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DE2042353A1 - Vorrichtung zum Filtrieren von Flüssigkeiten - Google Patents

Vorrichtung zum Filtrieren von Flüssigkeiten

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DE2042353A1
DE2042353A1 DE19702042353 DE2042353A DE2042353A1 DE 2042353 A1 DE2042353 A1 DE 2042353A1 DE 19702042353 DE19702042353 DE 19702042353 DE 2042353 A DE2042353 A DE 2042353A DE 2042353 A1 DE2042353 A1 DE 2042353A1
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DE
Germany
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filter
cavity
filter material
liquid
filter bed
Prior art date
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Application number
DE19702042353
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English (en)
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DE2042353B2 (de
DE2042353C3 (de
Inventor
Heinz 6209 Michelbach. P Prengemann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Aqseptence Group GmbH
Original Assignee
Passavant Werke 6209 Michelbacher Huette
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Publication date
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Priority to CH1235771A priority patent/CH536652A/de
Priority to NL7111636A priority patent/NL7111636A/xx
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Publication of DE2042353B2 publication Critical patent/DE2042353B2/de
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J47/00Ion-exchange processes in general; Apparatus therefor
    • B01J47/10Ion-exchange processes in general; Apparatus therefor with moving ion-exchange material; with ion-exchange material in suspension or in fluidised-bed form
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D24/00Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof
    • B01D24/28Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof with the filter bed moving during the filtration
    • B01D24/30Translation
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D24/00Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof
    • B01D24/46Regenerating the filtering material in the filter
    • B01D24/4668Regenerating the filtering material in the filter by moving the filtering element
    • B01D24/4689Displacement of the filtering material to a compartment of the filtering device for regeneration
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D37/00Processes of filtration
    • B01D37/03Processes of filtration using flocculating agents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Filtration Of Liquid (AREA)
  • Devices And Processes Conducted In The Presence Of Fluids And Solid Particles (AREA)
  • Filtering Materials (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE 20A2353
DR.-ING. RICHARD GLAWE · DIPL-ING. KLAUS DELFS · DIPL-PHYS. DR. WALTER MOLL
MÖNCHEN HAMBURG MÜNCHEN
NEUE POSTANSCHRIFT
8 MÜNCHEN 26 POSTFACH 37
NEW POSTAL ADDRESS
8000 München 22 · Liebherrstraße 20 ■ Tel. (0811) 22 65 2000 Hamburg 52 · Walzstraße 12 ■ Tel. (0411) 89 22
L _l
IHRZEICHEN IHRENACHRICHTVOM UNSERZEICHEN MÖNCHEN
A 15
BETRIFFT:
PASSAVANT-WEREE Michelbacher Hütte
Vorrichtung zum Filtrieren von Flüssigkeiten
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Filtrieren von Flüssigkeiten, mit einem Filterbett aus rieselfähiger, körniger Filtermasse, das entgegen der es von unten nach oben durchströmenden Flüssigkeit durch die Vorrichtung wandert, sowie mit Einrichtungen zur standigen oder periodischen Entnahme von Filtermasse auf der Anströmseite und zum entsprechenden Nachliefern von Filtermasse auf der anderen Seite des Filterbettes.
Bei Filterbetten aus körniger Filtermasse, die ent-
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weder eine rein mechanische PiLterwirkung ausüben kann (z.B. Sand, Kies, Schlacke) oder durch sorptive Vorgänge an der Oberfläche auch gelöste Verunreinigungen binden kann (insbesondere z.B. Aktivkohle, Silikagel oder dgl.) setzt sich die vorderste, vom anströmenden Wasser zuerst durchströmte Schicht am schnellsten mit Schrautzstol'fen zu und ist deshalb lange vor dem Rest des Pilterbettes regenerationsbedürftig. Es ist deshalb bereits eine l'iltriervorrichtung der vorstehend genannten Art vorgeschlagen worden, bei der das Filterbett auf einer mit Kratzern oder dgl. versehenen Stützfläche aufsitzt, durch welche von unten her die Flüssigkeit einströmt, so daß die unterste, mit Schmutz beladene Schicht der Filtermasse ständig oder periodisch abgeschält werden kann. Entsprechend v/ird an der Oberseite des Pilterbettes frische oder vorzugsweise bereits benutzte, regenerierte Filtermasse nachgeliefert.
