DE10004567C2 - Armbanduhr - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Armbanduhr mit einem ein Uhrwerk
enthaltenden Uhrengehäuse und einem damit verbundenen oder
verbindbaren Armband gemäß der Gattung des Anspruchs 1.
Armbanduhren sind in vielfachen Variationen, Ausführungsfor
men und Designs bekannt. Das Armband ist gewöhnlich fest mit
dem Uhrengehäuse verbunden und kann nur mit erheblicher Mühe
ausgetauscht werden. Ist das Äußere der Uhr beschädigt oder
wünscht sich der Uhrenbesitzer ein anderes Uhrendesign, so
muss er in üblicher Weise eine neue Uhr kaufen, obwohl die
bisherige Uhr funktionsmäßig noch in Ordnung ist. Dasselbe
trifft zu, wenn zwar das Gehäuse noch in Ordnung ist, das
Uhrwerk jedoch einen Defekt aufweist.
Aus der US 4769799 ist eine Armbanduhr bekannt, bei der ein
Uhrengehäuse in eine Durchstecköffnung eines Armbands einge
steckt und mittels eines Sicherungsrings fixiert wird. Dies
erlaubt zwar eine schnelle Montage und Demontage des Uhrenge
häuses am Armband, jedoch sind Designvariationen nur sehr be
schränkt möglich.
Aus der US 5319616, der CH 287616 oder der CH 649888 G ist
der Aufbau des Uhrenkörpers aus mehreren einzelnen Scheiben,
insbesondere Lochscheiben prinzipiell bekannt, jedoch ist die
Montage zum Teil sehr aufwendig, wobei im Falle der Armband
uhr gemäß der US 5319616 die Befestigung am Armband unzurei
chend oder unbefriedigend ist.
Auch bei einer aus der EP 0758767 A2 bekannten Armbanduhr
wird das Uhrengehäuse lediglich in eine Durchgangsöffnung
des Armbands eingeklemmt oder aber ein Haltering wird durch
Einschweißen befestigt.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine
Armbanduhr der eingangs genannten Gattung zu schaffen, bei
der in variabler Weise die wesentlichen Einzelteile schnell
und einfach nach Art eines Baukastensystems ausgetauscht wer
den können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des An
spruchs 1 gelöst.
Der besondere Vorteil der erfindungsgemäßen Armbanduhr liegt
darin, dass nach der schnell und einfach zu bewerkstelligen
den Abnahme des Sicherungsrings die Uhr in ihre Einzelteile
zerfällt, nämlich in Armbanduhr, Uhrengehäuse, Lochscheibe
bzw. Lochscheiben und Sicherungsring. Jedes dieser Teile kann
dann durch ein anderes ersetzt werden, so dass nicht nur de
fekte oder beschädigte Teile ausgewechselt werden können,
sondern dass der Armbanduhr auf diese Weise ein völlig neues
Design verliehen werden kann, insbesondere dann, wenn die
Einzelteile, insbesondere verschiedene Lochscheiben, baukas
tenartig vorliegen. Man kann der Uhr dadurch ein einfaches
funktionelles Aussehen oder aber ein exklusives Design ver
leihen. Weiterhin ist eine Anpassung an die Farbgebung von
Kleidern möglich. Der Zusammenbau kann wiederum sehr schnell
und einfach durch Zusammenstecken erfolgen, wobei der Siche
rungsring dann die Einzelteile zusammenhält.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind
vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im An
spruch 1 angegebenen Armbanduhr möglich.
Zum schnellen und einfacheren Ablösen des Sicherungsrings
eignet sich eine zur Ringnut hin reichende Ausnehmung zum
Einführen eines Werkzeugs am freien Ende des vorstehenden Be
reichs des Uhrengehäuses.
Im einfachsten Falle besitzt das Uhrengehäuse eine im Wesent
lichen kreiszylindrische Gestalt und das Loch in der wenigs
tens einen Lochscheibe eine entsprechende kreisförmige Ges
talt, jedoch sind auch andere Querschnittsformen möglich.
