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DE1089378B - Verfahren zur Herstellung von 3-Keto-?-10 ª‡-methylsteroiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3-Keto-?-10 ª‡-methylsteroiden

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Publication number
DE1089378B
DE1089378B DEN16257A DEN0016257A DE1089378B DE 1089378 B DE1089378 B DE 1089378B DE N16257 A DEN16257 A DE N16257A DE N0016257 A DEN0016257 A DE N0016257A DE 1089378 B DE1089378 B DE 1089378B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
isomerization
keto
solvent
minutes
isomerized
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN16257A
Other languages
English (en)
Inventor
Pieter Westerhof
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Gloeilampenfabrieken NV filed Critical Philips Gloeilampenfabrieken NV
Publication of DE1089378B publication Critical patent/DE1089378B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J7/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J15/00Stereochemically pure steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen having a partially or totally inverted skeleton, e.g. retrosteroids, L-isomers

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 3-Keto-A4,6-10 a-methylsteroiden Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von 3-Keto-d 4.6-10a-methylsteroiden durch Isomerisierung von 3-Keto-d 4,'-10a-methylsteroiden.
  • Unter einem Steroid ist hier eine Verbindung zu verstehen, die das Kohlenstoffskelett des Perhydrocyclopentanophenanthrens besitzt. Die Kohlenstoffatome dieses Skelettes sind auf die übliche Weise numeriert. Die Ringe A, B, C oder D dieses Skelettes können mindestens eine Doppelbindung enthalten. Weiter kann mindestens ein Wasserstoffatom des Ringsystems, z. B. in den Stellungen 9, 11, 16 und/oder 17, durch funktionelle Gruppen ersetzt sein, z. B. durch eine Hydroxy- oder eine veresterte Hydroxygruppe, eine Ketogruppe, ein Halogenatom, z. B. Chlor, Brom oder Jod, eine Alkylgruppe, z. B. eine Methyl-, Äthyl-, Propyl- und Dodecylgruppe, eine Acylgruppe oder hydroxylierte Acylgruppe, z. B. -CO - CH, oder -CO - CHZOH.
  • Es ist bereits bekannt, daß das d 4, 7.22-Lumistatrien-3-on (in dieser Verbindung hat die 10-ständige Methylgruppe die a-Konfiguration) unter sauren Reaktionsbedingungen sich zu einer Verbindung isomerisieren läßt, die eine Doppelbindung zwischen den Kohlenstoffatomen 6 und 7 enthält. Einzelheiten dieser bekannten Isomerisationsreaktion sind aber nicht bekannt.
  • Beim Zustandekommen der vorliegenden Erfindung stellte es sich heraus, daß die Ausbeute dieser Reaktion in hohem Maße von den Umständen abhängig ist, unter denen diese ausgeführt wird, und daß die Bedingungen, um maximale Ausbeuten zu erhalten, beträchtlich von den Bedingungen abweichen, die erfüllt werden müssen, um hohe Ausbeuten bei der bekannten Isomerisation von d 4,', 22-Ergostatrien-3-on zu d 4, 6, 22-Ergostatrien-3-on zu erhalten; in diesen beiden Verbindungen hat die 10-ständige Methylgruppe die ß-Konfiguration.
  • Nach einem bekannten Verfahren wird einer heißen Lösung von d4,',22-Ergostatrien-3-on in Methanol eine geringe Menge konzentrierte Salzsäure zugegeben. Bei dieser Reaktion entsteht sofort ein weißer Niederschlag, dem die Struktur von 3-Methoxy-d3,5.'.22-ergostatetraen zuerkannt werden kann. Wird dem Reaktionsprodukt mehr konzentrierte Salzsäure beigegeben und die Erwärmung des dispergierten Niederschlages fortgesetzt, so entsteht A4,6,22_Ergostatrien-3-on (Isoergosteron) mit einer Ausbeute von 800/, (auf das Ausgangsmaterial bezogen). Bei dieser letzten Stufe der Reaktion wird die Methoxygruppe des intermediär gebildeten 3-Enoläthers gespalten, und das Reaktionsprodukt wird in die entsprechende 3-Ketoverbindung unter Verschiebung des Systems doppelter Bindungen umgesetzt, wobei sich auch die Doppelbindung zwischen den Kohlenstoffatomen 7 und 8 zwischen die Kohlenstoffatome 6 und 7 verschiebt.
