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Photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungsregelung Die Erfindung
bezieht sich auf eine photographische Kamera mit auf mehrere Stellungen einstellbaren
Einstellern für Blende und Belichtungszeit, von denen -der eine nach Voreinstellung
des andern entsprechend der herrschenden Beleuchtungsstärke sowie in Abhängigkeit
einer voreingestellten Filmempfindlichkeit selbsttätig einstellbar ist.
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Für solche Kameras sind bereits verschiedene Ausführungen bekannt
sowie vorgeschlagen worden. Einige derselben erfordern indessen zur Verwirklichung
einen verhältnismäßig hohen Aufwand, insbesondere auch an empfindlichen oder kostspieligen
Bauelementen, während andere Unzulänglichkeiten verschiedener Art hinsichtlich Bedienungs-
und Funktionsweise aufweisen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kamera der oben bezeichneten
Art zu schaffen, welche einen anordnungsgünstigen, urverwickelten und aufwandsparenden
Aufbau besitzt und sich :durch eine han.dhabungs- und überlegungsmäßig einfache
Bedienungsweise auszeichnet.
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Ein.. Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht,
daß die beiden Einsteller für Blende und Belichtungszeit mittels eines einen verstellbaren
Planetenradträger umfassenden Ausgleichsgetriebes verbunden sind und :daß ;die Belichtungszeit
innerhalb eines vorzugsweise für Aufnahmen aus der Hand geeigneten Zeitenbereichs
voreinstellbar ist, während zwecks selbsttätiger Blendeneinstellung der Planetenra@dträger
bei festgehaltenem Belichtungszeiteinsteller von einer Ausgangsstellung bis zum
Anhalten durch einen in Abhängigkeit von einer Beleuchtungsstärke-Meßeinrichtung
steuerbaren mechanischen Anschlag verstellbar ist, und daß der Belichtungszeiteinsteller
mit dem Planetenradträger über einen weiteren Einsteller verbunden ist, der mit
dem Belichtungszeiteinsteller mittels einer lösbaren Kupplung in verschiedenen Relativlagen
kuppelbar ist, zu deren Einstellung am einen Einsteller eine Filmempfindlichkeitsskala
und am anderen Einsteller eine mit der Skala zusammenarbeitende Marke angeordnet
ist.
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Einer gemäß dem Erfindungsgedanken aufgebauten Kamera kommen eine
Reihe bedeutsamer Vorzüge zu. Hinsichtlich ,ihrer Bedienbarkeit und Funktionsweise
zeichnet sie sich durch Einfachheit und Sicherheit aus; denn der Zusammenhang zwischen
Zeit und Blende ist in einer bewährten, mechanischen Art hergestellt und zur Belichtungseinstellung
bedarf es nach Vornahme der Voreinstell:ungen nicht mehr, als den Planetenradträger
von einer bestimmten Ausgangsstellung aus solange zu verstellen, bis infolge des
Wirksamwerdens eines Anchlags eine weitere Bewegung nicht mehr möglich ist. Die
Bedienungssicherheit und -einfachheit sowie der Aufnahmeerfolg können hierbei eine
besondere Förderung noch dadurch erfahren, daß ausschließlich für Aufnahmen aus
der Hand geeignete Belichtungszeiten einstellbar sind. In diesem Falle ist gewährleistet,
daß ohne überlegungen seitens der Bedienungsperson stets verwacklungsfreie Aufnahmen
sowie brauchbare Aufnahmen von bewegten Objekten erzielt werden. Weiterhin erw--ist
sich eine Kamera gemäß der Erfindung auch in bezug auf ihren Aufbau besonders vorteilhaft.
Die bereits erwähnte Art ;der Verbindung zwischen Belichtungszeit- und Blendeneinstellung
ist sicher, aufwandsparend und herstellungstechnisch günstig. Ferner verdient besondere
Erwähnung, daß :der maximale Weg des Planetenradträgers unabhängig von der jeweils
eingestellten Filmempfindlichkeit stets ein und derselbe ist. Diesem Merkmal kommt
besondere Bedeutung zu, wenn die Einstellbewegung des Planetenradträgers vollselbsttätig
geschieht, da durch die konstanten Wegverhältnisse eine optimal einfache Antriebsmechanik
für den Planetenradträger anwendbar ist. Außerdem kann die Wegstrecke pro Belichtungswert
des Planetenradträgers wesentlich kleiner, beispielsweise nur halb so groß, sein
wie die eines Einstellers für Belichtungszeit oder Blende, was sich auf eine schnelle
Einstellbewegung sowie auf einen motorischen Antrieb des Planetenradträgers ebenfalls
günstig auswirkt. Von Bedeutung ist hier auch, daß die abhängige Belichtungsgröße
die Blende ist, da die Blendeneinstellvorrichtung sehr leichtgängig ausgebildet
«:erden kann, wodurch eine niedrige Verstellkraft für den Planetenradträger erzielbar
ist. Schließlich ist von Vorteil, daß die zur Filmempfin:dlichkeitseinstellvorrichtung
gehörenden Teile bei der selbsttätigen Belichtungswert- bzw. Blendeneinstellung
unbeweghar bleiben, so daß einerseits die Filmempfindlichkeitseinstellung in allen
Arbeitszuständen der Kamera an ein und derselben Stelle erscheint und
andererseits
die beider selbsttätigen Belichtungswert-bzw. Blendeneinstellbewegung bewegten Teile
bzw. Massen ein Minimum aufweisen.
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Ein besonderes Maß an Bedienungseinfachheit und -sicherheit bezüglich
des Aufnahmeerfolgs läßt sich in Weiterbildung der Erfindung :dadurch erreichen,
daß zwecks Anzeige, ob bei der jeweils herrschenden Beleuchtungsstärke die getroffene
Voreünstellung von Belichtungszeit und Filmempfindlichkeit zu einem im Arbeitsbereich
der Kamera liegenden Blendenöffnungswert führt, eine mit einer Beleuchtungsstärke-Meßeinrichtung
zusammenarbeitende, vorzugsweise im Sucher sichtbare Anzeige- oder Warnvorrichtung
angeordnet ist, die in Abhängigkeit von der Verstellbewegung des mit dem Belichtungszeiteinsteller
auf Bewegungsmitnahme gekuppelten Filmempfindlichkeitseinstellers in ihrer Relativlage
bzw. -einstellung zur Beleuchtungsstärke-Meßeinrichtung änderbar ist, und daß eine
Sperranordnung vorhanden ist, welche eine Änderung der Filmempfindlichkeitseinstellung
nur zuläßt, wenn sich der Planetenradträger in seiner Ausgangslage und der Belichtungszeiteinsteller
in einer bestimmten Lage, vorzugsweise in der der kürzesten Belichtungszeit zugeordneten
Einstellage, befindet.
