DE1087091B - Verfahren und Anlage zum Scheiden koernigen Gutes in zwei Endfraktionen - Google Patents
Verfahren und Anlage zum Scheiden koernigen Gutes in zwei EndfraktionenInfo
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- DE1087091B DE1087091B DEC13853A DEC0013853A DE1087091B DE 1087091 B DE1087091 B DE 1087091B DE C13853 A DEC13853 A DE C13853A DE C0013853 A DEC0013853 A DE C0013853A DE 1087091 B DE1087091 B DE 1087091B
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- B03B—SEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
- B03B5/00—Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating
- B03B5/62—Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating by hydraulic classifiers, e.g. of launder, tank, spiral or helical chute concentrator type
- B03B5/64—Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating by hydraulic classifiers, e.g. of launder, tank, spiral or helical chute concentrator type of the free settling type
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- Treatment Of Sludge (AREA)
Description
DEUTSCHES
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Anlage zum Scheiden von mit Flüssigkeit
vermischtem körnigem Gut in eine Anzahl von Fraktionen (Endfraktionen), wobei, je nach Beschaffenheit
des Scheidegutes, entweder nach Klassen oder nach Sorten getrennt werden kann. Die Scheidung vollzieht
sich dabei auf nassem Wege mit Hilfe wenigstens eines Horizontalschlämmvorganges. In einem unmittelbar
anschließenden zweiten Schritt erfolgt eine Befreiung der absinkenden Fraktion bzw. Fraktionen,
welche Endfraktionen darstellen, von in diesen abgesetzter Restflüssigkeit, wobei dieser Flüssigkeitsentzug
bis zur völligen Trocknung getrieben werden kann. Unerheblich ist, ob das zu trennende Rohgut an
und für sich naß anfällt, oder zum Zwecke der Scheidung eigens mit einer Flüssigkeit — im allgemeinen
mit Wasser — vermischt wird.
Es ist seit langem bekannt, körniges Gut in Horizontalschlämmanlagen
zu scheiden und die abgesunkene, mit Flüssigkeit vermischte Fraktion den einzelnen
Schlämmgefäßen zu entnehmen. Wo eine Befreiung der Endfraktionen von Flüssigkeit notwendig war,
geschah dies in eigenen Eindickern, welchen diese Fraktionen zugeführt werden mußten, und in denen
sich die festen Bestandteile absetzen konnten. Solche Eindicker, welche oft erhebliche Abmessungen aufweisen
und dementsprechend viel Platz beanspruchen, bestehen meistens aus seichten kreisrunden Trögen
aus Eisen, bei größeren Durchmessern aus Beton, und aus einer mechanischen Einrichtung, einem Krählwerke,
zum Abräumen der zu Boden gesunkenen Körner. Die Nachteile solcher Anordnungen liegen in dem
an und für sich -großen, durch die getrennte Anordnung von Trennanlage und Eindicker noch weiter
gesteigerten Platzbedarf, in der Notwendigkeit, das Sinkgut von einer Anlage in die andere zu transportieren
und in der Anwendung bewegter Einrichtungen, die einen ständigen Leistungsaufwand bedingen
und raschem Verschleiß unterworfen sind.
Um diese Nachteile zu vermeiden wird vorgeschlagen, die Scheidung in einem Gefäß vorzunehmen, dessen
Boden mit einer verschließbaren Öffnung versehen und dessen Mantel in wenigstens einem Niveau
durchbrochen und an seinem oberen Rande zu einem Überlauf gestaltet ist, wobei erfindungsgemäß in das
mit Flüssigkeit gefüllte Gefäß das körnige Gutsgemenge eingetragen, das Feinstkorn in dem durch
die Gutseintragung bewirkten Überlauf als eine Endfraktion ausgetragen und die abgesunkene Fraktion
in dem Gefäß angesammelt wird, sodann durch Abstellen der Rohgutzufuhr der Scheidevorgang unterbrochen,
hierauf die Flüssigkeit aus dem Behälter in wenigstens einem Niveau abgezogen und schließlich
die abgesunkene und von abgesetzter Restnüssigkeit
Verfahren und Anlage
zum Scheiden körnigen Gutes
in zwei Endfraktionen
Anmelder:
Chemie und Metall
Handelsgesellschaft m.b.H.,
Wien
Vertreter: Dipl.-Ing. H. Bahr
und Dipl.-Phys. E. Betzler, Patentanwälte,
Herne, Freiligrathstr. 19
Beanspruchte Priorität:
Österreich, vom 30. Dezember 1955
Österreich, vom 30. Dezember 1955
Dipl.-Ing. Johannes Müllner, Wien,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
wenigstens teilweise befreite Fraktion als andere Endfraktion
aus dem Gefäß entleert wird. 'Das zu scheidende Gut wird im allgemeinen mit Flüssigkeit vermischt
eingetragen. Eine zur Durchführung dieses Verfahrens geeignete Anlage enthält wenigstens eines
der obenerwähnten Gefäße, das erfindungsgemäße sowohl in Nähe der verschließbaren Bodenöffnung als
auch in mindestens einem höheren Querschnitt mit einem sich über dessen gesamten Umfang erstreckenden,
aufsteigend verlaufenden und zu einem Überlauf führenden Entnahmespalt versehen ist, der in einen
das Gefäß umgebenden, ringförmigen und mit Auslässen versehenen Sammelkanal mündet.
