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DE1198198B - Photographische Kamera mit Einstellern zur Vor-wahl des einen Belichtungsfaktors und zur selbst-taetigen Einstellung des anderen Belichtungsfaktors sowie einer Einrichtung, um gegebenenfalls den vorgewaehlten Belichtungsfaktor selbstaendig zu veraendern - Google Patents

Photographische Kamera mit Einstellern zur Vor-wahl des einen Belichtungsfaktors und zur selbst-taetigen Einstellung des anderen Belichtungsfaktors sowie einer Einrichtung, um gegebenenfalls den vorgewaehlten Belichtungsfaktor selbstaendig zu veraendern

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Publication number
DE1198198B
DE1198198B DEG36822A DEG0036822A DE1198198B DE 1198198 B DE1198198 B DE 1198198B DE G36822 A DEG36822 A DE G36822A DE G0036822 A DEG0036822 A DE G0036822A DE 1198198 B DE1198198 B DE 1198198B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
exposure
scale
photographic camera
setting
ring
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG36822A
Other languages
English (en)
Inventor
Franz Starp
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hittech Prontor GmbH
Original Assignee
Prontor Werk Alfred Gauthier GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Prontor Werk Alfred Gauthier GmbH filed Critical Prontor Werk Alfred Gauthier GmbH
Priority to DEG36822A priority Critical patent/DE1198198B/de
Priority to US336726A priority patent/US3292514A/en
Publication of DE1198198B publication Critical patent/DE1198198B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B7/00Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
    • G03B7/08Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device
    • G03B7/12Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device a hand-actuated member moved from one position to another providing the energy to move the setting member, e.g. depression of shutter release button causes a stepped feeler to co-operate with the pointer of the light-sensitive device to set the diaphragm and thereafter release the shutter
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
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    • G03B7/08Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device
    • G03B7/081Analogue circuits
    • G03B7/085Analogue circuits for control of aperture

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Exposure Control For Cameras (AREA)

Description

  • Photographische Kamera mit Einstellern zur Vorwahl des einen Belichtungsfaktors und zur selbsttätigen Einstellung des anderen Belichtungsfaktors sowie einer Einrichtung, um gegebenenfalls den vorgewählten Belichtungsfaktor selbständig zu verändern Die Erfindung betrifft eine photographische Kamera mit ein- oder angebautem Belichtungsmesser und einem Verschluß mit Einstellern für der Belichtungsfaktoren Zeit und Blende, wobei einer der Belichtungsfaktoren mittels eines zu seiner Berücksichtigung vorgesehenen Einstellers an Hand einer Skala vorwählbar ist, während der andere Belichtungsfaktor selbsttätig, und zwar mittels einer in Abhängigkeit von der Stellung des Belichtungsmesserzeigers sowie des mit diesem zusammenwirkenden Abtasters gesteuerten Einrichtung in die Kamera eingegeben wird, und wobei die Einrichtung mit zusätzlichen Mitteln versehen ist, welche, wenn es die vorherrschenden Beleuchtungsverhältnisse erfordern, den vorgewählten Belichtungsfaktor selbsttätig verändern.
  • Kameras der vorgenannten Art sind bereits in der Form bekannt, daß der vorwählbare Belichtungsfaktor die Belichtungszeit ist, die mittels eines mit einer Skala versehenen Einstellringes eingestellt werden kann. Der Photographierende hat hier aber keine Möglichkeit, vor oder nach der Aufnahme von den tatsächlich eingestellten Aufnahmedaten Kenntnis zu erlangen. Auch der an Hand einer Skala vorwählbare Belichtungsfaktor Zeit ist für den Einstellmechanismus solcher Kameras nicht bindend, vielmehr kann der tatsächliche Einstellwert je nach den vorherrschenden Beleuchtungsverhältnissen über oder unter der Vorwahl liegen. Für den bewußten Bildgestalter ist diese Unwissenheit über die tatsächlichen Aufnahmedaten ein großer Nachteil. Aber auch der Amateur möchte insbesondere bei gut gelungenen Aufnahmen Kenntnis von den Aufnahmedaten haben, um sie beispielsweise als Erfahrungswerte in einem Handbuch zu vermerken. Da die Aufnahmedaten bei Kameras vorstehender Gattung unbekannt bleiben, muß der Photographierende zwangsläufig auf eine Registrierung dieser Daten verzichten, was vor allem aus den vorstehenden Gründen oft als Nachteil empfunden wird.
  • Bei Kameras mit selbsttätiger Zeit- und Blendeneinstellung nach einem vorgegebenen Programm ist es zwar schon bekannt, die bei der Aufnahme eingestellten Belichtungsfaktoren in den Kamerasucher einzuspiegeln. Hierzu bedarf es lediglich einer doppelzeiligen Skala, die in fester Abhängigkeit vom Programmeinsteller relativ mit einer Marke oder mit einem Fenster beweglich ist und die einander fest zugeordnete Belichtungsfaktoren enthält. Bei Kameras mit vorwählbarer, jedoch nicht selbsttätig korrigierbarer Belichtungszeit, ist es außerdem bekannt, die selbsttätig eingestellte Blende im Sucher oder auf sonstige Weise anzuzeigen. Derartige Vorrichtungen sind jedoch bei einer Kamera der eingangs erwähnten Art nicht anwendbar, da Zeit und Blende angezeigt werden sollen, obwohl diese beiden Belichtungsfaktoren keine vorgegebene, feste Beziehung zueinander haben.
  • Das der Erfindung zugrunde liegende Problem besteht darin, die den photographischen Kameras der eingangs erwähnten Gattung anhaftenden Nachteile zu vermeiden, d. h. diese Kameras dahingehend zu verbessern, daß der Photographierende Kenntnis von den tatsächlichen bei Durchführung einer Aufnahme zur Einstellung gekommenen Aufnahmedaten erhält.
  • Die Erfindung löst das vorliegende Problem dadurch, daß eine Anzeigevorrichtung, die über die beim Belichtungsvorgang sich tatsächlich einstellenden Werte Aufschluß gibt, mit dem Belichtungsmesser und dem Einsteller des vorwählbaren Belichtungsfaktors getrieblich verbunden ist. Die Zusammenarbeit mit dem Belichtungsmesser und dem Einsteller des vorwählbaren Belichtungsfaktors wird erfindungsgemäß dadurch herbeigeführt, daß die Anzeigevorrichtung einen mit der Drehspule des Belichtungsmessers drehfest verbundenen Zeiger sowie eine diesem zugeordnete, in ihrer Einstellage durch den Einsteller des vorwählbaren Belichtungsfaktors verschiebbare Anzeigefahne, ferner einen dieser sowie dem Zeiger unmittelbar zugeordneten ortsfesten Skalenträger aufweist.
  • Dadurch, daß die Anzeigefahne mit einer dem Einstellbereich des selbsttätig einstellbaren Belichtungsfaktors entsprechenden Skalenreihe sowie mit mindestens einer Markierung, beispielsweise einem Fenster, versehen ist, und daß die Markierung mit einer auf dem ortsfesten Skalenträger angeordneten, dem Einstellbereich des vorwählbaren Belichtungsfaktors entsprechenden Skalenreihe zusammenarbeiten, vermag die Anzeigefahne gleichzeitig im Sinne einer Skala und eines Zeigers wirksam zu werden. Die Anordnung der Skalen auf dem ortsfesten Skalenträger wird zweckmäßigerweise so vorgenommen, daß dieser zwei weitere, übereinanderstehende Skalenreihen aufweist, die zweckmäßig in einer gemeinsamen, zur Bewegungsebene, der Anzeigefahne parallelen Ebene angeordnet sind und daß die übereinanderstehenden Werte dieser Reihen Zeit-Blende-Paare darstellen, die einen der beiden Extremwerte des selbsttätig einstellbaren Belichtungsfaktors enthalten.
