DE502547C - Verfahren zur Klaerung von Alkohol - Google Patents
Verfahren zur Klaerung von AlkoholInfo
- Publication number
- DE502547C DE502547C DEM103764D DEM0103764D DE502547C DE 502547 C DE502547 C DE 502547C DE M103764 D DEM103764 D DE M103764D DE M0103764 D DEM0103764 D DE M0103764D DE 502547 C DE502547 C DE 502547C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- alcohol
- lime
- sulfuric acid
- oxalic acid
- acid
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D3/00—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
- B01D3/001—Processes specially adapted for distillation or rectification of fermented solutions
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
- Verfahren zur Klärung von Alkohol Eine Methode zur Alkoholentwässening besteht bekanntlich darin, daß der Alkohol mit Kalk ohne oder mit Anwendung von Druck einige Zeit erhitzt wird. Nach erfolgter Entwässerung wird der Alkohol abdestilliert. Dabei gelingt es, wenn man langsam destilliert, einen Teil des Destillates klar zu erhalten. Gegen Ende der Destillation geht der Alkohol trotz aller Vorsicht trübe über und muß noch einmal destilliert werden. Diese wiederholte Destillation, welche naturgemäß einen Mehrverbrauch an Dampf bedingt, könnte man dadurch vermeiden, daß man zu dem durch die Kalksuspension getrübten Alkohol Schwefelsäure gibt, welche mit dem Kalk in Alkohol unlösliche Verbindungen bildet und auf diese Weise eine Klärung der Flüssigkeit herbeiführt. Diese an und für sich naheliegende Arbeitsweise hat sich nun aber tatsächlich nicht einbürgern können, und der trübe Alkoholrückstand (»blauer Heinriche) bildet nach wie vor einen schweren Übelstand bei der Alkoholentwässerung. Der Grund, warum die erwähnte Methode in der Technik keinen Eingang fand, ist folgender: Um eine vollkommene Klärung herbeizuführen, benötigt man natürlich die dem Kalk entsprechende, stöchiometrische Menge an Schwefelsäure. Bei der Ausführung des Verfahrens wird nun der Alkohol sauer und mit löslichen, sich bildenden Reaktionsprodukten verunreinigt, derart, daß der Reinheitsgrad des Alkohols nur verschlechtert wird. Der Zusatz von Schwefelsäure galt daher in der einschlägigen Industrie bereits als vollkommen undurchführbar.
- Gemäß der Erfindung zeigte es sich nun wider Erwarten, daß die Klärung mit Hilfe von Zusätzen, welche mit dem Kalk schwer lösliche Verbindungen bilden, unter Vermeidung der unangenehmen Begleiterscheinungen durchführbar ist, wenn man weniger als die theoretisch notwendige Menge an Niederschlagsmitteln verwendet. Im Falle der Schwefelsäure arbeitet man vorteilhafterweise mit 3o bis 6o Prozent der errechneten Menge. Der Alkohol wird auf diese Art vollkommen und schnell geklärt, ohne daß seine Reinheit im geringsten beeinträchtigt wird. Die Erklärung für diese Erscheinung dürfte darin zu suchen sein, daß sich bei Zugabe der Säure Flocken der schwer löslichen Calciumverbindung bilden, die langsam herabsinken und dabei die noch in Lösung befindlichen Kalkteilchen mit niederreißen. Als Niederschlagsmittel kommt ferner Oxalsäure in Frage.
- Beispiel I Zu 3000 1 entwässerten Alkohols, welche i2o g Kalk enthalten (festgestellt durch Titration mit 11/1o n/Salzsäure) werden iio g Schwefelsäure gegeben. Obwohl die theoretische Menge Schwefelsäure 2io g beträgt, so ergibt sich trotzdem innerhalb weniger Stunden eine vollkommene Klärung des ursprünglich trübe und in der Durchsicht blau und rötlich opalisierenden Alkohols; der so behandelte Alkohol ist in keiner Weise verunreinigt.
