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DE1091333B - Verfahren zur Aufarbeitung von Polyolefinen - Google Patents

Verfahren zur Aufarbeitung von Polyolefinen

Info

Publication number
DE1091333B
DE1091333B DEF24703A DEF0024703A DE1091333B DE 1091333 B DE1091333 B DE 1091333B DE F24703 A DEF24703 A DE F24703A DE F0024703 A DEF0024703 A DE F0024703A DE 1091333 B DE1091333 B DE 1091333B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alcohol
dispersant
water
polyolefins
polymer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF24703A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Siegfried Sommer
Dr Erich Heitzer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF24703A priority Critical patent/DE1091333B/de
Publication of DE1091333B publication Critical patent/DE1091333B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F6/00Post-polymerisation treatments
    • C08F6/02Neutralisation of the polymerisation mass, e.g. killing the catalyst also removal of catalyst residues

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

  • Verfahren zur Aufarbeitung von Polyolefinen Polymerisiert man Olefine, wie Äthylen, Propylen und Buten-1, mit Erregermischungen von metallorganischen Verbindungen und Schwermetallsalzen, so erhält man hochmolekulare Polymerisate, die als wertvolle Kunststoffe verwendbar sind. Besonders eignen sich für die Polymerisation der genannten Olefine Mischungen aus aluminiumorganischen Verbindungen und Titanchlorid.
  • Mit diesen Kontakten kann man beispielsweise Äthylen bequem bei niederen Überdrücken bzw. bei Normaldruck oder darunter und niedrigen Temperaturen von 30 bis 100"C zu hochmolekularem Polyäthylen polymerisieren.
  • Derartige Verfahren werden als Niederdruckpolymerisationsverfahren nach Ziegler bezeichnet (vgl. Raff-Allison, Polyäthylene, 1956, S. 72 ff.).
  • Die Polymerisationsbeschleuniger müssen nach der Polymerisation aus dem Polymerisat entfernt werden.
  • Außer den Aschebestandteilen stören bei der Weiterverarbeitung der Polyolefine besonders die chlorhaltigen Bestandteile, da sie auf den Verarbeitungsmaschinen Anlaß zur Korrosion geben und bei den üblichen, hohen Verarbeitungstemperaturen Verfärbungen der Polymerisate herbeiführen. Die Qualität der mit den genannten Katalysatoren hergestellten Polyolefine hängt also weitgehend von der Entfernung der Kontaktkomponenten ab. Ein Hauptbestandteil des Kontaktes ist vielfach TiCl3.
  • Nach einem bekannten Verfahren reinigt man die kontakthaltigen Polymerisate nun zweckmäßig so, daß man die in Suspension anfallenden Polyolefine zuerst mit .0,5 bis etwa 5 Volumprozent eines Alkohols, bezogen auf das Dispergiermittel, einige Zeit bei Temperaturen zwischen 30 und 100"C behandelt und dann die Mischung erschöpfend mit Wasser extrahiert. Dieses Aufarbeitungsverfahren liefert Produkte mit nur noch sehr kleinen, im Polymerisat verbleibenden Kontaktanteilen. Die Aschewerte dieser so behandelten Polyolefine betragen 0,01 bis 0,02°lo. Insbesondere besitzen derartige Produkte gute elektrische Werte und befriedigen auch bei der weiteren Verarbeitung hinsichtlich Farbe und Korrosionsverhalten.
