DE10025905A1 - Vorrichtung zum Behandeln von Kleidungsstücken - Google Patents
Vorrichtung zum Behandeln von KleidungsstückenInfo
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Abstract
Es wird eine Vorrichtung zum Behandeln von Kleidungsstücken an wenigstens einer Behandlungsstation beschrieben, bei der die Behandlungsstation und eine Be- und/oder Entladestation miteinander durch eine Förderstrecke verbunden sind, auf der die an Förderwagen hängenden Kleidungsstücke transportierbar sind. Um diese Vorrichtung weniger zeit- und kostenaufwendig betreiben zu können, wird vorgeschlagen, für die Förderstrecke einen staufähigen, angetriebenen Hängeförderer zu verwenden. Um weiterhin ohne zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand die Befestigung der Kleidungsstücke am Förderwagen zu erleichtern, wird ein Förderwagen mit einer verbesserten Arretierungseinrichtung vorgeschlagen.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Behandeln von Klei
dungsstücken, die an Förderwagen hängend durch eine Förderstrecke transportiert
werden, der im Oberbegriff von Anspruch 1 erläuterten Art und auf eine Förderwagen
zum Transport von Kleidungsstücken der im Oberbegriff von Anspruch 5 erläuterten
Art.
Eine Vorrichtung und ein Förderwagen dieser Art sind aus der EP-A-902 118 bekannt.
Die bekannte Vorrichtung enthält eine Förderstrecke in Form eines Förderkreises, der
an den unterschiedlichsten Behandlungsstationen sowie einer Be- und/oder Entlade
station vorbeiführt. Auf der Förderstrecke werden, offensichtlich manuell, Förderwa
gen zu den einzelnen Stationen transportiert, wobei an einzelnen Stellen innerhalb
des Förderkreises eine kontrollierte, motorisch angetriebene Bewegung der Förder
wagen möglich ist. Mit dieser Vorrichtung ist zwar eine durchlaufende Behandlung der
Kleidungsstücke möglich, wobei auch Unterschiede in der Behandlungsdauer an den
einzelnen Behandlungsstationen gut ausgeglichen werden können, die bekannte Vor
richtung arbeitet jedoch noch relativ Zeit- und arbeitsaufwendig.
Der bei der bekannten Vorrichtung verwendete Förderwagen ist für eine hängende
Förderung der Kleidungsstücke ausgelegt, wobei jeder Förderwagen nur ein einziges
Kleidungsstück trägt. Zum Aufspannen der Kleidungsstücke auf den Förderwagen
werden die im Stand der Technik hinlänglich bekannten Spannbacken, beispielsweise
in Form von Spannschilden zum Aufspannen von Hosen durch die obere Taillenöff
nung verwendet. Die Spannbacken sind entlang einer vom Förderwagen getragenen
Schiene verschiebbar, wobei jeder Spannbacken eine Arretierungsvorrichtung auf
weist, um die Spannstellung des Spannbackens mit dem aufgespannten Kleidungs
stück zu fixieren, damit das Kleidungsstück sicher über den Förderweg transportiert
werden kann und auch durch eine begrenzte Belastung in den Behandlungsstationen
nicht von den Spannbacken rutscht. Die Arretierungsvorrichtung ist, als Rastvorrich
tung ausgebildet. Jeder Spannbacken ist mit einer Art Klammer versehen, mit der ein
Raststift in vorbestimmte Rastlöcher auf dem Förderwagen hineinbewegt und heraus
bewegt werden kann. Diese Arretierungsvorrichtung wird von einer außerhalb des
Förderwagens liegenden Betätigungseinrichtung fixiert und gelöst, die an den erfor
derlichen Stellen innerhalb des Förderweges, auf jeden Fall an einer Be- und Entlade
station vorgesehen ist. Diese bekannten Arretierungsvorrichtung hat den Nachteil,
dass kein stufenloses Spannen der Kleidungsstücke durch eine genau definierte
Spannkraft möglich ist, da die Spannstellungen durch die Lage der Rastöffnungen
vorgegeben sind. Bei dehnbaren Materialien, wie sie praktisch für jedes Kleidungs
stück verwendet werden, muss das Kleidungsstück in gedehntem Zustand gespannt
bleiben, bzw. es muss per Hand nachgespannt werden, da die Spannstellung starr fi
xiert ist.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Zeit- und arbeitssparende Vor
richtung zum Behandeln von Kleidungsstücken sowie einen Zeit- und arbeitssparen
den Förderwagen bereitzustellen, mit dem Kleidungsstücke optimal gespannt werden
können.
