DE10000835C2 - Eingangselement für Gebäude - Google Patents
Eingangselement für GebäudeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Eingangselement für Gebäude, mit
einer Podestplatte und Treppenstufen.
Bekannt ist eine mobile Trittstufenkonstruktion für die
Verwendung bei beispielsweise Wohnwägen (US-Patentschrift
3,578,110) oder eine einfach zusammenbaubare Treppenkonstruk
tion (US-Patentschrift 1,954,722) mit jeweils mehreren Stufen
sowie Seitenwänden und einer Rückwand.
Üblicherweise ist vor der Eingangstür eines Gebäudes,
insbesondere eines Ein- oder Mehrfamilienhauses eine über der
Erdoberfläche angeordnete Podestplatte vorgesehen, zu der
eine aus mehreren Treppenstufen bestehende Treppe führt.
Herkömmlicherweise ist die Podestplatte mit dem Gebäude
verbunden, so daß eine die wärmeisolierende Außenhaut des
Gebäudes durchbrechende Kältebrücke entsteht. Aber auch wenn
die Podestplatte nicht unmittelbar an das Gebäude angeschlos
sen ist, sondern zusammen mit den Treppenstufen auf zwei
Treppenwangen aufgelagert ist, so stellt der tragende
Anschluß dieser Treppenwangen an das Gebäude eine unerwünsch
te Kältebrücke dar.
Gerade bei Niedrigenergiehäusern, die über ein sehr gutes
Dämmvermögen verfügen, verschärfen sich die bauphysikalischen
Probleme der Wärmeisolierung an derartigen Übergangsstellen
gerade im Eingangsbereich.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Eingangselement der
eingangs genannten Gattung so auszubilden, daß es nicht zum
Entstehen einer Kältebrücke führt. Außerdem soll es leicht
und kostengünstig herzustellen sein und eine unproblematische
Anpassung an Gebäude unterschiedlicher Bauweise ermöglichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
Eingangselement als gesonderte, vom Gebäude statisch und
thermisch getrennte Baugruppe aus miteinander verbundenen
Betonfertigteilen ausgeführt ist, wobei die Betonfertigteile
mindestens einen vor der Gebäudefront stehenden Portalrahmen
sowie die Podestplatte, die Treppenstufen und mindestens ein
diese Teile verbindendes Tragelement aufweisen.
Das so gebildete Eingangselement stellt eine in jeglicher
Hinsicht vom Gebäude unabhängige Baugruppe dar, wobei
insbesondere die Wärmedämmung des Gebäudes an keiner Stelle
durchbrochen wird. Dadurch wird das Wärmedämmvermögen,
beispielsweise eines Niedrigenergiehauses nicht beeinträch
tigt. Die Errichtung des Eingangselements aus industriell
vorgefertigten Betonfertigteilen vereinfacht und verbilligt
die Herstellung und die Montage auf der Baustelle.
Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist das
Tragelement als eine vertikale Tragscheibe ausgeführt, die
mit dem Portalrahmen, der Podestplatte und den Treppenstufen
biegesteif verbunden ist. Die gesamte Baugruppe besteht somit
aus scheibenförmigen und deshalb leicht herzustellenden und
zu transportierenden Teilen, die durch ihre einfache,
formschlüssige Verbindung ein in sich stabiles Eingangsele
ment bilden, das auch aus statischen Gründen keiner
Verbindung mit dem Gebäude bedarf.
Zweckmäßigerweise ruhen der Portalrahmen und die Tragscheibe
jeweils auf einem Fundament. Dadurch wird eine tragfähige
Gründung des Eingangselements unabhängig von dem Gebäude
sichergestellt.
Vorteilhafterweise ist vorgesehen, daß die Tragscheibe durch
eine Eingangsöffnung des Portalrahmens ragt und mit einem
nach unten offenen Verbindungsschlitz formschlüssig über den
unteren Rand der Eingangsöffnung greift.
Damit wird in konstruktiv einfacher Weise und bei einfacher
Montagemöglichkeit eine tragfähige formschlüssige Verbindung
des Portalrahmens mit der vorzugsweise im rechten Winkel dazu
angeordneten Tragscheibe erreicht.
Weiter kann vorgesehen werden, daß die Tragscheibe ein
Vordach trägt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens
sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher
erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigt:
Fig. 1 in räumlicher Darstellungsweise ein Eingangselement
für Gebäude,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch das Eingangselement
nach Fig. 1 im eingebauten Zustand,
Fig. 3 in räumlicher, auseinandergezogener Darstellungsweise
die Einzelteile des Eingangselements nach Fig. 1,
Fig. 4 in räumlicher Darstellungsweise eine der Treppenstufen
des Eingangselements und
Fig. 5 einen vergrößerten Teilschnitt längs der Linie V-V in
Fig. 4.
