DE1086929B - Durch eine Welle mit veraenderbarer Geschwindigkeit angetriebene Vorrichtung zur Erzeugung von Impulsen in gleichen zeitlichen Abstaenden - Google Patents
Durch eine Welle mit veraenderbarer Geschwindigkeit angetriebene Vorrichtung zur Erzeugung von Impulsen in gleichen zeitlichen AbstaendenInfo
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Description
DEUTSCHES
Es sind Vorrichtungen bekannt, die durch eine Welle mit veränderbarer Geschwindigkeit angetrieben
werden und dazu bestimmt sind, in gleichen zeitlichen Abständen Impulse zu erzeugen. Derartige Vorrichtungen
sind im allgemeinen mit einer zwischen der Welle und einem von einer Hemmung kontrollierten
Drehorgan sitzenden Rutschkupplung versehen, wobei das genannte Drehorgan mit mindestens einem beweglichen
Teil zusammenwirkt, um es durch regelmäßige Impulse zu verstellen bzw. weiterzubewegen.
Bei derartigen Vorrichtungen bereitet es Schwierigkeiten, einen exakten Lauf zu erzielen, weil die
Schwingperiode der Hemmung sich in Abhängigkeit von der auf sie einwirkenden Belastung ändert, so daß
es praktisch unmöglich ist, Schwankungen der Widerstandskräfte zu vermeiden, die sich den Bewegungen
des beweglichen Elements entgegenstellen, das durch die Impulse geschaltet wird. Das bewegliche Element
ist häufig dazu bestimmt, Zeitmarken mittels einer Feder auf ein Papier oder beispielsweise auf eine Metallfolie
oder auch auf eine Schicht aufzuzeichnen, die mit Wachs oder gefärbtem Fett überzogen ist. Hierbei
kommt dem beweglichen Element die Aufgabe zu, das Wachs od. dgl. zur Erzeugung sichtbarer Zeitmarken
abzukratzen. Es ist klar, daß der Widerstand, der sich aus der Reibung des Schreiborgans auf dem Papier
od. dgl. ergibt, von einer Mehrzahl von Faktoren abhängen kann, so z. B. von der Qualität des Papiers,
von dem Feuchtigkeitsgehalt oder der Temperatur der Atmosphäre, wobei z. B. die Temperatur einen merklichen
Einfluß auf die Viskosität der Tinte oder des Öls oder auch auf den Widerstand hat, den das Wachs
den Aufzeichnungen bietet.
Es sind auch schon Vorrichtungen bekannt, bei denen zwischen einem Drehorgan und einem Hemmwerk
eine Einrichtung eingeschaltet ist, die das Drehorgan nach Maßgabe seiner Winkeldifferenz in bezug
auf ein das Hemmwerk antreibendes, mit dem Drehorgan durch ein elastisches Glied verbundenes Glied
periodisch blockiert und freigibt. Diese Blockierung erfolgt nun durch Reibung, so daß sich der Antriebsmotor
nur ruckweise bewegen kann. Da aber diese ruckweisen Bewegungen sich nicht exakt periodisch
wiederholen, erhält man auch keine Impulse, die exakt gleiche zeitliche Abstände voneinander haben. Dazu
kommt, daß der Drehwinkel, den das Antriebsorgan zwischen zwei aufeinanderfolgenden Blockierungen
vollführen kann, von zwei verschiedenen Faktoren abhängt, nämlich von dem Reibungskoffizienten zwischen
dem elastischen Glied und der Welle und von der Temperatur, da diese die Größe dieser beiden Teile
beeinflußt. Dies bedeutet, daß bei den bekannten Einrichtungen die zwischen zwei Blockierungen möglichen
Winkelwege des sich absatzweise drehenden Durch eine Welle mit veränderbarer
Geschwindigkeit angetriebene Vorrichtung
Geschwindigkeit angetriebene Vorrichtung
zur Erzeugung von Impulsen
in gleichen zeitlichen Abständen
in gleichen zeitlichen Abständen
Anmelder:
Anstalt Merces, Vaduz (Liechtenstein)
Anstalt Merces, Vaduz (Liechtenstein)
Vertreter: Dr.-Ing. F. Mayer, Patentanwalt,
Berlin-Dahlem, Hüttenweg 15
Berlin-Dahlem, Hüttenweg 15
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 31. Januar 1957
Schweiz vom 31. Januar 1957
Johann Arni, Genf (Schweiz),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Rades nur über die Übertragungsfeder von dem Winkelwege selbst abhängen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu beseitigen.
Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von einer Vorrichtung der eingangs geschilderten Art aus
und besteht im wesentlichen darin, daß zwischen Drehorgan und Hemmwerk eine Einrichtung eingeschaltet
ist, die in bekannter Weise das Drehorgan nach Maßgabe seiner Winkeldifferenz in bezug auf ein das
Hemmwerk antreibendes, mit dem Drehorgan durch ein elastisches Glied verbundenes Glied periodisch
blockiert und freigibt, wobei die Blockierungseinrichtung aus einem Finger eines Planetenrades eines mit
dem Drehorgan um ein ortsfestes Sonnenrad umlaufenden Planetenradgetriebes besteht, der mit einem
Anschlag des elastisch nachgeführten Gliedes derart zusammenarbeitet, daß nach dessen Drehung um einen
festliegenden Winkel relativ zu dem Drehorgan dieses freigegeben und um den gleichen Winkelbetrag nachgeführt
und wieder blockiert wird.
Vorzugsweise besteht das Drehorgan in bekannter
Weise aus einem Rad, welches erfindungsgemäß mit einem zweiten, das drehende Teil bildende Rad über
eine Feder verbunden ist.
Gemäß einem weiteren Erfindungsgedanken übt die Rutschkupplung auf das erste Rad eine Kraft aus,
die mindestens zweimal so groß ist wie diejenige, die
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das erste Rad über die Feder auf das zweite Rad ausübt.
Fig. 1 ist, unter Weglassung bestimmter Teile, eine Seitenansicht des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach Linie H-II der Fig. 1, wobei ein Teil weggelassen und in den Fig. 3
und 4 gesondert dargestellt ist, derart, daß Fig. 3 einen Schnitt nach Linie IH-III der Fig. 4 wiedergibt.
Die dargestellte Vorrichtung ist für ein Gerät zur Registrierung von Geschwindigkeiten jener Art
vorgesehen, bei welcher Zeitmarken auf eine Scheibe aufgezeichnet werden, die mit einer zur Geschwindigkeit
eines Fahrzeuges proportionalen Geschwindigkeit angetrieben wird. Ein Teil des Registriergerätes hat
dabei nicht unmittelbar etwas mit der Erfindung zu tun und ist deshalb, um eine Überladung der Zeichnung
zu verhüten, nicht dargestellt.
Die Vorrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel weist eine Welle 1 auf, die proportional zur Fahrzeuggeschwindigkeit
angetrieben wird; sie läuft in einer Büchse 2 (Fig. 2), die an einer Montagewand 3 mit
Hilfe einer Mutter 4 festgeschraubt ist. Auf dem einen Ende der Welle 1 sitzt ein Ritzel 5, das zum Antrieb
für eine nicht dargestellte Scheibe bestimmt ist, auf welche Zeitmarken aufgezeichnet werden, um die
Fahrzeuggeschwindigkeit während des jeweils letzten Teiles der Fahrt zu bestimmen. Des weiteren ist mit
der Welle 1 ein Flansch 6 fest verbunden, der die eine Stirnwand eines zylindrischen Gehäuses bildet, das
aus einem glockenförmigen Teil 7 besteht. Der Flansch 6 ist an seinem Umfang mit Gewinde versehen,
so daß er sich in ein entsprechendes Innengewinde des Teiles 7 einschrauben läßt. Im Innern des
Gehäuses befinden sich zwei Reibbeläge 8 und 9 in Gestalt von Scheiben, die sich im Gehäuse frei drehen
können. Außerdem sind im Gehäuse zwei glatte Scheiben 10 und 11 untergebracht, die durch eine Federscheibe
12 derart im Abstand voneinander gehalten werden, daß die Reibbeläge 8, 9 jeweils zwischen eine
Stirnwand des Gehäuses und eine der glatten Scheiben 10,11 eingespannt sind. Die Scheibe 10 ist am
