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DE1096343B - Verfahren zur Herstellung von Metaborsaeureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Metaborsaeureestern

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Publication number
DE1096343B
DE1096343B DEU5967A DEU0005967A DE1096343B DE 1096343 B DE1096343 B DE 1096343B DE U5967 A DEU5967 A DE U5967A DE U0005967 A DEU0005967 A DE U0005967A DE 1096343 B DE1096343 B DE 1096343B
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DE
Germany
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ester
catalyst
boron
acid ester
mol
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU5967A
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
US Borax Inc
Original Assignee
United States Borax and Chemical Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by United States Borax and Chemical Corp filed Critical United States Borax and Chemical Corp
Publication of DE1096343B publication Critical patent/DE1096343B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F5/00Compounds containing elements of Groups 3 or 13 of the Periodic Table
    • C07F5/02Boron compounds
    • C07F5/04Esters of boric acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Metaborsäureestern Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Metaborsäureestern der Formel (Ro)3B303 und Polyborsäureestern der Formel ((RO)3B)z(B203)Y in denen R ein 1 bis 6 Kohlenstoffatome enthaltendes Alkylradikal oder ein Phenyl- oder ein substituiertes Phenylradikal ist und x und y, jedes einzeln, größer als 1 und y/x größer als 1, jedoch nicht erheblich größer als 2 sind. Die molekulare Struktur der genannten Metaborsäureester hat man so zu verstehen, daß sie einen sechsgliedrigen Ring zur Grundlage hat, in dem drei Glieder aus je einem Sauerstoffatom und drei Glieder aus je einem zweiwertigen - B(OR)-Radikal bestehen, wobei die Sauerstoffatome und die - B (0 R)-Radikale wechselweise angeordnet sind. Die in Frage kommenden Metaborsäureester können entsprechend der Beschaffenheit des Radikals R auch Trialkoxyboroxine oder Triaryloxyboroxine genannt werden. Die molekulare Struktur der genannten Polyborsäureester ist nicht völlig geklärt, doch kann behauptet werden, daß diese Ester wahrscheinlich eine komplexartige, polymere Struktur einer Type aufweisen, die durch die verhältnismäßig einfache Formel ((R0)2B202)-0-B(0R) -0 -B(0R) -0- ((R0)2B303) erläutert wird, in der ((R 0)2 B3 03) das einwertige Radikal bedeutet, das aus dem schon erwähnten Metaborsäureestermolekül (RO)3B303 durch Entfernen eines der drei RO-Radikale hergeleitet wird. Es ist darauf hinzuweisen, daß auf das oben beschriebene Polyborsäureestermolekül, das durch Umsetzung von 3 Molekülen Boroxyd mit 2 Molekülen Orthoborsäureester B(RO)3 erhältlich ist, nur zu Erläuterungszwecken hingewiesen wird. Allgemein sind die in Frage kommenden Metaborsäure- und Polyborsäureester als Feuerlöschmittel wertvoll und/oder als Zwischenprodukte bei der Herstellung anderer organischer Borverbindungen. Einige spezifische Ester der obengenannten Formel, die erfindungsgemäß von ganz besonderem Interesse sind, sind Metaborsäuretrimethylester (Trimethoxyboroxin), Metaborsäuretriäthylester (Triäthoxyboroxin), Metaborsäuretriisopropylester (Triisopropoxyboroxin) und andere Metaborsäuretrialkylester (Trialkoxyboroxine), die drei primäre oder drei sekundäre Alkylgruppen haben, Metaborsäuretriphenylester (Triphenoxyboroxin), Metaborsäuretri-o-kresylester (Tri-o-kresoxyboroxin), Polyborsäuremethylester, Polyborsäureisopropylester und Polyborsäurephenylester.
