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Anzeigevorrichtung für fotografische Kameras Gegenstand der Erfindung
ist eine Vorrichtung zur Anzeige der den Lichtverhältnissen im Aufnahmeraum entsprechenden
und nicht entsprechenden, durch eine halbselbsttätige Belichtungsregelvorrichtung
einzustellenden Belichtungsfaktoren bei fotografischen Kameras, bei denen mindestens
ein Belichtungsfaktor frei vorwählbar ist und die anderen Belichtungsfaktoren durch
die Belichtungsregelvorrichtung nachsteuerbar sind.
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Es sind bereits Anzeigevorrichtungen an Kameras mit vollautomatischer
Belichtungswerteinstellung bekanntgeworden, bei denen ein Signal, meist eine Rotmarke,
beispielsweise im Sucher sichtbar wird, wenn die Belichtung im Aufnahmeraum zu stark
oder zu schwach ist, so daß der Einstellbereich der Kamera nicht mehr ausreicht,
und ein anderes Signal, beispielsweise eine Grünmarke, wenn die automatische Belichtungswerteinstellung
ordnungsgemäß erfolgt ist. Diese sehr einfachen und auch für den ungeübten Amateur
verständlichen Anzeigevorrichtungen haben sich für vollautomatische Belichtungsregelvorrichtungen
bewährt. Ist aber eine nur halbautomatische Belichtungswerteinstellung an der Kamera
vorgesehen, so daß beispielsweise die Belichtungszeit beleibig vorwählbar und die
Blende nachsteuerbar ist oder umgekehrt, so er,-eben sich Schwierigkeiten, da die
bisher bekannten Anzeigevorrichtungen meist direkt durch Abtastung des Instrumentenzeigers
steuerbar sind. Dies trifft vor allem bei halbautomatischen Anordnungen zu, bei
denen bei der Vorwahl des einen Belichtungsfaktors das ganze Instrument gedreht
wird. Bei ein und derselben Zeigerstellung würde also eine solche Anzeigevorrichtung
immer das gleiche Signal zeigen, obwohl je nach der vorgewählten Belichtungszeit
einmal die dieser Zeigerstellung entsprechende Blende noch ausreichend und ein andermal
nicht mehr ausreichend ist.
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Zur Vermeidung dieses Nachteils wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen,
daß mindestens eine Signalscheibe, die in an sich bekannter Weise die Anzei e bewirkt,
durch einen mit der Belichtungsregel-9 C
vorrichtung zusammenwirkenden Schieber
einstellbar ist und daß durch diesen Schieber, gegebenenfalls auch durch einen weiteren
Schieber, der oder die vorgewählten Belichtungsfaktoren berücksichtigbar sind. Bei
Kameras, bei denen die vorwählbaren Belichtungsfaktoren bei der Belichtungsregelung
durch Drehung des Meßinstrumentes berücksichtigt werden, wirkt erfindungsgemäß ein
durch diese Drehung des Meßinstrumentes beeinflußbarer Schieber auf die Stellung
der die Anzeige bewirkenden Anzeigescheibe ein. Nach einer ersten Ausführungsforrn
der Erfindung, bei welcher die Anzeige in an sich bekannter Weise durch überdecken
einer festen farbigen Marke durch eine andersfarbige, bewegliche, als Signalscheibe
ausgebildete Anzeigescheibe erfolgt, ist diese bewegliche Signalscheibe durch einen
bei Drehung des Meßinstrumentes einerseits verstellbaren und durch einen bei der
Einstellung des durch die Belichtungsregelvorrichtuna zu steuernden Belichtungsfaktors
bewegten Hebel andererseits drehbaren Schieber steuerbar. Dabei weist zweckmäßigerweise
der die bewegliche Signalscheibe steuernde Schieber ein Kurvenstück auf, welches
mit einer Nase der beweglichen Signalscheibe zusammenwirkt, wobei dieser Schieber
zur Berücksichtigung der vorgewählten und der nachgesteuerten Belichtungsfaktoren
in zwei zueinander senkrechten Richtungen verstellbar ist. Vorteilhafterweise ist
die bewegliche Signalscheibe als drehbar gelagerter Winkelhebel ausgebildet, dessen
eines Ende zur überdeckun- der festen andersfarbigen Marke dient und dessen anderes
Ende mit dem Kurvenstück des Schiebers zusammenwirkt.
