Form, zweckmäßig in Konzentrationen
von etwa ο,οοι- bis o,o7molar und vorzugsweise
von etwa 0,015- bis o,o2molar, kann als Ortho-, Meta- oder Pyrophosphatsalze oder -ester, P hy tin,
Phytinsäure, Phytate, Glycerophosphate, Natriumnucleinate und/oder Maiseinweichwasser, Casein
oder Ovovitellin zugegen sein. Es ist erwünscht, Bor, Jod und Selen in Spuren zugegen zu haben. Das
Bot wird vorzugsweise in Form von Borsäure oder Natriumborat zugesetzt, insbesondere nach der
Keimung und während dem ersten Wachstum des Pilzes.
Je nach Bedarf oder Wunsch kann man noch weitere' zusätzliche Wachstumsfaktoren, Vitamine,
Auxine und Wachstumsstimulantien vorsehen.
Obgleich man feste wie flüssige Nährböden verwenden kann, wird ein flüssiger Nährboden bevorzugt,
da er das Mycehvachstum begünstigt.
Zur Erleichterung der Fermentation, Belüftung und Filtration kann man Suspendiermittel oder
Mycelträger, wie Filtererden, Filterhilfsmittel, feinzerteilte Cellulose, Holzschnitzel, Bentonit, CaI-ciumcarbonat,
Magnesiumcarbonat, Kohle, Aktivkohle oder andere suspendierbare feste Stoffe,
Methylcellulose, Carboxymethylcellulose oder Alginate zusetzen. Die gewählte Pilzgattung wird auf
einem Nährboden gezogen, der zweckmäßigerweise assimilierbaren Kohlenstoff, z. B. Kohlehydrate,
wie Zucker, Stärken, assimilierbaren Stickstoff, z. B. lösliche oder unlösliche Proteine, Peptone
oder Aminosäuren, und mineralische Bestandteile, beispielsweise Phosphate und Magnesiumsulfat, sowie
andere bekannte erwünschte Zusätze enthält.
Der Nährboden kann zweckmäßig ein pH von etwa
4 bis 8 oder weniger oder mehr vor der Beimpfung besitzen. Für die Kultur von Penicillium wird ein
P11 zwischen etwa 4 und 6 bevorzugt.
Die Beimpfung des Kulturmediums mit dem gewählten Pilz der Gattung Penicillium kann in jeder
geeigneten. Weise durchgeführt werden. Penicillium entwickelt sich in einem Temperaturbereich von
etwa 20 bis 380, wobei Temperaturen von etwa 25 bis 320 bevorzugt werden.
Die Entwickkmgsperioden des Pilzwachstums vor dem Zusatz des zu fermentierenden Steroids
scheint nicht kritisch zu sein. So kann man beispielsweise des Steroid vor der Sterilisation, die
durch Wärmeeinwirkung oder auf anderem Wege erfolgen kann, dem Nährboden zusetzen oder im
Moment, wo der Nährboden geimpft wird, oder auch einige Zeit, z. B. 24 oder 48 Stunden, später.
Das zu fermentierende Steroid kann in jeder geeigneten Konzentration zugesetzt werden, doch ist aus
praktischen Gründen eine Konzentration des Steroidsubstrats von etwa oder bis zu 0,6 g/l oder
sogar 0,8 g/l Nährboden befriedigend, und 2 g/l sind anwendbar, abschon auch höhere Konzentrationen
je nach dem speziellen Steroid zulässig sind, wenn man eine gewisse Hinderung der Entwicklung
des Myceliums in Kauf nehmen will. Der Zusatz des zu fermentierenden. Steroidsubstrats
kann in irgendeiner beliebigen Weise erfolgen, und zwar insbesondere derart, daß zwischen Steroidsubstrat
und Pilz eine möglichst große Berührungsfläche entsteht. Dazu kann man das Steroidsubstrat
entweder allein, mit einem Dispergiermittel oder in einem organischen Lösungsmittel gelöst im Pilzmedium
dispergieren oder suspendieren. Man kann sowohl eine Oberflächen- als auch eine submerse
Kultur anwenden, doch wird letztere bevorzugt. Man kann auch die bei der Kultur des Pilzes gebildeten
fermentierenden Enzyme vom Pilz oder vom Nährboden abtrennen, mit dem Steroid oder
einer Lösung der Dispersion desselben vermischen und die Mischung aeroben Bedingungen aussetzen,
um die Fermentation des Steroids zu bewirken.
