DE10043537B4 - Mobile Werkbank - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B25H—WORKSHOP EQUIPMENT, e.g. FOR MARKING-OUT WORK; STORAGE MEANS FOR WORKSHOPS
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Abstract
Werkbank (1) mit einer Arbeitsplatte (2) und mindestens einem Befestigungsmittel und zwei Seitenschenkeln (3, 4), dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenschenkel (3, 4) miteinander über einen Querholm (5) verbindbar und unter der Arbeitsplatte (2) und in zwei im wesentlichen zu der Arbeitsplatte (2) parallelen Ebenen klappbar sind.
Description
- Die Erfindung betrifft eine mobile Werkbank, insbesondere für den Heimwerkerbedarf.
- Bei der Bearbeitung von Werkstücken müssen diese häufig gehalten oder fixiert werden. Dazu finden üblicherweise besondere Einspann- oder Klemmvorrichtungen Verwendung, die ihrerseits an stabilen Trägern befestigt sind. Diese Befestigungsmittel sind häufig als Schraubstöcke ausgestaltet, deren Spannbackenöffnung an die Größe des zu fixierenden Gegenstandes angepaßt werden kann.
- Darüber hinaus sind auch Vertikalzwingen als Einspannmittel bekannt, die ihrerseits lösbar und/oder fest an dem Träger eines Arbeitsplatzes, z.B. einer Arbeitsplatte befestigbar sind. Diese fassen den zu fixierenden Gegenstand im Gegensatz zu den Schraubstöcken in einer Achse rechtwinklig zu der Ebene der Trägerplatte.
- Darüber hinaus sind Arbeitsplatten häufig mit die Platte durchtretenden Löchern versehen, die sogenannten Bankhaken aufnehmen können. Dabei handelt es sich um Pflöcke, Keile oder Stäbe, die in die Löcher geführt werden, jedoch mit ihren Enden über die Platte hinausragen können. Diese hinausragenden Enden dienen als Anschläge für das zu bearbeitende Werkstück. Sie fungieren somit ebenso als Befestigungselemente.
- Eine Arbeitsplatte oder ein Arbeitsplatz mit mindestens einem der oben genannten Befestigungsmittel oder einem dazu ähnlichen oder funktionsgleichen Element und/oder mindestens einer Vorrichtung zur Aufnahme oder Befestigung eines derartigen Befestigungsmittels wird nachfolgend als Werkbank bezeichnet.
- Bei der Montage, der Reparatur oder der Bearbeitung von Werkstücken stellt sich häufig das Problem, daß diese Arbeitsschritte außerhalb einer mit festinstallierten Werkbänken eingerichteten Werkstatt erfolgen müssen. Diese Schwierigkeit ist insbesondere aus dem Bereich des Heimwerkens bekannt. Häufig nämlich vertilgt der Heimwerker nicht über eine eigene Werkstatt und/oder es ist ihm aufgrund einer gegebenen räumlichen Enge nicht möglich, eine Werkbank dauerhaft zu montieren. In diesem Fall muß er mobile Werkbänke an den Ort der Werkstückbearbeitung transportieren.
- Eine mobile Werkbank ist aus der US-Patentschrift 4.155.386 bekannt. Diese besteht im wesentlichen aus einer Arbeitsplatte und einem Untergerüst zum Tragen der Platte. Das Gerüst weist unterhalb der Stirnkanten der Arbeitsplatte je ein Paar Beine auf, wobei jedes Bein endseitig drehbar an einer Unterstützung angebracht ist, die ihrerseits die Arbeitsplatte trägt. In der aufgestellten, d.h. gespreizten Anordnung bildet ein Beinpaar jeweils einen "Bock". Beide Böcke gemeinsam begründen die Standfestigkeit der Werkbank in ihrer Arbeitsform.
- Soll die Werkbank in ihre Transportform überführt werden, werden die Beinpaare zusammengeklappt, indem die zuvor arretierten drehbaren Verbindungen zwischen der Unterstützung und den Beinen gelöst und die Beine in paralleler Stellung zueinander gebracht werden. Dabei klappt die Arbeitsplatte automatisch in eine seitlich und parallel zu den Beinen verlaufende Ebene.
- Diese Werkbank in Form eines "Doppelbocks" setzt zum Erreichen einer ausreichenden Stabilität sowohl Querverstrebungen zwischen den Beinen eines Paares als auch zwischen den Beinpaaren voraus. Die dafür erforderlichen Verbindungen müssen jeweils drehbar oder lösbar sein, um das Einklappen nicht zu behindern. Darüber hinaus muß auch die Arbeitsplatte mit der Unterstützung drehbar sein.
