DE102005024905A1 - Sicherheitseinrichtung für ein Cabrio-Kraftfahrzeug - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitseinrichtung für ein Cabrio-Kraftfahrzeug (1; 1') mit einem Windschutzscheibenrahmen (7), dessen oberer Querbereich als Dachquerträger (10) ausgebildet ist, an dem ein öffenbares Cabrio-Fahrzeugdach im geschlossenen Zustand abstützbar ist. Erfindungsgemäß ist der Windschutzscheibenrahmen (7) bei einem Anprall an das vordere Fahrzeugende von einer Rahmen-Grundstellung in eine Rahmen-Kollisionsstellung verlagerbar, in der wenigstens ein Teilbereich des Windschutzscheibenrahmens (7), insbesondere der Dachquerträger (10) mit den Rahmenseitenelementen (8), einen größeren Abstand zu einer hinter dem Windschutzscheibenrahmen (7) angeordneten Insassensitzposition (13) aufweist als in der Rahmen-Grundstellung.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Sicherheitseinrichtung für ein Cabrio-Kraftfahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Ein allgemein bekanntes Cabrio-Kraftfahrzeug weist einen Windschutzscheibenrahmen auf, dessen oberer Querbereich als Dachquerträger ausgebildet ist. Ein öffenbares Cabrio-Fahrzeugdach kann im geschlossenen Zustand am Dachquerträger abgestützt werden. Ist das Cabrio-Fahrzeugdach offen, so ragt der Windschutzscheibenrahmen, in dem die Windschutzscheibe angeordnet ist, in Fahrzeuglängsrichtung gesehen im Anschluss an eine Fronthaube bzw. in Fahrzeughochrichtung gesehen zur Verlängerung einer A-Säule nach oben weg. Bei einer seitlichen Betrachtung des Cabrio-Kraftfahrzeuges weist der Windschutzscheibenrahmen von einem unteren A-Säulenbereich, an dem eine Fahrzeugtür schwenkbar angeschlagen ist, ausgehend schräg nach oben hinten, so dass insgesamt ein guter Cw-Wert für das Cabrio-Kraftfahrzeug erhalten werden kann.
- Aufgabe der Erfindung ist es, eine Sicherheitseinrichtung für ein Cabrio-Kraftfahrzeug zu schaffen, bei dem im Kollisionsfall eine erhöhte Sicherheit für Fahrzeuginsassen erreicht wird.
- Diese Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
- Gemäß Anspruch 1 ist der Windschutzscheibenrahmen bei einem Anprall an das vordere Fahrzeugende von einer Rahmen-Grundstellung in eine Rahmen-Kollisionsstellung verlagerbar, in der wenigstens ein Teilbereich des Windschutzscheibenrahmens, insbesondere der Dachquerträger mit den Rahmenseitenelementen, einen größeren Abstand zu einer hinter dem Windschutzscheibenrahmen angeordneten Insassensitzposition aufweist als in der Rahmen-Grundstellung.