  • Falls die Anzeigevorrichtung in den Kamerasucher direkt eingebaut bzw. eingespiegelt werden soll und die Zahlenwerte daher in der Durchsicht lesbar sein sollen, wird erfindungsgemäß eine besonders zweckmäßige zweite Ausführungsform der Anzeigevorrichtung vorgeschlagen. Diese zeichnet sich im wesentlichen dadurch aus, daß der ortsfeste Skalenträger zwei dem vorwählbaren Belichtungsfaktor zugeordnete, aufeinanderfolgende Skalenreihen und beidersetis zwei Abdeckfahnen aufweist, und daß ferner die Anzeigefahne außer zwei mit den Skalenreihen des ortsfesten Skalenträgers zusammenarbeitenden Markierungen, beispielsweise Fenstern, außerdem eine Skalenreihe trägt, deren Extremwerte, sich mehrmals wiederholend, auf die Anzeigefahne aufgetragen, jedoch durch die Abdeckfahne des ortsfesten Skalenträgers nur zum Teil sichtbar sind. Diese Anzeigevorrichtung ist nunmehr zweizeilig, und es können sich keinesfalls zwei Ziffern gegenseitig überdecken, was für gute Lesbarkeit in der Durchsicht wichtig ist. Selbstverständlich müssen bei dieser Einbauart der ortsfeste Skalenträger und die Anzeigefahne zumindest teilweise aus durchsichtigem Material gefertigt sein.
  • Wenn die vorherrschenden Beleuchtungsverhältnisse für eine richtig belichtete Aufnahme unzureichend sind, bleibt der Auslöser der erfindungsgemäßen Kamera gesperrt, und es muß auf den Blitzbereich umgeschaltet werden. Dieser Umstand wird dem Bedienenden dadurch zur Kenntnis gebracht, daß anschließend an den niedrigsten Belichtungswert des Arbeitsbereiches der Kamera auf dem ortsfesten Skalenträger eine gleichfalls mit dem Belichtungsmesserzeiger zusammenarbeitende Hinweismarke für Kunstlichtaufnahmen angeordnet ist.
  • Zur Berücksichtigung der Filmempfindlichkeit ist es bei selbsttätigen Kameras bekannt, den Belichtungsmesser und insbesondere dessen Rahmen mit Hilfe eines Einstellers zu verstellen. Wird hiervon bei der erfindungsgemäßen Kamera Gebrauch gemacht, so kann der zur Verfügung stehende Einstellbereich der Kamera mit Hilfe der Anzeigevorrichtung dadurch erkennbar gemacht werden, daß die Anzeigevorrichtung eine in ihrer Einstellage durch eine am Einsteller angeordnete Steuerkurve beeinflußbare Maske umfaßt, deren jeweilige Lage von der getroffenen Filmempfindlichkeitseinstellung abhängt. Die Abhängigkeit wird am einfachsten dadurch verwirklicht, daß die Maske mit dem drehbeweglich angeordneten Lagerrahmen des Belichtungsmessers drehfest verbunden ist und dieser über eine Steuereinrichtung mit dem Filmempfindlichkeitseinsteller in Wirkungsverbindung steht. Da der sich im Bereich der Hinweismarke für Kunstlichtaufnahmen des ortsfesten Skalenträgers bewegende Teil der Maske diese Hinweismarke unter Umständen verdecken kann, wird zweckmäßigerweise vorgeschlagen, auch diesen Teil der Maske mit einer identischen Hinweismarke zu versehen.
  • Es wurde schon erwähnt, daß bei ungenügenden Beleuchtungsverhältnissen der Auslöser der erfindungsgemäßen Kamera gesperrt ist, was den Vorteil hat, daß unterbelichtete Aufnahmen absolut unmöglich sind. Die Konstruktion dieser Unterbelichtungssperre geht davon aus, daß durch die Bewegung eines an sich bekannten, mit dem Belichtungsmesser zusammenarbeitenden Abtasters die Sperrung des Kameraauslösers aufgehoben wird. Wenn also der Abtaster sich nicht bewegen kann, bleibt der Auslöser gesperrt. Eine Weiterbildung der Erfindung ist unter dieser Voraussetzung darin zu sehen, daß am Rahmen des mit dem Abtaster zusammenarbeitenden Belichtungsmessers ein an der Bewegung des Abtasters zwangläufig teilnehmender Sperrschieber geführt und mit Bezug auf den Bewegungsbereich des Belichtungsmesserzeigers so angeordnet ist, daß er bei Vorliegen ungenügender Beleuchtungsverhältnisse durch Auflage auf den Belichtungsmesserzeiger die Bewegung des Abtasters verhindert.
  • Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnungen erläutert, die zwei Ausführungs- und Anwendungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung veranschaulichen. Es zeigt F i g. 1 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Einrichtung, wobei die einzelnen Bauteile derselben der besseren übersieht wegen in Achsrichtung auseinandergezogen veranschaulicht sind, F i g. 2 die wesentlichsten Bauteile der in F i g. 1 dargestellten Anzeigevorrichtung vor dem Zusammenbau, F i g. 3 und 4 die Anzeigevorrichtung nach dem Zusammenbau in verschiedenen Anzeigepositionen, F i g. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Anzeigevorrichtung, wobei deren einzelne Bauteile ebenfalls vor dem Zusammenbau veranschaulicht sind und F i g. 6 und 7 die Anzeigevorrichtung nach dem Zusammenbau in verschiedenen Anzeigepositionen. In der Zeichnung ist mit 1 eine ortsfeste Trägerplatte bezeichnet, die in einem nicht weiter dargestellten Verschlußgehäuse angeordnet ist. Auf der Trägerplatte l sind die Blendenlamellen 2, von denen der übersichtlicheren Darstellung wegen nur eine veranschaulicht ist, an ortsfesten Stiften 3 gelagert. Zur Betätigung der Blendenlamellen 2 dient ein drehbeweglicher Ring 4, dessen Stifte 5 in Schlitze 2a der Blendenlamellen eingreifen. Der Blendenlamellenring 4 steht unter dem Einfluß einer Zugfeder 6, die das Bestreben hat, ihn im Uhrzeigersinn zu drehen. Einenends greift hierzu die Zugfeder 6 an einem am Ring 4 angeordneten Stift 7, anderenends an einem ortsfesten Stift 8 an, wobei ein Anschlag 4 a dazu vorgesehen ist, die Ausgangslage des Ringes 4 durch Anlage an einen Stift 10 der Trägerplatte 1 zu fixieren. Dieser Ausgangslage des Blendenlamellenringes 4 ist beim Ausführungsbeispiel die größte Öffnungsweite der Blendenlamellen 2, und zwar der Blendenwert »2,8r< zugeordnet. Schließlich ist der Ring 4 noch mit zwei Stiften 11 und 12 versehen, an denen Kraftübertragungsglieder der nachstehend noch näher beschriebenen unabhängig voneinander arbeitenden Blendeneinstellmechanismen angreifen.
  • Die Verschlußblätter 13, von denen in der Zeichnung ebenfalls der übersichtlicheren Darstellung wegen nur eines gezeigt ist, sind an Stiften 14 drehbeweglich gelagert. Diese wiederum sitzen auf einem im Verschlußgehäuse drehbeweglich gelagerten sowie achsgleich zum Blendenlamellenring 4 angeordneten Ring 15, während an der ortsfesten Trägerplatte 1 befestigte Stifte 16 in Schlitze 13 a der Verschlußblätter 13 eingreifen. Angetrieben wird der Verschlußblätterring 15 in an sich bekannter Weise durch eine drehbar gelagerte Spann- und Antriebsscheibe 17, die unter der Einwirkung einer nicht weiter dargestellten Antriebsfeder steht. Zur Verbindung mit dem Verschlußblätterring 15 ist an einem Zapfen 18 der Spann- und Antriebsscheibe 17 eine Treibklinke 19 drehbar gelagert, deren Maul 19 a mit einem abgebogenen Arm 15a des Verschlußblätterringes 15 im Eingriff steht. An einem Vorsprung 17a der Spann- und Antriebsscheibe 17 greift ferner ein an einem ortsfesten Stift 20 drehbar gelagerter sowie unter dem Einfluß einer Windungsfeder 21 stehender Sperrhebel 22 an, der die Spann-und Antriebsscheibe 17 in der in F i g. 1 gezeigten Spannlage hält. Dem Sperrhebel 22 ist ein an einem Zapfen 23 gelagerter Auslösehebel 24 zugeordnet, der sich unter der Wirkung einer Feder 25 gegen einen ortsfesten Stift 24 C abstützt. Ein Arm 24 a des Auslösehebels arbeitet hierbei mit einem Stift 26 des Sperrhebels 22 zusammen, während sein anderer Arm 24b in der Bewegungsbahn eines gegen die Wirkung einer Druckfeder 27 bewegbaren Auslöse stößels 28 liegt, der in dem aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit wegen nicht dargestellten Kameragehäuse geführt ist.