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Gemäß einer zweiten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes erfolgt
die Anzeige durch eine feste Skala und zwei bewegliche Anzeigescheiben, wobei die
eine Anzeigescheibe ein Betrachtungsfenster aufweist, welches bei Einstellung des
durch die Belichtungsregelvorrichtung zu steuernden Belichtungsfaktors auf den einzustellenden
Wert der festen Skala bewegbar ist, und wobei die andere Anzeigescheibe bei Einstellung
der vorwählbaren Belichtungsfaktoren durch ein am Meßinstrument angeordnetes Kurvenstück
diejenigen Skalenwerte überdeckt, die infolge der Vorwahl der Belichtungsfaktoren
nicht mehr für eine Einstellung durch die- Belichtungsregelvorrichtung in Frage
kommen.
Eine dritte mögliche, erfindungsgemäße Ausführungsform kann
darin bestehen, daß ein Sichtfenster fest angeordnet ist und eine bei Einstellung
des durch die Belichtungsregelvorrichtung zu steuernden Belichtungsfaktors einstellbare,
mit Skalenwerten versehene Anzeigescheibe errtsprechend dem einzustellenden Wert
in den Bereich dies Sichtfensters drehbar ist und daß eine weitere einstellbare
Anzeigescheibe bei Einstellung der vorwählbaren Belichtungsfaktoren durch einen
am Meßbistrument anliegenden Hebel die Skalenwerte überdeckt, die infolge der Vorwahl
der Belichtungsfaktoren nicht mehr für eine Einstellung durch die Belichtungsregelvorrichtung
in Frage kommen. In an sich bekannter Weise können dabei entweder die Belichtungszeit
und die Filmempfindlichkeit vorgewählt und die Blende durch die Belichtungsregelvorrichtung
nachgesteuert werden oder die Blende und die Filmempfindlichkeit vorgewählt und
die Belichtungszeit nachgesteuert werden.
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Die erfindungsgemäße Bereitschaftsanzeige für Belichtungsregelvorrichtungen
hat den Vorteil, daß sie auf Kameras anwendbar is.4 bei denen mindestens ein Belichtungsfaktor
frei vorgewählt werden kann.
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An Hand von Zeichnungen wird der Erfindungsgedanke näher erläutert.
Es zeigt F i g. 1 eine Ansicht einer ersten erfmdungsgemä-Ben Ausführungsform,
F i g. 2 eine Teilansicht der Anordnung nach Fig. 1,
F i
g. 3 einen Schnitt durch die Anordnung nach F i g. 1 gemäß der SchnittIinie
III-111, F i g. 4 eine Ansicht einer zweiten erfindungsgemäßen Au"rungsforin,
F i g. 5 eine Ansicht einer dritten erfindungsgemä-Ben Ausführungsform, F
i g. 6 in perspektivischer Ansicht eine Einzelheit der ersten Ausführengsform.
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Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1 wird die Erfindung
an einer einäugigen Spiegelreflexkamera erläutert. Es ist an einer kamerafesten
Plaline 1 ein Lager 2 vorgesehen, in dem drehbar ein Drehspulinstrument
3 angeordnet ist. Das Drehspulinstrument 3 steht über Verbindungsleitungen
4, 5
mit einem lichtempfindlichen Element, beispielsweise einer Photozelle
6, in elektrisch leitender Verbindung. Das Drehspulinstrument 3 umfaßt
weiterhin einen Instrumentenzeiger 7, dessen Ende über einem an der Platine
1 angeschlossenen Gegenlager 8 frei spielen kaun, Das Drebspulinstrument
3 wird von einem U-förmigen, ingesamt mit 9 bezeichneten Abtastbügel
umgriffen, dessen Schenkel 10 beiderseits des Instrumentes 3 mittels
Lagerzapfen 11 an Lagerlaschen 12 der Platine 1 angeschlossen sind.
An dem die Schenkel 10 verbin&nden Steg 13 ist oberhalb des Gegenlagers
8 eine Abtastbacke 14 angeschlossen.