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Die besondere Bedeutung der so weitergebildeten Erfindung liegt darin,
daß die Bedienungsperson als einzige Aufgabe bezüglich der Belichtungseinstellung
nur eine Gberwachung der Anzeige- oder Warnvorrichtung durchzuführen hat. Im Falle
einer vollselbsttätigen Einstellbewegung des Planetenradträgers bedarf es somit
seitens :der Bedienungsperson nicht mehr, als daß sie eine solche Belichtungszeit
voreinstellt, daß die Anzeigevorrichtung den zulässigen Aufnahmebereich anzeigt
bzw. daß die Warnvorrichtung nicht anspricht. Gehören hierbei die einstellbaren
Belichtungszeiten ausschließlich einem Bereich von für Aufnahmen aus .der Hand geeigneten
Belichtungszeiten an, so kann zur noch weitergehenden Bedienungsübersicht und Bedienungsverständlichkeit
bzw. -einfachheit die Belichtungszeitenskala in Wegfall kommen, da es zur Erzielung
brauchbarer Aufnahmen voll genügt, wenn die Anzeige- oder Warnvorrichtung die Zulässigkeit
der Voreinstellung unter Berücksichtigung der herrschenden Beleuchtungsstärke ausweist.
Als einzige Einstellskala braucht demgemäß nur die Filmempfindlichkeitsskala zu
erscheinen. Dies wirkt sich für die Bedienung der Kamera in besonderer Weise günstig
aus. Ferner ist durch die erfindungsgemäße Sperranordnung gewährleistet, daß jede
Änderung sowohl der Belichtungszeit als auch der Filmempfindlichkeit von der Anzeige-oder
Warnvorrichtung berücksichtigt wird.
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Die Anzeige- oder Warnvorrichtung kann in verschiedener Weise ausgebildet
sein; Ausführungsarten solcher Vorrichtungen sind an sich bekannt. Eine zu einer
besonders klaren Übersicht führende, einen unverwickelten Aufbau besitzende und
sich durch eine sichere Arbeitsweise auszeichnende Anzeigevorrichtung ergibt sich
indessen gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch, daß die Beleuchtungsstärk°-Meßeinrichtung
ein an sich bekanntes Galvanometer mit in einem Fenster spielendem Zeiger umfaßt
und .daß als mit diesem Zeiger zusammenarbeitende Anzeigevorrichtung zwei gleichfalls
im Fenster sichtbare, bewegbare Grenzmarken angeordnet sind, die mittels zwischen
ihnen und dem Filmempfindlichkeitseinsteller angeordneten Steuermitteln, beispielsweise
Steuerkurven, in ihrer Verstellbewegung an die Charakteristik des Galvanometers
angepaßt sind und die bei jeder Einstellage den Blendenöffnungsbereich der Kamera
durch den von ihnen begrenzten Bereich kennzeichnen.
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Zur Erzielung einer optimalen Bedienungseinfachheit kann eine Kamera
gemäß :der Erfindung für vollselbsttätige Einstellung ,des Planetenradträgers ausgebildet
sein. In urverwickelter und funktionssicherer Weise läßt sich dies dadurch erreichen,
daß der Planetenradträger mittels einer Festhaltevorrichtung in seiner Ausgangslage
gesichert ist und von dieser unter Wirkung einer vorzugsweise in Abhängigkeit vom
Spannen des Verschlusses oder vom Filmtransport der Kamera spannbaren Antriebsfeder
abläuft und daß das Lösen der Festhaltevorrichtung in Abhängigkeit von der Auslösebetätigung
der Kamera durchführbar ist.
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Zur näheren Erläuterung der Erfindung ist in der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel
in schematischer Darstellung gezeigt und nachstehend beschrieben. Hierbei sind noch
weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung angeführt.
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Fig. 1 zeigt die Wirkungsverbindung verschiedener Einsteller einer
gemäß der Erfindung ausgebildeten Kamera. Sämtliche Einsteller sind schematisch
dargestellt. Die Vorrichtung befindet sich im Bereitschaftszustand für eine vollselbsttätige
Belichtungseinstellung.
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Fig.2 ist eine schematische Darstellung für die Zusammenarbeit wies
Planetenradträ:gers mit einem von einer Beleuchtungsstärke-Meßeinrichtung steuerbaren
mechanischen Anschlag; Fig. 3 zeigt .in gleichfalls schematischer Weise den Aufbau
einer Anzeigevorrichtung gemäß der Erfindung und deren Wirkungsweise.
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In Fig. 1 ist mit 1 ein Belichtungszeiteinsteller und mit 2 ein Blendeneinsteller
bezeichnet. Zur Anzeige der Einstellagen dieser Einsteller dienen Einstellskalen
und Marken, und zwar eine Zeiteinstellskala 3 mit am Einsteller 1 angeordneter Marke
4 und eine Blendeneinstellskala 5 mit am Einsteller 2 angeordneter Marke 6. Die
Verstellwege der beiden Einsteller 1 und 2 sind durch Anschläge 7 begrenzt. Der
Blendenfeinstellbereich der Kamera ,des Ausführungsbeispiels erstreckt sich von
Blendenwert »2,8« bis Blendenwert »22«, darüber hinaus ist der Einsteller 2 noch
über einen zusätzlichen Weg bewegbar, der jedoch zu keiner Änderung der Blenderöffnung
führt. Die dem betreffenden Überweg zugeordneten Skalenwerte von »32« bis »88« sind
aus diesem Grunde punktiert geschrieben. Die Konstanthaltung der Größe der Blenderöffnung
innerhalb des genannten Verstellbereichs des Einstellers 2 läßt sich in an sich
bekannter Weise -durch entsprechende Gestaltung der Blendensteuerkurve erreichen.
