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DE1083173B - Fuell- und Wiegevorrichtung zum Einsacken bestimmter Gutsmengen - Google Patents

Fuell- und Wiegevorrichtung zum Einsacken bestimmter Gutsmengen

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Publication number
DE1083173B
DE1083173B DES49995A DES0049995A DE1083173B DE 1083173 B DE1083173 B DE 1083173B DE S49995 A DES49995 A DE S49995A DE S0049995 A DES0049995 A DE S0049995A DE 1083173 B DE1083173 B DE 1083173B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
cock
balance beam
valve
relay
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES49995A
Other languages
English (en)
Inventor
Raymond Louis Charcuset
Jean Moyrand
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Compagnie de Saint Gobain SA
Original Assignee
Compagnie de Saint Gobain SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Compagnie de Saint Gobain SA filed Critical Compagnie de Saint Gobain SA
Publication of DE1083173B publication Critical patent/DE1083173B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B1/00Packaging fluent solid material, e.g. powders, granular or loose fibrous material, loose masses of small articles, in individual containers or receptacles, e.g. bags, sacks, boxes, cartons, cans, or jars
    • B65B1/30Devices or methods for controlling or determining the quantity or quality or the material fed or filled
    • B65B1/32Devices or methods for controlling or determining the quantity or quality or the material fed or filled by weighing
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G13/00Weighing apparatus with automatic feed or discharge for weighing-out batches of material

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Quality & Reliability (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)
  • Weight Measurement For Supplying Or Discharging Of Specified Amounts Of Material (AREA)

Description

  • Füll- und Wiegevorrichtung zum Einsacken bestimmter Gutsmengen Die Erfindung bezieht sich auf eine Füll- und Wiegevorrichtung für Säcke mit einem am Waagebalken angeordneten Sackhalter, welcher eine selbsttätig lösbare Klemmvorrichtung für einen Sack aufweist. Die Füll- und Wiegevorrichtung ist weiterhin mit einer vom Waagebalken betätigten Einrichtung zur Steuerung des Füllgutzulaufs und mit Arretier-und Dämpfungsvorrichtung für den Waagebalken versehen, wobei für die Übertragung der Steuerimpulse elektrisch-pneumatisch betätigte Einrichtungen verwendet werden.
  • Derartige Vorrichtungen sind bekannt, haben aber den Nachteil, daß sie entweder keine Kombination der Einsackvorrichtung mit einer automatisch gesteuerten Waage zulassen oder daß sie bei Verwendung von elektrischen Steuervorrichtungen leicht störungsanfällig sind und besonders unter der beim Abfüllen von feinkörnigem Gut unvermeidlichen - Staubaufwirbelung nicht einwandfrei arbeiten.
  • Ziel der Erfindung ist eine Vorrichtung zum automatischen Abfüllen und Einwiegen von pulverförmigem Gut in Säcken, die außerordentlich widerstandsfähig ist und trotzdem Präzisionsmessungen ermöglicht, wobei trotz hoher Sackgewichte noch kleine Fehlergrenzen bei der Gewichtsbestimmung gewährleistet sind. Zudem soll die neue Vorrichtung ein schnelles Arbeiten ermöglichen, ohne daß dabei die Kontrolle des Gewichtes leidet.
  • Dieses Ziel wird gemäß der Erfindung durch einen an die Druckmittelleitung zur Steuerung des Füllgutzulaufs angeschlossenen Zylinder erreicht, der mit einem darin beweglichen, durch eine Feder belasteten Kolben zur Betätigung eines Umschalthahnes für das Offnen bzw. Schließen der Klemmbacken am Sack halter versehen und ist ein vom Waagebalken über Kontakte gesteuertes Relais, welches zur Freigabe bzw.
  • Sperrung des Druckmittels zur Betätigung der Füllvorrichtung und des an die gleiche Druckmittelleitung angeschlossenen Kolbens dient.
  • Durch diese Anordnung wird ein hauptsächlich pneumatisch einwandfrei arbeitendes Steuer- und Kontrollsystem geschaffen, das auch bei Verarbeitung chemischer Mittel staub- und korrosionsunempfindlich ist.