Die Aufgabe wird durch die Vorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst.
Durch die Verwendung eines angetriebenen Hängeförderers wird die Durchlaufzeit
der Förderwagen durch die Förderstrecke erhöht und die Handarbeit reduziert. Durch
die Verwendung eines an sich bekannten, staufähigen Hängeförderers werden die
Vorteile der manuellen Förderung der Förderwagen in Hinblick auf eine Pufferung und
im Hinblick auf einen Ausgleich unterschiedlicher Bearbeitungszeiten beibehalten.
Die Erfindung ist besonders zweckmäßig mit dem in Anspruch 2 beschriebenen För
derwagen für eine Einzelförderung der Kleidungsstücke zu betreiben.
Zum Ausgleich unterschiedlicher Behandlungszeiten ist die Ausgestaltung nach An
spruch 3 vorteilhaft, da der Förderwagen beliebige Zeit in den Abzweigungen zur Be
handlung in den Behandlungsstationen verbleiben kann, ohne den Förderfluss der
anderen Förderwagen zu stören.
Zwar können die Abzweigungen auch als Stichstrecken ausgebildet sein, bevorzugt
ist jedoch die Ausgestaltung nach Anspruch 4, die eine Ein- und Ausförderung im Be
reich der Behandlungsstationen in einer einzigen Richtung und somit mit einem etwas
einfacheren Antrieb gestattet.
Die Erfindung wird weiterhin durch den in Anspruch 5 angegebenen Förderwagen
gelöst.
Der erfindungsgemäß ausgebildete Förderwagen kann sowohl in der erfindungsge
mäßen Vorrichtung als auch in anderen Vorrichtungen zum Transport von Kleidungs
stücken eingesetzt werden. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Förder
wagens mit einer auf Reibung basierenden Arretierungseinrichtung kann praktisch
stufenlos gespannt werden; d. h. auch unterschiedlich dehnungsfähige Kleidungsstü
cke können mit der jeweils optimalen und vorgegebenen Spannkraft sicher gespannt
werden, ohne dass ein manuelles Nachspannen notwendig wäre. Durch den erfin
dungsgemäßen Förderwagen wird weiterhin die Tatsache ausgenutzt, dass deh
nungsfähige Materialien nach dem Spannen dazu tendieren, ihren ursprünglichen,
nicht gedehnten Zustand wieder einzunehmen, und demzufolge eine Belastung auf
die Spannbacken ausüben, um den Reibungseingriff und somit die Sicherheit des
Festspannens noch zu verstärken.
Vorteilhafte konstruktive Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Förderwagens
sind in den Ansprüchen 6 bis 20 beschrieben.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Behandeln von Kleidungsstücken an wenigstens einer Behand
lungsstation,
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Förderwa
gens in der Ansicht quer zur Förderrichtung, und
Fig. 3 der Förderwagen aus Fig. 2 an einer Behandlungsstation, in einer An
sicht in Förderrichtung.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Vorrichtung 1 zum Behandeln von Klei
dungsstücken an einer Mehrzahl von Behandlungsstationen 2, die im dargestellten
Ausführungsbeispiel alle als sogenannte Topper, d. h. als Vorrichtungen zum Behan
deln von Kleidungsstücken durch Einblasen von Dampf und/oder heißer Luft ausge
bildet sind.
Die Vorrichtung 1 enthält einen äußeren Förderkreis 3 und quer zum Förderkreis 3
verlaufende Abzweigungen 4, die an unterschiedlichen Stellen in den Förderkreis 3
ein- und ausmünden. Jede der Abzweigungen 4 führt zu einer Behandlungsstation 2
und von dieser weg wieder in den Förderkreis 3. Gegebenenfalls kann eine weitere
Behandlungsstation 2 auch im Förderkreis 3 vorgesehen werden.
