DE10039085A1 - Cabriolet mit einem Windschutzrahmen - Google Patents
Cabriolet mit einem WindschutzrahmenInfo
- Publication number
- DE10039085A1 DE10039085A1 DE2000139085 DE10039085A DE10039085A1 DE 10039085 A1 DE10039085 A1 DE 10039085A1 DE 2000139085 DE2000139085 DE 2000139085 DE 10039085 A DE10039085 A DE 10039085A DE 10039085 A1 DE10039085 A1 DE 10039085A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- impact
- actuating means
- frame
- pillar
- windshield
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 claims description 3
- 208000027418 Wounds and injury Diseases 0.000 description 3
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 3
- 208000014674 injury Diseases 0.000 description 3
- 206010019196 Head injury Diseases 0.000 description 2
- 230000001154 acute effect Effects 0.000 description 2
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 2
- 230000006870 function Effects 0.000 description 2
- UOORRWUZONOOLO-OWOJBTEDSA-N (E)-1,3-dichloropropene Chemical compound ClC\C=C\Cl UOORRWUZONOOLO-OWOJBTEDSA-N 0.000 description 1
- 241000282941 Rangifer tarandus Species 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 210000001217 buttock Anatomy 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000001514 detection method Methods 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
- 230000009993 protective function Effects 0.000 description 1
- WQGWDDDVZFFDIG-UHFFFAOYSA-N pyrogallol Chemical compound OC1=CC=CC(O)=C1O WQGWDDDVZFFDIG-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60R—VEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60R21/00—Arrangements or fittings on vehicles for protecting or preventing injuries to occupants or pedestrians in case of accidents or other traffic risks
- B60R21/02—Occupant safety arrangements or fittings, e.g. crash pads
- B60R21/13—Roll-over protection
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60J—WINDOWS, WINDSCREENS, NON-FIXED ROOFS, DOORS, OR SIMILAR DEVICES FOR VEHICLES; REMOVABLE EXTERNAL PROTECTIVE COVERINGS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES
- B60J1/00—Windows; Windscreens; Accessories therefor
- B60J1/02—Windows; Windscreens; Accessories therefor arranged at the vehicle front, e.g. structure of the glazing, mounting of the glazing
- B60J1/04—Windows; Windscreens; Accessories therefor arranged at the vehicle front, e.g. structure of the glazing, mounting of the glazing adjustable
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60R—VEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60R21/00—Arrangements or fittings on vehicles for protecting or preventing injuries to occupants or pedestrians in case of accidents or other traffic risks
- B60R21/02—Occupant safety arrangements or fittings, e.g. crash pads
- B60R21/13—Roll-over protection
- B60R2021/132—Roll bars for convertible vehicles
- B60R2021/134—Roll bars for convertible vehicles movable from a retracted to a protection position
- B60R2021/135—Roll bars for convertible vehicles movable from a retracted to a protection position automatically during an accident
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Body Structure For Vehicles (AREA)
Abstract
Ein solches Cabriolet mit einem Windschutzrahmen, der zwei eine Windschutzscheibe beidseitig flankierende A-Säulenabschnitte sowie einen die A-Säulenabschnitte oberhalb der Windschutzscheibe miteinander verbindenden Querträger aufweist, ist bekannt. DOLLAR A Erfindungsgemäß ist der Windschutzrahmenim Bereich der A-Säulenabschnitte zwischen einer Funktionsposition und einer steiler gestellten Aufprall- oder Überschlagposition verlagerbar, und dem Windschutzrahmen ist ein durch einen Antrieb auslösbares Betätigungsmittel derart zugeordnet, dass der Windschutzrahmen bei einer aufprall- oder überschlagbedingten Auslösung des Betätigungsmittels durch das Betätigungsmittel in die steiler gestellte Aufprall- oder Überschlagposition verlagert wird. DOLLAR A Einsatz für zwei und viersitzige offene Personenkraftwagen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Cabriolet mit einem Windschutzrahmen,
der zwei eine Windschutzscheibe beidseitig flankierende A-Säulenabschnitte
sowie einen die A-Säulenabschnitte oberhalb
der Windschutzscheibe miteinander verbindenden Querträger auf
weist.