Ende einer Büchse 13 befestigt, die auf der Welle 1 sitzt und sich auf dieser drehen kann. Das freie Ende
dieser Büchse 13 bildet ein Zahnrad 14, das mit einem Ritzel 15 kämmt, um die Mitnahme der Zeitmarkierungsvorrichtung
zu bewerkstelligen. Wie man aus Fig. 2 ersieht, weist die Scheibe 10 außerdem nahe
ihrem oberen Teil eine Durchbrechung auf, in welche ein vorspringender Teil 16 der Scheibe 11 so eingreift,
daß die beiden Scheiben 10 und 11 in drehfester Verbindung miteinander stehen. Eine Schraube 17, die im
Flansch 6 sitzt, schlägt an der Stirnwand der Glocke 7 an und verhindert auf diese Weise jede Winkelverschiebung
zwischen der Glocke und dem Flansch 6, wenn letzterer in Stellung gebracht wird. Indem man
den Flansche mehr oder weniger stark in die Glocke 7 einschraubt, übt man auch einen mehr oder weniger
starken Druck auf die Federscheibe 12 aus, und auf diese Weise kann der auf die Beläge 8, 9 ausgeübte
Druck reguliert werden mit dem Erfolg, daß auch der Wert der maximalen Kupplungskraft bestimmbar ist,
der durch die Welle 1 auf die Büchse 13 infolge der Reibung zwischen zylindrischem Gehäuse, Belägen 8
und 9 und Scheiben 10 und. 11 übertragbar ist.
Die Montagewand 3 trägt auch noch eine Hemmung, bestehend aus der unter der Einwirkung der Zugfeder
49 stehenden Unruhe 18, welche mit dem Mitnehmer 19 zusammenarbeitet, der exzentrisch auf einer das
Ritzel 21 tragenden Achse 20 befestigt ist. Der Mitnahmefinger 19 arbeitet mit einem Schlitz 22 der Unruhe
18 zusammen, der zwei Schultern aufweist, gegen welche der Finger 19 wechselweise anschlägt, wenn er
eine halbe Umdrehung ausgeführt hat. Eine weitere Beschreibung der Hemmung ist nicht erforderlich, da
dieselbe bekannt ist und den Gegenstand des schweizerischen Patents 273 135 bildet.
Der Finger 19 wird durch das Ritzel 21 und durch ein Zahnrad 23 mitgenommen, das fest mit einem
Ritzel 24 verbunden ist. Letzteres wiederum wird
ίο durch die Vorrichtung gedreht, wie im einzelnen auch
aus den Fig. 3 und 4 hervorgeht.
Es handelt sich dabei um ein erstes Zahnrad 25, das
vom Ritzel 25 mitgenommen wird und an welchem ein Ring 26 mit Hilfe zweier Schrauben 27 und 28 befestigt
ist. Das Rad 25 ist mit einer Achse 29 (Fig. 3) versehen, deren eines Ende 30 sich in einer nicht dargestellten
Bohrung einer zweiten Montagewand 31 (Fig. 2) drehen kann, die auch von dem Ritzel 5 am
Ende der Welle 1 durchragt wird. Das andere Ende 32 der Welle 29 läuft in einer Bohrung, die im Support
eines Zahnrades 33 vorgesehen ist, welches mittels einer Mutter 34 an der Wand 3 festgehalten wird. Aus
Fig. 3 ersieht man, daß ein zweites Zahnrad 35 frei laufend auf der Welle 29 koaxial zum Rad 25 angeordnet
ist. In Fig. 2 sind strichpunktiert die Stellungen eingezeichnet, welche die Räder 25 und 35 dann
einnehmen, wenn die in Fig. 3 dargestellte Einrichtung montiert ist. Das Rad 35 stellt dabei ein sich
drehendes Teil dar, dessen Drehgeschwindigkeit durch die Hemmung begrenzt wird, da dasselbe im Eingriff
mit dem Ritzel 24 der Hemmung steht. Dabei wird das Rad 35 durch das Drehorgan in Gestalt des Rades
25 unter Zwischenschaltung eines elastischen Elements mitgenommen, das aus einer Feder 36 (Fig. 4)
bseteht, die einerseits an einem Finger 37 des Rades 35 und andererseits an einem Finger 38 des Ringes 26
verankert ist.
