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DE1083069B - Testkoerper zur Pruefung von Rasierapparaten und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Testkoerper zur Pruefung von Rasierapparaten und Verfahren zu dessen Herstellung

Info

Publication number
DE1083069B
DE1083069B DEB48294A DEB0048294A DE1083069B DE 1083069 B DE1083069 B DE 1083069B DE B48294 A DEB48294 A DE B48294A DE B0048294 A DEB0048294 A DE B0048294A DE 1083069 B DE1083069 B DE 1083069B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
film
test body
plastic
threads
sheared
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB48294A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BRAUN FA MAX
Original Assignee
BRAUN FA MAX
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BRAUN FA MAX filed Critical BRAUN FA MAX
Priority to DEB48294A priority Critical patent/DE1083069B/de
Publication of DE1083069B publication Critical patent/DE1083069B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
    • B26BHAND-HELD CUTTING TOOLS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B26B19/00Clippers or shavers operating with a plurality of cutting edges, e.g. hair clippers, dry shavers
    • B26B19/38Details of, or accessories for, hair clippers, or dry shavers, e.g. housings, casings, grips, guards

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

Zur objektiven Bestimmung der Leistungsfähigkeit eines Rasierapparates nach Güte und Lebensdauer ist die menschliche Haut aus verschiedenen Gründen nur schlecht geeignet. Einmal ist die mit Barthaar bedeckte Fläche, die dem Versuch zur Verfügung stehen kann, nur klein. Zum anderen zeigt die Haut verschiedener Personen individuelle Unterschiede, und auch bei ein und derselben Person sind ihre Eigenschaften an verschiedenen Gesichtspartien nicht gleich, und selbst an einer Stelle ändern sie sich mit den Umweltbedingungen, z. B. dem Wetter. Es ist daher wichtig, eine Art künstlicher Haut zu schaffen, die in ihren Eigenschaften, soweit sie bei der Rasur im Spiele sind, der natürlichen Haut möglichst nahekommt und mit diesen Eigenschaften sehr gleichmäßig hergestellt werden kann und in beliebigen Mengen zur Verfügung steht. Dabei wird es vorteilhaft sein, diesem Testkörper ein wesentlich widerstandsfähigeres »Haarkleid« zu verleihen, als es die natürliche Haut besitzt, um die Leistungsreserve eines Rasierapparates ausmessen zu können.
Gemäß der Erfindung besteht der Testkörper zur Prüfung von Rasierapparaten aus einer Folie aus insbesondere elastischem Werkstoff, z. B. Gummi, in die Fäden bestimmter Länge und bestimmten Durchmessers aus Tierhaar oder Kunststoff wie Nylon oder Perlon mit bestimmtem Abstand voneinander eingearbeitet sind. Mit Abstand und Zwischenraum kann die Dichte des künstlichen Haarkleides eingestellt werden, mit Durchmesser und Länge der Fäden die Widerstandsfähigkeit des Haarkleides und sein »Alter«.
Die Empfindlichkeit der künstlichen Haut kann gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung durch Aufbringen von dünnen Schichten, z. B. eines Lackes aus Talkum oder Puder, eingestellt und damit geprüft werden, ob und wie stark die Schervorrichtung eines Rasierapparates die Hautoberfläche verletzt.
Mit Testkörpern bestimmter oder verschiedener Einstellung nach Oberflächenbeschaffenheit, Fadenmaterial, -länge und -stärke und -zahl je Quadratzentimeter können reproduzierbare Versuchsserien mit einem bestimmten Rasierapparat ebensogut wie Vergleichsversuche mit verschiedenen Erzeugnissen durchgeführt werden. Ferner kann der neue Testkörper zu Vorführungszwecken und zum Probieren für die Kunden in den Verkaufsstellen verwendet und schließlich auch der Packung jedes Gerätes beigefügt werden, um es dem Benutzer zu ermöglichen, von Zeit zu Zeit sein Gerät zu überprüfen, wenn er aus einem vielleicht subjektiven Grund mit ihm nicht zufrieden sein sollte.
Der neue Testkörper kann nach verschiedenen Verfahren hergestellt werden, die sich an die Textil-Testkörper
zur Prüfung von Rasierapparaten
und Verfahren zu dessen Herstellung
Anmelder:
Fa. Max Braun,
Frankfurt/M., Rüsselsheimer Str. 22
herstellung und -verarbeitung oder an in der Kunststoffindustrie bestehende Verfahren anlehnen und ebenfalls einen Bestandteil der Erfindung bilden.
So ist es möglich, die später das künstliche Haarkleid bildenden Fäden auf die Folie aufzunähen und anschließend, vorzugsweise im gleichen Arbeitsgang, die Nähte in der Mitte zwischen zwei Einstichen aufzuschneiden. Unter der Wirkung ihrer eigenen Elastizität richten sich die Fadenstümpfe auf; der Vorgang kann noch durch Bürsten unterstützt werden. Damit die Fadenstümpfe in den Einstichen festgehalten werden, empfiehlt es sich, eine Folie aus elastischem Werkstoff zu verwenden. Zweckmäßig wird ihre Rückseite noch kaschiert. Bei diesem Verfahren kann die Dichte des Besatzes nur durch den Abstand der Nähte als unabhängige Variable variiert werden, da die verlangte Länge der Fadenstümpfe den Abstand der Einstiche und damit den Abstand der »Barthaare« in Nahtrichtung bestimmt.
Nach einem anderen, bei der Veloursherstellung angewandten Verfahren besteht diese Einschränkung nicht. Hier werden Schlaufen bestimmter Länge gezogen, und in einem anschließenden Arbeitsgang wird der Besatz auf die vorgegebene Höhe geschoren, wodurch die Schlaufen aufgetrennt werden.
Nach einem dritten Verfahren kann der neue Testkörper auf rein synthetischer Basis hergestellt werden, indem ein Kunststoffrohr von der Stärke und einem Umfang gleich der gewählten Breite der Unterlage siebartig gelocht, einseitig verschlossen und mit der anderen Stirnseite an eine Kunststoffpresse angesetzt wird, aus der flüssiger Kunststoff unter Druck eingepreßt wird, wobei die durch die Löcher austretenden Fäden in einem Härtebad zum Erstarren gebracht werden. Anschließend wird das Rohr von der Presse getrennt, entleert, längs einer Mantellinie aufge-
009 529/124·
schnitten und ausgebreitet, und die Fäden werden auf die vorgeschriebene Länge geschoren. Wenn sich Unterlage und Fäden verbinden, braucht der Kunststoff keine elastischen Eigenschaften zu besitzen.
Schließlich ist es auch möglich, Kunststoffmiich auf ein Sieb zu gießen, dessen Raster entsprechend der Stärke und Dichte eines künstlichen Haarkleides gewählt ist, und zum raschen Erstarren zu bringen, worauf das Fell vom Sieb abgezogen und geschoren wird. In diesem Fall bestehen also Unterlage und Besatz aus einem Stück.
In der Zeichnung ist der neue Testkörper in starker Vergrößerung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 die Herstellung nach dem Nähverfahren,
Fig. 2 die Herstellung durch Schlaufenbildung und
Fig. 3 einen nach dem Spritz- oder Gießverfahren hergestellten Testkörper.
In der Zeichnung ist mit 1 die die künstliche Haut darstellende Folie bezeichnet,. die in den Fällen der Fig. 1 und 2 aus einem elastischen Werkstoff, vorzugsweise aus Naturgummi von etwa Vamm Stärke, besteht. In Fig. 1 ist eine Naht aus Oberfaden 2 und Unterfaden 3 dargestellt, von der der Oberfaden aus Perlon oder Nylon oder auch aus Tierhaar besteht und nach dem Auftrennen die Haarbüschel 4 bildet. Damit sich die Fadenstümpfe nicht aus den Einstichen herausziehen können, werden sie durch eine gegen die Rückseite kaschierte Folie 5 festgelegt.
In Fig. 2 sind mit 2' die Schlaufen dargestellt, aus denen nach dem Scheren wieder die Büschel 4 entstehen. Bei diesem Herstellungsverfahren besteht volle Freiheit in der Wahl der Dichte des Besatzes und der Länge der Fadenstümpfe. Auch hier ist es zweckmäßig, gegen die Rückseite der Trägerfolie 1 eine weitere Folie 5 zu kaschieren.
Fig. 3 zeigt schließlich ein Fell aus einem vergieß- oder verspritzbaren Werkstoff, bei dem die Haare 6 mit der Unterlage 1 aus einem Stück bestehen.

