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DE10000835A1 - Eingangselement für Gebäude - Google Patents

Eingangselement für Gebäude

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DE10000835A1
DE10000835A1 DE2000100835 DE10000835A DE10000835A1 DE 10000835 A1 DE10000835 A1 DE 10000835A1 DE 2000100835 DE2000100835 DE 2000100835 DE 10000835 A DE10000835 A DE 10000835A DE 10000835 A1 DE10000835 A1 DE 10000835A1
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DE
Germany
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DE2000100835
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Andreas Melcher
Ingo Gast
Fritz Hohnerlein
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Gast Ingo Dipl-Ing 76297 Stutensee De
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Individual
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    • E04F11/02Stairways; Layouts thereof
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  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
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Abstract

Ein Eingangselement für Gebäude ist als gesonderte, vom Gebäude statisch und thermisch getrennte Baugruppe aus miteinander verbundenen Betonfertigteilen ausgeführt. Ein Portalrahmen (2) mit einer Eingangsöffnung (3) ist formschlüssig mit einer Tragscheibe (5) verbunden, die in die Eingangsöffnung (3) ragt. Eine in die Eingangsöffnung (3) ragende Podestplatte (18) ist mit ihrem einen Seitenrand (8a) formschlüssig in einem Horizontalschlitz (10) der Tragscheibe (5) aufgenommen. Treppenstufen (12) sind an ihrem einen Seitenrand biegesteif mit der Tragscheibe (5) verbunden.