Die Durchsatzleistung derartiger Piltervorrichtungen bestimmt sich im wesentlichen nach dem wirksamen Querschnitt des Filterbettes. Durchsatzsteigerungen sind deshalb normalerweise nur durch Vergrößern der Dimensionen der Vorrichtung möglich. Der Erfindung liegt jedoch die Aufgabe zugrunde, auf engstem Raum eine Filtriervorrichtung mit möglichst großer Durchsatzloistung bei möglichst hohem Abscheidegrad zu schaffen. Die Erfindung geht dabei
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aus von der Erkenntnis, daß es für den Durchsatz in erster Linie auf den wirksamen Querschnitt und auf die Verschmutzungsanfälligkeit der anströmseitigen vordersten Schicht des Filterbettes ankommt. Die Erfindung zielt deshalb darauf ab, für einen möglichst großen wirksamen Querschnitt und andererseits für eine möglichst langsame Verschmutzung dieser vordersten Filterschicht zu sorgen.
Gemäß der Erfindung ist innerhalb des Filterbettes ein nach unten offener, von Filtermasse freier Hohlraum ausgebildet, in den die Zuleitung der zu reinigenden Flüssigkeit mündet und an dessen Wandung die Flüssigkeit in das Filterbett eintritt und die Entnahme der Filtermasse erfolgt.
Die Wandung dee Hohlraumes bietet der Flüssigkeit eine größere Anströmfläche, als es die Grundfläche des mit Filtermasse gefüllten Hohlraumes wäre. Man kann deshalb die Durchsatzleistung bei gleichbleibenden Dimensionen der Vorrichtung steigern, ohne daß sich die Strömungsgeschwindigkeit in der Anströmschicht und deren Schrautzbelastung pro Flächeneinheit in unerwünschter Weise erhöht. Außerdem aber wirkt der Hohlraum gleichzeitig als Absetzkammer, In der in der Flüssigkeit enthaltene Feststoffteilchen schon durch Schwerkraft sich absetzen können, so daß sie nicht zur Verschmutzung der vordersten Anström-
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schicht des Filterbettes beitragen. Diese Absetzwirkung wird ohne zusätzlichem Platzaufwand und insbesondere ohne einen gesonderten, vorgeschalteten Absetzbehälter erzielt.
Der Hohlraum ist vorzugsweise im ganzen kegelförmig gestaltet. Beispielsweise kann statt der ebenen Kratzscheibe bei der vorgeschlagenen Vorrichtung eine kegelförmige Kratzglocke Verwendung finden und die Wandung des Hohlraums bilden.
Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn der Hohlraum gebildet ist durch in lotrechten Abständen angeordnete Stützböden und zwischen den Stützböden befindliche freie Abböschungen der Filtermasse. Hierdurch wird einerseits der Vorteil erzielt, daß 4»e- die verunreinigte Filtermasse an den Abböschungen frei von dem Druck der darüber befindlichen Materialsäule für die Entnahme zur Verfügung steht. Vor allem aber wird durch diese Ausbildung des Hohlraumes die Anströmfläche vervielfacht und zwar bereits dann, wenn die Flüssigkeit nur in die freien Böschungsflächen der Filtermasse einströmt, erst recht aber, wenn gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die Stützböden perforiert sind und die Flüssigkeit somit zusätzlich auch durch die Stützböden hindurch in die Filtermasse einströmen kann. Die Stützböden können als konzentrisch übereinander angeordnete Ringflächen mit nach
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oben hin abnehmendem Innen- und Außendurchmesser ausgebildet sein, wodurch man eine im ganzen kegelförmige Gestalt des Hohlraumes erhält. Die Stützböden sind vorteilhafterweise mittels radialer Rippen aufeinander abgestützt und/oder am Gehäuse des Filterbettes gehalten. Vorzugsweise sind die Stützböden außen mit einem nach oben überstehenden Bordrand versehen. Hierdurch wird einerseits eine gleichmäßige Zuleitung der nachrieselnden Filtermasse zu den einzelnen Stützböden bewirkt, andererseits wird die aus dem Hohlraum zunächst radial nach außen strömende Flüssigkeit durch den Bordrand nach oben umgelenkt und gleichzeitig beschleunigt. Hierdurch tritt eine gewisse Verwirbelung und Vergleichmäßigung der Filtermasse ein, so daß sich keine Kanäle bilden, durch die die Flüssigkeit ungereinigt hindurchströmt.