  • Ist der gewünschte Ester ein Metaborsäureester, so sollten die Anteile des Orthoborsäureesters B(RO)3 und des Boroxyds äquimolekular oder wenigstens so genau als möglich äquimolekular sein. Ist der gewünschte Ester ein Polyborsäureester, so sollten die Anteile des Ortho- borsäureesters B(RO)3 und des Boroxyds in der Praxis im wesentlichen im Verhältnis von 1 :1,1 bzw. bis zu 1 : 2 liegen. Jeder Überschuß an Boroxyd wird die Herstellung eines Polyborsäureesters zur Folge haben, doch sollten aus praktischen Gründen mindestens etwa 1,1 Mol Boroxyd pro Mol Orthoborsäureester verwendet werden. Die obere Grenze von 2 Mol Boroxyd pro Mol Orthoborsäureester wird nur von praktischen Erwägungen diktiert, denn man hat festgestellt, daß sich große Mengen Boroxyd mit einem einzigen Mol Orthoborsäureester umsetzen können, um ein großes Molekül zu bilden, das zahlreiche B-O-Bindungen mit einer gelegentlich auftretenden RO-Gruppe in der Kette enthält. Da jedoch in der Praxis das übliche Ziel bei der Herstellung eines Polyborsäureesters tatsächlich darin besteht, das Boroxyd so zu verändern, daß ihm organische Eigenschaften gegeben werden, wie seine Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln, so ist es unzweckmäßig, mehr als 2 Mol Boroxyd pro Mol Orthoborsäureester anzuwenden, da die organischen Eigenschaften durch ein Verdünnen als Folge des großen Anteils an Bor und Sauerstoff in dem Polyborsäureestermolekül in bezug auf die R-Gruppen in dem Molekül verlorengehen würden.
  • Der Orthoborsäureester B(RO)3 und das Boroxyd sollten im allgemeinen auf Temperaturen zwischen etwa 70 und 1500C erwärmt werden, obwohl etwas höhere oder tiefere Temperaturen angewendet werden können, was von dem einzelnen in dem Reaktionsgemisch vorhandenen Orthoborsäurealkyl- oder -arylester abhängt.
  • Folgende drei charakteristische Merkmale der erfindungsgemäßen Methode sind besonders bemerkenswert: 1. Die Anwendung eines Orthoborsäurealkylesters als einer der Reaktionspartner- gestattet die Bildung von Metaborsäuretrialkylestern (Trialkoxyboroxinen) und Alkylpolyborsäureestern, die eine Reihe von Alkylgruppen aus 1 bis 6 Kohlenstoffatomen haben; die Reihe der Ester, die nach oder erfindungsgemäßen Methode hergestellt werden können, ist somit weniger eingeschränkt, als dies bei den früher vorgeschlagenen Methoden der Fall war.
  • 2. Die Bildung der Metaborsäure- und Polyborsäureester aus den entsprechenden Orthoborsäureestern kann bei normalen, atmosphärischen Drücken durchgeführt werden; im Gegensatz hierzu erforderten gewisse früher vorgeschlagene Methoden die Anwendung einer Hochdruckanlage, wie Autoklaven und Bomben.
  • 3. läßt die Umsetzung eines Orthoborsäurearyl- oder -alkylesters mit Boroxyd eine einstufige Umsetzung zu, umMetaborsäure- und Polyborsäureester ohne die Bildung von Wasser herzustellen, das, wie allgemein bekannt, zuerst entfernt werden müßte, bevor der Metaborsäure-oder Polyborsäureester hergestellt werden könnte.
  • Der Orthoborsäureester B(RO)3 und das Boroxyd werden vorzugsweise in Gegenwart eines Katalysators erwärmt, der durch eine organische Verbindung gebildet wird, die mindestens eine Hydroxylgruppe in ihrem Molekül hat. Hierdurch ist es möglich, die Geschwindigkeit, mit der die Umsetzung vonstatten geht, beträchtlich zu beschleunigen. Beispielsweise beträgt die Zeit, die zur Herstellung von Met ab orsäuretrimethylester (Trimethoxyboroxin) ohne einen Katalysator benötigt wird, etwa 40 bis 50 Stunden, wenn jedoch etwa 201o Methylalkohol dem Reaktionsgemisch als Katalysator zugesetzt werden, wird die Reaktionsdauer auf etwa 7 bis 12 Stunden herabgesetzt. Vergleichbare Verminderungen der Reaktionsdauer können bei anderen Metaborsäure- und Polyborsäureestern beobachtet werden. Die wirtschaftliche Bedeutung der Zeitersparnis, die durch einen solchen besprochenen Katalysator ermöglicht wird, ist unverkennbar. Es wird angenommen, daß die erfindungsgemäß möglichen Reaktionsgeschwindigkeiten im allgemeinen erheblich höher liegen, als sie bei früher vorgeschlagenen Methoden erreichbar sind.