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Weiterhin ist ein U-förmiger, ingesamt mit 15 bezeichneter
Niederhalter vorgesehen, dessen Schenkel 16 Lagerzapfen 17 aufweisen,
die in Lagerbohrungen von beiderseits des Drehspulinstrumentes 3 an der Platine
1 angeordneten Lagerlaschen 18 eingreifen. Am Niederhalter
15 greift das eine Ende einer als Zugfeder ausgebildeten Andruckfeder
19, an, deren anderes Ende an der Platine 1 angeschlossen ist und
die das Bestreben hat, den die beiden Schenkel 16 verbindenden Steg 20 gegen
den Instrumentenzeiger 7 zu führen und dadurch diesen am Gegenlager
8 festzulegen, An einem Schenkel 16 des Niederhalters 15 ist
weiterhin ein abgewinkelter Lappen 21 vorgesehen, mit dem sich der Niederhalter
15 in der in F i g. 1 wiedergegebenen Ruhestellung unter dei Wirkung
der Aridruckfeder 19 an einem Stift 22 cks Abtasthügels 9 abstätzt,
so daß der Niederhafter in dieser Stellung vom Instrumentenzeiger 7 abgehoben
ist. Der Niederhalter 15 bildet dabei zusammen mit dem Abtastbügel
9, dem Gegenlager 8 und dem Instrumentenzeiger 7 die Abtasteinrichtung.
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Der Abtastbügel 9 steht über eine Stift-Schlitz-Verbindung
23, 24 mit einem um eine kamerafeste Achse 25 schwenkbar gelagerten
Stellhebel 26 in Verbindung. Der Stellhebel 26 trägt einen Stellanschlag
27 und übergreift mit einem gabelförmigen Ansatz 28 einen Stift
29 eines um die Achse 25
schwenkbar gelagerten Schiebers
30. Am Schieber 30
greift das eine Ende einer als Zugfeder ausgebildeten
Antriebsfeder 31 für die Abtasteinrichtung an, deren anderes Ende kamerafest
eingehängt ist.
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Der Stellhebel 26 ist mit einem Sperrzahnsegment
32 versehen, vor dem ein um eine kamerafeste Achse 33 schwenkbarer,
als Klinke ausgebildeter Feststellhebel 34 drehbar gelagert ist. An dem Feststellhebel
34 greift das eine Ende einer als Schenkelfeder ausgebildeten Andruckfeder
35 an, deren anderes Ende sich an einer kamerafesten Fläche abstützt und
die das Bestreben hat, den Feststellhebel 34 so zu schwenken, daß er in das Sperrzahnsegment
32 eingreift. Der Feststellhebel 34 bildet zusammen mit der Andruckfeder
35 und dem Sperrzahnse-Ment 32 die CD
Feststellanordnung. Zur
Betätigung der Abtasteinrichtung der Feststellanordnung ist ein Auslöser vorgesehen,
der eine Auslöserstange 36 und einen Betätigungsknopf 37
umfaßt. Die
Auslöserstange 36 trägt einen Steueransatz 38, an dem ein Lappen
39 des Feststellhebels 34 unter der Wirkung der Andruckfeder 35 anliegt.
Der Steueransatz 38 ist dabei so ausgebildet, daß der Feststellhebel 34 in
dieser Stellung von dem Sperrzahnsegment 32 abgehoben ist. An der Auslöserstange
36 ist weiterhin ein Stift 39' angeschlossen, an dem sich in der in
F i g. 1 wiedergegebenen Ruhestellung der Stellhebel 26 unter der
Wirkung der Antriebsfeder 31 anlegt. An der Auslöserstange 36
greift
das eine Ende einer als Zugfeder ausgebildeten Rückholfeder 40 an, deren anderes
Ende an der Platine 1 befestigt ist. Die Rückholfeder 40 ist dabei stärker
als die Antriebsfeder 31 ausgebildet, so daß sie nach Freigabe des Betätigungsknopfes
37 die Auslöserstange 36 entgegen der Wirkung der Antriebsfeder
31 in der in F i g. 1 wiedergegebenen Stellung halten kann.
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Frei drehbar auf die Achse 25 ist weiterhin ein zweiariniger
Steuerhebel 41 aufgesetzt. Der eine Arm 42 des Steuerhebels 41 ist bis in den Schwenkbereich
des Stellanschlages 27 des Stellhebels 26 verlängert. Der andere Arm
43 trägt ein Zahnsegment 44, in das ein um eine kamerafeste Achse 45 drehbar gelagertes
Ritzel 46 eingreift. Das Ritzel 46 ist fest mit einem ebenfalls auf die Achse 45
aufgesetzten Zahnrad 47 verbunden, das mit einer Verzahnung 48 eines konzentrisch
zum Objektiv 49 der Kamera angeordneten Blendensteuerringes 50
kämmt.