Am Förderkreis 3 ist weiterhin eine Be- und/oder Entladestation 5 vorgesehen, an der
die Kleidungsstücke, im vorliegenden Fall Hosen, auf einzelne Förderwagen 6 ge
hängt werden, die auf dem Förderkreis 3 und den Abzweigungen 4 angetrieben um
laufen. Jeder der Förderwagen 6 nimmt nur ein einziges Kleidungsstück auf und ent
hält nur schematisch dargestellte Spannbacken 7, die durch eine nur schematisch
dargestellte stationäre Betätigungseinrichtung 8 an der Station 5 zum Aufhängen und
Spannen der Kleidungsstücke relativ zueinander bewegt werden. Auf diese Weise ist
es nicht erforderlich, dass die Förderwagen 6 jeweils mit einer eigenen Betätigungs
einrichtung ausgerüstet werden müssen. Falls erforderlich, kann eine entsprechende
Betätigungseinrichtung 8 zusätzlich oder alternativ auch an anderer Stelle innerhalb
des Förderkreises bzw. der Abzweigung 4 vorgesehen sein.
Die Vorrichtung 1 enthält im Bereich des Förderkreises 3 und der Abzweigungen 4 ei
nen handelsüblichen, motorisch angetriebenen und staufähigen Hängeförderer. Die
ser Hängeförderer kann beispielsweise einen Seil- oder Kettenantrieb aufweisen, der
lösbar mit jedem der Wagen verbunden ist und sich aus der Verbindung mit den Wa
gen 6 auskoppeln kann, sobald der Wagen 6 auf ein Hindernis stößt, sei es ein An
schlag im Bereich der Behandlungsstationen 2 oder der Be- und Entladestation 5, sei
es ein vorausgehender, bereits angehaltener Wagen 6, oder sei es eine von der Be
dienperson ausgeübte Kraft zum Anhalten des Wagens. Auf diese Weise können ei
nige der Wagen 6 in Warteposition gehalten werden, ohne dass der gesamte Antrieb
für die anderen Wagen 6 stoppen muss.
Beim Betrieb der Vorrichtung 1 ist es lediglich notwendig, dass eine Bedienperson an
der Be- und Entladestation 5 die Kleidungsstücke, beispielsweise die Hosen, aus ei
nem Vorrat nimmt und mit ihrer Bundöffnung über die Spannbacken 7 zieht. Dann
werden durch die Betätigungseinrichtung 8 die Spannbacken 7 auseinandergefahren,
bis sie sich an der Innenseite des Bundes anlegen. Beim Erreichen der vorbestimm
ten Spannkraft wird die Arretierung betätigt und gegebenenfalls ein Anschlag wegge
schwenkt, der den zu beladenden Förderwagen 6 bisher an der Be- und Entladestati
on 5 gehalten hat. Der Antrieb kann sich wieder in den Wagen einkoppeln und fördert
den Wagen entlang des Förderkreises 3 und in die vorbestimmte Abzweigung 4 zur
vorbestimmten Behandlungsstation 2.
Ein bevorzugter Förderwagen 6 zur Verwendung in der Vorrichtung 1 oder in anderen
Fördereinrichtungen ist in Fig. 2 ersichtlich. Der Förderwagen 6 enthält einen Rahmen
9 und zwei Gleiter oder Laufrollen 10, mit denen der Rahmen 9 an einer nicht ge
zeichneten Schiene, beispielsweise des Förderweges 3 oder der Abzweigungen 4,
aufgehängt und auf ihr entlang in Förderrichtung entlang des Doppelpfeiles A geför
dert werden kann.
Der Rahmen 9 enthält einen Quersteg 9a und zwei sich U-förmig an den Quersteg
anschließende, nach unten weisende Träger 9b und 9c. Die beiden Träger 9a und 9c
sind durch zwei Führungsstangen 11a und 11c miteinander verbunden, die sich im
unteren Bereich des Rahmens 9 befinden. Auf diesen Führungsstangen 11a, b sind
die Spannbacken 7a und 7b in Richtung B aufeinander zu und in Richtung C vonein
ander weg verschiebbar. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Spannbacken
7a, 7b mit Spannschilden 7' ausgerüstet, die sich zum Aufspannen von Hosen am
Bund eignen. Es können jedoch auch andere Spannvorrichtungen zum Aufspannen
anderer Kleidungsstücke eingesetzt werden.
Das Verschieben der Spannbacken 7a, 7b in die Richtungen B und C wird durch ei
nen endlosen Riemen 12 ermöglicht, der im oberen Bereich des Rahmens 9a um
Umlenkrollen 13 geführt und gelagert ist, die um horizontale, senkrecht zur Fig. 4 ste
hende Achsen frei drehbar sind. Der Endlosriemen 12 weist somit ein erstes Trum
12a und ein zweites Trum 12b auf, die sich beide parallel zu den Führungsstangen
11a, 11b erstrecken.
