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DE700832C - Einrichtung zum Reinigen von faserhaltigem Abwasser - Google Patents

Einrichtung zum Reinigen von faserhaltigem Abwasser

Info

Publication number
DE700832C
DE700832C DE1939SC118979 DESC118979D DE700832C DE 700832 C DE700832 C DE 700832C DE 1939SC118979 DE1939SC118979 DE 1939SC118979 DE SC118979 D DESC118979 D DE SC118979D DE 700832 C DE700832 C DE 700832C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
filter
chamber
chambers
water
container
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1939SC118979
Other languages
English (en)
Inventor
Willy Schulz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Willy P M Schulz & Co
Original Assignee
Willy P M Schulz & Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Willy P M Schulz & Co filed Critical Willy P M Schulz & Co
Priority to DE1939SC118979 priority Critical patent/DE700832C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE700832C publication Critical patent/DE700832C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F1/00Wet end of machines for making continuous webs of paper
    • D21F1/66Pulp catching, de-watering, or recovering; Re-use of pulp-water

Landscapes

  • Filtration Of Liquid (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Reinigen von faserhaltigem Abwasser Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Reinigen von faserhaltigem Abwasser und gleichzeitigen Rückgewinnen der im Ab- wasser befindlichen Faser- und Füllstoffe, insbesondere in der Papier-, Zellstoff-, Holzstoff-und Pappenindustrie, wobei als Filtermasse der bei der Herstellung von Papier, Pappe usw. zur Verarbeitung kommende Rohstoff, z. B. Holzstoff, Zellstoff o. dgl. Verwendung findet. In der Papierfabrikation sind bereits Stoffänger zum Wiedergewinnen des in den Abwässern enthaltenen kurzfaserigen Stoffes bekannt. Es sind dies Zylinderstoffänger, denen relativ langfaseriger Zellstoff oder Holzstoff ununterbrochen in der Weise zugeführt wird, daß dieser langfaserige Stoff auf dem in dauernder Umdrehung befindlichen Zylinder sich ansetzen kann, bevor der kurzfaserige Stoff durch die so gebildete Filterschicht fiftriert wird. Der Zylinder des Stofffängers ist mit einem Siebtuchmantel versehen, an dem sich der Abwasserstoff ansetzt und durch den hindurch das Abwasser sich filternd in das Innere des Zylinders gelangt und abgeleitet wird, während der am Siebtuch haftengebliebene Stoff an höchster Stelle des Zy- linders dauernd vom Siebtuch durch eine Walze, einen Schaber o. dgl. abgenommen und zur Wiederverwendung abgeführt wird. Mit diesem Zylinderstoffänger ist es jedoch nicht möglich, das Abwasser so zu reinigen, daß klares Reinwasser gewonnen wird, außer dem werden nicht alle Füllstoffe und Rückstände des Abwassers zurückgewonnen, da nur eine relativ dünne Filterschicht auf dem Zylinder während dessen Umlatifes gebildet wird, deren Dichte außerdem unbestimmt ist, da die Bildung der Schicht selbstätig vor sich geht. Abgesehen von den Verlusten, die dadurch entstehen, daß Füllstoffe und Rückstände, die sich noch im Abwasser befinden, in den Vorfluter bzw. den Fluß gehen, ist das geklärte Abwasser, sofern es nicht in den Fluß geleitet wird, nur begrenzt wiederverwendungsfähig im Betrieb. Aber auch die Ableitung des noch einen bestimmten Teil Rückstände enthaltenden Abwassers in den Fluß ist schädlich. Auch ist eine Vorrichtung zum '.#,bscheiclen und Wiedergewinnen von Fasern aus faserlialtigein Wasser in der Papier- usw. Industrie bekannt, bestehend aus einem Raum, welcher mit Hilfe von Siebzellen in Abteile unterteilt ist, wobei die Siebflächen in Form von Siebkästen in das zu reinigende Wasser eingesetzt und periodisch von der auf ihnen sich bildenden Faserschicht durch Spritzrohre befreit werden. Auch diese Filtervorrichtung bietet keine Gewähr für eine restlose Rückgewinnung sämtlicher im Abwasser befindlicher Rückstände und einer solchen Reinigung des Abwassers, daß reines und klares Wasser gewonnen wird.