  • Bei Anwendung dieser Arbeitsweise in der Lumisterolreihe zeigte es sich, daß die Isomarisation von d4,7.22-Lumistatrien-3-on zu A4,6,22_Lumistratrien-3-on nur bis zu 300/, verlief und die zuletzt genannte Verbindung nicht als kristallines Produkt erhalten werden konnte. Dieser Ausbeutenunterschied ist gemäß Ergebnissen beim Zustandekommen der Erfindung der Anwesenheit von Wasser im bekannten Reaktionsmittel (nämlich 4 g Wasser auf 100 g Methanol) zuzuschreiben.
  • Nach einem zweiten Verfahren wird d4#',22-Ergostatrien-3-on in das 3-Enolacetat dadurch umgesetzt, daß das erwähnte Ausgangsprodukt in einem Gemisch von Pyridin und Essigsäureanhydrid erhitzt wird. Das bei dieser Reaktion gebildete 3-Enolacetat kristallisiert aus und kann anschließend abgeschieden werden. Durch Hydrolyse dieser Verbindung mit verdünnter Säure oder Lauge entsteht ebenfalls die gewünschte 3-Keto-d4,6,2s-Verbindung, und zwar mit einer Ausbeute von etwa 55 °/o, auf d 4.'.22-Ergostatrien-3-on bezogen. Wenn versucht wird, das 3-Enolacetat des 4,7,22-Lumistatrien-3-ons einer Hydrolyse mit verdünnter Säure oder Lauge zu unterziehen, entstehen merkwürdigerweise nur etwa 20 °/o d 4,1,22-10a-Verbindungen.
  • Nach einer anderen Vorschrift wird d4,',22-Ergostatrien-3-on in Gegenwart von konzentrierter Salzsäure in Eisessig zum Sieden erhitzt, wobei eine direkte Verschiebung der Doppelbindung aus der Stellung 7(8) in die Stellung 6(7) eintritt. Ausbeuten sind hierbei nicht bekannt. Übertrug man dieses Verfahren auf die entsprechenden 10a-Methylverbindungen, so wurde ein Isomerisationsgrad von nur 10 bis 20 °/o gefunden, was durch das Auftreten eines Maximums im rohen Absorptions- Spektrum bei 286 bis 287 m#t mit einer niedrigen Extinktionshöhe festgestellt wurde.
  • Weiter ist ein Verfahren beschrieben worden, bei dem sorgfältig gereinigtes d4,7.22-Ergostatrien-3-on durch eine Behandlung bei O' C in mit Salzsäuregas gesättigtem Chloroform isomerisiert wird, wobei eine Ausbeute von 60 °/a an der d 4.6-Verbindung angegeben wurde. Falls die Reinigung des Ausgangsproduktes unterlassen wurde, konnten beträchtlich kleinere Ausbeuten des gewünschten d 4.6.22-Ergostatrien-3-ons erhalten. werden. Wird das gleiche Verfahren zur Isomerisation von gereinigtem A4,7,22_Lumistatrien-3-on angewandt, so zeigte sich, daß auch in diesem Falle der Prozentsatz der Umsetzung zum d4.6,22-Trien-3-on-Produkt sehr gering war, während unter Bedingungen, die zu einer optimalen Ausbeute führen (Reaktionstemperatur 45°C, Dauer 7,5 Stunden und Konzentration des Ausgangsproduktes in an HCl-Gas gesättigtem wasserfreiem Chloroform: 5 Gew./Vol. °/o), nach sorgfältiger chromatographischer Reinigung eine Ausbeute von höchstens 18 % an kristallinem Material erhalten wird.
  • Es wurde festgestellt, daß auf anderen Gebieten der Chemie bekannte Isomerisierungsverfahren ebensowenig zum gewünschten Ergebnis führten. So wurde im wesentlichen unverändertes Ausgangsprodukt zurückgewonnen, wenn versucht wurde, j4,7,22_Lumistatrien-3-on unter dem Einfluß von Bortrifluorid in Diethyläther zu A4,6,22_Lumistatrien-3-on zu isomerisieren. Bei der Verwendung von Chlorbenzol und Natrium waren die Erfahrungen ebenfalls enttäuschend, da nur wenig d 4, 6, 22-Lumistatrien-3-on gebildet wurde. Ebenso wurde bei der Isomerisierung von d4.'.22-Lumistatrien-3-on in Chloroform mit para-Toluolsulfonsäure als Katalysator bei einer Temperatur von 35°C stets das unveränderte Ausgangsprodukt zurückgewonnen.