Der Spannbacken 7a weist einen nach oben weisenden Träger 14a auf, der fest mit
dem Spannbacken 7a verbunden ist und an einem der Trums, im dargestellten Aus
führungsbeispiel am unteren Trum 12a, mitnehmend festgeklemmt ist.
Auch der zweite Spannbacken 7b weist einen fest mit ihm verbundenen, nach oben
vorstehenden Träger 14b auf, der mit dem anderen Trum, im dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel das obere Trum 12b, verklemmt ist. Wird jetzt der Antriebsriemen 12 in
der einen Richtung I um die Spannrollen 13 bewegt, so bewegen sich die Spannba
cken 7a, 7b in Richtung B aufeinander zu. Wird der Endlosriemen 12 in Gegenrich
tung II bewegt, so bewegen sich die Spannbacken 7a, 7b in Richtung C voneinander
weg, und zwar innerhalb des durch Anschlagpuffer 15 auf den Führungsstangen 11a,
11b definierten Verschiebungswegs.
Bevorzugt nur einer der Spannbacken, im vorliegenden Ausführungsbeispiel der
Spannbacken 7b, ist mit einer Arretierungsvorrichtung 16 versehen. Die Arretierungs
vorrichtung 16 enthält Reibelemente in Form zweier Klemmstücke 17 und 18 und ei
nes Gegenstücks 19. Die Klemmstücke 17 und 18, bevorzugt Bolzen, sind an einem
Träger 20 angeordnet, der um eine Achse 21 schwenkbar am Spannbacken 7b so
befestigt ist, dass der Träger 14b als Anschlag für den Träger 20 dient, der das Ver
schwenken des Trägers 20 um die Achse 21 in Richtung auf den anderen Spannba
cken 7a begrenzt; ein Zustand, wie er in Fig. 2 dargestellt ist.
Der Träger 20 ist weiterhin über eine Zugfeder 22 mit dem Spannbacken 7b verbun
den, die bestrebt ist, den Träger 20 vom Träger 14b wegzuziehen.
Die beiden Klemmstücke 17 und 18 sind mit Abstand zueinander und mit unterschied
lichen Abständen zur Schwenkachse 21 am Träger 20 befestigt. Der Abstand ist so
bemessen, dass sich das Klemmstück 18 mit dem größeren Abstand zur Schwenk
achse 21 und dem größeren Abstand zum Träger 14b auf der Oberseite des Gegen
stückes 19 befindet und das Klemmstück 17 mit dem geringeren Abstand zur
Schwenkachse 21 und dem geringeren Abstand zum Träger 14b sich auf der Unter
seite des Gegenstückes 19 befindet, wobei die Berührungsstellen der Klemmstücke
17, 18 am Gegenstück 19 in Längsrichtung des Gegenstücks 19 zueinander versetzt
sind.
Das Gegenstück 19 ist als relativ dünnes biegbares Band ausgebildet und über Ver
stellschrauben 23 zum Einstellen seiner Neigung auf der einen Seite mit dem Rah
menträger 9b und auf der andere Seite mit einem Mittelträger 9c des Rahmens 9 ver
bunden.
Die Lage der Klemmstücke 17 und 18 und des Gegenstücks 19 sind so aufeinander
abgestimmt, dass die Klemmstücke 17 und 18 auf der Ober- und Unterseite des Ge
genstückes 19 gleiten können, wenn der Träger 20 sich im Anschlag mit dem Träger
14b befindet, die Klemmstücke 17 und 18 jedoch in klemmendem Reibeingriff mit dem
Gegenstück 19 stehen, wenn sich der Träger 20 unter dem Einfluss der Feder 22 um
die Achse 21 schräggestellt hat.
Sowohl der Träger 20 als auch der Träger 14b weist jeweils einen Bolzen 24 oder 25
auf, die zur gleichen Richtung vorstehen und beispielsweise mit der Betätigungsein
richtung 8 zum Verschieben der Spannbacken 7a, 7b in Eingriff kommen können.