Weitere Erfindungsmerkmale ergeben sich bei der eingehenderen Erläuterung beispielsweiser Ausführungsformen
der Erfindung an Hand der Zeichnung, in. welcher Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Scheidegefäß
im Schnitt und Fig. 2 schematisch eine aus drei Gefäßen aufgebaute Anlage zeigt.
Das in Fig. 1 dargestellte, zur Durchführung von Horizontalschlämmvorgängen eingerichtete Gefäß besteht
aus einem aufrecht stehenden zylindrischen Mantel l,.an dessen unteren Rand ein kegelstumpf förmiger
Rohrschuß 2 angesetzt ist, den ein zweiter, ebenfalls kegelstumpfförmiger und eine von einem Flansch 5
umgebende Bodenöffnung aufweisender Rohrschuß 3
009 587/62
teilweise übergreift, wobei zwischen den beiden Kegelflächen ein ringförmiger Entnahmespalt 4 offen
bleibt. Gegen den Flansch 5 ist mit Hilfe eines Ringes 6 und von Schrauben 7 ein aus Gründen des Verschleißes
vorzugsweise aus Gummi bestehendes Mundstück 8 gepreßt, das den Sinkgutauslaß des Gefäßes
bildet. Ein bei 9 schwenkbar gelagerter Querträger 10 ist mittels eines ausschwenkbaren Hakens 11 in horizontaler
Lage gehalten und trägt in einer zentralen und mit Gewinde versehenen Nabe eine an einem Ende
mit einem Handrad od. dgl. versehene Schraube 12., die zum dichten Anpressen eines Deckels 13 an eine
ringförmige Sitzfläche an einem Ring 14 dient. Mit Hilfe dieses Deckels ist das Gefäß* fallweise dicht verschließbar.
Sowohl in Nähe der Bodenöffnung, zwischen dem Mundstück 8 und dem Ring 14, als auch
in dem höheren Niveau des unteren Randes des Rohrschusses 2 befinden sich Austrittsöffnungen, welche
als sich über den ganzen Umfang erstreckende Ringspalte ausgebildet sind, an die sich aufsteigende Stromwege
in Gestalt der Entnahmespalte 15 bzw. 4 anschließen, die je zu einem Überlauf 16 bzw. 17 führen.
Beide der aufsteigenden Entnahmespalte sind von das Gefäß ringförmig umschließenden Sammelkanälen
18 bzw. 19 umgeben, welche gegen die Horizontale geneigte Böden 20 bzw. 21 aufweisen. Diese
sind im vorliegenden Fall aus je zwei, als rechts bzw. linksgängige Schraubenflächen ausgebildeten
Hälften zusammengesetzt, die an den höchsten und an den tiefsten Stellen zusammengeschlossen, z.B. zusammengeschweißt
sind. An der tiefsten Stelle ist je eine Abflußleitung 22 bzw. 23 mit eingeschaltetem Absperr-
und Drosselorgan 24 bzw. 25 angeordnet. In den Entnahmespalt 4 sind Lochbleche 26 eingeschaltet.
