DE1629485C3 - Verfahren zum Herstellen eines mit einem Polsterüberzug versehenen Kissens mit Schaumstoffkern - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines mit einem Polsterüberzug versehenen Kissens mit SchaumstoffkernInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines mit einem Polsterüberzug versehenen
Kissens mit Schaumsioffkern mit Hilfe einer gasdurchlässigen Form, die mit einer der Trennung von Kissen
und Form dienenden Zwischenschicht ausgekleidet ist, die nach dem Trennen von Kissen und Form den
Polsterüberzug bildet.
Aus der DT-AS 10 79 314 ist es bekannt, eine poröse Form zur Herstellung von Gegenständen aus natürlichen
und synthetischen Polymeren durch Formen unter Druck mit einer porösen Kunststoffschicht mit Antiklebcigenschaftcn
auszukleiden, um nach dem Öffnen der Form die Trennung von geformtem Gegenstand
und Form zu erleichtern. Die CH-PS 3 83 613 offenbart hierzu, daß auf derartige Formtrennmittel verzichtet
werden kann, wenn man als Formen Sinterkörper oder ähnlich gleichmäßig luftdurchlässige Körper verwendet.
Man kann Formen auch aus geschäumten Kunststoffmaterialien herstellen, wie es die GB-PS 9 80 754
beschreibt, und auch diese zum Erleichtern des Trennungsvorgangs mit einer speziellen Beschichtung
versehen. Diese Schichten können Papier- oder Polyäthylenfilme seien, die sich aus der Form wieder
lösen, oder auch solche, die ständig mit der Formoberfläche verbunden bleiben, wie z. B. Stoff, Leder, Filz
od. dgl.
Es ist auch bekannt, als Trennschicht in der Form eine
Folie zu verwenden, die nach dem Trennen Als Verkleidung auf dem geformten Körper verbleibt. So
beschreibt die CH-PS 2 76 245 ein Verfahren zum Herstellen von wärmeisolierenden Behältern, bei dem
eine als Trennschicht dienende Folie in die gasdurchlässige Form eingelegt wird. Die Gasdurchlässigkeit der
Form ist notwendig, um beim Einfüllen und Aufschäumen des Kunststoffmaterials ein Entweichen in der
Form vorhandenen Luft und Gase zu ermöglichen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das letztgenannte Verfahren derart auszugestalten,
daß es zur Herstellung von mit einem Polsterüberzug versehenen Kissen geeignet ist, dessen
Weichheit und Geschmeidigkeit nicht gestört ist. Wollte man nämlich das aufschäumende Material überall direkt
mit dem Polsterüberzug in Kontakt bringen, dann würde der Polsterüberzug sich vollständig mit dem
Schaumstoffmaterial vollsaugen und entsprechend steif werden. Andererseits soll aber, wie beim bekannten
Verfahren, der Polsterüberzug beim Aufschäumen des Kerns direkt mit diesem verbunden werden.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß auf die Formauskleidung eine poröse, an
diskreten Stellen durchlöcherte Folie aufgebracht und der Polsterüberzug beim Aufschäumen des Schaum-Stoffs
mittels durch die Löcher in der Folie tretenden Schaumstoffüberschusses am Schaumstoffkern befestigt
wird.
Diese Folie ist demnach eine Zwischenlage, die allein dazu bestimmt ist, eine ganzflächige Verbindung
ίο zwischen dem Schaumstoffkern und dem Polsterüberzug zu vermeiden. Zur Sicherstellung einer ausreichend
schnellen Gasabführung ist die Folie außerdem porös, da die Löcher, die dem Durchtritt des Schaumstoffmaterials
dienen, allein keine störungsfreie Gasabfuhr gewährleisten.
Die Erfindung soll nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen, in denen Ausführungsbeispicle
dargestellt sind, näher erläutert werden. Es zeigen:
F i g. 1 einen senkrechten Längsschnitt durch eine aus zwei Formhälften bestehende, geschlossene Form, die
teilweise ausgekleidet ist:
F i g. 2 einen Ausschnitt durch einen Längsschnitt der Form nach Fig. 1 zur deutlicheren Darstellung:
F i g. 3 ein anderes Ausführungsbeispiel einer Form, die vollständig ausgekleidet ist. und
F i g. 4 und 5 je ein Möbelpolster in perspektivischer Darstellung, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellt worden sind.
