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DE1089266B - Photographisches Ein- oder Mehrschichtenmaterial, insbesondere fuer das Silberfarb-bleichverfahren - Google Patents

Photographisches Ein- oder Mehrschichtenmaterial, insbesondere fuer das Silberfarb-bleichverfahren

Info

Publication number
DE1089266B
DE1089266B DEC20369A DEC0020369A DE1089266B DE 1089266 B DE1089266 B DE 1089266B DE C20369 A DEC20369 A DE C20369A DE C0020369 A DEC0020369 A DE C0020369A DE 1089266 B DE1089266 B DE 1089266B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dye
acid
silver
bleaching process
formula
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC20369A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Paul Dreyfuss
Helmut Boehl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from CH6740358A external-priority patent/CH376768A/de
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Publication of DE1089266B publication Critical patent/DE1089266B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/02Disazo dyes
    • C09B35/021Disazo dyes characterised by two coupling components of the same type
    • C09B35/027Disazo dyes characterised by two coupling components of the same type in which the coupling component is a hydroxy-amino compound
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/02Disazo dyes
    • C09B35/039Disazo dyes characterised by the tetrazo component
    • C09B35/205Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component being a derivative of a diaryl- or triaryl- alkane or-alkene
    • C09B35/21Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component being a derivative of a diaryl- or triaryl- alkane or-alkene of diarylmethane or triarylmethane

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Farbstoffe insbesondere für das Silberfarbbleichverfahren enthaltendes photographisches Material.
Es ist bekannt, daß mit Hilfe des auf der bildmäßigen Farbzerstörung beruhenden Silberfarbbleichverfahreris einfarbige oder mehrfarbige photographische Bilder erzeugt werden können. Beim Silberfarbbleichverfahren wird zunächst nach bekannten Verfahren der Photographic durch Belichtung und Entwicklung das Bild als Silberbild in einer mit Farbstoff homogen eingefärbteiu lichtempfindlichen Schicht erzeugt. Anschließend wird in einem Silberfarbbleiehbad der in der Schicht enthaltene Farbstoff an jeder Bildstelle proportional zu der jeweils dort vorhandenen Bildsilbermenge zerstört. Nach dem darauffolgenden Entfernen des Silbers wird ein dem ursprünglichen Silberbild gegenläufiges Farbstoffbild erhalten. Wie bei den bekannten, nach dem Prinzip der chromogenen Entwicklung arbeitenden Mehrschichtmaterialien wird auch beim Silberfarbbleichverfahren zur Erzeugung mehrfarbiger Photographien vorteilhaft ein Mehrschichtmaterial mit im allgemeinen drei getrennten Teilfarbschichten verwendet, deren Empfindlichkeit auf die zugeordneten Spektralgebiete beschränkt ist. Beispielsweise enthält eine vorwiegend verwendete Mehrschichtkombination auf dem Trägermaterial übereinander eine erste, blaugrünen Farbstoff enthaltende rotempfindliche Schicht, eine zweite, Purpurfarbstoff enthaltende grünempfindliche Schicht, eine dritte, zur Eliminierung der — mit Rücksicht auf die Eigenempfindlichkeit der beiden darunterliegenden Schichten — störenden kurzwelligen Strahlung dienende Gelbfilterschicht und als oberste Schicht eine gelben Farbstoff enthaltende unsensibilisierte, d. h. blauempfindliche Schicht.
Beim Silberfarbbleichverfahren ist eine Steigerung der Empfindlichkeit der einzelnen Schichten deshalb besonders wichtig, da die lichtempfindliche Halogensüberschicht bereits bei der Belichtung Farbstoff enthält, welcher durch Absorption das zur Verfügung stehende Expositionslicht und damit die wirksame Empfindlichkeit der Schicht verringert. Die Sensibilisierung solcher färbstoffhaltiger Schichten wird weiterhin durch die Tatsache Photographisches Ein-
oder Mehrschichtenmaterial,
insbesondere für das Silberfarbbleichverfahren
Anmelder:
CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter: Dr.-Ing. F. Wuesthoff, Dipl.-Ing. G. Puls
und Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Frhr. v. Pechmann,
Patentanwälte, München 9, Schweigerstr. 2
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 16. Dezember 1958
Dr. Paul Dreyfuss, Basel,
und Helmut Bohl, Bottmingen, Basell. (Schweiz),
sind als Erfinder genannt worden
ganz erheblich erschwert, daß die bisher üblichen, der Schicht einverleibten Farbstoffe über die erwähnte empfindlichkeitsverringernde Wirkung der Absorption hinaus eine stark desensibilisierende Wirkung auf die Emulsion haben.