Die Einrichtung zur Entnahme der verschmutzten vordersten Schicht des Filterbettes besteht vorzugsweise aus j Räumerarmen, die über den Stützböden bewegbar sind und von diesen die jeweils unterste Schicht der Filtermasse abräumen. Bei konzentrischer ringförmiger Ausbildung der Stützböden können die Räumarme an einer zentralen Antriebswelle befestigt sein und von innen zwischen die Stützböden greifen.
Die oben erwähnte Absetzwirkung in dem Hohlraum wird
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teilweise schon dadurch erreicht, daß die zu reinigende Flüssigkeit nach Austritt aus dem Zuleitungsrohr in den Hohlraum sich verlangsamt und beruhigt und mit geringer Strömungsgeschwindigkeit in das Filterbett einströmt, so daß gröbere Feststoffteilchen sich vorher absetzen können. Zur Verstärkung des Effektes mündet die Zuleitung der Flüssigkeit vorzugsweise im oberen Bereich des Hohlraumes, so daß die Flüssigkeit in dem Hohlraum zunächst abwärts strömt und erst nach allmählicher Umlenkung zu den Wandungen des Hohlraums in die Filtermasse einströmt. Diese Abwärtsströmung unterstützt den Sedimentationseffekt. Zur Verbesserung des Effektes können in dem Hohlraum auch Strömungsleitkörper zur Vergleichmäßigung und Beruhigung der Flüssigkeitsströmung vorgesehen sein. Insbesondere kann die in dem Hohlraum angeordnete Antriebswelle für die Räuraarme als ein sich nach unten erweiternder Kegel ausgebildet sein, wobei der Zulauf der Flüssigkeit zentral von oben über dem Kegel mündet. Hierdurch wird die Flüssigkeit besonders turbulenzfrei zunächst abwärts und dann radial nach außen an die Wandungen des Hohlraums geleitet.
Vorzugsweise ist der Hohlraum unten durch einen Absetzboden abgeschlossen, der eine Austragsöffnung für die abgesetzten Feststoffe und die von den Wandungen des Hohlraums entnommene Filtermasse enthält. Ein Räumschaber kann diese Feststoffe zur Austragsöffnung befördern. Er ist vor-
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zugsweise unabhängig von den Räumarmen antreibbar und wird vorzugsweise nur intermittierend in Betrieb gesetzt, damit der Absetzvorgang nicht unnötig gestört wird.
Das aus der Austragsöffnung abgezogene Gemisch aus abgesetzten Peststoffen und verschmutzter Filtermasse muß weiter verarbeitet werden. Die Verarbeitung kann aus einer Regenerierung und Reinigung der Filtermasse bestehen oder auch aus einer geeigneten Aufbereitung für eine anschlies- ά sende Verbrennung, Verschwelung, Ausfaulung, Kompostierung oder dgl. TJm die Peststoffe der Weiterverarbeitung möglichst wasserfrei zuzuführen, ist vorzugsweise an die Austragsöffnung eine Fördervorrichtung mit Einrichtungen zum teilweisen Entwässern der geförderten Feststoffe angeschlossen. Vorzugsweise ist die Fördervorrichtung eine Schnecke mit perforiertem Trog.
Da die erfindungsgemäße Filtriervorrichtung im Gegensatz zu bekannten vergleichbaren Vorrichtungen auch einen Reinigungseffekt durch Sedimentation besitzt, ist es vorteilhaft, eine Einrichtung zur Zugabe von Flockungsmitteln oder dgl. zur Flüssigkeit unmittelbar vor ihrem Eintritt in das Filterbett vorzusehen. Durch die Flockungsmittel· wird bewirkt, daß auch gelöste Verunreinigungen sich in Form von Flocken vor Eintritt der Flüssigkeit in das Filterbett absetzen und dessen Adsorptionsvermögen nicht zusätzlich belasten.
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Für den Abzug des gereinigten Filtrates sind vorzugsweise an der Oberfläche oder im oberen Bereich des Filterbettes mündende, etwa horizontale Ablaufrohre vorgesehen, deren Zulauföffnungen durch nach unten offene Hauben abgedeckt und dadurch gegen das Eintreten von Teilchen der Filtermasse geschützt sind.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird vorzugsweise so betrieben, daß die zu reinigende Flüssigkeit in pulsierendem Strom zugeführt wird. Hierdurch wird das gesarate Filterbett periodisch aufgewirbelt und aufgelockert, so daß einerseits ein gleichmäßiges Absinken gewährleistet ist und andererseits die Bildung von Strömungskanälen vermieden wird.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen lotrechten Schnitt durch die Vorrichtung.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt gemäß der Linie A-B von Fig. 1.
In einem Gehäuse 1 befindet sich das Filterbett 2 aus körnigem, rieselfähigem Filtermaterial von möglichst ein-
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heitlicher Korngröße. Als Filtermasse kommt z.B. JKies oder Sand oder ein Material mit oberflächenaktiven Eigenschaften wie Aktivkohle, Schwelkoks oder dgl. in Präge. Das Filterbett 2 wird getragen von mehreren ringförmigen Stützböden 3, 4, 5, 6, die in lotrechten Abständen übereinander angeordnet sind und von unten nach oben einen abnehmenden Innen- und Außendurchraesser haben. Zwischen den einzelnen Stützböden bzw. zwischen dem obersten Stütz- Λ boden 6 und einer darüber befindlichen kegelförmigen Haube 7 bildet die Filtermasse z.B. bei 8 freie Abböschungen. Die Stützböden 4, 5, 6 sind außen mit Bordrändern 9 versehen, die für eine gleichmäßige Verteilung der Filtermasse auf die einzelnen Stützböden sorgen. Während der unterste Stützboden 3 unmittelbar an dem Gefäß 1 befestigt ist, können die darüber befindlichen Stützboden 4, 5, 6 mittels radialer Rippen an dem Gefäß 1 befestigt und/oder an den Bordrändern 9 der darunter befindlichen Stützboden abgestützt sein. ■ f
Die Stützböden 3, 4, 5, 6, die Materialböschungen 8 und die kegelförmige Haube 7 begrenzen einen etwa kegelförmigen Hohlraum, der nicht mit Filtermasse gefüllt ist. In den Hohlraum hinein erstreckt sich eine kegelförmig ausgebildete Antriebswelle 10, die durch einen Motor 11 antreibbar ist und radiale, gekrümmte Räumarme 12 trägt, die zwischen die einzelnen Stützboden greifen und die auf
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den Stützböden befindliche, verschmutzte Filtermasse nach innen abräumen, so daß sie vom Innenrand des jeweiligen Stützbodens nach unten fällt. Die Räumartne 12 können kontinuierlich oder nach Bedarf periodisch bewegt werden. Entsprechend dem Abräumen von den Stiitzböden rieselt die Filtermasse nach. Durch eine obere Öffnung 13 wird (mittels nicht dargestellten Zuführeinrichtungen) das Filterbett 2 laufend ergänzt, wie es durch die Pfeile 14 angedeutet ist. Es kann sich hierbei um frische Filtermasse und/oder um bereits benutzte und anschließend gereinigte bzw. regenerierte Filtermasse handeln.
Das Filterbett 2 wandert auf diese Weise ständig langsam nach unten durch das Gefäß 1. Im Gegenstrom hierzu wird es von der zu reinigenden Flüssigkeit von unten nach oben durchströmt. Diese Flüssigkeit wird durch das Rohr 15 von oben her in das Innere der kegelförmigen Haube 7 und damit in das obere Ende des von der Haube 7, den Stützböden und den Abböschungen der Filtermasse gebildeten Hohlraumes eingeführt. Die Ausströmrichtung ist senkrecht nach unten auf die kegelförmige Antriebswelle 10 zu, die aufgrund ihrer Kegelform den Flüssigkeitsstrom radial nach außen zu den einzelnen, von den Stützböden getragenen Materialböschungen vornimmt. Die von der Flüssigkeit mitgeführten absetzbaren schweren Stoffteilchen sinken durch ihre Schwerkraft und durch ihre bei der Einströmung vorhandene Bewegungs-
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energie nach unten ab. Die an den Böschungen 8 in das Filterbett 2 einströmende .Flüssigkeit ist von den absetzbaren Teilchen befreit, die somit nicht zur Terschmutzung des Filterbettes beitragen. Die Flüssigkeit strömt dann durch das Filterbett nach oben und wird mittels der Ablaufrohre 16, deren Einlauföffnungen durch nach unten offene Hauben 17 gegen das Eindringen von Filtermasse ge- * schützt sind, abgezogen. Die Zuförderung und/oder der Abzug der Flüssigkeit können auf hydrostatischem Wege oder uurch (nicht dargestellte) Pumpen aufrecht erhalten werden.