Eine Blockiervorrichtung des Drehorgans, d. h. des Rades 25, wird durch das aus dem Rad 35 bestehenden
sich drehenden Teil gesteuert, und zwar derart, daß das Rad 25 periodisch blockiert und freigegeben
wird, wobei es sich bei jeder Freigabe um einen bestimmten Winkel drehen kann. Die Freigabe erfolgt
jedesmal, wenn das Rad 35 sich um einen bestimmten Winkel gedreht hat, und die Blockierung geschieht
jedesmal, wenn das Rad 25 einen bestimmten Winkel zurückgelegt hat. Zu der Blockiervorrichtung gehört
eine Anzahl von Planetenrädern 39 bis 43, die auf Achsen sitzen, welche sich zwischen dem ersten Rad
25 und dem damit verbundenen Ring 26 drehen. Das erste Ritzel 29 des Planetengetriebes kämmt mit dem
festen Zahnrad 33, wenn die Vorrichtung zwischen den Wänden 3 und 31 montiert ist, und nimmt damit
die aus Fig. 1 ersichtliche Lage ein. In Fig. 4 ist derjenige
Teil des Zahnrades 33 dargestellt, der im Eingriff mit dem Ritzel 39 steht. Es ist hierbei zu bemerken,
daß das Rad 35 mehrere Ausnehmungen aufweist, durch welche die Supporte der Schrauben 27,
28 sowie der Zahnräder des Planetengetriebes greifen, wobei diese Durchbrechungen genügend groß sind, um
dem Rad 35 eine Verdrehung gegenüber dem Rad 25 um einen Winkel zu gestatten, der größer ist als derjenige,
der dem Abstand zwischen zwei benachbarten Zähnen des Rades 25 entspricht.
Das letzte Ritzel des Planetengetriebes nimmt einen Finger 44 mit, der radial zur Drehachse des Ritzels
steht. Dieser Finger 44 ist so angeordnet, daß er mit einem Anschlag 45 des zweiten Zahnrades 35 in Berührung
kommt, derart, daß er das erste Rad 25 blockiert und es nur dann freigibt, wenn sich das
zweite Rad 35 genügend gedreht hat, um den Anschlag 45 aus der Bahn des Fingers 44 hinauszuführen.
Schließlich ist die Zeichnung des ersten Rades 25 im Eingriff mit der Spitze eines Hebels 46, der bei 47
schwenkbar auf der Wand 3 montiert und der Wirkung einer Rückholfeder 48 unterworfen ist. Dieser
Hebel bildet ein bewegliches Element, das dazu bestimmt ist, durch regelmäßige Impulse verstellt zu
werden, um hierdurch die Zeitmarken auf der nicht dargestellten Scheibe hervorzurufen, die durch das
Ritzel 5 am Ende der Welle 1 gedreht wird.
Die beschriebene Vorrichtung arbeitet folgendermaßen:
Wenn sich die Vorrichtung in Ruhe befindet, ist der Finger 44 nicht im Eingriff mit dem Anschlag 45 des
zweiten Zahnrades 35, denn dieses letztere hat sich unter Einwirkung der Feder 36 zum Rad 35 verdreht.
Wird nun die Welle 1 angetrieben, so ruft sie über die Gleitkupplung und das Ritzel 15 eine Mitnahme des
ersten Rades 25 hervor. Sobald dann das Fahrzeug eine verhältnismäßig minimale Geschwindigkeit überschritten
hat, beispielsweise 5 km/h, wird das Rad 25 mit einer Geschwindigkeit angetrieben, die größer als
diejenige des Rades 35 ist, dessen Geschwindigkeit ja durch die Hemmung begrenzt wird. Auf diese Weise
entsteht eine Winkelverschiebung zwischen den Rädern 25 und 35, während die Feder 36 sich streckt.
Wenn das Rad 25 sich dreht, wird der Finger 44 über das Getriebe 39 bis 43 ebenfalls gedreht, welch letzteres
im Eingriff mit dem festen Zahnrad 33 steht. Das Verhältnis der Verzahnungen ist derart gewählt,
daß der Finger 44 in bezug auf das Rad 25 jedesmal eine volle Umdrehung ausführt, wenn letzteres eine
Winkelverschiebung vollzogen hat, die dem Abstand zwischen zwei benachbarten Zähnen seines Umfanges
entspricht. Infolge der größeren Drehgeschwindigkeit des Rades 25 gegenüber dem Rad 35 entsteht eine
Winkelverschiebung zwischen diesen beiden Rädern, die den Finger 44 mit dem Anschlag 45 in Eingriff
bringt. Die Drehung des Fingers 44 hört also auf, und hierdurch wird gleichzeitig das Rad 25 blockiert, und
zwar eben durch das Planetengetriebe und das feste Rad 33.
Während dieser Zeit setzt das Rad 35, das dauernd der Einwirkung der Feder 36 unterworfen bleibt,
seine Drehung durch die Hemmung mit konstanter Geschwindigkeit fort. Wenn das Rad 35 sich um
einen ausreichenden Winkel gedreht hat, um den Anschlag 45 aus dem Bereich des Fingers 44 zu bringen,
kann sich letzterer erneut drehen, derart, daß das Rad 25 freigegeben wird. Dieses setzt sich also sofort
unter dem Einfluß der im wesentlichen konstanten Kupplungskraft in Bewegung, die durch die gleitende
Übertragungsvorrichtung ausgeübt wird und bewirkt rasch eine Winkeldrehung, die der Entfernung zwisehen
zweien seiner Zähne entspricht, während der Finger 44 eine vollständige Umdrehung ausführt. Solange
sich diese Bewegung abspielt, hat sich das Rad 25 mit einer Geschwindigkeit gedreht, die viel höher
als diejenige des Rades 35 ist, das ja durch die Hernmung
gebremst wird, so daß, wenn der Finger 44 eine vollständige Umdrehung vollzogen hat, sein erneuter
Kontakt mit dem Anschlag 45 des Rades 35 stattfindet. Das Rad 25 wird also erneut blockiert, bis
sich das Rad 35 wieder ausreichend gedreht hat, um den Finger 44 freizugeben. Das Rad 25 dreht sich also
durch Impulse regelmäßiger Abstände, und zwar um einen solchen Wert, daß der Umfang dieses Rades bei
jedem Impuls die Strecke zwischen zwei benachbarten Zähnen durchläuft. Jedesmal, wenn das Rad 25
eine Drehung ausführt, unterliegt der Hebel 46 einer Schwingung infolge der Einwirkung eines Zahnes des
Rades 25 auf die Spitze dieses Hebels.
Die Zeitdauer, welche zwei aufeinanderfolgende Schwingungen des Hebels 46 trennt, ist viel größer
als die Schwingungsperiode der Unruhe 18. Praktisch kann diese Unruhe so ausgebildet sein, daß zehn
Schwingungen pro Sekunde vollzieht, wohingegen das Rad 25 jedesmal freigegeben werden kann, wenn die
Unruhe 18 vier Schwingungen ausgeführt hat, was also eine Schwingungsperiode von 0,4 Sekunden für
den Hebel 46 bedeutet.
Die vorstehend beschriebene Einrichtung ist außerordentlich vorteilhaft, denn die Kupplungskraft, die
vom Rad 35 auf die Hemmung ausgeübt wird, ist praktisch konstant und unabhängig von der Energie,
die dem Hebel 46 durch das Rad 25 erteilt wird. Tatsächlich wird diese Kraft ausschließlich durch die
Feder 36 bestimmt, und die Reibung, die das Ende des Fingers 44 auf den Anschlag 45 des Rades 35 ausüben
kann, läßt sich völlig vernachlässigen. Zugleich ergibt sich der Vorteil, daß es nunmehr möglich ist,
auf das erste Rad 25 eine Kraft auszuüben, die viel stärker ist als diejenige, die dieses Rad einerseits auf
das zweite Rad 35 über die Feder ausübt. Praktisch ist diese Kraft stets mindestens zweimal so groß wie
diejenige der Feder 36. Andererseits ist die gleitende Übertragungseinrichtung, wie sie beschrieben wurde,
von einfacher Bauart, denn sie weist nur drehbare Teile auf, wobei alle an der Reibung teilnehmenden
Elemente in dem zylindrischen Gehäuse aus Flansch 6 und Glocke 7 eingeschlossen sind. Auf diese Weise
sind diese Elemente gegen Staub geschützt und arbeiten demgemäß unter den bestmöglichen Bedingungen
derart, daß sich die auf das Ritzel 15 übertragene Kraft im Laufe der Zeit praktisch nicht ändert, auch
nicht nach sehr langem Gebrauch.
Claims (5)
1. Durch eine Welle mit veränderbarer Geschwindigkeit
antreibbare Vorrichtung zur Erzeugung von Impulsen in exakt gleichen zeitlichen Abständen, bei der zwischen der Welle und einem
von einer Hemmung kontrollierten Drehorgan eine Rutschkupplung angeordnet ist und bei der das
Drehorgan mit mindestens einem beweglichen Teil zusammenwirkt, um es durch regelmäßige Impulse
zu verstellen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Drehorgan und Hemmwerk eine Einrichtung eingeschaltet
ist, die in bekannter Weise das Drehorgan nach Maßgabe seiner Winkeldifferenz in
bezug auf ein das Hemmwerk antreibendes, mit dem Drehorgan durch ein elastisches Glied verbundenes
Glied periodisch blockiert und freigibt, wobei die Blockierungseinrichtung aus einem Finger
(44) eines Planetenrades (43) eines mit dem Drehorgan (25) um ein ortsfestes Sonnenrad (33)
umlaufenden Planetenradgetriebes (39 bis 43) besteht, der mit einem Anschlag (45) des elastisch
nachgeführten Gliedes (35) derart zusammenarbeitet, daß nach dessen Drehung um einen festliegenden
Winkel relativ zu dem Drehorgan (25) dieses freigegeben und um den gleichen Winkelbetrag
nachgeführt und wieder blockiert wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in bekannter Weise das Drehorgan
aus einem Rad (25) besteht, welches mit einem zweiten, das drehende Teil bildenden Rad
(35) über eine Feder (36) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rutschkupplung auf das
erste Rad (25) eine Kraft ausübt, die mindestens zweimal so groß ist wie diejenige, die das erste
Rad über die Feder (36) auf das zweite Rad ausübt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rutschkupplung die Gestalt eines abgeflachten zylindrischen Gehäuses (6, 7) aufweist, dessen Achse
mit derjenigen der Welle (1) variabler Geschwindigkeit zusammenfällt, wobei in diesem Gehäuse
zwei Reibbeläge (8, 9) in Scheibenform und, zwischen diesen Belägen angeordnet, zwei freie Scheiben
(10,11) untergebracht sind, die durch mindestens eine Federscheibe (12) im Abstand gehalten
werden, derart, daß jeder der Reibbeläge zwischen einer der Scheiben und einer Stirnwand des Gehäuses
festgehalten wird und somit die Kraftüber-
tragung durch Reibung zwischen dem Gehäuse und den Scheiben erfolgt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (1) variabler Geschwindigkeit
das zylindrische Gehäuse (6, 7) durchläuft und fest mit einem die eine Stirnwand
dieses Gehäuses bildenden Flansch (6) verbunden ist, der im übrigen in dem Gehäuse mittels eines
Gewindes festgeschraubt ist, das eine Regulierung des auf die Reibbeläge auszuübenden Drucks ermöglicht,
wobei die den Belägen anliegenden Scheiben (10,11) drehfest miteinander in Verbindung
stehen und die eine von ihnen mit einer die Welle umgebenden Büchse (13) verbunden ist, die
außerhalb des Gehäuses als Antriebsglied (14) für die Übertragungsvorrichtung dient.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 738 356.
Britische Patentschrift Nr. 738 356.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 570/106 8.60
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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| DEA26944A Pending DE1086929B (de) | 1957-01-31 | 1957-04-12 | Durch eine Welle mit veraenderbarer Geschwindigkeit angetriebene Vorrichtung zur Erzeugung von Impulsen in gleichen zeitlichen Abstaenden |
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| DE (1) | DE1086929B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB738356A (en) * | 1953-09-01 | 1955-10-12 | Bell Punch Co Ltd | Improvements relating to apparatus for transmitting motion under the positive control of an escapement mechanism |
-
1957
- 1957-04-12 DE DEA26944A patent/DE1086929B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB738356A (en) * | 1953-09-01 | 1955-10-12 | Bell Punch Co Ltd | Improvements relating to apparatus for transmitting motion under the positive control of an escapement mechanism |
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