Die Erfindung betrifft die Verwendung neuer Farbstoffe, welche mit Halogensilberemulsionen, insbesondere mit optisch sensibilisierten Halogensilberemulsionen, verträglicher sind als die bisher bekannten Farbstoffe und die hiermit hergestellten lichtempfindlichen Materialien.
Erfindungsgemäß haben solche Farbstoffe die Formel
R-
OH
-N =
NH-CO
wobei R den Rest einer w-wertigen Diazöverbindüng, wenigstens ein X eine Sulfonsäuregruppe und das gegebenenfalls verbleibende X Wasserstoff, R' einen Säurefest oder Wasserstoff und R" einen beliebigen einwertigen Substituenten bedeutet und wo η für eine ganze Zahl, vorzugsweise 1 oder 2 steht.
009 607/338
I 089
Diese Farbstoffe werden dadurch hergestellt, daß man ein Amin der allgemeinen Formel RNH2 diazo tiert und mit einer gegebenenfalls acylierten Aminobenzoylaminonaphthol-sulfosäure oder -disulfosäure kuppelt.
Als Amine kommen alle diazotierbaren Amine in Frage, also z. B. Anilin und seine Substitutionsprodukte, wie Toluidin, Anisidin, Chloranilin, Aminobenzoesäure, Ester und Amid-Abkömmlinge der Aminobenzoesäure, Aminobenzolsulfosäure, Amid-Abkömmlinge der Aminobenzolsulfosäure, Aminodiphenylsulfon, Aminodiphenyläther, Aminohydrochinon-dimethyläther, Anisidinsulfonsäure; Naphthylamine undNaphthylaminsulfosäuren; diazotierbare Amine, welche sich von Heterocyclen ableiten; tetrazotierbare Diamine wie Dianisidin, Diaminodiphenylmethan, Terephthalsäure-bis-(4-amino-anilid); Aminoazobenzol und dessen Derivate, wobei der durch die Azogruppe gebundene Benzolring auch wieder substituiert sein kann; diazotierbare Aminopolyazofarbstoffe, wie z. B. der Farbstoff aus m-Aminobenzoesäure Octylester
> l-NaphthyIamin-6-sulfosäure > 2-Methoxy-
1 -naphthylamin-6-sulfosäure usw.
Als Kupplungskomponenten werden Derivate von Aminonaphthol-sulfosäuren und -disulfosäuren benutzt, wie z. B. Derivate von
2-Amino-5-naphthol-7-sulfosäure (J-Säure), 2-Amino-8-naphthol-6-sulfosäure (Gamma-Säure),
l-Amino-8-naphthol-3,6-disulfosäure (H-Säure),
l-Amino-8-naphthol-4,6-disulfosäure (K-Säure),
l-Amino-8-naphthol-4-sulfosäure (S-Säure).
Diese Aminonaphtholsulfosäuren werden vor oder nach der Kupplung acyliert, z. B. mit einem Säurechlorid R'N H — C6H4 — COCl oder mit einem Säurechlorid NO2 — C6H4 — COCl, wodurch in letzterem Fall ein Zwischenprodukt erhalten wird, welches nach der Reduktion der Nitrogruppe und eventuellen Acylierung mit einem Säurechlorid R'Cl das gewünschte Produkt ergibt. An Stelle der Säurechloride können selbstverständlich auch andere Acylierungsmittel, wie z. B. die Säureanhydride, Verwendet werden. Die Wasserstoffatome des Säurechlorids NO2 — C6H4 — COCl können durch einwertige Substituenten, wie z. B. Halogen, ersetzt sein.
Geeignete Kupplungskomponenten sind daher:
l-(4-Aminobenzoylamino)-8-naphthol-3,6-disulfo-
säure,
l-(3-Acetylaminobenzoylamino)-8-naphthol-
4,6-disulfosäure,
1 -(4-AcetylaminobenzoyIamino)-8-naphthol-
3,6-disulfosäure,
l-(4-Benzoylaminobenzoylamino)-8-naphthol- "*°
3,6-disulfosäure,
2-(3-Acetylaminobenzoylamino)-5-naphthol-7-sulfo-
säure,
2-(4-Acetylaminobenzoylamino)-8-naphthol-6-sulfo-
säure,
l-(4-Acetylaminobenzoylamino)-8-naphthol-4-sulfo-
säure.