- Vorteilhaft hierbei ist, dass im Falle einer Kollision des Cabrio-Kraftfahrzeuges, insbesondere bei einer Frontalkollision, der Windschutzscheibenrahmen von der Rahmen-Grundstellung in die Rahmen-Kollisionsstellung verlagert wird, wobei dadurch der Abstand zwischen dem Windschutzscheibenrahmen und dem auf Fahrer- bzw. Beifahrersitz sitzenden Fahrzeuginsassen vergrößert wird. Auch bei einer kollisionsbedingten Vorverlagerung des Fahrzeuginsassen kann ein Anprallen desselben an den Windschutzscheibenrahmen aufgrund der ebenfalls kollisionsbedingt ausgelösten Verlagerung des Windschutzscheibenrahmens vermieden werden. Zudem kann in der Rahmen-Grundstellung eine relativ große Scheibenneigung der Windschutzscheibe bzw. des Windschutzscheibenrahmens für eine Optimierung des Cw-Wertes ausgebildet werden, da zwar in der Rahmen-Grundstellung der Dachquerträger des Windschutzscheibenrahmens nahe zum Fahrzeuginsassen angeordnet ist, aber aufgrund der erfindungsgemäßen Verlagerung des Windschutzscheibenrahmens bei einer Kollision des Cabrio-Kraftfahrzeuges in die Rahmen-Kollisionsstellung kein Gefahrenpotential vom Dachquerträger bzw. vom Windschutzscheibenrahmen für den Fahrzeuginsassen ausgeht. Etwaige Polsterungen o. ä. am Dachquerträger können hier vorteilhaft entfallen. Eine erfindungsgemäße Verlagerung des Windschutzscheibenrahmens bei einer Kollision des Cabrio-Kraftfahrzeuges ist bevorzugt nur bei geöffnetem Cabrio-Fahrzeugdach möglich, wobei grundsätzlich auch bei geschlossenem Cabrio-Fahrzeugdach eine derartige Verlagerung denkbar ist, wobei dann das Cabrio-Fahrzeugdach, das im geschlossenen Zustand am Dachquerträger abgestützt bzw. befestigt ist, zur Freigabe der Verlagerung des Windschutzscheibenrahmens beispielsweise mit einer Sollreißstelle, die am Übergang zwischen Dachquerträger und Cabrio-Fahrzeugdach angeordnet sein kann, versehen sein muss. Die erfindungsgemäße Verlagerbarkeit des Windschutzscheibenrahmens ist bei jedem Kraftfahrzeug denkbar, das ein öffenbares Fahrzeugdach aufweist, so z. B. neben Cabrio-Kraftfahrzeugen auch bei Roadster-Kraftfahrzeugen.
- In einer bevorzugten konkreten Ausführung kann die Sicherheitseinrichtung wenigstens ein Kraftübertragungsmittel aufweisen, mittels dem zwischen einem Anprallbereich am vorderen Fahrzeugende und dem Windschutzscheibenrahmen eine mechanische Wirkverbindung ausbildbar ist. Dabei erfolgt die Verlagerung des Windschutzscheibenrahmens von der Rahmen-Grundstellung in die Rahmen-Kollisionsstellung durch die bei einem Anprall auf den Anprallbereich einwirkende Anprallkraft. Damit wird durch das Kraftübertragungsmittel die kollisionsbedingt auf das Cabrio-Kraftfahrzeug einwirkende Anprallkraft zur Verlagerung des Windschutzscheibenrahmens genutzt. Grundsätzlich kann die Verlagerung des Windschutzscheibenrahmens auch anderweitig ausgebildet sein, so z. B. kann am vorderen Fahrzeugende eine Sensoreinrichtung angeordnet sein, die bei einer erkannten Kollision des Cabrio-Kraftfahrzeuges eine mit dem Windschutzscheibenrahmen gekoppelte Verlagerungseinrichtung aktiviert, mittels der der Windschutzscheibenrahmen von der Rahmen-Grundstellung in die Rahmen-Kollisionsstellung verlagert wird.
- In einer Weiterbildung kann das Kraftübertragungsmittel durch wenigstens einen Bestandteil einer Tragstruktur eines zwischen dem Anprallbereich und dem Windschutzscheibenrahmen angeordneten Vorderwagens des Cabrio-Kraftfahrzeuges gebildet sein. Bevorzugt ist das Kraftübertragungsmittel durch einen Längsträger des Vorderwagens gebildet. Durch den Längsträger wird bei einem Anprall an das vordere Fahrzeugende ein Lastpfad ausgebildet, wobei der Längsträger unmittelbar oder mittelbar so mit dem Windschutzscheibenrahmen gekoppelt ist, dass bei einer kollisionsbedingten Krafteinwirkung auf den Längsträger eine Verlagerung des Windschutzscheibenrahmens von der Rahmen-Grundstellung in die Rahmen-Kollisionsstellung erfolgt.
- Alternativ oder zusätzlich zu der Ausführung des Kraftübertragungsmittels durch einen Längsträger kann das Kraftübertragungsmittel auch durch wenigstens ein in einem zwischen dem Anprallbereich und dem Windschutzscheibenrahmen angeordneten Vorderwagen verlagerbar angeordnetes Kraftübertragungselement gebildet sein. Hierbei wird durch die kollisionsbedingt einwirkende Anprallkraft das Kraftübertragungselement verlagert, wobei das Kraftübertragungselement so mit dem Windschutzscheibenrahmen gekoppelt ist, das durch die Verlagerung des Kraftübertragungselementes die Verlagerung des Windschutzscheibenrahmens von der Rahmen-Grundstellung in die Rahmen-Kollisionsstellung erfolgt.