- Beispiel II Man kann statt Schwefelsäure auch Oxalsäure verwenden. In diesem Falle wird eine alkoholische Lösung hergestellt, welche beispielsweise in 1o ccm 7,5 ccm n/io Oxalsäure enthält. Um nun 30001 trüben Alkohol zu klären, müßten theoretisch x8 1 dieser Lösung angewandt werden. Es genügen aber schon g 1 der Oxalsäurelösung, um eine völlige Klärung zu erzielen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Klärung von durch Kalksuspension getrübtem Alkohol, wie er nach dem Kalkverfahren oder Kalkdruckverfahren gewonnen wird, durch Zugabe von Schwefelsäure oder Oxalsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man von diesen Niederschlagsmitteln weniger als die theoretische Menge zur Anwendung bringt. z. Ausführungsform nach Anspruch i unter Anwendung von Schwefelsäure oder Oxalsäure als Niederschlagsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß man 25 bis 65 Prozent der theoretisch als notwendig errechneten Menge Schwefelsäure bzw. Oxalsäure anwendet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM103764D DE502547C (de) | 1928-03-03 | 1928-03-03 | Verfahren zur Klaerung von Alkohol |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM103764D DE502547C (de) | 1928-03-03 | 1928-03-03 | Verfahren zur Klaerung von Alkohol |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE502547C true DE502547C (de) | 1930-07-15 |
Family
ID=7325227
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM103764D Expired DE502547C (de) | 1928-03-03 | 1928-03-03 | Verfahren zur Klaerung von Alkohol |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE502547C (de) |
-
1928
- 1928-03-03 DE DEM103764D patent/DE502547C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2050406A1 (de) | Verfahren zur Entfernung der kationischen Verunreinigungen aus technischer Phosphorsäure | |
| DE502547C (de) | Verfahren zur Klaerung von Alkohol | |
| DE2633468A1 (de) | Verfahren zur herstellung von hochreinem sio tief 2 | |
| AT114037B (de) | Verfahren zur Klärung von durch Kalksuspension getrübtem entwässertem Alkohol. | |
| DE1082270B (de) | Verfahren zum Stabilisieren von bis zu 3% durch ª‡-Naphthol verunreinigten Phenylphenolen | |
| DE2053885A1 (de) | Verfahren zur Reinigung von technischer Phosphorsäure | |
| DE2938424C2 (de) | Verfahren zur Abtrenunng von mit Destillatdämpfen übergehenden Säuren und Basen | |
| DE700643C (de) | Verfahren zur Herstellung von Laevulinsaeure | |
| DE649118C (de) | Verfahren zum Haltbarmachen von niedrigmolekularen chlorierten Kohlenwasserstoffen | |
| DE545428C (de) | Herstellung von Phosphorsaeure oder Phosphaten aus Bleiphosphaten | |
| AT94306B (de) | Verfahren zur Trennung von o- und p-Toluolsulfamid. | |
| DE758504C (de) | Wasch-, Netz-, Durchdringungs- und Textilhilfsmittel | |
| DE1101671B (de) | Verfahren zur Reinigung von mit Abrieb verschmutzten Walzoelen | |
| DE576405C (de) | Verfahren zur Gewinnung von OElen und Schwefelsaeure aus der bei der Erdoelraffination anfallenden Abfallschwefelsaeure | |
| DE610645C (de) | Verfahren zur Herstellung konzentrierter Essigsaeure aus ihren verduennten, waesserigen Loesungen durch Behandlung mit chloriertem Kohlenwasserstoff | |
| DE824488C (de) | Verfahren zum Reinigen von AEther | |
| DE573522C (de) | Verfahren zur Verhinderung der Kesselsteinbildung | |
| DE701463C (de) | Verfahren zur Herstellung von Glykolen | |
| DE631224C (de) | Verfahren zur Entfernung oelfremder Begleitstoffe aus OElen und Fetten | |
| DE735322C (de) | Verfahren zur Entfaerbung von gereinigten, hochsiedenden Teerkohlenwasserstoffen | |
| DE654191C (de) | Verfahren zur Gewinnung von hochwertigen leichtsiedenden Kohlenwasserstoffen | |
| DE625324C (de) | Verfahren zur Reinigung von synthetischem Methanol | |
| DE599405C (de) | Verfahren zur Herstellung von konzentrierten Kautschukloesungen | |
| DE520922C (de) | Verfahren zur Herstellung von 2-Phenylchinolin-4-carbonsaeure | |
| AT149517B (de) | Verfahren zur Ausflockung von kolloidalen Verunreinigungen aus Zuckersäften u. dgl. |