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DE1088979B - Verfahren zur Verhinderung der Farbaenderung von Phenolen waehrend der Lagerung - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung der Farbaenderung von Phenolen waehrend der Lagerung

Info

Publication number
DE1088979B
DE1088979B DEU2843A DEU0002843A DE1088979B DE 1088979 B DE1088979 B DE 1088979B DE U2843 A DEU2843 A DE U2843A DE U0002843 A DEU0002843 A DE U0002843A DE 1088979 B DE1088979 B DE 1088979B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phenol
phenols
color
orthophosphoric acid
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU2843A
Other languages
English (en)
Inventor
Horace Elgin Rilley
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Union Carbide Corp
Original Assignee
Union Carbide Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Union Carbide Corp filed Critical Union Carbide Corp
Publication of DE1088979B publication Critical patent/DE1088979B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C37/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
    • C07C37/68Purification; separation; Use of additives, e.g. for stabilisation
    • C07C37/88Use of additives, e.g. for stabilisation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verhinderung 4der Farbänderung von Phenolen während der Lagerung Die Erfindung betrifft ein Verfahren, nach welchem die Farbänderungen von einwertigen Phenolen bzw. deren Monoalkylderivaten, die beim Lagern in Metallbehältern auftreten, verhindert werden können. Besonders werden nach dem Verfahren der Erfindung die Farbänderungen der genannten Phenole beim Lagern in flüssigem Zustand (z. B. in den Tropen) verhindert, indem man dem Phenol eine kleine Menge Orthophosphorsäure zusetzt.
  • Man hat bereits Phenole in Destilliervorrichtungen, die mit Glas, Zinn oder Chrom ausgelegt oder plattiert waren, destilliert und dabei in vielen Fällen wasserhelle fliissige Phenole oder nach der Verfestigung Phenole als weiße Kristalle erhalten. Eine derartige Destilliervorrichtung ist jedoch kostspielig, und die ursprüngliche helle Farbe des Phenols dunkelte beim Lagern, besonders in Eisenbehältern, auch mehr oder weniger schnell nach.
  • Es ist auch schon vorgeschlagen worden, dem Phenol zur Verhinderung der Verfärbung Verbindungen, wie Stannochlorid und schweflige Säure, zuzusetzen, aber durch die schweflige Säure erhalten die Phenole eine grünliche Farbe, und außerdem haben sowohl die schweflige Säure als auch das Stannochlorid unerwünschte katalytische Wirkungen, wenn die in der genannten Weise behandelten Phenole zur Herstellung von Phenolharzen mit Aldehyden oder Ketonen kondensiert werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man durch einen Zusatz einer kleinen Menge Orthophosphorsäure als solche oder als wäßrige Lösung zu einwertigen Phenolen bzw. deren Monoalkylderivaten, vorzugsweise unmittelbar nach deren Destillation, Veränderungen in der Farbe des Phenols mehr als 6 Monate verhindern kann, selbst unter ungünstigen Lagerbedingungen, wie im geschmolzenen Zustand und in Eisen-oder Stahlfässern. Die Menge der verwendeten Orthophosphorsäure beträgt 0,1 bis 0,001 Gewichtsprozent, bezogen auf das Phenol. Diese geringen Mengen Orthophosphorsäure sind hinsichtlich der Verhinderung der Farbbildung in den genannten Phenolen sehr wirksam, und außerdem ist ihre Anwesenheit bei der späteren Verwendung des Phenols, besonders bei den Kondensationen mit Aldehyden und Ketonen zur Herstellung von Kunstharzen, nicht sehr schädlich.
  • Der Zusatz von Orthophosphorsäure zur Verhinderung der Farbänderung ist bei allen genannten Phenolen synthetischer oder natürlicher Herkunft, die, falls sie mit Luft oder Metallflächen, besonders Eisen, in Berührung kommen, in der Farbe nachdunkeln, wirksam. Als Phenole werden Phenol und dessen Monoalkylhomologe, wie die Kresole, Monobutylphenole, Amylphenole, z. B. p-tertiär-Amylphenol, Octylphenole, z. B. p-tertiär-Octylphenol und die Naphthole verwendet.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