  • Nach erfolgter Freigabe der Spann- und Antriebs-Scheibe 17 durch den Sperrhebel 22 führt die Scheibe unter der Wirkurig ihrer Antriebsfeder eine im Gegenuhrzeigersinn verlaufende Drehbewegung aus, die über die Treibklinke 19 und den Ring 15 auf die Verschlußblätter 13 übertragen wird, wobei die Verschlußblätter die übliche öffnungs- und Schließbewegung ausführen.
  • In an sich bekannter Weise ist im Verschlußy gehäuse ein der Erzielung verschiedener Belichtungszeiten dienendes Hemmwerk angeordnet. Dieses weist eine an einem ortsfesten Stift 29 drehbar gelagerte Platte 30 auf, die mit entgegengesetzt gerichteten Stiften 31 und 32 versehen ist. Am Stift 31 ist ein mit der Spann und Antriebsscheibe 17 zusammenarbeitender Hemmwerkbremshebel33 schwenkbar gelagert, in dessen Schlitzführung 33a ein Stift 34 a eingreift. Dieser wiederum ist an einem Zahnsegment 34 befestigt, das mit weiteren nicht dargestellten Getriebeteilen des Hemmwerks im Eingriff steht. Die Platte 30, der Bremshebel 33 sowie das Zahnsegment 34 und die mit letzterem zusammenwirkenden Getriebeteile sind in an sich bekannter Weise auf einer ortsfesten Lagerplatte angeordnet, auf deren Darstellung der Einfachheit halber verzichtet worden ist.
  • Mit dem vorbeschriebenen Hemmwerk lassen sich verschiedene Belichtungszeiten in an sich bekannter Weise dadurch erzielen, daß der Bremshebel 33 gegenüber dem mit ihm zusammenarbeitenden Lappen 17 b der Spann- und Antriebsscheibe 17 in verschiedene Relativlagen einstellbar ist. Dies hat zur Folge, daß der Lappen 17b beim Ablauf der Spann-und Antriebsscheibe 17 über eine kürzere oder längere Wegstrecke mit dem Bremshebel 33 zusammenwirkt, wobei der Bremshebel um seine Achse 31 gedreht wird, um schließlich nach Zurücklegen einer die Belichtungsdauer bestimmenden Wegstrecke wieder außer Eingriff zu gelangen. Zur Einstellung des Bremshebels 33 dient die vorerwähnte Platte 30, an deren Stift 32 ein nachstehend noch näher beschriebenes Hebelgetriebe angreift, das mittelbar mit einem in die Kamera eingebauten photoelektrischen Belichtungsmesser in Wirkungsverbindung steht.
  • Der Belichtungsmesser selbst ist in der üblichen Weise aufgebaut und besteht aus einem drehbeweglieh angeordneten Lagerrahmen 35, einer in diesem beweglich gelagerten Drehspule 36 sowie einem mit der Drehspule elektrisch verbundenen Photoelement 37. Der Lagerrahmen weist zwei zu der Drehspule 36 gleichachsige Wellenstümpfe 38 und 39 auf, die in nicht gezeigten, ortsfesten Lagerbuchsen drehbeweglich geführt sind. Am Wellenstumpf 39 ist ein Hebel 40 drehfest angeordnet, dessen freies Ende unter der Wirkung einer um den Wellenstumpf 39 herumgelegten Windungsfeder 41 an einem in Richtung der Verschlußachse verschiebbaren übertra= gungsstift 42 anliegt. Der Stift 42 wiederum stützt sich gegen die Stirnfläche einer Steuerkurve 43 a, die an einem gleichachsig zur Versehlußachse allgeordneten Einsteller 43 zur Berücksichtigung der Filmempfindlichkeit angebracht ist. Der Einsteller 43 ist mit einer Fihnempfindlichkeitsskala 44 versehen, die gegenüber einer ortsfesten Marke 45 einstellbar ist.
  • An der Drehspule 36 ist, wie aus F i g. 1 ferner ersichtlich, ein Zeiger 46 befestigt, der die Beleuchtungsstärke unter gleichzeitiger Berücksichtigung der voreingestellten Filmempfindlichkeit anzeigt. Mit dem Zeiger 46 des Belichtungsmessers arbeitet in an sich bekannter Weise ein Abtaster 47 zusammen, der im Ausführungsbeispiel als ein parallel zum Auslöse Stößel28 bewegbarer Schieber ausgebildet ist und unter der Wirkung einer Feder 48 an einem Bund 28 a des Auslösestößels 28 anliegt. Die Feder 48; die einenends an einem Stift 49 des Abtasters 47, anderenends an einem ortsfesten Stift 50 angreift, ist in ihrer Zugkraft etwas kleiner als die dem Auslöse Stößel 28 zugeordnete Feder 2'1 gehalten, was zur Folge hat, daß der Abtaster 47 die in F i g. 1 dargestellte Ausgangslage erst verlassen kann, wenn der Auslösestößel 28 betätigt wird. Zur Zusammenarbeit mit dem Meßwerkzeiger 46 weist der Abtaster 47 eine Stufenkurve 47a auf, die sich beim Niederdrücken des Auslösestößels 28 unter dem Einfluß der Feder 48 mit einer ihrer Stufen auf den Zeiger 46 auflegt. Hierbei stützt sich der Meßwerkzeiger 46 an einem am Rahmen 35 ausgebildeten Auflagebogen 35 a ab.
  • Wie aus F i g. 1 weiter ersichtlich, steht der Abtaster 47 durch eine Stift-Schlitz-Verbindung 51, 52 a mit einem drehbar gelagerten sowie koaxial zui Verschlußachse angeordeten Stellring 52 in Wirkungsverbindung. Der Stellring 52 trägt einen Zapfen 53, an dem ein Ritzel 54 drehbar lagert. Dieses Ritzel steht beim Ausführungsbeispiel mit der Außenverzahnung 55a eines der Einstellung des Belichtungszeitenhemmwerks dienenden Steuerringes 55, außerdem mit der Innenverzahnung 56 a eines mit dem Blendenlamellenring 4 zusammenwirkenden weiteren Steuerringes 56 im Eingriff. Am Außenumfang des Steuerringes 56 liegt hierbei eine beispielsweise als Blattfeder 57 ausgebildete Bremse an. Aufgabe dieser auf den Steuerring 56 einwirkenden Bremse soll es sein, das Anfangsdrehmoment des Ringes 56 so zu erhöhen, daß bei der vom Abtaster 47 gesteuerten, im Uhrzeigersinn verlaufenden Drehbewegung des Stellringes 52 das Ritzel 54 zunächst in der Verzahnung 56a des Steuerringes 56 abrollt und dabei den Steuerring 55 im Uhrzeigersinn dreht. Im Ausführungsbeispiel ist der Steuerring 55 zur Eingabe des Belichtungsfaktors Zeit vorgesehen, während der Steuerring 56 der Eingabe des Belichtungsfaktors Blende dient. Zu diesem Zweck trägt der Steuerring 55 eine radial ansteigende Steuerkurve 55b, die auf das bereits erwähnte, der Einstellung des Belichtungszeitenhemmwerks dienende Hebelgetriebe einwirkt. Dieses Hebelgetriebe kann aus einem einarmigen Hebel 58 bestehen, der auf einer parallel zur Verschlußachse gerichteten Welle 59 drehfest angeordnet ist und einen mit der Steuerkurve 55b des Steuerringes 55 zusammenarbeitenden Stift 60 trägt. Außerdem kann die Welle 59 in einer an der Trägerplatte 1 befestigten Hülse 61 drehbeweglich gelagert sein und an ihrem freien Ende einen drehfest mit ihr verbundenen Gabelhebel 62 tragen, der einen Stift 32 der Platte 29 formschlüssig umgreift. Eine um die Welle 59 herumgelegte Windungsfeder 63 stützt sich einenends an dem ortsfesten Stift 8, anderenends am Stift 60 ab. Diese Feder hat das Bestreben, das Hebelgetriebe 58 bis 60, 62 und das mit ihm verbundene Belichtungszeitenhemmwerk in der der längsten Belichtungszeit des Verschlusses, beispielsweise der Zeit l/so sec, zugeordneten Ausgangslage zu halten. Auf der Welle 59 ist ferner ein Tasthebel64 drehbar gelagert, dessen Taststift 65 mit einer die Größe des von Hand vorwählbaren Belichtungsfaktors, beispielsweise des Faktors Belichtungszeit bestimmenden Steuerkurve 66a zusammenarbeitet. In diesem Fall wäre die Steuerkurve 66a am Belichtungszeiteinstellring 66 vorzusehen. Der Belichtungszeiteinstellring 66 ist mit Hilfe einer an ihm angeordneten Skala 66 c gegenüber der ortsfesten Marke 45 einstellbar. Die Einstellung des vorwählbaren Faktors Belichtungszeit erfolgt mit Hilfe des am Tasthebel64 vorgesehenen abgebogenen Arms 64 a. Dieser wieder- ; um steht zwecks Erzielung einer einseitigen, im Uhrzeigersinn wirksam werdenden Mitnahmeverbindung unter dem Einfluß einer Feder 67, die ihn am Gabelhebel 62 in Anlage zu halten sucht.