Um das Aussehen der Armbanduhr besonders variabel gestalten
zu können, sind vorzugsweise mehrere Lochscheiben vorgesehen,
die zusammen eine Gesamthöhe aufweisen, die im montierten Zu
stand im Wesentlichen dem Abstand zwischen dem Armband und
dem Sicherungsring entspricht, so dass ein sicherer, spiel
freier Sitz gewährleistet ist. Dabei besitzen die Lochscheiben
zweckmäßigerweise eine unterschiedliche Außenkontur
und/oder einen unterschiedlichen Durchmesser und/oder eine
unterschiedliche Höhe und/oder ein unterschiedliches Material
und/oder eine unterschiedliche Farbe oder Oberflächenstruk
tur. Zur Realisierung des Baukastensystems ist dabei eine
Vielzahl von Lochscheiben vorgesehen, aus denen unterschied
liche Zusammenstellungen zur Montage am Uhrengehäuse auswähl
bar sind.
Der Sicherungsring ist im einfachsten Falle gummiartig ausge
bildet nach Art eines O-Rings, wobei auch metallische federn
de Sicherungsringe prinzipiell möglich sind.
Zur Erweiterung des Baukastenprinzips kann auch eine Vielzahl
von Sicherungsringen aus unterschiedlichen elastischen Mate
rialien und/oder mit unterschiedlichen Farben jeweils zum
Auswählen für die Montage vorgesehen sein.
Um auch kleinere Armbandbreiten realisieren zu können, ist
das Armband im Bereich der Durchstecköffnung zweckmäßigerwei
se verbreitert, so dass gegenüber dem Durchmesser des Uhren
gehäuses schmälere Armbänder eingesetzt werden können.
Zur Bedienung besitzt das Uhrengehäuse an der in der Ge
brauchslage am Arm anliegenden Rückseite in vorteilhafter
Weise einen Zugang zu wenigstens einem Bedienungselement des
Uhrwerks.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dar
gestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläu
tert. Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Armbanduhr im
montierten Zustand als Längsschnittdarstellung,
Fig. 2 das in Fig. 1 dargestellte erste Ausführungsbei
spiel in der Draufsicht,
Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel in der Draufsicht
und
Fig. 4 ein drittes Ausführungsbeispiel in der Draufsicht.
Die in den Fig. 1 und 2 als erstes Ausführungsbeispiel
dargestellte Armbanduhr besitzt im wesentlichen ein zylin
drisches Uhrengehäuse 10, das an seiner in der Gebrauchs
lage an einem Arm anliegenden Rückseite einen flanscharti
gen Bund 11 mit größerem Durchmesser besitzt. Das Uhrenge
häuse 10 kann durch ein Loch in einem Armband 12 einge
schoben werden, bis der Bund 11 am Armband 12 anliegt. Das
Loch weist dabei eine Lochkontur auf, die im wesentlichen
an die Querschnittsgestalt des Uhrengehäuses angepaßt ist.
Anstelle des kreisförmigen Querschnitts können dabei prin
zipiell auch andere Querschnittsformen treten, beispiels
weise eine ovale oder eine vieleckige Querschnittsgestalt.
Nach dem Einstecken des Uhrengehäuses 10 werden drei Loch
scheiben 13-15 auf den nach vorne vorstehenden Bereich
des Uhrengehäuses 10 aufgeschoben. Die Löcher in den Loch
scheiben 13-15 weisen dabei wiederum eine Lochkontur
auf, die im wesentlichen an die Querschnittsgestalt des
Uhrengehäuses angepaßt ist. Dieses Uhrengehäuse besitzt am
freien Ende des vorstehenden Bereichs eine zur Aufnahme
eines elastischen Sicherungsrings 16 dienende Ringnut 17.
Wenn dieser elastische Sicherungsring 16 in die Ringnut 17
eingesetzt ist, so werden die beschriebenen Einzelteile
aneinander fixiert. Hierzu weisen die Lochscheiben 13-15
zusammen eine Gesamthöhe auf, die im wesentlichen dem Ab
stand zwischen dem Armband 12 und dem Sicherungsring 16
entspricht. Hierdurch entsteht eine elastische Verklemmung.