  • Es werden, lediglich als Beispiele, ohne daß etwa der Erfindungsgedanke hierauf beschränkt sein soll, Ausführungsformen der Vorrichtung gemäß der Erfindung im einzelnen an Hand der Figuren beschrieben. Von den Figuren ist Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer vollkommen automatisch arbeitenden Vorrichtung; Fig. 2 veranschaulicht eine automatische Betätigungsvorrichtung; Fig. 3 zeigt eine dem gleichen Zweck dienende Vorrichtung mit einem Hitzdrahtrelais; Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform gemäß Fig. 3; Fig. 5 zeigt eine im Rahmen der Erfindung verwendbare Anordnung zur Blockierung des automatischen Ablaufs der Arbeitsvorgänge, falls das Gewicht nicht korrekt ist; Fig. 6 und 6 a zeigen eine andere Ausführungsform der Vorrichtung gemäß Fig. 5; Fig. 7 veranschaulicht eine Sicherheitsvorrichtung gegen Überschreiten des zulässigen Füllgewichts und Fig. 8 eine abgeänderte Ausführungsform der Vorrichtung gemäß Fig. 7.
  • Der Fülltrichter 1 wird, z. B. in bekannter Weise durch einen biegsamen Schlauch 28 aus Kautschuk, abgeschlossen, der durch Rollen 29 a und 29b abgeschnürt werden kann, welche durch um Achsen 31 a und 31 b schwenkbare Hebel 30a und 30 b betätigt werden. Die gleichzeitige Bewegung der Hebel 30a und 30b in einander näherndem und sich voneinander entfernendem Sinne wird durch Wirkung von miteinander kämmenden Zahnrädern 32 a, 32 b erzielt, von denen das Zahnrad 32a <i fest mit einem Hebel 33 verbunden ist, der durch den doppeltwirkenden Kolben 6 angetrieben wird. Der Zylinder des Kolbens 6 ist an einen Verteiler 9 angeschlossen.
  • Je nach der Stellung dieses Verteilers wird über ihn die von einem Kompressor 10 erzeugte Preßluft in eine Leitung 7, unter gleichzeitigem Schalten der Leitung 8 auf Auspuff oder umgekehrt, in eine Leitung 8 unter Schalten der Leitung 7 auf Auspuff eingeleitet. Das Umschalten des Verteilers 9 zu diesem Zweck erfolgt entweder durch Einleiten von Preßluft in eine Leitung 11 durch Öffnen eines Hahnes 12 und hierdurch bewirktes Anheben des Kolbens des Verteilers oder durch Schalten der Leitung 11 auf Auspuff mittels eines gewichtsbelasteten Ventils 13, das die Abwärtsbewegung des Kolbens 6 zur Folge hat.
  • Der Waagebalken 14 weist Endschneiden 15 b, 15 c auf, die den Gewichtsträger 16 bzw. den Sackträger tragen, und ruht selbst auf mittleren Schneiden 15a auf. Der Sackträger selbst besteht aus einer Armatur 17, welche die Muffe 18 trägt und an die die Vorrichtung zum Halten des Sackes an der Muffe angehängt ist. Diese Vorrichtung besteht aus zwei symmetrischen Paaren von Gelenkhebeln, welche die Haltebacken betätigen und ihrerseits durch zwei zueinander symmetrisch angeordnete federbelastete Kolben betätigt werden. Aus Fig. 1 ist eins der Paare von Gelenkhebeln 19 a, 19 b und der eine der Kolben 21 mit der ihn belastenden Feder 22 ersichtlich.
  • Zur Begrenzung der Bewegung des Kolbens 6 nach unten ist ein Gegenkolben 34 vorgesehen, der sich absenkt, wenn er auf Auspuff geschaltet ist, und sich hebt, sobald seinem Zylinder durch einen Verteiler 35, welcher durch einen Elektromagneten 36 betätigt wird, Preßluft zugeführt wird. Die Bewegung des Elektromagneten 36 wird durch einen Unterbrecher 37 gesteuert, auf den ein regelbarer, mit dem Gewichtsträger fest verbundener Anschlag 38 einwirkt.