  • Ebenso wie der Steuerring 55 trägt auch der Steuerring 56 eine Steuerkurve 56 b, die der Beeinflussung des Blendenlamellenringes 4 in seiner Einstellage dient. Die übertragung des Steuereinflusses der Kurve 56 b auf den Blendenlamellenring 4 erfolgt hierbei zweckmäßig mit Hilfe eines Winkelhebels 68, der an der Trägerplatte 1 auf einem Zapfen 69 drehbar gelagert ist. Dez eine Arm 68a des Winkelhebels 68 trägt einen mit der Steuerkurve 56 b zu- sammenarbeitenden Stift 70, während sein anderer Arm 68b am Stift 11 des Blendenlamellenringes 4 anliegt. Bei Drehung des Steuerringes 56 im Uhrzeigersinn werden die Blendenlamellen 2 in Schließ-5 richtung bewegt. Diese Bewegung wird bei Erreichen der kleinsten Blendenöffnung beendet, und zwar dann, wenn die Kante 56 c des Steuerringes 56 auf den ortsfesten Stift 71 auftrifft.
  • Die Beschreibung behandelte bisher alle diejenigen Teile der Kamera bzw. des Verschlusses, die zur Durchführung einer Aufnahme mit selbsttätiger Einstellung des einen Belichtungsfaktors bei Vorwahl des anderen Belichtungsfaktors notwendig sind. Die Anordnung nach F i g. 1 sieht jedoch auch die Möglichkeit vor, die vom Belichtungsmesser gesteuerte Vorrichtung zur selbsttätigen Einstellung des einen Belichtungsfaktors abzuschalten und den betreffenden Belichtungsfaktor von Hand einzustellen, worauf man beispielsweise bei Durchführung von Blitzlichtaufnahmen angewiesen sein kann. Um hierzu die Voraussetzungen zu schaffen, ist ein Einstellring 72 vorgesehen, der mit Hilfe einer ortsfesten Marke 73 auf eine Einstellage »AUTO« sowie auf einen durch eine Skala 74, beim Ausführungsbeispiel durch eine Blendenskala gekennzeichneten Bereich einstellbar ist. Steht der Marke 73 hierbei die Bezeichnung »AUTO« gegenüber, so wird die selbsttätig arbeitende Belichtungseinstellvorrichtung wirksam, während bei Einstellung des Ringes 72 auf den durch die Blendenskala 74 definierten Bereich die selbsttätige Belichtungseinstellvorrichtung außer Funktion bleibt, wobei dann die Einstellung der Blendenlamellen 2 von Hand erfolgen kann. Hierzu ist am Einstellring 72 ein Steuerschlitz 72a vorgesehen, in den ein Stift 75 eingreift. Der Stift 75 wiederum ist an einem Winkelhebel 76 befestigt, der drehbar an einem ortsfesten Zapfen 77 gelagert ist, und dessen freier Arm am Stift 12 des Blendenlamellenringes 4 anliegt.
  • Zur Ausschaltung des Steuereinflusses der selbsttätig arbeitenden Belichtungseinstellvorrichtung ist ein Sperrhebel 78 vorgesehen, der bei Handeinstellung des einen Belichtungsfaktors, im vorliegenden Falle der Blende, wirksam wird. Dieser, an einem Vorsprung 52 b des Stellringes 52 angreifende Sperrhebel ist so ausgebildet und angeordnet, daß er die Steuerringe 55 und 56 in der dargestellten Ausgangslage festzuhalten vermag. Der Sperrhebel 78 sitzt drehbar auf einem ortsfesten Zapfen 79 und trägt einen Stift 80, der unter der Wirkung einer Feder 81 am Außenumfang des Einstellringes 72 anliegt. Befindet sich hierbei der Einstellring 72 in der in F i g. 1 dargestellten Einstellage »AUTO«, so liegt der Stift 81 am Umfangsteil 72 b des Einstellringes 72 an. Die Radialhöhe des Umfangsteils 72 b ist hierbei so gehalten, daß der Sperrhebel 78 in dieser Einstellage in der unwirksamen Lage verbleibt. Sobald der Ein-Stellring 72 jedoch aus der Einstellage »AUTO« heraus auf den durch die Skala 74 definierten Handeinstellbereich umgestellt wird, gelangt der Stift 80 in den Bereich des tiefer gelegenen Umfangsteils 72f des Ringes 72, was zur Folge hat, daß der Sperrhebel 78 unter der Wirkung der Feder 81 eine Schwenkbewegung im Gegenuhrzeigersinn ausführt, die ihn in die Bewegungsbahn des Vorsprungs 52b des Stellringes 52 bringt.
  • Die Einstellung des Ringes 72 auf den durch die Skala 74 definierten Einstellbereich hat weiter zur Folge, daß das Photoelement 37 des Belichtungsmessers kurzgeschlossen wird, wodurch der Belichtungsmesserzeiger 46 in seine Ausgangslage zurückkehrt. Die hierzu vorgesehene Einrichtung umfaßt zwei durch ein Isolierstück 82 voneinander distanzierte Kontaktfedern 83 und 84, die mittels je einer Leitung 83 a, 84 a mit dem Photoelement 37 und der Drehspule 36 derart verbunden sind, daß sie bei Berührung den Stromkreis des Photoelementes kurzschließen und damit einen Stromfluß in der Drehspule verhindern. Zur Schließung des Kontaktes dient ein Hebel 85, der entgegen der Wirkung einer Feder 85a um einen ortsfesten Stift 86 drehbar ist und einen Stift 87 trägt. Der Stift 87 ist in einem Steuerschlitz 72 e des Einstellringes 72 geführt, und zwar derart, daß in Einstellage »AUTO« des Ringes 72 der Kontakt geöffnet, innerhalb seines durch die Skala 74 definierten Einstellbereiches hingegen geschlossen ist.