Die Temperatur während der Fermentation des Steroids kann die gleiche sein, wie sie sich für die
Pilzkultur als geeignet erwies. Sie muß nur in einem solchen Bereich gehalten werden, daß das
Leben, das aktive Wachstum oder die Enzymaktivität des Pilzes erhaltenbleibt.
Obgleich jede Form der aeroben Bebrütung für das Wachstum des gewählten Pilzes und die Fermentation
des Steroidsubstrats geeignet ist, ist der Wirkungsgrad der Steroidfermentation abhängig
von der Belüftung. Deshalb wird die Belüftung in der Regel kontrolliert, sei es durch Schütteln und/
oder Einblasen von Luft in das Fermentationsmedium. Die Belüftung kann durch Oberflächenr
kultur oder unter submersen Fermentationsbedingungen
erfolgen. Aerobe Bedingungen umfassen nicht nur die Verwendung von Luft zwecks Einführung
von Sauerstoff, sondern auch andere Quellen oder Mischungen, die Sauerstoff in, freier
oder frei set zbarer Form enthalten. Bei Verwendung von Luft als Belüftungsmedium ergibt sich als geeigneter
Belüftungsgrad etwa 4 bis 20 Millimol und vorzugsweise etwa 6 Millimol Sauerstoff je
Stunde je Liter, bestimmt nach der Methode von Cooper, Fernstrom und Miller (Ind. Eng.
Chem., Bd. 36, 1944, S. 504). Die Belüftung kann
durch Anwendung von Über- oder Unterdruck, z. B. 0,7 bis 2,1 kg/cm2 abs., eingestellt werden.
Die Sauerstoffaufnahme kann durch Anwesenheit verschiedener Stoffe, wie Ascorbinsäure, Glutaminsäure,
Zitronensäure, Milchsäure, Tyrosin oder Tryptophan, erleichtert werden.
Die für die Fermentierung des Steroids erf orderliche Zeit wechselt je nach der Arbeitsweise
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etwas. Wenn das Steroidsubstrat bei der Beimpfung des Nährbodens vorhanden ist, kann sie 8 bis
72 Stunden dauern. Setzt man jedoch das Steroid dem Pilz zu, nachdem er bereits wesentlich gewachsen
ist, z. B. nach 16 bis 24 Stunden, bei der günstigsten Temperatur, so beginnt die Umwandlung
des Steroidsubstrats sogleich, und man erhält im Laufe von 1 bis 72 Stunden höhe Ausbeuten. In der
Regel ist das Ergebnis von 24 Stunden befriedigend.
Nach Beendigung der Steroidfermentation wird das erhaltene fermentierte Steroid aus dem Reaktionsgemisch
isoliert. Eine besonders günstige Isolierung
s methode besteht in der Extraktion des Fermentationsgemisches einschließlich des Mycels mit
einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel für das Steroid, wie Methylenchlorid,
Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Äthylenchlorid, Trichloräthylen, Äther, Amylacetat oder
Benzol u. dgl. Man kann die Fermentationsflüssigkeit von Mycelium trennen und einzeln mit geeigneten
Lösungsmitteln extrahieren. Die Mycelien können entweder mit wasservermischbaren oder
wasserunmischbaren Lösungsmitteln extrahiert werden, wobei sieh Aceton als wirksam erwiesen
hat. Die vom Mycelium befreite Fermentationsflüssigkeit kann mit einem mit Wasser nicht mischbaren
Lösungsmittel extrahiert werden. Man kann die Extrakte entweder vor oder nach dem Waschen
mit alkalischen Lösungen, beispielsweise Natriumbicarb on at, vereinigen, in geeigneter Weise z. B.