Solche den freien Durchflußquerschnitt beschränkende Maßnahmen können auch in dem unteren Entnahmespalt
getroffen sein. Der Zylindermantel 1 ragt in einen Ringkanal mit zylindrischer Außenwand 27 und
geneigtem Boden 28, der wieder aus zwei schraubenflächenförmigen Hälften besteht. Auf den oberen Rand
ist ein Deckel 29 dicht aufgesetzt, der konisch ausgebildet ist und an einer zentralen Kreisöffnung einen
zylindrischen Ansatz 30 aufweist, der mit in Reihen angeordneten Löchern von gegebenenfalls unterschiedlichen
Durchmessern versehen ist, ein Wehr bildet und zusammen mit dem Ringkanal einen oberen Überlauf
des Gefäßes für überlaufendes Feingut darstellt, das aus einem am tiefsten Punkt angesetzten Abzugsrohr
37 entnommen werden kann. Ein dreiarmiger Stern 31 aus Profileisen trägt einen in üblicher Weise aufgebauten
und mit Lochwänden versehenen Einlauf 32 mit Zulaufrohr 33. Eine mit einem Absperrorgan 35
versehene Rohrleitung 34 führt von dem ringförmigen Sammelraum 19 in den ebenso gestalteten Sammelraum
18. Von diesem führt eine Rohrleitung 36 in den oberen Überlauf.
Während des intermittierenden Betriebes dient das beschriebene Gefäß abwechselnd als Trenneinrichtung
bzw. als eine Einrichtung zum Absetzen und Abscheiden von Flüssigkeit aus angesammeltem Sinkgut.
Ein Arbeitszyklus beginnt mit dem Füllen des Gefäßes mit Flüssigkeit, im allgemeinen mit Wasser,
wobei die Druckausgleichsleitungen 34 und 36 die Entstehung von unerwünschten Luftpolstern in den
Sammelräumen unterbinden. Hierauf wird körniges Gut, z. B. ebenfalls mit Wasser vermischter Sand, in
den Einlauf eingetragen. Das eingebrachte Gut verdrängt während des Eintragens die Wasserfüllung,
wobei der jeweils nach Maßgabe der Zufuhr des Gutes verdrängte Teil der Füllung über den oberen Rand
des zylindrischen Ansatzes 30 überfließt oder durch dessen Löcher hindurchtritt. Auf diese Weise entsteht
eine Flüssigkeitsströmung, die vermöge der Ausbildung des Einlaufes in weiten Bereichen laminar verläuft
und zur Trägerin eines Horizontalschlämmvorganges wird, dem das eingetragene körnige Gut unterworfen
ist. Je nach Zusammensetzung des Scheidegutes tritt dann eine Scheidung nach Größe oder
Dichte der einzelnen Körner in eine, in den oberen
ίο Überlauf überfließende und in eine absinkende Fraktion
auf. Die überlaufende Fraktion wird als eine Endfraktion abgezogen, die absinkende Fraktion in
dem Gefäß angesammelt, das aus diesem Grund eine Bauhöhe aufweisen kann, welche die Höhe üblicher
Horizontalschlämmgefäße erheblich übertrifft. Wenn sich Sinkgut bis zu einer vorbestimmten Höhe angesammelt
hat, bei welcher z. B. eine abträgliche Beeinflussung des Schlämmvorganges einzutreten beginnt,
wird die Zufuhr von Scheidegut eingestellt und dadurch der Scheidevorgang unterbrochen. Nach diesem
Zeitpunkt wird das Ventil 24 geöffnet, womit die Entwässerungsperiode einsetzt. Es ist ein Vorzug der erfindungsgemäßen
Einrichtungen, daß die Entnahme des Wassers in einzelnen Niveaus nicht gleichzeitig
as zu beginnen braucht. Die austretende Flüssigkeit passiert
zunächst den Entnahmespalt 4, in den zufolge seines aufsteigenden Verlaufes kein Sinkgut eintreten
konnte. Ein weiterer Vorteil dieser Ausbildung liegt darin, daß etwa mitgenommene feste Teilchen sich
noch absetzen können, wenn der zum Überlauf 17 aufsteigende Flüssigkeitsstrom langsam genug fließt. Es
empfiehlt sich daher, den Querschnitt des Entnahmespaltes ausreichend zu bemessen. Die eingebauten
Lochbleche bzw. Siebwände 26 helfen dazu bei im Verein mit sorgfältiger Bedienung des Absperrorgans
einen anfänglichen Flüssigkeitsaustritt in Gestalt eines heftigen Schwalles zu vermeiden, bei dem ein
unerwünschtes Mitreißen von Festbestandteilen erfolgen könnte. Wenn die Entwässerung in dem oberen
Niveau beendet ist, wird das Ventil 25 geöffnet, und der Auslauf der Flüssigkeit freigegeben, die in dem
Sinkgut enthalten ist, das sich in dem unteren Teil des Gefäßes befindet. Beim Öffnen des Ventils sollen
ebenfalls die erwähnten Vorsichtsmaßregeln getroffen werden. Um das Ablaufen der letzten Flüssigkeitsreste zu beschleunigen, können diese abgesaugt werden.