Die in F i g. 1 gezeigte zweiteilige Form zur Herstellung von Schaumstoffkissen besteht aus einer
unteren Formhäll'te 10 und einer oberen Formhälfte 11,
die vorzugsweise aus halbsteifem Polyurethanschaum bestehen und eine erhebliche Anzahl von offenen Zellen
bzw. Poren haben. Das halbsteife Polyurethan- oder ähnlicher Kunststoffschaum ist weder stark federnd
oder flexibel, weist jedoch eine gewisse federnde Nachgiebigkeit auf, um Beschädigungen bei Belastung
zu vermeiden. Die beiden Formhälften 10 und 11 bilden zwischen sich einen Formhohlraum 12 aus. Die diesen in
der unteren Formhälfte 10 begrenzende Wandfläche 13 ist mit einer herausnehmbaren Trennmittelauskleidung
14 aus geeignetem Material, vorzugsweise Polyäthylen, bedeckt, die vorzugsweise mit ihrem äußeren Rand 15
ausreichend weit über die Anlagefläche der Form nach außen hinausragt, damit eine vollständige Umhüllung
des im Hohlraum 12 gebildeten Schaumes in Verbindung mit einer ähnlichen entfernbaren Auskleidung des
Hohlraumes im oberen Formteil 11 sichergestellt ist. Die untere Formhälfte 10 ist in einem nach oben offenen
Formkasten 16 eingesetzt. Sein oberer Rand 17 liegt in der Trennebene der beiden Formhälften 10 und 11. In
die Wand des Formkastens 16 ist ein Rohrstutzen 18 eingesetzt. Die obere Formhälfte U sitzt in einem
ähnlichen Formkasten 19 mit einem Rohrstutzen 20.
Die Hohlraumfläche der oberen Formhälfte 11 ist mit einer Auskleidung 23 aus einem textlien oder anderen Material versehen, das später das Bezugsmaterial für das Kissen darstellt. Dieses Bezugsmaterial übernimmt zugleich die Funktion, die in der unteren Formhälfte 10 die Auskleidung 14 hat, d. h. sie erleichtert die Trennung zwischen Kissen und Form nach dem Aufschäumen. Damit sich nicht das ganze Bezugsmaterial beim Aufschäumen mit Polyurethan vollsaugen kann und unerwünscht steif wird, ist die Auskleidung 23 gegen den Formhohlraum 12 hin von einer Folie 21 abgedeckt, die ausreichend porös ist, um einen freien Gasabzug zu gewährleisten. Zusätzlich weist diese Folie 21 Löcher 22 auf, durch die das
Die Hohlraumfläche der oberen Formhälfte 11 ist mit einer Auskleidung 23 aus einem textlien oder anderen Material versehen, das später das Bezugsmaterial für das Kissen darstellt. Dieses Bezugsmaterial übernimmt zugleich die Funktion, die in der unteren Formhälfte 10 die Auskleidung 14 hat, d. h. sie erleichtert die Trennung zwischen Kissen und Form nach dem Aufschäumen. Damit sich nicht das ganze Bezugsmaterial beim Aufschäumen mit Polyurethan vollsaugen kann und unerwünscht steif wird, ist die Auskleidung 23 gegen den Formhohlraum 12 hin von einer Folie 21 abgedeckt, die ausreichend porös ist, um einen freien Gasabzug zu gewährleisten. Zusätzlich weist diese Folie 21 Löcher 22 auf, durch die das
Polyurethan beim Aufschäumen in geringen Mengen hindurchtreten kann, um an diskreten Stellen in das
Bezugsmaterial 23 einzudringen und auf diese Weise letzteres an den gebildeten Schaumstoffkörper zu
binden. Die Einzelheiten gehen besonders deutlich aus F i g. 2 hervor.
In der Trennebene der Form ist ein Gitter 26 angeordnet, das nach außen ragt. Mit ihm kann bei
geöffneter Form der Schaumstoffkörper getragen und aus der Form entnommen werden. Hierzu sind die ι ο
Enden 28 der Drähte des Gitterwerks 26 an einer Halterung 27 befestigt.