über wasserfreiem Natriumsulfat trocknen und durch Umkristallisieren aus organischen Lösungsmitteln
oder Chromatographie das erhaltene gereinigte I7-Ketosteroid von den anderen Fermentierungsprodukten
trennen.
Die folgenden Beispiele sollen das erfindungsgemäße Verfahren noch näher erläutern.
Fermentation von Progesteron und Isolierung von 4-Androsten!-3, 17-dion und 4-Pregne.n-2o/?-ol-3-on
Man stellt einen Nährboden her, der 20 g enzymatisch verdautes Lactalbumin (Edamine), 3 g
Maiseinweichwasser und 50 g technische Dextrose mit Leitungswasser auf 1 1 verdünnt enthält, und
stellt das pH auf 5,85. 1.2 1 dieses sterilisierten
Mediums werden mit Penicillium lilacinum thorn (American Type Culture Collection No>. 10 114) geimpft
und 48 Stunden bei 260 bebrütet, wobei man derart belüftet und rührt, daß die Sauerstoffaufnahme
6,3 bis 7 Millimol je Stunde und Liter Na2 S O3, bestimmt nach der Methode von C 00per,
Fernstrom und Miller (Ind. Eng. Cheim., Bd. 36, 1944, S. 504), beträgt. In diesem Nährboden,
der eine 4&stündige Zucht von Penicillium
lilacinum thorn enthält, suspendiert man 6 g Progesteron, in. 50 cm3 Aceton gelöst. Nach weiteren
24 Stunden Bebrütung unter den gleichen: Temperatur- und Belüftungsbedingungen werden Flüssigkeit
und Mycelium getrennt. Das Mycelium wird abfiltriert, zweimal mit je etwa seinem Volumen
; Aoeton gewaschen und dann zweimal mit je seinem Volumen Methylenchlorid extrahiert. Die Aoeton-
und Methylenchloridextrakte enthaltenden Lösungsmittel werden dem Filtrat zugesetzt. Dann extrahiert
man die Lösung zweimal mit je ihrem halben Volumen Methylenchlorid und dann zweimal mit je
einem Viertel ihres Volumens Methylenchlorid. Die vereinigten Methylenchloridextrakte werden zweimal
mit je einem Zehntel ihres Volumens 2%iger wäßriger Natriumbicarbonatlösung und hernach
zweimal mit je einem Zehntel ihres Volumens Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen, des Methylenchloridextraktes
über etwa 3 bis 5 g wasserfreiem Natriumsulfat je Liter Lösungsmittel und Filtrieren wird das Lösungsmittel abdestilliert.
Der so erhaltene Rückstand wiegt 5,88 g und wird wieder gelöst und über 150 g Tonerde chromatographiert,
wobei man je 600 cm3 Lösungsmittel, wie in Tabelle I angegeben, verwendet.