  • Beispiel 1 Phenol (CB H5 O H) wird bei atmosphärischem Druck in einer Destilliervorrichtung aus Glas destilliert, wobei ein wasserhelles Destillat erhalten wird.
  • Dieses Destillat wird in zwei sauberen Glasflaschen aufgefangen, von denen die eine als Vergleich dient und der Inhalt der anderen durch den Zusatz von Orthophosphorsäure in einer Menge von 0,01 Gewichtsprozent, bezogen auf das Phenol, stabilisiert wird. Jede Flasche wird nur zum Teil mit dem Destillat gefüllt, damit über dem Phenol ein Luftraum verbleibt. In jede Flasche wird dann ein Stahlblech mit einem niedrigen Kohlenstoffgehalt so eingesetzt, daß eine Berührungsfläche mit dem Phenol erhalten wird, die etwa zweimal so groß ist wie die Fläche, mit der das Phenol je Volumeinheit unter normalen Lagerbedingungen in Eisenbehältern oder Eisentrommeln in Berührung kommt. Die beiden Flaschen werden dann bei einer Temperatur von 65° C gehalten. Von Zeit zu Zeit werden jeder Flasche Proben entnommen und diese mit 10 Gewichtsprozent destilliertem Wasser verdünnt, so daß Lösungen erhalten werden, die bei Zimmertemperatur flüssig bleiben, wodurch die Farbmessungen erleichtert werden. Die Farbänderung wird nach den Vorschriften von Gardner gemessen (vgl. » Gardner-Sward Physical and Chemical Examination of Paints, Varnishes, Lacquers and Colors «, 11. Auflage, 1950, S. 94). Als wasserhell wird eine Farbe angesehen, die nicht dunkler ist als Nr. 1 des Gardner-Farbrohres. Fortlaufend höhere Farbnummern bezeichnen fortschreitend dunklere Farben, von Gelb über Bernsteinfarbig nach Braun verlaufend. Bei Beginn des bei 65° C durchgeführten Versuches hatten beide Phenolproben eine Gardner-Farbe unter 1, aber nach 20 Tagen ist die nicht mit Orthophosphorsäure versetzte Vergleichsprobe des Phenols stark dunkel geworden, und zwar bis auf eine Gardner-Farbe von 7. Die die Orthophosphorsäure enthaltende Probe behielt 6 Monate bei 65° C ständig eine Gardner-Farbe unter 1, worauf der Versuch abgebrochen wurde.
  • Daß andere Mineralsäuren als Orthophosphorsäure im allgemeinen zur Verhinderung der Farbänderung von Phenolen unwirksam sind, wurde dadurch nachgewiesen, daß destilliertem Phenol verschiedene Mineralsäuren, wie Salzsäure, Schwefelsäure und Salpetersäure, zugesetzt wurden und deren Wirkung dann in der gleichen Weise bestimmt wurde wie im Beispiel 1.
  • Bei der Verwendung von 0,01 Gewichtsprozent Salzsäure oder 0,01 Gewichtsprozent Salpetersäure, bezogen auf das Phenol, dunkelte das Phenol stark nach, und zwar bis zu einer Gardner-Farbe zwischen 11 und 12, wenn es 1 Tag einer Temperatur von 65° C ausgesetzt worden ist. Bei der Verwendung von 0,01 Gewichtsprozent Schwefelsäure zeigte das Phenol nach 24 Stunden bei 65° C eine Gardner-Farbe zwischen 2 und 3.
  • Beispiel 2 p-tertiär-Butylphenol wird in eine Glasffasche destilliert und noch im geschmolzenen Zustand mit 0,1 Gewichtsprozent, bezogen auf das Butylphenol, Orthophosphorsäure versetzt und mit dieser vermischt. In die Flasche wird dann ein Stahlblech mit einem niedrigen Kohlenstoffgehalt so eingesetzt, daß das Phenol mit einer Fläche des Stahlbleches in Berührung steht, die je Volumeinheit des Phenols zweimal so groß ist, wie es normalerweise der Fall ist, wenn das Phenol in Stahl-oder Eisenbehältern oder-trommeln gelagert wird. Die Flasche wird lose verschlossen und dann bei einer Temperatur von 115° C gehalten.
  • Gleichzeitig wurde auch eine Vergleichsprobe aus frisch destilliertem, aber nicht mit Orthophosphorsäure versetztem p-tertiär-Butylphenol bei einer Temperatur von 115° C gehalten. Bei Beginn des Versuches haben beide Proben des p-tertiär-Butylphenols eine Gardner-Farbe unter 1. Das unbehandelte p-tertiär-Butylphenol zeigt nach 10 Tagen bei 115° C eine Gardner-Farbe von 4 und nach 30 Tagen eine Gardner-Farbe von 9. Im Gegensatz hierzu hat das p-tertiär-Butylphenol, das die Orthophosphorsäure enthält, nach 30 Tagen bei einer Temperatur von 115° C noch immer eine Gardner-Farbe unter 1.
