DE1094797B - Anordnung zur Aufzeichnung und Wiedergabe eines bis zur Frequenz Null herabreichenden Frequenzbandes - Google Patents
Anordnung zur Aufzeichnung und Wiedergabe eines bis zur Frequenz Null herabreichenden FrequenzbandesInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Aufzeichnung und Wiedergabe eines Frequenzbandes,
das Frequenzen bis zu Null herab enthält, auf bzw. von einem insbesondere magnetischen Aufzeichnungsträger
in mehreren Spuren. Zur magnetischen Aufzeichnung von sehr breiten Frequenzbändern ist es an
sich bekannt, das Frequenzband in mehrere Teilfrequenzbänder
aufzuspalten und diese nach geeigneter Frequenztransformierung in nebeneinanderliegenden
Spuren auf einem Magnetogrammträger gleichzeitig aufzuzeichnen. Derartige Frequenzbänder, insbesondere
wenn es sich um die Aufzeichnung von Fernsehsignalen handelt, enthalten Frequenzen, die bis zur
Frequenz Null heruntergehen, und es ist bekannt, daß die magnetische Aufzeichnung und Wiedergabe von
solchen sehr tiefen Frequenzen große Schwierigkeiten macht. Dies beruht unter anderem darauf, daß der
Wirkungsgrad des abtastenden Magnetkopfes bei der Wiedergabe mit geringeren Frequenzen immer kleiner
wird, so daß bei sehr tiefen Frequenzen die Nutzamplitude in die Größenordnung der Störamplituden
hineinkommt. Außer dem sogenannten weißen Rauschen der Verstärker spielt bei solchen tiefen Frequenzen
auch noch der Funkeleffekt und bei Röhren die Mikrophonie eine Rolle.
Aus den vorstehenden Gründen ist es erforderlich, die tiefen Frequenzen bei der magnetischen Aufzeichnung
einer Sonderbehandlung vor der Aufzeichnung auf das Magnetband zu unterziehen, indem man sie z. B. durch
Frequenz- oder Amplitudenmodulation in eine höhere Frequenzlage verschiebt. Es ist bekannt, durch
frequenzabhängige Netzwerke die Tiefen und die Höhen voneinander zu trennen, auf verschiedenen
Spuren aufzuzeichnen und sie auf der Wiedergabeseite wieder zu addieren. Dabei ist natürlich nicht nur
auf Amplitudentreue, sondern auch auf Phasentreue der Frequenzkomponenten des wieder zusammengesetzten
Signals zu achten. Bei diesem Verfahren treten jedoch die durch Verstärkerrauschen, Funkeleffekt
und Mikrophonie auftretenden sehr niederfrequenten Störungen im hohen Kanal wieder auf. Die
Verwendung von einfachen Siebmitteln zu ihrer Beseitigung ist wegen der erforderlichen Phasentreue
nicht möglich.
Die Erfindung zeigt einen Weg auf, die benötigte Amplituden- und Phasentreue mit einfachen Mitteln
zu erreichen.