Unter diesen Kupplungskomponenten verdienen diejenigen den Vorzug, wo R' für den Rest einer aliphatischen oder aromatischen Carbonsäure steht, wie z. B. die Acetyl- oder Benzoylgruppe. Im allgemeinen geben die Farbstoffe, die durch Kupplung mit einer (3- oder 4 - Acetylaminobenzoylamino) - naphtholsulfosäure oder -disulfosäure erhalten werden, nach Einverleibung in eine Halogensilberemulsion die höchste Lichtempfindlichkeit; die Derivate der H-Säure und der K-Säure sind wegen der reinen Purpur- und Blaugrünnuancen, die mit diesen Komponenten erzielt werden können, von besonderem Interesse. Die in erster Linie bevorzugten Farbstoffe dieser Erfindung lassen sich daher durch die folgende Formel wiedergeben:
R-N =
HO3S
OH NH-CO
SO3H
45 In dieser Formel stellt R den Rest einer Diazoverbindung dar, das eine A steht für den Rest
R'» _ co — NH-
und das andere A steht für H, wobei R'" einen Alkyl- oder Phenylrest, vorzugsweise aber einen kleinen Alkylrest,- wie z. B. Methyl, bedeutet.
Die neuen Farbstoffe üben eine geringere desensibilisierende Wirkung aus als vergleichbare bekannte Farbstoffe. Wenn man z. B. den Farbstoff, der durch Kupplung von 2-Anisidin mit der an der Aminogruppe durch den Toluol-4 - sulfonylrest substituierten Η-säure oder mit Acetyl-H-säure oder mit Benzoyl-H-säure erhalten wird, und den Farbstoff, der durch Kupplung von 2-Anisidin mit (4-Acetylaminobenzoyl)-H-Säure erhalten wird unter Beibehaltung aller anderen Bedingungen, wie Art der Emulsion, Emulsionszusätze, optische Dichte des Farbstoffs usw., vergleicht, so findet man, daß letzterer eine Emulsion höherer Lichtempfindlichkeit liefert.
Wenn man in bekannten Farbstoffen, beispielsweise die in der deutschen Patentschrift 892 860, der britischen Patentschrift 683 064 oder der deutschen Patentschrift 962 663, verwendeten Kupplungskomponenten durch eine entsprechende erfindungsgemäße Kupplungskomponente ersetzt, so erhält man Farbstoffe sehr ähnlicher Nuance und Bleichbarkeit, welche jedoch die Empfindlichkeit der photographischen Emulsion weitaus weniger herabsetzen als die in den betreffenden Patentschriften angegebenen Farbstoffe. Dies gilt sowohl für die Eigenempfindlichkeit des Halogensilbers als auch für die durch optische Sensibilisatoren erreichte Empfindlichkeit in anderen Spektralgebieten.
Die höhere Empfindlichkeit bei Verwendung mit den neuen Farbstoffen läßt sich in verschiedenartigen Emulsionen, wie z. B. Chlorsilberemulsionen oder Bromsilberemulsionen, die nach verschiedenen Verfahren hergestellt, gereift und sensibilisiert sind und welche Zusätze der verschiedensten Art enthalten können, feststellen.
Die Verwendung der neuen Farbstoffe vergrößert erheblich den zur Angleichung der Empfindlichkeiten der Schichten zur Verfügung stehenden Spielraum eines Mehrschichtgusses. Sie gestattet ferner, die absolute Empfindlichkeit der Schicht zu erhöhen, wodurch bei Wahl geeigneter Emulsionen und optischer Sensibilisatoren die Herstellung eines Materials mit höherer Empfindlichkeit, z. B. zur Verwendung in einer Aufnahmekamera, erleichtert wird.
Die neuen Farbstoffe können mit einer Halogensilbergelatineemulsion oder mit einer Halogensilberemulsion in einem anderen Kolloid zur Anwendung kommen; sie können an das Schichtkolloid durch chemische Bindung gebunden sein, oder sie können in Tröpfchen aus hochsiedendem kristalloidem Material eingebaut sein; sie können als solche nicht diffundierend sein oder durch Zusätze in eine nicht diffundierende Form gebracht werden. Sie können auch, wie es für gewisse Übertragungsverfahren wünschenswert ist, zur Diffusion befähigt sein. Wird zur Erhöhung der Diffusionsechtheit
1 089 26 ö
Ballast in den Farbstoff eingebracht, so hat es sich als vorteilhaft erwiesen, diesen Ballast nicht in die Acylreste der Aminobenzoylaminokomponente einzufügen, da es sich gezeigt hat, daß Farbstoffe ohne solchen Ballast erheblich bessere Weißen nach dem Ausbleichen erzielen.