  • Man hat festgestellt, daß wenigstens etwa 0,25 01o der Hydroxy-Katalysatorverbindung, bezogen auf das Gewicht des Orthoborsäuretrialkyl- oder -triarylesters, im allgemeinen erforderlich sind, um eine wesentliche Erhöhung der Reaktionsgeschwindigkeit zu erzielen. Der Katalysator kann aus einem primären, sekundären oder tertiären Alkohol, aus Phenol, irgendeinem substituierten Phenoloderirgendeiner Polyhydroxyverbindung bestehen Einige typische Beispiele solcher Polyhydroxyverbindungen sind: Glykol, Glyzerin, Erythrit, Pentaerythrit, Arabit, Marmit, Sorbit, Glukose, Fruktose und Mannose.
  • Man verwendet jedoch vorzugsweise primäre, sekundäre und tertiäre Alkohole mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen und Polyhydroxyverbindungen mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen.
  • Der wirtschaftliche Vorteil und die leichte Verfügbarkeit von Alkoholen mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen und Polyhydroxyverbindungen mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen lassen diese Stoffe wünschenswerter erscheinen. Als Regel kann jeder Anteil des Katalysators, der über die obenerwähnten 0,25°/o hinausgeht, verwendet werden, wobei die obere Grenze des verwendeten Katalysatorgewichtes von der Wirtschaftlichkeit und dem gewünschten Reinheitsgrad des herzustellenden Metaborsäurealkyl- oder -aryl- oder Polyborsäureesters vorgeschrieben wird, jedoch bevorzugt man im allgemeinen~die Verwendung von etwa 1 bis 501, des Katalysators, -bezogen auf das Gewicht des Orthoborsäureesters. Sollte ein Katalysator zur Beschleunigung der Umsetzung verwendet werden, so kann er, wenn gewünscht, unmittelbar aus dem in der Reaktion verwendeten Orthoborsäurealkyl- oder -arylester besser als durch Hinzufügen zusätzlichen Alkohols oder Phenols zum Reaktionsgemisch erhalten werden. Beispielsweise kann im wesentlichen reiner Orthoborsäuretrimethyl-oder -triphenylester teilweise hydrolisiert werden, um freien Methylalkohol oder Phenol und Ester zu ergeben.
  • Werden diese Stoffe mit dem Boroxyd erwärmt, werden sie eine viel schnellere Reaktionsgeschwindigkeit zur Folge haben, da der freie Alkohol oder das Phenol als Katalysator wirkt.
  • Beispiel 1 In einen dreihalsigen, mit einem runden Boden versehenen 1-1-Kolben, der mit einem Motorhührer, Wasserkühler und Eintauchthermometer ausgerüstet war, wurden 207,8 g (2 Mol) Borsäuretrimethylester und 139,3 g (2 Mol) Boroxyd, die ein Sieb mit 0,252 mm Maschenweite durchlaufen hatten, eingefüllt. Man führte mit einem elektrisch beheizten Mantel Wärme zu und begann zu rühren. Der Rückfluß setzte bei 70° C ein, und die Kolbentemperatur stieg stetig, bis sie nach etwa 40 Stunden bei 1220C konstant blieb. Die Wärmezufuhr wurde vermindert und das Rühren etwa eine weitere Stunde bei 115"C fortgesetzt. Das erhaltene Reaktionsgemisch ließ man abkühlen und filtrierte es durch einen Buchner-Trichter, der zum besseren Filtrieren auf dem Filterpapier mit Diatomeenerde (Kieselgurschicht) versehen war.
  • Das Filtrat bestand aus 331 g (93,5 01o Ausbeute) einer farblosen, schwach viskosen Flüssigkeit, die bei der Analyse nach Befund einen Gehalt von 18,56 01o Bor (18,70 01o theoretischer Gehalt) ergab.
  • Beispiel 2 Der Arbeitsvorgang war ähnlich dem des Beispiels 1, mit der Ausnahme, daß 4,2 g Methanol als Katalysator zugesetzt wurden. In diesem Falle war die Umsetzung nach etwa 12 anstatt 40 Stunden des Beispiels 1 beendet.