Ein solches Cabriolet ist allgemein bekannt. Insbesondere bei
einem Frontalaufprall des Cabriolets kann es durch diesen Wind
schutzrähmen für Fahrer und/oder Beifahrer zu erheblichen Kopf
verletzungen kommen. Auch bei einem Fahrzeugüberschlag können
Probleme auftreten; wenn der Windschutzscheibenrahmen durch ei
ne entsprechende Aufschlagbelastung einknickt.
Es ist daher bereits eine Vielzahl von Lösungen vorgeschlagen
worden, um den Windschutzrahmen in einer Unfallsituation zu
verstärken. So ist es aus der DE 195 14 551 A1 bekannt, dem
Windschutzrahmen im Falle eines Überschlags des Cabriolets ei
nen zusätzlichen Überrollschutz zuzuordnen, der sensorgesteuert
im Bereich der A-Säule bei Erkennen eines Überschlags nach oben
ausfährt. Aus dieser Druckschrift ist ebenfalls bereits be
kannt, den Windschutzrahmen durch eine ausfahrbare Stützstruk
tur im Falle eines Überschlages gegen ein Abknicken der A-Säu
lenabschnitte zusätzlich zu stützen.
Aus der DE 195 11 400 C2 ist eine weitere, sensorisch betätigbare
Stützvorrichtung für die A-Säulenabschnitte eines Cabrio
lets bekannt. Auch die DE 34 27 537 C2 offenbart eine Stütz
vorrichtung für einen Windschutzrahmen eines Cabriolets, die
ein Einknicken des Windschutzrahmens verhindert. Die Stützvor
richtung ist durch eine pyrotechnische Auslöseeinrichtung in
die Funktionsposition überführbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Cabriolet der eingangs ge
nannten Art zu schaffen, bei dem mit einfachen Mitteln Verletzungsgefahren
der Fahrzeuginsassen durch das Auftreffen auf den
Windschutzrahmen reduziert sind.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Windschutzrahmen im
Bereich der A-Säulenabschnitte zwischen einer Funktionsposition
und einer steiler gestellten Aufprall- oder Überschlagposition
verlagerbar ist, und dass dem Windschutzrahmen ein durch einen
Antrieb auslösbares Betätigungsmittel derart zugeordnet ist,
dass der Windschutzrahmen bei einer aufprall- oder überschlag
bedingten Auslösung des Betätigungsmittels durch das Betäti
gungsmittel in die steiler gestellte Aufprall- oder Überschlag
position verlagert wird. Dadurch wird der Windschutzrahmen bei
einem Fahrzeugaufprall oder einem -überschlag, vorzugsweise
kurz vor einem Aufprall oder Überschlag analog anderer, passi
ver Sicherheitseinrichtungen des Fahrzeugs, von der Sitzposi
tion der Fahrzeuginsassen, nämlich Fahrer und Beifahrer, ent
fernt, wodurch Verletzungsgefahren durch einen Kopfaufschlag im
Bereich des Windschutzrahmens reduziert werden. Durch die ge
genüber der normalen Windschutzrahmenposition steiler gestellte
Aufprallposition des Windschutzrahmens kann der Windschutzrah
men zudem auch bei einem Überschlag größere Überrollkräfte auf
nehmen, ohne einzuknicken. Im Gegensatz zum Stand der Technik
wird keine aufwendige, zusätzliche Stützstruktur benötigt.
Vielmehr wird der Windschutzrahmen selbst verlagert, um die
Verletzungsgefahren zu reduzieren. Der Antrieb ist pyrotech
nisch, pneumatisch, hydraulisch oder elektrisch gestaltet, wo
bei er so ausgelegt sein muss, dass die Winkelstellung des
Windschutzrahmens ausreichend schnell verändert wird, um die
entsprechende Schutzfunktion zu erzielen.