Description

Die Erfindung betrifft ein Eingangselement für Gebäude, mit einer Podestplatte und Treppenstufen.
Üblicherweise ist vor der Eingangstür eines Gebäudes, insbesondere eines Ein- oder Mehrfamilienhauses eine über der Erdoberfläche angeordnete Podestplatte vorgesehen, zu der eine aus mehreren Treppenstufen bestehende Treppe führt. Herkömmlicherweise ist die Podestplatte mit dem Gebäude verbunden, so daß eine die wärmeisolierende Außenhaut des Gebäudes durchbrechende Kältebrücke entsteht. Aber auch wenn die Podestplatte nicht unmittelbar an das Gebäude angeschlos­ sen ist, sondern zusammen mit den Treppenstufen auf zwei Treppenwangen aufgelagert ist, so stellt der tragende Anschluß dieser Treppenwangen an das Gebäude eine unerwünsch­ te Kältebrücke dar.
Gerade bei Niedrigenergiehäusern, die über ein sehr gutes Dämmvermögen verfügen, verschärfen sich die bauphysikalischen Probleme der Wärmeisolierung an derartigen Übergangsstellen gerade im Eingangsbereich.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Eingangselement der eingangs genannten Gattung so auszubilden, daß es nicht zum Entstehen einer Kältebrücke führt. Außerdem soll es leicht und kostengünstig herzustellen sein und eine unproblematische Anpassung an Gebäude unterschiedlicher Bauweise ermöglichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Eingangselement als gesonderte, vom Gebäude statisch und thermisch getrennte Baugruppe aus miteinander verbundenen Betonfertigteilen ausgeführt ist, wobei die Betonfertigteile mindestens ein vor der Gebäudefront stehendes Frontbauteil, vorzugsweise einen Portalrahmen, sowie die Podestplatte, die Treppenstufen und mindestens ein diese Teile verbindendes Tragelement aufweisen.
Das so gebildete Eingangselement stellt eine in jeglicher Hinsicht vom Gebäude unabhängige Baugruppe dar, wobei insbesondere die Wärmedämmung des Gebäudes an keiner Stelle durchbrochen wird. Dadurch wird das Wärmedämmvermögen, beispielsweise eines Niedrigenergiehauses nicht beeinträch­ tigt. Die Errichtung des Eingangselements aus industriell vorgefertigten Betonfertigteilen vereinfacht und verbilligt die Herstellung und die Montage auf der Baustelle.
Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist das Tragelement als eine vertikale Tragscheibe ausgeführt, die mit dem Frontbauteil, beispielsweise dem Portalrahmen, der Podestplatte und den Treppenstufen biegesteif verbunden ist. Die gesamte Baugruppe besteht somit aus scheibenförmigen und deshalb leicht herzustellenden und zu transportierenden Teilen, die durch ihre einfache, formschlüssige Verbindung ein in sich stabiles Eingangselement bilden, das auch aus statischen Gründen keiner Verbindung mit dem Gebäude bedarf.
Zweckmäßigerweise ruhen der Portalrahmen bzw. ein anderes Frontbauteil und die Tragscheibe jeweils auf einem Fundament. Dadurch wird eine tragfähige Gründung des Eingangselements unabhängig von dem Gebäude sichergestellt.
Vorteilhafterweise ist vorgesehen, daß die Tragscheibe durch eine Eingangsöffnung des Portalrahmens ragt und mit einem nach unten offenen Verbindungsschlitz formschlüssig über den unteren Rand der Eingangsöffnung greift.
Damit wird in konstruktiv einfacher Weise und bei einfacher Montagemöglichkeit eine tragfähige formschlüssige Verbindung des Portalrahmens mit der vorzugsweise im rechten Winkel dazu angeordneten Tragscheibe erreicht.
Weiter kann vorgesehen werden, daß die Tragscheibe ein Vordach trägt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigt:
Fig. 1 in räumlicher Darstellungsweise ein Eingangselement für Gebäude,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch das Eingangselement nach Fig. 1 im eingebauten Zustand,
Fig. 3 in räumlicher, auseinander gezogener Darstellungsweise die Einzelteile des Eingangselements nach Fig. 1,
Fig. 4 in räumlicher Darstellungsweise eine der Treppenstufen des Eingangselements und
Fig. 5 einen vergrößerten Teilschnitt längs der Linie V-V in Fig. 4.
Das in der Zeichnung dargestellte Eingangselement für ein Gebäude 1, beispielsweise ein Einfamilienhaus stellt eine von dem Gebäude 1 statisch und thermisch völlig unabhängige, gesonderte Baugruppe dar und besteht aus mehreren Betonfer­ tigteilen, die miteinander verbunden sind.
Ein in engem Abstand vor einer Eingangstür des Gebäudes 1 aufgestelltes, hier als Portalrahmen 2 ausgebildetes Frontbauteil weist eine Eingangsöffnung 3 auf, hinter der sich im eingebauten Zustand die Eingangstür des Gebäudes befindet. Wie in Fig. 2 dargestellt, ruht ein scheibenförmi­ ger unterer Abschnitt 2a des Portalrahmens 2 auf einem Streifenfundament 3 in einer aufgefüllten Baugrube 4 vor dem Gebäude 1. Stattdessen kann auch vorgesehen sein, daß das Frontbauteil 2 auf einem auskragenden Gebäudefundament oder einer Kellerbodenplatte des Gebäudes 1 ruht.
Eine beim dargestellten Ausführungsbeispiel rechtwinklig zum Portalrahmen 2 angeordnete vertikale Tragscheibe 5 ragt seitlich durch die Eingangsöffnung 3. Mit einem nach unten offenen Verbindungsschlitz 6 (Fig. 3) greift die Tragscheibe 5 formschlüssig über den unteren Rand 3a der Eingangsöffnung 3. Die dem Gebäude 1 abgekehrte Vorderseite 2a des Portalrah­ mens ist an der vorgesehenen Verbindungsstelle zur Tragschei­ be 5 in Form eines flachen Schlitzes 7 ausgespart, der die eine Seitenkante 6a des Verbindungsschlitzes 6 aufnimmt, um eine formschlüssige Positionierung der Tragscheibe 5 am Portalrahmen 2 zu gewährleisten.
Eine Podestplatte 8 erstreckt sich über den unteren Rand 3a in die Eingangsöffnung 3 des Portalrahmens 2. Wie darge­ stellt, kann die Podestplatte 8 eine Ausnehmung 9 für einen Fußabstreifer aufweisen.
Mit ihrem der Tragscheibe 5 zugekehrten einen Seitenrand 8a ist die Podestplatte 8 in einem Horizontalschlitz 10 der Tragscheibe 5 formschlüssig aufgenommen. Damit sind der Portalrahmen 2, die Tragscheibe 5 und die Podestplatte 8 durch formschlüssiges Ineinanderstecken bereits zu einem in sich stabilen, tragfähigen Gebilde verbunden. Wie in Fig. 2 gezeigt, ruht auch die Tragscheibe 5 auf einem Fundament 11, vorzugsweise an ihrem dem Portalrahmen 2 abgekehrten Ende.
Mehrere Treppenstufen 12, deren Anzahl von der zu überwinden­ den Höhe zwischen der Podestplatte 8 und der Erdoberfläche 13 abhängt, sind jeweils an ihrem einen Seitenrand biegesteif mit der Tragscheibe 5 verbunden. Wie in Fig. 5 dargestellt ist, weist jede Treppenstufe 12 hierzu mindestens ein oberes Zugverbindungselement 14 und ein im Abstand darunter angeordnetes Druckverbindungselement 15 auf, über die die Treppenstufe 12 mit der Tragscheibe 5 verbunden ist. Das Zugverbindungselement 14 und/oder das Druckverbindungselement 15 sind horizontal in Lastrichtung justierbar, um eine waagrechte Ausrichtung der Treppenstufe 12 zu ermöglichen.
Wie in den Fig. 4 und 5 dargestellt ist, ist am seitlichen Rand der Treppenstufe 12 eine horizontale, im Querschnitt C-förmige Ankerschiene 16 eingebettet. Mindestens eine, vorzugsweise zwei, das Zugverbindungselement 14 bildende Ankerschrauben sind mit ihrem hammerkopfförmigen Kopf in der Ankerschiene 16 aufgenommen und in einen Dübel 17 in der Tragscheibe 5 eingeschraubt.
Mindestens eine das Druckverbindungselement 15 bildende Druckschraube ist in einen Dübel 18 in der Seitenfläche der Treppenstufe 12 eingeschraubt. Durch Veränderung ihrer Einschraubtiefe ist eine Justierung möglich, um die Treppenstufe 12 waagrecht auszurichten, wie in Fig. 5 mit Pfeilen angedeutet ist.
Wie in Fig. 2 mit gestrichelten Linien angedeutet ist, kann der Portalrahmen 2 ein Vordach 19 tragen. Stattdessen ist es auch möglich, das Vordach 19 über (nicht dargestellte) Stützen mit der Tragscheibe 5 zu verbinden, so daß die Tragscheibe 5 das Vordach 19 trägt.
Es kann vorgesehen werden (in der Zeichnung nicht darge­ stellt), daß die vertikale Tragscheibe 5 an ihrer Seitenfläche einen Handlauf, einen Briefkasten, eine Leuchte, eine Klingel, eine Gegensprechanlage und/oder eine Beschriftung oder zumindest Aussparungen oder Befestigungselemente hierfür aufweist.