Die neuen Farbstoffe unterscheiden sich daher von anderen bekannten Farbstoffen, welche zwecks Diffusionsverhinderung ζ. B. eine großmolekulare N-(Benzoylaminobenzoylamniobenzoyl)-aminonaphtholsulfosäure enthalten, unter anderem wie insbesondere dadurch, daß sie statt dessen einen Rest von kleinerem Molekulargewicht enthalten, wie z. B. eine N-(Acetylaminobenzoyl)-aminonaphtholsulfosäure. Zur Erzielung von Diffusionsfreiheit kann dann der Diazorest entsprechend vergrößert werden. Dies geschieht z. B. in bekannter Weise durch Einbau eines höheren aliphatischen Restes oder vorteilhaft durch Verdoppelung des Moleküls. Besseres wird erreicht durch Verwendung eines tetrazotierbaren Diamins an Stelle eines diazotierten Amins. Entsprechende Farbstoffe der Formel
A-NH OH
OH NH
HO3S
-N=N-R-N=N
SO3H HO3S
gehören zu den besonders bevorzugten Farbstoffen der Erfindung. In dieser Formel steht R für den Rest eines tetrazotierbaren Diamins und A für einen Acetylaminobenzoylrest.
Die neuen Farbstoffe können in Einzelschichten oder in mehrschichtigen Materialien oder in Paketemulsionen vergossen werden. Sie umfassen eine große Zahl von Tönen, unter welchen die Purpur- und Blaugrüntöne von besonderer Bedeutung sind. Aber auch Schichten mit neutralgrauen Farbstoffen oder Farbstoffgemischen können erfindungsgemäß hergestellt werden.
Beispiel 1
Ein Purpurfarbstoff wird erzeugt, indem man 137 g Ortho-phenetidin in salzsaurer Lösung diazotiert und mit
einer Lösung von 480 g l-(3-Acetylaminobenzoylamino)-8-naphthol-3,6-disulfosäure sodaalkalisch kuppelt. Der gebildete Farbstoff wird ausgesalzen, abgenutscht, in Wasser gelöst, mit Natriumacetat gefällt, wieder abgenutscht, mit Alkohol gewaschen und getrocknet.
Beispiel 2
Man diazotiert 198 g 4-Nitro-2,5-dimethoxy-anilin in salzsaurer Suspension und kuppelt mit 361 g 1-Acetylamino-8-naphthol-3,6-disulfosäure. Der erhaltene Farbstoff wird alkalisch mit Natriumsulfid reduziert, wodurch ein Aminoazofarbstoff gebildet wird. Dieser wird durch Umfallen gereinigt, diazotiert und mit 542 g l-(4-Benzoylaminobenzoylamino)-8-naphthol-3,6-disulfosäure meinem Gemisch aus Pyridin und wäßrigem Ammoniak gekuppelt. Der Farbstoff wird durch wiederholte Umfällung von violetten Verunreinigungen befreit. Er färbt Gelatine in einer klaren blaugrünen Nuance.
Beispiel 3
Auf einem Celluloseacetatfilm mit diffus reflektierendem Unterguß werden die folgenden Schichten in der angegebenen Reihenfolge übereinandergegossen:
1. Eine rotsensibilisierte Bromsilberemulsion mit dem Farbstoff des Beispiels 2 in solcher Menge, daß eine Durchsichtsdichte von 1,0 bei 630 nux erzielt wird.
2. Eine grünsensibilisierte Bromsilberemulsion, die den Farbstoff des Beispiels 1 in solcher Menge enthält, daß eine Durchsichtsdichte von 1,0 bei 540 πιμ erzielt wird. Außerdem enthält diese Schicht 1,3 g Fällmittel pro 1 g Farbstoff. Das Fällmittel wird nach der USA.-Patentschrift 2 317 184, Beispiel 2, bereitet.
