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DE1629485C3 - Verfahren zum Herstellen eines mit einem Polsterüberzug versehenen Kissens mit Schaumstoffkern - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines mit einem Polsterüberzug versehenen Kissens mit Schaumstoffkern

Info

Publication number
DE1629485C3
DE1629485C3 DE19661629485 DE1629485A DE1629485C3 DE 1629485 C3 DE1629485 C3 DE 1629485C3 DE 19661629485 DE19661629485 DE 19661629485 DE 1629485 A DE1629485 A DE 1629485A DE 1629485 C3 DE1629485 C3 DE 1629485C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mold
foam
cushion
cover
foam core
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19661629485
Other languages
English (en)
Inventor
Seymour New York; Krakauer Edwin George Roslyn Heights; N. Y. Pincus (V.StA.)
Original Assignee
Kay Manufacturing Corp., New York, N. Y. (V.StA.)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kay Manufacturing Corp., New York, N. Y. (V.StA.) filed Critical Kay Manufacturing Corp., New York, N. Y. (V.StA.)
Application granted granted Critical
Publication of DE1629485C3 publication Critical patent/DE1629485C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines mit einem Polsterüberzug versehenen Kissens mit Schaumsioffkern mit Hilfe einer gasdurchlässigen Form, die mit einer der Trennung von Kissen und Form dienenden Zwischenschicht ausgekleidet ist, die nach dem Trennen von Kissen und Form den Polsterüberzug bildet.
Aus der DT-AS 10 79 314 ist es bekannt, eine poröse Form zur Herstellung von Gegenständen aus natürlichen und synthetischen Polymeren durch Formen unter Druck mit einer porösen Kunststoffschicht mit Antiklebcigenschaftcn auszukleiden, um nach dem Öffnen der Form die Trennung von geformtem Gegenstand und Form zu erleichtern. Die CH-PS 3 83 613 offenbart hierzu, daß auf derartige Formtrennmittel verzichtet werden kann, wenn man als Formen Sinterkörper oder ähnlich gleichmäßig luftdurchlässige Körper verwendet. Man kann Formen auch aus geschäumten Kunststoffmaterialien herstellen, wie es die GB-PS 9 80 754 beschreibt, und auch diese zum Erleichtern des Trennungsvorgangs mit einer speziellen Beschichtung versehen. Diese Schichten können Papier- oder Polyäthylenfilme seien, die sich aus der Form wieder lösen, oder auch solche, die ständig mit der Formoberfläche verbunden bleiben, wie z. B. Stoff, Leder, Filz od. dgl.
Es ist auch bekannt, als Trennschicht in der Form eine Folie zu verwenden, die nach dem Trennen Als Verkleidung auf dem geformten Körper verbleibt. So beschreibt die CH-PS 2 76 245 ein Verfahren zum Herstellen von wärmeisolierenden Behältern, bei dem eine als Trennschicht dienende Folie in die gasdurchlässige Form eingelegt wird. Die Gasdurchlässigkeit der Form ist notwendig, um beim Einfüllen und Aufschäumen des Kunststoffmaterials ein Entweichen in der Form vorhandenen Luft und Gase zu ermöglichen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das letztgenannte Verfahren derart auszugestalten, daß es zur Herstellung von mit einem Polsterüberzug versehenen Kissen geeignet ist, dessen Weichheit und Geschmeidigkeit nicht gestört ist. Wollte man nämlich das aufschäumende Material überall direkt mit dem Polsterüberzug in Kontakt bringen, dann würde der Polsterüberzug sich vollständig mit dem Schaumstoffmaterial vollsaugen und entsprechend steif werden. Andererseits soll aber, wie beim bekannten Verfahren, der Polsterüberzug beim Aufschäumen des Kerns direkt mit diesem verbunden werden.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß auf die Formauskleidung eine poröse, an diskreten Stellen durchlöcherte Folie aufgebracht und der Polsterüberzug beim Aufschäumen des Schaum-Stoffs mittels durch die Löcher in der Folie tretenden Schaumstoffüberschusses am Schaumstoffkern befestigt wird.