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Gemäß der Erfindung isind nunmehr die beiden Einsteller 1 und 2 mittels
eines einen verstellbaren Träger 8 eines Planetenrades 9 umfassenden Ausgleichsgetriebes
verbunden, wobei die Belichtungszeit mittels des Einstellers 1 voreinstellbar ist,
und zwar vorzugsweise innerhalb eines für Aufnahmen aus der Hand geeigneten Zeitenbereichs,
wie ihn z. B. die Skala 3 darstellt. Der Einsteller 1 ist hierbei in seinen verschiedenen
Einstellagen mittels einer an sich bekannten, aus Gründen :der Übersichtlichkeit
nicht gezeigten Rastvorrichtung gesichert. Weiterhin ist zwecks selbsttätiger Blendeneinstellung
der Planetenradträger 8 bei festgehaltenem Belichtungszeiteinsteller 1 von einer
Ausgangsstellung, wie sie beispielsweise Fig. 1 zeigt, bis zum Anhalten :durch einen
in Abhängigkeit von einer Beleuchtungsstärke-Meßeinrichtung steuerbaren mechanischen
Anschlag verstellbar,
und außerdem ist der Belichtungszeiteinsteller
1 mit dem Planetenradträger 8 über einen weiteren Einsteller 10 verbunden, der mit
dem Belychtungszeiteinsteller 1 mittels einer lösbaren Kupplung in verschiedenen
Relativlagen kuppelbar ist, zu deren Einstellung am Einsteller 10, der künftig als
Filmempfindlichlceitseinsteller bezeichnet ist, eine Filmempfindlichkeitsskala 11
und am Einsteller 1 eine mit der Skala 11 zusammenarbeitende Marke 12 angeordnet
ist.
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Die lösbare Kupplung zwischen den Einstellern 1 und 10 umfaßt einen
im Beldchtungszeiteinsteller 1 verschiebbar gelagerten Druckstift 13, bei dessen
Betätigung in Richtung des Pfeils 14 gegen die Wirkung der Feder 15 die Kupplung
gelöst wird. Der Kupplungseingriff zwischen den beiden Einstellern ist dadurch bewirkt,
daß ein bundartiges Endstück 13 a des Druckstifts 13 mit Rastausnehmungen 10a -des
Einstellers 10 zusammenarbeitet, die in Fig. 1 strichpunktiert angedeutet sind.
Die Rastenteilung ist in Fig. 1 als von 3 zu 3° gehend dargestellt, jedoch kann
diese durch entsprechende Bemessung des Endstücks 13a und der Rastausnehmungen
10a auch feiner gestaltet sein, beispielsweise von 1 zu 1° gehend.
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Das zur Verbindung des Belichtungszeiteinstellers 1 und des Blendeneinstellers
2 dienende Ausgleichsgetriebe umfaßt außer dem Planetenrad 9 Verzahnungen
2 a und 10 b, mit denen der Blendeneinsteller bzw. der Filtnempfindlichkeitseinsteller
mit dem Planetenrad kämmt.
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Die Beleuchtungsstärke-Meßeinrichtung, mittels welcher ein verstellbarer
mechanischer Anschlag zum Anhalten der Bewegung des Planetenradträgers steuerbar
ist, kann in irgendeiner an .sich bekannten oder vorgeschlagenen Weise aufgebaut
sein. Dasselbe gilt für die Ausbildung des Anschlags und dessen Zusammenarbeit mit
dem Planetenradträger.
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In Fig. 2 ist die Art des Zusammenwirkens zwischen Anschlag und Planetenradträger
schematisch angedeutet. Dort ist ein Teilstück des Planetenradträgers gezeigt, das
sich an das in Fig. 1 gezeigte Teilstück des Trägers 8 beispielsweise nach rechts
anschließt. An diesem Teilstück ist eine Stufenkurve 8a ausgebildet, die zur Zusammenarbeit
mit einem schwenkbaren Hebel 16 bestimmt isst. Dieser ist um eine Achse 1i gelagert;
er tastet vorzugsweise über eine Druckentlastungsanordnung die Stellung der Drehspule
eines vom Strom eines Photoelements gespeisten Galvanometers ab. Solche Anordnungen
sind beispielsweise in der deutschen Patentschrift 832 390 und in der französischen
Patentschrift 1 138 435 gezeigt.
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Bei der Darstellung von Fig: 2 ist ferner angenommen, daß sich der
Planetenradträger 8 in der in Fig. 1 gezeigten Ausgangsstellung befindet. Um in
diesem Zustand ein freies Einspielen des Galvanometers entsprechend der herrschenden
Beleuchtungsstärke zu gewährleisten, ist die Tastvorrichtung von den Steuermitteln
der Galvanometerdrehspule abgehoben. Dies ist in Fi.g. 2 dadurch angedeutet, .daß
eine Steuerkurve 8 b des Planetenradträgers durch Zusammenarbeit m,it einem am Hebel
16 befestigten Stift 18 den ersteren über seine ,der maximalen Beleuchtungsstärke
zugeordnete Einstellage in Uhrzeigerrichtung hinaus verschwenkt hat.
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Das Anhalten des Planetenradträgers bei einer Verstellbewegung von
rechts nach links wird nun dadurch bewirkt, daß nach kurzem, im Bereich zwischen
den Blendenwerten »32« und »22« liegenden Weg die Steuerkurve 8 b und der Stift
18 außer Berührung kommen, worauf sich der Hebel 16 entsprechend der Stellung der
Drehspule des Galvanometers, d. h. entsprechend der herrschenden Beleuchtungsstärke,
in eine bestimmte Lage einstellt. Je nach dieser Lage gelangt der Planetenradträger
8 bei der genannten Verstellbewegung früher oder später mit einer der Stufen :der
Kurve 8a zum Anschlag an einem abgebogenen Endstück 16a des Hebels 16. Die tiefste
Stufe der Kurve 8a entspricht hierbei dem Maximalwert, die höchste Stufe dagegen
dem Minimalwert der von der Beleuchtungsstärke-Meßeinrichtung anzeigbaren Beleuchtungsstärke.