  • Auf Grund experimenteller Erfahrungen muß angenommen werden, daß die Konfiguration der Methylgruppe am Kohlenstoffatom 10 des Steroidskelettes einen großen Einfluß auf die Isomerisiermöglichkeit der Doppelbindung zwischen den Kohlenstoffatomen 7 und 8 her, wenn im Molekül zugleich am Kohlenstoffatom 3 eine Ketogruppe und zwischen den Kohlenstoffatomen 4 und 5 eine Doppelbindung vorhanden ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich die Isomerisierung von 3-Keto-d4.7-10a-methylsteroiden nach einem neuen Verfahren, bei dem das Ausgangsprodukt bis zu mindestens 500/, in ein 3-Keto-d 4, 6-10a-Methylsteroid übergeführt -wird, durchführen läßt.
  • Die Erzielung dieses Resultats steht unter anderem in wechselseitiger Beziehung mit der elektrischen Leitfähigkeit der Flüssigkeit, in der die Isomerisierung erfolgt. Insbesondere stellte es sich heraus, daß eine verhältnismäßig hohe elektrische Leitfähigkeit des Reaktionsmittels günstig zur Erzielung eines hohen Isomerisationsprozentsatzes ist.
  • Weiter wurde gefunden, daß die Gegenwart von Wasser im Reaktionsmittel die Isomerisation beeinträchtigt. Es ist daher wichtig, daß das Isomerisationsmittel weniger als 10/, Wasser enthält. Weiterhin soll die Isomerisation unter dem Einfluß einer Halogenwasserstoffsäure ausgeführt -werden, z. B. in Gegenwart von H Cl, H Br, HJ oder HF. Auch die Wahl des Lösungsmittels hat sich als sehr wichtig erwiesen. Es -wurde z. B. festgestellt, daß die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigneten Lösungsmittel bei Sättigung mit HCl unter wasserfreien Bedingungen (weniger als 0,1 Gewichtsprozent Wasser) eine elektrische Leitfähigkeit von -wenigstens 10-4 Siemens haben. Auch der Sättigungsprozentsatz des Lösungsmittels an der Halogenwasserstoffsäure während der Reaktion spielt eine entscheidende Rolle. So soll das Lösungsmittel bei der Reaktionstemperatur zweckmäßig bis zu mindestens 600/, an der Halogenwasserstoffsäure gesättigt sein.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist also dadurch gekennzeichnet, daß ein 3-Keto-d4,7-10a-Methylsteroid einer Isomerisation in einem Lösungsmittel unterzogen wird, das weniger als 16/6 Wasser enthält und das, falls es an H Cl-Gas gesättigt wäre, bei 18°C eine elektrische Leitfähigkeit von mindestens 10-4 Siemens hat, wobei die angewandte Halogenwasserstoffsäure zu mindestens 60 6/o des Sättigungsgrades im Lösungsmittel vorhanden ist und das isomerisierte Produkt aus dem Reaktionsmittel abgeschieden wird.
  • Als Ausgangsverbindungen für das erfindungsgemäße Verfahren sind namentlich die geeignet, die am Kohlenstoffatom 13 eine a- oder ß-ständige Methylgruppe und in der 17-Stellung einen ungesättigten, gegebenenfalls verzweigten und gegebenenfalls durch andere Gruppen, z. B. eine Aldehyd- oder Carboxylgruppe, substituierten, aliphatischen Kohlenwasserstoffrest enthalten. Insbesondere kommen diejenigen Verbindungen in Betracht, die die 17-ständige Seitenkette des Ergosterols tragen, z. B. .das d 4, 7.22-Lumistatrien-3-on oder das 3-Ketod4,7,22-Oppenauer-Oxydationsprodukt des Pyrocalciferols, dessen 9-ständiges Wasserstoffatom die dem genannten d4,7,22-Lumistatrien-3-on entgegengesetzte Konfiguration hat.
  • Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es wesentlich, daß das verwendete Lösungsmittel weniger als 1 Gewichtsprozent Wasser enthält. Es wurde z. B. gefunden, daß die Isomerisation des d4#7.2z-Lumistatrien-3-ons, in 5 °/o Wasser enthaltender methanolischer oder äthanolischer Salzsäure ausgeführt, weniger als 300/, 3-Keto-d 4> 6-10a-Methylsteroide liefert. Geeignete Lösungsmittel sind niedrigere aliphatische Alkohole, z. B. Methanol, Äthanol, Propanol, Butanol, Pentanol, Hexanol, Propanol-2, Butanol-2, Pentanol-2 oder -3. (Die Leitfähigkeit des an Salzsäuregas gesättigten Methanols, Äthanols und Propanols-2 bei 18°C ist 9,8 - 10-3, 4,0 - 10-1 bzw. 1,2 - 10-1 Siemens.) Es sei bemerkt, daß das Lösungsmittel aus einem Gemisch von zwei oder mehr als zwei Lösungsmitteln bestehen kann.
  • Im allgemeinen ist die Ausbeute um so höher, je mehr Halogenwasserstoffsäure das Reaktionsmedium enthält. So hat es sich gezeigt, daß d4>7#22-Lumistatrien-3-on nicht in d 4.6.612-Lumistatrien-3-on (sondern in 3-Illethoxyd 3, s, 7, 22-Lumistatetraen) umgesetzt wird, wenn die Isomerisation mit Salzsäure in Propanol-2 ausgeführt -wird, wobei die Salzsäure bis zu 200/, der Sättigungskonzentration im Propanol-2 vorhanden ist. Eine Maximalausbeute der Reaktion wird jedoch nicht notwendigerweise bei der Sättigung des Lösungsmittels an der Säure erhalten. Es wurde jedoch festgestellt, daß bei Verwendung von Salzsäuregas als Halogenwasserstoffsäure die besten Ergebnisse erreicht wurden. Zweckmäßig soll die elektrische Leitfähigkeit der Lösung, in der die Isomerisation erfolgt, möglichst hoch, besonders höher als 10-4 Siemens, sein.. Sehr gute Ergebnisse werden bei einer Leitfähigkeit über 10-2 Siemens erhalten.
  • Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann entweder die zu isomerisierende Verbindung zu einer Lösung der Säure im Lösungsmittel zugegeben oder die Säure zu einer Lösung der zu isomerisierenden Verbindung im Lösungsmittel hinzugefügt werden. Ist die Säure gasförmig, so kann das Gas in die Lösung geleitet werden. Gewünschtenfalls ist die zu isomerisierende Verbindung nur teilweise im Reaktionsmittel aufgelöst. Auch Dispersionen liefern gute Ergebnisse.
  • Die Maximalausbeute bei Verwendung bestimmter Lösungsmittel und einer bestimmten Säure ist nicht nur von der Reaktionstemperatur, sondern auch, in geringerem Maße, von der Reaktionsdauer abhängig. Im allgemeinen wurden Maximalausbeuten bei einer Temperatur zwischen 0 und 60°C und bei einer Reaktionsdauer zwischen 15 Minuten und 4 Stunden erhalten, insbesondere dann, wenn die Isomerisation in einem niedrigeren aliphatischen Alkohol erfolgte. Wurde Propanol-2 als Lösungsmittel und Chlorwasserstoffgas als Säure verwendet, so lag das Optimum der Reaktion für die Isomerisation von d4,',22-Lumistatrien-3-on bei einer Reaktionstemperatur zwischen 5 und 15°C und bei einer Reaktionsdauer zwischen 15 Minuten und 1 Stunde. (Ausbeute etwa 85 °/o).
  • Die Konzentration der zu isomerisierenden Verbindung im Lösungsmittel beeinflußt die Ausbeute an isomerisiertem A4,6-Steroid wenig. Hohe Ausbeuten entstehen bei einer Konzentration des Ausgangsproduktes zwischen 0,5 °/o und der Sättigungskonzentration. Zweckmäßig liegen diese Prozentsätze zwischen 2 und 100/,.