  • Ferner ist ein Hahn 39 vorgesehen, der es vermöge seiner Ausbildung ermöglicht, Preßluft gleichzeitig den Zylindern der Kolben 21 und dem Raum unterhalb des Kolbens des den Kolben aufnehmenden Zylinders, der fest an dem Rahmen, oberhalb des Gewichtsträgers gelagert ist, zuzuführen, während gleichzeitig der Zylinderraum oberhalb des Kolbens 40 auf Auspuff geschaltet ist.
  • In einer anderen Stellung des Hahnes 39 wird im Gegensatz hierzu der Zylinder, in welchem die Kolben 21 des Sackträgers beweglich sind, auf Auspuff geschaltet, gleichzeitig Preßluft in den Zylinderraum oberhalb des Kolbens 40 eingeleitet und der Zylinderraum unterhalb dieses Kolbens auf Auspuff gestellt.
  • Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung, die in Fig. 1 in der Stellung, die ihre verschiedenen Organe in der Endphase des Wiegevorganges einnehmen, dargestellt ist, ist wie folgt: In dieser Gleichgewichtslage des Waagebalkens hängt der volle Sack an dem Sackträger, da die Preßluft noch die Backen des Sackträgers schließt, der biegsame Schlauch 29 ist völlig geschlossen, und die Kolben 6 und 34 befinden sich in ihrer unteren Stellung.
  • Nunmehr dreht der Bedienungsmann den Hahn 39 um 900 entgegen dem Sinne des Uhrzeigers, wodurch dem Zylinder 21 Preßluft zugeführt und der Zylinder des Kolbens 40 auf Auspuff gestellt wird. Der Kolben 40 senkt sich demzufolge, drückt auf die Gewichtsträgerseite des Waagebalkens unter Anheben der Sackträgerseite desselben und blockiert den Waagebalken in dieser Stellung, in der sich der Gewichts- träger auf das Ventil 13 aufgesetzt hat und dieses geschlossen hält.
  • Durch weitere Drehung des Hahnes 39 um 900 werden die Zylinder der Kolben 21 auf Auspuff gestellt. Durch die Bewegung der Kolben werden die Backen des Sackträgers geöffnet, die den Sack abfallen lassen. Das Abfallen des Sackes hat keine Wirkung auf den Waagebalken, weil dieser durch den Kolben 40 in der der tiefsten Lage des Gewichtsträgers entsprechenden Lage blockiert ist. Nunmehr steckt der Bedienungsmann einen leeren Sack auf den Sackträger auf und dreht den Hahn 39 in die Stellung gemäß Fig. 1 zurück, wodurch die Zylinder, in denen die Kolben des Sackträgers beweglich sind, an die Preßluft angeschaltet werden und demzufolge nur der Sack durch die Backen an den Sackträger angedrückt wird. Gleichzeitig wird nunmehr Preßluft dem Zylinderraum unterhalb des Kolbens 40 zugeleitet, der sich demzufolge hebt, den Waagebalken freigibt und bewirkt, daß der Kontakt 37 zur Anlage an den Anschlag 38 gelangt. Durch diese Bewegung wird die Stromzuleitung zu dem Elektromagneten 36 unterbrochen, so daß der Verteiler 35 sich abwärts bewegt, was zur Folge hat, daß der Kolben 34 über die Leitung 47 unter die Wirkung der Preßluft gelangt und sich aufwärts bewegt. Durch kurzes Öffnen des Hahnes 12 setzt der Bedienungsmann die durch das Ventil 13, auf dem der Gewichtsträger ruht, geschlossene Leitung 11 unter Druck. Demzufolge vertauscht der Verteiler 9 die Druckluftversorgung und das Schalten auf Auspuff der Zylinderräume des Kolbens 6. Dieser Kolben wird nach oben bewegt und hierdurch der biegsame Schlauch 28 völlig geöffnet, so daß das Gut schnell in den Sack einströmt.