Das in der Zeichnung dargestellte Eingangselement für ein
Gebäude 1, beispielsweise ein Einfamilienhaus stellt eine von
dem Gebäude 1 statisch und thermisch völlig unabhängige,
gesonderte Baugruppe dar und besteht aus mehreren Betonfer
tigteilen, die miteinander verbunden sind.
Ein in engem Abstand vor einer Eingangstür des Gebäudes 1
aufgestelltes, hier als Portalrahmen 2 ausgebildetes
Frontbauteil weist eine Eingangsöffnung 3 auf, hinter der
sich im eingebauten Zustand die Eingangstür des Gebäudes
befindet. Wie in Fig. 2 dargestellt, ruht ein scheibenförmi
ger unterer Abschnitt 2a des Portalrahmens 2 auf einem
Streifenfundament 3 in einer aufgefüllten Baugrube 4 vor dem
Gebäude 1. Stattdessen kann auch vorgesehen sein, daß das
Frontbauteil 2 auf einem auskragenden Gebäudefundament oder
einer Kellerbodenplatte des Gebäudes 1 ruht.
Eine beim dargestellten Ausführungsbeispiel rechtwinklig zum
Portalrahmen 2 angeordnete vertikale Tragscheibe 5 ragt
seitlich durch die Eingangsöffnung 3. Mit einem nach unten
offenen Verbindungsschlitz 6 (Fig. 3) greift die Tragscheibe
5 formschlüssig über den unteren Rand 3a der Eingangsöffnung
3. Die dem Gebäude 1 abgekehrte Vorderseite 2a des Portalrah
mens ist an der vorgesehenen Verbindungsstelle zur Tragschei
be 5 in Form eines flachen Schlitzes 7 ausgespart, der die
eine Seitenkante 6a des Verbindungsschlitzes 6 aufnimmt, um
eine formschlüssige Positionierung der Tragscheibe 5 am
Portalrahmen 2 zu gewährleisten.
Eine Podestplatte 8 erstreckt sich über den unteren Rand 3a
in die Eingangsöffnung 3 des Portalrahmens 2. Wie darge
stellt, kann die Podestplatte 8 eine Ausnehmung 9 für einen
Fußabstreifer aufweisen.
Mit ihrem der Tragscheibe 5 zugekehrten einen Seitenrand 8a
ist die Podestplatte 8 in einem Horizontalschlitz 10 der
Tragscheibe 5 formschlüssig aufgenommen. Damit sind der
Portalrahmen 2, die Tragscheibe 5 und die Podestplatte 8
durch formschlüssiges Ineinanderstecken bereits zu einem in
sich stabilen, tragfähigen Gebilde verbunden. Wie in Fig. 2
gezeigt, ruht auch die Tragscheibe 5 auf einem Fundament 11,
vorzugsweise an ihrem dem Portalrahmen 2 abgekehrten Ende.
Mehrere Treppenstufen 12, deren Anzahl von der zu überwinden
den Höhe zwischen der Podestplatte 8 und der Erdoberfläche 13
abhängt, sind jeweils an ihrem einen Seitenrand biegesteif
mit der Tragscheibe 5 verbunden. Wie in Fig. 5 dargestellt
ist, weist jede Treppenstufe 12 hierzu mindestens ein oberes
Zugverbindungselement 14 und ein im Abstand darunter
angeordnetes Druckverbindungselement 15 auf, über die die
Treppenstufe 12 mit der Tragscheibe 5 verbunden ist. Das
Zugverbindungselement 14 und/oder das Druckverbindungselement
15 sind horizontal in Lastrichtung justierbar, um eine
waagrechte Ausrichtung der Treppenstufe 12 zu ermöglichen.
Wie in den Fig. 4 und 5 dargestellt ist, ist am seitlichen
Rand der Treppenstufe 12 eine horizontale, im Querschnitt
C-förmige Ankerschiene 16 eingebettet. Mindestens eine,
vorzugsweise zwei, das Zugverbindungselement 14 bildende
Ankerschrauben sind mit ihrem hammerkopfförmigen Kopf in der
Ankerschiene 16 aufgenommen und in einen Dübel 17 in der
Tragscheibe 5 eingeschraubt.
Mindestens eine das Druckverbindungselement 15 bildende
Druckschraube ist in einen Dübel 18 in der Seitenfläche der
Treppenstufe 12 eingeschraubt. Durch Veränderung ihrer
Einschraubtiefe ist eine Justierung möglich, um die
Treppenstufe 12 waagrecht auszurichten, wie in Fig. 5 mit
Pfeilen angedeutet ist.