Soll auf die Spannbacken 7a, 7b des Förderwagens 6 beispielsweise eine Hose mit
ihrem Bund aufgespannt werden, so streift die Bedienperson die Hose über die in ih
rer innersten Stellung (Anschlag an die inneren Puffer 15) stehenden Spannschilde 7'
der Spannbacken 7a und 7b und betätigt die Betätigungseinrichtung 8. Die Betäti
gungseinrichtung 8, beispielsweise eine Kolben-Zylinder-Anordnung, kommt mit dem
Bolzen 25 des Trägers 14b in Kontakt und schiebt diesen in Fig. 2 nach rechts, d. h. in
Spannrichtung C. Dadurch bewegt sich der Endlosriemen 12 in Richtung II, so dass
auch der Spannbacken 7a in Spannrichtung C simultan verschoben wird. Bei dieser
Bewegung in Richtung C bewirkt die Anlage der Klemmstücke 17 und 18 auf dem
Gegenstück 19, dass sich der Träger 20 um die Achse 21 und entgegen der Wirkung
der Feder 22 an den Träger 14b anlegt, so dass die Klemmstücke 17 und 18 auf dem
Gegenstück 19 gleiten und eine im Wesentlichen ungehinderte Bewegung der
Spannbacken 7a, 7b in Spannrichtung C möglich ist. Der Spannvorgang wird fortge
führt, bis die Spannstellung erreicht wird, wobei bevorzugt durch den erhöhten Wider
stand durch das Kleidungsstück die Betätigungsvorrichtung 8 beim Erreichen einer
vorher bestimmten Spannkraft abgeschaltet wird. Die Spannkraft wird so eingestellt,
dass das Kleidungsstück noch sicher gespannt wird, auch wenn das Kleidungsstück
nach dem Abschalten der Betätigungseinrichtung die Spannbacken 7a, 7b um ein ge
ringfügiges Stück zusammendrückt.
Sobald der Antrieb durch die Betätigungseinrichtung abgeschaltet wurde, die Kraft auf
den Bolzen 25 entfernt wurde, tendieren die Spannbacken 7a und 7b dazu, sich unter
Wirkung der vom Kleidungsstück ausgeübten Gegenkraft wieder in Richtung B aufei
nanderzu zu bewegen. Die Feder 22 der Arretierungseinrichtung 16 zieht jedoch den
Träger 20 in Fig. 2 nach rechts, so dass die Klemmstücke 17 und 18 in einem Rei
bungseingriff mit dem Gegenstück 19 gezogen werden. Diese Reibungseingriff ver
hindert, dass der Träger 20 dem Träger 14b folgt; der Träger 20 verschwenkt sich um
die Achse 21 nach rechts. Dadurch wird jedoch wiederum die auf das Gegenstück 19
ausgeübte Reibungskraft verstärkt, und ggfs. das biegsame Gegenstück 19 zwischen
den Klemmstücken 17, 18 schräg gestellt, bis die Reibungskraft so stark wird, dass
sie eine weitere Bewegung der Spannbacken 7a, 7b mit dem aufgespannten Klei
dungsstück in Richtung B verhindert.
Auf diese Weise werden die Spannbacken 7a und 7b im Wesentlichen dort arretiert,
wo die vorbestimmte, vorher eingestellte Spannkraft erreicht wurde. Außerdem wird
die Klemmkraft um so höher, je stärker die Tendenz ist, die Spannbacken 7a, 7b aus
der Spannstellung nach innen zu ziehen.
Soll das Kleidungsstück gelöst werden, beispielsweise wiederum durch die Betäti
gungseinrichtung 8, so greift nunmehr die Betätigungseinrichtung 8 am Bolzen 24 des
schwenkbaren Trägers 20 an und drückt diesen in Richtung B, bis er wieder am fes
ten Träger 14b anliegt. Dadurch lockert sich der Reibungseingriff zwischen den
Klemmstücken 17, 18 und dem Gegenstück 19, so dass die Klemmbacken 7a, 7b in
Richtung B aufeinander zu verschoben werden können, bis das Kleidungsstück abge
nommen werden kann.