Die Zuordnung dieser Werbe zu den Stufen der Kurve 8a ist hierbei stets ein und
dieselbe, unabhängig welche Filmempfindlichkeit eingestellt ist.
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Wie die Ausbildung (der Beleuchtungsstärke-Meßeinrichtung und der
von ihr gesteuerte, zum Anhalten der Bewegung des Planetenradträgers dienende Anschlag
im einzelnen auch vorgenommen ist, stets wird erreicht, daß einer bestimmten Beleuchtungsstärke
stets ein und -derselbe Weg des Planetenradträgers, gemessen von dessen Ausgangsstellung
aus, zugeordnet ist. Hieraus und aus der weiter oben beschriebenen Verbindung zwischen
den Einstellern für Blende und Belichtungszeit sowie aus der Art der Filmempfindlichkeitseinstellung
ergeben sich für eine gemäß der Erfindung ausgebildete Kamera klare, zu einem unverwickeltenAufbau
und einer sicheren Wirkungsweise der Vorrichtung führende Verhältnisse.
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Diese Vorteile werden unabhängig von der besonderen Ausbildung der
verschiedenen Einsteller erzielt, die in den Figuren der Klarheit der Darstellung
wegen schieberartig gezeichnet sind. An Stelle dieser Ausbildung könnten die Einsteller
insbesondere eine ringförmige Gestalt besitzen, wodurch sie den Aufbauverhältnissen
an sich bekannter Kameras angepaßt sind.
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In Fig. 3 ist in Verbindung mit Fig. 1 gezeigt, wie seich in Weiterbildung
des Erfindungsgedankens eine hinsichtlich ihrer Bedienung besonders leicht verständliche
und zu gesicherten Aufnahmeerfolgen führende Kamera schaffen läßt. Dies ist durch
die Anordnung einer Vorrichtung erreicht, die vorzugsweise im Sucher der Kamera
anzeigt, ob bei der jeweils herrschenden Beleuchtungsstärke die getroffene Voreinstellung
für Belichtungszeit und Filmempfindlichkeit zu einem im Arbeitsbereich der Kamera
liegenden Blendenöffnungswert führt. Die Relativlage der anzeigenden Teile dieser
Vorrichtung in bezug auf die Beleuchtungsstärke-Meßeinrichtung bzw. das Wirksamwerden
eines Warnzeichens ist in Abhängigkeit von der Verstellbewegung des Filmempfindlichkeitseinstellers
10 änderbar, und außerdem ist eine Sperranordnung vorhanden, welche eine Änderung
der Filmempfindlichkeitsednstellung nur zuläßt, wenn sich der Planetenradträger
8 .in seiner Ausgangslage und der Belichtungszeiteinsteller 1 in einer bestimmten
Lage, vorzugsweise in der der kürzesten Belichtungszeit zugeordneten Einstellage,
wie sie in Fig. 1 gezeigt ist, befindet.
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Im Ausführungsbeispiel ist als Beleuchtungsstärke-Meßeinnichtung ein
Galvanometer 19 an sich bekannter Art angeordnet, das im Stromkreis eines Photoelements
20 liegt. Weiterhin befindet sich in diesem Kreis ein Abgleichwiderstand 21. Der
Zeiger 19a des Galvanometers spielt in einem Fenster 22, das vorzugsweise im Sucherfeld
liegt oder in den Sucher in an sich bekannter Weise aingespielt ist.
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Als Anzeigevorrichtung arbeiten nunmehr mit dem Zeiger 19a zwei gleichfalls
im Fenster 22 sichbare,
bewegbare Grenzmarken 23 und 24 zusammen,
die mittels zwischen ihnen und dem FilmempfindLichkeitseinsteller 10 angeordneten
Steuer- und Übertragungsmitteln in ihrer V erstellbewegung an die Charakteristik
des Galvanometers 19 angepaßt sind und die bei jeder Einstellage den Blendenöffnungsbereich
der Kamera als den von ihnen eingegrenzten Bereich kennzeichnen. Dieser Bereich
ist in Fig. 3 mit B bezeichnet.
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Die beiden Grenzmarken 23 und 24 sind als Zeiger : ausgebildet, welche
drehbar und koaxial mit dem Zeiger 19 a des Galvanometers angeordnet sind. Zu ihrer
Verstellbewegung in Abhängigkeit von der Verstellung des Filmempfindlichkeitseinstellers
10 ist jeder der beiden Zeigermarken 23 und 24 eine Steuervorrichtung zugeordnet.
Diese umfaßt je eine Steuerkurve und einen mit dieser zusammenarbeitenden Teil der
Zeigermarke. Im Ausführungsbeispiel sind die Steuerkurven mit 25 und 26 bezeichnet
und fest mit einem Zahnrad 27 verbunden. Zur Zusammenarbeit mit den Steuerkurven
besitzen die Zeiger 23 und 24 Stifte 23 a bzw. 24 a, während Federn 28 und 29, welche
einerseits ortsfest und andererseits an den Zeigern befestigt sind, Sorge dafür
tragen, daß die Stifte 23 a und 24a und somit die Zeiger 23 und 24 stets in Anlage
an den Steuerkurven gehalten sind. Die Betätigung der Steuerkurven erfolgt über
eine einzige, am Filmempfindlichkeitseinsteller 10 angeordnete bzw. ausgebildete
Steuerkurve 10c. Diese wird von einem in einer Führung 30 verschiebbaren Stift 31
abgetastet, der mit einem um eine Achse 32 schwenkbaren Winkelhebel 33 in
Verbindung steht. Dessen Bewegung wird über einen weiteren, in einer Führung 34
verschiebbaren Stift 35 auf ein Zahnrad 36 übertragen, das mit dem Zahnrad 27 kämmt.
Eine um die Achse 37 des Zahnrades 36 angeordnete Feder 38 sichert die kraftschlüssige
Verbindung zwischen der Steuerkurve 10 c und dem Zahnrad 27.