Claims (13)

1. Eingangselement für Gebäude, mit einer Podestplatte und Treppenstufen, dadurch gekennzeichnet, daß das Eingangsele­ ment als gesonderte, vom Gebäude (1) statisch und thermisch getrennte Baugruppe aus miteinander verbundenen Betonfertig­ teilen ausgeführt ist, wobei die Betonfertigteile mindestens ein vor der Gebäudefront stehendes Frontbauteil (2), die Podestplatte (8), die Treppenstufen (12) und mindestens ein diese Teile verbindendes Tragelement (5) aufweisen.
2. Eingangselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragelement als eine vertikale Tragscheibe (5) ausgeführt ist, die mit dem Frontbauteil (2), der Podestplat­ te (8) und den Treppenstufen (12) biegesteif verbunden ist.
3. Eingangselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Frontbauteil (2) und die Tragscheibe (5) jeweils auf einem Fundament (3 bzw. 11) ruhen.
4. Eingangselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Frontbauteil (2) auf einem auskragenden Gebäudefundament oder einer Kellerbodenplatte des Gebäudes (1) ruht.
5. Eingangselement nach Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Frontbauteil ein Portalrahmen (2) mit einer Eingangsöffnung (3) ist.
6. Eingangselement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragscheibe (5) durch die Eingangsöffnung (3) des Portalrahmens (2) ragt und mit einem nach unten offenen Verbindungsschlitz (6) formschlüssig über den unteren Rand (3a) der Eingangsöffnung (3) greift.
7. Eingangselement nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß die Podestplatte (8) mit ihrem einen Seitenrand (8a) in einem Horizontalschlitz (10) der Tragscheibe (5) formschlüssig aufgenommen ist.
8. Eingangselement nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß die Treppenstufen (12) jeweils an ihrem einen Seitenrand biegesteif mit der Tragscheibe (5) verbunden sind.
9. Eingangselement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß jede Treppenstufe (12) über mindestens ein Zugverbin­ dungselement (14) und ein im Abstand darunter angeordnetes Druckverbindungselement (15) mit der Tragscheibe (5) verbunden ist, wobei das Zugverbindungselement (14) und/oder das Druckverbindungselement (15) horizontal in Lastrichtung justierbar sind.
10. Eingangselement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Portalrahmen (2) ein Vordach (19) trägt.
11. Eingangselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragscheibe (5) ein Vordach trägt.
12. Eingangselement nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß die Podestplatte (8) eine Aussparung (9) für einen Fußabstreifer aufweist.
13. Eingangselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale Tragscheibe (5) an ihrer Seitenfläche einen Handlauf, einen Briefkasten, eine Leuchte, eine Klingel, eine Gegensprechanlage und/oder eine Beschriftung oder zumindest Aussparungen oder Befestigungselemente hierfür aufweist.
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