In Ausgestaltung der Erfindung sind die A-Säulenabschnitte um
eine gemeinsame, in Fahrzeugquerrichtung verlaufende Schwenk
achse an vorhandenen Karosserieteilen der Karosserietragstruktur
oder an einem mit der Karosserietragstruktur verbundenen
Trägerteil schwenkbeweglich gelagert. Die Verlagerbarkeit des
Windschutzrahmens wird somit durch eine einfache Schwenklage
rung an entsprechend tragenden Teilen der Fahrzeugkarosserie
erzielt. Vorzugsweise ist der Windschutzrahmen im normalen Be
triebszustand blockiert und wird lediglich bei einer sensorer
fassten Aufprall- oder Überrollbelastung in die aufrechtere Po
sition überführt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist als Betätigungsmit
tel eine mit wenigstens einem A-Säulenabschnitt starr verbunde
ne und zu der Schwenkachse radial abragende Hebeleinheit vorge
sehen, die durch einen pyrotechnischen Antrieb um die Schwenk
achse verlagerbar ist. Die starre Verbindung der Hebeleinheit
kann auch durch wenigstens einen, mit dem wenigstens einen A-Säulenabschnitt
einstückigen Fortsatz gebildet sein. Der pyro
technische Antrieb übt auf die Hebeleinheit um die Schwenkachse
ein Drehmoment derart aus, dass der Windschutzrahmen in eine
gegenüber der normalen Funktionsposition steiler gestellte,
d. h. aufrechtere Aufprallposition überführt wird. Der pyrotech
nische Antrieb ist in grundsätzlich bekannter Weise durch eine
zentrale Steuereinheit betätigbar, die eine Ansteuerung des
Antriebs abhängig von entsprechenden Sensorsignalen eines Auf
prall- und/oder Überschlagsensors vornimmt.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus
den Ansprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung bevor
zugter Ausführungsbeispiele der Erfindung, die anhand der
Zeichnung dargestellt sind.
Fig. 1 offenbart schematisch in teilweise aufgeschnittener
Darstellung eine Seitenansicht einer Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Cabriolets, und
Fig. 2 in schematischer, aufgeschnittener Darstellung einen
Ausschnitt einer weiteren Ausführung eines erfindungs
gemäßen Cabriolets.
Ein Cabriolet 1 gemäß Fig. 1, das lediglich schematisch und ab
schnittsweise dargestellt ist, weist ein nicht näher gezeigtes
Dach auf. Das Dach ist in dem dargestellten, offenen Zustand
des Cabriolets 1 in einem Heckbereich versenkt angeordnet und
kann als Faltverdeck oder als mehrteilige Dachkonstruktion aus
formstabilen und gelenkig aneinander gelagerten Dachschalenele
menten gestaltet sein. Im geöffneten Zustand des Daches ragt
über einen durch die Oberkante der Karosserieteile im Fahrgast
raumbereich definierte Bordkante lediglich ein Windschutzrahmen
3, 4 schräg nach oben und - auf die normale Fahrtrichtung bezo
gen - nach hinten ab, der eine Windschutzscheibe 2 seitlich und
oben umgrenzt. Der Windschutzrahmen 3, 4 wird durch zwei auf
gegenüberliegenden Seiten die Windschutzscheibe 2 flankierende
A-Säulenabschnitte 4 einerseits und einen oberhalb der Wind
schutzscheibe 2 positionierten und die A-Säulenabschnitte 4 im
Bereich ihrer oberen Stirnenden über die Fahrzeugbreite mitein
ander verbindenden Querträger 3 gebildet. Die beiden A-Säulen
abschnitte 4 ragen in ihrer normalen Funktionsposition in einem
Winkel α1, der als spitzer Winkel gestaltet ist und vorzugswei
se geringer als 45° ist, relativ zur Fahrzeugbordkante nach
oben und nach hinten ab.
Um bei einem Fahrzeugaufprall und/oder bei einem Fahrzeugüber
schlag die Kopfverletzungsgefahren für Fahrer und/oder Beifah
rer zu reduzieren, ist der Windschutzrahmen 3, 4 beim darge
stellten Ausführungsbeispiel um einen bestimmten Winkel etwa
auf Höhe der Fahrzeugbordkante begrenzt schwenkbeweglich gela
gert. Hierzu sind die gegenüberliegenden A-Säulenabschnitte 4
um eine gemeinsame, horizontale und in Fahrzeugquerrichtung er
streckte Schwenkachse S an einem karosserieseitigen Trägerteil
in Form eines Trägerbügels 11 schwenkbeweglich gelagert. Der
karosserieseitige Trägerbügel 11 folgt in etwa dem Verlauf ei
nes Querträgers unterhalb der Windschutzscheibe 2 und ist mit
der Karosserietragstruktur tragend verbunden. Bei nicht darge
stellten Ausführungsbeispielen der Erfindung sind die A-Säulen
abschnitte 4 an anderen, ohnehin in einer entsprechenden Karos
serietragstruktur vorhandenen Karosserieteilen entsprechend ge
lagert.