- Konkret kann das wenigstens eine Kraftübertragungselement durch ein Rohr gebildet sein, das mittels einer Führungseinrichtung im Vorderwagen gelagert ist dergestalt, dass das Rohr bei einer einwirkenden Anprallkraft an das vordere Fahrzeugende in Fahrzeuglängsrichtung nach hinten geführt verschiebbar ist. Dabei ist das Rohr so mit dem Windschutzscheibenrahmen gekoppelt, dass durch diese Verschiebung des Rohres die Verlagerung des Windschutzscheibenrahmens in die Rahmen-Kollisionsstellung erfolgt.
- Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung kann der Dachquerträger jeweils in Fahrzeugquerrichtung seitlich ein Rahmenseitenelement aufweisen, das zusammen mit einem unteren A-Säulenbereich eine A-Säule des Cabrio-Kraftfahrzeuges ausbildet. Das Rahmenseitenelement ist mit dem unteren A-Säulenbereich an einem Säulenknotenelement fest verbunden. Bei einer Einwirkung der mittels des Kraftübertragungsmittels übertragenen Anprallkraft ist der untere A-Säulenbereich so deformierbar, dass dadurch das Säulenknotenelement so verschwenkt, dass der Windschutzscheibenrahmen von der Rahmen-Grundstellung in die Rahmen-Kollisionsstellung verlagert wird. Die vom Kraftübertragungsmittel übertragene Anprallkraft bewirkt hier eine gezielte Deformation des unteren A-Säulenbereichs, durch die der Windschutzscheibenrahmen in gewünschter Weise in die Rahmen- Kollisionsstellung verschwenkt wird. Das Säulenknotenelement, an dem das Rahmenseitenelement mit dem unteren A-Säulenbereich verbunden ist, ist so stabil bzw. starr ausgebildet, dass im Verlauf der Verlagerung des Windschutzscheibenrahmens der zwischen dem Rahmenseitenelement und dem unteren A-Säulenbereich im Bereich des Säulenknotenelementes aufgespannte Winkel gleich bleibt. Insgesamt ist der Bereich der gesamten A-Säule aber so ausgebildet, dass trotz der gezielten, gewünschten Deformation des unteren A-Säulenbereiches eine solche Gesamtstabilität gegeben ist, dass bei einem etwaigen Rollover des Cabrio-Kraftfahrzeuges keine Gefährdung für die Fahrzeuginsassen besteht.
- In einer alternativen Ausbildung kann das Rahmenseitenelement so am unteren A-Säulenbereich um eine Schwenkachse schwenkbar angebunden sein, dass bei einer Einwirkung der mittels des Kraftübertragungsmittels übertragenen Anprallkraft das Rahmenseitenelement verschwenkt und damit der Windschutzscheibenrahmen von der Rahmen-Grundstellung in die Rahmen-Kollisionsstellung verlagert wird. Durch die Ausbildung der Schwenkachse zwischen dem Rahmenseitenelement und dem unteren A-Säulenbereich ist eine funktionssichere Verschwenkung des Rahmenseitenelementes und damit des gesamten Windschutzscheibenrahmens bei einer einwirkenden Anprallkraft sichergestellt. In der Rahmen-Grundstellung kann beispielsweise eine Sicherung dieser Position mittels einer Verrastungseinrichtung im Bereich der Schwenkachse ausgebildet sein, so dass im normalen Fahrbetrieb des Cabrio-Kraftfahrzeuges eine ungewollte Verschwenkung des Rahmenseitenelementes ausgeschlossen ist. Erst bei einer kollisionsbedingt einwirkenden Anprallkraft, die durch das Kraftübertragungsmittel zum Rahmenseitenelement übertragen wird, wird eine dann gewollte Verschwenkung des Rahmenseitenelementes und damit des Windschutzscheibenrahmens erhalten.