  • Die kleine Menge Phosphorsäure, die erforderlich ist, um die Farbänderung in befriedigendem Ausmaße zu verhindern, ist auch insofern von Vorteil, als eine Korrosion der Metallbehälter, in denen das Phenol gelagert wird, besonders wenn das Phenol mit Wasser verunreinigt ist, verhindert wird. Eine Gewichtsbestimmung des Stahlbleches, das in das mit der Orthophosphorsäure versetzte p-tertiär-Buty phenol nach Beispiel 2 eingetaucht war, ergab, daß nach 20 Tagen bei I15° C ein vernachlässigbarer Gewichtsverlust von 1,3 mg je 70 cm2 Stahlblechfläche eingetreten war.
  • Durch die Zugabe von 0,1 bis 0,001 Gewichtsprozent Orthophosphorsäure, bezogen auf das Gewicht des Phenols, erfolgt eine kleine Xnderung des pg-Wertes gegenüber dem normalen p-Wert des unbehandelten Phenols. Der sich aus dem Zusatz der Orthophosphorsäure ergebende, etwas saurere p-Wert hat jedoch keinen merklichen Einfluß auf die Geschwindigkeit, mit der derart behandelte Phenole mit Aldehyden, wie Formaldehyd, kondensieren, oder auf die Eigenschaften der erhaltenen Kondensationsprodukte. Die ps-Werte von verschiedenen unbehandelten Phenolen und die mit verschiedenen Mengen Orthophosphorsäure versetzten Phenole sind in der nachstehenden Tabelle angegeben. Die pg-Werte wurden bei 25° C in wäßrigen Lösungen bestimmt, die im Falle von Phenol 5 ccm Phenol und 95 ccm destilliertes Wasser enthielten und im Falle von p-tertiär-Butylphenol aus 5 ccm geschmolzenem, in 100 ccm einer Lösung aus gleichen Gewichtsteilen destilliertem Wasser und Athylalkohol gelösten Phenol bestanden ; diese wäßrigen Lösungen wurden verwendet, um die p-Messungen zu erleichtern.
    Gewichtsprozent Orthophosphorsäure | pJ3 Wert
    Phenol (Cs H5 O H)
    ohne Zusatz von Orthophosphorsäure..
    0,001 °/o 3, 65
    0,01 °/o, 3, 45
    3, 35
    p-tertiär-Butylphenol
    ohne Zusatz von Orthophosphorsaure.. 7,15
    0,010/o.............................. 5, 6
    Obgleich es zweckmäßig ist, die Orthophosphorsäure den genannten Phenolen unmittelbar nach der Destillation zuzusetzen, damit möglichst hellfarbiges Phenol erhalten und diese Farbe auch lange Zeit aufrechterhalten wird, so können doch auch Phenole, die sich bereits verfärbt haben, durch einen Zusatz von Orthophosphorsäure gegen weitere Farbbildung stabilisiert werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Verhinderung der Farbänderung von Phenolen während der Lagerung, besonders in Eisenfässern, dadurch gekennzeichnet, daß man einem nahezu reinen einwertigen Phenol bzw. dessen Monoalkylderivat, bezogen auf dessen Gewicht, 0,001 bis 0, 1 Gewichtsprozent Orthophosphorsäure zusetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Oxybenzol stabilisiert.
    In Betracht gezogene Druckschriften : Deutsche Patentschrift Nr. 582 845 ; französische Patentschrift Nr. 858 627.
    In Betracht gezogene ältere Patente : Deutsches Patent Nr. 1 028 580.
DEU2843A 1953-06-23 1954-06-18 Verfahren zur Verhinderung der Farbaenderung von Phenolen waehrend der Lagerung Pending DE1088979B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US1088979XA 1953-06-23 1953-06-23

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DE1088979B true DE1088979B (de) 1960-09-15

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Family Applications (1)

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DEU2843A Pending DE1088979B (de) 1953-06-23 1954-06-18 Verfahren zur Verhinderung der Farbaenderung von Phenolen waehrend der Lagerung

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE582845C (de) * 1931-07-19 1933-08-23 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Abtrennung organischer Basen aus Kreosotoelen
FR858627A (fr) * 1938-08-08 1940-11-29 Ig Farbenindustrie Ag Procédé pour produire des phénols pours à partir de phénols bruts
DE1028580B (de) 1951-07-28 1958-04-24 Bataafsche Petroleum Verfahren zum Stabilisieren von Polyalkylphenolen gegen Farb- und Geruchsverschterung

Patent Citations (3)

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