  • Der chemische Vorgang, der sich bei diesem Reinigungsverfahren abspielt, kann folgendermaßen erklärt werden: Durch den Alkohol wird das im Dispergiermedium unlösliche Titanchlorid in den entsprechenden Chlorotitanester übergeführt, der nun seinerseits in dem vorliegenden alkoholhaltigen Dispergiermittel, einem Kohlenwasserstoff, praktisch vollkommen in Lösung geht. Bei der folgenden Extraktion mit Wasser gelangt der Kontakt nun mit Hilfe des lösungsvermittelnden Alkohols in die wäßrige Phase und kann so leicht und fast vollständig von der Polymerisatsuspension abgetrennt werden. Der entscheidende Schritt dieser Verfahrensweise besteht damit in der Überführung der unlöslichen Schwermetallkomponente in eine im Dispergiermittel leicht lösliche Verbindung. Dieser Vorgang wird durch eine Veresterung des Titanchlorids mit einem Alkohol bewirkt.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Polyolefine und Olefinmischpolymerisate, die durch Polymerisation von Olefinen mit metallorganischen Verbindungen und Schwermetallsalzen in einem inerten Dispergiermittel erhalten werden, dadurch reinigen kann, daß man die anfallende Polymerisatsuspension mit einem Alkohol mit mindestens 3 Kohlenstoffatomen in einer Menge von 0,5 bis 501,, bezogen auf das Dispergiermittel, bei Anwesenheit von etwa 0,2 bis 6 Volumprozent Wasser, vorzugsweise 1 bis 40/,Wasser, bezogen auf den eingesetzten Alkohol, bei Temperaturen von 20 bis 1000 C behandelt und dann gegebenenfalls nach Wasserextraktion das PolymeIisat vom Dispergiermittel trennt und in üblicher Weise aufarbeitet.
  • Versetzt man beispielsweise im Modellversuch a) eine Suspension von 1000ml Methylcyclohexan, 10 mMol TiCl3 und 10 mMol Diäthylaluminiummonochlorid mit 20 ml n-Butanol und zum Vergleich b) eine gleiche Suspension mit 19,4 ml n-Butanol und 0,6 ml Wasser, dann stellt man fest, daß der Kontakt der mit Alkohol und 3 Volumprozent Wasser behandelten Suspension wesentlich schneller in Lösung geht, als dies in dem unter a) genannten Versuch der Fall ist. Außerdem erhält man bei Verwendung von wenig Wasser eine Kontaktlösung, die die Katalysatorlösung ohne Wasserzusatz an Klarheit weit übertrifft.
  • Der Wasserzusatz soll sich erfindungsgemäß im Bereich von 0,2 bis etwa 6 Volumprozent, bezogen auf den eingesetzten Alkohol, bewegen. Verwendbare Alkohole mit mindestens 3 Kohlenstoffatomen sind besonders aliphatische Alkohole, wie i-Propanol, n-Butanol, i-Butanol, oder auch cycloaliphatische Alkohole, wie Cyclohexanol.
  • Man arbeitet zweckmäßig so, daß man die anfallende Polymerisatsuspension bei Temperaturen zwischen 20 und 100°C unter Rühren mit dem Alkohol, der 0,2 bis 6 Volumprozent Wasser enthält, einige Zeit verrührt und dann die Mischung erschöpfend mit Wasser extrahiert. Nach dem Waschprozeß wird das Polymere über ein Filter vom Dispergiermittel getrennt und wie üblich aufgearbeitet.
  • Man kann auch so vorgehen, daß man den Filtrationsvorgang unmittelbar an die Behandlung mit dem Alkohol anschließt. Jedoch ist dieses Verfahren wegen des bei der Alkoholbehandlung auftretenden, stark korrodierend wirkenden Chlorwasserstoffs weniger zufriedenstellend.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhält man Produkte, die gegenüber solchen mit wasserfreiem Alkohol behandelten einen kleineren Anteil an restlichem Kontakt enthalten. Dementsprechend ergeben derartig gereinigte Polyolefine bei der weiteren Verarbeitung Formstücke, die sich durch eine hervorragende Qualität auszeichnen. Die Verwendung von Alkoholen mit mindestens 3 Kohlenstoffatomen ist deshalb besonders vorteilhaft, weil die Löslichkeit dieser Alkohole in den Dispergiermitteln besser ist als bei Alkoholen mit weniger als 3 Kohlenstoffatomen, d. h., der Auswaschungsprozeß läßt sich homogen durchführen, und es werden noch bessere Reinheitsgrade des Polymeren erzielt. Die folgenden Beispiele sollen das Verfahren erläutern: Beispiel 1 1000ml einer Suspension von Polyäthylen in einem Gemisch gesättigter aliphatischer Kohlenwasserstoffe vom Siedebereich 200 bis 2200 C, die durch Polymerisation von Äthylen mit Titantrichlorid und Diäthylaluminiumsesquichlorid erhalten wurde und 400g Polyäthylen enthält, werden unter Zusatz von 29,4 ml Butanol und 0,6ml Wasser 1 Stunde bei 700 C gerührt. Das zuerst braungefärbte Polymerisat wird dabei weiß. Man gibt 300 ml entsalztes Wasser zu und rührt weitere 15 Minuten.