Claims (7)

Patentansprüche: 40
1. Testkörper zur Prüfung von Rasierapparaten, gekennzeichnet durch eine Folie aus insbesondere elastischem Werkstoff, z. B. Gummi, in die Fäden bestimmter Länge und bestimmten Durchmessers aus Tierhaar oder Kunststoff, wie Nylon oder Perlon, mit bestimmtem Abstand voneinander eingearbeitet sind.
2. Testkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie auf ihrer Oberseite mit einer dünnen verletzlichen Schicht, z. B. eines Lackes, versehen ist.
3. Testkörper nach Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie mit der Rückseite auf einer Unterlage, insbesondere einer zweiten Folie, aufgeklebt ist.
4. Verfahren zur Herstellung eines Testkörpers nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die natürliche oder präparierte Folie mit Nähten versehen und auf der Rückseite mit einer Deckfolie hinterklebt wird und anschließend, vorzugsweise im gleichen Arbeitsgang, die Nähte in der Mitte zwischen zwei Einstichen aufgeschnitten und die Fadenstümpfe aufgerichtet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberfaden zwischen den Einstichen Schlaufen nach Art eines Velours bildet, die nach dem Hinterkleben der Trägerfolie geschoren werden.
6. Verfahren zur Herstellung des Testkörpers nach den Ansprüchen 1 bis 3 auf synthetischer Basis, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kunststoffrohr von der Stärke und einem Umfang gleich der gewählten Breite der Unterlage für den Besatz siebartig gelocht, einseitig verschlossen und mit der anderen Stirnseite an eine Kunststoffpresse angesetzt wird, aus der flüssiger Kunststoff unter Druck eingepreßt wird, und daß die durch die Löcher austretenden Fäden in einem Härtebad zum Erstarren gebracht werden, worauf das Rohr von der Presse getrennt, längs einer Mantellinie ausgeschnitten und ausgebreitet wird, und die Fäden auf die vorgegebene Länge geschoren werden.
7. Abwandlung des Verfahrens nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Kunststoffmilch auf ein Sieb gegossen wird, dessen Raster entsprechend der Stärke und Dichte des Besatzes gewählt ist, und zum raschen Erstarren gebracht wird, worauf das Fell vom Sieb abgezogen und geschoren wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 529/124 5.
DEB48294A 1958-03-22 1958-03-22 Testkoerper zur Pruefung von Rasierapparaten und Verfahren zu dessen Herstellung Pending DE1083069B (de)

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DE1083069B true DE1083069B (de) 1960-06-09

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DE (1) DE1083069B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1198318B (de) 1962-09-24 1965-08-12 Otto Greichgauer Verfahren zum Herstellen von Borstenwaren
USD256440S (en) 1977-09-29 1980-08-19 Devices & Services Company Solar radiation measuring apparatus

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1198318B (de) 1962-09-24 1965-08-12 Otto Greichgauer Verfahren zum Herstellen von Borstenwaren
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