Die Erfindung bezieht sich bei der Aufzeichnung bzw. Wiedergabe eines breiten Frequenzbandes auf
bzw. von mehreren Spuren eines insbesondere magnetischen Tonträgers, wobei die aufzuzeichnenden
tiefen Frequenzen durch einen Frequenzbandteiler vom Gesamtfrequenzband abgetrennt und nach geeigneter
Umformung, beispielsweise durch Modulation, in Anordnung zur Aufzeichnung
und Wiedergabe eines bis zur
Frequenz Null herabreichenden
Frequenzbandes
Anmelder:
Telefunken G.m.b.H.,
Berlin-Charlottenburg 1,
Ernst-Reuter-Platz
Paul-Gerhard Rothe, Ulm/Donau,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
einer besonderen Spur aufgezeichnet werden, darauf, daß in einer zweiten Spur das gesamte Frequenzband
aufgezeichnet wird und daß zur Wiedergabe des Gesamtfrequenzbandes ein dem bei der Aufzeichnung
verwendeten gleicher Frequenzbandteiler vorgesehen ist, der von dem in der zweiten Spur aufgezeichneten
Gesamtfrequenzband die tiefen Frequenzen in gleicher Weise abtrennt wie bei der Aufzeichnung, bevor das
Restfrequenzband mit den von der ersten Spur abgenommenen und rückumgeformten tiefen Frequenzen
wieder vereinigt wird. Es sind also mit anderen Worten bei der Aufzeichnung und bei der Wiedergabe
identische Frequenzbandteiler benutzt, von deren Ausgang bei der Aufzeichnung das tiefe Frequenzband,
bei der Wiedergabe das Restfrequenzband benutzt wird. Auf dem Träger wird einerseits das gesamte
Frequenzband und andererseits das einer Sonderbehandlung — wie oben erwähnt — unterworfene
tiefe Frequenzband aufgezeichnet. Bei der Wiedergabe werden aus dem aufgezeichneten Gesamtfrequenzband
die tiefen Frequenzen entfernt und das Restfrequenzband mit dem aus der anderen Spur zurückgewonnenen
tiefen Frequenzband vereinigt.
Zur Durchführung der Erfindung sind Frequenzbandteiler verschiedener Art geeignet. Ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel für einen solchen Frequenzbandteiler,
der auch für andere Zwecke verwendet werden kann, besteht gemäß weiterer Erfindung in
einer Stromverzweigung mit einem vorwiegend induktiven und einem vorwiegend kapazitiven Zweig, wobei
in jedem der beiden Zweige ein einseitig an fester Spannung liegender Ohmscher Widerstand enthalten
ist, so daß an dem einen Widerstand eine die tiefen Frequenzen und an dem anderen eine das Restfrequenz-
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band enthaltende Spannung abgenommen werden kann. In Anwendung eines solchen Stromteilers auf das
Problem der Aufzeichnung und Wiedergabe breiter Frequenzbänder wird bei der Aufzeichnung der eine
Ausgang zur Gewinnung'der aufzuzeichnenden tiefen Frequenzen und bei der Wiedergabe der andere Ausgang
zur Gewinnung des mit den tiefen Frequenzen wieder zu vereinigenden Restfrequenzbandes ausgenutzt.
Im folgenden soll die Erfindung an Hand einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Fig. 1
zeigt ein Blockschaltbild für das Aufzeichnungs- und Wiedergabeverfahren gemäß der Erfindung. Hierin ist
mit F der Frequenzbandteiler bezeichnet, der sowohl auf der links dargestellten Aufzeichnungsseite als auch
auf der rechts dargestellten Wiedergabeseite Verwendung findet. Das aufzuzeichnende Gesamtfrequenzband
G wird von der Klemme 4 einerseits direkt dem Aufsprechkopf 5 für die eine Spur des z. B. bandförmigen
Magnetogrammträgers B zugeführt und andererseits der Klemme 1 des Frequenzbandteilers F.
An der Klemme 3 des Frequenzbandteilers werden die tiefen Frequenzen T des Gesamtbandes G entnommen
und einem Modulator M zugeführt, in welchem sie einer geeigneten Trägerfrequenz z. B. durch Frequenzmodulation
aufmoduliert werden. Das Modulationsprodukt wird über den Magnetkopf 6 auf der zweiten
Spur des Magnetogrammträgers aufgezeichnet. Bei der Wiedergabe wird das durch den Kopf 5 aufgezeichnete
Gesamtfrequenzband über den Kopf 7 vom Magnetband wieder abgenommen und der Klemme 1
eines dem ersten Frequenzbandteiler gleichartigen Frequenzbandteilers F zugeführt. Das von dem Aufzeichnungskopf
6 aufgezeichnete, modulierte, den tiefen Frequenzen entsprechende Signal wird von dem
Wiedergabekopf 8 vom Band abgenommen und einem Demodulator D zugeführt, um die tiefen Frequenzen
wiederzugewinnen. In einer Additionsschaltung werden diese tiefen Frequenzen mit dem von der Klemme 2
des Frequenzbandteilers F gewonnenen Restfrequenzband wieder zum Gesamtsignal G vereinigt, welches
an der Klemme 9 abgenommen werden kann. Falls, wie zu erwarten, durch den Modulator und Demodulator
eine zusätzliche Laufzeit im tiefen Kanal auftritt, so kann diese statt durch eine weitere Laufzeitkette
im anderen Kanal auch durch Verschieben des Kopfes 5 bzw. 7 gegen 6 bzw. 8 kompensiert werden.
