DE19929999C2 - Vorrichtung zum Zerkleinern von häcksel- und schnitzelfähigem Gut - Google Patents
Vorrichtung zum Zerkleinern von häcksel- und schnitzelfähigem GutInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Zerkleinern
von häcksel- und schnitzelfähigem Gut gemäß dem Oberbegriff
des Hauptanspruches.
Aus der DE 665 652 C ist ein Hammerbrecher bekanntgewor
den, bei dem im Auswurf ein feststehendes, durch einzelne Stä
be gebildetes Sieb angeordnet ist. Außerdem ist ein sogenann
ter Einfallrost vorgesehen, dessen Einfallrostrippen und damit
zusammenhängend die für den Betrieb erforderliche Hammer
eingriffstiefe mittels Stellschrauben einstellbar ist.
Aus der DE-AS 10 01 563 ist ein Spänebrecher mit einem Aus
wurfkanal bekannt, wobei der Auswurfkanal für zwischen den
zugeführten Spänen befindliche Grobteile bestimmt ist. In die
sem Auswurfkanal ist eine Klappe angeordnet, die durch eine
Feder in ihrer Schließlage gehalten wird. Dieser Auswurfkanal
ist ein zusätzlicher Auswurf für Grobteile, die nicht durch das im
normalen Auswurfkanal vorgesehene Sieb ausgetragen werden
können.
Aus der DE-AS 26 05 050 ist ein Shredder zum Zerkleinern von
Zuckerrohr bekanntgeworden. In dem Auswurfkanal dieses Ge
rätes ist kein Sieb angeordnet. Das an einem Rotor angeordnete
Hammerwerk arbeitet mit Gegenmessern zusammen, wobei die
Gegenmesser rostartig ausgebildet sind. Hierdurch soll die Spä
negröße bestimmt werden. Um das Zusammenwirken zwischen
dem Hammerwerk und dem Gegenrost nicht durch eingebrach
te Steine oder Metallteile zu gefährden, soll der Rost auswei
chen können, wobei der Widerstand des Rostes gegen ein Aus
weichen in radialer Richtung in all seinen Stellungen gleich
groß ist.
Häcksler oder Shredder zum Zerkleinern von häcksel- und
schnitzelfähigem Gut sind in der Praxis bekannt, wobei das von
oben schlagende Hammerwerk das Material einzieht und im
Auswurf des Gerätes ein Klappsieb vorgesehen war, das sich
bei Überlastung selbsttätig öffnet und dadurch sicher ein
Verstopfen vermeidet. In der Praxis konnte dieses Sieb durch
Schwenken eines entsprechenden Betätigungsteiles wieder in
die geschlossene Stellung geführt werden. Hierbei konnte es al
so auftreten, daß nach Vermeiden der Verstopfung aus Fahr
lässigkeit das Sieb nicht wieder geschlossen wurde, so daß un
erwünscht grobgehäckseltes Gut aus dem Gerät austreten
konnte.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese zum Stand der
Technik bekannten Einrichtungen so zu verbessern, daß sich
das Sieb bei Verstopfung selbsttätig öffnet, nach Auflösen der
Verstopfung selbsttätig wieder schließt, wobei trotzdem die Mög
lichkeit gegeben ist, das Sieb auch bewußt zu öffnen, um sehr
großes Häckselgut zu schaffen und um beispielsweise dann
nach Stillsetzen des Shredders, in den Auswurf eingreifen zu
können
Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die
Lehre des Hauptanspruches gelöst.
Im Unteranspruch 2 ist eine vorteilhafte Ausgestaltung erläutert.
Mit anderen Worten ausgedrückt wird vorgeschlagen, daß sich
das Sieb bei Auftreten eines Innendruckes gegen eine federbe
dingte Rückstellkraft öffnen kann, aber bei Nachlassen des In
nendruckes durch diese Feder selbsttätig wieder in die
Schließstellung gezwungen wird, wobei das Sieb mit einem
Handhebel verbunden ist, der ein Öffnen des Siebes bewußt
und unabhängig von der Rückstellkraft der Feder ermöglicht.
Gemäß der Erfindung wird
dabei so vorgegangen, daß das bewußte Öffnen des Siebes
nicht gegen die Kraft der Feder erfolgen muß, sondern daß der
Handhebel mit einem Lagerteil ausgerüstet ist, an dem das
schwenkbare Sieb gelagert ist, wobei dieses Lagerteil mit dem
Sieb und mit der die Rückstellung des Siebes bewirkenden Fe
der in die Offenstellung geführt werden kann, d. h. die Offenstel
lung des Siebes ist leicht und ohne großen Kraftaufwand mög
lich.
Gemäß einem weiteren wesentlichen Merkmal der Erfindung
wird vorgesehen, daß ein Teil der Hämmer des Schlagwerkes
das Sieb im geschlossenen Zustand durchgreifen, so daß da
durch eine bessere und gründlichere Zerkleinerung erreichbar
ist, andererseits durch die das Sieb nicht durchgreifenden
Hämmer eine Abförderung des Restgutes gewährleistet ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand
der Zeichnung erläutert. Die Zeichnung zeigt dabei in
Fig. 1 die neue Vorrichtung schematisch in der soge
nannten Offenstellung des Siebes, in der das Sieb
durch den Handhebel geführt worden ist und in
Fig. 2 die geschlossene Stellung des Siebes, wobei sich
in dieser Stellung nunmehr das Sieb gegen die
Rückstellkraft einer Feder bei innerhalb des Ge
häuses auftretendem Innendruck öffnen kann.