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Die Ausbildung .der Steuerkurven 25 und 26 ist so vorgenommen, daß
beispielsweise die Marke 24 die gleiche Verstellcharakteristik wie der Zeiger 19
a in Abhängigkeit von der Belichtungswertstufung aufweist, und daß weiterhin bei
jeder Einstellage der :Marke 24 die Marke 23 von dieser einen solchen Abstand besitzt,
daß dieser .der gleichen Anzahl vom Zeiger 19 anzuzeigender Belichtungswertstufen
entspricht wie der wirksame (im Ausführungsbeispiel von »2,8« bis »22« gehende)
Blendenverstellbereich der Kamera Belichtungswertstufen besitzt.
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Die bereits genannte, der Filmempfindlichkeitseinstellung zugeordnete
Sperranordnung ist im Ausführungsbeispiel wie folgt ausgebildet: Längs der Bewegungsbahn
des Filmempfindlichl:eitseinstellers ist eine ortsfeste Sperrschiene 39 angeordnet.
Diese verhindert, daß der Druckstift 13 in Pfoilrichtung 14 zum Zwecke eines Lösens
der Kupplung zwischen Belichtungszeiteinsteller 1 und Filmempfindlichkeitseinsteller
10 lösbar ist, wenn der Planetenradträger 8 und der Filmempfindlichkeitsainsteller
1 nicht die in Fig. 1 gezeigte Lage einnehmen. Dies ergibt sich dadurch, daß die
Sperrschiene verhindert, daß das Bundstück 13 a des Druckstifts 13 so weit außer
Eingriff mit den Rastausnehmungen 10a des Filmempfindlichkeitseinstellers 10 kommt,
daß ein Lösen der Verbindung zwischen :.den Einstellern 1 und 10 erfolgt. Weiterhin
besitzen der Planetenradträger und die Sperrschieene je eine Ausnehmung 8 c bzw.
39u, die in der in Fig. 1 gezeigten Stellung miteinander fluchten, so daß in diese
Ausnehmungen der im Belichtungszeiteinsteller gelagerte Druckstift 13 zwecks eines
Lösens der Kupplung zwischen den Einstellern 1 und 10 hineinbewegbar -ist.
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Die ausgewählte Lage, in welcher das Lösen der Kupplung möglich ist,
ist im Ausführungsbeispiel die der kürzesten Belichtungszeit zugeordnete Einstellage
des Belichtungszeiteinstellers 1. Diese Einstellage erweist sich als zweckmäßig
einerseits im Hinblick auf die Filmempfindlichkeitseinstellung und andererseits
besonders deshalb, weil die Einstellung auf kürzeste Belichtungszeit als Grundeinstellung
die größte Gewähr für verwacklungsfreie und bewegungsscharfe Aufnahmen bietet.
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Mit der gezeigten und vorgeschriebenen Sperranordnung ist erreicht,
daß jede Änderung bezüglich einer einmal vorgenommenen Voreinstellung von Belichtungszeit
und Filmempfindlichkeit der Anzeigevorrichtung 23, 24 übermittelt wird, so daß von
dieser die Anzeige der Relativlage des zulässigen Blendeneinstell:bereichs in Bezug
auf den angezeigten Beleuchtungsstärkewert in Abhängigkeit von sämtlichen von der
Blende verschiedenen Belichtungsfaktoren erfolgt.
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Bei einer auf den Bereich der für Aufnahmen aus der Hand geeigneten
Belichtungszeiten beschränkten Belichtungszedteinstellung gestattet die Erfindung
grundsätzlich, außer auf die Anordnung einer Blendenskala auch auf die Anordnung
einer Belichtungszeitskala zu verzichten. Dies ergibt sich daraus, daß eine innerhalb
des genannten Bereichs liegende Belichtungszeit stets brauchbare Aufnahmen gewährleistet,
so daß es einzig und allein darauf ankommt, daß der auf Grund der getroffenen Voreinstellung
sowie der herrschenden Beleuchtungsstärke sich ergebende Blendenöffnungswert innerhalb
des Arbeitsbereichs der Kamera liegt. Die Bedienungsperson braucht somit nicht die
mindesten Kenntnisse über die Zusammenhänge zwischen Belichtungszeit und Blende
zu haben, sondern für sie genügt die Anweisung, vor Durchführung einer Aufnahme
darauf zu achten bzw. :den Einsteller 1 so zu stellen, @daß sich der Zeiger 19a
irgendwo innerhalb des durch die Marken 23 und 24 gekennzeichneten Bereichs befindet.
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Um die Zuordnung der Verstelleinrichtung des Einstellers 1 zu den
Marken 23 und 24 bzw. zu deren Verstellrichtung deutlich hervorzuheben, können diese
durch Form- oder Farbgebung unterschieden sein.
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Weiterhin könnten an Stelle oder zusätzlich zu dieser Unterscheidung
der beiden Grenzmarken diesen Farbfelder zugeordnet sein, welche sinnfällig auf
zu niedrige oder zu hohe sowie auf dem eingestellten Arbeitsbereich der Kamera entsprechende
Beleuchtungsstarken hinweisen, Beispielsweise könnte ein-, solche Farbfeldzuordnung
derart verwirklicht sein, daß rechts an die Marke 24 anschließend und mit dieser
verbunden ein grellgelbes Farbfeld angeordnet ist, während sich links an die Marke
23, ebenfalls mit dieser verbunden, ein schwarzes Feld anschließt; der Bereich zwischen
den Marken könnte -dann grün getönt sein. Hierdurch wäre sinnfällig deutlich gemacht,
daß in b:ezug auf ,den eingestellten Arbeitsbereich der Kamera :die Beleuchtungsstärke
zu hoch Ist, wenn sich der Zeiger im gelben Farbfeld befindet, während eine Zeigerstellung
im schwarzen Farbfeld eine zu niedrige Beleuchtungsstärke anzeigt. Befindet sich
der Zeiger dagegen innerhalb der beiden Marken, d. h. im grünen Bereich, so gibt
dies an, daß der eingestellte Arbeitsbereich ,der herrschenden Beleuchtungsstärke
entspricht bzw. umgekehrt, d. h., daß die Aufnahme bei der getroffenen Voreinstellung
des Einstellers 1 durchgeführt werden kann.