  • Bevor auf die erfindungsgemäße in der Zeichnung veranschaulichte Anzeigevorrichtung näher eingegangen wird, soll zunächst die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Belichtungseinstellvonrichtung mit Differentialwirkung kurz erläutert werden. Hierzu sei vorweg darauf hingewiesen, daß beim Ausführungsbeispiel der selbsttätige Einstellvorgang dieser Vorrichtung bei der längsten Belichtungszeit und der größten Blendenöffnung beginnt und in Richtung auf kürzere Belichtungszeiten und kleinere Blendenöffnungen verläuft, wenn der Ring 72 auf Einstellage »AUTO« eingestellt ist. Grundsätzlich sind hierbei drei Fälle zu unterscheiden: a) zu wenig Licht, wobei die vorgewählte Belichtungszeit nicht erreichbar ist, b) ausreichendes Licht, wobei sich die vorgewählte Belichtungszeit einstellt, c) zu viel Licht, wobei die vorgewählte Belichtungszeit überschritten, d. h. in Wirklichkeit eine kürzere Belichtungszeit am Hemmwerk eingestellt wird. Fall a), zu wenig Licht Hierbei ist davon auszugehen, daß der Ausschlag des Beliehtungsmesserzeigers46 derart gering ist, daß der Abtaster 47 beim Niederdrücken des Auslösestößels 28 nur einen relativ kleinen Bewegungsweg bis zum Auftreffen einer der Stufen der Stufenkurve 47a auf den Belichtungsmesser zurücklegen kann. Entsprechend klein ist demgemäß auch der Drehwinkel des mit dem Abtaster 47 in Wirkungsverbindung stehenden Stellringes 52. Wird der Stellring 52 gedreht, so wälzt sich das Ritzel 54 auf der Innenverzahnung des das größere Drehmoment aufweisenden Steuerringes 56 ab, wobei es den Steuerring 55 im Uhrzeigersinn antreibt. Die Steuerkurve 55 b des Steuerringes 55 drückt hierbei den mit ihr zusammenwirkenden Stift 60 nach außen und schwenkt dabei den Gabelhebel 62 zusammen mit dem Tasthebel 64 entgegen dem Uhrzeigersinn. Der Taststift 65 des Tasthebels 64 bewegt sich infolgedessen auf die ihm gegenüberstehende Stufe der Steuerkurve 66a des Belichtungszeiteinstellringes 66 zu, und zwar so lange, bis die Drehbewegung des Steuerringes 55 beendet ist. Dabei kann der Tasthebel 64 zum Stillstand kommen, bevor der Taststift 65 mit der Steuerkurve 66a Berührung erhält. Dies wiederum bedeutet, daß der Gabelhebel 62 eine Endlage einnimmt, die nicht der voreingestellten Belichtungszeit entspricht. In diesem Fall ist die Erzielte Einstellage des Gabelhebels 62 identisch mit einer Belichtungszeit von längerer Dauer als die voreingestellte Belichtungszeit.
  • Bei dem vorstehend beschriebenen Einstellvorgang bleibt der Blendeneinstellmechanismus unbeeinfiußt. Der Blendenlamellenring 4 behält somit seine Ausgangslage bei, in der die Blendenlamellen 2 auf größte Öffnung eingestellt sind. Dies deshalb, weil die Drehbewegung des Steuerringes 55 durch den kurzen Bewegungsweg des Abtasters 47 beendet worden ist, bevor der Tasthebel64 an der Steuerkurve 66a zur Anlage kam. Wenn im folgenden der Auslösestöße128 am Ende seiner Abwärtsbewegung auf den Auslösehebe124 auftrifft, so dreht sich dieser im Uhrzeigersinn, nimmt den Sperrhebel 22 mit und gibt die Spann- und Antriebsscheibe 17 des Verschlusses zum Ablauf frei.
  • Fall b), ausreichendes Licht Gegenüber dem vorherigen Fall wird jetzt von der Annahme ausgegangen, daß der Belichtungsmesserzeiger 46 mit Bezug auf F i g. 1 eine Stellung weiter rechts einnimmt. Dabei kommt der Zeiger 46 in den Bereich einer höher liegenden Stufe der Stufenkurve 47a zu liegen. Der Abtaster 47 und der mit ihm gekuppelte Stellring 52 können infolgedessen einen längeren Weg als im vorher betrachteten Fall zurücklegen, bevor sie zum Stehen kommen. Bei diesem Vorgang wird in der bereits beschriebenen Weise mittels der Steuerkurve 55a des Steuerringes 55 für die Belichtungszeit zunächst die Welle 59 gedreht, wobei - das kraftschlüssig miteinander verbundene Hebelpaar 62, 64 gemeinsam eine Bewegung entgegen dem Uhrzeigersinn ausführt. Während im vorstehend beschriebenen Fall der Taststift 65 des Tasthebels 64 die ihm gegenüberliegende Stufe der Steuerkurve 66a nicht erreichen konnte, kommt der Taststift 65 nunmehr an der Steuerkurve 66a zur Anlage, so daß die vorgewählte Belichtungszeit am Belichtungszeitenhemmwerk tatsächlich eingestellt wird.
  • Ist nach Einstellung der vorgewählten Belichtungszeit die Bewegung des Abtasters 47 noch nicht beendet, so werden sowohl der Stellring 52 als auch das Ritzel54 weitergedreht. An sich würde hierbei der Welle 59 durch diese Drehbewegung eine weitere Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn vermittelt werden. Da sich der Tasthebe164 zwischenzeitlich jedoch auf die Steuerkurve 66 a des Belichtungszeiteinstellringes 66 aufgelegt und damit eine Abstützung erhalten hat, kommt nunmehr die Feder 67 zur Wirkung, die das Hebelpaar 62 und 64 kraftschlüssig miteinander verbindet, gleichzeitig aber eine relative Drehbewegung der beiden Hebel in einer Drehrichtung zuläßt. Die Feder 67 ist indessen so bemessen, daß ihre Überwindung durch Drehen des Steuerringes 55 ein größeres Drehmoment erfordert als die Überwindung des Drehmomentes, das die Bremsfeder 57 auf den Steuerring 56 ausübt. Deshalb kehren sich nun die Verhältnisse um, und das Ritzel 54 wälzt sich, nicht wie bisher, auf der Innenverzahnung des Steuerringes 56, sondern auf der Außenverzahnung des Steuerringes 55 ab und nimmt dabei den im Ausführungsbeispiel der selbsttätigen Blendeneinstellung dienenden Steuerring 56 mit. Die vorgewählte Belichtungszeit bleibt also eingestellt, während die weitere Abtastbewegung die selbsttätige Einstellung der Blendenlamellen 2 bewirkt, wobei die Steuerkurve 56 b des Steuerringes 56 über den Hebel 68 auf den BlenderiIatnellenring 4 so lange einwirkt, bis die Stufenkurve-41a des Abtasters 47 auf den BeIichtungsmesserzeiger 46 auftrifft.
  • Fall cf, zu viel Licht Hierbei wird davon ausgegangen, daß der Ausschlag des Belichiungsmesserzeigers 46 noch größer ist als im. vorherigen Fäll angenommen. Bei der durch die Bewegung des Abtasters 47 hervorgerufenen Drehbewegung des Stellringes 52 stellen sich mit Beginn der Drehbewegung die vorstehend bereits beschriebenen Bewegungsvorgänge ein. So wird zunächst durch das Ritzel54 der der Einstellung der Belichtungszeit dienende Steuerring 55 angetrieben, bis der Tastenstift 65 des Tasthebels 64 auf die Steuerkurve 66 a des Belichtungszeiteinstellringes 66 auftrifft. Im folgenden wird dann der zur selbsttätigen Einstellung der Blende vorgesehene Steuerring 56 bewegt und die Blendenlamellen 2 so weit geschlossen, bis sie den kleinsten Wert »22« erreicht haben. Ist hierbei der Abtaster 47 noch nicht am Belichtungsmesserzeiger 46 zur Anlage gekommen, was gleichbedeutend damit ist, daß die Drehbewegung des Stellringes 52 eine Fortsetzung erfährt, so trifft die Kante 56 c des Steuerringes 56 schließlich auf den ortsfesten Stift 71: Dies hat zur Folge, daß nunmehr wieder der Steuerring 55, durch das Ritzel 54 angetrieben, den Gabelhebel 62 entgegen der Wirkung der Feder 67 bewegt. Infolge dieser Weiterbewegung hebt sich der Gabelhebel 62 von dem an der Steuerkurve 66a zur Anlage gekommenen Tasthebel 64 ab, so daß im Endeffekt das Belichtungszeitenhemmwerk auf eine kürzere Belichtungszeit als den vorgewählten Belichtungszeitwert eingestellt wird.