Wie in Fig. 2 mit gestrichelten Linien angedeutet ist, kann
der Portalrahmen 2 ein Vordach 19 tragen. Stattdessen ist es
auch möglich, das Vordach 19 über (nicht dargestellte)
Stützen mit der Tragscheibe 5 zu verbinden, so daß die
Tragscheibe 5 das Vordach 19 trägt.
Es kann vorgesehen werden (in der Zeichnung nicht darge
stellt), daß die vertikale Tragscheibe 5 an ihrer Seitenfläche
einen Handlauf, einen Briefkasten, eine Leuchte, eine
Klingel, eine Gegensprechanlage und/oder eine Beschriftung
oder zumindest Aussparungen oder Befestigungselemente hierfür
aufweist.
Claims (12)
1. Eingangselement für Gebäude, mit einer Podestplatte und
Treppenstufen, dadurch gekennzeichnet, daß das Eingangsele
ment als gesonderte, vom Gebäude (1) statisch und thermisch
getrennte Baugruppe aus miteinander verbundenen Betonfertig
teilen ausgeführt ist, wobei die Betonfertigteile mindestens
einen vor der Gebäudefront stehenden Portalrahmen (2), die
Podestplatte (8), die Treppenstufen (12) und mindestens ein
diese Teile verbindendes Tragelement (5) aufweisen.
2. Eingangselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Tragelement als eine vertikale Tragscheibe (5)
ausgeführt ist, die mit dem Portalrahmen (2), der Podestplat
te (8) und den Treppenstufen (12) biegesteif verbunden ist.
3. Eingangselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Portalrahmen (2) und die Tragscheibe (5) jeweils auf
einem Fundament (3 bzw. 11) ruhen.
4. Eingangselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Portalrahmen (2) auf einem auskragenden
Gebäudefundament oder einer Kellerbodenplatte des Gebäudes
(1) ruht.
5. Eingangselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragscheibe (5) durch eine Eingangsöffnung (3) des
Portalrahmens (2) ragt und mit einem nach unten offenen
Verbindungsschlitz (6) formschlüssig über den unteren Rand
(3a) der Eingangsöffnung (3) greift.
6. Eingangselement nach einem der Ansprüche 2-5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Podestplatte (8) mit ihrem einen
Seitenrand (8a) in einem Horizontalschlitz (10) der
Tragscheibe (5) formschlüssig aufgenommen ist.
7. Eingangselement nach einem der Ansprüche 2-6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Treppenstufen (12) jeweils an ihrem
einen Seitenrand biegesteif mit der Tragscheibe (5) verbunden
sind.
8. Eingangselement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Treppenstufe (12) über mindestens ein Zugverbin
dungselement (14) und ein im Abstand darunter angeordnetes
Druckverbindungselement (15) mit der Tragscheibe (5)
verbunden ist, wobei das Zugverbindungselement (14) und/oder
das Druckverbindungselement (15) horizontal in Lastrichtung
justierbar sind.
9. Eingangselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Portalrahmen (2) ein Vordach (19) trägt.
10. Eingangselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragscheibe (5) ein Vordach trägt.
11. Eingangselement nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Podestplatte (8) eine Aussparung (9)
für einen Fußabstreifer aufweist.
12. Eingangselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die vertikale Tragscheibe (5) an ihrer Seitenfläche einen
Handlauf, einen Briefkasten, eine Leuchte, eine Klingel, eine
Gegensprechanlage und/oder eine Beschriftung oder zumindest
Aussparungen oder Befestigungselemente hierfür aufweist.
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|---|---|---|---|
| DE2000100835 DE10000835C2 (de) | 2000-01-12 | 2000-01-12 | Eingangselement für Gebäude |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE2000100835 DE10000835C2 (de) | 2000-01-12 | 2000-01-12 | Eingangselement für Gebäude |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10000835A1 DE10000835A1 (de) | 2001-11-08 |
| DE10000835C2 true DE10000835C2 (de) | 2002-03-14 |
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| DE2000100835 Expired - Fee Related DE10000835C2 (de) | 2000-01-12 | 2000-01-12 | Eingangselement für Gebäude |
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| DE (1) | DE10000835C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN106223555A (zh) * | 2016-08-18 | 2016-12-14 | 浙江绿城建筑设计有限公司 | 一种无顶盖露天楼梯 |
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| US1954722A (en) * | 1932-07-30 | 1934-04-10 | Bateson Paul | Stairway construction |
| US3578110A (en) * | 1969-03-20 | 1971-05-11 | David Seagraves | Step for mobile homes and the like |
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2000
- 2000-01-12 DE DE2000100835 patent/DE10000835C2/de not_active Expired - Fee Related
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Owner name: GAST, INGO, DIPL.-ING., 76297 STUTENSEE, DE |
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| 8381 | Inventor (new situation) |
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