Wird durch schon weitgehend, entwässertes Sinkgut Luft, die erwärmt sein kann, hindurchgeblasen,
so ist es möglich, die Befreiung der abgesunkenen Fraktion von anhaftender Flüssigkeit bis zur praktisch
völligen .Trocknung zu treiben. Die Verbindungsleitungen 34 bzw. 36 werden in diesem Falle
abgesperrt. Ist das Sinkgut in dem gewünschten Ausmaß von Flüssigkeit befreit bzw. getrocknet, so wird
der Deckel 13 geöffnet, worauf sich die angesammelte Kornfraktion aus dem Gefäß im allgemeinen selbsttätig
entleert. Dieser Vorgang kann, wenn nötig, mit Hilfe von Vibratoren od. dgl. eingeleitet oder befördert
werden. Die Entleerung erfolgt in einem kurzen Zeitabschnitt, während dessen Dauer dann eine unterhalb
der Bodenöffnung angeordnete Fördereinrichtung voll beaufschlagt ist, in den zwischen den einzelnen
Entleerungen auftretenden Pausen aber ruhen kann. Dieser intermittierende Betrieb ergibt eine beträchtliche
Einsparung an Fördermitteln bzw. eine Verminderung ihres Verschleißes gegenüber einer
ständigen Förderung von in geringer oder unregelmäßiger Menge anfallenden Endprodukten.
Bei Anwendung von austauschbaren Deckeln mit Ansätzen 30 von passender Weite, läßt sich ein ein-
ι υö/
ziges Gefäß ohne Schwierigkeit auf verschiedene Werte des Trennkornes einrichten.
Da sich das erfindungsgemäße Trennverfahren aus mehreren aufeinanderfolgenden Schritten zusammensetzt,
ist es vorteilhaft, eine Anzahl, z. B. drei oder vier, vorzugsweise untereinander annähernd gleiche
Gefäße gleichzeitig, und zwar in einem Zyklus zu betreiben, in dem die Trennvorgänge in den einzelnen
Gefäßen gegeneinander eine passende Phasenverschiebung aufweisen. Ein solcher Parallelbetrieb mehrerer
bzw. eine Zuschaltung weiterer Gefäße empfiehlt sich auch dann, wenn bei langsam zu entwässernden, sehr
feinkörnigen und beispielsweise tonreichen Materialien längere Entwässerungszeiten erreicht werden sollen.
Fügt man z. B. zu einer aus drei Gefäßen bestehenden
Anlage, deren Betrieb unter bestimmten Umständen auf Entwässerungszeiten von je IV2 Stunden
eingestellt ist, ein viertes gleiches Gefäß hinzu, so können bei gleichgehaltenen übrigen Verfahrensbedingungen die Entwässerungszeiten auf etwa
2V2 Stunden ausgedehnt werden.
In Fig. 2 ist schematisch eine aus drei Gefäßen./!,
B und C aufgebaute Anlage dargestellt. Jedes dieser drei Gefäße weist je einen zylindrischen Mantel und
je zwei unten an diesen angesetzte konische Rohr-Schüsse
auf, zwischen denen je ein aufsteigender Entnahmespalt vorgesehen und von einem ringförmigen
Sammelraum umgeben ist. Obere Überläufe mit Abzugrohren 37' bzw. 37" bzw. 37'" umgeben die oberen
Ränder der drei Gefäße, von denen die beiden ersten A, B mit dicht aufgesetzten Deckeln 29', 29"
mit zylindrischen Ansätzen 30'., 30" von verschiedenem
Durchmesser (dß^>dA) versehen sind und von
denen jedes auch mit einem Einlauf ausgestattet ist. Die sonst gleich gestalteten und ausgestalteten Gefäße
•— die Ausbildung des Deckels usw. entspricht völlig der Fig. 1 — sind durch die Wahl verschiedener
Durchmesser (dA<dB<dc) des Bereiches, in dem der
Horizontalschlämmvorgang im wesentlichen vor sich geht, auf verschiedene Werte des Trennkornes eingestellt,
dessen Größe für das Gefäß A entsprechend dem kleinsten Durchmesser dA den höchsten, beim mittleren
Gefäß B, einen mittleren, und bei dem letzten Gefäß C, dessen volle Fläche als Schlämmfläche ausgenützt
wird, den kleinsten Wert hat. Dementsprechend führt auch das Abzugsrohr 37' in den Einlauf von B
und dessen Abzugsrohr 37" in den Einlauf von C.