  • Bei den vorstehend beschriebenen Fällen befindet sich der Einstellring 72, wie bereits angedeutet, in Einstellage »AUTO«, innerhalb der die Belichtungszeit nach der Vorwahl noch eine Korrektur erfahren kann, während die Blende in Abhängigkeit von der Stellung des Belichtungsmesserzeigers 46 selbsttätig eingestellt wird. Wird nun der Einstellring 72 so gedreht, daß einer der auf der Skala 74 verzeichneten Blendenwerte der Marke 73 gegenübersteht, so wird die selbsttätige Einstellvorrichtung mittels des am Stellring 52 angreifenden Sperrhebels 78 selbsttätig blockiert. Gleichzeitig ist mittels des Hebels 85 die Kontakteinrichtung 83, 84 betätigt, und das Photoelement 37 kurzgeschlossen worden, was wiederum zur Folge hat, daß der Belichtungsmesserzeiger 46 in seine Ausgangslage zurückkehrt. Ebenso wie der Meßwerkzeiger 46 befinden sich hierbei sowohl der Stellring 52 als auch die beiden Steuerringe 55 und 56 in ihrer Ausgangslage, wobei die längste Belichtungszeit und die größte Blendenöffnung einstellt. Dies entspricht im Ausführungsbeispiel einer Zeit-Blende-Paarung mit einer Zeit von 1/3o sec und Blende »2,8«. In dieser Einstellage ist der Taststift 65 des Tasthebels 64 frei, so daß beim Drehen des Belichtungszeiteinstellers 66 sich an der Belichtungszeiteinstellung nichts ändert. Diese Art der Belichtungseinstellung der Kamera, die bei konstanter Belichtungszeit von 1/3o sec die manuelle Einstellung der Blende, und zwar gemäß Skala 74 im Bereich von Blende »2,8« bis Blende »22« zuläßt, dient vorwiegend der Blitzlichtphotographie.
  • Wie aus der Zeichnung erkennbar, ist die Kamera erfindungsgemäß mit einer Anzeigevorrichtung ausgerüstet, die dem Photographierenden Aufschluß über die bei der selbsttätigen Belichtungseinstellung tatsächlich eingestellten Werte von Belichtungszeit und Blende gibt. Im folgenden wird der Aufbau und die Arbeitsweise dieser Anzeigevorrichtung an Hand zweier Ausführungsbeispiele im einzelnen näher erläutert.
  • Die Anzeigevorrichtung gemäß dem in F i g. 1 bis 4 veranschaulichten Ausführungsbeispiel urnfaßt neben dem Belichtungsmesserzeiger 46 drei wesentliche Bestandteile, die in F i g. 2 einzeln herausgestellt sind. Es sind dies ein sich über den gesamten Bewegungsbereich des Belichtungsmesserzeigers 46 ausdehnender ortsfester Skalenträger 88, mit dem eine beispielsweise durch den Belichtungszeiteinsteller 66, in ihrer Einstellage beeinflußbare Anzeigefahne 89 zusammenarbeitet. Diesen beiden Bauteilen wiederum ist eine Maske 90 zugeordnet, welche mittels des der Berücksichtigung der Filmempfindlichkeit dienenden Einstellers 43 steuerbar ist. Der ortsfeste Skalenträger 88 trägt drei Skalenreihen. Die obere Skalenreihe ist dem vorwählbaren Belichtungsfaktor, und zwar im Ausführungsbeispiel dem Faktor Belichtungszeit, zugeordnet und weist daher der Skala 66c des Belichtungszeiteinstellringes 66 entsprechende Zahlenwerte auf. Die mittleren und die unteren Skalenreihen sind in eine linke und in eine rechte Skalengruppe unterteilt. Die untere Skalenreihe der linken Skalengruppe setzt sich aus Zahlenwerten zusammen, die, auf das vorliegende Ausführungsbeispiel abgestimmt, gleichbedeutend mit Belichtungszeiten von 1/3o bis 1/25O sec sind, während die untere Skalenreihe der rechten Skalengruppe die Zahlenwerte aufweist, die mit Belichtungszeiten von 1/eo bis 1/soo sec identisch sind. Zusammen mit der unteren Skalenreihe links erscheint ferner mehrmals der extrem hohe Blendenwert »2,8«, zusammen mit der unteren Skalenreihe rechts hingegen mehrmals der extrem niedrige Blendenwert »22«.
  • Die Anzeigefahne 89 kann, wie in F i g. 2 bis 4 veranschaulicht, eine rechteckige Grundform, ferner rechts und links zwei Fortsätze 89 a und 89 b aufweisen. Ein weiterer Fortsatz 89 c der Anzeigefahne kann zur Befestigung eines Fadens 91 dienen. Dieser Faden ist an einem Stift 92 befestigt, der seinerseits von einem auf dem ortsfesten Zapfen 93 drehbar gelagerten Winkelhebel 94 getragen ist. Der Winkelhebel 94 wiederum steht mittels eines Stiftes 95 im Eingriff mit einem am Belichtungszeiteinstellring 66 ausgebildeten Steuerschlitz 66b. Am Fortsatz 89c ist ferner eine Feder 96 eingehängt, die die Anzeigefahne 89 in ihre rechte Endlage zu ziehen sucht. Die Anzeigefahne 89 besitzt ferner ein Fenster 89 d, das mit der oberen Skalenreihe des ortsfesten Skalenträgers 88 zusammenarbeitet, derart, daß in diesem der mittels des Belichtungszeiteinstellringes 66 am Verschluß vorgewählte Belichtungswert erscheint. Schließlich trägt die Anzeigefahne 89 noch eine von links nach rechts ansteigende Blendenskala, welche die Werte von »2,8« bis »22« umfaßt.
  • Die mit dem Filmempfindlichkeitseinsteller 43 in Wirkungsverbindung stehende Maske 90 ist an dem der Lagerung des Lagerrahmens 35 für die Drehspule 36 des Belichtungsmessers dienenden Wellenstumpf 38 drehfest angeordnet. Sowohl die Maske 90 als auch der ortsfeste Skalenträger 88 tragen an ihrem linken Ende ein Symbol, das darauf hinweisen soll, daß zur Erzielung brauchbarer Aufnahmen mit künstlichem Licht, beispielsweise mit Blitzlicht, photographiert werden muß, wenn der Belichtungsmesserzeiger 46 sich in diesem linken Randbereich befindet.
  • In F i g. 3 sind die einzelnen Bauteile 88, 89 und 90 der Anzeigevorrichtung nach dem Zusammenbau dargestellt. Die Anzeigefahne 89 deckt hierbei die obere Skala des vorwählbaren Belichtungsfaktors ab, bis auf die Zahl 60, die im Fenster 89 d sichtbar ist. Dies bedeutet, daß am Verschluß mittels des Belichtungszeiteinstellringes 66 die Belichtungszeit 1/oo sec vorgewählt ist. Solange der Belichtungsmesserzeiger 46 innerhalb des von der Anzeigefahne 89 eingenommenen Bereichs spielt, darf erwartet werden, daß sich sowohl die vorgewählte Belichtungszeit als auch der durch den Belichtungsmesserzeiger 46 auf der Anzeigefahne angezeigte Blendenwert tatsächlich einstellt. Weist der Belichtungsmesserzeiger 46 jedoch auf eines der Zeit-Blende-Paare, die in den beiden Skalengruppen. des ortsfesten Skalenträgers 88 enthalten sind, so bedeutet dies, daß nicht die im Fenster 89d sichtbare, der Vorwahl entsprechende Belichtungszeit, sondern vielmehr die Belichtungszeit eingestellt wird, die Bestandteile des vom Belichtungsmesser angezeigten Zeit-Blende-Paars ist. Bezogen auf F i g. 3 wird bei der hierin veranschaulichten Einstellage der Anzeigevorrichtung entweder das Wertepaar '/so sec und Blende »2,8« oder 1h25 sec und Blende »22« am Verschluß eingestellt werden. In der Darstellung nach F i g. 3 sind die Zeit-Blende-Paare 1h25 und Blende »22« bis 1/5oo und Blende »22« durch die Maske 90 abgedeckt. Diese Zeit-Blende-Paare liegen somit bei Berücksichtigung der Empfindlichkeit des zur Anwendung kommenden Films außerhalb des Arbeitsbereiches der Kamera.
  • Gemäß der in F i g. 4 dargestellten Einstellage der Anzeigevorrichtung ist die Belichtungszeit 1/25o sec vorgewählt, ferner mittels des Fihnempfndlichkeitseinstellers 43 die höchste, in der Skala 44 enthaltene Filmempfindlichkeit eingestellt. Diese Einstellung wirkt sich in der Anzeigevorrichtung dahingehend aus, daß die Maske 90 das Zeit-Blende-Paar '/so sec und Blende »2,8« der linken auf dem ortsfesten Skalenträger 88 angebrachten Skalengruppe abdeckt, während sie andererseits das Zeit-Blende-Paar 1/5oo sec und Blende »22« der rechten Skalengruppe freigibt, das somit in den Arbeitsbereich der Kamera eingeschlossen ist.