Das Ziel der Erfindung ist es, den Windschutzrahmen 3, 4 bei
Auftreten oder frühzeitigem Erkennen einer entsprechenden Auf
prall- oder Überschlagbelastung in eine gegenüber der normalen
Funktionsposition steiler gestellte Aufprallposition zu über
führen, die in Fig. 1 gestrichelt dargestellt ist. In dieser
Aufprallposition nehmen die A-Säulenabschnitte 4 des Wind
schutzrahmens 3, 4 relativ zur Fahrzeugbordkante und damit re
lativ zur Horizontalen einen spitzen Winkel α2 ein, der größer
ist als der Winkel α1 der normalen Funktionsposition.
Um bei einem Fahrzeugaufprall oder einem Fahrzeugüberschlag ei
ne zwangsgeführte Verlagerung des Windschutzrahmens 3, 4 in die
steiler gestellte Aufprallposition zu bewirken, wird der Wind
schutzrahmen durch ein pyrotechnisch beaufschlagbares Betäti
gungsmittel in Form einer Hebeleinheit 5, 6 bei Erfassen einer
bevorstehenden oder auftretenden Aufprall- oder Überschlagbe
lastung in die steiler gestellte Aufprallposition überführt.
Die Hebeleinheit 5, 6 ist starr mit wenigstens einem der beiden
A-Säulenabschnitte 4 verbunden, wobei sie einen einstückigen
Fortsatz des einen A-Säulenabschnittes 4 aufweisen kann. Ein
Hebelarm der Hebeleinheit 5 ragt von der Schwenkachse S aus ra
dial etwa zur gegenüberliegenden Seite - auf den zugeordneten
A-Säulenabschnitt 4 bezogen - schräg nach vorne und nach unten
ab und ist an seinem freien Endbereich mit einem Führungsele
ment 6 verbunden, das in Pfeilrichtung an einem entsprechenden
Stützteil der Karosserietragstruktur etwa rechtwinklig zum He
belarm 5 verlagerbar ist. Dem Führungselement 6 ist eine pyro
technische Antriebseinheit 7 zugeordnet, die - in Fahrtrichtung
gesehen - vor dem Führungselement 6 positioniert ist und sich
an einem entsprechenden Karosserietragstrukturteil stabil ab
stützt. Bei einer Auslösung der pyrotechnischen Antriebseinheit
7 durch eine entsprechende elektrische Steuereinheit 9 sowie
entsprechende elektrische Leitungen 8 wird eine schlagartige
Kraft auf das Führungselement 6 in Richtung des Pfeiles ausge
übt, die wiederum auf den Hebelarm 5 und den Windschutzrahmen
3, 4 ein Drehmoment im Uhrzeigersinn - auf die Zeichnungsebene
bezogen - ausübt.
Der Hebelarm 5 oder das Führungselement 6 ist sowohl in der
normalen Funktionsposition mit einer Arretierung versehen, die
die Sicherung des Windschutzrahmens 2, 4 in der Funktionsposi
tion gewährleisten. Falls durch den Windschutzrahmen auch ein
verbesserter Überrollschutz gewährleistet sein soll, so ist dem
Windschutzrahmen 3, 4 und damit insbesondere dem Hebelarm 5
und/oder dem Führungselement 6 zudem auch für die aufrechter
gestellte Aufprallposition eine weitere Arretierung zugeordnet,
die verhindert, dass starke Überschlagbelastungen den Wind
schutzrahmen 3, 4 wieder in eine flachere Position zurückdrü
cken.
Zur Ansteuerung der pyrotechnischen Antriebseinheit 7 und damit
zur Initiierung des Verlagerungsvorganges des Windschutzrahmens
3, 4 ist eine im Fahrzeug ohnehin vorhandene zentrale Steuer
einheit St vorgesehen, die entsprechende Sensorsignale eines
Aufprall- und/oder Überschlagsensors 10, der im Fahrzeug fest
montiert ist, empfängt. Eine derartige zentrale Steuereinheit
ist für die Auslösung weiterer, passiver Sicherheitseinrichtun
gen wie Gurtstraffer, Airbags und ähnlichem ohnehin vorgesehen.