  • Das Produkt bestand aus 329 g (93 0/, Ausbeute) einer farblosen, schwach viskosen Flüssigkeit, die bei der Analyse nach Befund einen Gehalt von 18,47°/o Bor ergab.
  • Man sieht, daß in den Beispielen lund 2 in jedem Falle im wesentlichen das gleiche Produkt erhalten wird, daß jedoch bei der Verwendung des Methanolkatalysators die Umsetzung nur 12 statt 40 Stunden dauert.
  • Beispiel 3 Unter Verwendung der Apparatur von Beispiel 1 wurden 103,9 g (1 Mol) Borsäuretrimethylester, 69,6 g (1 Mol) Boroxyd, die ein Sieb mit 0,252 mm Maschenweite durchlaufen hatten, und 1,0g Methanol in den Reaktionskolben eingefüllt. Man begann mit Erwärmen und Rühren, und der Rüclcfluß setzte bei 700 C ein.
  • Nach 10 Stunden war die Temperatur im Kolben unter Rückfluß auf 124° C angestiegen und blieb danach konstant. Die Temperatur wurde auf etwa 1000 C gesenkt, und das Rühren wurde etwa 1 Stunde ohne Rückfluß fortgesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde wie in den Beispielen 1 und 2 filtriert. Das Filtrat bestand aus einer farblosen, schwach viskosen Flüssigkeit, die 157 g (90,50/, Ausbeute) wog und die bei der Analyse nach Befund 18,6 01o Bor enthielt.
  • Beispiel 4 Der Arbeitsvorgang war ähnlich dem des Beispiels 3, mit der Ausnahme, daß in diesem Beispiel 2,1 g Äthylenglykol als Katalysator angewendet wurden. Nach 5 Stunden erreichte die Kolbentemperatur 118° C und blieb dann konstant. Die Ausbeute betrug 890/o, und das Produkt bestand aus einer farblosen, schwach viskosen Flüssigkeit, die bei der Analyse nach Befund 18,54 01o Bor enthielt.
  • Beispiel 5 Der Arbeitsgang war ähnlich dem des Beispiels 3, mit der Ausnahme, daß 2,1 g tert.Butylalkohol als Katalysator angewendet wurden. Die Umsetzung war nach 9 Stunden bei einer Temperatur von 119° C beendet. Die Ausbeute betrug 890/o' und das Produkt bestand aus einer farblosen, schwach viskosen Flüssigkeit, die bei der Analyse nach Befund 18,520/, Bor enthielt.
  • Beispiel 6 Unter Verwendung der Apparatur der Beispiele 1 bis 5 wurden 188,1 g (1 Mol) Borsäuretriisopropylester, 3,8 g Isopropanol und 69,64 g Boroxyd, die ein Sieb mit 0,252 mm Maschenweite durchlaufen hatten, in den Reaktionskolben eingefüllt. Man erwärmte mit einem elektrischen Heizmantel und begann zu rühren. Die Temperatur wurde 18 Stunden ohne Rückfluß auf 110 bis 1200 C gehalten. Das Reaktionsgemisch ließ man dann auf 600 c abkühlen und fügte 500 ccm Petroläther, Kp. 20 bis 400 C, hinzu. Das Rühren wurde weitere 15 Minuten fortgesetzt und das Gemisch wie in den Beispielen 1 bis 5 filtriert. Das Filtrat wurde 8 Stunden gekühlt, und der Ester kristallisierte aus der Lösung aus.
  • Der Ester wurde darauf filtriert, mit kaltem Petroläther gewaschen und unter Vakuum in einem Exsikkator getrocknet. Man erhielt zwei weitere Mengen des Esters aus dem ursprünglichen Filtrat durch Einengen des Volumens und durch Kühlen. Die gesamte Esterausbeute betrug 86 °/0, und das Produkt bestand aus einem weißen, federartigen, festen Körper, der bei der Analyse nach Befund 12,53 01o Bor (theoretischer Gehalt 12,60°/o) enthielt. Der Fp. des Esters betrug 46,5 bis 49,0° C.