Die nach unten sinkenden Feststoffteilchen der Flüssigkeit sowie die von den Räuraarmen 12 von den Stützböden abgeräumte Filtermasse sammeln sich auf einem horizontalen Absetsboden 18, der das Gefäß 1 unten abschließt. Von diesem Absetzboden können sie mittels eines Ausräumschabers 19 in einen Austragstrichter 20 geräumt v/erden. Der Ausräumschaber 19 ist an einer gesonderten Antriebswelle J 21 befestigt, die mittels eines Motors 22 über ein Kegelradgetriebe 23 unabhängig von den Räumarmen 12 angetrieben werden kann. Die äußere Form der Antriebswelle 21 bildet einen die Kegelform der Welle 10 fortsetzenden Kegelstumpf, Der Ausräuaschaber 19 wird nur intermittierend und in wesentlich größeren Zeitabständen als die Räumarme 12 bewegt, um den Absetzvorgang nicht unnötig zu stören.
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Aus dem Austragstrichter 20 gelangen die Feststoffe über ein Verbindungsrohr 24 in einen lotrechten Schneckenförderer 25, der das Material bis auf eine bestimmte Höhe hebt, die oberhalb des Wasserspiegels im Filter liegt. Oberhalb dieses Wasserspiegels ist das die Schnecke 25 umgebende Rohr, wie bei 27 angedeutet, sowie gegebenenfalls auch die Schnecke perforiert, so daß das Wasser nach außen ablaufen kann und eine Teilentwässerung des Materials stattfindet. Die Schnecke ist beispielsweise mittels eines Motors 28 über eine Riementransmission angetrieben. Das bei 30 austretende, weitgehend entwässerte Material, das aus Filtermasse und Schtnutzstoffen zusammengesetzt ist, kann dann einer Weiterverarbeitung zugeführt werden, wie z.B. Mischen mit anderen Abfallstoffen und Pressen zu Formungen für die Verbrennung oder Verschwelung. Auch Ausfaulung und Kompostierung sind möglich.
Mittels einer nicht dargestellten Zugabe- und Dosiervorrichtung, die vorzugsweise in dem Rohr 15 oder in der Haube 7 mündet, können der einlaufenden Flüssigkeit Flokkungsmittel zugesetzt werden, um auch gelöste bzw. emulgierte Verunreinigungen zum Koagulieren zu bringen und in absetzbare Flocken umzuwandeln.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung vereinigt auf klein-
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stem Raum mehrere Reinigungsfunktione^für die bisher getrennte Vorrichtungen erforderlich waren. Die Verunreinigungen werden zunächst sediraentiert, bei Zusatz von Flokkungstnitteln auch koaguliert, dann filtriert und adsorbiert. Von besonderem Vorteil ist hierbei die Verlangsaraung und Beruhigung der Flüssigkeitsströmung beim Austritt aus dem Rohr 15 und vor dem Einströmen in das Filterbett Andererseits kann durch pulsierende Flüssigkeitszuführung stets für eine ausreichende Lockerung und Aufwirbelung des f 3?ilterbettes 2 gesorgt werden. Die auf den Stützböden 3, 4, 5, 6 in freier Böschung aufliegende Filtermasse ist von dem Druck des darüber befindlichen Filterbettes weitgehend befreit und kann deshalb von den Räumarmen 12 leicht abgeräumt werden. Dabei wird es mit der ihm entgegenströmenden Flüssigkeit innig durchmischt, so daß an der Filtermasse anhaftende Schmutzteilchen teilweise wieder abgewaschen werden. Dies kommt einer anschließenden Regenerierung der Filtermasse zugute. g
Die Erfindung ist nicht auf Einzelheiten der dargestellten Ausführungsform beschränkt. So kann z.B. die Anzahl der Stützböden verändert werden, und es ist auch nicht unbedingt erforderlich, daß die Stützböden einen nach oben hin abnehmenden Durchmesser haben. Die Stützböden können perforiert sein, um das Einströmen der Flüssigkeit nicht
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nur durch die freien Böschungen 8, sondern auch durch die Stützböden hindurch in das Filterbett zu ermöglichen. Selbstverständlich muß die Lochgröße der Perforation kleiner sein als die Korngröße der Filtermasse. Auch für die Zuleitung der Flüssigkeit in den Hohlraum des Filterbettes sowie für die Abförderung und Entwässerung der Feststoffe können andere, dem Fachmann bekannte Einrichtungen verwendet werden.
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Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1. Vorrichtung zum Filtrieren von Flüssigkeiten, mit einem Filterbett aus körniger Filtermasse, das entgegen der es von unten nach oben durchströmenden Flüs- g sigkeit durch die Vorrichtung wandert, sowie mit Einrichtungen zur ständigen oder periodischen Entnahme von Filtermasse auf der Anströmseite und zum entsprechenden Nachliefern von Filtermasse auf der anderen Seite des Filterbettes, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Filterbettes (2) ein nach unten offener, von Filtermasse freier Hohlraum ausgebildet ist, in den die Zuleitung (15) der zu reinigenden Flüssigkeit mündet und an dessen Wandung die Flüssigkeit in das Filterbett einströmt und die Entnahme der Filtermasse erfolgt. f
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum etwa kegelförmig mit einer dem Querschnitt des Filterbettes entsprechenden Basis ausgebildet ist.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum durch in
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    lotrechten Abständen angeordnete Stützböden (3> 4, 5» 6) gebildet ist, zv/ischen denen die Filtermasse freie Abböschungen (8) bildet.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützböden (3,4,5,6) perforiert sind.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützböden (3,4, 5,6) als konzentrisch übereinander angeordnete Ringflächen mit nach oben abnehmendem Innen- und Außendurchmesser ausgebildet sind.
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützböden (4,5,6) mittels radialer Stege an der Wand (1) des Filterbettes gehalten und/oder aufeinander abgestützt sind.
    7. Vorrichtung anach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützböden (4,5,6) außen mit einem nach oben und/oder unten überstehenden Bordrand (9) versehen sind.
    8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zur Entnahme der Filtermasse aus über
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    den Stützboden (3,4,5,6) bewegbaren Raumarmen (12) bestehen.
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis ei, dadurch gelcennze ichnet, daß der Einlauf der.Flüssigkeit am oberen Ende des Hohlraumes erfolgt.
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
    dadurch gekennze ichnet, daß in dem Hohl- ä raum Strömungsieitkörper zur Vergleichmäßigung und Beruhigung der Strömung vorgesehen sind.
    11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem Hohlraum angeordnete Antriebswelle (10) für die Räumarme (12) als ein sich nach unten erweiternder Kegel ausgebildet ist, wobei der Zulauf (15) der Flüssigkeit zentral von oben über dem Kegel mündet.
    12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum unten durch einen Absetzboden (18) abgeschlossen ist, der eine Austragsöffnung (20) für die abgesetzten Feststoffe und die von den Wandungen des Hohlraums entnommene Filtermasse enthält.
    13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch g e -
    - 17 2098U/0A50
    204235
    kennzeichnet, daß über dern Absetzboden (1ti) ein unabhängig von den Räuraarmen (12) antreibbarer Räuraschaber (19) angeordnet ist.
    14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennze ichnet, daß an die Auslassöffnung (20) eine Fördervorrichtung (25, 26) mit Einrichtungen zum teilweisen Entwässern der geförderten Peststoffe angeschlossen ist.
    15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (25, 26) eine Schnecke mit perforiertem Trog ist.
    16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Zugabe von Flockungsmittel oder dgl. unmittelbar vor ihrem Eintritt in das filterbett (2).
    17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß für den Abzug des gereinigten Filtrates an der Oberfläche oder im oberen Bereich des Filterbettes mündende, etwa horizontale Ablaufrohre (16) vorgesehen sind, deren Eintrittsöffnungen durch nach unten offene Hauben (17) abgedeckt sind.
    - 10 -
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    ORIGINAL INSPEOTSD
    1o. Verfahren zum Betrieb einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17» dadurch g e k e η η - ζ e ich net, dai3 die zu reinigende Flüssigkeit in pulsierenden Strom zugeführt wird.
    - 19 -2098U/04SO
    Leerseite
DE2042353A 1970-08-26 1970-08-26 Vorrichtung zum Filtrieren von Flüssigkeiten Expired DE2042353C3 (de)

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