| Fraktion | Lösungsmittel | Benzol | l9 | I | Festes E luat in mg |
| I | Benzol | X9 | I | 98,2 | |
| 2 | Benzol—Äther 19 :1 | 9 | I | 47,6 | |
| 0 | Benzol—Äther 19:1 | 9 | I | 18,8 | |
| 4 | Benzol—Äther 9 :1 | I | I | 132,8 | |
| 5 | Benzol—Äther 9 :1 | I | I | 154,2 | |
| 6 | Benzol—Äther 1 :1 | I | I | 27,5 | |
| 7 | Benzol—Äther 1 :1 | I | I | 302,7 | |
| 8 | Äther | 1267,0 | |||
| 9 | Äther | 1S | : ι | 1160,6 | |
| IO | Äther—Chloroform | 402,2 | |||
| II | Äther—Chloroform | 97>9 | |||
| 12 | Ä t her— Chloroform, | 69,4 | |||
| 13 | Äther—Chloroform | 180,7 | |||
| 14 | Ä t h er—-ChI orof orm | .356,1 | |||
| 15 | . Äther—Chloroform | 101,1 | |||
| 16 | Äther—Chloroform | 95,3 | |||
| 17 | Äther—Chloroform | 32,6 | |||
| 18 | Chloroform | 12,9 | |||
| 19 bis 22 | Chloroform—Aceton | 34,9 | |||
| 23 | Aceton | 5,8 | |||
| 24 | Methanol | 24,6 | |||
| 25 | Methanol | 210,3 | |||
| 26 | 7,2 | ||||
Die Fraktionen 9 bis 11 werden vereinigt und
eingedampft. Man erhält 1,66 g Feststoffe, die zweimal mit je 5 cm3 Hexan (bekannt unter dem
Handelsnamen »Skellysolve B «) gewaschen werden. Die verbleibenden Kristalle, 1,58 g, F. = 172
bis 1750, werden in 10 cm3 heißem Aceton gelöst,
die Lösung filtriert und auf 5 cm3 eingeengt. Nach Stehenlassen über Nacht im Kühlschrank erhält
man 1,2 g Kristalle vom F. = 175 bis 1770. Diese
Kristalle werden aus 4 bis 5 cm3 Aceton und 3,5 cm3 »Skellysolve B« umkristallisiert, wobei man
899 mg kristallines 4-Androsten-3, 17-dion vom F. = 175 bis 176,5°; [α] "D + 194 (c = 0,981 in
Chloroform).
Analyse für C19H26O3
berechnet C, 79,69, H, 9,15;
gefunden C, 79,53, H, 8,94.
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Die Fraktionen; 13 und 14, die 537 mg feste Substanz
enthalten, werden vereinigt, in 50 cm3 Benzol gelöst und nochmals über 25 g Tonerde chromatographiert.
Man fängt Fraktionen von 50 cm3, wie in Tabelle II gezeigt, auf.
| Fraktion | Lösungsmittel | l9 | I | Festes Eluat in mg |
| I | Benzol—Äther 1 :1 | l9 | I | 7,0 |
| 2 | Benzol—Äther 1 :1 | 9 | I | 5.2 |
| 3 | Äther | 9 | 1 | 2,1 |
| 4 | Äther | I | ι · | 24,8 |
| 5 | Äther—Chloroform | I | I | 48,1 |
| 6 | Äther—Chloroform | I | I | 8O,3 |
| 7 | Äther—Chloroform | 87,6 komb. | ||
| 8 | Äther—Chloroform | 7O,4 | ||
| 9 | Äther—Chloroform | 51,0 | ||
| IO | Äther—Chloroform | 19:1 | 37.5 | |
| II | Äther—Chloroform | !9.7 | ||
| 12 | Chloroform . | 9>T | ||
| 13 | Chloroform | 24,8 | ||
| 14 | Chloroform | 5,o | ||
| 15 | Chloroform—Aceton | 4,8 | ||
| 16 | Aceton | 4,0 | ||
| 17 und 18 | Methanol | 13,3 | ||
Die Fraktionen 4 bis 11 werden vereinigt und
zweimal aus 3 cm3 Methylenchlorid und 1 cm3 »SkellysolveB« umkristallisiert, wobei man 114mg
Kristalle vom F. = 151 bis 1520 erhält, die durch
Infrarot- und Mikroanalyse als 4-Pregnen-2o a-ol-3-on
identifiziert werden.
B e i s ρ i e 1 2
Fermentation von ii-Desoxycorticosteronacetat
Aus 0,5% Pepton, 2% Dextrose, 0,5% Sojamehl, 0,5% einbasischem Kaliumphosphat, 0,5%
Natriumchlorid und 0,3% Hefeextrakt stellt man durch Verdünnen mit Leitungswasser auf 1 1 einen
Nährboden her, dessen pH nach dem Sterilisieren auf 5,9 gestellt wird. 3 1 dieses Nährbodens werden
mit Penicillium canescens (ATCC Nr. 10419) be-
impft und 24 Stunden bei 280 bebrütet, wobei man mit einer Geschwindigkeit von 7 Millimol je Liter
Na2SO3 und Stunde, bestimmt nach der Methode
von Fernstrom und Miller (Ind. Eng. Chem., Bd. 36, 1944, S. 504), belüftet. In diesem Nährboden,
der eine 24 Stunden alte Kultur von Penicillium canescens enthält, suspendiert man 1 g
ii-Desoxycorticosteronacetat, in 20cm3 absolutem
Äthanol gelöst. Nach weiteren 24 Stunden Bebrütung unter den gleichen Temperatur- und Belüftungsbedingungen
werden die Lösung und das Mycelium extrahiert und wie im Beispiel 1 chromatographiert,
wobei man 4-Androsten-3, 17-dion und 4-Pregnen-20 α, 2i-diol-3-on erhält.