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Am Blendensteuerring50 greift das eine Ende einer Antriebsfeder51
an, deren anderes Ende an einem kamerafesten Ring 52 befestigt ist und die
das
Bestreben hat, den Blendensteuerring 50 in die eine Endstellung,
zweckmäßig die Stellung, in der die Blende auf die kleinste freie Öffnung eingestellt
ist, zu führen. Die Anordnung umfaßt weiterhin einen an sich bekannten, in der Zeichnung
nicht dargestellten Spannn-ng, mittels dessen Lasche53 der Blendensteuerring
50 über, einen Stift 54 in die andere Endstellung, in der zweckmäßig die
Blendenlamellen voll geöffnet sind, beispielsweise zusammen mit dem Spannen des
Verschlusses, übergeführtwerden kann und der im Augenblick der Auslösung der Aufnahme
in Richtung des Pfeiles a abläuft. Der Blendenring 50 kann dabei selbst unmittelbar
Lagerstellen für die Zapfen der Blendenlamellen tragen oder mit einem beweglichen
Blendenlamellen-Lagerring starr gekuppelt sein. Konzentrisch zum Objektiv sind weiterhin
ein Blendenvorwähl- und Umschaltring 55 sowie ein Belichtungszeitsteller
56
drehbar gelagert. Der Belichtungszeitsteller 56 steht dabei in an
sich bekannter Weise mit nicht näher dargestellten Handeinstellmitteln in Verbindung.
Der Blendenvorwähl- und Umschaltring 55 trägt einen Anschlag 57, der
bei der Handeinstellung der Blende in den Ablaufweg eines an der Verzahnung 48 angeordneten,
weiteren Anschlages 58 führbar ist. Am Blendenvorwähl- und Umschaltring
55 ist ferner ein Steuernocken 59 vorgesehen, mit dem ein Schalter
60, der zwischen den Verbindungsleitungen 4, 5 angeordnet ist und
der ein Kurzschließen der Fotozelle 6 gestattet, betätigt werden kann. Zur
Einstellung des Blendenvorwähl- und Umschaltringes 55 trägt dieser -eine
Marke 61, die mit einer zur besseren Darstellung in die Zeichenebene geklappten
Skala 62 mit den Blendenwerten sowie einem Symbol für die Automatik-EinstelIage
zusammenwirken kann.
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An einer fest in das Verschlußgehäuse eingesetzten Scheibe
63 ist weiterhin ein Drehzapfen 64 angeschlossen, um den ein Hebel
65 schwenken kann, Der Hebel 65 weist einen Schlitz 66 auf.
Frei durch den Schlitz 66 ragt eine in kamerafesten, nicht dargestellten
Lagern geführte Achse 67, auf die starr zwei Hebel 68, 69 aufgesetzt
sind. Der Hebel 68
weist einen Steuerstift 70 auf, der an einer Steuerkurve
71 des Belichtungszeitstellers 56 anliegt. Der Hebel 69 ist
ebenfalls mit einem Steuerstift 72 versehen, der in einen Steuerschlitz
73 des Hebels 65
eingreift.
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An dem dem Drehzapfen 64 abgewandten Ende des Hebels 65 ist
ein Seil 74 angeschlossen. Das Seil 74 ist über eine Umlenkrolle 75, mit
fest angeordneter Drehachse und eine Umlenkrolle 76 mit verstellbar angeordneter
Drehachse zu einer AuMckelwalze 77 geführt und an dieser befestigt. Die Aufwickelwalze
77 ist fest mit dem drehbar angeordneten Drehspulinstrument 3 verbunden.