Wie Fig. 3 zeigt, ist die Baubreite des Förderwagens 6 quer zur Förderrichtung A sehr
schmal, so dass der Förderwagen 6 ohne weiteres zwischen Dampfkanälen 26 eines
Hosentoppers 2 hindurchgeführt werden kann, und dort wie üblich durch Einblasen
von Dampf behandelt werden kann. Zur Verdeutlichung der Darstellung ist in Fig. 3
eine Betätigungseinrichtung 8 im Bereich eines Hosentoppers 2 dargestellt, die wahl
weise mit den Bolzen 24 und 25 in Eingriff treten kann, falls dies Hose im Bereich des
Hosentoppers 2 vom Wagen 6 abgenommen werden soll.
In Abwandlung der beschriebenen und gezeichneten Ausführungsbeispiele kann die
erfindungsgemäße Vorrichtung auch mit anderen Förderwagen betrieben werden; und
der erfindungsgemäße Förderwagen auch bei anderen Vorrichtungen eingesetzt wer
den. Falls erforderlich, können beide Spannbacken mit jeweils einer Arretierungsvor
richtung versehen sein. Statt des mit der Arretierungsvorrichtung versehenen Spann
backens kann auch der gegenüberliegende Spannbacken mit einem Bolzen versehen
und durch die Betätigungseinrichtung verschoben werden. Der Endlosriemen kann
auch um Umlenkrollen mit senkrecht stehenden Achsen umlaufen. Auch kann ggfs.
die Zugfeder entfallen oder durch eine Druckfeder zwischen dem verschwenkbaren
Träger und dem festen Träger ersetzt werden. Auch die Reibelemente können eine
anderen Form aufweisen.
Claims (20)
1. Vorrichtung zum Behandeln von Kleidungsstücken an wenigstens einer Behand
lungsstation, mit einer die Behandlungsstation und eine Be- und/oder Entladestation
miteinander verbindenden Förderstrecke, auf die an Förderwagen hängenden Klei
dungsstücke transportierbar sind, gekennzeichnet durch die Verwendung eines
staufähigen, angetriebenen Hängeförderers für die Förderstrecke (3, 4).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Förderwagen (6) für eine
Einzelförderung der Kleidungsstücke.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Förder
strecke einen Förderkreis (3) und zu einzelnen Behandlungsstationen (2, 5) führende
Abzweigungen (4) enthält.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzweigungen
(4) wieder in den Förderkreis (3) münden.
5. Förderwagen zum Transport von Kleidungsstücken, insbesondere für eine Vorrich
tung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit einer Aufspanneinrichtung für das Klei
dungsstück, die zwei in Spannrichtung relativ zueinander in eine Spannstellung be
wegbaren Spannbacken und eine Arretierungsvorrichtung zum Fixieren der Spann
stellung enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungsvorrichtung (16)
Reibelemente (17, 18, 19) umfasst, die in der Spannstellung in klemmendem Reibein
griff miteinander stehen, und die Arretierungsvorrichtung (16) mit wenigstens einem
bewegbaren Spannbacken (7a, 7b) derart verbunden ist, dass die den Reibeingriff
bewirkende Belastung der Reibelemente (17, 18, 19) bei einer Bewegung des Spann
backens (7a, 7b) entgegen der Spannrichtung (C) verstärkt wird.
6. Förderwagen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibelemente
(17, 18, 19) normalerweise in Reibeingriff stehen und durch eine Bewegung des
Spannbackens (7a, 7b) in Spannrichtung (C) lösbar sind.
7. Förderwagen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Betätigungs
einrichtung (8, 24) zum Lösen des Reibeingriffs bei einer Bewegung des Spannba
ckens (7a, 7b) in Gegenrichtung (B) zur Spannrichtung vorgesehen ist.
8. Förderwagen nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Reibelemente (17, 18, 19) im Reibeingriff durch ein Federmittel (22) belastet sind.
9. Förderwagen nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die Arretierungsvorrichtung (16) zum Verstärken des Reibeingriffs eine begrenzte Be
wegung des Spannbackens (7a, 7b) relativ zu den Reibungselementen (17, 18, 19)
zulässt.
10. Förderwagen nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
die Reibelemente der Arretierungsvorrichtung (16) zwei sich beidseitig eines Zwi
schenraums gegenüberliegende Klemmstücke (17, 18) und ein im Zwischenraum an
geordnetes Gegenstück (19) umfassen, wobei die Klemmstücke (17, 18) zum Fixieren
der Spannstellung (C) an gegenüberliegenden Seiten an das Gegenstück (19)
anpressbar sind.