An Stelle der im Ausführungsbeispiel
gezeigten Ausbildung der Anzeigevorrichtung könnte die Ausführung auch so vorgenommen
sein, @daß das Galvanometer 19 in an sich bekannter Weise um eine mit der Zeigerachse
fluchtende Achse drehbar ,ist, d.aß als mit dem Zeiger zusammenarbeitende Anzeigevorrichtung
eine ortsfeste und eine bewegbare Grenzmarke angeordnet sind und daß zwischen dem
drehbaren Galvanometer und der verstellbaren Marke einerseits und dem Filmempfindlichkeitseinsteller
10 andererseits Steuermittel ähnlicher Art wie im Ausführungsbeispiel vorhanden
sind, mittels -deren die Verstellbewegungen des Galvanometers und -der bewegbaren
Marke der Charakteristik des Galvanometers angepaßt sind, so daß bei jeder Einstellage
des Drehspulgalvanometers und der bewegbaren Marke diese und die ortsfeste Marke
den Blendenöffnungsbereich der Kamera durch den zwischen ihnen liegenden Bereich
kennzeichnen.
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Mit einer in dieser Weisse ausgebildeten Anzeige-und Warnvorrichtung
werden die gleichen Vorzüge erzielt wie bei der im Ausführungsbeispiel beschriebenen
Vorrichtung. Zusätzlich ergibt sich jedoch der Vorteil, daß das Fenster her Vorrichtung
kleiner ausgebildet sein kann als des Ausführungsbeispiels, da es an sich eine nur
wenig größere Breite als der größte Abstand der beiden Marken 23 und 24 bzw. der
ortsfesten und der beweglichen Marke zu haben braucht. Dies kommt vor allem der
Anordnung bzw. Sichtbarmachung der Anzeige im Kamerasucher entgegen. Es bedarf indessen
des etwas größeren Aufwands der drehbaren Anordnung des Galvanometers, wobei :die
Steuerung der Schwenkung des Galvanometers in etwa der gleichen Weise vorgenommen
sein kann wie die Steuerung einer der im Ausführungs- ; beispiel -gezeigten bewegbaren
Marken.
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Eine besondere Aufwandersparnis hinsichtlich der Einrichtungen zur
Messung der Beleuchtungsstärke läßt sich erzielen, wenn sowohl zur Steuerung des
mechanischen Anschlags als auch zur Zusammenarbeit mit der Anzeige- und Warnvorrichtung
ein und dasselbe von einem photoelektrischen Lichtempfänger beoinflußte Galvanometer
Verwendung findet. Diese Lösung ist,dadurch erreichbar, daß die Drehspule des Galvanometers
zusätzlich zu den für die Einstellung des Anschlaghebels 16 dienenden Steuermitteln,
beispielsweise Steuerkurven, einen Zeiger trägt, der in einem Fenster sichtbar gemacht
ist bzw. dessen Stellung durch an sich bekannte optische Mittel an eine gewünschte
Stelle, beispielsweise in den Kamerasucher, projiziert wird.
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Im Rahmen der Erfindung liegt es weiterhin, daß zur Verwirklichung
der Erfindung unter geringstmöglichem Aufwand die Anzeige, ob ein im Kameraarbcitsbereich
liegender Blendenwert zur Anwendung gelangt, ohne das vorbeschriebene Anzeige- bzw.
Warnprinzip, d. h. ohne ZusammenarbeRit einer verstellbaren Markenordnung mit einer
Beleuchtungsstärke-Meßeinrichtung, erreichbar ist. Zu diesem Zwecke könnte der Blendeneinsteller
2 beispielsweise mit einer Anzeigevorrichtung verbunden sein, welche bei Einstellage
des Einstellers innerhalb des Kameraarbeitsbereichs »zu.lässig« und bei Einstellung
außerhalb dieses Bereichs »nicht zulässig« anzeigt. Eine solche Anzeigevorrichtung
könnte beispielsweise ein Schieber oder eine Scheibe mit verschiedenen Farbfeldern
sein, oder es könnten eine oder zwei schwenkbare Warnfahnen oder zwei elektrische
Signallampen verschiedener Farbe gesteuert werden. Warnvorrichtungen solcher Art
sind an sich bekannt. Ebenso könnte die Warnanzeige zusätzlich vom Planetenradträger
beeinflußt sein, um anzuzeigen, ob dessen Anschlagstellung innerhalb des der Beleuchtungsstärke-Meßeinrichtung
zugeordneten Anzeigebereichs liegt.
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Weiterhin könnte in Abhängigkeit von den Einstellagen des Blendeneinstellers
und des Planetenrardträgers eine Sperrvorrichtung an sich bekannter Art für den
Kamera- bzw. Verschlußauslöser gesteuert sein, die eine Auslösebetätigung verhindert,
wenn die Einstellagen der Teile 2 und 8 in bezug auf den Kameraarbeitsbereich nicht
zulässig sind. Anzeige- und Warnvorrichtungen sowie Sperrvorrichtungen dieser Art
erfüllen ihren Zweck ,insbesondere bei halbselbsttätiger Einstellung des Planetenradträgers
8, bei welcher von der Durchführung der Aufnahme die erzielte Einstellage des Blendeneinstellers
kontrollierbar ist.
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Der besondere Vorzug des erfindungsgemäßen Anzeige- und Warnprinzips
besteht demgegenüber darin, daß bereits vor Beginn der Einstellbewegung des Planetenradträgers
8 beurteilt werden kann, ob ein im Arbeitsbereich der Kamera liegender Blendenöffnungswert
zur Einstellung kommt. Dies ist von besonderer Bedeutung für eine vollselbsttätige
Einstellung des Belichtungswerteinstellers und ebenso auch im Hinblick darauf, daß
.eine optimale Aufnahmeschnelligkeit erreicht und kein Aufnahmemotiv verpaßt wird.