  • Dabei geht der Polymerisationskontakt in die wäßrige Schicht, die sich violettblau färbt. Nach dem Abtrennen der wäßrigen Phase von der Polymersuspension wird noch zweimal mit Wasser ausgerührt und dann das Polymere über ein Filter vom Dispergiermittel abgetrennt.
  • Das noch im Polymerisat verbliebene Lösungsmittel entfernt man zweckmäßig durch eine Wasserdampfbehandlung. Das wasserfeuchte Polyäthylen wird darauf in einem Vakuumschrank bei 800C getrocknet.
  • Man erhält ein vollkommen farbloses Polyäthylenpulver mit einem Glühaschewert von kleiner als 0,01 ovo.
  • Behandelt man dieselbe Polyäthylensuspension mit 20 ml n-Butanol ohne Wasserzusatz, so beträgt der Aschewert des in sonst gleicher Weise gereinigten Produktes 0,02°lo.
  • Beispiel 2 Durch Polymerisation von Propylen mit einem für die isotaktische Polymerisation entwickelten TiCl3-Kontakt und Diäthylaluminiummonochlorid wurden in 2000ml Methylcyclohexan 600 g kontakthaltiges Polypropylen erhalten.
  • Die Suspension wird zur Aufarbeitung mit 60 ml Isopropylalkohol, der 1°/o Wasser enthält, 2 Stunden bei 65"C gerührt. Dann trennt man das Polymerisat über ein Filter vom Dispergiermittel ab, wäscht es auf dem Filter noch zweimal mit heißem Methylcyclohexan und unterwirft es einer Wasserdampfdestillation.
  • Nach dem Trocknen bei 600 C im Umluftschrank erhält man ein schneeweißes Polypropylenpulver mit einem Glühaschewert von kleiner als 0,01°/o. Beim weiteren Verarbeiten ergibt das Polymerisat vollkommen farblose Preßplatten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Reinigung von Polyolefinen und Olefinmischpolymerisaten, die durch Polymerisation von Olefinen mit metallorganischen Verbindungen und Schwermetallsalzen in einem inerten Dispergiermittel erhalten wurden, durch Behandlung der anfallenden Polymerisatsuspension mit einem Alkohol mit mindestens 3 Kohlenstoffatomen in einer Menge von etwa 0,5 bis 501,, bezogen auf das Dispergiermittel, dadurch gekennzeichnet, daß man die Alkoholbehandlung bei Anwesenheit von etwa 0,2 bis 6 Volumprozent, vorzugsweise 1 bis 40/ob Wasser, bezogen auf den eingesetzten Alkohol, bei Temperaturen von 20 bis 1000C durchführt und dann, gegebenenfalls nach Wasserextraktion, das Polymensat vom Dispergiermittel trennt und in üblicher Weise aufarbeitet.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Ausgelegte Unterlagen des belgischen Patents Nr.
    551 616.
DEF24703A 1957-12-27 1957-12-27 Verfahren zur Aufarbeitung von Polyolefinen Pending DE1091333B (de)

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DEF24703A DE1091333B (de) 1957-12-27 1957-12-27 Verfahren zur Aufarbeitung von Polyolefinen

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DE1091333B true DE1091333B (de) 1960-10-20

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DEF24703A Pending DE1091333B (de) 1957-12-27 1957-12-27 Verfahren zur Aufarbeitung von Polyolefinen

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3496156A (en) * 1963-10-12 1970-02-17 Montedison Spa Process for purifying polyolefins

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE551616A (de) * 1955-10-08

Patent Citations (1)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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