  • Zur Abtrennung des isomerisierten Produktes kann das Reaktionsgemisch in Wasser oder in wäßrige Lösungen von Alkali- oder anderen säureneutralisierenden Verbindungen, z. B. in eine gegebenenfalls gesättigte Natri.umbicarbonat-, Calciumcarbonat-, Ammoniumcarbonat-oder Ammoniumbicarbonatlösung bei Zimmertemperatur, gegebenenfalls in Gegenwart des festen Salzes, gegossen und in üblicher Weise aufgearbeitet werden.
  • Beispiel 1 Durch sehr energisches Rühren wurden 125 g d4#1,22-Lumistatrien-3-on bei ---10°C in 2,21 trockenem Propanol-2, das vorher mit trockenem Salzsäuregas gesättigt worden war, zur Lösung gebracht. Nach weiterem Durchleiten eines langsamen Salzsäuregasstromes während 1/2 Stunde wurde möglichst schnell unter Rühren in ein Gemisch von festem Natriumbicarbonat und einer gesättigten Bicarbonatlösung (durch Aufrühren von 4 kg Natriumbicarbonat mit 81 Wasser erhalten) gegossen. Nach einigem Stehenlassen wurde die gelbfarbige Isopropanolschicht abgeschieden und die Salzschicht mit zweimal 11 Petroläther extrahiert. Die gesammelten Schichten wurden dann dreimal mit einer Natriumbicarbonatlösung und Wasser gewaschen, anschließend über Natriumsulfat getrocknet und nach der Filtration zur Trockne eingeengt. Das Ultraviolett-Absorptionsspektrum zeigte ein Maximum bei 2. 287 mp.; Ei m = 562 (Gehalt an reinem Stoff etwa 85 °/o).
  • Der Rückstand wurde in 250 ml siedendem Petroläther (40 bis 60°C) gelöst, einige Stunden bei -5'C und schließlich über Nacht bei -25°C kristallisieren gelassen. Es wurden 80,5 g d4,s,22-Lumistatrien-3-on mit einem Schmelzpunkt von 99 bis 100,5°C erhalten; Ausbeute: 640/,. Ein Teil des Stoffes wurde für Analysenzwecke wiederholt aus Petroläther umkristallisiert, wobei der Schmelzpunkt auf 101 bis 102°C anstieg; [a]-',5 = -632° (CHC13); s (A, = 287 mp,) = 26/200.
  • Gefunden ..... C 85,67 %, H 10,65 °/o, 85,860/" 10,77 berechnet für C2$ H42 O : C 85,22 °/o, H 10,73 °/o.
  • Im Infrarotspektrum wurden neben dem 964-cm-1-Band für die Trans-äthylenbindung der Seitenkette weitere drei charakteristische Bänder bei 1586, 1622 und 1661 cm-' vorgefunden.
  • Bei einem früheren orientierenden Versuch wurde für den Schmelzpunkt des reinen Stoffes 88 bis 89°C gefunden. Nach einigen Wochen Stehenlassen waren die Schmelzpunkte sämtlicher Präparate bis zu 101 bis 102°C angestiegen. Der Stoff existiert also in zwei Modifikationen. Durch Chromatographie in Petroläther über Aluminiumoxyd nach Brockmann (Aktivität III) und Elution mit einem Gemisch aus Petroläther und Diäthyläther (19:1) konnte aus der Mutterlauge eine weitere Fraktion erhalten werden, aus der nach Einengen zur Trockene und Auflösen in wenig Petroläther mit einer Ausbeute von etwa 50/, ziemlich reines d 4, s, 22-Lumistatrien-3-on kristallisierte.
  • Beispiel 2 Durch eine Lösung von 1 g d 4, 1, 22_Lumistatrien-3-on in 20 ml mit trockenem Salzsäuregas gesättigtem wasserfreiem Äthanol wurde bei Zimmertemperatur ein Strom des gleichen Gases langsam hindurchgeführt.
  • Nach verschiedenen Reaktionszeiten wurde ein Muster gezogen, in übersättigte wäßrige Natriumbicarbonatlösung gegossen, das Gemisch mit Diäthyläther extrahiert, entsprechend Beispiel 1 aufgearbeitet, und es wurden von den gewonnenen Harzen die Extinktionen bei 287 m#t ermittelt.
    Nr. Reaktionszeit ]EI %, R = 28'7I.