  • Mit fortschreitender Füllung des Sackes fällt der Druck, den der Gewichtsträger auf das Ventil 13 ausübt, ab. Zu einem gegebenen Zeitpunkt, in welchem der Sack eine Gutsmenge enthält, die etwa unterhalb der der Tara entsprechenden liegt, überwiegt der Druck des Ventils 13, welches sich demzufolge etwas öffnet und dadurch augenblicklich die Leitung 11 auf Auspuff stellt. Das bewirkt eine Absenkung des Verteilers 9 und erneut ein Vertauschen der Versorgung der Zylinderräume des Kolbens 6 mit Preßluft und ihres Schaltens auf Auspuff.
  • Der Kolben 6 bewegt sich abwärts, jedoch trifft, bevor er seine untere Endstellung erreicht, seine Kolbenstange auf den Gegenkolben 34 auf, der sich in seiner oberen Stellung befindet. Deshalb können die Druckrollen 29 a und 29 b den Schlauch 28 nicht völlig schließen, so daß das Gut weiter, aber nur noch in geringer Menge, in den Sack einfließen kann.
  • Der verbleibende Öffnungsgrad des Schlauches28 kann entsprechend der Beschaffenheit des einzusakkenden Gutes und der erforderlichen Genauigkeit des Wiegevorganges durch Verstellen der Länge der Kolbenstange, z. B. mittels eines mit einem Gewinde versehenen Kopfstückes 6a, eingeregelt werden.
  • Schließlich erreicht das Gewicht des in den Sack eingefüllten Gutes das der Tara entsprechende, und der Waagebalken schwingt in seine Gleichgewichtsstellung. Durch diese den Gewichtsträger anhebende Bewegung wird gleichzeitig der Anschlag 38 angehoben, der sich deshalb von dem Kontakt 37 trennt, so daß der Elektromagnet 36 wieder Strom erhält, den Verteiler 35 anhebt und den Kolben 34 auf Auspuff schaltet. Der Kolben 34 bewegt sich deshalb nach unten, wodurch der Kolben 6, der immer noch unter Druck steht, sich schnell in seine tiefste, dem völligen Schließen des Schlauches 28 entsprechende Stellung abwärts bewegt. Der Sack enthält nunmehr die vorgeschriebene Gutsmenge, und die Füllung des nächsten Sackes kann beginnen.
  • Während des Füllvorganges wird dem frei aus dem Vorratsbehälter in den Sack fallenden Gut eine gewisse kinetische Energie erteilt, die das Gewicht verfälschen könnte. Um einen solchen Fehler zu vermeiden, wird die Anordnung so getroffen, daß der biegsame Schlauch 28 in die Muffe 18 des Sackträgers hineinreicht und derart der Niveauunterschied zwischen dem den unteren Teil des Vorratsbehälters und dem in dem Sack befindlichen Gut verringert wird.
  • Bei allen bisher beschriebenen Konstruktionen mußte der Hahn 39 von Hand betätigt werden.
  • Die Fig. 2 bis 4 veranschaulichen Vorrichtungen, welche eine automatische Betätigung des Hahnes 39 und damit der verschiedenen Arbeitsvorgänge ermöglichen.
  • In Fig. 2 ist mit 45 ein Zylinder bezeichnet, in welchem sich ein Kolben 450 bewegen kann. Dieser Zylinder steht über die Leitung 46 mit der in der Leitung 47 enthaltenen Preßluft in Verbindung. Auf den Kolben wirkt ferner eine Gegenfeder 45b. Der Kolben45a ist an dem Hahn 39 über eine nachgiebige Verbindung angeschlossen und bewirkt die Drehung des Hahns entgegen dem Drehsinne des Uhrzeigers, wenn er unter der Wirkung der Feder von rechts nach links bewegt wird. Während der Gesamtdauer des Vorwiegens und Fertigwiegens steht die Leitung 47 unter Druck, so daß der Gegenkolben 34 angehoben bleibt. Demzufolge steht auch der Kolben 45a unter Druckeinwirkung, die Gegenfeder 45 b ist zusammengedrückt, und der Kolben wirkt nicht auf den Hahn 39. Am Ende des Wiegevorganges wird die Leitung 47 auf Auspuff gestellt, um das Absenken des Gegenkolbens 34 und das völlige Schließen der Rollen 29a und 29b zu bewirken. Demzufolge sind die Leitung 46 und der Zylinder 45 ebenfalls auf Auspuff gestellt, so daß der Kolben 45a unter der Wirkung der Feder 45 b sich nach links bewegt und dadurch den Hahn 39 verdreht. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist, um zu verhindern, daß die Bewegung des Kolbens ausgelöst wird, solange der Waagebalken sich noch nicht in seiner im Gleichgewichtszustand stabilisierten Lage befindet, ein Relais vorgesehen.