In den Figuren ist ein Gehäuse 1 dargestellt, in dem eine hori
zontale Welle 2 angeordnet ist, das das nicht dargestellte
Hammerwerk trägt, das in Richtung des Pfeiles F umläuft. Das
Gehäuse weist einen Auswurf 3 auf, der durch ein Sieb 4 ver
schließbar ist, wobei das Sieb 4 aus vertikalen Stäben besteht,
die von einem Teil der Hämmer des Hammerwerkes durchgriffen
werden können.
Bei 5 ist ein Handhebel erkennbar, der ein Griffteil 6 und ein La
gerteil 7 aufweist und der schwenkbar im oder am Gehäuse 1
gelagert ist, wobei im Bereich dieser Schwenkachse des Hand
hebels 5 eine Schwenkwelle 8 vorgesehen ist, auf der das Sieb
4 schwenkbar gelagert ist.
Durch Schwenken des Handhebels 5 um die Schwenkachse, die
mit der Schwenkwelle 8 fluchtet, aus der in Fig. 1 dargestellten
Stellung in die in Fig. 2 dargestellte Stellung, kann das Sieb aus
der in Fig. 1 dargestellten offenen Stellung in die in Fig. 2 dar
gestellte geschlossene Stellung geführt werden.
Das eigentliche Sieb 4 ist über einen Kniehebel 9 mit einer Fe
der 10 verbunden, wobei die Feder 10 einenendes am Kniehe
bel 9 angreift und anderenendes an einem Widerlager des La
gerteiles 7 des Handhebels 5. Das Sieb ist aus einer geschlos
senen Stellung um 49,5° in die offene Stellung durch entspre
chende Betätigung des Handhebels 5 führbar.
Aus der voraufgehenden Beschreibung ist erkennbar, daß dann,
wenn der Handhebel 5 in der sogenannten geschlossenen
Stellung steht, d. h. also das Sieb gemäß Fig. 2 die Auswurföff
nung 3 verschlossen hat, nunmehr bei Auftreten eines entspre
chenden Innendruckes auf der maschinenseitigen Seite des
Siebes 4 das Sieb schwenken kann, und zwar unter Mitnahme
des Kniehebels 9 und gegen die Rückstellkraft der Feder 10, so
daß dann, wenn der auftretende Innendruck oder die auftreten
de Verstopfung beendet ist, das Sieb 4 durch die Feder 10 unter
Zwischenschaltung des Kniehebels 9 wieder in die in Fig. 2 dar
gestellte geschlossene Stellung geführt wird.
Hieraus ist ersichtlich, daß sichergestellt ist, daß, wenn der
Handhebel 5 in der sogenannten geschlossenen Stellung steht,
ein Öffnen des Siebes nur kurzfristig gegen die Rückstellkraft
der Feder möglich ist, d. h. das Sieb verschließt die Auswurföff
nung 3 sofort wieder, wenn der auftretende Innendruck nach
läßt. Andererseits ist es aber auch möglich, bewußt das Sieb 4
in die in Fig. 1 dargestellte Offenstellung zu führen, um bei
spielsweise zu erreichen, daß ein grobes Gut gehäckselt wer
den kann, ohne daß das Sieb verstopft, d. h. es können größere
Häckselabschnitte erzielt werden. In dieser Stellung gemäß
Fig. 1 ist die Rückstellkraft des Siebes im Prinzip aufgehoben,
wobei natürlich trotzdem das Sieb aus der in Fig. 1 dargestellten
Stellung noch weiter nach oben geschwenkt werden könnte, und
zwar durch die Mitwirkung des Kniehebels 9 gegen die Rück
stellkraft der Feder, die in einem solchen Zustand dann ge
spannt würde.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Zerkleinern von häcksel- und schnitzelfä
higem Gut mit einem um eine horizontale Achse umlaufen
den Hammerwerk und einem Sieb im Auswurf, das sich bei
Überlastung öffnet und dadurch Verstopfungen im Auswurf
vermeidet, dadurch gekennzeichnet, daß das Sieb (4) bei
auftretendem Innendruck gegen eine federbedingte Rück
stellkraft schwenkbar ist und bei Nachlassen des Innen
druckes durch die Feder (10) selbsttätig in die Schließ
stellung gezwungen wird, wobei das Sieb (4) mit einem
Handhebel (5) verbunden ist, der ein Öffnen des Siebes (4)
unabhängig von der Rückstellkraft der Feder (10) ermög
licht Und der Handhebel (5) neben einem Griff (6) ein
Lagerteil (7) mit einer Schenkwelle (8) aufweist, an dem
das Sieb (4) schwenkbar gelagert angeordnet ist und über
einen Kniehebel (9) mit einer Feder (10), die sowohl am
Kniehebel (9) als auch am Lagerteil (7) angreift, ver
bunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Teil der Hämmer des Hammerwerkes im geschlos
senen Zustand des Siebes (4) das Sieb (4) durchstreichen.
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