    1 3 Minuten 396
    2 20 Minuten 400
    3 30 Minuten 402
    4 45 Minuten 378
    5 1 Stunde 310
    Aus der Höhe des Absorptionsmaximums bei 287 m#L konnte berechnet werden, daß unter den geschilderten Reaktionsbedingungen nach 20 bis 30 Minuten im rohen Reaktionsprodukt etwa 60 °% an d 4, s, 22-Lumistatrien-3-on vorhanden waren.
  • Beispiel 3 In 40 ml wasserfreiem Methanol, das vorher bei 10°C mit trockenem H Cl-Gas gesättigt worden war, wurde unter energischem Rühren 1 g d4,7,22-Lumistatrien-3-on gelöst. Bei 10°C wurde anschließend unter fortwährendem Rühren trockenes HCl-Gas eingeführt.
  • In der hellrotfarbigen Lösung entstand fast sofort ein zäher Niederschlag, der sich innerhalb von 2 Stunden nahezu ganz auflöste.
  • Es wurden Muster nach 10, 20, 30, 60 und 120 Minuten gezogen, die in eine wäßrige gesättigte Na H C 03 Lösung gegossen wurden; danach wurde in Diäthyläther aufgenommen und mit Wasser gewaschen. Anschließend wurde von dem durch Filtrieren und Trockendampfen erhaltenen Rückstand das Ultraviolettabsorptionsspektrum ermittelt.
    Nr. Reaktionszeit El m d = 286 m#t
    1 10 Minuten 390
    2 20 Minuten 419
    3 30 Minuten 435
    4 1 Stunde 396
    5 2 Stunden 365
    Aus der Höhe des Maximums bei 286 m#t zeigt sich, daß zwischen 20 und 60 Minuten unter diesen Reaktionsbedingungen 65 bis 70 °/o an gewünschtem Reaktionsprodukt entstanden sein müssen.
  • Beispiel 4 Unter energischem Rühren wurde 1 g d4>7,22-Lumistatrien-3-on in 20 ml. trockenem Butanol-2 gelöst, das bei 10°C mit trockenem Salzsäuregas gesättigt war. Unter Einführung von Salzsäuregas wurde das Reaktionsgemisch auf 10°C gehalten, und es wurden Muster gezogen. Diese wurden in eine gesättigte Natriumbicarbonatlösung gegossen, die wäßrige Phase sodann mit Petroläther (Sp. 40 bis 60°C) extrahiert. Die Extrakte wurden anschließend mit einer gesättigten Bicarbonatlösung (dreimal) und mit Wasser (dreimal) gut gewaschen. Nach Trocknen über Natriumsulfat wurde filtriert und zur Trockene eingedampft. Von den erhaltenen Rückständen wurde schließlich das Ultraviolettabsorptionsspektrum ermittelt. Nr. Reaktionszeit Ei m Z = 287 m#t 1 10 Minuten 280 2 20 Minuten 400 3 30 Minuten 400 4 1 Stunde 415 5 2 Stunden 380 6 4 Stunden 336 Unter diesen Reaktionsbedingungen wurden nach einer Reaktionszeit von 20 Minuten bis zu 1 Stunde etwa 60 bis 65 0/0 an gewünschtem Isomerisationsprodukt gewonnen.
  • Beispiel 5 Unter energischem Rühren wurden bei etwa 10° C 2,5g d4,'.22-Pyrostatrien-3-on, das durch Oppenauer-Oxydation von Pyrocalciferol erhalten worden war, in 50 ml Propanol-2 gelöst, das vorher bei dieser Temperatur mit trockenem Salzsäuregas gesättigt worden war. Hierbei stieg die Temperatur kurz bis zu 18°C an; diese betrug aber innerhalb von einigen Minuten bereits wieder etwa 10°C. Nach 15minutigem Rühren wurde in ein durch Aufrühren von 125 g Na H CO, mit 250 ml destilliertem Wasser erhaltenes Gemisch gegossen und das Gemisch weitere 15 Minuten gerührt.
  • Die organische Schicht wurde durch zwei Extraktionen in Petroläther aufgenommen, und die Extrakte wurden mit Wasser (zweimal), wäßriger Natriumbicarbonatlösung bzw. Wasser gewaschen. Nach Trocknen- über Na2,S04 und Filtrieren wurde im Vakuum zur Trockene verdampft und der Rückstand aus 2,5 ml Äthanol (bei -5°C) kristallisiert.
