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Spänebrecher mit einem Auswurfkanal für zwischen den zugeführten Spänen
befindliche Grobteile Für Spänebrecher jeder Bauart sind die in den Spänebündeln
eingeschlossenen Grobteile, wie sie bei Dreh- und Automatenarbeiten anfallen, gefährlich.
Diese Grobteile in Form von Wellenabstichen, halbfertigen Maschinenteilen, Schraubenschlüsseln,
Lehren usw. lassen sich in den Brechern nicht zerkleinern und führen daher zur Zerstörung
der Zerkleinerungswerkzeuge oder zum Bruch wesentlicher Teile der Maschine.
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Um solche Zerstörungen auszuschließen, hat man Zerkleinerungsmaschinen
bereits so gebaut, daß die mit umlaufenden Messern zusamrnenwirkenden ortsfesten
Messer auf klappenartig schwenkbaren Widerlagern angeordnet wurden, die durch eine
unter Federwirkung stehende Rastung in der Arbeitsstellung gehalten wurden. Bei
Überschreitungen eines gewissen Druckes, wie sie sich ergehen, wenn Fremdkörper
zwischen die Zerkleinerungsorgane gelangen, kann jedes Widerlager unter Lösung der
federnden Rastung ausweichen und nach außen weggeklappt werden. Es ergibt sich dabei
zwar der Vorteil, daß der Fremdkörper durch die geöffnete Widerlagerklappe leicht
entfernt werden kann; zugleich aber ist der Nachteil vorhanden, daß außer dem Fremdkörper
auch nicht zerkleinerte Späne aus der Vorrichtung ausgeworfen werden.
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Auch andere bekannte Einrichtungen haben den Nachteil, daß nicht nur
kleinere Grobteile, sondern auch nicht zerkleinerte Drehspäne aus dem Brecher ausgeworfen
werden. Vielfach kommt es auch vor, daß bei solchen Einrichtungen die Späne die
Auswurföffnung verstopfen, so daß dann Grobteile überhaupt nicht ausgeschieden werden
und daher beim weiteren Arbeiten des Brechers diesen gefährden.
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Die Erfindung bezieht sich auf einen Spänebrecher mit einer Einrichtung
zum Entfernen von zwischen den zugeführten Spänen befindlichen Grobteilen, die mindestens
einen entgegen Federkraft od. dgl. zurückschwenkbaren klappenartigen Körper aufweist.
Gemäß der Erfindung wird ein selbsttätiges Auswerfen der Grobteile bei kontinuierlichem
Betrieb und bei Vermeidung des Auswerfens von nicht zerkleinerten Spänen dadurch
erreicht, daß am Eingang eines am Umfang des schnell laufenden Spänebrechers für
das selbsttätige Auswerfen der Grobteile vorgesehenen Kanals eine schwenkbare Klappe
vorgesehen ist, die in ihrer Schließlage infolge der Federkraft selbsttätig den
Auswurfkanal von dem Brecherraum abtrennt.
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Bei dem Spänebrecher nach der Erfindung weicht die schwenkbare Klappe
beim Aufprallen von Grobteilen auf sie entgegen der Federkraft aus und gibt so den
Eingang zum Auswurfkanal für die aufgeprallten Grobteile frei. Unter Federwirkung
schließt sich sodann die Auswurfklappe selbsttätig wieder, so daß ein Verlust an
Spänen praktisch nicht auftritt. Die den Eingang des Auswurfkanals verschließende
Klappe kann mit einem Handhebel ausgerüstet sein, durch den die Klappe willkürlich
geöffnet werden kann. Auch empfiehlt es sich, eine Einstellmöglichkeit für die Kraft
der auf die Klappe wirkenden Federn vorzusehen.
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Bei Spänebrechern verhältnismäßig großer Länge werden zweckmäßig in
Achsrichtung des Brechers mehrere unabhängig voneinander schwenkbare Klappen angeordnet,
damit beim Auswerfen eines Grobteiles möglichst wenig nicht zerkleinerte Späne zusammen
mit dem Grobteil in den Auswurfkanal gelangen. Zugleich wird durch Unterteilung
der Klappe auch eine empfindlichere Steuerung der einzelnen Klappenteile erreicht
und damit ein zuverlässigeres Auswerfen auch kleiner Grobteile ermöglicht.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt Fig.1 einen Schnitt durch einen Spänebrecher nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Ansicht eines Teiles des Gehäuses der Maschine und Fig. 3 einen Schnitt
nach der in Fig.2 eingetragenen Schnittlinie.