  • Dieses Relais wird, wie aus Fig. 3 ersichtlich, durch eine Leiste mit Schiebegewicht gesteuert. Sie besteht aus einer an dem Rahmen fest angeordneten Schneide 49, die sich in der Gleichgewichtsstellung des Waagebalkens an einem Anschlag 50 abstützt. Die Schneide wird, solange der Gleichgewichtszustand noch nicht erreicht ist, durch den Anschlag 42 in angehobenem Zustande gehalten.
  • An dem Anschlag 50 ist ein elektrischer Kontakt 50a angeordnet, der auf ein Hitzdrahtrelais wirkt, welches ein in der Leitung 46 liegendes elektromagnetisch betätigtes Ventil 52 steuert. Das Absperrorgan dieses Ventils ermöglicht den Anschluß des Zylinders 45 an die Außenluft über die Leitungen46 und 47 erst dann, wenn es durch Ansprechen des Relais angehoben worden ist.
  • Sobald der in der beschriebenen Weise durchgeführte Wiegevorgang beendet ist, befindet sich der Waagebalken 14 unter der Voraussetzung des ordnungsgemäßen Gewichts des Sacks in der Stellung, in der sich die Leiste 48 an dem den Kontakt 50a betätigenden Anschlag 50 abstützt. Nach einer durch das Hitzdrahtrelais 51 eingeregelten Zeitdauer öffnet sich das Ventil 52 und schaltet den Zylinder 45 auf Auspuff, wodurch der Waagebalken blockiert und der Sack freigegeben wird. Wenn aus einem zufälligen Grunde, z. B. als Folge irgendeines äußeren Einflusses der Waagebalken bis in die Gleichgewichtsstellung schwingt, ohne sich in dieser zu blockieren, würde ohne Verwendung der vorstehend beschriebenen Verzögerungseinrichtung die Auslösung des Fertigwiegesystems erfolgen, bevor das tatsächliche Gewicht des Sackes der Tara entspricht. Bei einer mit der letztbeschriebenen Vorrichtung ausgerüsteten Anlage gemäß der Erfindung stützt sich, falls der Waagebalken sich nicht in seiner horizontalen Gleichgewichtsstellung stabilisiert, die Leiste 48 nicht ständig an dem Anschlag 50 ab, so daß der Kontakt 50a nur während einer kurzen Zeit wirksam ist, die nicht ausreicht, um das thermische Relais bzw. das Ventil 52 zu betätigen.
  • Demzufolge bleibt der Sack angehängt, bis der Füllvorgang beendet ist.
  • Mit der letztbeschriebenen Vorrichtung kann eine beliebige zusätzliche Anzeigevorrichtung, wie z. B. ein Schall- oder Lichtsignal, kombiniert werden.
  • Der Rahmen der Erfindung wird nicht verlassen, falls eine beliebige andere Vorrichtung verwendet wird, die es ebenfalls ermöglicht, das Gewicht in der gleichen grundsätzlichen Weise zu kontrollieren, z. B. der elektromagnetisch betätigte Schieber 52 durch einen Verteilungszylinder oder das thermische Relais 51 durch eine langsam nachlassende Verzögerungseinrichtung ersetzt wird, wie das im folgenden an Hand von Fig. 4 beschrieben werden wird.