Eine solche Anlage gestattet die Trennung körnigen Rohgutes in vier Endfraktionen, wobei die einzelnen
Verfahrensschritte den vorher beschriebenen durchaus gleich sind. Enthält ein zu scheidendes Korngemisch,
das in den Einlauf des mit Wasser gefüllten Gefäßes A aufgegeben wird, Körner mit Durchmesser
von z. B. zwischen 0 und 0,4 mm, so wird durch den in diesem Gefäß stattfindenden Horizontalschlämm-Vorgang
eine Scheidung bei z. B. 0,2 mm Durchmesser herbeigeführt. Körner mit Durchmesser zwischen 0,2
und 0,4 mm gelangen in die absinkende Fraktion und sammeln sich in dem ersten Gefäß an. Die überlaufende
Fraktion mit den Körnern mit Korndurchmesser zwischen 0 und 0,2 mm gelangt in den Einlauf des
zweiten, mit Wasser gefüllten Gefäßes B1 und erfährt
dort eine zweite Scheidung bei einem Trennkorndurchmesser von z. B. 0,15 mm. Körner mit Durchmessern
zwischen 0,15 und 0,2 mm sinken ab und sammeln sich in B an. Körner von 0 bis 0,15 mm befinden sich in
der überlaufenden Fraktion und werden in den Einlauf des dritten, ebenfalls mit Wasser gefüllten Gefäßes
C1 übergeführt, das auf einen Trennkorndurchmesser
von z. B. 0,1 mm eingestellt ist. Die dort stattfindende letzte Scheidung liefert eine abgesunkene
Fraktion mit Körnern von 0,1 bis 0,15 mm Durchmesser, die überlaufende Fraktion enthält Körner mit
Durchmesser von 0 bis 0,1mm und wird abgezogen. Wenn die Gefäße bzw. wenigstens eines von diesen
bis zu einer vorbestimmten Höhe gefüllt ist, wird die Rohgutzufuhr eingestellt, und die Entwässerungsphase
des Trennverfahrens beginnt. Entwässerung und Entleerung gehen in der vorbeschriebenen Weise vor sich.
Die beschriebene Anlage gestattet also die Gewinnung von drei entwässerten Fraktionen eines aufgegebenen
Korngemisches, wobei zu den angegebenen Zahlen noch zu bemerken ist, daß, entsprechend einem charakteristischem
Merkmal jedes Horizontalschlämmvorganges, in jedem Sinkgut, wenn auch in unbedeutendem
Maß, Feinbestandteile enthalten sind.
Wenn auch als Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer
Trenneinrichtungen nur im wesentlichen rotationssymmetrische Gefäße beschrieben sind, so
leuchtet doch ein, daß auch etwa rechteckigen Querschnitt aufweisende Horizontalschlämmgefäße erfindungsgemäß
ausgestaltet und dementsprechend verwendet werden können.