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Bei Anwendung der erfindungsgemäßen Anzeigevorrichtung läßt sich eine
besondere Erhöhung der Bedienungseinfachheit und -verständlichkeit der Kamera noch
dadurch erreichen, daß zusätzlich zur Anzeigevorrichtung eine elektrische Signall.ampenanordnung
Verwendung findet. Hierbei wäre jeder der Marken 23 und 24 eine Signallampe zugeordnet,
und ein Aufleuchten derselben würde erfolgen, wenn zwischen dem Zeiger 19a und der
betreffenden Marke eine Koinzidenz herbeigeführt wird. Der Stromkroisschluß könnte
dadurch erreicht werden, daß die Zeiger 23 und 24 vorzugsweise federnd angebrachte
Kontaktfahnen besitzen, auf welche der Zeiger 19a bei Erreichen der Koinzidenz mit
-der Marke auftrifft. Eine in dieser Weise ausgebildete Anzeige- und Warnvorrichtung
führt zu einer ausschließlichen »Ja«-»7j\Tein«-Anzeige, insbesondere wenn auf eine
Sichtbarmachung der Zeiger 23 und 24 verzichtet wird. Dem »ja«-»1\T--in«-Prinzip
kommt aber ein optimal einfacher und klarer Aussagegehalt zu, was vor allem für
eine vollselbsttätige Belichtungseinstellung in jeder Hinsicht von Bedeutung ist;
außerdem läßt sich im vorbeschriebenen Falle die Verwendung eines einzigen Galvanometers
für die Steuerung des mechanischen Anschlags und für die Anzeigevorrichtung in besonders
günstiger Weise erreichen.
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Eine besonders vorteilhafte, die Raumgegebenheiten an sich bekannter
Kameras nützende Ausgestaltung kann die Erfindung unter Verwendung des beschriebenen
Anzeige- und Warnprinzips dadurch erfahren, daß die gesamte in Fig. 1 gezeigte Anordnung
einschließlich er zur Steuerung des Hebels 16 dienenden Beleuchtungsstärke-Meßeinrichtung
in einem Objektivverschluß untergebracht ist, während völlig unabhängig davon, nur
durch gleiche Eichung aufeinander abgestimmt, das in Fig. 3 gezeigte Galvanometer
samt Anzeigemarken in dem Raum untergebracht ist, in dem sich bei an sich bekannten
Kameras eingebaute Belichtungsmesser befinden. Diese Anordnung ist auch für die
Sichtbarmachung der Anzeige im Kamerasucher besonders günstig, da es bereits an
sich bekennt
ist, die Anzeige von an idem genannten Ort angeordneten
Belichtungsmessern im Sucher sichtbar zu machen.
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Ihre optimale Geltung erreichen die durch die Erfindung geschaffenen
Vorzüge bei vollselbsttätiger Belichtungseinstellung. In Fig. 1 ist hierfür eine
besonders zweckmäßige Ausführungsform gezeigt bzw. angedeutet. Hier ist der Planetenradträger
8 mittels einer Festhaltevorrichtung in seiner Ausgangslage gesichert, und der Ablauf
von dieser Stellung erfolgt unter Wirkung einer vorzugsweise in Abhängigkeit vom
Spannen des Verschlusses bzw. vom Filmtransport der Kamera spannbaren Antriebsfeder,
während das Auslösen der Festhaltevorrichtung in Abhängigkeit von -der Auslösebetätigung
der Kameradurchführbar ist.
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Die Festhaltevorrichtung umfaßt -in. Fig. 1 eine Sperrklinke 40, die
mittels einer Nase 40 a mit einer entsprechend geformten Ausnehmung 8 d .des Planetenradträgers
zusammenarbeitet. Die Klinke 40 ist gegen die Wirkung einer Feder 41 betätigbar,
und zwar in Abhängigkeit von der Auslösebetätigung der Kamera. Die Verbindung mit
dem Kameraauslöser ist durch den Pfeil 42 angedeutet, wobei die Verwirklichung der
Verbindung in Form irgendeiner an sich bekannten Übertragungsvorrichtung erfolgen
kann.
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Als Antriebskraftquelle für den Planetenradträger dient eine Feder
43, die -einerseits ortsfest und andererseits am Planetenradträger befestigt ist.
Das Spannen der Feder, d. h. :das Verbringen des Planetenradträgers in die in Fig.
1 gezeigte Lage, geschieht in Abhängigkeit von der Durchführung des Verschlußspannens
oder des Kamerafilmtransports. Diese Verbindung ist durch den Pfeil 44 angedeutet,
welcher an einem Anschlag 8 e des Planetenradträgers angreift. Auf die Darstellung
einer Verbindung zwischen dem Planetenradträger 8 und dem Betätigungsteil für das
Verschlußspannen bzw. für den Kamerafilmtransport kann aus Gründen der Übersichtlichkeit
verzichtet werden, da hierfür geeignete Übertragungs- und Betätigungsvorrichtungen
an-sich bekannt sind.
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Um zu gewährleisten, daß die selbsttätige Blen-deneinstellung erfolgt
ist, bevor sich der Verschluß zu öffnen beginnt, sowie zur Vermeidung von nachteiligen
Auswirkungen von eventuell beim Ablauf des Planetenradträgers entstehenden Erschütterungen
auf das Aufnahmeergebnis kann in weiterer Ausbildung der Erfindung ein an sich bekanntes,
in Abhängigkeit von bzw. mit der Auslösung der Kamera bzw. des Verschlusses auslösbares
Verzögerungswerk angeordnet sein, mittels welchem der Beginn des Freigebers der
Verschlußöffnung gegenüber der Auslösebetätigung :der Kamera bzw. des Verschlusses
um eine bestimmte Zeitdauer verzögerbar ist, wobei letztere so gewäht ist, daß innerhalb
derselben der Planetenradträger seinen maximalen Weg zurücklegt.
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Verzögerungswerke solcher Art finden bei an sich bekannten Verschlüssen
und Kameras beispielsweise als Synchronisierwerke für Blitzlichtzündung Verwendung.
Es bedarf daher keiner weiteren Ausführungen über ihren Aufbau und ihre Wirkungsweise.