  • Bei dieser Ausführungsform ist ein Verteilungszylinder 53 vorgesehen, in dessen unterer Kolbenstellung die Leitung 46 mit dem Zylinder 45 verbunden ist, dagegen in der oberen Stellung des Kolbens diese Verbindung unterbrochen ist. Mit dem Hahnl2 ist ein Schnellschlußhahn 12a kombiniert, der in der von dem Kompressor 10 kommenden Druckluftleitung liegt und über den das Druckmedium einer Leitung 54 zugeführt wird, die in den unteren Zylinderraum des Verteilungszylinders mündet, so daß die Druckluft den Kolben dann in seiner oberen Stellung hält.
  • Der Kolben des Verteilungszylinders bleibt in dieser Stellung, in der er den Zylinder 45 abschaltet, solange nicht das Leckventil 50 b durch das Kippen der Leiste 48 für eine Zeitdauer angehoben gehalten wird, die ausreicht, um das Ausströmen der Druckluft, welche den Kolben des Verteilerzylinders in seiner oberen Stellung hält, zu ermöglichen.
  • Gemäß einer abgeänderten Ausführungsform kann die KontroIle des Gewichts des Sackes durch ein Verriegelungssystem erfolgen, welches den automatischen Ablauf der Arbeitsvorgänge der Vorrichtung blokkiert, falls das Gewicht nicht korrekt ist. Eine solche Anordnung wird nachstehend an Hand von Fig. 5 beschrieben.
  • In der von dem Kompressor 10 kommenden Preßluftspeiseleitung mit zwei Abgängen liegt ein Klappenventil 12 c, welches es ermöglicht, gleichzeitig über die Leitung 11 (Fig.3) das Leitungssystem für das Vorwiegen zu versorgen. In einer Abzweigung der Leitung 54 liegt ein pneumatischer Riegel 55. Dieser Riegel blockiert den Hahn 39 so lange, wie das Leckventil 50 b nicht durch Kippen der Steuerleiste 48 eine vorbestimmte Zeit lang in der angehobenen Stellung gehalten wird. Die Rückbewegung des Hahnes 39 unter der Wirkung der auf den Kolben 45 wirkenden Feder kann durch das Dämpfungsmedium 56 und das Drosselventil 45b in ihrem Ablauf verzögert werden. Diese Gesamtanordnung kann mit einem Medium von größerer Dichte als Luft, z. B. mit Öl, betrieben werden.
  • Eine andere, in Fig. 6 dargestellte Ausführungsform der Vorrichtung ermöglicht die Rückdrehung des Hahnes 39 in zwei genau festgelegten Zeiten unter der Druckwirkung einer Feder. Diese Vorrichtung besteht aus einem einfach wirkenden pneumatisch betriebenen Kolben 61, dessen Stange auf einen an dem Hahnküken 39 fest angeordneten Nocken wirkt. Die Bewegung dieses Kolbens 61 erfolgt in Abhängigkeit von der des Kolbens 40. In Fig. 6 ist die Stellung der Teile zueinander während des Wiegevorganges dargestellt. Der Raum 610 ist über die Leitung 62 und die Öffnung 400 auf Auspuff geschaltet, so daß die Kolbenstange durch die Feder 61 b an den Nocken angedrückt wird. Demzufolge kann das Hahnküken, sobald es von der Verriegelung 55 frei ist, nur eine Viertelumdrehung ausführen, um dann in der in Fig. 6 a dargestellten Stellung blockiert zu werden. In dieser Stellung des Hahnes 39 sind Druckmittelzufuhr und Auspuff der Zylinderräume des Kolbens 40 umgekehrt, und dieser wird nach unten gedrückt. Am Ende seines Hubes gelangt die Öffnung 40a in Verbindung mit der Druckkammer, und der Druck wird demzufolge über die Leitung 62 in der Kammer 61 a wirksam. Der Kolben drückt die Feder zusammen, gibt den Nocken frei, und das Hahuküken 39 dreht sich weiter um 900, so daß die den Sack haltenden Backen geöffnet werden und der volle Sack freigegeben wird.
  • Der Betätigungsgriff des Klappventils 12c (Fig. 5) kann so ausgebildet werden, daß er einen Anschlag für den Betätigungsgriff des Hahnes 39 nach dessen Drehung um 1800 im Sinne des Uhrzeigers bildet.