Die Zahl der Lochscheiben 13-15 ist selbstverständlich
beliebig. Im einfachsten Falle kann es sich um eine
einzige Lochscheibe handeln, deren Höhe der Gesamthöhe der
drei Lochscheiben 13-15 entspricht. Bis auf die vorge
schriebene Gesamthöhe und den Durchmesser des Durchgangs
loches können derartige Lochscheiben eine beliebige Ge
stalt, Farbe, Oberflächenstruktur, Material und Außen
kontur aufweisen. Das Material kann im einfachsten Falle
Kunststoff sein, jedoch sind als Materialien auch Kerami
ken, Edelsteine und Halbedelsteine, Glas, Gummi, Textil
material, Holz, Tombak sowie Metalle, wie Aluminium,
Silber und Gold, möglich. Bei besonders wertvollen Mate
rialien für die Lochscheiben, wie Silber, Gold oder
Platin, können auch noch Edelsteine zur Verzierung vorge
sehen sein. Bei einer Vielzahl von Lochscheiben können
diese baukastenartig je nach Wunsch und Geschmack zusam
mengestellt werden, um wechselnde Designs der Armbanduhr
zu realisieren.
Zum leichteren Lösen des Sicherungsrings 16, der im übri
gen auch als metallischer Federring ausgebildet sein kann,
dient eine zur Ringnut 17 hin reichende Ausnehmung 18 am
freien Ende des vorstehenden Bereichs des Uhrengehäuses
10. In diese Ausnehmung 18 kann man beispielsweise mit
einem Werkzeug, wie einer stumpfen Nadel, hineingreifen
und dadurch den Sicherungsring 16 lösen.
Die vom hinteren Bund 11 wegweisende Stirnseite des Uhren
gehäuses 10 ist durch eine durchsichtige Scheibe 19 aus
Glas, Keramik oder Kunststoffmaterial abgedeckt. Diese
Scheibe 19 ist in eine entsprechende Ringausnehmung einge
setzt und dort verklebt oder verklemmt. Eine lösbare Ver
bindung ist ebenfalls möglich.
Die rückseitige Stirnseite des Uhrengehäuses 10 ist durch
einen Deckel 20, der beispielsweise aus Metall oder Kunst
stoff besteht, abgedeckt. Dieser Deckel 20 kann im Uhren
gehäuse 10 verklemmt, verklebt, eingerastet oder ver
schraubt sein. Er ist ebenfalls in einer entsprechenden
Ringausnehmung eingesetzt. Zum Einsetzen oder Auswechseln
eines Uhrwerks 21, das als mechanisches oder elektroni
sches Uhrwerk ausgebildet sein kann, wird der Deckel 20
gelöst, um dann wieder fixiert zu werden. Das Uhrwerk 21
ist dann zwischen dem Deckel 20 und einem Ringvorsprung 22
am vorderen Bereich des Uhrengehäuses 10 gehalten. An
diesem Ringvorsprung 22 liegt auch die Scheibe 19 an.
Prinzipiell kann dieser Ringvorsprung 22 auch entfallen.
Zur Einstellung oder Bedienung des Uhrwerks 21 dienen
nicht dargestellte Bedienungsöffnungen im Deckel 20 oder
in der Seitenwandung des Uhrengehäuses 10. Prinzipiell
könnte auch eine Krone vorgesehen sein, die beispielsweise
im Bereich des Armbands 12 seitlich aus dem Uhrengehäuse
10 herausragt.
In den Fig. 3 und 4 sind alternative Ausgestaltungen von
Armbändern 23, 24 und Lochscheiben dargestellt. So ist
gemäß Fig. 3 eine am Armband 23 anliegende größere, recht
eckige Lochscheibe 25 mit abgerundeten Ecken vorgesehen,
auf der eine kleinere, kreisringförmige Lochscheibe 26
aufliegt. Gemäß Fig. 4 sind zwei rechteckige bzw. quadra
tische Lochscheiben 27, 28 mit unterschiedlicher Größe
übereinander angeordnet. Die Höhe der beiden Lochscheiben
25, 26 bzw. der beiden Lochscheiben 27, 28 entspricht da
bei der Höhe der drei Lochscheiben 13-15, vorausgesetzt,
das Uhrengehäuse 10 ist dasselbe und die Armbänder 23, 24
weisen dieselbe Dicke wie das Armband 12 auf.
Die dargestellten runden und rechteckigen Ausführungen von
Lochscheiben sind lediglich beispielhaft dargestellt, da
die Außenkontur prinzipiell beliebig ist. So können bei
spielsweise auch ovale, sternförmige, vieleckige und un
symmetrische Formen vorgesehen sein.