Claims (8)
1. Verfahren zum Scheiden körnigen Gutes in zwei Endfraktionen in einem Gefäß, dessen Boden
mit einer verschließbaren öffnung versehen und dessen Mantel in wenigstens einem Niveau durchbrochen und an seinem oberen Rande zu einem
Überlauf gestaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß in das mit Flüssigkeit gefüllte Gefäß das körnige
Gutsgemenge eingetragen, das Feinstkorn in dem durch die Gutseintragung bewirkten Überlauf als
eine Endfraktion ausgetragen und die abgesunkene Fraktion in dem Gefäß angesammelt, sodann durch
Abstellen der Rohgutzufuhr der Scheidevorgang unterbrochen, hierauf die Flüssigkeit aus dem Behälter
in wenigstens einem Niveau abgezogen und schließlich die abgesunkene und von abgesetzter
Restflüssigkeit wenigstens teilweise befreite Fraktion als andere Endfraktion aus dem Gefäß entleert
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch Verringerung wenigstens der
in einem Niveau pro Zeiteinheit entnommenen Flüssigkeitsmenge das Mitreißen von Festbestandteilen
in diesem. Niveau im wesentlichen unterbunden wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 mit wenigstens zwei Trennvorgängen, dadurch gekennzeichnet,
daß die überlaufende Fraktion eines Gefäßes einem folgenden Gefäß zugeführt, in diesem neuerlich
in eine absinkende und eine überlaufende Fraktion getrennt, die überlaufende Fraktion des
letzten Gefäßes als eine Endfraktion und die in diesem und den anderen Gefäßen abgesunkenen
Fraktionen als andere Endfraktionen abgezogen werden.
4. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3 mit wenigstens
einem, ein Überlaufwehr aufweisenden, mit einer verschließbaren Bodenöffnung versehenen Gefäß,
dessen Mantel in mindestens einem Niveau Austrittsöffnungen zur Entnahme von in abgesunkenem
Gut abgesetzter Restfmssigkeit aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Gefäß sowohl in Nähe
der verschließbaren Bodenöffnung als auch in mindestens einem höheren Querschnitt mit einem sich
über dessen gesamten Umfang erstreckenden, auf-
steigend verlaufenden und zu einem Überlauf (16 bzw. 17) führenden Entnahmespalt (15 bzw. 4)
versehen ist, der in einen das Gefäß umgebenden ringförmigen und mit Auslässen versehenen Sammelkanal
(19 bzw. 18) einmündet.
5. Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsöffnung wenigstens eines Entnahmespaltes (4) mit dem Gefäß inneren
durch Lochbleche (26) od. dgl. abgedeckt ist.
6. Anlage nach Anspruch 4 oder 5, dadurch ge- ίο
kennzeichnet, daß an wenigstens einen Sammelkanal (18, 19) eine ein eingeschaltetes Drosselorgan
(24, 25) enthaltende Abflußleitung (22, 23) angeschlossen ist.
7. Anlage nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die oberhalb des zu-
gehörigen Überlaufes (16, 17) liegenden Räume von Sammelkanälen (18, 19) mit gegebenenfalls
absperrbaren Verbindungsleitungen (34) verbunden ist.
8. Anlage nach einem der Ansprüche 4 bis 7, gekennzeichnet durch wenigstens zwei Gefäße (A, B)
mit je einem Überlauf und einer verschließbaren Bodenöffnung, welche durch Verbinden des Überlaufes
(37', 37") je eines Gefäßes (A bzw. B) mit dem Einlauf des folgenden Gefäßes (B bzw. C) zusammengeschaltet
sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 53 328;
belgische Patentschrift Nr. 497047;
USA.-Patentschriften Nr. 2 564963, 1118 614.
Deutsche Patentschrift Nr. 53 328;
belgische Patentschrift Nr. 497047;
USA.-Patentschriften Nr. 2 564963, 1118 614.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT1087091X | 1955-12-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1087091B true DE1087091B (de) | 1960-08-18 |
Family
ID=3685239
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC13853A Pending DE1087091B (de) | 1955-12-30 | 1956-10-23 | Verfahren und Anlage zum Scheiden koernigen Gutes in zwei Endfraktionen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1087091B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN103861332A (zh) * | 2014-01-01 | 2014-06-18 | 张洪平 | 连环锥形沉降器 |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE497047A (de) * | ||||
| DE53328C (de) * | H. KÜHNEMANN in Heinrichswerk bei Friedrichshütte, O. Schi | Aufbereitungsvorrichtung für erzhaltige Schlämme | ||
| US1118614A (en) * | 1914-05-27 | 1914-11-24 | Allen Charles R | Slime-separator. |
| US2564963A (en) * | 1947-06-16 | 1951-08-21 | Drigenko Constantine | Sand cone |
-
1956
- 1956-10-23 DE DEC13853A patent/DE1087091B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| BE497047A (de) * | ||||
| DE53328C (de) * | H. KÜHNEMANN in Heinrichswerk bei Friedrichshütte, O. Schi | Aufbereitungsvorrichtung für erzhaltige Schlämme | ||
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