  • Erhalten wurden 1,9 g Substanz mit einem Schmelzpunkt von 87 bis 89°C (Ausbeute 76°/0). Ein kleiner Teil wurde aus Äthanol bis zu einem konstanten Schmelzpunkt umkristallisiert.
  • Schmelzpunkt: 90 bis 90,5°C; [a]ö = +74° (CHC13) Berechnet für C"H"0 C 85,220/0, H 10,730/0; gefunden . . . . . . . . . . . . C 84,89 0/0, H 10,95 0/0, 85,120/" 10,950/,. e (Rmax 290 m#t) = 25 500.
  • Das Infrarotspektrum des Stoffes zeigte Banden bei 872, 968, 1580, 1613 und 1661 cm-'-.
    Beispiel 6
    30 mg einer Verbindung der Formel
    CH,
    CH3 C=O
    I
    H 'I
    O
    (Schmelzpunkt 163,5 bis 165,5°C; amäx 239m, s(2391 = 14 700 (Äthanol) ; IR.,Z,maX 1698, 1658, 1617, 1418 und 866 cm-i) wurden 30 Minuten in einer Lösung von an trockenem H Cl-Gas gesättigtem Isopropanol gerührt. Die Reaktionsmischung wurde auf Eis gegossen und mit Diäthyläther extrahiert. Die Ätherschicht wurde gewaschen, mit Wasser, getrocknet und eingeengt. Der Rückstand kristallisiert aus einer Mischung von Aceton und Petroläther. Die hergestellte Verbindung hat die Formel C H3 C=O H3 I C H3 O Die Verbindung hat einen Schmelzpunkt von 168 bis 169°C.
    Beispiel 7
    a) Lumisteron3
    C H3 R
    C H3
    O
    R = Seitenkette von Cholesterol
    Von einer Lösung von 50 g Lumistero13 (Schmelzpunkt 91 bis 95°C, i m = 216 bei R = 271 mp.) in 146 ml trockenem Cyclohexanon und 334 inl trockenem thiophenfreiem Benzol wurden unter Rühren und Überleitung von Stickstoff 30 ml Flüssigkeit abdestilliert. Der Siedepunkt des Gemisches stieg bis zu 80°C. Nachdem eine Lösung von 5 g Aluminiumisopropylat in 21 ml Benzol zugesetzt worden war, wurde noch während 4 Stunden an einem Rückflußkühler gekocht. Nach Abkühlung auf Zimmertemperatur wurde mit 300 ml 0,35 n-Salzsäure gewaschen. Die Ätherschicht, die nach Extraktion der wäßrigen Schicht mit 200 ml Äther erhalten worden war, wurde der Benzolschicht zugesetzt, und die organische Schicht wurde mit Wasser bis zur neutralen Reaktion gewaschen. Nach Trocknen über Natriumsulfat wurde filtriert und das Lösungsmittel im Wasserstrahlvakuum abgedampft. Das Cyclohexanon und Cyclohexanol wurden bei einem Druck von weniger als 1 mm und bei einer Temperatur unterhalb 50°C entfernt. Der erhaltene, harzartige Rückstand wurde aus Aceton bei -25°C kristallisiert, wobei. 26 g einer halbfesten Masse abgetrennt wurden. Zwei Umkristallisationen aus Aceton bei -5°C lieferten 7,38g Kristalle von Lumisteron" mit einem Schmelzpunkt von 120° (Sintern), 121 bis 123°C.
  • Für Analysenzwecke wurde ein. kleiner Teil noch. zweimal aus Aceton bei -5°C kristallisiert. Schmelzpunkt: 121°,1'(Sintern) 122,5 bis 124°C; s (ilmax = 240 mit,) = 14 800.
  • Gefunden . . . . . . . . . . . . . C 84,20/0, H 10,80/0, 84,5°/0, 10,60/0; Berechnet für C"H"0 (382,61) C 84,75 0/0, H 11,07 0/0. Das Infrarotäbsorptionsspektrum hatte Banden bei 1680, 1618, 1418, 1410, 956 und 858 cm-1. b) Isolumisteron3 @ HAR CH, H O R = Seitenkette von Cholesterol Bei einer Temperatur von +10°C wurden 50 g Isopropanol mit trockenem Salzsäuregas gesättigt, wobei 32,5 g aufgenommen wurden. Der Lösung wurden 11,3 g Isopropanol zugesetzt, so daß eine Lösung erhalten wurde, die pro 100 g Lösungsmittel 51,5 g Salzsäuregas enthielt.