Fermentation von I4ct-Oxyprogesteron
Man stellt einen Nährboden her, indem man 20 g Maiseinweichflüssigkeit, 20 g Dextrose, 1 g ein-
basisches Kaliumphosphat, 2 g Natriumnitrat, 0,5 g Magnesiumsulfat, 0,2 g Kaliumchlorid, 0,01 g
Ferrosulfat und 2 g Natriumacetat mit Leitungswasser auf ι 1 verdünnt. Nach dem Sterilisieren
werden 2 1 dieses Nährbodens in je 100 cm3 betragenden Anteilen in 20 Schüttelflaschen verteilt und
mit Penicillium lilacinum beimpft. Zu einer 24stündigen Kultur dieses Pilzes bei 260 gibt man
in jede Flasche 10 mg I4ct-Oxyprogesteron, hergestellt
nach dem Verfahren der Patentanmeldung U 2024 IVb/120. Nach 48stündiger Bebrütung
unter Schütteln mit der umgebenden Luft bei 260 wird der Inhalt der Flaschen vereinigt und mit
Methylendichlorid extrahiert; die Extrakte werden eingedampft, wobei man 785 mg festen Rückstand
erhält. Dieser wird in 35 cm3 Benzol·gelöst und über 40 g Tonerde chromatographiert. Die Fraktion
24 (Chloroform) wiegt 103 mg und enthält 22% 4-Androsten-i4a-ol-3, 17-dion. Fraktion 25
(Aceton) wiegt 116,5 mg und enthält 16% 4-Androsten-i4a-ol-3,
17-dion. Diese Fraktion wird in ι cm3 Äthylacetat gelöst und bei Zimmertemperatur
verdampfen gelassen. Nach mehrmaliger Wiederholung dieses Vorgangs' tritt Kristallisation ein.
Die Fraktion wird dann mit 2 cm3 Äther und weni- - ·. gen Tropfen Aceton verrieben, wobei man 10 mg
4-Androsten-i4a1ol-3, 17-dion vom F. = 252 bis
2580 erhält.
In gleicher Weise wie im Beispiel 3 erhält man durch Fermentation von i4a-Oxy-n-desoxycorticosteron
oder 4- Pregnen- 14 a, 17 a, 21-triol-3,
20-dien mit Penici'llium lilacinum 4-AndiOsten-140-01-3,
17-dion (gonadal aktiv).
B e i s ρ i e 1 4 Fermentation von n-Desoxycorticosteronacetat
mit Penicillium nigricans
In gleicher Weise wie im Beispiel 1 erhält man bei Verwendung von Penicillium nigricans (ATCC
Nr. 10115) und ii-Desoxycorticosteronacetat als
Ausgangssteroid 4-Androstan-3, 17-dion und
4-Pregnen-20 α, 2i-diol-3-on.
Beispiel 5 Fermentation von ii-Desoxycorticosteronacetat
mit Penicillium charlesii
In gleicher Weise wie im Beispiel 1 erhält man bei Verwendung von Penicillium charlesii (ATCC
Nr. 8730) und ii-Desoxycorticosteronacetat 4-Androsten-3,17-dion
und 4-Pregnen-20a, 2i-diol-3-on. - -;
In gleicher Weise geben die 21-Acyloxyester des
ii-Desoxycorticosterons, z. B. das Propionat,
Butyrat, Isobutyrat, Valeriat, Hexanoat, Benzoat, Phenylacetat und andere Ester des ii-Desoxycorticosterons
bei Behandlung mit einem Pilz der Gattung Penicillium 4-Androsten-3, 17-dion und
das entsprechende 4~Pregnen-20 et, 2i-diol-3-on.