  • In F i g. 5 bis 7 ist eine weitere Ausführungsmöglichkeit der erfindungsgemäßen Anzeigevorrichtung veranschaulicht. Auch diese besteht im wesentlichen aus einem ortsfesten Skalenträger 88', einer Anzeigefahne 89' und einer mit dem Filmempfindlichkeitseinsteller 43 in Wirkungsverbindung stehenden Maske 90'. Am ortsfesten Skalenträger 88' sind zweimal die Zahlenwerte der Skalenreihen '/so sec bis 1/5oo sec des vorwählbaren Belichtungsfaktors nebeneinanderliegend angebracht. Blendenwerte -erscheinen auf dem ortsfesten Skalenträger 88' nicht. Diese werden vielmehr von der Anzeigefahne 89' getragen, der eine die Werte »2,8« bis »22« umfassende Blendenskala zugeordnet ist und deren beide Extremwerte »2,8« und »22« sich mehrmals wiederholen. An Stelle des einen Fensters 89 d der i Anzeigefahne 89 besitzt die Anzeigefahne 89' zwei Fenster 89a' und 89b'. Der Abstand dieser beiden Fenster voneinander ist so bemessen, daß in ihnen stets gleiche Werte des auf dem ortsfesten Skalenträger angebrachten beiden Skalenreihen des vorwählbaren Belichtungsfaktors erscheinen.
  • In F i g. 6 und 7 ist die Anzeigevorrichtung gemäß F i g. 5 in zusammengebautem Zustand gezeigt. Hierbei ist gemäß F i g. 6 am Verschluß die Belichtungszeit von 1/0o sec vorgewählt, so daß in den beiden Fenstern 89 ä und 89 b' jeweils der Zahlenwert 60 erscheint. Die Stellung der Maske 90' entspricht einem niederempfindlichen Film, was daraus ersichtlich ist, daß sie die Zeit-Blende-Paare 1/25o sec und Blende »22« und 1/5oo sec und Blende »22« abdeckt. Die vorgewählte Belichtungszeit von 1/oo sec wird am Verschluß tatsächlich eingestellt, solange der Belichtungsmesserzeiger 46 unter oder zwischen den beiden Fenstern 89 d und 89 b' zu stehen kommt. Die Größe der zur Einstellung gelangenden Blendenöffnung ist hierbei mit Hilfe des Belichtungsmesserzeigers 46 an der Blendenskala der Anzeigefahne 89' ablesbar. Befindet sich der Belichtungsmesserzeiger 46 hingegen links vom Fenster 89 a', so kommt das -Zeit-Blende-Paar '/so sec und Blende »2,8« zur Einstellung, während bei einer Zeigerlage rechts neben dem Fenster 89 b' das Zeit-Blende-Paar 1/12 sec und Blende »22« eingestellt wird.
  • F i g. 7 zeigt das Ausführungsbeispiel bei einer vorgewählten Belichtungszeit von 1/25o sec, wobei die Maske 90' eine Lage einnimmt, die der höchsten, in der Skala 44 des Filmempfindlichkeitseinstellers 43 enthaltenen Filmempfindlichkeit entspricht. In den beiden Fenstern 89 a' und 89 b' erscheint zweimal die Belichtungszeit 1/25o sec. Neben dem Fenster 89d sind die Zeit-Blende-Paare 1/0o sec und Blende »2,8« und 1/125 sec und Blende »2,8« sichtbar, während rechts neben dem Fenster 89b' das Zeit-Blende-Paar 1/5oo sec und Blende »22« erscheint.
  • Um zu gewährleisten, daß bei Lichtverhältnissen, die außerhalb des Arbeitsbereiches der Kamera liegen, keine Aufnahme mit selbsttätiger Einstellung der Belichtungsfaktoren Zeit und Blende gemacht werden kann, ist eine zusätzliche Auslösesperre vorgesehen. Hierbei sei zunächst nochmals daran erinnert, daß der Auslösestößel28 nach Beendigung des Einstellvorgangs auf den Auslösehebe124 auftrifft, der über den Sperrhebel 22 den Verschluß zum Ablauf freigibt. Nach F i g. 1 kann sich jedoch der Auslösehebel 24 nicht bewegen, da sein Arm 24 b auf einem Sperrhebel 97 aufliegt. Der .Sperrhebel 97 ist an einem ortsfesten Stift 98 gelagert und vermag den Druck des Auslösestößels 28 voll aufzunehmen. Eine Windungsfeder 99, die sich einenends an einen ortsfesten Stift 100, anderenends an dem Sperrhebel 97 selbst abstützt, ist bestrebt, den Sperrhebel in der dargestellten Sperrlage zu halten. Nun trägt der Sperrhebel aber einen Stift 101, der mit einer Steuerkurve 52 c des Stellringes 52 zusammenarbeitet. Sobald sich der Stellring 52 beim Abtastvorgang um einen kleinen Betrag im Uhrzeigersinn dreht, wird der Stift 101 durch die Steuerkurve 52c nach rechts weggedrückt und der Sperrhebel 97 aus dem Bereich des Auslösehebels 24 geschwenkt. Die den Sperrhebel 97 bewegende Steuerkurve 52c ist in ihrer Längsausdehnung so bemessen, daß bei Vorliegen zu hoher, den Einstellbereich der Kamera übersteigender Lichtverhältnisse der Stift 101 des Sperrhebels nach Erreichen einer dem Zeit-Blende-Paar 1hoo sec und Blende »22« entsprechenden Einstellage des Stellringes 52 von der Steuerkurve 52 c abgeleitet, wodurch der Sperrhebel 97 wieder in seine Wirkstellung zurückkehren kann.
  • Um den gleichen Effekt auch bei Vorliegen zuu sehwacher, für eine Aufnahme mit selbsttätiger Belichtungseinsteiluttg gleichfalls ungeeigneter Lichtverhältnisse zu erzielen, ist eine Vorrichtung vorgesehen, die beim Abtastvorgang den Stellring 52 zum Halten bringt, bevor dessen Steuerkurve 32e am Stift 1.01 des Sperrhebels 97 zur Wirkung kommen kann. Diese Vorrichtung umfaßt einen Sperrschieber 102, der parallel zum Abtaster 47 verschiebbar am Lagerrahmen 3$ des Belichtungsmessers geführt ist. Der Sperrschieber 102 weist einen Schlitz 102 a auf, in den zwei am Lagerrahmen 35 befestigte Führungsstifte 1.03 und 104 eingreifen, Eine Feder 105, die sich einenends am Sperrschieber 102, anderenends an einem ortsfesten Stift 106 abstützt, sucht den Schieber in der dargestellten Ruhelage zu halten, in welcher er unter Wirkung der Feder 105 an einem Stift 106 des Abtasters 47 anliegt. Der Belichtungsmesserzeiger 46 befindet sich bei zu schwacher Beleuchtung oder bei kurzgeschlossenem Photoelement 37 unter einer Kante 102 b des Sperrschiebers 102. In diesem Fall wird beim Niederdrücken des Auslösesttißels 28 der Sperrschieber 102 nach Zurücklegen eines kurzen Weges durch den Belichtungsmesserzeiger 46 festgehalten, der sich seinerseits am Auflagebogen 35a abstutzt. Infolge des am Sperrschieber 102 aufliegenden Stiftes 107 kommt sodann auch der Abtastschieber 47 zum Stillstand. Der kleine, hierbei zurückgelegte Weg des Abtasters 47 reicht nicht aus, um den Stellring 52 so weit zu drehen, daß seine Steuerkurve 52c die durch den Hebel 97 gebildete Auslösesperre unwirksam macht. Erst wenn die Beleuchtungsstärke so weit angestiegen ist, daß der $elichtungsmesserzeiger 46 die Kante 102 b des Sperrschiebers freigibt, kann wieder eine Aufnahme zeit selbsttätiger Belichtungseinstellung durchgef(ihrt werden.