Fig. 2 zeigt eine Form eines Frequenzbandteilers, der für die mit F bezeichneten Geräte in Fig. 1 verwendet
werden kann. Er besteht aus einem einfachen Tiefpaßfilter TP, dem das gesamte Signal G von der
Klemme 1 zugeführt wird und dem die tiefen Frequenzen T an der Klemme 3 entnommen werden. Für
die Aufzeichnungsseite reicht die soweit beschriebene Anordnung bereits aus. An der Wiedergabeseite soll
das Restfrequenzband gewonnen werden. Dazu ist parallel zum Tiefpaßfilter TP ein Laufzeitglied τ geschaltet,
welches die gleiche Laufzeit wie das Tiefpaßfilter hat. Das Ausgangssignal des Tiefpaßfilters wird
in einer Subtraktionsschaltung Δ von dem Ausgangssignal des Laufzeitgliedes τ subtrahiert, so daß an der
Klemme 2 das Restfrequenzband auftritt. Ein weiteres Beispiel für den Frequenzbandteiler F ist in Fig. 3
dargestellt, wobei in Fig. 3 a eine für die Aufzeichnungsseite und in Fig. 3 b eine für die Wiedergabeseite
geeignete Schaltung angegeben ist. Diese beiden Schaltungen unterscheiden sich lediglich durch den Anschlußpunkt
einer festen Spannung Null. Die Schaltung besteht aus einem vorwiegend induktiven Zweig aus
der Induktivität L3 und dem Widerstand R3 und einem
vorwiegend kapazitiven Zweig aus der Kapazität C3 und dem Ohmschen Widerstand R3'. Beide Zweige
liegen in Reihe zwischen den Klemmen 0 und 1, an denen die Spännung uG des Gesamtfrequenzbandes
liegt. Zwischen den beiden Widerständen R3 und R3'
ist eine Anzapfung vorgesehen, die in Fig. 3 a mit 3 bezeichnet ist, da hier die den tiefen Frequenzen entsprechende
Spannung χΐγ gegen den mit dem freien
Ende der Kapazität C3 verbundenen Punkt 0 fester
Spannung abgenommen wird. In Fig. 3 b ist das freie Ende der Induktivität L3 mit dem Punkt 0 fester
Spannung verbunden, so daß an dem Abgriffpunkt zwischen den beiden Widerständen, der hier mit 2
bezeichnet ist, die Spannung M^ entsprechend dem Restfrequenzband entnommen werden kann.
Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine bereits obenerwähnte bevorzugte Ausführungsform des Frequenzbandteilers
in Form eines Stromteilers. Zwischen den Klemmen 0 und 1 liegen in Parallelschaltung
einerseits die Kapazität C4 in Reihe mit einem Widerstand
R^ und die Induktivität L4 in Reihe mit einem
Widerstand Rv der vorzugsweise die gleiche Größe
wie der Widerstand R/ hat. Der an der Klemme 1
eingespeiste Gesamtstrom iG verteilt sich auf die beiden
Zweige derart, daß im induktiven Zweig LiRi im
wesentlichen ein den tiefen Frequenzen entsprechender Strom iT fließt, während im kapazitiven Zweig C4i?4'
ein dem die höheren Frequenzen enthaltenden Restfrequenzband entsprechender Strom i% fließt. Am
Widerstand i?4 kann demgemäß über die Klemme 3 eine den tiefen Frequenzen entsprechende Spannung M7-
und am Widerstand i?4' über die Klemme 2 eine dem Restfrequenzband entsprechende Spannung ii^ entnommen
werden. Bei dieser Ausführungsform sind also die für die Aufzeichnungs- und Wiedergabeseite
in Fig. 1 als Block F dargestellten Frequenzbandteiler völlig identisch.