Diese Folie ist demnach eine Zwischenlage, die allein dazu bestimmt ist, eine ganzflächige Verbindung ίο zwischen dem Schaumstoffkern und dem Polsterüberzug zu vermeiden. Zur Sicherstellung einer ausreichend schnellen Gasabführung ist die Folie außerdem porös, da die Löcher, die dem Durchtritt des Schaumstoffmaterials dienen, allein keine störungsfreie Gasabfuhr gewährleisten.
Die Erfindung soll nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen, in denen Ausführungsbeispicle dargestellt sind, näher erläutert werden. Es zeigen:
F i g. 1 einen senkrechten Längsschnitt durch eine aus zwei Formhälften bestehende, geschlossene Form, die teilweise ausgekleidet ist:
F i g. 2 einen Ausschnitt durch einen Längsschnitt der Form nach Fig. 1 zur deutlicheren Darstellung:
F i g. 3 ein anderes Ausführungsbeispiel einer Form, die vollständig ausgekleidet ist. und
F i g. 4 und 5 je ein Möbelpolster in perspektivischer Darstellung, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt worden sind.
Die in F i g. 1 gezeigte zweiteilige Form zur Herstellung von Schaumstoffkissen besteht aus einer unteren Formhäll'te 10 und einer oberen Formhälfte 11, die vorzugsweise aus halbsteifem Polyurethanschaum bestehen und eine erhebliche Anzahl von offenen Zellen bzw. Poren haben. Das halbsteife Polyurethan- oder ähnlicher Kunststoffschaum ist weder stark federnd oder flexibel, weist jedoch eine gewisse federnde Nachgiebigkeit auf, um Beschädigungen bei Belastung zu vermeiden. Die beiden Formhälften 10 und 11 bilden zwischen sich einen Formhohlraum 12 aus. Die diesen in der unteren Formhälfte 10 begrenzende Wandfläche 13 ist mit einer herausnehmbaren Trennmittelauskleidung 14 aus geeignetem Material, vorzugsweise Polyäthylen, bedeckt, die vorzugsweise mit ihrem äußeren Rand 15 ausreichend weit über die Anlagefläche der Form nach außen hinausragt, damit eine vollständige Umhüllung des im Hohlraum 12 gebildeten Schaumes in Verbindung mit einer ähnlichen entfernbaren Auskleidung des Hohlraumes im oberen Formteil 11 sichergestellt ist. Die untere Formhälfte 10 ist in einem nach oben offenen Formkasten 16 eingesetzt. Sein oberer Rand 17 liegt in der Trennebene der beiden Formhälften 10 und 11. In die Wand des Formkastens 16 ist ein Rohrstutzen 18 eingesetzt. Die obere Formhälfte U sitzt in einem ähnlichen Formkasten 19 mit einem Rohrstutzen 20.
Die Hohlraumfläche der oberen Formhälfte 11 ist mit einer Auskleidung 23 aus einem textlien oder anderen Material versehen, das später das Bezugsmaterial für das Kissen darstellt. Dieses Bezugsmaterial übernimmt zugleich die Funktion, die in der unteren Formhälfte 10 die Auskleidung 14 hat, d. h. sie erleichtert die Trennung zwischen Kissen und Form nach dem Aufschäumen. Damit sich nicht das ganze Bezugsmaterial beim Aufschäumen mit Polyurethan vollsaugen kann und unerwünscht steif wird, ist die Auskleidung 23 gegen den Formhohlraum 12 hin von einer Folie 21 abgedeckt, die ausreichend porös ist, um einen freien Gasabzug zu gewährleisten. Zusätzlich weist diese Folie 21 Löcher 22 auf, durch die das
Polyurethan beim Aufschäumen in geringen Mengen hindurchtreten kann, um an diskreten Stellen in das Bezugsmaterial 23 einzudringen und auf diese Weise letzteres an den gebildeten Schaumstoffkörper zu binden. Die Einzelheiten gehen besonders deutlich aus F i g. 2 hervor.
In der Trennebene der Form ist ein Gitter 26 angeordnet, das nach außen ragt. Mit ihm kann bei geöffneter Form der Schaumstoffkörper getragen und aus der Form entnommen werden. Hierzu sind die ι ο Enden 28 der Drähte des Gitterwerks 26 an einer Halterung 27 befestigt.