  • Wie bereits beschrieben, lassen sich mit der erfindungsgemäßen Kamera Aufnahmen nicht nur mit selbsttätiger Belichtungseinstellung, sondern auch mit Handbelichtungseinstellung durchführen, und zwar dadurch, da$ der F;iustellring 72 auf den durch die Skala 74 definierten Handeinstellbereich eingestellt .wird. Da jedoch bei Handeinstellung der Blende der Stellring 32 durch die Klinke 78 in einer Ausgangslage gesperrt ist, vermag die Steuerkurve 52e des Ringes 52 die durch den Hebel 97 gebildete Auslösesperre nicht auszurücken. Aus diesem Grunde besitzt der Einstellring 72 einen Ausschnitt 72 d, in den der am Sperrhebel 97 befestigte Stift 101 hineinragt. Wird der Einstellring 72 aus der Einstellage »AUTO« herausbewegt und auf den Bereich der Blendenskala 74 eingestellt, so wird der Stift 101 durch die schräg ansteigende Kante 72e des Ausschnitts 7.2d aus dem Ausschnitt herausgedrückt, was zur Folge hat, daß der Sperrhebel 97 in seine unwirksame Lage ausschwingt.
  • In den dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispielen sind die Einzelteile der Anzeigevorrichtung schieberartig ausgebildet. In gleicher Weise könnten diese Teile jedoch auch die Form von drehbaren Scheiben aufweisen, auf denen die Skalenreiben kreisbogenförmig angeordnet sein könnten. Auch könnte die Anordnung so getroffen sein, daß die angezeigten Werte, wie dies in F i g. 1 angedeutet ist, in dem mit 108 bezeichneten Kamerasucher sichtbar werden oder an einer anderen Stelle der Kamera in einem Sichtfenster erscheinen. Falls die Anzeige im Kamerasucher geplant ist, empfiehlt es sich, sowohl den ortsfesten Skalenträger88 bzw. 88' als auch die Anzeigefahne 89 bzw. 89' aus transparentem Material herzustellen. Durch unterschiedliche Farbgebung der einzelnen Teile der Anzeigevorrichtung ließe sich erforderlichenfalls noch eine Erhöhung der Übersichtlichkeit erreichen.

Claims (10)

  1. Patentansprüche: 1. Photographische Kamera mit ein- oder angebautem Belichtungsmesser und einem Verschluß mit Einstellern für die Belichtungsfaktoren Zeit und Blende, wobei einer der Belichtungsfaktoren mittels eines zu seiner Berücksichtigung vorgesehenen Einstellers an Hand einer Skala vorwählbar ist, während der andere Belichtungsfaktor selbsttätig, und zwar mittels einer in Abhängigkeit von der Stellung des Belichtungsmesserzeigers, sowie des mit diesem zusammenwirkenden Abtasters gesteuerten Einrichtung in die Kamera eingegeben wird und wobei die Einrichtung mit zusätzlichen Mitteln versehen ist, welche, wenn es die vorherrschenden Beleuchtungsverhältnisse erfordern, den vorgewählten Belichtungsfaktor selbsttätig verändern, g e .. kennzeichnet dadurch, daß eine Anzeigevorrichtung (88, 89, 90), die über die beim Belichtungsvorgang sich tatsächlich einstellenden Werte Aufschluß gibt, mit dem Belichtungsmesser (35, 36) und dem Einsteller (66) des vorwählbaren Belichtungsfaktors getrieblich verbunden ist.
  2. 2. Photographische Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigevorrichtung einen mit der Drehspule (36) des Belichtungsmessers drehfest verbundenen Zeiger (46) sowie eine diesem zugeordnete, in ihrer Einstelllage durch den Einsteller (66) des vorwähibaren Belichtungsfaktors verschiebbare Anzeigefahne (89), ferner einen dieser sowie dem Zeiger unmittelbar zugeordneten ortsfesten Skalenträger (88) aufweist.
  3. 3. Photographische Kamera nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigefahne (89) mit einer dem Einstellbereich des selbsttätig einstellbaren Belichtungsfaktors entsprechenden Skalenreihe sowie mit mindestens einer Markierung, beispielsweise einem Fenster (89d) versehen ist und daß die Markierung mit einer auf dem ortsfesten Skalenträger (88) angeordneten, dem Einstellbereich des vorwählbaren Belichtungsfaktors entsprechenden Skalenreihe zusammenarbeiten.
  4. 4. Photographische Kamera nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der ortsfeste Skalenträger (88) zwei weitere übereinanderstehende Skalenreihen aufweist, die zweckmäßig in einer gemeinsamen, zur Bewegungsebene, der Anzeigefahne (89) parallelen Ebene angeordnet sind, und daß die übereinanderstehenden Werte dieser Reihen Zeit-Blende-Paare darstellen, die einen der beiden Extremwerte (»2,8« bzw. »22«) des selbsttätig einstellbaren Belichtungsfaktors enthalten.
  5. 5. Photographische Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der ortsfeste Skalenträger (88') zwei dem vorwählbaren Belichtungsfaktor zugeordnete, aufeinanderfolgende Skalenreihen und beiderseits zwei Abdeckfahnen aufweist, und daß ferner die Anzeigefahne (89') außer zwei mit den Skalenreihen des ortsfesten Skalenträgers zusammenarbeitenden Markierungen, beispielsweise Fenstern (89a' und 89b'), außerdem eine Skalenreihe trägt, deren Extremwerte, sich mehrmals wiederholend. auf die Anzeigefahne aufgetragen, jedoch durch die Abdeckfahne des ortsfesten Skalenträgers nur zum Teil sichtbar sind.
  6. 6. Photographische Kamera nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß anschließend an den niedrigsten Belichtungswert des Arbeitsbereiches der Kamera auf dem ortsfesten Skalenträger (88, 88') eine gleichfalls mit dem Belichtungsmesserzeiger (46) zusammenarbeitende Hinweismarke für Kunstlichtaufnahmen angeordnet ist.
  7. 7. Photographische Kamera nach einem der Ansprüche 1 bis 6, die zusätzlich mit einem auf den Belichtungsmesser einwirkenden Einsteller zur Berücksichtigung der Filmempfindlichkeit versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigevorrichtung eine in ihrer Einstellage durch eine am Einsteller (43)- angeordnete Steuerkurve 43 a) beeinflußbare Maske (90 bzw. 90') umfaßt, die in Abhängigkeit von der getroffenen Filmempfindlichkeitseinstellung den jeweiligen, zur Verfügung stehenden Einstellbereich der Kamera zu erkennen gibt. B.
  8. Photographische Kamera nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der sich im Bereich der Hinweismarke für Kunstlichtaufnahmen des ortsfesten Skalenträgers (88 bzw. 88') bewegende Teil der Maske (90 bzw. 90') mit einer identischen Hinweismarke versehen ist.
  9. 9. Photographische Kamera nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Maske (90 bzw. 90') mit dem drehbeweglich angeordneten Lagerrahmen (35) für die Drehspule des Belichtungsmessers drehfest verbunden ist und dieser über eine Steuereinrichtung (40, 42 und 43a) mit dem Filmempfindlichkeitseinsteller (43) in Wirkungsverbindung steht.
  10. 10. Photographische Kamera nach Anspruch 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß am Rahmen (35) des mit einem Abtaster (47) zusammenarbeitenden Belichtungsmessers ein an der Bewegung des Abtasters zwangläufig teilnehmender Sperrschieber (102) geführt und mit Bezug auf den Bewegungsbereich des Belichtungsmesserzeigers (46) so angeordnet ist, daß er bei Vorliegen ungenügender Beleuchtungsverhältnisse durch Auflage auf den Belichtungsmesserzeiger die Bewegung des Abtasters verhindert.
DEG36822A 1963-01-12 1963-01-12 Photographische Kamera mit Einstellern zur Vor-wahl des einen Belichtungsfaktors und zur selbst-taetigen Einstellung des anderen Belichtungsfaktors sowie einer Einrichtung, um gegebenenfalls den vorgewaehlten Belichtungsfaktor selbstaendig zu veraendern Pending DE1198198B (de)

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US3292514A (en) 1966-12-20

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