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Die Arbeite- und Funktionsweise der im Ausführungsbeispiel beschriebenen
erfindungsgemäßen Kamera mit vollselbsttätiger Belichtungseinstellung ist in Kürze
folgende: 1. Fälmempfindlichkeitseinstellung Diese wird in der Einstellage gemäß
Fig.-1 der Einsteller durchgeführt. Sie erfolgt dadurch, daß der Filmempfindlichkeitseinsteller
10 gegenüber dem Belichtungszeiteinsteller 1 verstellt wird. Bei dieser Verstellung
erfährt gleichzeitig über das Ausgleichsgetriebe 10b, 9, 2 a der Blendeneinsteller
2 eine Verstellung. Außerdem kommen hierdurch über die Steuerkurve 10c und die sich
hieran anschließende Ü!bertr.ag,ungsvorrichtung die Einstellmarken 23, 24 in eine
bestimmte Einstellage.
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2. Tätigkeit des Bedienenden vor _der Aufnahme Diese Tätigkeit beschränkt
sich darauf, zu prüfen, ob der Zeiger 19 a des Galvanometers 19 sich innerhalb des
durch die Marken 23 und 24 eingegrenzten Bereichs befindet.
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Ist letzteres nicht der Fall, so hat die Bedienungsperson den Einsteller
1 so zu verstellen, daß der Zeiger irgendwo ,innerhalb des .in Rede stehenden, von
den beiden Marken begrenzten Bereichs steht. Beim Verstellen des Einstellers 1 wird
über die Kupplungsverbindung 13, 10a der Eilmempfindlichkeitseinsteller 10 mitverstellt,
wodurch sich eine Lageänderung der Marken 23 und 24 ergibt.
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Läßt sich trotz Verstellers des Einstellers 1 innerhalb seines durch
die Anschläge 7 begrenzten Bereichs nicht erreichen, daß der Zeiger in :den zwischen
den beiden Marken 23 und 24 liegenden Bereich kommt, so zeigt dies, daß die Beleuchtungsstärke
entweder zu hoch oder zu niedrig ist, um bei oder eingestellten Filmempfindlichkeit
eine Aufnahme mit selbsttätiger Belichtungseinstellung zu tätigen.
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3. Durchführen einer Aufnahme Dies geschieht durch Betätigen des Kameraauslösers.
In Abhängigkeit von der Betätigung .desselben wird die Sperrklinke 40 gelöst, wodurch
der Planetenradträger 8 zum Ablauf freigegeben wird. Je nach herrschender Beleuchtungsstärke
wird der Planetenradträger sodann nach einem kleineren oder größeren Bewegungsweg
durch Auftreffen einer der Stufen der Stufenkurve 8a auf den Anschlaghebel 16 angehalten.
Hiermit ist der Blendeneinsteller 2 selbsttätig in eine der herrschenden Beleuchtungsstärke
sowie der voreingestellten Belichtungszeit und Filmempfindlichkeit entsprechende
Einstellage gelangt. Gleichzeitig mit dem Betätigen des Kameraauslösers wurde das
weiter oben erwähnte Verzögerungswerk eingeschaltet, wodurch die Öffnungsbewegung
ides Kameraverschlusses in bezug auf die Auslösebetätigung mindestens so lange verzögert
wird, bis (die Bewegung des Planetenradträgers beendet ist.
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Durch die Erfindung ist eine Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung
geschaffen, bei welcher bei urverwickeltem und funktionssicherem Aufbau ein hohes
Maß an Bedienungseinfachheit und leichter Bedienungsverständlichkeit erreicht ist.
Dies gilt für sämtlich,-- Arten von Kameras und sowohl für eine halb- als auch für
eine vollselbsttätige Verstellbetätigüng des Planetenradträgers.
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Gerade bei vollselbsttätiger Einstellung werden die durch die Erfindung
erreichten Vorzüge besonders deutlich, wenn man eine Kamera gemäß der Erfindung
mit ,an sich bekannten bzw. vorgeschlagenen Kameras derselben Gattung vergleicht.
Als Beispiel sei eine Kamera mit sogernannter Blendennachlaufsteuerung-angeführt,
gegenüber welcher die erfindungsgemäße Kamera einen wesentlich geringeren Aufwand
aufweist und vor allem empfindliche und zu Funktionsunsicherheiten führende Bauteile
sowie das Erfordernis besonderer Spannungsquellen vermeidet. Das mit beiden Kameras
erreichbare Ergebnis .ist
jedoch dasselbe, wobei eine Kamera gemäß
der Erfindung in Verbindung mit dem eine Weiterbildung der Erfindung darstellenden
Anzeige- und Warnprinzip noch den besonderen Vorzug aufweist, daß man sofort beim
Anvisieren des Aufnahmeobjektes erkennt, ob die getroffene Voreinsteltung der Belichtungszelt
zu einem im Arbeitsbereich der Kamera liegenden Blendenöffnungswert führt.
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Das vorerwähnte Anzeige- und Warnprinzip führt außerdem dazu, daß
eine in dieser Weise ausgebildete Kamera gemäß der Erfindung für jeden Photographierenden,
unabhängig davon, ob er Kenntnisse über die photographische Technik besitzt oder
von solchen völlig frei ist, von besonderem Vorzug ist. Dies ergibt sich daraus,
daß es zur Erzielung ,brauchbarer Bilder nicht mehr bedarf, als darauf zu achten,
daß die Anzeige- oder Warnvorrichtung die Zulässigkeit der getroffenen Voreinstellungen
unter Berücksichtigung der herrschenden Beleuchtungsstärke anzeigt. Andererseits
ermöglicht die beschriebene Anzeigeart eine optimale Bildgestaltung dadurch, daß
die Bedienungsperson die Voreinstellung der Belichtungszeit so trifft, daß entweder
die Kürze der Belichtungszeit oder die Größe des Tiefenschärfebereichs den Vorrang
erhält. Dies erreicht man -dadurch, daß man den Einsteller 1 so verstellt, daß der
Galvanometerzeiger gerade am einen oder anderen Ende des von den Grenzmarken gekennzeichneten
Bereichs steht.
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Eine -die genannten Merkmale der Erfindung aufweisende Kamera zeichnet
sich somit durch ein besonders hohes Maß an Bedienungseinfachheit und gleichzeitig
durch einen weiten, freizügig nutzbaren Anwendungsbereich aus.