An der Aufwickelwalze 77 ist das eine Ende einer Spannfeder 78 angeschlossen,
deren anderes Ende kamerafest eingehängt ist. Zur Verstellung der Umlenkrolle
76
ist deren Lagerzapfen 79 an einem Hebel 80 angeschlossen,
der fest mit einem Drehzapfen 81 verbunden ist. Der Drehzapfen
81 ist an der Kameradeckkappe 82 drehbar gelagert und starr mit einem
Einstellrad 83 verbunden. Das Einstellrad 83 trägt in an sich bekannter
Weise eine in der Zeichnung nicht dargestellte Marke, die mit einer ebenfalls nicht
dargestellten Filmempfindlichkeitsskala zusammenwirken kann. Beim dargestellten
Ausführungsbeispiel, bei dem davon ausgegangen wird, daß sich der Blendensteuerring
in der Ruhestellurig in einer Lage befliidet, in, der die Blendenlamellen voll geöffnet
sind, ist das Drehspuhnstrument 3 derart ausgebildet, daß sich der Instrumentenzeiger
7 bei großer Helligkeit vor dem dem GegenIager 8 zugewandten Bereich
14a der Abtastbacke 14 und bei geringer Helligkeit vor dein dem Gegenlager
8 abgewandten Bereich 14 b der Abtastbacke 14 befindet. Bei
einer großen Aufnahmehelligkeit verstellen sich die Teile der Abtasteinrichtung,
insbesondere der den Stellanschlag 27 für das Steuergetriebe tragenden Stellhebel
26, nur um geringe Wege, während andererseits bei dieser Helligkeit das Steuergetriebe,
insbesondere der Steuerhebel 41, und der Blendensteuerring 50 große -,fVege
zurücklegen. Ist die Fotozelle 6 kurzgeschlossen, so daß das Drehspulinstrument
3 keinen Strom erhält, so steht der Instrumentenzeiger vor dem Ansatz 14c
der Abtastbacke 14 und stellt damit sicher, daß in dieser Einstellage der Abtastbügel
und damit der Stellhebel 26 nur um einen Betrag schwenken kann, der nicht
ausreicht, um den Stellanschlag 27 so weit zu, verstellen, daß er vom Arm
42 des Stellhebels 41, erreicht werden kann. Vor der Durchführung von Aufnahmen
mit der erfindungsgemäßen Kamera wird nach dem Einlegen des Films zunächst das Einstellrad
83 so weit gedreht, bis seine Marke auf den dem eingelegten Film entsprechenden
Filmempfindlichkeitswert eingestellt ist. Hierdurch wird der Hebel 80
um den
Drehzapfen 81 geschwenkt und nimmt dabei die Umlenkrolle 76 mit. Hierdurch
wird über das Seil 74 und unter gleichzeitiger Längung oder Verkürzung der Spannfeder
78 das Drehspulinstrument 3
gegenüber der Abtastbacke 14 gedreht.
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Unmittelbar vor Durchführung der Aufnahme wird dann durch Drehung
des Belichtungszeitstellers 56 die gewünschte Belichtungszeit eingestellt.
Die Drehung des Belichtungszeitstellers 56 bewirkt über die Steuerkurve
71 eine Schwenkung der über die Achse 67 fest miteinander verbundenen
Hebel 68
und 69. Diese Bewegung wird über die Stift-Schlitz-Verbindung
72, 73 auf den Hebel 65 übertragen, der um den Drehzapfen 64 schwenken
kann. Die Einstellbewegung wird vom Hebel 65 über das Seil 74 weitergeleitet
und hat eine zusätzliche Drehung des Drehspuhnstrumentes 3 unter gleichzeitiger
Längung oder Verkürzung der Spannfeder 78 zur Folge.
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Soll die Aufnahme mit selbsttätiger BIendenregelung durchgeführt werden,
so wird der Blendenvorwähl- und Umschaltring 55 gegebenenfalls so weit gedreht,
bis seine Marke 61 dem Symbol A für selbsttätige Belichtungsregelung
der Skala 62 gegenübersteht. Durch anschließendes Eindrücken des Betätigungslmopfes
37 in Richtung des Pfeiles b wird die Auslöserstange 36, in
der gleichen Richtung verschoben. Hierbei gibt zunächst der Stift 39' den
Stellhebel 26 frei, der sich nunmehr unter der Wirkung der Feder
31 in Richtun- des Pfeiles c drehen kann. Der Stellhebel 26 nimmt
über die Stift-Schlitz-Verbindung 23, 24 den Abtastbügel 9 in Richtung
des Pfeiles d mit. Dieser Bewegung kann unter der Wirkung der Andruckfeder
19 der Niederhalter 15 so lange folgen, bis sein Steg 20 am festen
Gegenlager 8
festliegt. Bei weiterer Schwenkung des Abtastbügels
9
hebt sich nunmehr dessen Stift 22 vom Lappen 21 des Niederhalters
15 ab. Die Schwenkbewegung des Abtastbügels 9 ist dann beendet, wenn
die Abtastbacke
14 ebenfalls zur Anlage am Instrumentenzeiger
7 kommt.
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Gegen Ende der Verschiebebewegung der Auslöserstange36 gleitet der
Steueransatz38 am Lappen39 des Feststellhebels34 vorbei. Der Feststellhebe134 kann
daher nunmehr unter der Wirkung seiner Andruckfeder 35 in Richtung des Pfeiles
e so weit schwenken, bis er in das Sperrzahnseginent 32
einfällt und dadurch
eine Drehung des Stellhebels 26
entgegen der Richtung des Pfeiles c verhindert.