An Stelle des in Fig. 4 dargestellten einfachen Stromteilers mit induktivem und kapazitivem Zweig
können — wenn erforderlich — auch kompliziertere Netzwerke verwendet werden.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung ersichtlich ist, benötigt die Erfindung keine Netzwerke, deren
Phasengang besonders ausgeglichen ist, sofern nur die auf der Aufzeichnungs- und Wiedergabeseite verwendeten
Netzwerke gleichen Amplituden- und Phasengang besitzen. Dies kann in einfachster Weise durch
Verwendung gleicher Elemente auf beiden Seiten erzielt werden.
Claims (3)
1. Anordnung zur Aufzeichnung und Wiedergabe eines Frequenzbandes, das Frequenzen bis zu Null
oder annähernd Null herab enthält, auf bzw. von einem insbesondere magnetischen Aufzeichnungsträger
in mehreren Spuren, vorzugsweise Längsspuren, bei der die aufzuzeichnenden tiefen Frequenzen
durch einen Frequenzbandteiler vom Gesamtfrequenzband abgetrennt und nach geeigneter
Umformung, beispielsweisedurch Modulation, in einer besonderen Spur aufgezeichnet werden,
dadurch gekennzeichnet, daß in einer zweiten Spur das gesamte Frequenzband aufgezeichnet wird und
daß zur Wiedergabe des Gesamtfrequenzbandes ein dem bei der Aufzeichnung verwendeten gleicher
Frequenzbandteiler vorgesehen ist, der von dem in der zweiten Spur aufgezeichneten Gesamtfrequenzband
die tiefen Frequenzen in gleicher Weise abtrennt wie bei der Aufzeichnung, bevor das Rest-
frequenzband mit den von der ersten Spur abgenommenen und rückumgeformten tiefen Frequenzen
wieder vereinigt wird.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Frequenzbandteiler ein Spannungsteiler
mit einem vorwiegend induktiven Zweig und einem vorwiegend kapazitiven Zweig vorgesehen
ist und daß zur Abnahme der tiefen Frequenzen das freie Ende des kapazitiven Zweiges, zur Abnahme
des Restfrequenzbandes das freie Ende des induktiven Zweiges mit einem Punkt fester Spannung verbunden
ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Frequenzbandteiler eine Strom-
verzweigung mit einem vorwiegend induktiven und einem vorwiegend kapazitiven Zweig vorgesehen
ist und daß in jedem der Zweige ein einseitig an fester Spannung liegender Ohmscher
Widerstand enthalten ist, so daß an dem einen eine die tiefen Frequenzen, an dem anderen eine das
Restfrequenzband enthaltende Spannung abgenommen werden kann.
In Betracht gezogene Druckschriften:
»Electronic & Radio Engineer«, Mai 1958, S. 193
»Electronic & Radio Engineer«, Mai 1958, S. 193
bis 195;
»Tele-Tech & Electronic Industries«, August 1956,
S. 72, 73, 108, 110.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DET15364A DE1094797B (de) | 1958-07-08 | 1958-07-08 | Anordnung zur Aufzeichnung und Wiedergabe eines bis zur Frequenz Null herabreichenden Frequenzbandes |
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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ID=7547885
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| GB (1) | GB852802A (de) |
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- 1959-06-23 GB GB21438/59A patent/GB852802A/en not_active Expired
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Also Published As
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