Fermentation von Progesteron mit Penicillium brevi compactum In gleicher Weise "wie im Beispiele erhält man
unter Verwendung von Penicillium brevi compactum
609' 580/487
U 3001 IVb/12 ο
(ATCC Nr. 9056) aus Progesteron das 4-Androsten-3, 17-dion und 4"Pregnen-2Oa, 21-diol-3-o.11.
Fermentation von 11-Desoxycorticosteronacetat
mit Penicillium lividum
In gleicher Weise wie im Beispiel 1 erhält man bei Verwendung von Penicillium lividum (ATCC
Nr. 10102) und 11-Desoxycorticosteronacetat,
4-Androsten-3,17-dion und 4-Pregnen-2Oa, 21-diol-3-on.
In analoger Weise ergeben andere 21-Ester des ii-Desoxycorticosterons, wie das Propionat,
Butyrat, Isobutyrat, Valeriat, Hexanoat, Benzoat oder Phenylacetat, bei Behandlung mit einem Pilz
der Gattung Penicillium 4~Androsten-3, 17-dion und das entsprechende4-Pregnen-2o a, 21 -diol-3-on-21-acylat.
Fermentation von ii-Ketoprogesteron
mit Penicillium expansum
mit Penicillium expansum
Nach der gleichen Arbeitsweise wie im Beispiel 1 erhält man bei Verwendung von Penicillium expansum
(ATCC Nr. 7861) und n-Ketoprogesteron das 4-Androsten-3, 11, 17-trion (Adrenosteron).
Fermentation von Progesteron
Man arbeitet gleich wie im Beispiel 2 unter Verwendung von Penicillium frequentans (ATCC
Nr. 10444) und Progesteron und erhält 4-Androsten-3,
17-dion.
Beispiel 10
Fermentation von i7a-Oxyprogesteron
Fermentation von i7a-Oxyprogesteron
Man arbeitet gleich wie im Beispiel 1 unter Verwendung
von Penicillium lilacinum (ATCC Nr. 10114) und I7a-Oxyprogesteron und erhält
4-Androsten-3, 17-dion.
Fermentation von 11 α, I7<x-Dioxyprogesteron
Man arbeitet gleich wie im Beispiel 2 unter Ver- -0 Wendung von Penicillium thomii (ATCC Nr. 10 506)
und na, I7a-Dioxyprogesteron und erhält 4-Androsten-ii
01-0I-3, 17-dion.
Beispiel 12
Fermentation von Pregnan-3, 6, 20-trion
Fermentation von Pregnan-3, 6, 20-trion
Man arbeitet wie im Beispiel 2 unter Verwendung von Penicillium novae zeelandiae (ATCC
Nr. 10473) und Pregnan-3, 6, 20-trion und erhält Testan-3,6,17-trion. Testan-3,6,17-trion gibt beim
Bromieren 4-Bromtestan-3, 6, 17-trion, das durch Bromwasserstoffabspaltung in das 4-Androsten-3,
6, 17-trion mit oestrogener Wirkung übergeht (Butenandt, Ber. d. dtsch. ehem. Ges., Bd. 69,
1936, S. 1163).
Beispiel 13 Fermentation von 6 /J-Oxyprogesteron
In gleicher Weise wie im Beispiel 1 erhält man
bei Verwendung von Penicillium citrinum (ATCC Nr. 10105) und 6/J-Oxyprogesteron das 4-Androsten-6/?-ol-3,
17-dion.
B e i s ρ i e 1 14
Fermentation von Pregnan-3, 20-dion
Man arbeitet gleich wie im Beispiel 2 unter Verwendung von Penicillium canescens (ATCC
Nr. 10 419) und Pregnan-3,20-dion und erhält
Testan-3, 17-dion, das durch Reduktion mit Natrium-Borhydrid in Testan-3 α (oder ß) -öl übergeht,
das anästhetische Wirkung besitzt.