- In einer weiteren Ausführungsform kann das Rahmenseitenelement wenigstens bereichsweise durch ein Versteifungsrohr versteift sein. Bevorzugt ist dabei das Versteifungsrohr wenigstens bereichsweise innerhalb des Rahmenseitenelementes aufgenommen. So kann das Rahmenseitenelement beispielsweise durch einen Hohlträger gebildet sein, innerhalb dem das Versteifungsrohr angeordnet sein kann. Grundsätzlich kann das Versteifungsrohr auch außen am Rahmenseitenelement angeordnet sein.
- In einer konkreten Ausbildung kann das Versteifungsrohr aus einem Rahmenrohrabschnitt und einem Schwenküberstand aufgebaut sein und an der am unteren A-Säulenbereich angeordneten Schwenkachse schwenkbar angebunden sein. Dabei erstreckt sich von der Schwenkachse ausgehend einerseits der mit dem Rahmenseitenelement gekoppelte Rahmenrohrabschnitt und andererseits erstreckt sich der mit dem Kraftübertragungsmittel gekoppelte Schwenküberstand. D. h., dass der Schwenküberstand wenigstens bereichsweise in Richtung Vorderwagen ragt für eine einfache und funktionssichere Kopplung mit dem Kraftübertragungsmittel. Ist das Kraftübertragungsmittel durch das im Vorderwagen verlagerbar angeordnete Rohr gebildet, so betätigt bei einer kollisionsbedingten Verschiebung des Rohres dieses den Schwenküberstand dergestalt, dass dadurch die Verschwenkung des Versteifungsrohres und damit die Verschwenkung des Rahmenseitenelementes durchgeführt wird.
- In einer weiteren konkreten Ausbildung können in Fahrzeugquerrichtung gesehen beabstandet voneinander zwei Kraftübertragungsmittel angeordnet sein, so dass bei einer einwirkenden Anprallkraft beide unteren A-Säulenbereiche deformieren bzw. beide Rahmenseitenelemente verschwenken. Dadurch ist eine über die Quererstreckung des Windschutzscheibenrahmens gesehen gleichmäßige Verlagerung desselben von der Rahmen-Grundstellung in die Rahmen-Kollisionsstellung gewährleistet, so dass sowohl fahrer- als auch beifahrerseitig ein etwaiges Kopfaufschlagrisiko insbesondere an den Dachquerträgern eliminiert ist. Grundsätzlich könnte auch ein zentral angeordnetes Kraftübertragungsmittel vorgesehen sein, das mit beiden Rahmenseitenelementen des Windschutzscheibenrahmens gekoppelt ist, so dass bei der Kraftübertragung durch das Kraftübertragungsmittel ebenfalls eine beidseitig gleichmäßige Verlagerung des Windschutzscheibenrahmens erfolgt.
- Anhand einer Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert.
- Es zeigen:
-
1 und2 jeweils eine schematische Seitenansicht eines vorderen Teilbereiches eines Cabrio-Kraftfahrzeuges mit einem Windschutzscheibenrahmen in einer Rahmen-Grundstellung bzw. in einer Rahmen-Kollisionsstellung in einer ersten Ausführungsform, und -
3 und4 jeweils eine schematische Seitenansicht eines vorderen Teilbereiches eines Cabrio-Kraftfahrzeuges mit einem Windschutzscheibenrahmen in einer Rahmen-Grundstellung bzw. in einer Rahmen-Kollisionsstellung in einer zweiten Ausführungsform. - In den