3. Eine gelbe, durch Kolloidsilber gebildete Filterschicht.
4. Eine unsensibilisierte Silberbromidemulsion, die einen gelben Azofarbstoff enthält.
Das Material wird unter einer farbigen Positiv-Kopiervorlage belichtet, in einem Metol-Hydrochinon-Entwickler entwickelt, fixiert und in einem Farbbleichbad, welches aus Salzsäure, Thioharnstoff und Phenazin bereitet wurde, gebleicht. Nach Entfernung des überschüssigen Silbers in Farmerschem Abschwächer wird ein Bild in natürlichen Farben erhalten.
Beispiel 4
R-NH OH
CH CH,
HO3S
OH NH-R 4JlJ-SO1H
Ein Farbstoff der obigen Formel I, wo R = p-Toluolsulfo ist, wurde mit einem Farbstoff II obiger Formel, wo R = 4-Acetylaminobenzoyl ist, verglichen. Die Farbstoffe wurden gelöst und mit grünsensibilisierter Bromsilberemulsion gemischt. Diese Emulsionen wurden Stunde bei 35° C gehalten, auf Glasplatten gegossen und getrocknet. Sie wurden im Kontakt mit einem Stufenkeil in blauem Licht (Wrattenfilter Nr. 49) und in grünem Licht (Wratten Nr. 16 und 61) belichtet, entwickelt und fixiert. Durch Vergleich mit einer Kontrollplatte der gleichen Emulsion ohne Farbstoffzusatz wurde der Empfindlichkeitsrückgang in relativem Maßstab, der durch Zusatz der beiden Purpur-Farbstoffe verursacht wurde, gefunden:
Farbstoff Relativer Empfindlichkeitsrückgang (log) in grünem Licht
in blauem Licht 3,4
I 1,5 2,5
II 0,7
Drei Farbstoffe der Formel
CH3-CO
HOoS
Beispiel 5
-NHOH
OCH,
OH NH-R
!-SO3H
wurden verglichen, in denen R die folgende Bedeutung hat io Die Farbstoffe würden gelöst und mit rotsensibilisierter
III R = Benzoyl, Bromsilberemulsion gemischt. Der sensitometrische Ver-
IV R = 4-Acetylaminobenzoyl, gleich wurde wie im Beispiel 4 ausgeführt und ergab die VR = 4-Benzoylaminobenzoyl. folgenden Werte:
Farbstoff Relativer Empfindlichkeitsrückgang (log) in grünem Licht
in blauem Licht 2,7
III 1,2 1,5
IV 0,6 1,8
V 0,9

Claims (10)

Patentansprüche:
1. PhotQgraphisches Ein- oder Mehrschichtenmaterial, insbesondere für das Silberfarbbleichverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens einen Farbstoff der Formel
OH
-N=N-
,NH-CO-
35
enthält, wobei R den Rest einer w-wertigen Diazoverbindung, wenigstens ein X eine Sulfonsäuregruppe und das gegebenenfalls verbleibende X Wasserstoff, R' einen Säurerest oder Wasserstoff und R" H oder einen beliebigen einwertigen Substituenten bedeutet und worin, η für eine ganze Zahl steht.
2. Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß w=l oder 2 ist.
3. Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß R' für den Rest einer Carbonsäure steht.
4. Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle von R" gleich H R' für einen Acetylrest steht.
5. Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle von R' gleich einer Carbonsäure R der Rest eines Äminophenoläthers ist.
6. Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle von R' gleich einer Carbonsäure R eine weitere Azogruppe enthält und daß w = l ist.
7. Photographisches Material für das Silberfarbbleichverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Farbstoff der Formel
O —Alkyl
OH NH-CO
NH- CO — CH,
-N = N-HO3S-I enthält.
8. Photographisches Material für das Silberfarbbleichverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Farbstoff der Formel
A-NH OH
HO2S
-N = N-R-N = SOoH HO,S
OH NH-A
SO3H
enthält, worin A für einen Acetylaminobenzoylrest steht.
9. Photographisches Material für das Silberfarbbleichverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Farbstoff der Formel
Acyl —NH OH
OCH3
HO3S
enthält.
N = N
SO3H-!
OH NH-CO !— SOoH
ίο
10. Photographisches Material für das Silberfarbbleichverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Farbstoff der folgenden. Formel
enthält.
V-CO- -NH
I
OH
I
CH3
I
CH3
I
-N = N- OH
I
NH
I
— co—<^ I
NH
I
HN
\ HO3S- K COCH3
H3COC HO3S- •J J Ha( U s/" -SO3H H2( -N = N- >— -SO3H / \ -C- . / \ /
CH
<: N
CH2
CH2 2
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