Beispiel 17
Fermentation von Cortison
Fermentation von Allopregnan-3, 11, 20-trion
Man arbeitet wie im Beispiel 1 unter Verwendung
von Penicillium lilacinum thorn und AlIopregnan-3, τι>
20-trion und erhält Androstan-3, 11, 17-trion (männliche Hormonwirksamkeit).
Fermentation von Reichsteins Substanz'S (4-Pregnen-i7a, 2i-diol-4-3, 20-diotii)
Man arbeitet wie im Beispiel 1 unter Verwendung von Penicillium lilacinum (ATCC Nr. 10114)
und Reichsteins Substanz S und erhält 4-Androsten-3, 17-dion und 4-Pregnen-i7<x, 20a, 21-triol-3-on.
In gleicher Weise wie im Beispiel 1 erhält man durch Einwirkung von Penicillium lilacinum (ATCC
Nr. 10114) auf Cortison das 4-Androsten-3, 11,
17-trion (Adrenosteron).
Beispiel 18 Fermentation von Cortisonacetat
Man arbeitet gleich wie im Beispiel 1 und erhält
durch Einwirkung von Penicillium lilacinum (ATCC Nr. 10114) auf Cortisonacetat 4-Androsten~3, 11,
17-trion.
B e i s ρ i e 1 19
Fermentation von 4-Pregnen-iia, 17a, 2i-triol-3, 20-dion
Man arbeitet wie im Beispiel 1 und erhält durch
Einwirkung von Penicillium lilacinum (ATCC
580/487
U 3001 IVb/12 ο
Nr. ίο 114) urL<i 4-Pregmem.-11 a, 17a, 21-triol-3,20-dion
das 4-Androstan-11 a-ol-3, 17-dion.
Beispiel 20
Fermentation von Pregnan-3 «. 1 x «> 17 a-triol-20-on
Fermentation von Pregnan-3 «. 1 x «> 17 a-triol-20-on
Man arbeitet wie im Beispiel i und erhält durch Einwirkung von Penicillium lilacinum (ATCC
Nr. ΙΟΓ14) auf Pregnan-3 α, 11 α, 17 a-triol-20-on
das Testan-3a, 11 a-diol-17-on.
Fermentation von Pregnan-3, I2>
20-trion
Man arbeitet wie im Beispiel 1 und erhält durch Einwirkung von Penicillium lilacinum (ATCC
Nr. 10 114) auf Pregnan-3, 12, 20-trion dasTestan-3,
12, 17-trion.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Herstellung von 17-Keto-testanen, 17-Ketoandrostanen und 20-Oxypregnanen durch Bebrütung von 20-Ketopregnanen oder -Allopregnanen mit der Kultur eines niederen Pilzes in einer Nährlösung unter aeroben Bedingungen unter Abtrennung des Reaktionsproduktes, insbesondere durch Extraktion, dadurch gekennzeichnet, daß man die Bebrütung mit der Kultur eines Pilzes der Gattung Penicillium durchführt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Bebrütung angewandte Kulturlösung assimilierbaren, nicht dem Ausgangssteroid entstammenden Kohlenstoff, insbesondere in Form von Kohlehydraten, sowie außerdem assimilierbaren Stickstoff und Phosphor enthält und die Kultur bewegt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch' gekennzeichnet, daß man ein in 4-Stellung ungesättigtes 20-Ketopregnan oder 3, 20-Diketopregnan, insbesondere Progesteron, ii-Desoxycorticosteron oder dessen 21-Acylate, sowie I4a-Oxyprogesteron, ein Allopregnan-3, 11, 20-trion oder ein 20-Ketopregnan, insbesondere Pregnan-3, 20-dion oder Pregnan-3, 6, 17-trion, als Ausgangsverbindungen verwendet.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Bebrütung mit einer Kultur von Penicillium lilacinum, Penicillium canescens oder Penicillium novae zeelandiae durchführt.
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