  • Beispiel 7 Der Arbeitsgang war dem des Beispiels 6 ähnlich, mit der Ausnahme, daß 9,4 g Isopropanol als Katalysator an Stelle von 3,8 g verwendet wurden Das Reaktionsgemisch wurde auf 90 bis 110"C für die Dauer von 4,5 Stunden erwärmt, d. h. nur einem Viertel der Erwärmungszeit des Beispiels 6. Die Analyse des Esters ergab 12,10 01o Bor (theoretisch 12,60°/o) Beispiel 8 Unter Verwendung der gleichen Apparatur der Beispiele 1 bis 7 wurden 3407 g (14,8 Mol) Borsäuretrin-butylester, 68 g n-Butanol und 1031 g (14,8 Mol) Boroxyd, die durch ein Sieb von 0,252 mm Maschenweite durchgelaufen waren, in den Reaktionskolben eingefüllt.
  • Das Reaktionsgemisch wurde unter Rühren 8 Stunden auf 110 bis 130"C erwärmt. Das erhaltene Produkt ließ man abkühlen und filtrierte es danach. Das Filtrat bestand aus 4249 g (93,4 01o Ausbeute) einer im wesentlichen farblosen, schwach viskosen Flüssigkeit, die bei der Analyse nach Befund 10,40 01o Bor (theoretischer Gehalt 10,83 0/o) enthielt.
  • Beispiel 9 Unter Verwendung der Apparatur der Beispiele 1 bis 8 wurden 314,3 g (1 Mol) Borsäuretri-n-hexylester, 69,6 g (1 Mol) Boroxyd, die ein Sieb mit 0,252 mm Maschenweite durchlaufen hatten, und 6,3 g n-Hexanol in den Reaktionskolben eingefüllt. Das Gemisch wurde 11 Stunden auf 130 bis 1400 C erwärmt. Das erhaltene Produkt bestand nach dem Filtrieren aus 357 g (93,5 0/o Ausbeute) einer farblosen, schwach viskosen Flüssigkeit, die bei der Analyse nach Befund 8,29 0in Bor (theoretischer Gehalt 8,46 01o) enthielt.
  • Beispiel 10 Unter Verwendung der Apparatur der Beispiele 1 bis 9 wurden 230,2 g (1 Mol) Borsäuretri-n-butylester, 69,6 g (1 Mol) Boroxyd, die ein Sieb mit 0,252 mm Maschenweite durchlaufen hatten, und 11,5 g Methanol in den Reaktionskolben eingefüllt. Das Gemisch wurde erwärmt und gerührt und die Reaktionstemperatur bei 110 bis 1300C 6 Stunden gehalten. Das Reaktionsgemisch wurde danach auf 60° C heruntergekühlt und filtriert. Die Ausbeute betrug 940/,, und das Produkt bestand aus einer fast farblosen, schwach viskosen Flüssigkeit, die analysiert wurde und nach Befund 10,76°/o Bor (theoretischer Gehalt 10,83 01o) enthielt.
  • Beispiel 11 Unter Verwendung der Apparatur der Beispiele 1 bis 10 wurden 290,1 g (1 Mol) Borsäuretriphenylester, 69,6 g (1 Mol) Boroxyd und 5,8 g Phenol als Katalysator in den Reaktionskolben eingefüllt. Das Gemisch wurde gerührt und erwärmt und die Temperatur bei 130 bis 150"C 14 Stunden gehalten. Das Reaktionsgemisch ließ man darauf schwach abkühlen und setzte unter Rühren 500 ccm Petroläther, Kp. 20 bis 40° C, hinzu, um Homogenität zu erreichen. Hiernach filtrierte man die Lösung und ließ das Filtrat etwa 8 Stunden in der Kälte stehen, worauf der Metaborsäureester als weißer, fester Körper auskristallisierte. Der Ester wurde darauf filtriert und im Vakuumofen getrocknet. Die Ausbeute betrug 243 g (68 °/0), und die Analyse ergab einen Borgehalt von 9,80 01o (theoretischer Gehalt 9,02 0/,). Das Produkt hatte einen Fp. von 96 bis 1200 C.
  • Beispiel 12 Der Arbeitsgang war dem des Beispiels 11 ähnlich, mit der Ausnahme, daß eine substituierte Phenoxyverbindung verwendet wurde. 332,1 g (1 Mol) Borsäuretri-o-kresylester, 69,6 g (1 Mol) Boroxyd und 6,6 g Methanol als Katalysator wurden gebraucht, und die Umsetzung war innerhalb 12 Stunden bei 130 bis 1500 C vollendet. Der Ester kristallisierte wie im Beispiel 11, wurde filtriert und in einem Vakuumofen getrocknet. Das Gewicht des Produktes betrug 314 g (78 01o Ausbeute), und die Analyse des Produktes ergab einen Borgehalt von 8,85 0Io (theoretischer Gehalt 8,80 0/o).
  • Beispiel 13 Unter Verwendung der Apparatur und Arbeitsweise des Beispiels 1 wurden 103,9 g (1 Mol) Borsäuretrimethylester mit 87,05 g (1,25 Mol) Boroxyd erwärmt. Das erhaltene Polyborsäuremethylester bestand aus einer farblosen, viskosen Flüssigkeit mit einem Borgehalt von 19,71°/o (theoretischer Gehalt 19,82 01o).
  • Beispiel 14 Unter Verwendung der Apparatur von Beispiel 1 und unter Hinzufügen von 3 g Isopropanol als Katalysator wurden 188,1 g (1 Mol) Borsäuretri-n-propylester in Gegenwart von 92,62 g (1,33 Mol) Boroxyd erwärmt. Das erhaltene Polyborsäure-n-propylester bestand aus einer farblosen, viskosen Flüssigkeit mit einem Borgehalt von ; 14,090/, (theoretischer Gehalt 14,15°/o).
  • Beispiel 15 Beispiel 8 wurde wiederholt, indem 230,2 g (1 Mol) Borsäuretri-n-butylester mit 80,08 g (1,15 Mol) Boroxyd umgesetzt wurden. 4 g n-Butanol wurden als Katalysator hinzugefügt. Das erhaltene Polyborsäure-n-butylester bestand aus einer farblosen, viskosen Flüssigkeit mit einem Borgehalt von 11,63 01o (theoretischer Gehalt 11,51 O/o).
  • Beispiel 16 Beispiel 11 wurde wiederholt, indem 290,13 g (1 Mol) Borsäuretriphenylester und 92,62 g (1,33 Mol) Boroxyd verwendet wurden. Das erhaltene Polyborsäurephenylester bestand aus einem weißen, kristallinen, festen Körper mit einem Borgehalt von 10,42 01o (theoretischer Gehalt 10,38 0/o) PATENTANSPRtJC1IE, 1. Verfahren zur Herstellung von Metaborsäureestern der Formel (RO)3B3 03 oder Polyborsäureestern der Formel ((RO)aB)z (BgQ) in denen R ein 1 bis 6 Kohlenstoffatome enthaltendes Alkyhadikal oder ein Phenyl- oder ein substituiertes Phenylradikal ist, x und y, jedes einzeln, größer als 1 und y/x größer als 1, jedoch nicht erheblich größer als 2 sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein Orthoborsäureester B (OR)3 mit Boroxyd umgesetzt wird, wobei zur Bildung von Metaborsäureester ein Molverhältnis von im wesentlichen 1: 1, für Polyborsäureester von 1:1,1 bis zu 1: 2 eingehalten und bei im wesentlichen Atmosphärendruck erwärmt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in Gegenwart einer organischen Verbindung mit mindestens einer Hydroxylgruppe im Molekül als Katalysator erfolgt, welche beispielsweise ein primärer, sekundärer oder tertiärer Alkohol mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen im Molekül oder Phenol, ein substituiertes Phenol oder eine organische Polyhydroxyverbindung mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen im Molekül, wie Glykol, Glycerin, Erythrit, Pentaerythrit, Arabit, Mannit, Sorbit, Glukose, Fruktose oder Mannose ist, wobei das Gewicht des vorhandenen Katalysators beispielsweise 1 bis 5 Gewichtsprozent des verwendeten Orthoborsäureesters beträgt.
    3. Verfahren nach Anspruch2, dadurch gekennzeichnet, daß derKatalysator durch partielleHydrolyse eines Orthoborsäureesters B (O R>3 erhalten wird.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung bei einer Temperatur von 70 bis 1500 C durchgeführt wird.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1227455B (de) * 1964-04-06 1966-10-27 Stauffer Chemical Co Verfahren zur Herstellung von Boroxolen
DE1768933A1 (de) * 1967-04-13 1972-04-20 Olin Mathieson Wasserunempfindliche hydraulische Fluessigkeiten

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