1 und2 ist jeweils schematisch in einer Seitenansicht ein vorderer Teilbereich eines Cabrio-Kraftfahrzeuges1 dargestellt, wobei nur Bestandteile einer Tragstruktur2 eines Vorderwagens3 des Cabrio-Kraftfahrzeuges1 gezeigt sind. Hauptbestandteil der Tragstruktur2 des Vorderwagens3 ist ein in Fahrzeuglängsrichtung verlaufender Längsträger4 , der sich von einem Anprallbereich5 am vorderen Fahrzeugende im Wesentlichen durch den gesamten Vorderwagen3 bis hin zu einem unteren A-Säulenbereich6 erstreckt. An den unteren A-Säulenbereich6 schließt sich in Fahrzeughochrichtung gesehen nach oben ein Windschutzscheibenrahmen7 an, wobei ein Rahmenseitenelement8 des Windschutzscheibenrahmens7 mit dem unteren A-Säulenbereich6 an einem Säulenknotenelement9 fest verbunden ist. Somit bildet der untere A-Säulenbereich6 zusammen mit dem Rahmenseitenelement8 eine A-Säule des Cabrio-Kraftfahrzeuges1 aus, wobei auf beiden Fahrzeugseiten des Cabrio-Kraftfahrzeuges1 eine derartige A-Säule gebildet ist. Am oberen Endbereich der Rahmenseitenelemente8 ist ein in Fahrzeugquerrichtung verlaufender Dachquerträger10 zur Vervollständigung des Windschutzscheibenrahmens7 vorgesehen, der in den1 und2 dargestellten Seitenansicht senkrecht zur Zeichenebene verläuft. Die Rahmenseitenelemente8 sind durch ein innerhalb der Rahmenseitenelemente8 angeordnetes Versteifungsrohr14 versteift. - Prallt am Anprallbereich
5 ein Objekt, beispielsweise ein anderes Fahrzeug an, so wirkt der Längsträger4 als Kraftübertragungsmittel und bildet eine mechanische Wirkverbindung zwischen dem Anprallbereich5 am vorderen Fahrzeugende und dem Windschutzscheibenrahmen7 aus. D. h., dass durch die bei dem Anprall auf den Anprallbereich5 einwirkende Anprallkraft eine gezielte Deformation des unteren A-Säulenbereiches6 erfolgt (Pfeil11 in1 ) so dass dadurch der Windschutzscheibenrahmen7 , insbesondere der Dachquerträger10 , aufgrund der festen Anbindung des Rahmenseitenelementes8 im Säulenknotenelement9 nach vorne verschwenkt wird (Pfeil12 in2 ). Damit wird der Windschutzscheibenrahmen7 von einer Rahmen-Grundstellung, die in1 dargestellt ist, in eine Rahmen-Kollisionsstellung, die in2 dargestellt ist, verlagert, wobei in der Rahmen-Kollisionsstellung ein größerer Abstand des Windschutzscheibenrahmens7 , insbesondere des Dachquerträgers10 , zu einer hinter dem Windschutzscheibenrahmen angeordneten Insassensitzposition13 ausgebildet ist als in der Rahmen-Grundstellung. Dadurch ist trotz einer kollisionsbedingten Vorverlagerung eines in der Insassensitzposition13 sitzenden Fahrzeuginsassen ein Kontakt desselben mit dem Windschutzscheibenrahmen7 ausgeschlossen, so dass eine etwaige Beeinträchtigung des Fahrzeuginsassen durch einen Anprall an den Windschutzscheibenrahmen7 vermieden ist. - In den
3 und4 ist ebenfalls ein vorderer Teilbereich eines Cabrio-Kraftfahrzeuges1' dargestellt, wobei Bauteile mit gleicher Funktion wie beim Cabrio-Kraftfahrzeug1 mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Auch hier ist im Rahmenseitenelement8 ein Versteifungsrohr14' vorgesehen, das um eine am unteren A-Säulenbereich6 angeordnete Schwenkachse15 schwenkbar angeordnet ist. Das Versteifungsrohr14' ist aus einem Rahmenrohrabschnitt16 und einem Schwenküberstand17 aufgebaut, wobei von der Schwenkachse15 ausgehend der Rahmenrohrabschnitt16 mit dem Rahmenseitenelement8 gekoppelt ist und der Schwenküberstand17 sich in Richtung Vorderwagen3 erstreckt. Insgesamt gesehen bilden der Rahmenrohrabschnitt16 und der Schwenküberstand17 ein geradlinig verlaufendes Versteifungsrohr14' . Im Vorderwagen3 ist ein Rohr18 als Kraftübertragungsmittel mittels einer Führungseinrichtung19 so gelagert, dass das Rohr18 in Fahrzeuglängsrichtung geführt verschoben werden kann. Das Rohr18 erstreckt sich im Wesentlichen über die gesamte Länge des Vorderwagens3 , d. h., vom Anprallbereich5 bis zu einem unteren A-Säulenbereich6 . Der dem unteren A-Säulenbereich6 zugeordnete