  • Es sind ferner Filteranlagen für Flußwasser bzw. Quellwasser bekannt. die aus einer Anzahl von hintereinander angeordneten Filtern, gebildet aus zwei durchlässigen Wänden mit zwischen ihnen liegender Filtermasse, bestehen, die nacheinander von dein zu reinigenden Wasser durchströmt werden. Die Filter dieser Anlagen sind kastenförinig ausgebildet, wobei die in ihnen lagernde Filtermasse durch Gewichte belastet ist. Für das Einsetzen und Herausheben der Filterkästen sind besondere kranähnliche Hebevorrichtungen vorgesehen. Als Filterinasse wird bei diesen Filtern Kies verwendet. Diese Filteranlagen sind für die Reinigung des Abwassers und Wiedergewinnung der im Abwasser befindlichen Rückstände - in der Papier- usw. Fabrikation nicht geeignet, auch ist das Auswechseln der Filterinasse in den Filterkästen umständlich und zeitraubend, - nz abgesehen . ga davon, daß die zurück-gewonnenen Rückstände nicht unmittelbar dem Betrieb wieder zugeführt werden können, sondern die Filtermasse erst ausgewaschen werden muß, uni dann die zurückgewonnenen Teile dem Betrieb zuführen zu Können.
  • Schließlich bat man auch Zellstoff oder Holzschliff als Filterschicht zwischen durchlässigen Wänden angeordnet und diese Filter zum Reinigen des bei der Papierherstellung zu verwendenden Rohwassers benutzt. Die Filter wurden jedoch nicht hintereinander in einem Behälter eingesetzt, und es waren auch keine besonderen Einrichtungen zum Entleeren der Filterinasse vorhanden.
  • Die vorliegende Erfindung stellt sich dem-,gegenüber die Aufgabe, das Abwasser der Papier-, Zellstoff-" Holzstoff- und Pappenfabrikation so zu reinigen, daß klares, reines Wasser entsteht und somit die im Abwasser befindlichen Rückstände restlos zurückgewonnen und dem Betrieb zur Wiederverwendung wieder zugeführt werden, wobei das Auswechseln der Filterinasse in einfachster Weise erfolgt und die Filtermasse mit den zurückgewonnenen Rückständen als einheitliche Bestandteile ohne Zwischenbehandlungen dem Betrieb wiederzugeführt werden.
  • Die Einrichtung nach der Erfindung ist auf den Zeichnungen beispielsweise dargestellt, und zwar zeigen Abb. i einen Querschnitt einer Kläreinrichtung, wobei die Abwasserfiltriereinrichtung unmittelbar an einen Klärbehälter angeschlossen ist, Abb.:2 eine Draufsicht zu Abb. i, Abb. 3 einen Querschnitt durch eine Kläreinrichtung, wobei die Filtriereinrichtung in einer bestimmten Entfernung von dem Klärbehälter vorgesehen ist, Abb. 4 eine Draufsicht zu Abb. 3; Abb. 5, 6 und 7 zeigen Ausführungsbeispiele der Filtriereinrichtung im Querschnitt für kleinere Betriebe, wo ein besonderer Klärbehälter nicht vorgeschaltet ist; Abb. 8 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Filtriereinrichtung in größerem Maßstabe im Querschnitt, Abb. 9 eine Draufsicht zu Abb. 8, Abb. io den Querschnitt durch eine Filterkammer der Filtriereinrichtung, , Abb. ii einen Längsschnitt in Richtung der Linie A-B der Abb. 12, Abb. 12 einen Querschnitt in Richtung der Linie C-D der Abb. 11, Abb. 13 ein Ausführungsbeispiel des Verschlusses der Filterkammern in Vorderansicht.