Während Fig. 1 ein Beispiel zeigte, bei dem nur die
Oberseite des hergestellten Kissens mit einem Bezugsstoff versehen war, zeigt F i g. 3 eine Form, die
vollständig ausgekleidet ist. Ein Bezug 46 ist in einer sackartigen Form dargestellt. Er ist gegen den
Formhohlraum hin von einer Folie 40 bedeckt, die porös ist und wiederum eine Anzahl von Löcher zum
Durchtritt von Schaum aufweist. Um zu ermöglichen, daß die Auskleidung 40 in geeigneter Weise in der
Trennebene der Form verschlossen werden kann, erstreckt sie sich mit ihren Randteilen 41 über die Form
hinaus. Das aufzuschäumende Material wird in den Sack eingebracht, nachdem dieser ζ. Β mit Hilfe einer
geeigneten Düse in den Formhohlraum eingelegt worden ist oder bevor dieser vor dem Einbringen in die
Form verschlossen wird. Nach dem Ausschäumen bleibt der Bezug 46 an dem aufgeschäumten Kissen haften,
auch während der anschließenden Behandlung zum Zwecke des Aushärtens des Kissens in einem Härteofen,
wobei der Bezug zugleich während des Transports eine Verstärkung der Folie 40 bildet.
Bei dem in F i g. 4 dargestellten Polsterkissen 35 sind in der zwischen dem Bezugsstoff 37 und dem
Schaumstoffkörper befindlichen Folie 36 geeignet bemessene und verhältnismäßig große Öffnungen 30 an
vorbestimmten Stellen 31 angebracht, an denen das Bezugsmaterial festhaftend mit dem Schaumstoffkörper
verbunden werden soll. Erfahrungsgemäß ist die Beanspruchung nicht an allen Stellen gleichmäßig, so
daß auch eine ungleichmäßige Verteilung von Löchern, wie in F i g. 4 dargestellt, gewählt werden kann.
Ähnliches gilt für ein Polsterkissen 50 für ein Möbelstück, das in einer für das Möbelstück geeigneten
Weise gestaltet ist. Hier finden sich größere Löcher 32 zum Durchtritt von Schaumstoff ebenfalls bevorzugt an
den Kanten.
Neben den Löchern 30 bzw. 32 zum Durchtritt des Schaumstoffs weisen die Folien 36 noch verhältnismäßig
kleine Öffnungen 47 nur für den Durchtritt von Gasen auf, die sich hauptsächlich im oberen Bereich befinden,
d. h. dort, wo beim Ausformen in der Form sich als erstes die expandierenden Gase ansammeln.
Durch die erfindungsgemäße Maßnahme ist es möglich geworden zu verhindern, daß der für die
Kissenherstellung bevorzugte Schaumstoff Polyurethan, der als relativ starker Klebstoff bekannt ist, den
Bezugsstoff unnötig versteift. Andererseits können seine Klebeigenschaften in hervorragender Weise dazu
ausgenutzt werden, um den Bezugsstoff und den Schaumstoff fest miteinander zu verbinden, so daß der
Bezugsstoff auf dem Kissen nicht rutschen kann, wie dies im Gebrauch von Möbeln sonst oft zu beobachten
ist. Durch die Wahl der Größe und die Lage der Öffnungen in der Folie, die Schaumstoff und Bezugsstoff
voneinander trennt, ist es möglich, Bezugsmaterialien an dem Schaumstoffkörper unabhängig davon zu befestigen,
ob die Oberfläche des Kissens eben, gekrümmt, gewellt oder in anderer Weise geformt ist. Die
Herstellung ist äußerst einfach und nur mit geringen Kosten verbunden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Herstellen eines mit einem Polsterüberzug versehenen Kissens mit Schaumstoffkern mit Hilfe einer gasdurchlässigen Form, die mit einer der Trennung von Kissen und Form dienenden Zwischenschicht ausgekleidet ist, die nach dem Trennen von Kissen und Form den Polsterüberzug bildet, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Formauskleidung eine poröse, an diskreten Stellen durchlöcherte Folie aufgebracht und der Polsterüberzug beim Aufschäumen des Schaumstoffes mittels durch die Löcher in der Folie tretenden Schaumsioffüberschusses am Schaumstoffkern befestigt wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US43309065 | 1965-02-16 | ||
| DEK0058463 | 1966-02-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1629485C3 true DE1629485C3 (de) | 1977-06-08 |
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