- Durch die aufwendige Mechanik, die unter den herrschenden Arbeitsbedingungen verschmutzen kann und dann schwergängig wird, wird die Werkbank schwer handhabbar.
- Darüber hinaus ist ihr Transport selbst in der dafür vorgesehenen Transportform aufgrund der wenig kompakten Konstruktionsweise des Grundgerüsts umständlich und aufwendig. So erschweren gerade die exponierten Ecken und Kanten der einzelnen Gerüstverstrebungen den Transport unter beengten räumlichen Bedingungen.
- Aus dem deutschen Gebrauchsmuster 79 23 580 ist eine zusammenklappbare Werkbank bekannt, deren Untergestell aus einem selbsttragenden Stauraumkasten und einem U-förmigen Stahlrohrrahmen besteht. Beide Gestellteile sind schwenkbar an der Arbeitsplatte angeordnet, wobei der Stahlrohrrahmen aufgrund einer größeren lichten Weite den Stauraumkasten im eingeklappten Zustand umgreift.
- Diese Vorrichtung hat den Nachteil, daß die aus dem Stauraumkasten bzw. dem Stahlrohrrahmen gebildeten Seitenschenkel der Werkbank bei deren Belastung nicht ausreichend gegen eine einklappende Schwenkbewegung gesichert sind.
- Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine mobile Werkbank bereitzustellen, die unkompliziert, einfach zu handhaben und möglichst leicht zu transportieren ist sowie den bei der Benutzung der Werkbank entstehenden Belastungen ausreichend stabil gegenübertritt.
- Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Werkbank gemäß dem Patentanspruch 1. Vorteilhafte Weiterentwicklungen sind jeweils Gegenstand der Unteransprüche.
- Der Erfindung liegt dabei der Gedanke zugrunde, eine Arbeitsplatte mit Seitenschenkeln zu versehen, die jeweils unter die Arbeitsplatte und in zwei zu der Arbeitsplatte im wesentlichen parallelen Ebenen klappbar sind. Sie liegen damit in der Transportform aufeinander und unter der Arbeitsplatte. Im aufgeklappten Zustand können die Seitenschenkel durch einen Querholm verbunden und somit stabilisiert werden.
- Dies hat den besonderen Vorteil, daß die Transportform der Werkbank im wesentlichen durch die Ausmaße der Arbeitsplatte bestimmt ist, da die Seitenschenkel sich der Arbeitsplatte anlegen. Sofern die Arbeitsplatte Seitenflächen einer gewissen Höhe aufweist, kann die erfindungsgemäße Werkbank in der Transportform somit eine Kiste darstellen, deren Deckel von den eingeklappten Seitenschenkeln gebildet wird. Damit können überstehende Kanten weitgehend vermieden und eine kompakte Transportform erreicht werden, die bei entsprechender Bemaßung zusätzlich Raum für beispielsweise den Transport von Werkzeugen bietet.
- Die Seitenschenkel können vorteilhafterweise im Bereich der Stirnkanten der Arbeitsplatte angeordnet sein und über die gesamte Breite der Arbeitsplatte verlaufen. Somit wird ein möglichst hohes Maß an Stabilität erreicht. Diese wird noch erhöht, wenn die Seitenschenkel miteinander über einen Querholm verbunden sind. Dieser kann in der Arbeitsform der Werkbank montiert und beispielsweise durch eine Bolzenverbindung an den Seitenschenkeln befestigt werden.
- Die Seitenschenkel können an der Arbeitsplatte mit mindestens einem oder mehreren klappbaren Befestigungsmitteln direkt oder indirekt verbunden sein. Dazu ist es beispielsweise möglich, die Seitenschenkel mit einem handelsüblichen Scharnier an einer Leiste zu befestigen, die ihrerseits fest an der Unterseite der Arbeitsplatte montiert ist.
- Sofern die Seitenschenkel je über eine Leiste an der Arbeitsplatte befestigt sind, ist es vorteilhaft, eine der beiden Leisten in einer größeren Stärke auszubilden. Die Differenz zwischen beiden Stärken entspricht vorzugsweise der Stärke der Seitenschenkel. So kann gewährleistet werden, daß beide Schenkel in der Transportform in einer im wesentlichen zu der Arbeitsplatte parallelen Ebene liegen.
- Die Arbeitsplatte weist mindestens ein Befestigungsmittel auf. Dieses kann aus einem Schraubstock, einer Aufnahme für einen Bankhaken, einer Zwinge oder einem anderen Klemm- oder Einspannelement oder Anschlagmittel bestehen. Ebenso sind Vorrichtungen zur Aufnahme eines derartigen Elements oder eine Kombination daraus möglich. Besonders vorteilhaft ist es, die Arbeitsplatte mit zwei oder mehreren Befestigungsvorrichtungen zu versehen, beispielsweise mit einem Schraubstock, einem Bankhaken und einer Vertikalzwinge bzw. einer Befestigungsvorrrichtung dafür.
- Beim Arbeiten an einer Werkbank werden häufig eine Vielzahl von Werkzeugen eingesetzt. Daher ist es vorteilhaft, die Arbeitsplatte mit einer Lade zu versehen, die eine Lagerung der Werkzeuge erlaubt. Diese kann in Form einer nach oben offenen Ablage oder als Schublade mit seitlichem Eingriff gestaltet sein. Diese Werkzeuglade verläuft vorzugsweise entlang der Längsseite der Arbeitsplatte.
- Die Aufnahme für Werkzeuge kann jedoch auch aus einer dafür vorgesehenen Mulde in der Oberseite der Arbeitsplatte bestehen.
- Die erfindungsgemäße Werkbank kann in einer besonderen Ausführungsform in Holz gestaltet sein. Sofern die Werkbank für besondere Belastungen verwendet wird, können die Seitenschenkel und der verbindende Querholm aus Hartholz, beispielsweise Eiche oder Buche bestehen. Die Arbeitsplatte zeigt jedoch selbst in Fichtenholz eine gute Stabilität.
- Das erfindungsgemäße Klappsystem ermöglicht eine kompakte Transportform. Weist die Werkbank in der Arbeitsform beispielsweise eine Höhe von 78,5 cm bei einer Arbeitsplatte von 48×94 cm auf, zeigt die Transportform lediglich eine Höhe von 9cm bei gleichbleibender Ausdehnung der Arbeitsplatte.
- Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels des näheren erläutert. In der Zeichnung zeigen:
-
1 : die erfindungsgemäße Werkbank in seitlicher Draufsicht in aufgerichteter Stellung (Arbeitsform); -
2 die erfindungsgemäße Werkbank in Draufsicht auf die Unterseite der Arbeitsplatte; -
3 die erfindungsgemäße Werkbank nach2 mit teilweise eingeklappten Seitenschenkeln und -
4 die erfindunsgemäße Werkbank in ihrer Transportform. - Die Werkbank
1 besteht aus einer Arbeitsplatte2 und zwei Seitenschenkeln3 ,4 . Diese sind miteinander über einen Querholm5 verbunden. - Die Arbeitsplatte weist zwei Schraubstöcke
6 ,7 auf und ist mit Löchern8 zur Aufnahme von Bankhaken oder anderen Langkörpern und/oder Befestigungsmitteln versehen. - Die Seitenschenkel
3 ,4 sind jeweils mit Scharnieren9 an einer Leiste10 ,11 klappbar befestigt. Dabei weist die Leiste10 eine größere Höhe als die Leiste11 auf, so daß der Seitenschenkel3 parallel auf den seinerseits parallel der Arbeitsplatte anliegenden Seitenschenkel4 einzuklappen ist. - Seitlich der Längskante der Arbeitsplatte verläuft eine oben offene Werkzeuglade
12 . Diese weist dieselbe Höhe wie die Seitenflächen13 ,14 ,15 der Arbeitsplatte auf. In der Transportform bildet sich daher aus dem eingeklappten Seitenschenkel3 bzw.4 und der Unterseite der Lade12 eine im wesentlichen plane Fläche (siehe auch4 ).
Claims (7)
- Werkbank (
1 ) mit einer Arbeitsplatte (2 ) und mindestens einem Befestigungsmittel und zwei Seitenschenkeln (3 ,4 ), dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenschenkel (3 ,4 ) miteinander über einen Querholm (5 ) verbindbar und unter der Arbeitsplatte (2 ) und in zwei im wesentlichen zu der Arbeitsplatte (2 ) parallelen Ebenen klappbar sind. - Werkbank nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Werkzeuglade (
12 ). - Werkbank nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuglade (
12 ) verschließbar ist. - Werkbank nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Werkzeugmulde (
12 ). - Werkbank nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie im wesentlichen aus Holz besteht.
- Werkbank nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen zwischen den Seitenschenkeln (
3 ,4 ) und der Arbeitsplatte (2 ) in der Transportform vorgesehenen Hohlraum. - Verfahren zum Überführen einer Werkbank (
1 ) mit einer Arbeitsplatte (2 ) und zwei Seitenschenkeln (3 ,4 ) von einer Arbeitsform in eine Transportform umfassend folgende Schritte: – Lösen des die Seitenschenkel verbindenden Querholms (5 ), – Einklappen des ersten Seitenschenkels (3 ) auf die Unterseite der Ar beitsplatte (2 ) und – Einklappen des zweiten Seitenschenkels (4 ) auf den ersten Seitenschenkel (3 ).
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