  • Die Filtriereinrichtung besteht aus einem Behälter i, der einerseits, z. B. oben, einen Zulauf 2 für das aus dem Betrieb bzw. der Kläranlage kommende Abwasser und anderseits unten einen Ablauf 3 für das gereinigte Wasser hat, das entweder in den Vorfluter bzw. den Fluß oder zurück nach dem Betrieb zur Wiederverwendung geleitet werden kann. Innerhalb des Behälters i sind (vgl. Abb. 8) mehrere Kammern 4 vorgesehen, die in Str5-mungsrichtung des Abwassers hintereinander liegen. Die Kammern sind gebildet aus fest eingebauten oder einsetzbaren Wänderf 5, die auf dem größten Teil ihrer Flächenausdehnung (etwa 2/3 ihrer Höhe von unten) mit kleinen Durchtrittsöffnungen (Löchern oder Schlitzen) versehen sind. Diese Kammern sind gewissermaßen die Filtergehäuse; sie sind oben offen und trichterförrnig erweitert. Die trichterförmigen Erweiterungen ragen über die Oberkante des Behälters i heraus. Im oberen Teile der Kammerwände 5 sind die kleinen Abwasserdurchtrittsöffnungen nicht vorgesehen. Oberhalb dieser öffnungen sind in der vorderen Kammerwand 5 (vgl. Abb. io) eine größere Z, Schlitzöffnung 5a oder mehrere größere runde oder schlitzartige Öffnungen und noch weiter oben eine oder mehrere entsprechende Öffnungen 5 b für den Abwassereinlauf in die Kammer 4 vorgesehen, während in der hinteren Kammerwand 5 nur ein Wasserüberlauf 5# vorgesehen. ist. Innerhalb jeder Kammer 4 an tiefster Stelle ist ein verschiebbarer Filterkammerboden vorgesehen (vgl. insbesondere die Abb. io, ii und 12), bestehend aus einer muldenförmigen Auflage 6, die auf einem Fahrwerk 7 gelagert und mit einer Rückwand 8 fest verbunden ist. Die Auflage 6 ist so ausgebildet, daß sie die Filtermasse trägt und seitlich gegen die Kammerwände dicht anliegt.
  • Die Filtermasse, z. B. Holzstoff, wird von oben in die trichterförmigen Erweiterungen der Kammern 4 z. B. mittels eines verfahrbaren, über der Filtereinrichtung angeordneten Wagens, der einen Vorrat dieser Masse ent ' hält, eingebracht; die Filtermasse wird lose in die Kammern 4 eingeschüttet und baut sich auf der Auflage 6 innerhalb der Kammern 4 nach oben, eine Ouerschicht bildend, auf. Da sie in feuchtem Zustande eingeschüttet wird, entsteht in der Kammer 4 eine dichte Materialsäule. Der Querschnitt der Filterkammern ist relativ schwach und beträgt nur etwa 3 cm.
  • In Verbindung mit der am Falterboden 6 fest angeordneten Rückwand 8 sind Reinigungsmittel, wie seitlich wirkende Gummischaber io und ebenfalls seitlich wirkende Bürsten 9, vorgesehen, die beim Herausziehen des Filterkammerbodens 6 die beiderseitigen Kammerwände 5 von innen bestreichen. Bürsten 9 und Gummischaber io sind verstellbar und leicht auswechselbar vorgesehen.
  • Die Zwischenräume zwischen je zwei Filterkammern sowie zwischen der ersten und letzteren Filterkammer und der gegenüberliegenden Behälterwand bilden Zulauf- bzw. Ab- laufkammern ii bzw. 12 für das Abwasser. Jede.zwischen zwei Filterkammern liegende Kammer ist gleichzeitig Ablaufkammer für das vorhergehende und Zul'aufkammer für das folgende Filter. Diese Zwischenkammern haben an tiefster Stelle, d. h. unterhalb der Filterunterkante# könische Anschlüsse 13 mit Ableitungen 14, die in einen Auffangbehälter 15 münden. Dieser Auffangbehälter ist an der öffnungsseite der Filtereinrichtung vorgebaut.