Endbereich des Rohres18 ist so dem Schwenküberstand17 des Versteifungsrohres14' zugewandt, dass bei einer Verschiebung des Rohres18 in Fahrzeuglängsrichtung nach hinten (Pfeil20 in3 ) eine Verschwenkung des Versteifungsrohres14' um die Schwenkachse15 bedingt wird (Pfeil21 in4 ). Prallt das Cabrio-Kraftfahrzeug1' mit dem Anprallbereich5 an ein Objekt, wie z. B. ein anderes Fahrzeug, so wird durch die kollisionsbedingt einwirkende Anprallkraft das Rohr18 nach hinten verschoben, wobei durch die Verschwenkung des Versteifungsrohres14' das Rahmenseitenelement8 und damit der Windschutzscheibenrahmen7 , insbesondere der Dachquerträger10 , nach vorne verschwenkt wird. Somit wird auch hier aufgrund der kollisionsbedingt einwirkenden Anprallkraft eine Verlagerung des Windschutzscheibenrahmens7 von der in3 dargestellten Rahmen-Grundstellung in die in4 dargestellte Rahmen-Kollisionsstellung erhalten. - Unabhängig von der Ausführung des Kraftübertragungsmittels, einerseits als Längsträger
4 und andererseits als Rohr18 , ist eine einfache, mechanische Wirkverbindung zwischen dem Anprallbereich5 und dem Windschutzscheibenrahmen7 hergestellt, mittels der eine funktionssichere Verlagerung bzw. Verschwenkung des Windschutzscheibenrahmens7 , insbesondere des Dachquerträgers10 von der Rahmen-Grundstellung in die Rahmen-Kollisionsstellung durchgeführt werden kann. Durch die damit verbundene Vergrößerung des Abstandes des Dachquerträgers10 zur dahinter angeordneten Insassensitzposition13 wird das Risiko eines etwaigen Kopfaufschlages eines Fahrzeuginsassen am Dachquerträger10 reduziert bzw. eliminiert. -
- 1/1'
- Cabrio-Kraftfahrzeug
- 2
- Tragstruktur
- 3
- Vorderwagen
- 4
- Längsträger
- 5
- Anprallbereich
- 6
- unterer A-Säulenbereich
- 7
- Windschutzscheibenrahmen
- 8
- Rahmenseitenelement
- 9
- Säulenknotenelement
- 10
- Dachquerträger
- 11
- Pfeil
- 12
- Pfeil
- 13
- Insassensitzposition
- 14/14'
- Versteifungsrohr
- 15
- Schwenkachse
- 16
- Rahmenrohrabschnitt
- 17
- Schwenküberstand
- 18
- Rohr
- 19
- Führungseinrichtung
- 20
- Pfeil
- 21
- Pfeil
Claims (10)
- Sicherheitseinrichtung für ein Cabrio-Kraftfahrzeug; mit einem Windschutzscheibenrahmen, dessen oberer Querbereich als Dachquerträger ausgebildet ist, an dem ein öffenbares Cabrio-Fahrzeugdach im geschlossenen Zustand abstützbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Anprall an das vordere Fahrzeugende, insbesondere bei einer Frontalkollision und bei geöffnetem Cabrio-Fahrzeugdach, der Windschutzscheibenrahmen (
7 ) von einer Rahmen-Grundstellung in eine Rahmen-Kollisionsstellung verlagerbar ist, in der wenigstens ein Teilbereich des Windschutzscheibenrahmens (7 ), insbesondere der Dachquerträger (10 ) mit den Rahmenseitenelementen (8 ), einen größeren Abstand zu einer hinter dem Windschutzscheibenrahmen (7 ) angeordneten Insassensitzposition (13 ) aufweist als in der Rahmen-Grundstellung. - Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitseinrichtung wenigstens ein Kraftübertragungsmittel (
4 ;18 ) aufweist, mittels dem zwischen einem Anprallbereich (5 ) am vorderen Fahrzeugende und dem Windschutzscheibenrahmen (7 ) eine mechanische Wirkverbindung ausbildbar ist dergestalt, dass durch die bei einem Anprall auf den Anprallbereich (5 ) einwirkende Anprallkraft die Verlagerung des Windschutzscheibenrahmens (7 ) von der Rahmen-Grundstellung in die Rahmen-Kollisionsstellung erfolgt. - Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftübertragungsmittel durch wenigstens einen Bestandteil einer Tragstruktur (
2 ) eines zwischen dem Anprallbereich (5 ) und dem Windschutzscheibenrahmen (7 ) angeordneten Vorderwagens (3 ), insbesondere durch einen Längsträger (4 ), gebildet ist. - Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftübertragungsmittel durch wenigstens ein in einem zwischen dem Anprallbereich (
5 ) und dem Windschutzscheibenrahmen (7 ) angeordneten Vorderwagen (3 ) verlagerbar angeordnetes Kraftübertragungselement (18 ) gebildet ist. - Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Kraftübertragungselement durch ein Rohr (
18 ) gebildet ist, das mittels einer Führungseinrichtung (19 ) im Vorderwagen (3 ) gelagert ist dergestalt, dass das Rohr (18 ) bei einer einwirkenden Anprallkraft an das vordere Fahrzeugende in Fahrzeuglängsrichtung nach hinten geführt verschiebbar ist. - Sicherheitseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Dachquerträger (
10 ) jeweils in Fahrzeugquerrichtung seitlich ein Rahmenseitenelement (8 ) aufweist, das zusammen mit einem unteren A-Säulenbereich (6 ) eine A-Säule des Cabrio-Kraftfahrzeuges (1 ) ausbildet, dass das Rahmenseitenelement (8 ) mit dem unteren A-Säulenbereich (6 ) an einem Säulenknotenelement (9 ) fest verbunden ist, und dass bei einer Einwirkung der mittels des Kraftübertragungsmittels (4 ) übertragenen Anprallkraft der untere A-Säulenbereich (6 ) so deformierbar ist, dass dadurch das Säulenknotenelement (9 ) so verschwenkt, dass der Windschutzscheibenrahmen (7 ) von der Rahmen-Grundstellung in die Rahmen-Kollisionsstellung verlagert wird. - Sicherheitseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Dachquerträger (
10 ) jeweils in Fahrzeugquerrichtung seitlich ein Rahmenseitenelement (8 ) aufweist, das zusammen mit einem unteren A-Säulenbereich (6 ) eine A-Säule des Cabrio-Kraftfahrzeuges (1 ) ausbildet, dass das Rahmenseitenelement (8 ) so am unteren A-Säulenbereich (6 ) um eine Schwenkachse (15 ) schwenkbar angebunden ist, dass bei einer Einwirkung der mittels des Kraftübertragungsmittels (18 ) übertragenen Anprallkraft das Rahmenseitenelement (8 ) verschwenkt und damit der Windschutzscheibenrahmen (7 ) von der Rahmen-Grundstellung in die Rahmen-Kollisionsstellung verlagert wird. - Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenseitenelement (
8 ) wenigstens bereichsweise durch ein Versteifungsrohr (14 ;14' ) versteift ist, vorzugsweise ist das Versteifungsrohr (14 ;14' ) wenigstens bereichsweise innerhalb des Rahmenseitenelementes (8 ) aufgenommen. - Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungsrohr (
14' ) aus einem Rahmenrohrabschnitt (16 ) und einem Schwenküberstand (17 ) aufgebaut ist und an der am unteren A-Säulenbereich (6 ) angeordneten Schwenkachse (15 ) schwenkbar angebunden ist dergestalt, dass sich von der Schwenkachse (15 ) ausgehend einerseits der mit dem Rahmenseitenelement (8 ) gekoppelte Rahmenrohrabschnitt (16 ) erstreckt und andererseits sich der mit dem Kraftübertragungsmittel (18 ) gekoppelte Schwenküberstand (17 ) erstreckt. - Sicherheitseinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in Fahrzeugquerrichtung gesehen beabstandet voneinander zwei Kraftübertragungsmittel (
4 ;18 ) angeordnet sind, so dass bei einer einwirkenden Anprallkraft beide unteren A-Säulenbereiche (6 ) deformieren bzw. beide Rahmenseitenelemente verschwenken.
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