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In einem Gehäuse 1 läuft ein auf einer Welle 11 befestigter Läufer
12 um, der an seinem Umfang in bekannter Weise Schlagkörper 13 trägt, die sich bei
schneller Drehung des Läufers 12 in geringem Abstand über den Stäben eines Rostes
14 entlang bewegen. Das Gehäuse 1 ist mit einem Aufgabekanal 15 für die zu zerkleinernden
Späne und mit einem Auswurfkana
116 für die gebrochenen Späne und
einem Auswurfkana110 für Grobteile versehen. Am Eingang des Auswurfkanals 10 ist
eine schwenkbare Klappe 2 vorgesehen, die auf einer Achse 3 befestigt ist und in
ihrer Schließlage den Auswurfkana110 von dem Brecherraum abtrennt.
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Zu beiden Seiten des Gehäuses 1 sitzt auf der Achse 3 der Klappe 2
ein Hebel 4. Jeder dieser Hebel 4 greift mit seinem oberen Ende in ein Gleitstück
5 ein, das unter Wirkung einer Feder 6 steht, deren Spannkraft durch eine Spindel
? mittels eines Handrades eingestellt werden kann. Die Federn 6 halten die Klappe
2 mit einstellbarer Kraft in ihrer Schließlage, die zweckmäßig durch einen Anschlag
bestimmt ist. Auf der Achse 3 sitzt ferner ein Handhebel 8, durch den die Klappe
2 willkürlich entgegen der Kraft der Federn 6 zurückgeschwenkt werden kann.
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Die den Auswurfkana110 in seinem oberen Teil begrenzende Wandung 9
wird zweckmäßig so geneigt angeordnet, daß die bei zurückgeschwenkter Klappe auf
sie treffenden, auszuwerfenden Grobteile von ihr so abprallen, .daß sie durch den
Kanal 10 ausgetragen werden. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist
die Wandung 9 nur wenig geneigt dargestellt. Für das einwandfreie Zurückprallen
auszuwerfender Grobteile kann unter Umständen eine wesentlich stärkere Neigung der
Wandung 9 erforderlich sein.
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Die Wirkungsweise des beschriebenen Spänebrechers ist folgende.
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Grobteile, die zusammen mit den zu zerkleinernden Spänen durch den
Aufgabekanal15 in den Brecher gelangen, werden durch die Schlagkörper 13 des rotierenden
Läufers 12 über den Rost 14 hinweg mit großer Geschwindigkeit weiterbefördert und
prallen mit erheblicher Wucht gegen die schwenkbare Klappe 2. Die Druckkraft der
Federn 6 ist nun so. eingestellt, daß die Klappe 2 durch auftreffende Grobteile,
nicht aber bereits durch unzerkleinerte Spänebündel, entgegen der Kraft der Federn
6 zurückgeschwenkt wird. Die Grobteile gelangen daher bei zurückgeschwenkter Klappe
2 gegen die Wandung 9 und prallen von dieser so@ ab, daß sie durch den Auswurfkana110
nach unten fallen. Die unter Wirkung der Federn 6 stehende Klappe 2 gelangt jeweils
sofort wieder in ihre Schließlage, so, daß vermieden wird, daß auch noch unzerkleinerte
Spänebündel ausgeworfen werden.
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Falls ein Grobteil nicht in der beabsichtigten Weise ausgeworfen wird,
gelangt dies über den Aufgabekana115 nochmals in den Brecherraum. Der die Maschine
Bedienende wird in diesem Falle durch das Klappern des durch den Brecherraum weitergeschleuderten
Grobteiles aufmerksam und kann durch Zurückschwenken der Klappe 2 mittels des Handhebels
8 das Auswerfen des Grobteiles herbeiführen. Da bei Handbetätigung der Klappe 2
das Wiederschließen der Klappe nicht so schnell erfolgt wie bei selbsttätigem Arbeiten
der Klappe 2 unter Wirkung der Federn 6, läßt sich bei Bedienung des Handhebels
8 das Auswerfen von noch nicht zerkleinerten Spänebündeln nicht ganz vermeiden.
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Bei mehrteilig ausgeführter Klappe wird die Anordnung zweckmäßig so
getroffen, daß sämtliche Klappenteile gemeinsam entgegen der Kraft ihrer Federn
durch einen Handhebel zurückgeschwenkt «>erden können.