Sie kann daher in einfacher Weise mit einer Zusatzfunktion,
nämlich der Auslösung der pyrotechnischen Antriebseinheit 7 zur
Verschwenkung des Windschutzrahmens 3, 4, ausgerüstet sein.
Bei dem Cabriolet nach Fig. 2 sind die A-Säulen in einen unte
ren, feststehenden A-Säulenabschnitt 12, der stabil in die Ka
rosserietragstruktur eingebunden ist, sowie in einen oberen, um
eine Schwenkachse S schwenkbeweglichen A-Säulenabschnitt 4a un
terteilt. Die oberen A-Säulenabschnitte 4a sind aus einer Funk
tionsposition (durchgezogene Linien) in eine Aufprall- oder
Überschlagposition (gestrichelte Linien) abhängig von einer
entsprechenden Aufprall- oder Überschlagsensorsteuerung ent
sprechend dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 verlagerbar.
Hierzu sind die A-Säulenabschnitte 4a, die über einen nicht nä
her bezeichneten Windschutzrahmen miteinander verbunden sind,
mit einem einstückigen, exzentrisch zur Schwenkachse S ange
formten Fortsatz versehen, an dem jeweils ein Angriffspunkt 15
eines Betätigungsmittels 6a vorgesehen ist. Die Schwenkachse S
befindet sich an einem zu einem Motorraum gewandten vorderen
Bereich des unteren A-Säulenabschnittes 12. Das Betätigungsmit
tel 6a ist als Hubzylinder gestaltet, der in dem unteren A-Säu
lenabschnitt 12 integriert ist. Der Hubzylinder 6a kann mit ei
nem pyrotechnischen, einem pneumatischen oder einem hydraulisch
gestalteten Antrieb versehen sein, der eine Kolbenstange des
Hubzylinders 6a bei einer entsprechenden Auslösung durch die
Sensorsteuerung nach oben treibt. Das vordere Stirnende der
Kolbenstange greift an dem Angriffspunkt 15 an dem oberen,
schwenkbeweglichen A-Säulenabschnitt 4a an. Der Hubzylinder 6a
ist auf einem Längsträger 14 der Karosserietragstruktur stabil
abgestützt, wobei er mittels einer nicht näher bezeichneten La
gerung in gewissen Grenzen um eine zur Schwenkachse S parallele
Schwenkachse verschwenkbar ist, um die Linearführung der Kol
benstange beim Anheben oder Absenken des A-Säulenabschnittes 4a
nicht zu beeinträchtigen. Der Kolbenstange ist zudem eine
Sperrvorrichtung 13 zugeordnet, indem kolbenstangenseitig eine
Sperrklinke und zylinderseitig eine entsprechende Rasterung
vorgesehen ist. Dadurch wird die Kolbenstange und damit auch
der A-Säulenabschnitt 4a in der jeweiligen Funktions- oder Auf
prall- und Überschlagposition sicher arretiert, wobei die
Sperrvorrichtung 13 derart stabil ausgebildet ist, dass sie
auch auf den Windschutzrahmen und die A-Säulenabschnitte 4a
wirkende Überrollkräfte aufnehmen kann, ohne ein Einknicken
oder Absenken der A-Säulenabschnitte 4a zu bewirken. Die Sperr
klinke ist vorzugsweise in Sperrrichtung federbelastet, wodurch
die Sicherung der jeweiligen Funktions- oder Aufprall- und
Überschlagposition gewährleistet ist. In Löserichtung wird die
Sperrklinke durch die Sensorsteuerung ausgelenkt. Die Schwenk
achse S für die A-Säulenabschnitte 4a befindet sich in Abstand
- in Fahrtrichtung gesehen - vor dem Einbauraum für das Betäti
gungsmittel 6a in dem unteren A-Säulenabschnitt 12. Auch bei
diesem Ausführungsbeispiel ist es möglich, dass jedem A-Säulen
abschnitt 4a auf beiden Fahrzeugseiten jeweils ein eigenes Be
tätigungsmittel 6a und eine eigene Sperrvorrichtung 13 zugeord
net ist, die entsprechend synchron angesteuert werden.