  • Die einzelnen Filterkammern 4 sind an der Vorderseite des Behälters i mit einer lösbaren Verschlußplatte 16 ' verschlossen. Es kann auch ein Gesamtverschluß mit Gesamtverschlußplatte für alle Filterkammern vorgesehen werden, wie ein solcher beispielsweise in der Abb. 13 dargestellt ist. Dieser Verschluß ist gegen die Filterkammern bzw. die vordere Behälterwand gut abgedichtet. Auch kann die Verschlußplatte 16 in fester Verbindung mit dem oder allen Filterkammerböden 6 stehen, so daß mit der Verschlußplatte 16 der oder alle Böden 6 und damit die Filterschicht bzw. Schichten nach vorn herausgezogen werden können. An der Öffnungsstelle der einzelnen Filterkammern 4 sind herausnehmbare Querstäbe 17 vorgesehen, die'gewissermaßen wie ein Rost wirken. Nach Öffnen des bzw. der Verschlüsse der Filterkammern kann der Filterboden 6 mit 'seinem Fahrwerk 7 bzw. können alle Böden gemeinsam nach vorn herausgezogen werden, und zwar über den Auffangbehälter 15 hinweg. # Der Vorgang der Reinigung des Abwassers und die Rückgewinnung der im Abwasser enthaltenen Faser- und Füllstoffe ist wie folgt: Das Abwasser läuft der Filtriereinrichtung in der Leitung:2 zu und gelangt zunächst in die erste Zulaufkammer i i, tritt durch die in der Kammer 4 befindliche Filterschicht hindurch in die Ablaufkammer 12, die gleichzeitig Zulaufkammer für das nächste Filter ist, von hier durch die nächste Filterschicht usw. hindurch in die Reinwasserableitung 3. Dieser Durchlauf erfolgt so lange, bis die Vorderseite der ersten Filterschicht wassetundurchlässig geworden ist. Alsdann staut sich das Wasser in der ersten Zulaufkammer i i an und steigt empor, bis es schließlich den Wassereinlauf 5a der vorderen Kammerwand 5 erreicht. Es tritt nunmehr durch den Einlauf 5a in das Innere der Filterkammer 4 und dringt in die Filterschicht von oben ein. Durch den Wasserdruck der von der Filterwand 5 stehenden Wassersäule wird aber außerdem auch noch ein gewisser Durchtritt des Ab-wassers durch die Vorderwand der Filterschicht bis zu deren vollständiger Erschöpfung herbeigeführt. Ist nun auch das Innere der Filterschicht wasserundurchlässig geworden, so staut sich das Wasser auch in der Kammer 4 und läuft dann durch den in der hinteren Kammerwand 5 vorgesehenen Wasserüberlauf 5c (vgl. insbesondere die Abb. io) in die nächste Zwischenkammer 12. Das nunmehr in diese Kammer über die Öff- nungen 5 b, 5c einlaufende Abwasser durchdringt wieder zunächst die folgende Filterschicht in der Pfeilrichtung, bis auch die Vorderseite dieser Filterschicht - wasserundurchlässig geworden ist, alsdann staut sich das Abwasser wieder in der Zwischenkammer 12, bis es den Wassereinlauf 5a dieser zweiten Filterkammer erreicht hat. Es spielt sich also derselbe Vorgang ab wie in der ersten Filterkammer, und er wiederholt sich dann innerhalb der einzelnen Filterkammern nacheinander in der gleichen Weise. Die in den Zwischenkaminern ii und 12 absinkenden Rückstände werden in den konischen Anschlüssen 13 aufgefangen. In der vorletzten Zulaufkammer ist ein bei Filtern für Papierstoffabwasser bekannter Schwimmer iS in einer Führung vorgesehen, der durch das ansteigende Wasser gehoben wird. Durch das Heben dieses Schwimmers wird eine Klingel 1,9 in Tätigkeit gesetzt, die dem Bedienungsmann das Zeichen für die Erneuerung der Filtermasse der Filtereinrichtung gibt. NI-unmehr wird die Reinwasserableitung3 abgesperrt, das Wasser staut sich demzufolge in der vorletzten Zwischenkammer und schließlich in der letzten Zwischenkammer weiter an. Sollte -der Bedienungsmann in der Zeit vom Klingelzeichen an bis zur Anstauung des Wassers in der letzten Zwischenkammer die Abwasserzuleitung 2 noch nicht abgestellt oder umgeleitet haben, so tritt nunmehr das A#bwasser in einen Überlauf 2o, der das Ab- wasser in einen Nebenapparat (vgl. Abb. 2 und Abb..4) leitet. Als Sicherheit ist noch ein Überlauf 21 vorgesehen, durch den das Abwasser in den Betrieb wieder zurückgeleitet wird, sofern auch der Nebenapparat, der von der Leitung 2o beschickt worden ist, nicht mehr aufnahmefähig ist.