  • Diese Anordnung ermöglicht die Betätigung des Hahnes 12 c nur am Ende des von Hand erfolgenden Öffnens des Hahnes 39.
  • Unter diesen Bedingungen genügt ein einziger Handgriff des Bedienungsmannes, nämlich die Drehung des Hahnes um 1800 im Uhrzeigersinne, um den gesamten Wiegeprozeß auszulösen.
  • Die vorstehend an Hand der Fig. 3 bis 6 beschriebenen Sicherheitsvorrichtungen blockieren den Hahn 39 im Falle eines nicht ausreichenden Gewichtes des Sackes. Sie alarmieren aber den Bedienungsmann nicht, falls ein zufälliger Gewichtsirrtum im umgekehrten Sinne vorkommt, d. h. ein oberhalb einer zulässigen Toleranz liegendes Gewicht gegeben wird.
  • Diese Gefahr wird durch die nachstehend an Hand von Fig. 7 beschriebene Anordnung ausgeschaltet.
  • Eine um eine auf dem Rahmen gelagerte Schneide 57a kippbare Leiste 57 stützt sich über eine Schneide 57b auf der Leiste 48 ab, auf der ein Ausgleichsgewicht 48a verschiebbar ist, welches es ermöglicht, das Trägheitsmoment des Systems auf einen sehr kleinen Wert einzustellen. Das andere Ende der Leiste 57 trägt eine Einstellschraube 57c, die unter Umständen zur Anlage an einen Anschlag 58 des Gewichtsträgers gelangen kann. In Fig. 7 ist der Waagebalken im Gleichgewichtszustand dargestellt. Wenn dieser Gleichgewichtszustand durch ein zu hohes Gewicht des Sackes überschritten und demzufolge der Gewichtsträger in anormaler Weise angehoben wird, so gelangt sein Ansatz 58 zur Anlage an die Einstellschraube 57 c, wodurch das Kippen der Leiste 57 und der Leiste 48 bewirkt wird. Dadurch wird der Zapfen 48 b abwärts bewegt und gelangt außer Kontakt mit dem Ventil 50b, so daß die Luft aus der Leitung 54 nicht mehr ausströmen kann und der Riegel 55 den Hahn 39 blockiert.
  • Selbstverständlich wirken sich die gleichen Vorgänge im Falle der betreffenden Anordnungen ebenso auf den Verteilerzylinder 53 oder über den Kontakt 50a auf den elektromagnetisch betätigten Schieber 52 aus.
  • In Fig. 8 ist eine gegenüber der in Fig. 7 dargestellten abgeänderte Ausführungsform veranschaulicht, bei welcher mit der Leiste 48 eine auf einer am Rahmen festen Schneide 60 aufruhende Leiste 59 kombiniert ist, die mit der Leiste 48 über eine Einstellschraube 59 b zusammenwirkt. Der Kopf dieser Schraube bildet einen Anschlag und ruht auf dem Rahmen. Sobald der Waagebalken als Folge eines zu hohen Gewichts die normale Gleichgewichtslage überschreitet, nimmt er die Leiste 59 mit, wodurch das Kippen der Leiste 48 bewirkt wird und die Wirkung der Zapfen 48 b auf das Ventil 50 b aufhört.
  • Die in Fig. 8 dargestellte Stellung der Leisten entspricht der, die sie während der Füllphase des Sackes einnehmen, während der die Leiste 48 auf dem mit dem Waagebalken fest verbundenen Anschlag 42 aufruht.