Unmittelbar danach erreicht ein Arm 84 der Auslöserstange 36 den Verschlußauslöser
85 und bewirkt hierdurch eine Auslösung des Verschlusses. Diese erfolgt in
der Weise, daß zunächst der die Lasche 53
tragende Spannring voll abläuft
und anschließend die Verschlußlamellen geöffnet werden. Der Verstellung der Lasche
53 in Richtung des Pfeiles a folgt der Blendensteuerring 50 unter
der Wirkung seiner Antriebsfeder 51. Die Drehbewegung des Ringes
50 wird über das Getriebe 48, 47, 46, 44 auf den Steuerhebel 41 übertragen.
Hierbei schwenkt der Steuerhebel 41 so weit entgegen der Richtung des Pfeiles c,
bis sein Arm 42 auf den Stellanschlag 27
aufläuft. Eine weitere Verstellung
des Steuergetriebes und damit des Blendensteuerringes 50 ist hierdurch verhindert.
Die Blende kann sich daher nur bis zu einem Wert schließen, der der von der Fotozelle
6
und dem Drehspulinstrument 3 ermittelten Helligkeit unter Berücksichtigung
des voreingestellten Filmempfindlichkeitswertes sowie der voreingestellten Belichtungszeit
entspricht.
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Nach Freigabe des Betätigungsknopfes 37 geht die Auslöserstange
36 unter der Wirkung der Rückholfeder 40 in die in F i g. 1 wiedergegebene
Stellung zurück. Hierbei führt sie einerseits über den Steueransatz 38 den
Feststellhebel 34 wiederum in die unwirksame Lage und schwenkt andererseits den
Stellhebel 26 und damit den Abtastbügel 9 sowie den Niederhalter
15 so weit, bis diese Teile ebenfalls ihre Ruhestellung erreicht haben.
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Zur Durchführung einer Aufnahme mit einem von Hand eingestellten Blendenwert
wird der Blendenvorwählring 55 so weit gedreht, bis seine Marke
61
dem gewünschten Blendenwert auf der Skala 62
gegenübersteht. Durch
diese Drehung des Blendenvorwählringes 55 wird zunächst über den Steuernocken
59 der Schalter 60 geschlossen. Die Fotozelle 6 ist nunmehr
kurzgeschlossen, so daß der Zeiger 7 des Drehspulinstrumentes 3 in
die eine Endlage zurückfällt, in der er unmittelbar unter dem Ansatz 14 c
der Abtastbacke 14 steht. Gleichzeitig ist der Anschlag 57 in den Ablaufweg
des Anschlages 58 des Blendensteuerringes 50 geführt worden.
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Wird minmehr der Betätigungsknopf 37 in Richtung des Pfeiles
b eingedrückt, so kann der Stellhebel 26 den Abtastbügel nur um einen
kurzen Weg verstellen, da der Ansatz 14 c unmittelbar über dem Instruinentenzeiger
7 steht. Dieser Weg ist so bemessen, daß der Stellenanschlag 27 nicht
in den Weg des Armes 42 des Steuerhebels 41 geführt wird, den dieser bei voller
Durchregelung der Blende zurücklegt. Beim vollen Durchdrücken des Betätigungsknopfes
37 und damit der Auslöserstange 36 wird wiederum der Verschlußauslöser
85 betätigt, und der Verschluß läuft in der bereits oben beschriebenen Weise
ab.
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Zur Anze.ige der ordnungsgemäßen oder nicht ordnungsgemäßen Einstellung
der Belichtungsfaktoren durch die Belichtungsregelvorrichtung ist eine farbige,
vorzugsweise gründurchsichtige Marke 100
auf der Feldlinse 101 des
Spiegelsuchers angebracht. Eine andersfarbige, vorzugsweise rotdurchsichtige Signalscheibe
102 befindet sich an einem Ende eines um die Achse 103 schwenkbaren, unter
der Wirkung der Feder 104 stehenden Winkelhebels 105.