Claims (8)
1. Cabriolet mit einem Windschutzrahmen, der zwei eine Wind
schutzscheibe beidseitig flankierende A-Säulenabschnitte sowie
einen die A-Säulenabschnitte oberhalb der Windschutzscheibe
miteinander verbindenden Querträger aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Windschutzrahmen (3, 4) im Bereich der A-Säulenabschnitte
(4) zwischen einer Funktionsposition und einer steiler gestell
ten Aufprall- oder Überschlagposition verlagerbar ist, und dass
dem Windschutzrahmen (3, 4) ein durch einen Antrieb auslösba
res Betätigungsmittel (5 bis 7) derart zugeordnet ist, dass der
Windschutzrahmen (3, 4) bei einer aufprall- oder überschlagbe
dingten Auslösung des Betätigungsmittels (5 bis 7) durch das
Betätigungsmittel (5 bis 7) in die steiler gestellte Aufprall-
oder Überschlagposition verlagert wird.
2. Cabriolet nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Antrieb für das Betätigungsmittel (5 bis 7) pyrotechnisch,
pneumatisch, hydraulisch oder elektrisch gelagert ist.
3. Cabriolet nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die A-Säulenabschnitte (4) um eine gemeinsame, in Fahrzeugquer
richtung verlaufende Schwenkachse (S) an vorhandenen Karosse
rieteilen der Karosserietragstruktur oder an einem mit der Ka
rosserietragstruktur verbundenen Trägerteil (11) schwenkbeweg
lich gelagert sind.
4. Cabriolet nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die A-Säulenabschnitte (4) mit einem einstückigen Fortsatz bis
zu einem Angriffspunkt des Betätigungsmittels versehen sind.
5. Cabriolet nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
als Betätigungsmittel eine mit wenigstens einem A-Säulenab
schnitt (4) starr verbundene und zu der Schwenkachse (5) radial
abragende Hebeleinheit (5) vorgesehen ist, die durch einen py
rotechnischen Antrieb (7) um die Schwenkachse (S) verschwenkbar
ist.
6. Cabriolet nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der pyrotechnische Antrieb (7) an eine zentrale Steuereinheit
(St) angeschlossen ist, die mit einer Aufprallsensoreinrichtung
(10) verbunden ist.
7. Cabriolet nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
als Betätigungsmittel ein pneumatisch oder hydraulisch wirksa
mer Hubzylinder vorgesehen ist, dem eine lösbare Sperreinrich
tung für die Funktionsposition und die Aufprall- oder Über
schlagposition zugeordnet ist.
8. Cabriolet nach Anspruch 1 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Angriffspunkt des Betätigungsmittels (5 bis 7) an dem A-Säulenabschnitt
(4) oder dem Fortsatz in Abstand zu der
Schwenkachse (S) positioniert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000139085 DE10039085A1 (de) | 2000-08-10 | 2000-08-10 | Cabriolet mit einem Windschutzrahmen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000139085 DE10039085A1 (de) | 2000-08-10 | 2000-08-10 | Cabriolet mit einem Windschutzrahmen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10039085A1 true DE10039085A1 (de) | 2002-02-21 |
Family
ID=7652001
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000139085 Withdrawn DE10039085A1 (de) | 2000-08-10 | 2000-08-10 | Cabriolet mit einem Windschutzrahmen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10039085A1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2005113298A1 (de) * | 2004-05-24 | 2005-12-01 | Wilhelm Karmann Gmbh | Kraftfahrzeug, insbesondere cabriolet |
| DE102005024905A1 (de) * | 2005-05-31 | 2006-12-07 | Volkswagen Ag | Sicherheitseinrichtung für ein Cabrio-Kraftfahrzeug |
| DE102005059448A1 (de) * | 2005-12-13 | 2007-06-14 | GM Global Technology Operations, Inc., Detroit | Kraftfahrzeugkarosserie mit schwenkbarer Frontscheibe |
| DE102007006534A1 (de) | 2007-02-09 | 2008-08-14 | Webasto Ag | Fahrzeug mit einem ableg- und/oder abnehmbaren Dach |