Die Armbänder 12, 23, 24 können in an sich bekannter Weise
aus Kunststoff, Leder oder Metall bestehen und auch als
Gliederarmbänder ausgebildet sein.
Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen mit kreis
zylinderartigem Uhrengehäuse 10 sind sowohl das Uhren
gehäuse als auch die Lochscheiben 13-15, 25, 26, 27, 28
drehbar am jeweiligen Armband 12 bzw. 23, 24 angeordnet,
wobei lediglich die durch die Verklemmung durch den Siche
rungsring 16 bewirkte Reibung zu überwinden ist. Falls
eine Verdrehsicherheit erwünscht ist, so können auch ent
sprechende Vorsprünge oder Vertiefungen am Uhrengehäuse 10
vorgesehen sein, oder die Querschnittsgestalt weicht von
der runden Gestalt ab.
Claims (10)
1. Armbanduhr mit einem ein Uhrwerk enthaltenden Uhrenge
häuse und einem damit verbundenen oder verbindbaren Armband,
wobei das einstückige Armband (12; 23; 24) im mittleren Be
reich eine Durchstecköffnung für das Uhrengehäuse (10) be
sitzt, das im eingesteckten Zustand mit einem Bund (11) an
der Rück- oder Innenseite des Armbands (12; 23; 24) anliegt
und an der Vorderseite des Armbands vorsteht und wobei das
Uhrengehäuse (10) eine zur Aufnahme eines elastischen Siche
rungsrings (16) dienende Ringnut (17) besitzt, dadurch ge
kennzeichnet, dass wenigstens eine über den vorstehenden Be
reich des Uhrengehäuses (10) schiebbare Lochscheibe (13-15;
25, 26, 27, 28) vorgesehen ist, und dass die Ringnut (17) am
freien Ende des vorstehenden Bereichs des Uhrengehäuses (10)
angeordnet ist, wobei der Sicherungsring (16) die wenigstens
eine Lochscheibe (13-15; 25, 26, 27, 28) am Armband (12;
23; 24) hält.
2. Armbanduhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß eine zum Ablösen des Sicherungsrings (16) dienende,
zur Ringnut (17) hin reichende Ausnehmung (18) zum Ein
führen eines Werkzeugs am freien Ende des vorstehenden Be
reichs des Uhrengehäuses (10) vorgesehen ist.
3. Armbanduhr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Uhrengehäuse (10) eine im wesentlichen
kreiszylindrische Gestalt und das Loch in der wenigstens
einen Lochscheibe (13-15; 25, 26; 27, 28) eine ent
sprechende kreisförmige Gestalt besitzt.
4. Armbanduhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Lochscheiben (13-15;
25, 26; 27, 28) vorgesehen sind, die zusammen eine Gesamt
höhe aufweisen, die im montierten Zustand im wesentlichen
dem Abstand zwischen dem Armband (12; 23; 24) und dem
Sicherungsring (16) entspricht.
5. Armbanduhr nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lochscheiben (13-15; 25, 26; 27, 28) eine unter
schiedliche Außenkontur und/oder einen unterschiedlichen
Durchmesser und/oder eine unterschiedliche Höhe und/oder
ein unterschiedliches Material und/oder eine unterschied
liche Farbe oder Oberflächenstruktur besitzen.
6. Armbanduhr nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeich
net, dass eine Vielzahl von Lochscheiben (13-15; 25, 26;
27, 28) vorgesehen ist, aus denen unterschiedliche Zusammen
stellungen zur Montage am Uhrengehäuse (10) auswählbar sind.
7. Armbanduhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, dass der Sicherungsring (16) gummiartig
ausgebildet ist.
8. Armbanduhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Sicherungsringen
(26) aus unterschiedlichen elastischen Materialien und/oder
mit unterschiedlichen Farben jeweils zur Auswahl für die Mon
tage vorgesehen ist.
9. Armbanduhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, dass das Armband (12) im Bereich der
Durchstecköffnung verbreitert ist.
10. Armbanduhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, dass das Uhrengehäuse (10) an der in der
Gebrauchslage am Arm anliegenden Rückseite einen Zugang zu
wenigstens einem Bedienungselement des Uhrwerks (21) besitzt.
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- 2000-02-02 DE DE10004567A patent/DE10004567C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE10004567A1 (de) | 2000-08-10 |
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