Am anderen Ende des
Winkelhebels 105 ist eine Steuernase 106 vorgesehen. An dem durch
den Stellhebel 26 steuerbaren Hebel 30 ist ein Kurvenstück mit den
Steuerkurven 107, 108, 109 angebracht. Bei Betätigung des Auslösers
36 wird in bereits beschriebener Weise der Schieber 30, welcher nun
als Steuerschieber wirksam wird, gedreht. Dabei läuft zuerst die Steuerkurve
107 an der Nase 106 an und bewegt den Winkelhebel 105 im Uhrzeigersinn,
wobei die rotdurchsichtige Signalscheibe 102 aus dem Bereich der gründurchsichtigen
Marke 100 geschwenkt wird. Die rotdurchsichtige Signalscheibe 102 bleibt
so lange aus dem Bereich der gründurchsichtigen Marke 100
entfernt, als sich
die Nase 106 auf der Steuerkurve 108 befindet. Gelangt diese Nase
in den Bereich der zurücktretenden Steuerkurve 109, so gleitet sie ab und
läßt den Winkelhebel unter der Wirkung seiner Feder 104 in die in F i
g. 1 gezeigte Stellung zurückschwenken, in welcher die rotdurchsichtige Signalscheibe
102 die gründurchsichtige Marke 100 wieder überdeckt. Ist die Helligkeit
des aufzunehmenden Gegenstandes groß, so wird der Schieber 30 nur wenig geschwenkt,
da die Blende nur wenig geöffnet zu werden braucht. Daher kann dann die Nase
106
nicht von der Steuerkurve 108 abgleiten, so daß die Grünmarke
100 sichtbar bleibt. Ist die Helligkeit des aufzunehmenden Gegenstandes dagegen
so groß, daß die Blende praktisch überhaupt nicht geöffnet werden darf und trotz
der kleinsten einstellbaren Blende der Film noch überbelichtet würde, so ist die
Schwenkung des Schiebers 30 so gering, daß die Nase 106 nicht auf
die Steuerkurve 108 gelangt, so daß die rote Signalscheibe 102 nicht aus
dem Blickfeld weggeschwenkt wird. Wenn aber die Helligkeit des aufzunehmenden Gegenstandes
so gering ist, daß der Meßbereich der Regelvorrichtung nicht mehr ausreicht, obwohl
die Mechanik der Kamera größere Blendenöffnungen zuläßt, dann gelangt bei einer
vorgewählten Zeit und Filmempfindlichkeit die Nase 106 beim Schwenken des
Schiebers 30 auf die Steuerkurve 109. Hierbei schwenkt die rote Signalscheibe
102 wieder in den Beobachtungsbereich.
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Nun muß aber bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht nur die tatsächlich
durch die Regelvorrichtung eingestellte Blende berücksichtigt werden, sondern auch
die eingestellte Filinempfindlichkeit und die vorgewählte Belichtungszeit. Bei ein
und derselben Blende und Helligkeit des Aufnahmeraumes kann je nach der Filmempfindlichkeit
und der vorgewählten Belichtungszeit die Belichtung des Films ja noch ausreichend
oder schon nicht mehr ausreichend sein. Diese durch die Filmempfindlichkeit und
die Vorwahl der Belichtungszeit entstehende Verschiebung des benutzbaren Blendenbereiches
muß zur Erzielung einer einwandfreien Funktion noch auf die Vorrichtung übertragen
werden. Hierzu dient ein am Instrument 3 um die Achse 110
schwenkbar
gelagerter Hebel 111, der mit einem an einem Hebelann 112 gelagerten Stift
113 in einen Schlitz 114 des Schiebers 30 eingreift. Ein Stift 141
des Hebels 111 greift dabei in einen Schlitz 142 des
Instrumentes
3 ein. Außerdem wird der Hebel 111
durch die Feder 140 in die in F
i g. 3 gezeichnete Endstellung gezogen, wobei der Schieber 30 am Anschlagstift
143 zur Anlage kommt. Bei einer Drehung des Meßinstrumentes 3 infolge der
Einstellung der Filmempfindlichkeit oder der Vorwahl der Belichtungszeit nähert
sich die Kante 144 des Schlitzes 142 dem Stift 141 und nimmt bei einer weiteren
Schwenkung den Hebel 111 und damit den Hebelarm 112 und den Stift
113 mit. Dabei wird der Schieber 30 parallel zur optischen Achse des
Ob-
jektivs verschoben. Die Form der Steuerkurve 109
ist aber, wie es
deutlicher in der perspektivischen Darstellung der F i g. 6 zu sehen ist,
so gewählt, daß sie, schräg zur optischen Achse des Objektivs verläuft. Bei einer
solchen Verstellung des Schiebers 30
durch den Hebel 111 wird der Punkt,
in welchem die Nase 106 von der Kurve 108 in den Kurvenzug
109 gleitet, verändert, und zwar entsprechend der eingestellten Fihnempfindlichkeit
und der vorgewählten Belichtungszeit. Dabei wird dann auch das Einschwenken der
beweglichen Signalscheibe 102 vor die feste Marke 100 entsprechend diesen
von Hand eingestellten Belichtungsfaktoren verschoben. Die Lage der Kante 144 ist
entsprechend dem Meßumfang des Instrumentes 3 festzulegen.