| DE102016109230A1 (de) | 2016-05-19 | 2017-11-23 | Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Frontrahmen für ein Cabriolet |
| DE102023210613A1 (de) * | 2023-10-26 | 2025-04-30 | Volkswagen Aktiengesellschaft | Fahrzeug sowie Verfahren zur Verstellung einer Windschutzscheibe eines Fahrzeuges |
-
2000
- 2000-08-10 DE DE2000139085 patent/DE10039085A1/de not_active Withdrawn
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2005113298A1 (de) * | 2004-05-24 | 2005-12-01 | Wilhelm Karmann Gmbh | Kraftfahrzeug, insbesondere cabriolet |
| DE102004025856A1 (de) * | 2004-05-24 | 2005-12-22 | Wilhelm Karmann Gmbh | Kraftfahrzeug, insbesondere Cabriolet |
| DE102005024905A1 (de) * | 2005-05-31 | 2006-12-07 | Volkswagen Ag | Sicherheitseinrichtung für ein Cabrio-Kraftfahrzeug |
| DE102005059448A1 (de) * | 2005-12-13 | 2007-06-14 | GM Global Technology Operations, Inc., Detroit | Kraftfahrzeugkarosserie mit schwenkbarer Frontscheibe |
| DE102007006534A1 (de) | 2007-02-09 | 2008-08-14 | Webasto Ag | Fahrzeug mit einem ableg- und/oder abnehmbaren Dach |
| DE102016109230A1 (de) | 2016-05-19 | 2017-11-23 | Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Frontrahmen für ein Cabriolet |
| DE102023210613A1 (de) * | 2023-10-26 | 2025-04-30 | Volkswagen Aktiengesellschaft | Fahrzeug sowie Verfahren zur Verstellung einer Windschutzscheibe eines Fahrzeuges |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE10066268B4 (de) | Sicherheitssystem für ein Kraftfahrzeug | |
| DE4345524C2 (de) | Überrollschutzsystem | |
| DE102010015910B4 (de) | Cabrioverdeck mit Dachfenster | |
| EP3172091A1 (de) | Fahrzeug mit einer fussgängerschutzvorrichtung | |
| DE3502574C1 (de) | UEberrollschutz fuer ein Kraftfahrzeug mit einem offenen Aufbau | |
| EP1028050A2 (de) | Cabriolet mit Verdeck und Überrollbügel | |
| EP2042408B1 (de) | Überrollschutzeinrichtung | |
| EP1519857B1 (de) | Anordnung zum auslenken eines teiles der aussenhaut eines kraftfahrzeuges | |
| EP1967419A1 (de) | Überrollschutzsystem für Kraftfahrzeuge mit einem faltbaren Überrollbügel | |
| DE102007046535A1 (de) | Kraftfahrzeug, insbesondere Cabriolet, mit einer hinter den Sitzen angeordneten Überrollschutzvorrichtung | |
| DE102010049112B4 (de) | Beschlagteil zur Befestigung eines Spannbandes eines Vorhanggassackes an einem Fahrzeugteil | |
| EP2003023A2 (de) | Kraftfahrzeug mit einem beweglichen Dach und einem ausfahrbaren Überrollschutzelement | |
| EP0738629B1 (de) | Personenkraftwagen, insbesondere Cabriolet mit einem Überrollschutz | |
| DE19925520C1 (de) | Überroll-Schutzsystem für Kraftfahrzeuge | |
| DE10039085A1 (de) | Cabriolet mit einem Windschutzrahmen | |
| DE10132421C1 (de) | Überrollschutzsystem für Kraftfahrzeuge | |
| EP1182097B1 (de) | Überrollschutzsystem | |
| DE10223420C2 (de) | Überrollschutzsystem für Kraftfahrzeuge mit Soll-Deformationsstelle | |
| EP1955908B1 (de) | Überrollschutzsystem für Kraftfahrzeuge mit einem sensorgesteuert aktiv aufstellbaren Überrollkörper | |
| DE102004056359B3 (de) | Überrollschutzeinrichtung | |
| EP0757946A2 (de) | Sicherheitseinrichtung, insbesondere für den Fahrer eines Kraftfahrzeuges | |
| DE102006055491B4 (de) | Überrollschutzsystem eines Kraftfahrzeugs mit einem mittig angeordneten aufstellbaren Überrollkörper | |
| EP1562799B1 (de) | Einrichtung zum reversieren einer zum unfallschutz sensorgesteuert aktiv aufgestellten fronthaube eines kraftfahrzeuges | |
| DE202009007697U1 (de) | Fahrzeug | |
| DE10021904B4 (de) | Überrollschutzsystem für Kraftfahrzeuge |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: DAIMLERCHRYSLER AG, 70327 STUTTGART, DE |
|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |