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DE254634C - - Google Patents

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Publication number
DE254634C
DE254634C DENDAT254634D DE254634DA DE254634C DE 254634 C DE254634 C DE 254634C DE NDAT254634 D DENDAT254634 D DE NDAT254634D DE 254634D A DE254634D A DE 254634DA DE 254634 C DE254634 C DE 254634C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fabric
finishing
wide
fabrics
pores
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT254634D
Other languages
English (en)
Publication of DE254634C publication Critical patent/DE254634C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B3/00Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
    • D06B3/10Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B2700/00Treating of textile materials, e.g. bleaching, dyeing, mercerising, impregnating, washing; Fulling of fabrics
    • D06B2700/27Sizing, starching or impregnating fabrics

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 254634 — KLASSE Sa. GRUPPE
HUGO RICHARD MÜNZING in PLAUEN i.V.
Vorrichtung zum Steifappretieren weitmaschiger Gewebe.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Juli 1910 ab.
Zum Versteifen von Kragen, Röcken oder anderen Gegenständen der Bekleidung verwendet man sogenannte Steifgaze, welche aus einem weitmaschigen Gewebe besteht, das durch Stärkemasse, Kleister, Gummi oder ähnliche Stoffe steif gemacht wird. In neuerer Zeit werden aus diesen Stoffen auch Hüte hergestellt, welche dazu führten, ein besonderes Gewebe aus mehrfachen Lagen herzustellen, die zusammengelegt oder auch miteinander verwebt werden. Diese Gewebe werden nach ihrer Appretur Rollboocs genannt. Dieselben sind sehr weitmaschig und müssen bei der Appretur so behandelt werden, daß die Maschen bzw. Poren des Gewebes von der Appretur ausgefüllt werden.
Dies wurde derartig vorgenommen, daß die Appreturmasse von Hand mit Bürsten und Abstreichern in die Poren des Gewebes hineingedrückt und gleichmäßig über die Fläche des Stoffes verteilt wird. Hierbei wurden die Stoffe gespannt und auf hordenähnliche Unterlagen gelegt. Schließlich mußten die so appretierten Stoffe stundenlang einem Trocknungsprozeß unterworfen werden. Es ist ohne weiteres klar, daß dieses von Hand ausgeführte Verfahren überaus langwierig wai und großer Räume bedurfte; um die gespannte Ware unterzubringen. Während des Trocknungsprozesses wairen die Räume also vollständig zur Weiterbenutzung ausgeschaltet. Dieses kostspielige Herstellungsverfahren soll nun nach vorliegender Erfindung durch Maschinen ersetzt werden. Die maschinenmäßige Appretur ist an sich nicht neu und wurde schon bei den sogenannten Marly-Gazegeweben verwendet. Diese Marly-Gewebe aber besitzen keine geschlossenen Poren, sondern offene, und die Appreturmasse hüllt nur die Fäden des Gewebes ein, welche gegebenenfalls durch künstlich erzeugte Luft-Strömungen offengehalten werden.
Das Appreturverfahren zur Herstellung der Marly-Gaze ist aber nicht verwendbar für die obengenannten Stoffe, bei denen die Poren möglichst vollkommen geschlossen sein sollen. Da aber auch diese Stoffe ein gutes glänzendes Aussehen erhalten sollen, ist es nötig, die Appreturmasse vollkommen auf dem Stoff zu verteilen.
Diesen Bedingungen soll nun die nachstehend beschriebene Vorrichtung dadurch genügen, daß das' Gewebe breitliegend über Leitwalzen geführt wird und auf den freien Spannstrecken zwischen den Walzen von Streichbürsten und Streichleisten bearbeitet wird.
Die Zeichnung veranschaulicht in schematischer Darstellung die bei dem Verfahren zur Anwendung kommende Vorrichtung.
Das aus mehreren zusammengehefteten oder miteinander verwebten Lagen bestehende Rollboocgewebe α ist zu einem Ballen aufgewickelt und läuft von diesem durch die Breithalter b zu zwei miteinander arbeitenden Walzen c, von denen die untere in ein mit der kleistetähnlichen Appreturmasse gefülltes Becken, d eintaucht, so daß die Masse in mehr oder weniger starker Schicht bei der Drehung der Walzen auf das Gewebe gelangt. Um jede Pore des letzteren auszufüllen, ist dicht hinter den Walzen eine je nach Bedarf vorwärts und rückwärts oder auch seitlich bewegbare Bürste e angeordnet, welche die Masse gründlich in den
Stoff einreibt. Der Feinheit der Ware entsprechend läuft diese dann mehr oder weniger häufig über Trommeln f, ist hier der weiteren Behandlung von Bürsten ausgesetzt und geht noch an zum Abstreichen sowie besseren Zerteilen der Kleistermasse dienenden Streichleisten g vorüber, bis schließlich zum Trocknen der Ware geschritten werden kann. Dies erfolgt in einer in der Zeichnung nicht dargestellten Weise entweder durch Überleiten des Rollboocgewebes über geheizte Walzen oder durch Einführung in mit warmer Luft gefüllte Räume oder aber auch durch zweckentsprechende Vereinigung der beiden Trockenmittel.
Ist dann die Ware, welche sowohl während dieses Arbeitsvorganges als auch schon vorher durch bekannte Breithalter glatt ausgespannt wird, gut ausgetrocknet, wozu nur eine kurze Zeit erforderlich ist, so ergibt sich ein Erzeugnis, welches einen durchaus gleichmäI3igen Appreturüberzug ohne zu stark oder zu wenig beschickte Stellen besitzt, einen mittels der Handappretur nicht erreichbaren Glanz aufweist und ferner unter keinen Umständen bricht, wenn das Gewebe in die Form von Hüten usw. gepreßt wird.
Damit die Gewebelagen, besonders wenn sie nicht miteinander verwebt sind, gleich von vornherein gut zusammenkleben, empfiehlt es sich, die Ware vor der eigentlichen Appretur kräftig zu stärken, da dann die Stärke schon als Bindemittel dient.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Vorrichtung zum Steifappretieren weitmaschiger Gewebe, deren Poren durch Appreturmasse ausgefüllt sind, dadurch gekennzeichnet, daß das zu appretierende mehrlagige, breitgeführte Gewebe über Leitwalzen (f) geführt und zwischen diesen auf freier Spannstrecke von Streichbürsten (e) und Streichleisten (g) bearbeitet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT254634D Active DE254634C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE254634C true DE254634C (de)

Family

ID=512807

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT254634D Active DE254634C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE254634C (de)

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