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Selbstverständlich ist die erfindungsgemäße Anzeige für richtige oder
falsche Belichtung bei Belichtungsregelvorrichtungen mit Vorwahl von mindestens
einem der Belichtungsfaktoren nicht auf das in den F i g. 1 bis
3 gezeigte Ausführungsbeispiel beschränkt. In F i g. 4 ist eine zweite
Ausführungsform gezeigt, bei welcher eine feste Blendenskala 120 vorgesehen ist,
über welcher ein durch eine Stift-Schlitz-Verbindung 121, 122 durch den Hebel
26 steuerbarer Arm 123 mit einem Ausschnitt 124 bewegt wird. Der Ausschnitt
124 gibt jeweils den durch die Belichtungsregelvorrichtung eingestellten Blendenwert
auf der Skala 120 zur Beobachtung frei. Je nach der vorgewählten Belichtungszeit
und Filmempfindlichkeit und dem Meßbereich der Belichtungsregelvorrichtung ist aber
die untere Grenze für den automatisch einstellbaren Blendenbereich verschieden.
Diese Unterschiede werden durch einen kraftschlüssig an einer Kurve 125 des
Instrumentes 3
anliegenden Hebel 126 berücksichtigt, in dem dieser
Hebel eine beispielsweise rot gefärbte, Anzeigescheibe 127 mehr oder weniger
weit entsprechend der Drehung des Instrumentes 3 unter die Skala 120 schiebt,
so daß diese Skala in den Bereichen, die infolge der Zeitvorwahl nicht mehr in Frage
kommen, rot unterlegt ist. Der an die obere Grenze der Skala 120 anschließende Bereich
120 a ist vorzugsweise auch rot gefärbt.
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Eine weitere mögliche Ausführungsform besteht nach F i g. 5
darin, daß ein Sichtfenster 130 fest angeordnet ist, unter welchem eine mit
Blendenwerten versehene Scheibe 131 mittels eines Kronrades 132
und
der Zahnräder 133, 134, 135 entsprechend der durch Regelvorrichtung
eingestellten Blende durch den Hebel 26 bewegbar ist. Zur Begrenzung des
durch die Zeitvorwahl und die Einstellung und dem Meßbereich der Belichtungsregelvorrichtung
gegebenen Bereiches ist eine weitere Scheibe 136 angebracht, welche über
den Hebel 137, der um die Achse 138 drehbar gelagert ist, vom Instrument
3
aus entsprechend dessen Drehung gesteuert wird. Diese Scheibe
136 weist ein etwa rot gefärbtes Feld auf, welches je nach dem durch die
Vorwahl gegebenen Bereich die Blendenskala begrenzt. Die Scheiben 131 und
136 sind elastisch miteinander gekuppelt, so daß die Scheibe 136 der
Scheibe 131 nachläuft.
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Um die erfindungsgemäßen Anordnungen nach den F i g. 4 und
5 auch für Kameras mit Wechselobjektiven unterschiedlicher maximaler Blendenöffnung
verwenden zu können, könnte die Skala 120 nicht fest, sondern beweglich angeordnet
sein, wobei ihre Stellung durch einen Hebel 146 beim Einsetzen des jeweiligen Wechselobjektivs
durch unterschiedliche Stifte, Kanten od. dgl. an denselben gesteuert wird. Ebenso
könnte das Sichtfenster 130 durch die Wechselobjektive senkrecht zur Zeichenebene
verstellbar sein.
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Bei den gezeigten Ausführungsbeispielen ist die Anzeige oder die Blendenanzeige
im Sucher einer einäugigen Spiegelreflexkamera sichtbar. Es wäre aber auch möglich,
sie in einem Sichtfenster eines beliebigen Kaineragehäuses sichtbar zu machen oder
in den Sucher einer solchen Kamera in an sich bekannter Weise einzuspiegeln. Ebenso
wäre es möglich, statt der Belichtungszeit die Blende vorwählbar anzuordnen und
durch die Belichtungsregelvorrichtung die Belichtungszeit nachzusteuern.