  • Der auf das Klingelzeichen eintreffende Bedienungsmann stellt, wie bereits erwähnt, zunächst die Zulaufleitung 2 ab oder auf einen ";ebenapparat um, alsdann öffnet er den oder die Verschlüsse 16 der Filterkammern 4 und zieht den oder die fahrbaren Filterkammerböden 6 mit der auf ihnen lagernden Filtermasse an einem Handgriff heraus, wobei durch die Querstäbe17 die Filterrnasse zerkleinert wird, die beim Herausziehen des Filterkammerbodens in den Auffangbehälter 15 fällt. Beim Herausziehen des Filterkaminerbodens werden aber gleichzeitig durch die Gummischaber io und die Bürsten 9 die Innenseiten der Kammerwände 5 gereinigt, d. h. von anhaftender Filterniasse befreit. Da aber beim Herausziehen der Filterkammerböden auch die in den Zwischenkammern 11, 12 be- findliche Wassermenge mit herausstÜrzt, werden auch die Durchtrittsöffnungen der Wände der Kammern 5 durchspült. Das Herausstürzen des Wassers bewirkt bzw. unterstützt aber auch noch die Entladung der Filtermasse. Filterniasse und Wasser gelangen, wie bereits erwähnt, in den Auffangbehälter 15, von wo aus das Gemisch durch eine AbleitUng:22 dem Betrieb zur neuen Verwendung wieder zugeführt wird. Bei dieser Entladung der Filtereinrichtung wird aber auch noch aus den konischen Anschlüssen 13 der Sinkstoff entladen, zu welchem Zwecke ein die Leitungen 14 absperrender Schieber 23 geöffnet wird, demzufolge sich die Räume 13 über die Leitungen 14 in den Aufnahmebehälter 15 entleeren. Ist die Durchspülung der Filterkammern bzw. die Entleerung der Filtereinrichtung beendet, so werden der oder die Filterkammerböden 6 wieder in die Filterkammerböden 4 eingeschoben und der oder die Verschlüsse dieser Kammern wieder angebracht. Alsdann wird der Schieber 23 wieder geschlossen. Hierauf wird neue Filtermasse von oben in die einzelnen Filterkammern 4 eingebracht. Ist dies durchgeführt, so wird die Reinwasserableitung 3 wieder geöffnet und die Abwasserzuleitung 2 für den Zulauf des Abwassers in die Filtereinrichtung wieder angeschlossen. Das erste Filtrat (bei Betriebsbeginn) wird zweckmäßigerweise nicht in die Reinwasserableitung 3 abgeleitet, sondern in den vor der Ableitung 3 befindliehen konischen Anschluß 13 geleitet, da das erste Filtrat nicht sauber ist.
  • Im vorstehenden ist eine Filtereinrichtung beschrieben, die mit beispielsweise sechs Filterkammern ausgerüstet ist. Es ist selbstverständlich, daß an Stelle von sechs Filterkammern auch weniger oder mehr Filterkammern in der Filtereinrichtung vorgesehen werden können. je mehr Filterkammern vorgesehen werden, um so größer werden die Betriebsperioden zwischen den einzelnen Erneuerungen der Filtermasse. Zweckmäßig wird die Filtereinrichtung in einer Mehrzahl nebeneinander, d. h. in einer Gruppe vorgesehen, wodurch ein kontinuierlicher Vorgang für die Wasserabnahme vom Betrieb und die Reinwasserlieferung an den Betrieb ermöglicht wird. Bei einer solchen Gruppenanordnung braucht jedesmal nur eine Umstellung der Zu- und Ableitungen vorgenommen zu werden. Die ausgeschaltete Einricht 'ff kann dann neu beschickt werden. Ob mc "u r oder weniger Filterkammern in einer Einrichtung vorgesehen werden oder eine Gruppenanordnung mit mehreren Einrichtungen zugrunde gelegt wird, richtet sich ganz nach den Verhältnissen des Betriebes bzw. ganz nach den jeweils vorkommenden Abwässern.