Während Fig. 1 ein Beispiel zeigte, bei dem nur die Oberseite des hergestellten Kissens mit einem Bezugsstoff versehen war, zeigt F i g. 3 eine Form, die vollständig ausgekleidet ist. Ein Bezug 46 ist in einer sackartigen Form dargestellt. Er ist gegen den Formhohlraum hin von einer Folie 40 bedeckt, die porös ist und wiederum eine Anzahl von Löcher zum Durchtritt von Schaum aufweist. Um zu ermöglichen, daß die Auskleidung 40 in geeigneter Weise in der Trennebene der Form verschlossen werden kann, erstreckt sie sich mit ihren Randteilen 41 über die Form hinaus. Das aufzuschäumende Material wird in den Sack eingebracht, nachdem dieser ζ. Β mit Hilfe einer geeigneten Düse in den Formhohlraum eingelegt worden ist oder bevor dieser vor dem Einbringen in die Form verschlossen wird. Nach dem Ausschäumen bleibt der Bezug 46 an dem aufgeschäumten Kissen haften, auch während der anschließenden Behandlung zum Zwecke des Aushärtens des Kissens in einem Härteofen, wobei der Bezug zugleich während des Transports eine Verstärkung der Folie 40 bildet.
Bei dem in F i g. 4 dargestellten Polsterkissen 35 sind in der zwischen dem Bezugsstoff 37 und dem Schaumstoffkörper befindlichen Folie 36 geeignet bemessene und verhältnismäßig große Öffnungen 30 an vorbestimmten Stellen 31 angebracht, an denen das Bezugsmaterial festhaftend mit dem Schaumstoffkörper verbunden werden soll. Erfahrungsgemäß ist die Beanspruchung nicht an allen Stellen gleichmäßig, so daß auch eine ungleichmäßige Verteilung von Löchern, wie in F i g. 4 dargestellt, gewählt werden kann.
Ähnliches gilt für ein Polsterkissen 50 für ein Möbelstück, das in einer für das Möbelstück geeigneten Weise gestaltet ist. Hier finden sich größere Löcher 32 zum Durchtritt von Schaumstoff ebenfalls bevorzugt an den Kanten.
Neben den Löchern 30 bzw. 32 zum Durchtritt des Schaumstoffs weisen die Folien 36 noch verhältnismäßig kleine Öffnungen 47 nur für den Durchtritt von Gasen auf, die sich hauptsächlich im oberen Bereich befinden, d. h. dort, wo beim Ausformen in der Form sich als erstes die expandierenden Gase ansammeln.
Durch die erfindungsgemäße Maßnahme ist es möglich geworden zu verhindern, daß der für die Kissenherstellung bevorzugte Schaumstoff Polyurethan, der als relativ starker Klebstoff bekannt ist, den Bezugsstoff unnötig versteift. Andererseits können seine Klebeigenschaften in hervorragender Weise dazu ausgenutzt werden, um den Bezugsstoff und den Schaumstoff fest miteinander zu verbinden, so daß der Bezugsstoff auf dem Kissen nicht rutschen kann, wie dies im Gebrauch von Möbeln sonst oft zu beobachten ist. Durch die Wahl der Größe und die Lage der Öffnungen in der Folie, die Schaumstoff und Bezugsstoff voneinander trennt, ist es möglich, Bezugsmaterialien an dem Schaumstoffkörper unabhängig davon zu befestigen, ob die Oberfläche des Kissens eben, gekrümmt, gewellt oder in anderer Weise geformt ist. Die Herstellung ist äußerst einfach und nur mit geringen Kosten verbunden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Herstellen eines mit einem Polsterüberzug versehenen Kissens mit Schaumstoffkern mit Hilfe einer gasdurchlässigen Form, die mit einer der Trennung von Kissen und Form dienenden Zwischenschicht ausgekleidet ist, die nach dem Trennen von Kissen und Form den Polsterüberzug bildet, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Formauskleidung eine poröse, an diskreten Stellen durchlöcherte Folie aufgebracht und der Polsterüberzug beim Aufschäumen des Schaumstoffes mittels durch die Löcher in der Folie tretenden Schaumsioffüberschusses am Schaumstoffkern befestigt wird.
DE19661629485 1965-02-16 1966-02-16 Verfahren zum Herstellen eines mit einem Polsterüberzug versehenen Kissens mit Schaumstoffkern Expired DE1629485C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US43309065 1965-02-16
DEK0058463 1966-02-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1629485C3 true DE1629485C3 (de) 1977-06-08

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