  • Dieser Lösung wurde bei einer Temperatur von 10° C eine Lösung von 5 g Lumisteron, in 10 g Benzol zugesetzt, worauf während 1/2 Stunde bei der gleichen Temperatur gerührt wurde. Darauf wurde das Reaktionsgemisch in Eiswasser ausgegossen und mit Petroläther extrahiert. Die kombinierten Extrakte wurden mit einer Bicarbonatlösung und mit Wasser bis zur neutralen Reaktion gewaschen und darauf auf Natriumsulfat getrocknet.
  • Nach Filtrieren und Abdampfen des Lösungsmittels ergab sich ein harzartiger Rückstand mit einem Wert E12- (Am" = 287,5 m#t) = 518. Daraus kann ein Gehalt von 78 "/" Isolumisteron, berechnet werden. Die Kristallisation mit einer kleinen Menge Petroläther bei -25'C lieferte ein erstes Kristallisat von 1,97 g mit einem Schmelzpunkt 77'C (Sintern), 78,5 bis 79,5°C, und nach Konzentration der Mutterlauge ein zweites Kristallisat von 1,12g mit einem Schmelzpunkt 65°C (Sintern), 70 bis 76°C, so daß eine Ausbeute von 62 "/" erzielt wurde.
  • Nach zweimaliger Umkristallisation eines Teiles des ersten Kristallisats aus Aceton bei -5'C wurde der konstante Schmelzpunkt von 80,5°C (Sintern), 81,5 bis 82°C erzielt.
  • E(Amax = 287,5 %t) = 25 400.
  • Gefunden . . . . . . . . . . . . . C 84,7 0%, H 10,7 "/", 84,80/" 11,2 0/"; Berechnet für C"H"0 (382,61) C 84,75 0/", H 11,07 0/0. Das Infrarotabsorptionsspektrum hatte Banden bei 1661, 1632, 1509, 1420 und 877 cm-1.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von 3-Keto-d4.s-10a-methylsteroiden durch Isomerisierung der entsprechenden 3-Keto-44,' 10a-methylsteroide in einem sauren Mittel, dadurch gekennzeichnet, daß ein 3-Keto-44,'-10a-methylsteroid in einem Lösungsmittel isomerisiert wird, das weniger als 10/, Wasser enthält und das, falls es an HCl-Gas gesättigt wäre, bei 18°C eine elektrische Leitfähigkeit von mindestens 10-4 Siemens hat, wobei die Isomerisation im Lösungsmittel unter dem Einfluß einer Halogenwasserstoffsäure erfolgt, die zu mindestens 6007, des Sättigungsgrades im Lösungsmittel vorhanden ist, und das isomerisierte Produkt aus dem Reaktionsmittel abgeschieden wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Isomerisierung in einem niedrigeren primären oder sekundären aliphatischen Alkohol, insbesondere Methanol, Äthanol, Butanol, Propanol, Pentanol oder Propanol-2, erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Lösungsmittel Chlorwasserstoff vorhanden ist.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Leitfähigkeit der Reaktionsflüssigkeit 10-2 Siemens übersteigt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Isomerisierung bei einer Temperatur zwischen 0 und 60°C während 15 Minuten bis 4 Stunden, insbesondere in 15 bis 60 Minuten, ausgeführt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zu isomerisierende Verbindung neben den vorgenannten Substituenten eine Methylgruppe am Kohlenstoffatom 13 des Perhydrocyclopentano-phenanthrenskelettes und am Kohlenstoffatom 17 die Seitenkette trägt, die der von Ergosterol identisch ist.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß 44,',22-Lumistatrien oder das Produkt der Oppenauer-Oxydation des Pyrocalciferols als Ausgangsverbindungen verwendet werden.
DEN16257A 1958-02-15 1959-02-12 Verfahren zur Herstellung von 3-Keto-?-10 ª‡-methylsteroiden Pending DE1089378B (de)

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