DE1083069B - Testkoerper zur Pruefung von Rasierapparaten und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Testkoerper zur Pruefung von Rasierapparaten und Verfahren zu dessen HerstellungInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B26B19/00—Clippers or shavers operating with a plurality of cutting edges, e.g. hair clippers, dry shavers
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Description
Zur objektiven Bestimmung der Leistungsfähigkeit eines Rasierapparates nach Güte und Lebensdauer ist
die menschliche Haut aus verschiedenen Gründen nur schlecht geeignet. Einmal ist die mit Barthaar bedeckte
Fläche, die dem Versuch zur Verfügung stehen kann, nur klein. Zum anderen zeigt die Haut verschiedener
Personen individuelle Unterschiede, und auch bei ein und derselben Person sind ihre Eigenschaften
an verschiedenen Gesichtspartien nicht gleich, und selbst an einer Stelle ändern sie sich mit den Umweltbedingungen,
z. B. dem Wetter. Es ist daher wichtig, eine Art künstlicher Haut zu schaffen, die in ihren
Eigenschaften, soweit sie bei der Rasur im Spiele sind, der natürlichen Haut möglichst nahekommt und
mit diesen Eigenschaften sehr gleichmäßig hergestellt werden kann und in beliebigen Mengen zur Verfügung
steht. Dabei wird es vorteilhaft sein, diesem Testkörper ein wesentlich widerstandsfähigeres »Haarkleid«
zu verleihen, als es die natürliche Haut besitzt, um die Leistungsreserve eines Rasierapparates ausmessen
zu können.
Gemäß der Erfindung besteht der Testkörper zur Prüfung von Rasierapparaten aus einer Folie aus insbesondere
elastischem Werkstoff, z. B. Gummi, in die Fäden bestimmter Länge und bestimmten Durchmessers
aus Tierhaar oder Kunststoff wie Nylon oder Perlon mit bestimmtem Abstand voneinander eingearbeitet
sind. Mit Abstand und Zwischenraum kann die Dichte des künstlichen Haarkleides eingestellt
werden, mit Durchmesser und Länge der Fäden die Widerstandsfähigkeit des Haarkleides und sein
»Alter«.
Die Empfindlichkeit der künstlichen Haut kann gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung durch Aufbringen
von dünnen Schichten, z. B. eines Lackes aus Talkum oder Puder, eingestellt und damit geprüft
werden, ob und wie stark die Schervorrichtung eines Rasierapparates die Hautoberfläche verletzt.
Mit Testkörpern bestimmter oder verschiedener Einstellung nach Oberflächenbeschaffenheit, Fadenmaterial,
-länge und -stärke und -zahl je Quadratzentimeter können reproduzierbare Versuchsserien
mit einem bestimmten Rasierapparat ebensogut wie Vergleichsversuche mit verschiedenen Erzeugnissen
durchgeführt werden. Ferner kann der neue Testkörper zu Vorführungszwecken und zum Probieren
für die Kunden in den Verkaufsstellen verwendet und schließlich auch der Packung jedes Gerätes beigefügt
werden, um es dem Benutzer zu ermöglichen, von Zeit zu Zeit sein Gerät zu überprüfen, wenn er aus einem
vielleicht subjektiven Grund mit ihm nicht zufrieden sein sollte.
Der neue Testkörper kann nach verschiedenen Verfahren hergestellt werden, die sich an die Textil-Testkörper
zur Prüfung von Rasierapparaten
und Verfahren zu dessen Herstellung
und Verfahren zu dessen Herstellung
Anmelder:
Fa. Max Braun,
Frankfurt/M., Rüsselsheimer Str. 22
Frankfurt/M., Rüsselsheimer Str. 22
herstellung und -verarbeitung oder an in der Kunststoffindustrie bestehende Verfahren anlehnen und
ebenfalls einen Bestandteil der Erfindung bilden.
So ist es möglich, die später das künstliche Haarkleid bildenden Fäden auf die Folie aufzunähen und
anschließend, vorzugsweise im gleichen Arbeitsgang, die Nähte in der Mitte zwischen zwei Einstichen aufzuschneiden.
Unter der Wirkung ihrer eigenen Elastizität richten sich die Fadenstümpfe auf; der Vorgang
kann noch durch Bürsten unterstützt werden. Damit die Fadenstümpfe in den Einstichen festgehalten werden,
empfiehlt es sich, eine Folie aus elastischem Werkstoff zu verwenden. Zweckmäßig wird ihre
Rückseite noch kaschiert. Bei diesem Verfahren kann die Dichte des Besatzes nur durch den Abstand der
Nähte als unabhängige Variable variiert werden, da die verlangte Länge der Fadenstümpfe den Abstand
der Einstiche und damit den Abstand der »Barthaare« in Nahtrichtung bestimmt.
Nach einem anderen, bei der Veloursherstellung angewandten Verfahren besteht diese Einschränkung
nicht. Hier werden Schlaufen bestimmter Länge gezogen, und in einem anschließenden Arbeitsgang wird
der Besatz auf die vorgegebene Höhe geschoren, wodurch die Schlaufen aufgetrennt werden.
Nach einem dritten Verfahren kann der neue Testkörper auf rein synthetischer Basis hergestellt werden,
indem ein Kunststoffrohr von der Stärke und einem Umfang gleich der gewählten Breite der Unterlage
siebartig gelocht, einseitig verschlossen und mit der anderen Stirnseite an eine Kunststoffpresse angesetzt
wird, aus der flüssiger Kunststoff unter Druck eingepreßt wird, wobei die durch die Löcher austretenden
Fäden in einem Härtebad zum Erstarren gebracht werden. Anschließend wird das Rohr von der Presse
getrennt, entleert, längs einer Mantellinie aufge-
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schnitten und ausgebreitet, und die Fäden werden auf die vorgeschriebene Länge geschoren. Wenn sich
Unterlage und Fäden verbinden, braucht der Kunststoff keine elastischen Eigenschaften zu besitzen.
Schließlich ist es auch möglich, Kunststoffmiich auf ein Sieb zu gießen, dessen Raster entsprechend
der Stärke und Dichte eines künstlichen Haarkleides gewählt ist, und zum raschen Erstarren zu bringen,
worauf das Fell vom Sieb abgezogen und geschoren wird. In diesem Fall bestehen also Unterlage und Besatz
aus einem Stück.
In der Zeichnung ist der neue Testkörper in starker Vergrößerung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 die Herstellung nach dem Nähverfahren,
Fig. 2 die Herstellung durch Schlaufenbildung und
Fig. 3 einen nach dem Spritz- oder Gießverfahren hergestellten Testkörper.
In der Zeichnung ist mit 1 die die künstliche Haut darstellende Folie bezeichnet,. die in den Fällen der
Fig. 1 und 2 aus einem elastischen Werkstoff, vorzugsweise aus Naturgummi von etwa Vamm Stärke,
besteht. In Fig. 1 ist eine Naht aus Oberfaden 2 und
Unterfaden 3 dargestellt, von der der Oberfaden aus Perlon oder Nylon oder auch aus Tierhaar besteht
und nach dem Auftrennen die Haarbüschel 4 bildet. Damit sich die Fadenstümpfe nicht aus den Einstichen
herausziehen können, werden sie durch eine gegen die Rückseite kaschierte Folie 5 festgelegt.
In Fig. 2 sind mit 2' die Schlaufen dargestellt, aus denen nach dem Scheren wieder die Büschel 4 entstehen.
Bei diesem Herstellungsverfahren besteht volle Freiheit in der Wahl der Dichte des Besatzes und der
Länge der Fadenstümpfe. Auch hier ist es zweckmäßig, gegen die Rückseite der Trägerfolie 1 eine
weitere Folie 5 zu kaschieren.
Fig. 3 zeigt schließlich ein Fell aus einem vergieß- oder verspritzbaren Werkstoff, bei dem die Haare 6
mit der Unterlage 1 aus einem Stück bestehen.
Claims (7)
1. Testkörper zur Prüfung von Rasierapparaten, gekennzeichnet durch eine Folie aus insbesondere
elastischem Werkstoff, z. B. Gummi, in die Fäden bestimmter Länge und bestimmten Durchmessers
aus Tierhaar oder Kunststoff, wie Nylon oder Perlon, mit bestimmtem Abstand voneinander
eingearbeitet sind.
2. Testkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie auf ihrer Oberseite mit
einer dünnen verletzlichen Schicht, z. B. eines Lackes, versehen ist.
3. Testkörper nach Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie mit der Rückseite
auf einer Unterlage, insbesondere einer zweiten Folie, aufgeklebt ist.
4. Verfahren zur Herstellung eines Testkörpers nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die natürliche oder präparierte Folie mit Nähten versehen und auf der Rückseite mit
einer Deckfolie hinterklebt wird und anschließend, vorzugsweise im gleichen Arbeitsgang, die Nähte
in der Mitte zwischen zwei Einstichen aufgeschnitten und die Fadenstümpfe aufgerichtet
werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberfaden zwischen den Einstichen
Schlaufen nach Art eines Velours bildet, die nach dem Hinterkleben der Trägerfolie geschoren
werden.
6. Verfahren zur Herstellung des Testkörpers nach den Ansprüchen 1 bis 3 auf synthetischer Basis, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Kunststoffrohr von der Stärke und einem Umfang gleich der gewählten
Breite der Unterlage für den Besatz siebartig gelocht, einseitig verschlossen und mit der anderen
Stirnseite an eine Kunststoffpresse angesetzt wird, aus der flüssiger Kunststoff unter Druck eingepreßt
wird, und daß die durch die Löcher austretenden Fäden in einem Härtebad zum Erstarren
gebracht werden, worauf das Rohr von der Presse getrennt, längs einer Mantellinie ausgeschnitten
und ausgebreitet wird, und die Fäden auf die vorgegebene Länge geschoren werden.
7. Abwandlung des Verfahrens nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Kunststoffmilch auf
ein Sieb gegossen wird, dessen Raster entsprechend der Stärke und Dichte des Besatzes gewählt
ist, und zum raschen Erstarren gebracht wird, worauf das Fell vom Sieb abgezogen und
geschoren wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 529/124 5.
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|---|---|---|---|
| DEB48294A DE1083069B (de) | 1958-03-22 | 1958-03-22 | Testkoerper zur Pruefung von Rasierapparaten und Verfahren zu dessen Herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE1083069B true DE1083069B (de) | 1960-06-09 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1083069B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1198318B (de) | 1962-09-24 | 1965-08-12 | Otto Greichgauer | Verfahren zum Herstellen von Borstenwaren |
| USD256440S (en) | 1977-09-29 | 1980-08-19 | Devices & Services Company | Solar radiation measuring apparatus |
-
1958
- 1958-03-22 DE DEB48294A patent/DE1083069B/de active Pending
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| DE1198318B (de) | 1962-09-24 | 1965-08-12 | Otto Greichgauer | Verfahren zum Herstellen von Borstenwaren |
| USD256440S (en) | 1977-09-29 | 1980-08-19 | Devices & Services Company | Solar radiation measuring apparatus |
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