11. Förderwagen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmstü
cke (17, 18) mit unterschiedlichen Abständen um eine außerhalb liegende Achse (21)
verschwenkbar und durch das Verschwenken versetzt zueinander an das Gegenstück
(19) anpressbar sind.
12. Förderwagen nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die
Klemmstücke (17, 18) an einem Träger (20) angeordnet sind, der mit dem Spannba
cken (7a, 7b) um eine Achse (21) schwenkbar verbunden ist.
13. Förderwagen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem
Träger (20) und dem Spannbacken (7a, 7b) eine Belastungsfeder (22) zum Belasten
der Klemmstücke (17, 18) in einen Reibeingriff mit dem Gegenstück (19) vorgesehen
ist.
14. Förderwagen nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der
Träger (20) an der in Spannrichtung (C) vorlaufenden Seite des Spannbackens (7a,
7b) angeordnet ist und durch die Belastungsfeder (22) in Spannrichtung (C)
verschwenkbar ist.
15. Förderwagen nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
dass das Gegenstück (19) ein sich entlang des Bewegungsweges der Spannbacken
(7a, 7b) erstreckendes, bevorzugt biegbares, Bandelement ist.
16. Förderwagen nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungs
winkel des Gegenstücks (19) relativ zum Bewegungsweg der Spannbacken (7a, 7b)
einstellbar ist.
17. Förderwagen nach einem der Ansprüche 5 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
dass die Spannbacken (7a, 7b) über einen am Förderwagen (6) angeordneten, um
Umlenkrollen (13) laufenden Endlosriemen (12) bewegbar sind, wobei ein Spannba
cken (7a) mit einem Trum (12a) und ein anderer Spannbacken (7b) mit dem anderen
Trum (12b) des Endlosriemens (12) verbunden ist.
18. Förderwagen nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Endlosrie
men (12) zum Bewegen der Spannbacken (7a, 7b) durch einen außerhalb des För
derwagens befindlichen Antrieb (8) bewegbar ist.
19. Förderwagen nach einem der Ansprüche 5 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
dass der Antrieb (8) zum Bewegen der Spannbacken (7a, 7b) in Spannrichtung (C) an
wenigstens einem Spannbacken (7a, 7b) und zum Bewegen der Spannbacken (7a,
7b) in Gegenrichtung (B) an der Arretierungsvorrichtung (16, 24) zum Lösen der Fixie
rung angreift.
20. Förderwagen nach einem der Ansprüche 5 bis 19, gekennzeichnet durch we
nigstens zwei Spannbacken (7a, 7b), die an unterschiedlichen Trums (12a, 12b) eines
Endlosriemens (12) befestigt und durch einen außerhalb liegenden Antrieb (8) in und
aus einer Spannstellung bewegbar sind, und einer Arretierungsvorrichtung (16), mit
zwei an einem Träger (20) angeordneten Klemmstücken (17, 18) und einem sich in
Spannrichtung (C) erstreckenden Gegenstück (19), wobei der Träger (20) über eine
Schwenkachse (21) mit dem Spannbacken (7a, 7b) verbunden ist und die Klemmstü
cke (17, 18) mit unterschiedlichen Abständen zur Schwenkachse (21) und mit einem
Zwischenraum zueinander am Träger (20) angeordnet sind, und wobei sich das Ge
genstück (19) entlang des Bewegungsweges des Spannbackens (7a, 7b) und durch
den Zwischenraum zwischen den Klemmstücken (17, 18) erstreckt, und wobei eine
Belastungsfeder (22) den Träger (20) in Spannrichtung (C) verschwenkt und die
Klemmstücke (17, 18) in Reibeingriff mit dem Gegenstück (19) drückt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000125905 DE10025905A1 (de) | 2000-05-25 | 2000-05-25 | Vorrichtung zum Behandeln von Kleidungsstücken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000125905 DE10025905A1 (de) | 2000-05-25 | 2000-05-25 | Vorrichtung zum Behandeln von Kleidungsstücken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10025905A1 true DE10025905A1 (de) | 2001-11-29 |
Family
ID=7643518
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000125905 Withdrawn DE10025905A1 (de) | 2000-05-25 | 2000-05-25 | Vorrichtung zum Behandeln von Kleidungsstücken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10025905A1 (de) |
-
2000
- 2000-05-25 DE DE2000125905 patent/DE10025905A1/de not_active Withdrawn
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