Claims (2)

  1. PA',rI---N'1:ANSPItt3C1IL-i. Einrichtung zum Reinigen von faserhaltigem Abwasser und gleichzeitigen Rückgewinnen der im Abwasser befindliehen Faser- und Füllstoffe, insbesondere in der Papier-, Zellstoff-, Holzstoff- und Pappenindustrie, wobei als Filterrnasse der bei der Herstellung von Papier, Pappe usw. zur Verarbeitung kommende Rohstoff, z. B. Holzstoff, Zellstoff o. dgl., Verwendung findet, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Behälter (i), der an einer Seite oben einen Zulauf für das Abwasser hat, vorn Abwasser nacheinander durchströmte Filterkammern (4), gebildet aus fest eingebauten oder einsetzbaren, auf dem größten Teil ihrer Flächenausdehnung mit kleinen Durchtrittsöffnungen (Löchern oder Schlitzen) versehenen Wänden (5), angeordnet sind, die oben offen sind und sich trichterförmig erweiternd über den Behälter (i) hinausragen, daß innerhalb jeder Filterkammer (4) an tiefster Stelle ein verschiebbarer Filterkammerboden, bestehend aus einer muldenförmigen oder ähnlichen Auflage (6), die auf einem Fahrwerk (7) gelagert und mit einer Rückwand (8) fest verbunden ist, vorgesehen ist, der (6) als Auflager für die in die Kammer (4) eingebrachte Filtermasse dient, und daß schließlich die zwischen sowie vor und hinter den Filterkammern liegenden Abwasserzu- und -ablaufkammern (i i bzw. 12) unterhalb der Filterunterkante als konische Behälter (13) ausgebildet sind, in denen die absinkenden Stoffe vorübergeheird Aufnahme finden.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die kleinen Durchtrittsöffnungen im oberen Teile der Kammerwände (5) nicht vorgesehen sind, oberhalb dieser Öffnungen aber in diesen Wänden, und zwar in der vorderen Kammerwand, eine oder mehrere größere Öff- nungen (5", 5b) für den Wassereinlauf in die Kammer (4) und in der hinteren Kammerwand eine Öffnung (5c) für den Wasserüberlauf in die nachgeordnete Zwischenkammer (i i bzw. 12,) vorgesehen sind. 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Verbindung mit der am Filterkammerboden (6) fest angebrachten Rückwand (8) seitlich wirkende Gummischaber (io) und Bürsten (9) oder ähnliche Reinigungsmittel vorgesehen sind, die beim Herausziehen des Filterkammerbodens die Innenseiten der Kammerwände (5) bestreichen. 4. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterkammern (4) an der Vorderwand des Behälters (i) mit einem lösbaren Verschluß, und zwar entweder einem Einzelverschluß für jede Kammer oder einem Gesamtverschluß (16) für alle Kammern, versehen sind, nach dessen Entfernung die einzelnen Filterkammerböden (6) und damit die Filtermasse nach vorn herausgezogen werden können, und daß an der Öffnungsstelle Querstäbe (17) vorgesehen sind, durch die die Filtermasse beim Herausziehen des Filterkammerbodens zerkleinert wird. 5 * Einrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterkammerböden (6) mit der Verschlußplatte (16) fest verbunden sind. 6. Einrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der Offnungsseite des Behälters (i) ein Auffangbehälter (15) vorgebaut ist, der von dem oder den Filterkammerböden (6) überfahren wird, so daß die Filtermasse und das nachstürzende, die Entladung der Filtermasse unterstützende Wasser sich in dem Auffangbehälter mischen ' und durch eine an ihn angeschlossene Ableitung (22) dem Betrieb wieder zugeführt werden können.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2136877A1 (de) * 1970-07-24 1972-02-03 Bohna Engineering & Research Inc., San Francisco, Calif. (V.St.A.) Filteranordnung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2136877A1 (de) * 1970-07-24 1972-02-03 Bohna Engineering & Research Inc., San Francisco, Calif. (V.St.A.) Filteranordnung

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