  • PATENTANSPRUCRE 1. Füll- und Wiegevorrichtung für Säcke mit einem am Waagebalken angeordneten Sackhalter, welcher eine selbsttätig lösbare Klemmvorrichtung für einen Sack aufweist, sowie mit einer vom Waagebalken betätigten Einrichtung zur Steuerung des Füllgutzulaufs und mit Arretier-und Dämpfungsvorrichtungen für den Waagebalken versehen ist, wobei für die Übertragung der Steuerimpulse elektrisch-pneumatisch betätigte Einrichtungen vorgesehen sind, gekennzeichnet durch einen an die Druckmittelleitung (47) zur Steuerung des Füllgutzulaufs angeschlossenen Zylinder (45) mit einem darin beweglichen, durch eine Feder (45 b) belasteten Kolben (45u) zur Betätigung eines Umschalthahnes (39) für das Öffnen bzw. Schließen der Klemmbacken (20a, 20b) am Sackhalter (18) und ferner gekennzeichnet durch ein vom Waagebalken über Kontakte (37, 38) gesteuertes Relais (35), welches zur Freigabe bzw. Sperrung des Druckmittels zur Betätigung der Füllvorrichtung und des an die gleiche Druckmittelleitung (47) angeschlossenen Kolbens (45a) dient.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein von dem Gewichtsträger (16) gesteuertes federbelastetes Ventil (13), das einen die Leitung (47, 8, 7) an die Betätigungsorgane (33, 19a, 19 b) an- oder abschließenden Verteiler (9) steuert.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen oberhalb des Gewichtsträgers (16) angeordneten, einen Anschlag bildenden Kolben (40).
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein in Abhängigkeit vom Gleichgewichtszustand des Waagebalkens (14) arbeitendes Verzögerungsrelais (51) für den Kolben (45o).
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais (51) ein Hitzdrahtrelais ist, das einen elektromagnetisch betätigten, in der Verbindungsleitung (46) zwischen Zylinder (45) und Verteiler (35) des Druckmediums liegenden Schieber (52) steuert.
    6. Vorrichtung nach AnspruchS, gekennzeichnet durch eine auf den Speisekontakt (50a) des Verzögerungsrelais (51) - wirkende, mit dem Waagebalken gekoppelte und das Relais betätigende Leiste (48).
    7. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen die Bewegung des Hahnes (39) od. dgl. steuernden Verteiler (53), der durch ein in Abhängigkeit von der Bewegung des Waagebalkens betätigtes Leckventil (50) gesteuert wird, 8. Vorrichtung nach Anspruch t bis 7, gekennzeichnet durch einen pneumatischen Riegel (55) zur Festlegung des Hahnes (39), sobald zu einem bestimmten Zeitpunkt das Leckventil (SO b) durch das Schwenken der Leiste (48) nicht mehr auf Auslaß gestellt ist.
    9. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine die Rückbewegung des freigegebenen Hahnes (39) progressiv steuernde, an sich bekannte Dämpfungsvorrichtung, bestehend aus einem Drosselventil (45c) und einem Dämpfungsmedium (56).
    10. Vorrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch eine in Abhängigkeit von dem Kolben (40) arbeitende pneumatische Vorrichtung, die die Rückverstellung des Hahnes in zwei bestimmten Zeiten bewirkt.
    11. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungshebel des mit dem Hahn (39) kombinierten Hahnes (12 c) einen Anschlag für den Betätigungshebel des Hahnes (39) bildet.
    12. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 11, gekennzeichnet durch eine Sicherheitsvorrichtung, die aus zwei Leisten (48 und 57) besteht, deren eine (57) durch den Waagebalken betätigt wird und auf die zweite wirkt, wenn die den Gewichtsträger tragende Seite des Waagebalkens sich anormal anhebt, wobei dann die zweite Leiste (48) ein Druckmedium (bei 50b) anschaltet, das den Hahn (12 c) blockiert oder auf den elektromagnetisch betätigten Schieber (52) oder den Verteilungszylinder (33) einwirkt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 531 329, 819 807, 955 936; französische Patentschriften Nr. 774735, 735,1 076 865; USA.-Patentschriften Nr. 1 809091, 1 970291, 2 098 247, 2604246.
DES49995A 1955-08-17 1956-08-16 Fuell- und Wiegevorrichtung zum Einsacken bestimmter Gutsmengen Pending DE1083173B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR1083173X 1955-08-17

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Publication Number Publication Date
DE1083173B true DE1083173B (de) 1960-06-09

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ID=9611032

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES49995A Pending DE1083173B (de) 1955-08-17 1956-08-16 Fuell- und Wiegevorrichtung zum Einsacken bestimmter Gutsmengen

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DE (1) DE1083173B (de)

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